Ausgabe 
3.11.1897 Erstes Blatt
 
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Trautmann. Neben den orchestralen Darbietungen wird der hochbedeutsame Künstler, der Btoliuvtrtno» Alexander Petschuikoff, der unter den jungen Geigern mit auf erster Stufe steht, al- Solist auftreten. Ein hoher Kunstgenuß steht also den Mufikfreundeo Gießen- tu ganz bestimmter Au-ficht.

* Silverein. In der gestrigen, imHotel Victoria" abgehalteneu, nur wenig besuchten Generalversammlung de- Et-verein- erstattete der Borfitzende zunächst den Jahre-» und Kassenbericht. Der Verein zählt hiernach ohne die all­jährlich bet Beginn der Saison zahlreich Neuetnrretendeu augenblicklich 659 Mitglieder. Im Winter 1896/97 wurde an 42 Ei-tagen gelaufen, die Et-bahu am 30. November zum ersten Mal tu Gebrauch genommen und am 20. Februar geschlossen. Die Kassenverhältotsse sind al- günstig zu be­zeichnen, indem da- vergangene Geschäftsjahr trotz bedeutender Mehrausgaben mit einem Suldo von 263 Mk. 16 Pfg. ab» schließt. Für die kommende Saison wird eine Neuorgani­sation des AusfichtSpersonals vorgenommeu und dafür Sorge getragen werden, daß die Schlittschuhe der Mitglieder gegen eine JahreSvergütvng von 50 Pfg. gereinigt und in einem besonderen Raum durch einen spectell hiermit beauftragten Diener aufbewahrt werden können- auch find daselbst leih­weise Schlittschuhe zu haben. Herr Braueretbefitzer Btchler hatte seine Et-fläche an der Hardt in entgegenkommendster Weise dem Etsvereio zur Verfügung gestellt, in Anbetracht der räumlich entfernt liegenden Eisbahnen sowie des hier­durch erschwerten Betriebes derselben mußte jedoch von der Uebernahme abgesehen werden- dagegen werden die Eis-bezw. Nachtfeste des EtSvereinS bet electrtfcher Beleuchtung auf dem Sportplätze an der Hardt abgehalten. Der seitherige Vor­stand wurde wieder bezw. ueugewählt und besteht aus folgenden Herren: Jean Kirch, Vorsitzender, Rechtsanwalt Dr. Fuhr, Stellvertreter- Geh. Hofrath Professor Dr. LaspeyreS, EtS» wart, Professor Dr. Netto, Stellvertreter- Realgymnafial- lehrer Dr. Erb, Geräthewart, Stadtdaumeister Gchmandt, Stellvertreter- Beigeordneter Wolff, Laufwart, Gymnasial­lehrer Dr. Rebling, Stellvertreter- Amtsrichter Wiener, Kartenausgabe, E. Balser, Stellvertreter- sowie den Herren Polizeiamtmaun v. Bechtold, Geh. Rath Proviuztaldtrector Frhr. v. Gagern, Oberbürgermeister Gnauth, Major Gold­mann, Oberst v. Madai, Landgericht-Präsident Frhr. v. Rico», Eulturiuspector Wtßmann. Mit der Instandsetzung der Eis­bahn wurde bereits gestern begonnen.

