Ausgabe 
31.10.1896
 
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Baudeputation beantragt, von der Beflanzung mit Bäumen Abstand zu nehmen. Die Versammlung hob den Antrag zum Beschluß.

Der von der Deputation für den Arbeitsnachweis, welcher am 1. November in Thätigkeit tritt, vorgelegte Ent­wurf einer Geschäftsordnung für den Arbeitsnachweis wurde ohne Debatte genehmigt. Die Geschäftsordnung enthält Be­stimmungen über Geschäftszeit, Führung der Listen, Ein­tragung der Gesuche, Besetzung von Stellen, Au- und Ab­meldung solcher, über Beschwerden, Veröffentlichung der Ge­suche, sowie darüber, daß das Arbeitsamt sich mit auswär­tigen gleichartigen Anstalten in Verbindung wegen ArbeltS« Vermittlung setzen, auch Mittheilungen über Lohn-Verhältniffe machen kann. Herr Oberbürgermeister Gnauth gab hierbei dem Wunsche Ausdruck, daß von der Einrichtung recht vielseitig Gebrauch gemacht werden möge.

Für die Verlegung deS Oberlachgrabens werden 900 Mk., für Erneuerung der Plockbrücke über denselben 1000 Mk. bewilligt.

Zur Fortsetzung der Gasleitung am Schiffen- berger Weg zwecks Anschlusses der Heinzerltng'scheu Wirth« schäft werden 150 Mk., und zur Fortsetzung der Wasser­leitung am Krofdorferweg bis zum Stiehl'schen Hause 280 Mk. bewilligt.

CocaUs «nd ptotrtnsUltes,

Gießen, den 30. October.

* Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem Minister der Finanzen, Wirklichen Geheimerath August Weber die Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen deS ihm von Seiner Majestät dem Kaiser von Rußland verliehenen St. Annen-OrdenS L Klasse zu ertheilen.

* In der Kunstausstellung im ThurmhauS am Brand sind in dieser Woche die Gemälde gewechselt worden, worauf wir alle Kunstfreunde aufmerksam machen. Wie in den früheren Serien, so befinden sich auch in der neuen Werke hervorragender Meister.

* Coucertvereiu. Sonntag den 8. November beginnt der Concerroeretn seine diesjährige musikalische Thätigkeit. Lange vorher schon hatte der Vorstand des Vereins in eifriger Arbeit seine Vorbereitungen zu treffen, um das 106. Concert« jahr würdig zu gestalten. Trotzdem genannter Vorstand seines alten musikalischen Führers beraubt, während der neu gewählte durch Krankheit von hier ferngehalten, trotzdem noch im letzten Augenblick ein engagirter Künstler durch seine Plötzliche Absage daS erste Concert in Frage stellte, trotzdem ist eS doch gelungen, nicht nur den Termin fest­zuhalten, sondern das erste, wie auch das zweite Con- cert ganz besonders vornehm und interessant zu gestalten. DaS erste Concert am 8. November bringt außer einer liebenswürdigen jungen Sängerin, Fräulein Bußjäger aus Bremen, der ein sehr schöner Ruf vorauSgeht, den berühmten Cellisten Hugo Becker aus Frankfurt. Genannter Künstler nimmt fast unbestritten den ersten Platz als Vertreter dieses gesangreichen Instruments ein und haben wir es den alten bewährten Kräften des Vorstandes zu danken, einen solchen bedeutenden Künstler noch in letzter Stunde gewonnen zu haben. Mit diesem vortrefflichen Musiker kommt gleichzeitig Herr C. Friedberg auS Frankfurt, ein zwar jugendlicher, aber trotzdem hochgeschätzter Pianist. Für'daS zweite Concert ist kein Geringerer, als der berühmte Violin- Virtuose Willy Burmister verpflichtet, gleichzeitig wird in diesem Concert Herr G. Trautmann, der nevgewählte akademische Mufikdirector, sein erstes DirectionS-Debüt halten. Freudig begrüßen wir eS, daß der junge Dirigent unseren alten Vater Haydn mit seiner köstlichen Oxford- Symphonie als erste Gabe bringen will.

