Wolff« telegraphische« Lorrespoadenz-Burevr.
Heinrich v. Trettschke
ltch dem politischen Haffe zu.
London. 28. April. Die Verhandlung gegen vr. Jam e- son und Genoffen ist heute Vormittag unter großem Andrange des Publikum« vor dem Bowstreet-Gerichte wieder
Berlin, 28. April. Die „Poft" schreibt: In parla- mentarischen Kreisen wird nach heutigen Aeußerungen von sonst gut unterrichteten Abgeordneten damit gerechnet, daß der Reichskanzler Fürst Hohenlohe i" Session sich an den ReichStagSverhandluogen nicht mehr per- sönlich betheiltgen wird. Der Reichskanzler dürfte in Anbetracht seines Gesundheitszustandes seinen Sommerurlaub
ausgenommen worden.
Voposch» öi« Bure-, .©«•»*.
der *—,_ nach Heidelberg berufen. Die Heidelberger Professor vertauschte Treitschke 1874 mit derjenigen an der Berliner Universität- nach Ranke« Tod wurde er zum Historiographen de« preußischen Staate« ernannt. 1889 legte er die Leitung der „Preußischen Jahrbücher" nieder, übernahm jedoch im vorigen Jahre die Redaction der von Shbel gegründeten „Historischen Zeitschrift". Dem Reichstage gehörte Treitschke al« Mitglied der uatiovalliberalen Partei und Vertreter de« Wahlkreise« Kreuznach-Simmern von 1871 bi« 1888 an. Neben seinem Hauptwerk „Deutsche Geschichte im 19. Jahr-
Berlin, 28. April. Der diesjährige ordentliche BerufSgeno sseuschaftstag tritt am 26.Juni in Berlin zusammen. Verhandelt wird über die Gesetzentwürfe zur Unfallversicherung und über Normal-Uofallvrrhütungs Vorschriften für gewerbliche Betriebe.
Berlin, 28. April. Der „Reichsauzetger" schreibt: Die Commission für Ar beit erst atistik trat heute unter dem Vorsitz de« UnterstaatSsecretärS Lohmann zusammen. Die Tagesordnung betrifft die Vornahme mündlicher Vernehmungen von AuSkuuftSpersooen über die Verhältnisse |tn der Wäsche- fabrikation und Coufectioo. Unter den AuSkuoftSpersonen befinden sich Unternehmer, Zwischenmetster, Zwtschenmeifter- innen, Arbeiter und Arbeiterinnen. Geladen find 32 AuS- kunftSpersonen, deren Vernehmung voraussichtlich drei Tage dauert. Die Vernehmung wird stenographisch protocolltrt.
LouS le Saunier, 28. April. Ein 28 Jahre alter Anarchist NamenS Colin ermordete inmitten eines Volks- feste« ohne jegliche Beranlaffung den Maire der Gemeinde Nevy durch Meffersttche. Man schreibt da« Verbrechen ledig-
** beeilen werden, in die Nähe de« StaatScowmisiar« zu komm«? Derselbe dars sicher de« Gcgcnlhrils gewärtig sein, denn schon seine Nähe kränkt.^ der Commission, nur mit der »ende-
rung angenommen, daß der Staatscommiffar auch den Bcrathungcn der Börsenorgane brizuwohnm berechtigt ist. KC -
S 3 bandelt von dem Börsenausschuß. Nach den CommissionS- bcschlüffen soll die Wahl der Hälfte der Mitglieder auf Vortag der «örsenorgane ersolgen. Tre andere Hälfte soll unter angemesimer Berücksichtigung von Landwirthichast und Industrie gewählt werden.
Etn Antrag Kanitz will die Wahl nur eine« D^telS aus Vorschlag der Börsmorgane erfolgm lasten, und unter Berücksichtigung von Landwirthschast und Jr.duftrie die beiden anderen DrUtel wählen lasten, und zwar dergestalt, daß die Getammtzahl der Vertreter deS Handel« und der Börsenorgane die Zahl der Vertreter von Landwttthschaft und Industrie nicht übersteigt.