<H Stadttheater. Eines gewissen Bühnenerfolgs immer sicher ist das historische LustspielDer KönigSlieutenant" von C. Gutzkow, welches gestern Abend aufgeführt wurde. Der Dichter, der im Genre des historischen Lustspiel- noch BeffereS inZopf und Schwert" geboten, verstand es aber auch in diesem Stück durch die glücklich erfaßte Gestalt des Knaben Goethe, der nächst dem KönigSlieutenant Graf Thorane im Mittelpunkt der Handlung steht, den historischen Stoff mit meist klarer Anschaulichkeit vollkommen zu bewältigen. Da das Stück von früheren Aufführungen her schon bekannt, so ist deffen Inhaltsangabe überflüffig- daß eS noch wie vor Jahrzehnten beliebt und gern gesehen wird, da- bestätigte die fast lückenlose Besetzung der besseren Plätz-. Die Auf­führung selbst verdient tu jeder Hinsicht da- Prädicat gut und hinterließ den besten Eindruck. Um die fesselnde, da- Interesse durchgehend- rege haltende Wiedergabe machte sich in erster Linie Herr Liebscher al- KömgSUeutenant Graf Thorane verdient. Dank seinem Talent, seinem Fleiß, mit dem er jede Rolle auf- Sorgfältigste durcharbeitet, seiner Sprache, die Kraft und Empfindung offenbart, verhalf er dieser ausgesprochen schwierigen Characterrolle zu glänzen­dem Erfolg. Mit großem Interesse sehen wir daher seinem Shylock" bet der am nächsten Mittwoch stattfindenden Auf­führung von ShakespearesKaufmann von Venedig" ent­gegen. Der junge Goethe war durch Frl. v. Winterst ein frisch und leben-wahr gezeichnet. Herr Fritzschler al« Rath Goethe zeigte sich von der besten Seite seines Könnens, er verstand männlich und Überzeugend zu spielen. Als Frau Rath Goethe bot Frl. Würdig eine großen sympathischen Eindruck hinterlassende Leistung, die um so größer war, wenn fie mit voller schöner Stimme, die tief, aber angenehm klingt, die Gefühle des Mutierherzen- offenbarte. Den Profeffor Mittler charactertfirte Herr Forsch in Uebergehung einiger Uebertreibung mir bestem Gelingen. Die wirkungsvolle Figur de- Sergeant-Major- Mack bot Herrn Albrecht Gelegen­heit, sein Können wiederum in schönstem Licht zu zeigen. Auch Frl Natusiu- blieb al- Grethel nicht» schuldig, wa- diese Rolle, um große Wirkung zu erzielen, verlangt. Die übrigen Mttwirkenden füllten sämmtlich ihre Parthieen zu voller Zufriedenheit au». Daß solchen Darbietungen der lebhafteste Beifall nicht fehlte, ist selbstverständlich. ES war wirklich wieder ein hübscher, zufriedenstellender Theaterabend.

Der erste humoristische Abend der Leipziger Quartett- und Concerr-Sän ger war zahlreich be­sucht. DaS vorzüglich zusammengrstellte Programm wurde flott durchgesührt und ernteten die Sänger, besonders der Damen-Jmitator, stürmischen Beifall. Heute Abend findet ein zweites Loncert statt.

Bernnglückt. Dem Bremser bei den Oberhesfischen Eisenbahnen Emil Gern and von hier wurde gestern in Grünberg beim Rangiren ein Arm abgefahren. Nach An­legen eine- NothverbandeS wurde Gernand in die hiesige Klinik verbracht.

Silberne Hochzeit. Herr JnvaliditätScafsier und Kirchendiener Carl Schwan feiert morgen, den 4. er., mit seiner Ehefrau Sasanna geb. Koch die silberne Hochzeit.

Kornlagerhauser. In den Kreisen der Laudwirthe wurde schon mehrfach der dringende Wunsch ausgesprochen, eS möge die Regierung nach de« Vorgänge anderer deutscher Bundesstaaten auch für die hessischen Bauern Korn lag er- Häuser auf Staatskosten erbauen und diese gegen billige Pacht den genossenschaftlichen Organisationen der Land- Wiethe zur Berfügung stellen. Jetzt hat der Abg. HaaS (Matnz) und eine Anzahl von Mitgliedern der Zweiten Kammer den Antrag gestellt: Die Regierung zu ermächtigen, zum Zwecke der Erbauung von Kornlagerhäusern auf Staats­kosten tu den dafür geeigneten LaodeSbezirken, einen Betrag von bis zu 500,000 Mk. aufzuweabeu. Die hierzu erforder ltchen Mittel find auf dem Wege des Ttaat-eredtrS zu ver­schaffen und soll der gen. Betrag in da- Budget 1896/1900 einzustrllen sein.