* DaS ZahreSfest deS Oberhesfischeu Vereins für innere Mission ist trotz Druckfehler aller Art und trotz Regenwetter doch sehr schön verlaufen. Das ist der Eindruck, den wohl alle Festtheilnehmer daraus mitgenommen haben. DaS Fest hat sich nun einmal als Sammelpunkt der Bestrebungen und Arbeiten der inneren Mission in die Provinz fest etngelebt. Davon gibt u. A. der starke Besuch von auswärts schon am ersten Tage deS Festes erfreuliches Zeugniß. Ueber 40 Teil­nehmer, zumeist von auswärts, unter ihnen auch der Super­intendent der Provinz Oberhessen, Herr Prälat Dr. Habicht, hatten sich zu der vertraulichen Berathung in der Herberge am Dienstag Nachmittag eingefunden. Dort wurde nach Erledigung der eigentlich geschäftlichen Angelegenheiten über Die Dtaconie in der Gemeinde" berathen. Herr Pfarrer Cordes aus Frankfurt a. M. gab die überaus fesselnden Mittheilungen über die Art, wie er in sehr mannigfaltigen Organisationen die Glieder seiner Gemeinde, junge und alte, zur thätigen Mitarbeit an den Aufgaben des Gemeindelebens, am Gottesdienst, Seelsorge und Armenpflege, und nicht zum wenigsten der eigenen Weiterbildung in der christlichen Er- kenutniß, herangezogen habe und sie dazu heranbilde und wie es ihm gelungen fei, durch die sich gegen dergleichen spröder verhaltende Männerwelt dafür zu gewinnen, wobei er den Besitz eines eigenen Gemeindehauses mit den nöthtgen Räumen sür allerlei Versamm­lungen und Vereinigungen als die Grund­bedingung einer solchen lebendigen Gemeinde- arbeiit betonte. Herr Pfarrer Wtssig aus Bad-Nau- heim schilderte sodann, waS in kleineren Gemeinden vor Allem durch Mitwirkung unserer Gemeindeschwestern (Diaco- nissen) geschehen kann. In der sich anschließenden DiScussiou wurde besonders darauf htngewiesen, daß in dem Kirchenvorstand und der kirchlichen Gemeindevertretung die ersten Organe gegeben seien, an die sich jede weitere Organisation anschließen müsse, andererseits aber auch betont, daß sich dergleichen nicht von heute auf morgen machen lasse, daß es vielmehr nöthig sei, unsere Gemeindeglteder dazu zu erziehen. Auch der ernsten Gefahr wurde gedacht, die sich überall da etn- fiellt, wo Gemeindeschwestern eifrig arbeiten, daß die Ge-