Ein Antrag Fischbeck dagegen will !wri Drittel der Mttgliedn auf Vorschlag der Börsmorgane wählm lassen. Such sollm die Wahlm nur auf 3 (statt 5) J-h" erfolgen. Endlich will dnselbe Antrag- steller die Bestimmung in Wegfall bringen, daß der BorsenomSschuß befugt sei, Anträge an dm Reichskanzler zu stellm und Sachverständige iU °Rrich«dankprLsidmt Koch hält dm Antrag Kanitz für zu weit gehend. Dem Börsenausschuß liege wesentlich die Erledigung innerer Pl 1HandriSmÄster°d. Berlepsch verthetdigt dem Abg. Grasen Kanisi aeamüber das Verhallen der Lltefim der Berliner Kaufmannschaft in Sachen der Firma Cohn und Rosenberg. Die Aeltestm hätten in diesem Falle lediglich eine juristische Antwort auf eine iu- rtstische Frage gegebm.
Nach längerer Debatte wird die Weiterberathung auf morgm vertagt.
Persönlich bemerkt Abg. v. Plötz: Die von Stngn im Laufe der Debatte aufgestellte Behauptung, daß er (Platz) an Borimtpecu- lationm bethetligt gewesm, könne nur auf erlogmm Berichten beruhen.
Morgen 1 Uhr: Fortsetzung der 6. Berathung de« Borsmreform- gefttze«. (Schluß 6 '/« Uhr).
Berlin, 28. April. Der GeschtcylSscyretver vroicnor sianor oer
Heinrich v. Trettschke ist heute im Alter von 61 Jahren fallversicherungSgesetze eine gleiche Einrichtung gestorben. (Profeffor Heinrich v. Treitschke war am 15. Sep- wie sie bei den Versicherungsanstalten besteh^ ® h
tember 1834 in Dresden al« Sohn eine« sächsischen Offi- erweiterte Verwendung der verfügbaren Summen
zierö geboren. Er ftudirte in Bonn, Leipzig, Tübingen und legung in Grundstücken, Arbeiterhausern .c. zn g ft .
Heidelberg und G-Icht»t- und DabUiti.te •* «nfich». M «•««" 8«« w
sich nach -in.m °°rüb-rg-h-°d-n Ausenlhall in Göttingen -in- kleine Erinnerung ür die „„
’ " • • ------«<-- x.. I bte gerQbe um diese Zeit herum recht am Platze m »
später noch wehr wird, da« ist die Erinnerung darar * ..»h nrnrn Stnirrfloefabr 1U versichern, y _
sein würde.
Abg. Fritzen betont demgegenüber, der Staat müsse unter allen Umständen ein Organ an der Börse haben, welche« sich stet« über alle Vorgänge unterrichten und die Abstellung von Mißbräuchen herbeisühren könne. Zwischen der EommissionSfassung und dem An- trage Kanitz zu 8 2 könne er selbst einen großen Unterschied nicht entdecken, immerhin sei wohl der Antraa Kanitz das Bessere.
Minister v. Berlepsch erwidert dem Abg. Träger, daß die Regierungen allerdings die Ueberzeugung hätten, das Aussichtsrecht deS Staate« sei bisher nicht ausreichend gehandhabt worden, und von dieser Ueberzeugung sei eben der Vorschlag beS Staatscommissariat« der Ausdruck. Ob der Staatscommiffar ein idyllisches Lcbm sührm und stet« doch nur auf Informationen angewiesen sein werde, da« werde eben abhängm von der Auswahl der Person. Mit einem geeigneten Commissar werde die Regierung jedenfalls viel intmfiver und klarer die Vorgänge an der Börse übersehen. Die Ucberttetbungen, mit benen der Handelsstand gekämpft, hätten demselben nur geschadet. Mit Unrecht verbitte sich der Handelsstand im Großen und Ganzm jede Einmischung, eS gebe ja auch anständige Elemente genug, welche sich ob der unanständigen geradezu geschüttelt hatten. Den S 2 halte er in der vorliegenden Fassung für ausreichend und die Aenderung, welche Graf Kanitz wolle, für nicht richtig.