Sine Ausstellung Oberhesfischer Industrie- und Gewerbe- Srzenguifie findet tu den Monaten August und September nächsten JahreS tn Butzbach statt. DaS AuSstellungScomitv, welches fich bereits constituirt hat, glaubt, daß Butzbach tu vielfacher Hinficht für ein solches Unternehmen geeignet. Nicht nur der rege Gewerbebetrieb am Orte selbst, souderu auch die wohlhabende Umgebung, die gesegnete Wetterau, und ferner eine Anzahl größerer und kleinerer Städte in weiterem Umkreise laffeu einerseits einen zahlreichen Besuch der Aus­stellung, andrerseits einen reichen, materiellen Erfolg für die Aussteller erwarten. ES dürfte dies umsomehr der Fall sein, als schon seit einer ganzen Reihe von Jahren gerade der westliche Theil der Provinz kerne solche Veranstaltung gesehen hat. Bon ganz besonderem Vortherl ist es dabet, daß Butz bach an der frequentesten Bahnlinie OberhkffenS liegt, sodaß eS selbst entfernter wohnenden Beiucheru mit Leichtigkeit möglich ist, dorthin zu gelangen. Nachstehend thetleu wir einige Sätze aus den Ausstellungsbedtnguugen mit: Als Aus­stellungsräume stehen zunächst außer noch zu errichtenden Gebäuden die städtische Markthalle (cq. 1000 Quadrat­meter Bodenfläche) und die Schulgebäude zur Verfügung. Die Ausstellung wird Anfangs August eröffnet (der genauere Termin wird noch bekannt gegeben) und soll vier Wochen dauern- Zur Ausstellung zugelassen werden die Erzeugnisse der Groß- und Kletnindustrie Oberheffen». Den Transport der Gegenstände vom Bahnhofe Butzbach tn die Ausstellungs­räume und zurück, sowie die Versicherung gegen Feuersgefahr während der Ausstellung übernimmt der OrtSgewerbeverein. Derselbe wird die nöthigen Maßregeln treffen, um die Gegen­stände vor Beschädigung und Diebstahl zu schützen, ohne jedoch in dieser Hinsicht Garantie zu übernehmen. An Platzmiethe wird von den Ausstellern erhoben: Für 1 Quadratmeter Bodenfläche in geschlossenem Raum Mk. 2, für 1 Quadratmeter Wandfläche in gleichem Raume Mk. 1, für 1 Quadratmeter Bodenfläche in gedeckter, offener Halle Mk. 1. Für die Aus­stellung im Freien bleibt Erhebung einer Platzmiethe von 1 Quadratmeter Bodenfläche bis zu 50 Pfg. Vorbehalten. Wird seitens der Aussteller die Lieferung von Tischen, Ge­stellen u. s. w. gewünscht, so wird hiersür der Selbstkosten­preis berechnet. Es ist in Aussicht genommen, daß hervor­ragende Leistungen preisgekrönt werden. Die Anmeldung zur Ausstellung, die Gattung und Anzahl der auszustellenden Gegenstände, sowie den Boden-, Tief- oder Wandraum, find spätestens bis zum 1. Mat 1898 erbeten. Wir glauben, daß eine Ausstellung in dem vorgezeichnettu Rahmen dem Ge­werbe in Oberheffen nur förderlich sein kann- die Ausstel­lung in AiSfeld vor zwei Jahren hat in dieser Beziehung gute Früchte getragen. Hoffentlich bietet das Comtiö Alles auf, um btt Ausstellung zu einer würdigen Repräsentantin Obrrh-sfischen GewerbefleiheS zu machen. Zu wünschen wäre allerdings, daß man fich befleißigte, von vornherein daS In­teresse der Industriellen und Kunstgewerbetreibenden durch der Sache würdige Drucksachen zu erwecken. DaS versandte Etn- ladungSetreular sieht anständig aus, der dazu gehörige Brtes- umschlag dagegen verdient diese Bezeichnung nicht.

* 3» Amerika verstorbene Hessen. In PortSmouth, O.: Frau Cathartna Wolf, 69 Jahre alt, aus Darmstadt. In Baltimore, Md.: Johann Heller, 81 Jahre alt, aus Echzell.

Grnnberg, 31. Oerober. Unter starker Betheiligung auS den Kreisen der hiesigen Bürgerschaft und lebhaftem Zu­spruch auswärtiger Turnvereine fand heute die Weihe unserer neuerbauten Turnhalle statt. Zu der gestern veran­stalteten musikalisch theatralischen Abendunterhaltung waren über 600 Karten auSgegeben worden und auch heute Nach- mittag, während des eigentlichen FestaeteS, waren die Räume überfüllt. Die Feier, die mit einem flotten Ball endigte, nahm einen überaus befriedigenden Verlauf. Die neue Turn­halle präsentirt fich von außen als ein tn Blendstein auf- geführter geschmackvoller t'au, die Jnuenräume tragen den Charaeter der Einfachheit und Zweckdienlichkeit.

