Ausgabe 
1.8.1897 Erstes Blatt
 
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muthuug, And rve» Ballon sei nach dem Weißen Meere getrieben und dort verunglückt, aus denselben Gründen wie Nansen für widersinnig erklärt. Dr. Eckholm steht dieser Annahme ebenfalls skeptisch gegenüber und bezeichnet es al» sonderbar, daß der Dampfer aus Dordrecht den beobachteten Gegenstand nicht näher untersucht habe. Eckholm bringt in­dessen eine Nachforschung-» Expedition nach dem Weißen Meere in Anregung.

Petersburg, 80. Juli. Die Stadtverordneten haben be­schlossen, dem deutschen Kaiserpaare Salz und Brot auf silbernen, in russischem Stile reich emaillirten Schüsseln mit gleichem Salzfaß zu überreichen. Die Schüsseln tragen da- Wappen von Petersburg und des deutschen Reiches und die Inschrift:Ihren Majestäten dem Kaiser und der Kaiserin von Deutschland."

Depesche» des BureauHerold.*

Berlin, 30. Juli. Der Biceprästdeut des Staat». Ministeriums, Herr v. Miquel, sowie der Minister de» Innern, Freiherr v. d. Recke, haben sich heute Nachmtttag iy4 Uhr nach Kiel begeben. Wie dieTtaatSb.-Ztg." meldet, ist da» kaiserliche Telegramm, welche» die Minister nach Kiel berief, bereit« gestern Morgen hier eingetroffen. Jnsolgedeffen war die für heute Vormittag 12 Uhr an- beraumte Sitzung deS StaatSministerium» abbestellt worden. Noch gestern Nachmittag sind die hier anwesenden Minister zu einer kurzen Berathuag zusammeogetrrten. Der Chef deS EivilcabinetS, v. LucanuS, der heute Abend vom Urlaub aus Gastein hierher zurückkehrt, wird voraussichtlich in den nächsten Tagen nach Kiel abretsrn.

Berlin, 30. Juli. Wie dasBerl. Tagebl." erfährt, ist der Chef deS MilitäreabinetS, General v. Hahnke, in sehr ernster Weise erkrankt.

Berlin, 30. Juli. Fortwährend laufen Nachrichten ein über Ueberschwemmungen in der Lausitz, in Schlesien und Oesterreich. So wird aus Zittau gemeldet, daß das Hochwasser, welche« alle früheren Ueberschwemmungen über­trifft, ganze Getreide-Borken und viele Möbel mit sich führt. Häuser und Brücken find gefährdet- der Eisenbahnverkehr nach ReichenauOybin und Retcheuberg ist unterbrochen. Das Wasser ist noch im Steigen- der untere Theil der Stadt Zittau ist völlig unter Wasser. Bet Etber ist ein Eisenbahnzug entgleist. Die Spreebrücke bet Ebersbach ist fortgertssen. Ein Arbeiter ist dabei ertrunken. Am r ahnhofe zu Alt- und Neu-GerSdorf ist ein großer Fabrik-Neubau eiagestürzt. Auch aus der Görlitz er Gegend werden bedeutende Ueberschwemmungen gemeldet. Sämmtliche Fabriken in Setdenberg mußten den Betrieb einstellen. In Dresden eingelaufene Telegramme bringen gleiche Htobsposten aus der Umgegeod von Pirna. Aus Warmbrunn wird gemeldet, daß auch dort mehrere Wolken­brüche niedergegangen find, welche großen Schaden verur­sachten. In Glatz richtete das Hochwasser nicht minder großen Schaden an. Glatz selbst steht zur Hälfte unter Wasser. Auch Retcheuberg ist zum Theil überschwemmt. Mehrere Menschen find ertrunken und Häuser eingestürzt. In Laibach ging ein schwere» Gewitter nieder- später trat Schneefall ein. Die Berge Ober KärnthenS find mit frischem Schnee bedeckt. Die Auflee ist au»geufert und überschwemmt wette Strecken Landes. Auch au» Ungarn laufen Ueber- schwemmung».Nachrichten ein. Ueber Berlin und dessen Umgebung sind heute Vormittag ebenfalls große Regen­massen niedergegangeu. Au« Traut en au wird gemeldet, daß auch dort das Unwetter großen Schaden angerichtet hat. In Marscheudorf find viele Häuser eingestürzt, darunter auch daS BezirkSgertchtSgebäude. 17 Personen haben dabei ihr Leben verloren.