Abg. Singer (Soz.) tritt entschieden für die Staatsaufsicht über die Börse ein. Der Staatscommiffar sei eine durchaus gebotene sinanzpolitische Gesundheitspolizei, denn von der Gesundheit der Börse hingen gar zu viele volkswirthschaftliche Jntereffen ab. Der Antrag Kanitz gehe jedoch zu weit, namentlich auch deswegen, weil in dem Augenblick, wo der Staatscommiffar birect in bic Geschäfte eingreife, ihm auch die Verantwortlichkeit dafür zufalle.
Abg. Graf Oriola (ntl.) tritt sür datz Staatscommiffarlat in der Fassung der Commission ein, die Mehrheit seiner Freunde halte diese Fassung für ausreichend, während er persönlich allerdings geneigt sei, die Kanitz sche Fassung zu acceptiren.
Hanseatischer Gesandter Dr. Klügmann spricht gegen den Antrag Kanitz, durch den die Börsenorgane dem Commffsar untergeordnet würden und da sollte man doch nicht vergessen, daß die Börsenorgane hochachtbare, durch da« Vertrauen ihrer Mitbürger in ihr Ehrenamt berufene Personen sind. Wa« würde eine solche den Börsenorganen zugewiesene Unterordnung unter den Staatscommiffar — der ihnen sagen darf, wa« Ihr thut, hatte ich für Mißbrauch — für Mißstimmung erwecken! . , „ U1 _ rr
Abg. Hammacher (ntl.) bekämpft gleichfalls die Faffung Kanitz.
Staatssccr. v. Bötticher stellt fest, daß Börsenorgane zur Regelung, Ordnung, Leitung der Börse vorhanden seien.
Abg. Freese (fts. 8p.): Der Herr Handelsminister meinte, daß ba« jetzige Aussichtvrecht des Staate« nicht genüge. Die Idee aber, den gelammten Börsenverkehr unter amtliche Controlle zu Nellen, ist allzu kränkenb. Mit bieser Idee verkennt man völlig bte Art beS Börsengeschäfts, welche sich jeher amtlichen Bevormunbung entzieht. H« ist ganz unmöglich für ben Staatscommiffar, alle Vorgänge an der Börse zu beobachten. Glauben Sie etwa, baß alle Börsenleute
der zum Postagenten ernannt ist, geht an die SeschistSordnmig«-- commisfion behufs Prüfung, ob da» Mandat bcefdbat fortbaucre.
Auf der Tagesordnung steht bic »weite de« Börsen- gesetzes. S 1 handelt im Absatz 2 von der Aufsicht über die Borsm.
Ein Antrag des Abg. Gras Kanitz wUl dm Landesregierungen auch die B-fugniß zu der Anordnung geben, daß in ben Sotftanben der Produclenbörfen bte Landwirthschaft, beten Nebengewetbe und die Müllerei eine entsprechenbe Bertretmig finden.
Der Referent Abg. Gamp weist die scharfe Krttik prüct welche von ben Vorstehern bet Stettiner Kaufmannschaft an ben Beschlüssen bet Commission geübt worben ist. . .
Staatssecretär v. Bötticher erklärt, der Antrag be« Grafen Kanitz wiberstrebe nicht ben Intentionen der Regiermrgen. Sollte bas Haus ben Antrag annehmen, so würbe auch wohl auf Zustimmung be« BunbesrathS zu demselbm zu rechnen rin.
Abg Graf Oriola (nl.) verwahrt bic Commission ebenfalls gegen bte® Stettiner Kritik unb constatirt dabei mit Genugthuung daß auch viele Handelskammern bte Beschlüße bet Commission gebilligt hät^en.^ Die Herren, die sich so sehr gegen
die an chrei?Beschlüffen geübte Kritik, verwahren, habm doch selbn an dem bisherigen Verfahren der Börsen eine noch vttl sch ar se^ Kritik geübt. Die Kaufmannschaften haben sich mit Recht durch die Beschlüsse der Commission und deren Begründungen beleidigt aeföblt. 3e seinsühltaer das kausmänntsche Ehrgefühl ausgebildet ist, desto mehr muß sich dasselbe verletzt fühl«, durch da« ff» in^diesen Beschlüssen ausdrückende Mißtrauen in die kaufmännische Moral. Auch durch den Antrag Kanitz will man nur eine Controlle mehr her bte Börse ausüben, weshalb wir ihn ablehnen.
