Ausgabe 
30.7.1896 Zweites Blatt
 
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Msderrr« Hausfrauen. Eine geistreiche aber wirthschaft- liche Dame charactertstrte die sogenannten modernen Frauen treffend »te folgt: Sie glauben geistig bedeutend zu sein, weil fie den WLsche- schrank vernachlässigen. Nun ist es zwar, wenn man sich auch geistig

»Der Cttitt der Weisen" bietet in seinem kürzlich er­schienenen 16. Heste ebenso abwechslungsreichen als anziehenden Lesestoff, wobei aus eine große Mannigsaltigkeit der Themen Rückficht genommen ist. Auf eine prägnante Biographie Faradays folgen theils naturwiffenschaftliche Abhandlungen (Aetna-Degetation, der Planet Mars, die Leber), theils technische Aufsätze (Apparate zur Bestimmung der Garnnummer, das Gießen der Kerzen, Eisenträger für Balcone), sowie verschiedene andere Beiträge (orientalische Schmucksteine, Rudersport, MagnetisirungScurven, Centrifugalkraftversuche, die Post in China, Reise um die Welt in 40 Tagen, Pflege der Palmen im Zimmer). Die meisten dieser nach Form und Inhalt gleich bemerkens- werthm Beiträge find mit instructiven Abbildungen (im Ganzen 38) ausgestattct. .Der Stein der Weisen" ist in jeder Buchhandlung oder bei der Verlagsanstalt A. Hartleben (Wien) erhältlich und kostet das reich illustrirte halbmonatliche Heft (32 Großquartseiten) nur 50 Pfg.

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I fortbilden will, nicht leicht, die Wirthschaft im alten Styl zu führen und zum Beispiel jedes Wäschestück im Hause anzufertigen. Ein gutes Hilfsmittel In diesem Dilemma bietet jedoch das eben erschienene Heft 21 der »Wie«er Mode", das, abgesehen von den reizenden Blousen- und Jäckchen-Kleidern, 70 Stücke einer vornehmen, bürger­lichen Wäscheausstattung enthält und zwar Leib-, Tisch-, Bett« und Kinder- Wäsche sammt den entsprechenden Schnittzeichmmgen. Außerdem erhält jede Abonnentin Schnitte nach Maß gratis in sder Schnitt- musterabtheilung derWiener Mode", Wien, Wienstraße.

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»erlitt, 29. I Verein- der E Ciseobahoinittister T Frhr. v. Trailöheil DSfidmt d. Miitaachi

Großherzogliche Bürgermeisterei Homberg. Repp.

?ur 34. ordenUichen Generst-Verssmmlung, welche Sonntag den 9. August d. I., Nachmittags 3 Uhr in dem Saale des Wirths Konrad Brückel IX. hier, abgehalten werden soll., Die Genossenschafter werden hierzu eingeladen und um recht zahlreiches

Erscheinen ersucht. ;

Tages-Orduuug:

1. Mittheilung der Jahreörechnung für 1895 und Geschäftsbilanz.

2. Beschlußfassung über Vertheilung des Geschäftsgewinnes und dem Vorstand zu ertheilende Decharge.

3. Mttheilung des Berichts des Verbandsrevisors Döring in Gießen über die am 24. October 1895 vollzogene Revision der Sparkasse, Erklärung des Aufsichtsraths hierauf und Beschluß­fassung der Generalversammlung.

4. Ergänzungswahl des Aufsichtsrathes.

Lang-Göns, am 28. Juli 1896.

Der Vorstand der Spar- und Leihkaffe zu Lang-GönS,

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Technische Fortschritte.

Linolenm ans Ceme«tbeto« und Pappunterlage. Die Frage, ob auf Cementfutzböden ein Cement- oder Gipseftrtch vorzuziehen sei, beantwortet die Delmenhorster Ltnoleumfabrtk nach der ,Werkstatt" wie folgt:Es ist nicht zu rathen, Cementbeton- Fußbödm mit Cementestrich als Linoleumunterlage herzustellen, weil dec Cementestrich die noch im Cement enthaltene Feuchtigkeit durchläßt, diese sich dann zwischen dem masstoen Fußboden und dem Linoleum aufhält, und da daS Linoleum lüft- und wafferdicht abschließt, nicht entweichen kann. Die masstoen Cementfußböden enthalten meistens noch Feuchtigkeit, wenn dieselben mit Linoleum belegt werdm sollen. Auch ist es eine Thatsache, daß Cement bei feuchtem Wetter die Feuchtigkeit anzieht und bei Trockenheit wieder freigibt. Sodann ist Cementestrich eine recht kalte Unterlage. Die Nachtheile, wenn Linoleum auf einer feuchten Unterlage liegt, sind nicht gering. Es entsteht SchimmelbUdung, die unangenehme Gerüche hervorbringt und allmälig zerstörend auf das Linoleum, trotzdem die Rückseite wasserdicht ist, wirkt. Diesen Schwierigkeiten begegnet man, wenn statt Cement- ein Gipsestrich zur Anwendung kommt. Der Gips zieht die in Beton befindliche Feuchtigkeit an, ohne sie wieder abzugeben und liefert einen schönen, glatten, trockenen und wärmeren Fußboden. Um einen guten Gipsestrich zu erhalten, gleiche man bei der Herstellung der Betonfußböden dieselben nur wagerecht ab, ohne fie glatt zu streichen. Sind sodann alle Arbeiten in den einzelnen Räumen vollends fertiggestellt, sodaß nur das Legen des Linoleums übrig bleibt, laffe man den Betonfußboden mit einer dünnen Gips-