Kiel, 30. Juli. Der Kaiser ist heute Vormittag halb 11 Uhr auf derHohenzollern" hier etugetroffen. Am Dienstag erfolgt die Weiterreise nach Kronstadt mit dem ersten Geschwader.

Hirschberg i. Schl., 30. Juli. DaS Hirschberger Tdal ist seit gestern Abend von einer sehr schweren Hochwasser- Katastrophe heimgesucht, welche unübersehbaren Schaden anrichtete. Mehrere Personen ertranken. Viele Straßen der Stadt, zum Theil auch die Häuser, stehen unter Wasser. Rettungsversuche für die Ertrinkenden waren oft unmöglich, weil e« an Kähnen mangelte. Ein Jägerbataillon ist zur Hilseletstung bet den RettungSarbeiten heraugezogeu. Die Eisenbahnzüge find auSgebliebeu.

Hamburg, 30. Juli. Der Commis William Hilpert, ein Engländer, welcher bei der Hamburg Amerika Linie an­gestellt ist, ging mit 50,000 Mk. Depotscheinen durch. Hilpert ist auf dem DampferSeamear" nach England geflüchtet.

Karlsbad, 30. Juli. Da» Riedel'sche Kohlen­werk steht seit heute früh in Flammen.

MouS, 30. Juli. Die Zahl der Strikenden ist auf 9000 zurückgegangen. Wettere 35 Ausständige wurden wegen Angriff» gegen die ArbeitSfreiheit zu Gefängniß von 8 Tagen bi« zu 2 Monaten vernrtheilt.

Berlin, 31. Juli. Da» Zusammentreffen des Kaiser» mit der Kaiserin findet heute Vormittag in Kiel statt, woselbst die Kaiserin um 8 Uhr eintrifft. Auch die Prin zesfiu Heinrich begibt fich nach Kiel. Der Kaiser erfreut sich de» besten Wohlsein». Er hat jetzt da« schützende AugenglaS abgelegt und bewegt fich auch im Freien ohne jeglichen Augeoschutz. Gestern Abend fand auf der ^Hohenzollern" Herreotafel statt, wozu die Minister v. Miquel und v. d. Recke, sowie die Admirale Köster und Thomsen geladen waren.

BreSlau, 31. Juli. Im Weistritz Gebiete hat ein Wolkenbruch ungeheuren Schaden angerichtet. Die Um- gebung von Htrschberg gleicht einem See. In Kunuer«. darf steht da» Wasser bi» an die Dächer. Sämmtliche Fabrik-Etablissement« im Bobergebiet haben ihren Betrieb eingestellt. In Peter »do rf find viele Häuser eiugestürzt

und mehrere Brücken fortgerissen. Zahlreiche Gebäude find geborsten. Die Ernte ist vernichtet. Auch von anderen Plätzen werden schreckliche Verwüstungen gemeldet. Bon Ratibor wird Steigen der Oder um 4 Meter und ge­waltige« Anschwellen ihrer Nebenflüsse gemeldet. In ver­schiedenen Orten find Menschen ertrunken.

Wien, 31. Juli. Große Brückeojo che, lange Balken, Dächer und große entwurzelte Bäume schwimmen die Wien herunter, die Brückenpfeiler io Gefahr bringend. ____________________________________

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Gießen, den 31. Juli

* Liehmarkl leit. Bezugnehmend auf die heutige amt­liche Bekanntmachung Großh. Polizeiawt», bett, die Ab­haltung der Biehmärkte, machen wir die Interessenten darauf aufmerksam, daß daS Halten wir B»eh auf Straßen und Plätzen und da« Handeln daselbst vor dem Beginn de« Markte«, also vor 6 Uhr Morgen« nicht gestattet ist. Die Schutzmanoschaft wurde angewiesen, streng darauf zu sehen und Zuwiderhandlungen zur Anzeige zu bringen.

* Neues Studentenheim. Die hiesige Burschenschaft Germania" erwarb heute von der Stadt einen in der früher v. Rabenau'schen Besitzung gelegenen Platz zur Er­bauung eine« Bundeshauses.

SiubrnchSdiebstahl. In vergangener Nacht wurde auf der Liebig«Höhe oahier etogebrochen und dorrfelbft ver­schiedene Eßwaaren und mehrere Flaschen Champagner ent­wendet. Der Dieb bat seinen Weg durch da» offenstehende Abortfenster genommen und hat fich nachdem durch die HauS- thüre, in welcher der Schlüssel von innen stak, entfernt.