Abg. Liebermann v. Sonnenberg (Antts.) ntlart, seine Freunde würben allen auf eine Verschärfung abztrienben Anträgen zustimmen. Vo. Allem also bem Anträge Fuchs (Verbot beS TermtnhanbelS in (Setrribe), in welchem der Kern ber Sanzen Sache zu suchen sei. Auch ber Antrag Kanitz zu $ 1 enthalte eine Verbesserung.
Abg. Fritzen (Ctr.): Von bem Antraa Kanitz zu S 1 bi"en wir Abstanb zn nehmen, benn bas in bieser Beziehung Erforderliche steht ja schon in ff 4. RamenS meiner Freunde habe ich zu erklären, daß wir im Allgemeinen die Commissionsbeschlüsfe annehmen. Nur in einem Punkte verlangen wir eine Aenderung, nämlich mtsprechend dem Anträge FuchS, daS Verbot be« Terminhandels in ©elretbr
Abg. Graf Arnim (Rp.) befürwortet ben AntragKanitz. Das Mißtrauen gegen bte Börse sei boch nicht so unberechtigt. In einem Lanbe ber Welt seien die Lieferungsbedingungen für Getreide so ungünstig für die Landwirthschaft, wie bei unS. Man hätte 1° vielleicht mit ber Börsenreform bei Berlin anfangen unb dann erst verallgemeinern können, denn, wie er zugeben wolle, feien in Hamburg und Bremen bic Verhältnisse wohl bessere, als in Berlin.
Abg. Hahn (b.k.Fr.) tritt für ben Antrag Kanitz ein unb erinnert ben Abg. Barth an Fälle wie Ritter unb Blumenfelb, Cohn unb Rosenberg rc. DaS beweise boch genug für ben moralischen Standpunkt ber Probuctenbörse. Die Kundgebung auch beS ehrbaren Kaufmannes in Hamburg beweise nur, baß auch bort ent- weber die unsoliden Elemente zu großen Einfluß haben ober baß man sich bort von Berlin habe ins Schlepptau nehmen lasten. Rebner roenbet sich bann gegm ben antiagrarischen Schutzverbanb, wobei Präsident v. Buol ihn ersucht, auf S 1 zurückzukommen, und befürwortet dann ben Antrag Kanitz, burch ben Vertreter ber Lanbwirthschaft unb ihrer Nebengewerbe in bic AufstchtSorgane hinringebracht "^^^Staatssecretär v. Bötticher: Der Antrag Kanitz will Vertreter ber Landwirthschaft nicht in bic Hanbelsorgcme hineinbringen, denen die unmittelbare Aufsicht Seitens der Landesregierungen nach S 1 übertragen werden kann, sondern in die Vorstände der Producten- börsen. Wenn ich meine Meinung aussprechen darf, so gehört der Antrag Kanitz eigentlich zu S 4. So aufgefaßt, wie Herr Hahn dies gethan, müßte ich den Antrag doch für bedenklich halten.
Abg. Gras Kanitz stellt fest, sein Antrag wolle, was schon im prcußischm Landwirthschastskammer-Gesetz stehe, sür das ganze Reich ermöglichen: Vertretung der Landwtrthe in den Productenbörsen. Redner zieht seinen Antrag zurück, um ihn zu 8 4 zu stellen.
8 1 wird unverändert angenommen.
S 2 handelt von ben Staatscommissaren.
Abg. Graf Kanitz beantragt, bic StaatScommifsare auch zu berechtigen, „den Berathungen ber Börsenorgane beizuwohnen' unb ben Börsenvorstanb nicht nur auf hcrvorgetretene Mißbräuche aufmerksam zu machen (wie bie Commission beschloßen bat), fonbern sie „zur Beseitigung ber Mißbräuche aufzuforbern". Die Befugnisse deS Staatscommiffars, so führt Rebner au«, müßten weiter gezogen werben, wenn man sich von ihnen eine Wirkung versprechen wolle.
