Ctreßburg, 30. April. Zur Theilnahme an der fünf- undzwanzigjährigeu Jubelfeier der Kaiser- Wilhelm.Universität trafen seit einigen Tagen große Schaaren von Gasten und alten Herren auS allen Theilen des Reiches und des Auslandes hier ein. Die Stadt trägt Flaggenschmuck. Offiziell vertreten find die auswärtigen Studentenschaften von verlin, Bonn, Erlangen, Freiburg, Gießen, Göttingen, Heidelberg, Jena, Marburg, München, Rostock, Tübingen, Basel und Zürich. Die Feierlichkeiten eröffnete heute Abend 8 Uhr bei herrlichem Frühlingswetter ein solenner Fackelzug, der, geleitet von acht MustkcorpS, die Stadt durchzog, dem Rector uod Seuat vor dem Universität»- gebäude und dem Statthalter vor deffeu Palais eine Hul- dtgung darbrachte und schließlich auf dem Schloßplatze unter Abfinguug des »Gaudeamus* die Fackeln zusammenwarf. Hieran schloffen fich verschiedene kleinere Lommerse. Die Hauptfeier wird morgen stattfiudeu. j
Petersburg. 30. April. Der Kaiser von Oesterreich spendete für die Armen von Petersburg 3000 Rubel, für den Petersburger österreichisch-ungarischen Htlfsvereiu 1500 Rubel, für den Odrffaer Hilfsverein 500 Rubel, für katholische Sircheuzwecke an den Erzbischof in Petersburg 1000 Rubel und für die Dienerschaft des WtnterpalaiS 2000 Rubel.
Athen, 30. April. Meldung der »Agence HavaS". Der Kampf, welcher gestern bei Belesttno begonnen, dauert »och fort. Die Brigade SmoleuSki schlägt fich tapfer. Die Cavallerie griff wiederholt ein, die türkische Cavallerte wurde zurückgeworfen.
Depeschen deS Bureau ?,Herold."L
Berlin, 30. April. Der anarchistische Schriftsteller Dempwolf, welcher in der letzten Woche io Haft genommen wurde, wird der Anstiftung zum Hochverrath beschuldigt. Dempwolf trat als Redner in den fünf Versammlungen aus, welche von den Anarchisten anläßlich der Lenteuarfeier ab- gehalten, von der Polizei aber aufgelöst wurden. In diesen Reden soll Dempwolf die Strafthaten begangen haben.
Berlin, 30. April. Der „Nordd. Allgem. Ztg." wird auS Wien telegraphirt: In den hiesigen diplomatischen Kreisen, einschließlich der türkischen, wird angenommen, daß die Beendigung bei Krieges nicht mehr fern ist. Die Griechen würden eS nicht wagen, die Türken auf Athen kommen zu laffen.
Kiel, 30. April. In Marinekretseu wird versichert, daß von größeren Herbst-Mauövern, bezw. einer Uebung der Geschwader mit kriegsmäßigen Ausrüstungen, wie die- in früheren Jahren der Fall war, in diesem Herbste abgesehen werden soll.
Wien, 30. April. AuS Athen berichtet die »Neue Fr. Pr.": Heute während deS Gottesdienstes in einer Kirche, als die Gebete für den König gesprochen wurden, brach die Menge in beleidigende Ausrufe aus gegen das Königshaus. Mehrere Frauen fielen in Ohnmacht.
Mailand, 30. April. Hier wurden aus Anlaß des Attentats auf König Humbert zahlreiche Haussuchungen und acht Verhaftungen von Anarchisten vorgenommen.
Paris, 30. April. Minister Hanotaux ersuchte in einer Unterredung mit dem türkischen Borschaster, dem Sultan zu empfehlen, Griechenland den Frieden anzubieten, da die Folgen unabsehbar seien, falls die Türket weiter rüste. Frankreich sei verpflichtet, die christliche Sache, welche die Sache der Civilisation sei, zu vertheidigen. Ein Zusammenbruch der griechischen Dynastie würde ernste Folgen nach fich ziehen.
Konstantinopel, 30. April. Wie verlautet, refüfirte der Sultan den BermittelungSvorschlag mehrerer Botschafter und verweigerte jede Loncesfiou, so lange Kreta von den Griechen besetzt gehalten werde.