* * Eommerfest des Fechtverbaude» GießenLahr. Wir wollen nochmals auch an dieser Stelle auf das am Sonntag den 1. August auf derSchönen Aussicht" hier stattfindende Sommer fest deS Fechtverbaude« GießenLahr Hinweisen. Alle Veranstaltungen de» genannten Verein« erfreuten fich stet« der größten Beliebtheit. Besonders sind es die Sommer­feste, die so gerne besucht werden, da eS Volksfeste im wahren Sinne de« Worte« sind. Es find für alle mögliche Unter- Haltungen für Erwachsene und für die liebe Jugend gesorgt, und da der Ertrag für da« Reichswaisenhaus in Lahr, resp. für einen aus Gießen dorthin aufzunehmenden Jungen be­stimmt ist, so wünschen wir dem Feste einen guten Besuch und vor allen Dingen gutes Wetter.

Verband der Zoll- und Steuerbeamteu. Nach dem Vorbtlde des Verbands deutscher Poft- und Telegraphen­beamten hat fich kürzlich ein Verband der mittleren preußischen Zoll- und Steuerbeamten gebildet. Derselbe hat seinen Hauptfitz in Berlin und weist bereits eine zahlreiche Mitgliedschaft auf. Zweck deS Verbände« ist Vertretung und Wahrung der StandeSiuteressen rc.

* * Wetterbericht. Der Kern des Maximum« lagert heute über Irland, England und dem Canal und hat über dem Nordseegebtet und Skandinavien der Luftdruck an Intensität etwa« gewonnen. Den Sädosten und Süden de« Erdtheil« bedeckt noch niederer Druck und bestehen namentlich über den Ostalpen stärkere Gradienten. Voraussichtliche Witte­rung: Meist heiteres Werter- im Süden zeitweise Niederschläge.

Oermifcfctes..

* § Aus dem Kreise Wetzlar, 30. Juli. DaS 11. Jäger­bataillon zu Marburg hat in dieser Woche eine g r ö tz e r e Uebung vorgenommen Bereit« am Montag find die Jäger von Marburg abmarschirt und haben in Londorf, Gründerg, Leihgestern und Wetzlar Quartier bezogen. Dieselben brachten natürlich in unsere Kreisstadt Wetzlar sofort ein regeS Leben. Nachdem das Bataillon von Fretrog auf Samstag nochmal« in Lollar und Umgegend Quartier bezogen, wird dasselbe am Samstag wieder nach Marburg zurückkehreu. Den Imkern unserer Gegend wird im Monat August Gelegen­heit geboten, die Wanderversammlung deutscher und öster­reichisch-ungarischer Bienenzüchter zu Wiesbaden zu besuchen. Als VerdandlungStage dieser großen Jmkerversammlung find der 23. und 24. August bestimmt worden. Auch ist bereit« für Sonntag den 22. August ein Besuch der Bienenwirth- schaftlichea Versuchsstation zu Flacht bei Diez im Programm der Wanderversammlung vorgesehen. Unter den vielen Vor­trägen, welche für die Versammlung bestimmt, möchten wir ganz besonder« die der Herren Dr. Dzierzon au« Lowkowitz (Oberschlefien) und Günther zu Gipersleden bet Erfurt er­wähnen. Möchten daher alle Bteneupfleger und Freunde der edlen Imkeret e» nicht versäumen, die Wanderversammlung zu Wiesbaden zu besuchen.

Frankfurt a. M., 30. Juli. In den letzten 14 Tagen hat der Zoologische Garten nicht weniger al« 96 Thtere gekauft, und außerdem ein wunderschönes Paar Wüstenfüchse von Ihrer Großherzoglichen Hoheit der Frau Prinzessin Victoria von Battenberg zum Geschenk erhalten. Mit den Neuankömmlingen wurde zunächst da« Affenhaus bevölkert, in dem jetzt über 100 Affen gehalten werden, was wohl in keinem anderen Garten der Welt der Fall sein dürfte. Sehr merkwürdig ist ein großer Stelzvogel, der sogen. Nimmersatt, von dem man früher glaubte, er halte nur seinen gewaltigen Schnabel ins Wasser, in den alle Beutethiere, wie von einer unsichtbaren Macht hineingetrieben würden. Ein frisch ge­fangener schwarzer Panther, ein Ausbund von Wildheit, ist gegenwärtig Im Innern des großen Raubthterhause» unter­gebracht. Besonders reich ist augenblicklich der Garten an schönen Gazellen nnb Antilopen- manche davon, wie z. v. die Pelzeln-Gazelle, ist zum ersteumale in Frankfurt zu sehen. Die zuletzr eingetroffenen Thiere find algerische Reptilien und ein Moschu-thier von Ceylon.