Abg. Träger (ftf. Vp.) gibt zu bebcnlen, waS benn geschehen solle, wenn bie Börsenorgane ber „Aufforberung" nicht folgen! Diese von Kanitz gewünschte Aenberung habe somit gar keinen rechten Zweck. Der ganze Staatscommiffar sei eine überflüssige Figur, bte ja boch überall auf Informationen interessirter Personen angewiesen
hlmdert" hat Trettschke rine »roße Reihe tage«telittfar Schriften verfaßt, die seiner Antheilnahme an den poUni*u Streitfragen entsprangen.)
Berlin, 28. April. Die Budgetcowmissi,, Abgeordnetenhauses hat da« Gesetz über die Erwritern», StaatSbahn-Netze« nnd die Einrichtung von Sornhäusern verändert angenommen.
Wiesbaden, 28. April. Der Kaiser hat eine Etz. ladnvg der Prinzessin Louise von Preußen zur |
am 11. Mai angenommen. Demnach wird sich der Von der FriedenSsrier in Frankfurt a. M. hierher tqeta
Karlsruhe, 28. April. Durch eine 8euet«brilfc wurde der württembergische Ort Kapfenhardt bei Ps^. hei« schwer heimgesucht. 14 Wohnhäuser und eben’» Oeconomiegebäude sind ringeäscheri.
, CoceUt «nd
Steden, 29. April
•• Da» diesjährige Zngendsest findet in Derbiot«,, dem Friedensfest bereit« am Sonntag ben 10. Ra Philosophenwald statt.
DaS Ehrenzeichen für Mitglieder freiwidi^ wehren wurde ertheilt: durch Allerhöchste Entschlie^i^ König!. Hoheit be« Großherzog« vom 21. V-.ss. > dem Mitglied der freiwilligen Feuerwehr zn T)ar^. Ludwig Dörr.
•• IlnterstnhungSkafse der hessischen LandeS-Zrreau^m Die während de« Rechnungsjahre« 1895/96 statatrnzmq veranstaltete, nunmehr abgeschloffene Sammluv, r„ > Beiträgen zur Unterstützunglkaffe der hessischen Lat« Irrenanstalten hat ein recht erfreuliche« Ergebniß gtbde — In dem vorauSgegangenen Jahr 1894/95 wurdn, 24,458 Gebern Beiträge gespendet, dagegen belauft 'ch _• dem Jahr 1895/96 die Zahl der Geber auf 26,922, u auf 2464 mehr. Wie man sieht, hat sich die Regel, hdr der im Jahr 1874 stattgehabten Gründung ber Sasse, malS eine Ausnahme erlitt, die Regel nämlich, daß die der Geber, d. h. die Zahl der opferwilligen Freunde t Helfer der Kaffe und ihrer Bestrebungen, mit jedem folge*: Jahr wächst, von Neuem bestätigt, unb ebenso bat « h Jahr 1895/96 bie stärkste Betheeligung mit Beiträge, efc mal« in bei Provinz Oberheffen stattgefunden. »I i» theiligten sich in der Provinz Starkenburg 7967, in Mv» Hessen 6312 und in Oberheffen 12,631 Geber.
♦* Die Versammlung deS Vereins mittelrheiaischee Sy. findet am PfingftdienStag in Bad Nauheim hau. I» Vorabend werden die fremden Gäste von 8 Uhr at i
großen Speifefaale be« Kurhauses begrüßt Dienßta, w 26. Mai, in ben VormittagSftunben Besichtigung ber ii» anhalten, Trinkquellen, Babehäuser, be« mebico-wecham tc Institut« u. f. w., bann Frühschoppen in ber Reftaanr« am Teichhause von 12—1 Uhr. Vorträge werden ii (L: hause von P/2 Uhr ab gehalten. Bi« jetzt Haden in Hofrath Dr. Kehrer von Heidelberg, Professor Dr. 0«lu von Marburg, Dr. PreSgen, Professor Dr. v. Aada srf Dr. Sippe!, diese sämmttich von Franksurt, Vomäzr i> gekündigt. DaS gemeinschaftliche Mittagessen findet,b4.i tm Curhause statt. Bei eintretender Dunkelheit »erben dr große Sprudel und die nächsten Parkanlagen erleuchkn.
