Ausgabe 
31.5.1896 Zweites Blatt
 
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einzeln oder zusammen auf dem öffent­lichen Submissionswege vergeben werden.

Die Bedingungen liegen an den Wochentagen, Nachmittags von 3 bis 5 Uhr, in dem Verwaltungsbüreau offen.

Offerten find versiegelt und mit genauer Aufschrift versehen, bis zum

Freitag den 8. Juni 1896,

Vormittags 8 Uhr, auf genanntem Bureau einzureichen.

Zuschlag erfolgt am 10. Juni 1896.

Gießen, den 26. Mai 1896.

Großherzogl. Verwaltungs - Direction der psychiatrischen Klinik.

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Bekanntmachung,

betreffend die öffentliche Impfung des Jahres 1896 in der Stadt Gießen.

Die diesjährige öffentliche Impfung für die Erstimpfliuge wird für die hiesige Stadt

jeden Mittwoch Nschmittsg von 2 bis 3 Ahr,

beginnend am Mittwoch den 3. Juni,

im alten Rathhause abgehalten werden.

Jmpfpstichtig im laufenden Kalenderjahre find nach dem Reichs­impfgesetze die im vorigen Jahre geborenen Kinder, sowie die Rück ständigen früherer Jahrgänge.

Wir laden die hiesigen Einwohner, welche impfpflichtige Kinder haben, zur Benutzung dieser öffentlichen Termine mit dem Bemerken ein, daß alle in denselben vorgenommenen Impfungen für den Einzelnen unentgeltlich sind. Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Impfung seines pflichtigen Kindes bis zum Jahresschluß auf eigene Kosten bewerkstelligen lassen, widrigenfalls ihm im Januar nächsten Jahres zur Nachholung der Impfung eine vierwöchentliche Frist unter Strafandrohung gesetzt wird.

Außer den Pflichtigen werden in den Terminen auch Erwachsene auf ihren Wunsch, und Kinder, welche erst im laufenden Jahre geboren find, auf den Wunsch ihrer Vertreter geimpft.

Alle in einem Termin geimpften Kinder müffeu bei Meidung der gesetzlichen Strafe in dem 8 Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals erscheinen.

Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können gleichfalls in den Terminen dem Jmpfarzte vorgestellt werden.

Bemerkt wird noch, daß mit frischer Thierlymphe aus dem Großh. Jmpfinstitute zu Darmstadt geimpft wird und zwar vom laufenden Jahre ab nur an einem Arm.

Aus Familien, in welchen die Masern aufgetreten sind, sollen die Impflinge erst 4 bis 5 Wochen nach Ablauf der Krankheit zur Impfung gebracht werden.

Gießen, den 26. Mai 1896.

Großherzogliches Kreisgesundheitsamt Gießen.

Dr. Haberkorn.

Grassamen.

Aus den Communalwaldungen von Gießen, Alten-Buseck, Rödgen, Ruttershausen und Wieseck wird die diesjährige Grassamenerute im Submissionswege vergeben, gegen Vorauszahlung unter den seither üblichen Bedingungen, welche von den Submittenten als rechtsverbindlich anzu- rrkennen sind. Die Offerten mit der Aufschrift:Submission auf Gras­samen" sind getrennt an die einzelnen Bürgermeistereien bis längstens Montag den 8. Juni schriftlich einzureichen, woraufhin am 9. Juni, Vormittags 11 Uhr, die Eröffnung erfolgt.

Gießen, den 27. Mai 1896.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

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Bekanntmachung.

Alle Steigerer, welche bei den bis einschließlich 16. März d. I. ab­gehaltenen Versteigerungen Holz ersteigert und dasselbe noch nicht aus dem Wald abgefahren haben, werden aufgefordert, dies um so gewisser bis zum 15. Juni l. I. zu thun, als sonst Anzeige gegen sie erhoben werden wird.

Gießen, den 29. Mai 1896.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

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