Kränkln« a. M.. 29. Juli. Ihre Majestät die Kaiserin Friedrich beehrte gestern Vormittag die All­gemeine Rosen-, Blumen- nnb Pflanzen - Au», stellung, beten Protectorin fie bekanntlich ist,

1 einem mehr als einstündigen Besuche. Geführt von den Comitö- mitgliebern. welche der hohen Frau ein großes Rosenbouquet überreichten, nahm Ihre Majestät mit hohem Interesse alle ausgestellten Pflanzen und Geräthschaften in Augenschein. Die Kaiserin, welche in Begleitung ihres Hofmarschalls Grafen Seckendorfs und der Hofdame Gräfin P-rponcher erschienen war, ir.tereffhtc fich besonders für bte Rosen und ließ fich verschiedene Seltenheiten aufschreiben, bte fie für fich bestellen will. Auch die ausgestellten Gartenpläne und Gartenmöbel, sowie die industriellen Erzeugnisse de« Garten­baues fanden die lebhafteste Beachtung der Kaiserin. Hierauf befichtigte Ihre Majestät noch auf da« Eingehendste da« Wildroseu-Sortiment und schenkte ihre Beachtung in erster Linie den Rosensorteu, die fich für Einfassungen eignen. Die Kaiserin hat versprochen, im Herbst ihren Besuch zu wiederholen.

Wettstreit zwischen Teiegriphisten. Auf Veranlassung der Besitzer der ZeitschriftTelegraph" fand kürzlich in London ein Wetttelegraphiren statt, bet dem e« fich lediglich darum handelte, festzustellen, wieviel Worte mittels de« Morseapparat« bei größter Geschwindigkeit innerhalb einer Minute ablelegraphirt werden können. Al« Preis für da« schnellste Telegraphiren hatten die Veranstalter de« Wett­streites einen filbernen Becher gestiftet. 40 englische Tele­graphisten, darunter 2 Damen, nahmen am Wettkampf tbeii, und suchten die gestellte Aufgabe besten» zu lösen. Diese bestand darin, daß ein 250 Worte umfassender Theil einer Rede der Königin von jedem Thetlnebmer abgegeben werden mußte und zwar mit der größtmöglichsten Schnelligkeit. Die dabei erreichte höchste Geschwindigkeit >m Telegraphiren beträgt 35 Worte pro Minute. Sieger blieb ein Beamter beS TelegraphenamtrS der Londoner Börse. Einen prac- tischen Werth hat diese Schnelltelegraphirerei nicht, denn kein Beamter kann innerhalb einer Minute 35 Worte vom Morsestreifen ablesen und nieberschreiben - ein berartige» Telegraphiren ist daher schon mehr Telearaphirsport.

Schiff-Nachrichten.

Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Ea l Loos und I. M. Schuldoi.

Bremen, 29. Juli. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Havel, Capitän H. Christoffer«, vom Nordb. Lloyk in Bremen, ist heute 2 Uhr Morgen« wohlbehalten in Newyork angekommen.

Bremen, 29. Juli. sPer transatlantischen Telegraph.j Der Postdampfer Prtnzregent Luitpold, Capitän H. Walter, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist heute 5 Uhr Morgens wohlbehalten in New­york angekommen.

Bremen, 29. Juli. sPer transatlantischen Telegraph.j Der Postdampfer Roland, Capitän I. Jantzen, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 6 Uhr Morgen« wohlbehalten in Baitimor? angekommen.

Eingesandt.

Gießen, den 31. Juli 1897.

Aus die große Bauthätigkeit, die auch in diesem Jahre in Gießen wieder in Erscheinung tritt, wurde in den hiesigen Blättern des Oefteren hingewiesen; ttn bi« jetzt noch nicht erwähnter Neubau, das Atelier des Herrn Wilhelm Becker in der Bahnhofstraße, ist heute vollendet worben. Das Gebäude, im Renaiffancestyl auS Gail'schen Verblendern von Herrn Techniker Rabn hier ttbnut, be­steht aus drei Gefchossen. Im Kellergeschoß befinbm sich ArbettS- räume und die Dunkelkammer, sowie die Heizanlage (Niederdruck Dampsheizung); im Erdgeschoß Empfangszimmer, Garderobe, sowie das Atelier, letzteres wohl das größte unserer Stadt; im Ober­geschoß weitere Arbeitsräume. Die Verglasung der Fenster ist größtentheils Glasmalerei aus dem bekannten Atelier de« Glas­malers Herrn Frtedr. Endner aus Darmstadt. Von hervorragen­der Schönheit ist das M'ttelfenster dcS Empfangszimmers, bei wel­chem auf die Photographie bezügliche figürliche Darstellungen An­wendung gefund-.n haben. Die gesammte Anlage, sowie auch bk innere Einrichtung ist durchaus der Neuzeit entsprechend und macht einen sehr vornehmen Eindruck.