weiudeglieder sich allzu sehr auf sie verlassen und darüber das Gefühl ihrer Verpflichtung, selbst Hand anzulegrn in der Pflege der Kranken im eigenen Hause, wie in der Fürsorge für nothleidende Gemeindeglieder, zu sehr verlieren. Sehr schön und feierlich war dann der Fest gotteS dien st in der JohanneSkirche. Eine zahlreich von nah uad fern ver­sammelte andächtige Gemeinde erbaute sich an dem weihe­vollen Gesang und der gemüthvollen und erweckiichen Predigt unseres LandSmanneS, des Herrn Pastors Otto Palmer auS Hamburg. Am späteren Abend fand sich dann wieder eine stattliche Versammlung tu SteinS Garten zu­sammen. Auch dort ließ eS sich der Kirchengesangverein an­gelegen sein, den Abend mit seinen Liedern zu schmücken. Den Mittelpunkt bildeten die Ansprachen deS Herrn Pfarrer Wenck aus Darmstadt und des Herrn Stadtpfarrers Dr. Wurster aus Heilbronn. Jener sprach über die Trunk­sucht und behandelte sein heikles Thema so meisterhaft, mit solcher Beherrschung deS Stoffes und solch tiefem Ernst, daß er eines nachhaltigen Eindrucks nicht verfehlte. Herr Dr. Wurster behandelte mit vielem Humor die Frage, was wir unserer männlichen Jugend: den Handwerksburschen, unseren Arbeitern, den Kellnern, und auch den Studenten, schuldig seien. Die Jahresversammlung am Mittwoch Morgen im Con­firmandensaale der JohanneSkirche begann mit einer von Herrn Pfarrer Weber auS Lich gehaltenen Morgenandacht. Dann er­stattete Herr Pfarrer Schlosser den Jahresbericht,aus dem wir nur hervorheben wollen, daß der Verein in der Lage ge­wesen ist, eine ganze Reihe von Werken der inneren Mission zu unterstützen, daß aber seine Hauptstärke in den von ihm inS Land ausgehenden Anregungen liegt, in deren Verfolg im ganzen Vereinsgebiet eine immer regere Thätigkeit, be­sonders auf dem Gebiete der Krankenpflege und der Für­sorge für verwahrloste Kinder spürbar ist. Einen recht be friedigenden Verlauf nahmen die Verhandlungen über daS Thema:Die innere Mission und die Frauen." Der Referent, Herr Stadtpfarrer Dr. Wurster hatte seinem Vortrag folgende Thesen zu Grunde gelegt: 1. Zur Beant­wortung der ersten Frage der inneren Mission, der nach den vorhandenen Nothständen, bietet für unser Thema die Prü­fung der modernen Frauenbewegung fruchtbare Gesichts­punkte. 2. Sofern die moderne Frauenfrage zuerst Berufs­frage ist, weift sie a) als Damenfrage auf die Erschließung neuer Berufe für brachliegende weibliche Kräfte der mittleren und höheren Stände, b) als Arbeiterinnenfrage theils auf die Verbesserung der Stellung der Dienstboten, theils auf den Schutz der Jndustriearbeiterinnen vor gesundheitlichen und moralischen Gefahren hin. 3. Als Erziehungsfrage ver­langt sie ferner qr Stelle der einseitig intellectuell-ästhetischen Mädchcnerziehung, bezw. der unmittelbaren Ausnützung zum Verdienen eine gründliche practische Berufsbildung, besonders hauSwirthschafiliche Durchbildung. 4. AlS Standes- und Rechtsfrage endlich kommt sie für die innere Mission nur unmittelbar in Betracht, sofern es daraus ankommt, durch Beeinflussung der öffentlichen Meinung und eigene Praxis die rechtliche Festlegung der theoretisch anerkannten Gleich« werthigkeit des WeibeS mit dem Mann vorzubereiten. 5. Die innere Mission schafft in seiner Diaconte dem weiblichen Ge­schlecht eine Reihe der edelsten, echt weiblichen Berufe, wobei jedoch nicht der Gesichtspunkt eigenen Erwerbs oder der Ge­winnung einer anständigen Lebensstellung, sondern der eines selbstlosen, auS lebendigem Glauben fließenden Gemeinde­dienstes der maßgebende ist. 6. Der Umfang der Diaconie ist noch starker Erweiterung fähig, namentlich auf dem Ge­biet der Gemetndepflege, der speziellen Krankenpflege (bes. Jrrenpflege), der Lehrdtaconie, des Aufseherinnendienstes in Gefängnissen. 7. Es ist wünschenSwerth, daß die Diaco- nissenhäuser, deren Organisation in ihren wesentlichen Grund- zügen festgebalten werden soll, durch die Ausbildung freier dienender Kräfte entlastet werden. 8. Die nicht berufsmäßige (zufällige") LiebeSthät'gkeit der Frauen entgeht den ihr drohenden Gefahren am besten durch Anschluß an das Pfarr« amt und die geordnete Gemeindediacovie. 9. Die Haupt­formen dieser LiebeSthätigkeit sind: Hilfe in der Seelsorge, in der Armenpflege und daS Mattonat. 10. Für die Er­ziehung der weiblichen Jugend zu hauswirthschaftlicher Tüch­tigkeit wirkt die innere Mission mit a) in ihren Mägde- bildungSanstalten, b) in Koch« und Industrieschulen, nament« lich auch für Jndustriearbeiterinnen, c) in Töchterinstituten für Mädchen auS mittleren und höheren Ständen (Pensio­näre,Diaconieseminar"). 11. Die moralische Behütung und religiöSfittliche Förderung der weiblichen Jugend strebt die innere Mission an in den Marthavereinen, in besonderen Maßnahmen für unverheirathete Fabrikarbeiterinnen, Haupt« sächlich aber in den Jungfrauenvereineu. 12. Auf dem Ge­biet der schwierigen Arbeit zur Rettung sittlich gesunkener Mädchen und Frauen sind als neue wichtige Maßregeln die Errichtung von Vorasylen und von Frauenheimen, sowie von Trinkerinnrnashleu anzustreben. 13. Für die Fabrikarbeit der Frau, zumal der verheiratheten, gelten die beiden an sich gegensätzlichen Forderungen nebeneinander: a) Beschränkung und teilweise Aufhebung derselben, b) Ermöglichung der­selben durch Einrichtung von Krippen, Kinderpflegen und anderen Nothbehelfen. Diese Thesen sanden dann eine ebenso geistvolle, als practisch nüchterne Ausführung. Referent hielt sich bei aller Anerkennung des Berechtigten in der modernen Frauenbewegung doch ganz fern von allen den Extravaganzen, durch die diese Bewegung vielfach in Mißcredit gebracht wird. Sehr werthvoll war namentlich sein Nachweis, wie der Umfang der weiblichen Diaconie noch einer starken Erweiterung fähig fei, und noch zahlreichen weiblichenKräften einen befriedigenden Beruf zu bieten vermöge und wie namentlich auf dem Gebiet der freiwilligen Diaconie in der Gemeinde ein weites Feld der Bethätigung brach liegender Kräfte gegeben fei. In der DiScussiou fanden die Darlegungen des Referenten fast eine Zustimmung und weitere Ausführung. Interessant war, wie lebhaft fpeciell die Dienstbotenfrage auch die Männerwelt bewegte. Klagen Über die abnehmende Neigung zudienen" und über mangelhafte Ausbildung der Dienstboten begegneten