WB. Athen, 30. April. HavaSmeldung. Die Nachricht von dem Rückzüge der Griechen im EpiruS ist bestätigt, fie wichen gegen die Grenze zurück und gaben ihetlweise besetzte- Gebiet auf. Die Türken widersetzten fich bei Phtlipptada den Griechen und behaupten Salagura. Die spätere Aufgabe PhilippiadaS wird bezweifelt. Der gestrige Kampf bei Belesttno war bedeutend. Die Brigade SurS- buSki schlug 8000 Türken unter großen Verlusten zurück. Der Krieg-Minister TramadoS setzte die Ersetzung des GeneralstabSchefS SapunSdzakt durch den Oberstlteutenaut Rattt durch.
Cocales «rrd provinzielles
Sieben, den 1. Mai 1897.
* • Ernennung. Zum Provtuzial-Rabiner für Oberheffen wurde durch Allerhöchste Entschließung Sr. Kgl. Hoheit deS GroßherzogS Herr Dr. Leo Hirschfeld hier, mit Wirkung vom 1. April d. I. an, ernannt.
Silberne HochzeitSfeieru. Da» Fest derSilbernen Hochzeit feierte gestern Herr Lithograph und KreiSfeuer- wehrtnspector Martiu LooS und deffen Ehefrau in aller Stille. Wir wünschen, daß es dem Jubelpaare vergönnt fein möge, auch dereinst in voller Rüstigkeit die goldene .Hochzeit feiern zu können. — Heute begehen Herr Mustk- director Krauße nebst Gemahlin die gleiche Feier. Da» MusikcorpS brachte dem Jubelpaar gestern Abend ein Ständchen. Auch ihnen wünschen wir von Herzen tu wetteren 25 Jahren eine frohe goldene Hochzeitsfeier, inzwischen aber erfreuliches Wohlergehen!
Gefauglwettstreit. Der Bauer'sche Gesangverein, welcher unter Leitung deS Musiklehrers Polster steht, der im vergangenen Jahre beim Lahmhal-Sänger-BundeSfest zu Ltch die Palme des Ruhme» erntete, wird fich in diesem Jahre an einem zu Bock en heim veranstalteten Gesangs- Wettstreit betheiligen. Der Verein, welcher vor Jahre»- '
frist noch 25 sangesfrohe Mitglieder zählte, ist inzwischen auf 35 Sänger angewachsen.
Philosopheuwald. Die Stadtverordneten befürworteten in der letzten nichtöffentlichen Sitzung die Pläne zur Erbauung einer ReftaurattonShalle im Philosopheuwald. Dieselbe soll Raum für 1000 bi» 1200 Personen bieten. Die Halle kommt in der Hauptfront durch einen Zwischenbau mit dem alten RestaurationSsälcheu in Verbindung, nach der Stadt zu gerichtet. Sie ist vollständig geschloffen gedacht und erhält Heizeinrichtung. Der Bau nimmt fich sehr schön, wie eine Art Festhalle, aus.
• • Sportfest. Da» Recht, bei dem Ende Mai gleichzeitig mit dem Sportfest auf der Hardt abzuhaltenden großen Volksfest auf dem Juxplatz Baden rc. aufstellen zu dürfen, ist an einen Unternehmer von außerhalb vergeben worden.