Im Anschluß an Obiges fei bemerkt, daß etz öffentlich aner­kannt zu werden verdient, daß gegenwärtig die Bauthätigkeit gerade im Innern der Stadt eine so rege ist und auch für das nächste Jahr fein wird. Recht erwünscht, ja geradezu geboten wäre es daher, wenn unsere Stadtväter, ermuntert durch das Vorgehen ihrer Mit­bürger, dafür stimmen würden, daß jetzt vornehmlich in der Alt­stadt in den engen und engsten Gassen und Gäßchen viel, ja recht viel Luft und Licht und damit Hand inH-nd gehend neue Straßer- Verbindungen geschaffen würden, nachdem in den letzten Jahren so viele schöne Straßen in den neueren Stadttheilen angelegt oder projectirt wordn sind.

Um-zrrg ans d«ir der Stadt SteHe».

Juli: 23. Nicolaus Jßlcy, Fabrikarbeiter dahier, mit Marga­rethe Schomber hterlelbst. 24 Konrad Boß, Schneider dahier, mit Susanne Henriette Kood hierfelbst. 26. Dr. Ludwig Dalquen, pract. Arzt zu He'.denbergen, mit Pauline Justine Katharine Arnold Hier­selbst. 28. Karl August Krugmann, Kaufmann zu Heidelberg, mit Anna Eltsabctha Lina Wießner hierfelbst. 28. Karl Beppler, Zimmer­mann zu Trais-Horloff, mit Marie Göbel daselbst. 28. Ernst Gotthold Hempel, Mechaniker dahier, mit Anna Elise Ida Georgi zu Dambach. 29 Adolf Karl Ludwig Noll, Fabrikant dahier, mit Emmy Sophie Karoline Cappenberg von Steele.

«Kbettse»

Juli: 20. Dem Landwirth Hermann Haubach ein Sohn. 22. Dem Hauptmann Georg von Stössel ein Sohn, Heinz Siegmund Georg. 22. Dem Schneider Karl Schnell eine Tochter. 22. Dem Schriftsetzer Jean Feußner eine Tochter, Elisabethe Kälhchen Lina Johanna. 24. Dem Heizer Johann Peter Barthen eine Tochter, Anna Sophie. 24. Dem Schmied Friedrich KaleSky ein Sohn, Max Franz Emil. 26 Dem Schlosser Wilhelm Bayer eine Tochter, Magdalene Anna Elisabeths. 28. Dem Kaufmann Karl Wenzel ein Sohn. 29. Dem PostauShilsSboten Georg Lenz ein todtgeborene« Kind weiblichen Geschlechts.

WtSnibetu.

Ju i: 16. Karl Wilhelm Brühl, 23 Jahre alt, Kaufmann dahier. 16. Philipp Hohmeier, 41 Jahre alt, Weißbindermeister dahier. 24 Charlotte Margarethe Elisabeth Ostermann, 9 Tage alt, Tochter des Schreiners Karl Ostermann dahier. 24 Margarethe Conrad, 16 Jahre alt, Dienftmagd zu Wieseck. 24 Benjamin Klin, 40 Jahre alt, Kaufmann von Charkow in Rußland. 26. Louise Georgine Auguste Henriette Kinkel, geb. Schmidt, 43 Jahre alt, Ehefrau von Kaufmann Georg KMkel dahier. 27. Karl Peter, 2 Jahre alt. Sohn von Schreiner Karl Peter dahier. 27. Heinrich August Röhrig, 1 Monat alt, Sohn von Taglöhner Konrad Röhrig dahier. 28. Konrad Eifinger, 75 Jahre alt, Förster von Hasseldoen, Krei« Ufingen. 28. Luise Auguste Kanold, 1 Jahr alt, Tochter von Schutzmann OSkar Kanold zu Darmstadt. 28. Luise Zörb, ged. Bepler, 53 Jahre