sich mit sehr ernsten Anklagen gegen die Herrschaften und deren vielfach zu beobachtende Gleichgiltigkeit gegenüber dem Denken und Fühlen. Wohl und Wehe der Dienstboten. All­seitig war man damit einverstanden, daß eS ebenso dringend im Interesse unserer Gemeinden, wie unserer Frauen und Jungfrauen liege, daß sich mehr Kräfte für den Dienst unserer freiwilligen Gemeindepflege bereit finden lassen. In Bezug daraus wurde folgender Antrag von Herrn Pfarrer Schlosser einstimmig angenommen:Die Versammlung richtet an den Vorstand da- Ersuchen, die Einrichtung von JnstructionScursen für Frauen und Jungfrauen zum Zweck besserer Ausbildung und Ausrüstung für die freiwillige Arbeit in der Gemeindepflege (Seelenpflege, z. B. Kinder- gotteSdienst, Krankenbesuche, Armenpflege, Matronat, Für­sorge für Unmündige, Einsame und Verlassene) in ernste Erwägung zu nehmen." Bei der nun folgenden Erneue­rungswahl deS Vorstandes wurde der gefammte Vorstand wiedergewählt.

* WasserleittmgSschäden ereignen sich fast täglich und eS nimmt infolge dessen die Presse nur noch von besonder» schweren, bezw. interessanten Fällen Notiz. ES liegt nn» heute ein AuSzug auS dem Schadenregister der Wasserleitungß- schäden-VersicherungsgesellschaftNeptun" zu Frankfurt a. M. vor, in welchem eine große Anzahl bedeutender Wasser- leitungSschädeu in den verschiedensten Städten Deutschland» verzeichnet ift. Die gewöhnlichste Ursache der WasserleituvgS« schäden ist Rohrbruch. Sehr häufig sind ferner die Schäden durch Offenlassen der Hähne und Ueberlaufen der Bade­wannen rc. Aeußerst gefährlich werden den Häusern ost ganz unscheinbare Defecle an den Leitungen, insbesondere wenn letztere nicht freiliegen. DaS Wasser sickert dann monate, ja sogar jahrelang unbemerkt in die Fußbodenlager, welche langsam in Faulviß übergehen, wodurch stets um­fassende und kostspielige Reparaturen zur Erneuerung deS Gebälkes nothwendig werden. Kein vorsichtiger Hausbesitzer sollte, namentlich im Hinblick auf den bevo,stehenden Winter, versäumen, fein HauS ebenso gegen Wasserleitungeschäden zu versichern, wie es gegen Feuersgefahr schon allgemein üblich ist. Die Nothwendigkeit der Versicherung gegen Wasser- leitungSschädeu wird immer mehr anerkannt. So ist z. B. am T>. Juli er. in der StadtrathSfitzung zu Ludwigs- Hasen a. Rh. mit allen gegen eine Stimme beschlossen worden, sämmtliche städtische Gebäude gegen Wafferleitungüschäden bei der GesellschaftNeptun" in Frankfurt a. M. zu versichern. Versicherungen für diese Gesellschaft vermittelt am hiesigen Platze Herr Adolf Bieler, Westanlage.