F. Da» Training. Auf Einladung der Gießener Ruder- Gesellschaft hatten sich am Donnerstag Abend im Saale des Hotel Einhorn eine große Anzahl Jntereffenten eingefunden, um die Kolb'scheu Theorien über »Da» Training" kennen zu lernen. Besonders zahlreich waren die Herren Offiziere und Militärärzte erschienen, ein Beweis, mit welchem Interesse man in militärischen Kreisen den neuen Untersuchungen über die Vorbereitung de» Körper» zu maximaler Muskelarbeit folgt. Gegen 9 Uhr ergriff der Vortragende, Herr Dr. Gg. Kolb, das Wort und führte in etwa etnftündtger, Jedermann verständlicher Rede ungefähr folgende» au»: Der menschliche Körper ist mit einer Maschine zu vergleichen, bei welcher immerwährend durch angestrengte Thätigkeit Stoffe verbraucht werden und wieder durch neue ersetzt werden müssen. Früher hat man nun geglaubt, daß durch maximale Muskelarbeit hauptsächlich während des Trainings besonder- viel Etweisstoffe verbraucht würden und empfahl daher den Training» Mannschaften den reichlichen Genuß von eiweißhaltigen Speisen, wie Fletsch usw. Nach den Untersuchungen nun, welche Dr. Kolb bereit- im Jahre 1884 bi- 1887 an den TratuingS-Mannschafteu des Berliner Raderclubs anstellte, stellte er unwiderleglich fest, daß der Mehrverbrauch an Et- weis während des Tratuing» nur ganz verschwindend sei, während aber ganz bedeutende Mengen der Kohlehydrate (also Zucker und Fett) verbraucht würden. Weitere Untersuchungen zeigten nun, daß besonders der Zucker den Trainings- Mannschaften am zuträglichsten ist und daS sogenannte Ueber- trainirtsein fast, wenn nicht ganz verhindert. Dr. Kolb empfahl allen Denen, welche angestrengte Muskelarbeit leisten müffen, besonders Ruderern, Radfahrern, Touristen und nicht zum wenigsten dem Militär reichlichen Zuckergenuß und im übrigen kräftige, aber nicht Übermäßige Lebensweise. Einem Wunsche deS Vortragenden gemäß entspann sich nach Schluß deS Vortrags eine hochinteressante Discussion, an der fich neben den Vertretern der Sportvereine auch die Herren vom Militär in ausgiebigster Weise betheiltgten. Nachdem die Discussion geschloffen, dankte Herr E. Balser als derzeitiger Borfitzender der Rudergesellschast den Gästen für daS Interesse, welches fie durch ihr Erscheinen der Sache entgegen« gebracht und gab der Hoffnung Raum, daß der Rudergesellschaft die Sympathien immer in gleichem Maße erhalten bleiben möchten. Herrn Dr. Kolb zollte er Worte des Dankes für seine hochinteressanten Ausführungen, ihn als eine Autorität auf dem Gebiete des Trainings hinstellend, sowohl in theoretisch-wissenschaftlicher Beziehung, als auch in seiner Eigenschaft als langjähriger und bewährter Rennruderer. Ein auf Herrn Dr. Kolb ausgebrachtes Hipp Hipp Hurrah! wurde von den Ruderern jubelnd ausgenommen. Die Erschienenen blieben noch lange Zeit zusammen, in regem MeinungSauS- tausch das Thema deS Abends besprechend.
• • MoatagS-Eoncert ans der Schone« Aussicht. Wie aus dem Jnseratentheil ersichtlich, werden die Bier-Loncerte auf der Schönen Aussicht für die diesjährige Saison am nächsten Montag den 3. Mai eröffnet. Dieselben werden wiederum von der RegimentSmufik deS Jnf.-RegtS. »Kaiser Wilhelm" ausgeführt.
* * Eine hervorragende Sehenswürdigkeit dürfte Neumann» anatomisches Museum sein, da» auf OSwaldS Garten ausgestellt ist. Es belehrt den Menschen über fich selbst, d. h. über seine irdischen Theile, die einmal in Staub zerfallen werden. Zu dem Zwecke werden die inneren Theile des menschlichen Körpers in gesundem und krankem Zustande dargestellt. Das Neumann'sche Museum beschränkt fich aber nicht auf die Anatomie des Menschen, eS erstreckt sich auch auf die Anthropologie und Ethnographie und stellt einige Menschenrassen und alte Culturvölker dar. Endlich greift eS auch noch in die Specialität des Panoptikums hinüber und stellt berühmte Personen und Genrescenen plastisch in Lebensgröße dar. Auch eine Reihe der mittelalterlichen Folterwerkzeuge ist dort zu sehen. Wir machen noch auf daS Inserat in heutiger Nummer aufmerksam.