Friedberg, 1. November. Auf der Berliner G ersten - Ausstellung wurden die vom landw. Bezirksverein ver­sandten Muster sämmtlich prämtirt, wa» in drm Bericht der Versuchs- und Lehranstalt für Braueretwesen in Berlin be­sonders hervorgehoben wurde. Die Wetterau hat fich dam t wieder al- Gerstrnbaugebiet erwiesen, ein Ruf, der ihr erst durch die Bemühungen des landw. Bezirksvereins Friedberg

erworben wurde, feit fie auf den Ausstellungen al- eigene- Gersteobaugebiet genannt und verzeichnet wird. Leider hatten sich nur zwölf Theilnehmer an der Bormusterung tn Fried­berg gemeldet, sonst hätte man sicher noch einen größeren Tieg errungen. ES erhielten Bullmann Nieder-Ro-bach den 1. Preis mit 60 Mk., Müller-Löwenhof den 2. Preis mit 40 Mk., die Uebrigen ehrende Anerkennung mit Diplom.

Darmstadt 1. November. Wie wir zuverlässig hören, ist der seitherige Präsident der Großh. Centralstelle für die Gewerbe, Herr Geheime Baurath Sonne, in den Ruhr­stand getreten und der langjährige Hilfsarbeiter bei der Cenrralstelle, der jetzt zum RegierungSrath ernannte Herr RegterungSbaumeifter Noack sein Nachfolger geworden. Herr Tonne, vordem Professor der Jngenieurwiffenschasteu an der Technischen Hochschule, hat in schwieriger Zeit, da die Kämpfe um die wichtige Handwerks-Organisation auSgefochteu wurden und noch fortdauern, daS Amt mit aller Umsicht und weiser Mäßigung geführt, daS er nunmehr jüngeren Schultern über­gibt. An der LandeSbaugewerkschule wurden die diesmaligen W'ntercurfe mit über 200 Schülern eröffnet. Die neuen strengeren Aufnahmebedingungen (Alter von min­destens 16 Jahren und Absolvirung von zweiBausommern" usw.) wurden heuer erstmalig in Anwendung gebracht.

Darmstadt, 1. November. Der General v. Bülow ist an den Folgen eines Sturzes beim Jagdrennen heute Nacht im hiesigen Hospital gestorben.

Darmstadt, 30. Oktober. Bor der Strafkammer stand gestern ein Fall zur Aburtheilung, der wegen seines polni- schen Beigeschmacks die Aufmerksamkeit weiterer Kreise auf fich gezogen Hot. Der früher in Seligenstadt, jetzt in Offen- bach ansässige Schreiner Joseph Gaim hat Jahre laug in der sozialdemokratischen Partei Hessens eine nicht unbedeutende Rolle gespielt. Er war die rechte Hand des sozialdemokra- tischen LandtagSabgeordneten Ulrich und versah die Expedi­tion deS von diesem herauSgegebenen Parteiorgans. Dabei war er mit der Ablieferung der AbonnementSgelder im Rück- stände geblieben und zahlte auch trotz mehrfacher Aufforde­rungen nicht, sodaß schließlich die Sache in einer öffentlichen Versammlung zur Sprache und dadurch zur Kenntntß der Staatsanwaltschaft kam. Diese erhob gegen Balm Anklage wegen Untreue und Unterschlagung und dagegen hatte sich heute der Angeklagte zu verantworten. In der Verhandlung stellte fich die Sachlage sehr zu Gunsten deS Bezichtigten. Er hatte mit Ulrich das Uebereinkommen getroffen, einmal seine Provifion von den eingegangenen Geldern abztehen und weiter für Fälle der Roth und zu Agitationszwecken Beträge ver- wenden zu dürfen, über die später eine Abrechnung erfolgen sollte. Da Ulrich tn seiner Zeugenaussage diese Abmachung bestätigte, konnte die Bezichtigung der vorsätzlichen Benach- theiligung Ulrichs durch Galm nicht aufrecht erhalten werden. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft beantragte selbst die Freisprechung und die Strafkammer beschloß dementsprechend- die Kosten deS Verfahrens wurden der Staatskaffe aulerlegt. Ulrich wurde mit feinen Ansprüchen auf den Weg der Civil- klage verwiesen.