**ck. Lehrerheim Vogelsberg. Allen Freunden und Mitgliedern des VereinsLehrerheim Vogelsberg" kann die erfreuliche Mitthetlung gemacht werden, daß da» Interesse an dem Lehrerheim bei Schotten in Lehrer« und Nichtlehrerkreifen in stetem Wachsthum begriffen ift. Zahl­reiche Anmeldungen zur Mitgliedschaft laufen in herzerfreuender Weife aus allen Theilen des Landes ein. Einzelne Bezirks« Lehrervereine, so Gedern, Ortenberg, Schotten, find der Stiftung in jüngster Zeit vollzählig ober doch nahezu in ihrerGesammtheit beigetreten- andere, wie Fränkisch Crumbach, Reinheim, Modauthal, haben den Beitritt ihrer fämmiUdjen Mitglieder in nahe Aussicht gestellt- wieder andere (Lollar u s. w.) meldeten einen erheblichen Procentsatz ihrer Mit« glteder als Zeichner von Antheilscheinen an. Selbst preußische Lehrer aus der Provinz Heffen-Naffau weift die Mitglieder« liste auf. ES ist begründete Hoffnung vorhanden, daß in nicht allzu ferner Zeit bei weitem der größte Theil der hessischen Lehrerschaft sowie viele Lehrerfreunde zu Mitgliedern der Stiftung zählen werden. Stehen wir nach dieser Richt« ung hin einst vor einer vollendeten Thatsache, so darf, wenn nicht alle Zeichen trügen, dem ersten deutschen Lehrerbeim auf Grund der neuesten Erfahrungen eine gesicherte Zukunft in Aussicht gestellt werden.

Darmstadt, 29. October. Der Kaiser von Ruß­land hat Orden an viele Militär« und Civilpersonen ver­liehen, darunter dem Oberbürgermeister Morneweg, de« Beigeordneten Köhler und dem Hostheaterdirector.

Verimischter

* Zellerfeld a Harz, 29. October. Ueber die Ver­haftung des Mörders Bruno Werner werden noch folgende Einzelheiten bekannt. Werner war gestern Abend 7 Uhr in Zellerfeld angekommen und in der dortigen Ver- pflegungSftation aufgenommen und verpflegt worden. Die Papiere lauteten auf den HaudlungSgehülfen Winter, 1880 in Berlin geboren. Der Inhaber war noch nicht lange ge­wandert. Der Wanderfchein zeigt erst zwei Stempel, darunter einen auS Wernigerode, wo Werner schon von einem Gendarm verhört, aber nicht erkannt wurde. Heute Vormittag bat W. in der Stadt für genossene Pflege gearbeitet. Er wurde hier bet einer Revision der Verpflegungsstation von dem Gendarmen Wickert erkannt. Als er von diesem herauSgerufen und gefragt wurde, erklärte er sofort: Ja, ich bin Werner. Der Ver­haftete weint fortwährend. Die Vernehmung durch den Amts­richter Kölle ist noch im Gange.

Hntoerfitäts - Nachrichten.

München, 29 October. Der Director der Kreis Irrenanstalt und ordentliche Proseflor der Psychiatrie der medtcinischen Fa.ullät der Untoersität München, Dr. Grashey, wurde unter Enthebung oon den beiden genannten Stellen zum Obermedtcinalrath i« Ministerium des Innern alS Leiter des Obermedicinal-AnsschusseS berufen.

Nirchliche Anzeiger* der Stadt Gietzen.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

Sonntag, den 1. November 22. Sonntag nach Trinitatis. Reformationsfest.

An der Etadtkirche.

Vormittags 9'/, Uhr: Geh. Lirchenraih Prof. D. Köstlin. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche. Pfarrer Schlosser.

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