* * Interessante Funde. Bei Anlage einer Straße bei dem rhemhesfischen Dorse Niedersanlhei« ist ein große» fränkisches Grabfeld entdeckt worden. Die im Beisein deS EnstoS des Darmstädter Museums, Pros. Adamy vorgenommenen Ausgrabungen ergaben eine größere Anzahl Gräber mit gut erhaltenen Sceletten. Waffen und Schmuck fachen fanden sich nicht vor, dagegen mehrere Gefäße.
* * Oberhefsifchrr Katholikentag. Wie das »Mainzer Journal" mittheilt, findet am 9. Mai, Nachmittag» 3 Uhr im »Saalbau" zu Friedberg ein Katholikentag statt. Als Redner werden bezeichnet: Herr JostitntSvorsteher Dr. Kübel au» Gießen, Herr Landtagsabgeordneter Dr. Fre nay, sowie der DiöcesenpräseS der katholischen Männer- und Arbeitervereine deS BiSthumS Mainz, Herr Pfarrer F o r s ch n e r au» Mainz.
• • Wetterbericht. Die Depression im Nordwesten breitet fich weiter auS und entsendet bereits über die Nordsee einen AnSläufer nach dem Festlande herein und steht dabei noch unter der Herrschaft deS barometrischen Mox rnumS mit ieinem Sern im Süden, doch hat dasselbe auch an Jntenfivität verloren. Der niedere Druck scheint fich weiter auSzubehueu und dürften zunächst die nördlichen Theile unseres Gebiete» ‘
von ihm beeinflußt werden. — Voraussichtliche Witterung: Im Norden Eintritt von trübem Wetter und spät« Niederschläge, im Süden zunächst heiter, dann gleichsall» Zunahme der Bewölkung. -
Schlitz, 30. April. Se. Majestät der Kaiser unternahm heute Vormittag 10 Uhr in Begleitung des Grafen Görtz einen längeren Spaziergang in die Umgebung des Parkes und begab fich alsdann nach der »Weißen Birke", einem AuSfichtßpunkt in der Nähe der Stadt. Heute Nachmittag 3t/z Uhr machten die Herrschaften eine Ausfahrt nach dem im Fuldathale gelegenen Richthof, dem Sornmnanf- enthalt des Grafen.
4- Romrod, 30. April. Seit gestern Nachmittag find bereits fünf Gewitter mit sehr heftigen elektrischen Entladungen Über die hiefige Gegend gezogen und dennoch ist ein Sinken der Temperatur noch nicht zu bemerken. Der Regen war meist stark, und theilweise mit Hagel untermischt. Die Blitzschläge dürften hie und da Schaden angerichtet habe«, unter Anderem soll ein Alsfelder Mann heute Nachmittag auf dem Felde durch den elektrischen Strahl getödtet worden sei«. Infolge der vielen Niederschläge hat die Feldarbeit wieder unterbrochen werden müssen. Daß fich jetzt schon Hagelschlag einstellt, mag jedem noch nicht verficherten Landwirth etee ernste Mahnung fein, sich bald zu verfichern.
§§ Bom öderen Vogelsberg. 28. April. Seit einigen Jahren lichten sich unsere Fichtenwalduvgea, indem ganze sogenannte Waldköppchen verkanst werden und zwar meistens zur Holzstoff Fabrikation. Nicht allein in den fiskalischen Waldungen wird alljährlich eine bestimmte Quantität verkauft, sondern auch in den privaten, bet letzteren gehen die Bestände so ziemlich zur Neige, wofür als Beweis wohl gelten mag, daß seither der Festmeter mit 10, 11 und 12 Mk. verkauft wurde und in diesem Winter zu 13 bi» 15 Mk. DaS meiste Fichtenholz wird in unserer Gegend aufgekauft von der Firma Zellstoff-Fabrik Waldhof in Waldhof bei Mannheim. Allgemein vermuthet man, daß in den nächsten Jahren kein Fichtenholz mehr verkauft werden kann. Unsere Vogelsberger Landwirthe begreifen die Rentablität der Waldavlageu uod werden nun auch jedes Jahr ziemliche Flächen von Privaten und Gemeinden aufgeforstet, viele Gemeinden bekommen Staatsbeiträge dazu, mitunter 60 bi» 80 Mk. Kürzlich kamen wieder 633000 Stück junge Fichten- pflanzen auf der Station Gedern für die Oberförfteret Grebenhain an. Sie waren gemeinsam bezogen von Gemeinden, Privaten und FiScuS. Auf diese Weise kamen die Fichten- pflanzen billig zu stehen. Holzverfteigerungen in Buchen- usw. Brenn- und Werkholz haben in der Oberförsterei Grebenhain für diese» Jahr bis jetzt noch nicht stattgefunden, währenddem in angrenzenden Bezirken dieselben schon meisten» beendet find. Die Friedrichshütte bei Laubach erhielt auch in diesem Jahr wieder 5000 Raummeter Buchenholz zur Essigfabrikation au» der Oberförsterei Grebenhain. Die Fabrik läßt da» Holz von Holzhauern au» Eichelsachsen, Ruppert»- bürg und Gonterskirchen spalten, den Meter zu 17 Pf»., gewiß ein kärglicher Verdienst, aber dennoch ein annehmbarer Taglohn, da ein Holzhauer täglich durchschnittlich 24 Meter klein hackt.