Spitlphm drr nni-tpr» frokfirtn Stihftijttttr.

Wiedereröffnung des Opernhauses.

Mittwoch dm 29. Juli: Hänsel und Gretel. Hieraus: Cavalleria rusticana. Donnerstag den 30. Juli: Martha. Freitag den 31. Juli: Lohengrin. Samstag dm 1. August: Josef in Aegypten. Sonntag dm 2. August: Die Jüdin.

fBltn, 28. 3uli. Während der Neger Negern und SBtifeen 16 Personen getddtet

Lille, 28. 3aü. Deiory infolge der worden ist, haben die eine große Dewonfi alle Socialisten Nor fcintabrtfft, iotlit b txqm laß, ttlrb an bitl M gmnäl in der üi soü intw-Mev.

London, 28. gu ration der Mari Arbeitgebern etnePei Hafenarbeiter tingtn soll in 14 Tagen di arbeit» auSbrechen.

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Bekanntmachung.

Großh. Ministerium des Innern und der Justiz hat die Abhaltung eines außerordentlichen Vieh- und Krämermarktes zu Hom­berg a. d. O. am 5. August l. I., unter der Bedingung gestattet, daß auf den Vieh-Markt nur Thiere aus unverseuchten Orten der Kreise Alsfeld, Schotten, Lauterbach, Gießen und Büdingen, Thiere von Händlern aber nur dann, wenn sie mindestens 7 Tage in unverseuchten Orten der fraglichen Kreise in seuchenfreiem Zustande gestanden haben, aufgetrieben werden dürfen, was wir hiermit zur allgemeinen Kenntniß bringen.

Homberg, am 28. Juli 1896.

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I schicht wagerecht abgleichen, gmügmd trocknm und daraufhin tni* Linoleum belegen. P-ppunterlagm werden jetzt häufig benutzt- Dieselbm bienen zur Erhöhung der Schalldämpfung und Wärme- fowie zum Schutze des MusterabtretmS. In keinem Falle aber ist zu rathm, diese Unterlage auf Cementestrich in Snwmdung zu bringen. Man überzeuge fich vor dem Segen des Linoleum-, ob die Papp, vollkommm trocken ist. Sodann müsim die Linolmmkanten so fest aneinander ftoßm, daß Scheuerwaffer nicht durch diese brinaen tenn, ebenso muß biete Möglichkeit an ben Fußleistm au-geschloym fein wril sonst Nachtheile ein treten könnm. ES empfiehlt fich ferner, bie Fußleistm mit Falz zu verseh« resp. solche um bie Dicke de- Lino­leum- höher an der Wand zu befestigen, wodurch da- Segen de- Linoleums erleichtert wird, und später, nachdem Alle- nach Wunsch geordnet ist, die Deckleiste anzubringm. ES empfiehlt fich, da- Linoleum nach dem Legen, also ehe daffelbe in Benutzung genommen wird, vielleicht ein- bis zweimal in der Woche mit klarem kalten Wasier auswischen zu lassm. Bei oder nach dem Aufwischen ist ei rathsam, die Fenster zu offnen. Unter allen Umständen ist adzo- rathen, das Linoleum mit Del einzureiben; das Oel würde, auf he Oberfläche gebracht, sich mit dem Schmutz verbinden und dem Beleze bald eine schwarze, schmutzige Oberfläche geben. Auch das Bohn« bat für Linoleum keinen Werth. Bezüglich der Eonservirung bei Linoleums ist zu bemerfen, baß der Schmutz erst beseitigt, abgeschmeN sein muß, bevor man baS Linoleum einreibt, unb bann muß bas Oel vollkommm verrieben werdm. Vom gänzlichen Aufkleben des Linoleums muß auch abgerathen werdm, eS ist nach jeder Richtung hin beffer, wenn daffelbe lose liegt, außerdem wird Klebstoff gespart unb etwaige kleine Reparaturen machen nicht bie Zerstörung bes ganzen Belag- nölhig."

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Grün berg, den 28. Juli 1896.

Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg.

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