Lüben, 1. November. Bei einer Schnitzeljagd der Offiz ere deS hiesigen Dragoner - Regiments stürzte der RegimevtS-Commandeur v. Tr eSko w mit dem Pferde. Die Aerzte hoffen, den Verunglückten wieder herzustellen.

Straßburg, 30. Oktober. Gestern Nachmittag kam daS Pferd deS Lieutenant- Ess ich vom 15. Feldartillerte« Regiment beim Nehmen einer Hürde in der Nähe von Ostwald zu Fall. Esfich brach da- Genick und war auf der Stelle tobt.

Au» bet Kaserne. Sergeant (vor der ersten In- structionsstunde):Rekruten, froh und glücklich könnt ihr sein, daß ihr Soldaten geworden! Da gibt e- Leute, die da» nicht werden die niemals eine JnstructionSstunde haben. Diese Unglücklichen müffen nun ihr ganze- Leben im Dunkeln herumtoppev I"____________________________________________

Universität- Nachrichten.

Berlin. Die Zahl der Damen, welche an der hiesigen Universität den Vorlesungen der Professoren beiwohnen, hat noch niemals eine solche Höhe erreicht, wie mit Beginn dieses Winter­semesters. Ungefähr 200 jüngere Damen haben fich oorschristSmätzig angemeldet und sind auf Grund ihrer Zeugnisse zugelassm worden. Die Vorlesungen, welche die Damen hören, erstrecken sich auf da» Gebiet der juristischen, medicinischen und philosophischen Facultät, so daß das weibliche Element in den meisten Hörsälen vertreten ist.

Derkehr, Land- und VoU-wirthschaft,

Glatze«, 2. November. Marktbericht. Aui dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,05-1,20, Hühnereier pr. 6t. 7-8 4,2 St. 00 4, Enteneier 1 St. 0004, Güns«. cict pr. St. 00-00 4, Käse pr. St. 5-8 4- Käsematte pr. St. 8 4. Erbsen pr. Liter 18 4, Linsen pr. Liter 27 4, Tauben pr. Paa. X 0,50 bi» 0,70, Hühner pr. Stück 1,00 bi» 1,20, Hahnen pr. 6tüd X 0,600,90, Enten pr. Stück X 1,501,70, Gänse pr. Pfund X 0,46-0.56, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 4, -ub- und Rindfleisch pr. Pfd. 6066 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 64 bi« 72 4 Schweine­fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 76 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 60-64 4 Hammelfleisch pr. Pfd. 50-66 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,10 btl 4,75 X, Weißkraut pr. Stück 0- 00 4, Zwiebeln pr. tentrer 4.00 X5.00 Mil» or. Liter 16 -A.___________________________

Briefkasten»

W. H., Offenbach Sendung erhalten, jedoch nicht druckreif. Manuscript zu Ihrer Verfügung.

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Alleudorf a. Lahn für 189S/99 liegt vom 3. November l. I. an acht Tage lang zur Einsicht der Betheiligten auf hiesiger Bürgermeisterei offen.

Mendorf a. Lahn, den 1. November 1897. 10122

Großh. Bürgermeisterei Mendorf a. Lahn.

Volk.

Versteigerung.

Montag, de« 8. d. Mi-., Nach­mittags 2 Ubr, versteigere ich im Pfand- local SelterSweg 11 gegen Baarzablung:

1 Pierd, 1 Buffet, 1 Klavi r, etn Berticow, 1 Eisschrank, Sophas, Commode und KleidersLränke, ein Schränkchen, 8 Paar goldene Ohr­ringe und 2 goldene Broschen.

Gießen, den 2. November 1897.

10113 Mslch, Dollziehungsbeamtcr

GrbrmM tifftt, garautirt reinschmeckend, per Pfund 1 Mk. empfiehlt Fr. Leo Machf., C. Herber.

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