X. Darmstadt. 30. April. Wie au» guter Quelle verlautet. wird die Zweite Kammer nach der jetzigen kurze« Tagung erst im Herbst wieder zusammentreten. — Die Immatrikulation an der Technischen Hochschule für da» Sommersemester ist beendet; wie man hört, soll der Zuwach» gegen da» letzte Semester an 100 sein, also die Gesammt- Hörerzahl dann' ca. 1200 betragen. Eine solche Frequenz hätte man vor einigen Jahren noch nicht für möglich gehalten.
Biege«, 29. April. Heute fand hier die au» alle« Theilen des Großherzogthum» gut besuchte vierte Haupt- Versammlung de» katholischen Lehrerverein» für da» Groß- Herzogtum Hessen statt. Einer Versammlung im »Mainzer Hof" mit Berichterstattung, Vorstandswahl rc. folgte ein Festgottesdienft in der alten Pfarrkirche, bei welcher der Kirchenchor PalestrinaS großartige Messe zum Vortrag brachte. In der nun folgenden Hauptversammlung im »Mainzer Hof" sprach Herr Semioarlehrer Borig au» Alzey üb« »katholischen Kirchengesang". Nack dem Festessen im „Engl. Hof" beschloß ein gemeinsamer Spaziergang auf den Rochu»b«g den in schönster Weile verlaufenen Lehrertag.
• Prag, 26. April. Gestern Abend hat sich nächst dem Tunnel der Wodraner Localbahn in der Nähe von Prag daS 13 Jahre alte Schulmädchen Rosalia Ko ei na vor dem Heranvahen eines Eisenbahnzuges auf die Schienen gelegt. Der Zug trennte ihr den Kopf vom Rumpfe. Al» Ursache des Selbstmordes gab die Mutter de» Mädchen» an, daß ihre Tochter fich wiederholt geäußert habe, daß fie fich wegen Abneigung gegen den Schulbesuch da» Leben nehmen werde.__
Sd?iffsttad>rid>teii
Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten dnrrd di« Agenten Earl LooS und I. M. Schulhof.
Bremen, 30. April. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Poftdampser H. H. Meier. Eapt. F. Menh, vom Norddeutsch« Äoyd in Bremen, ist heute 9 Uhr Vormittags wohlbehalten tn
Newyork angekommen.
Brodpreise vom 2. Mai bi» 16. Mai 1897. D« hidtte» BM«.
1 Ä0. (2 Pfd.) Tafelbrod .....27 Pfg
2 Äß. (4 Pfd.) Taselbrod ...... 54 ,
1 Jt0. (2 Pfd.) Weißbrot» ..... 25 ,
2 Ä0. (4 Pfd.) Weißbrot»......50 ,
1 Rg. (2 Pfd.) Schwarzbrot»......23 ,
2 Jt0. (4 Pfd.) Schwarzbrod 46' »
3 jtg. (6 Pfd.) Schwarzbrod......69 ,
Der auSwärtiaen Bä<f er.
2 Äfi. (4 Pfd.) Weißbrot» bei L. Schmidt, Gr. Linden 42 , L. Stetnmüller, Gr.-Linden 42 , W. Steinmüller v. L.-GSn», 42 r