B..„ *• Für die Seueralverfammlung bei Hess. La»del Leb»
im °Lanfe dieser I verein« zu Bad-Nauheim ist folgende« Programm hhgtftti Mittwoch 29. April, Nachmittag« 2‘/j Uhr, im LangSdors: Vertreter-Versammlung - Abend« 8 Uhr M in demselben Local - Donnerstag den 30. April, vomar^ b-d-ul-nd vor d-m Monat JnU -ntr-t-n. IN'/- Ubr, Haupt V°-I°mmlnng.b-n!°ll-btt Laa^
Bttlin, 28. April. Am Freitag wird trotz bet Er. " Der B-rmo,ad der staatlich» «rt«imdi öfinuna d-r G-w-rd-ausft-llung btt R-ich-tag eine Pl-n-t. -uag. E» ist ,-tzt -uigltch, ben 8et»öaen«befionH<fPi
fitzung °bh°lt-n, ba da-Präsidium bie Anficht ber Mehrheit, iich-n Arbei-erv-rflcherung D-ut!chl°nb, lt-be iS» I"»
daß die zweite Berathung de« Börsengesetze« nicht unterbrochen festzustellen. Die Krankenkassen ha ten ein "btzen darf berückstchtiaen muß. 94,305,642 Mk, die BerufSgenoffenschaften Resem
Berlin/ 28. April. Die Zucker st euer-Commission Höhe von 113,643,514.74 Mk. und die JnvaliditätS-w^
de« Reichstages hat heute ihre Arbeiten beendigt. Da« Versicherungs-Anstalten ein Der mögen von 303,570,868
Gesarnrnt Contingent wurde der Vorlage gemäß sür 1896/97 Alle drei Versicherung^
auf 1700 Millionen Kilogramm festgesetzt. Zu dem Art. 4 angegebenen Zeitpunkte über eine Senndgen6belra0 I
wurde zu der Bestimmung, daß da« Gesetz am 1. Juli in 511,520,126.45 Mk Diese Summe ist im
Kraft treten soll, mit 14 Stimmen die Bestimmung hinzu- weiter gestiegen, und noch in der Zunahme beg > '
aefüflt Mit dem 31. Juli 1903 treten die Vorschriften im dieser Steigerung kommen vornehmlich die Invalid
zweiten und Dritten Theile de« Gesetze« außer Kraft. Von AlterSverficherungSanstalten in Betracht, trotz der »r - j diesem Zeitpunkt an wird die Zuckersteuer auf 18 Mk. und rung der Zahl der Renten. Bei einer sc> <L 8
der Eingangszoll auf 36 Mk. für 100 Kg. ermäßigt. Bei Dinge wird die Frage nach einer zweckmaßtgen toi
der Gesammtabstimmung wurde da« Gesetz mit 14 Stimmen der angesammelten Capitalien immer dringendtr^ C anaenommen wird darauf hingewiesen, daß e« nahe liegt, iur ™
8 Berlin ' 28. April. Der Geschichtsschreiber Professor stände der Berufsgenossenschaften bei einer Revision der^
1858 an der Universität Leipzig mit einer Schrift Über „bte die gerade um diese Zeit herum ^cht^am P tze Gesellschaftswissenschaft". 1863 wurde Treitschke al« außer- I----'
ordentlicher Professor der Geschichte nach Freiburg berusen. Hab und Gut gegen Feuer-gesahr £ 1866 trat er von dieser Lehrstelle zurück, da er mit der herrscht noch oft ^nug eine geradezu fhafli«’ Haltung Baden« in der deutschen Frage nicht Übereinstimmte, und selbst in solchen Familien, ”afa4 r
und Übernahm die Leitung der „Preußischen Jahrbücher". DersicherungSpräm e ohne langes' Kopfzerbrech * t Im Herbste 1866 wurde er dann al« ordentlicher Professor schenken könnte, wird daS WÜnscher^wrr.he ,
Geschichte nach Kiel und 1867 al« Nachfolger Häusser« gegen FeuerSgefahr sehr °bknhi° behandelt.
1 - * " m r "---- 1 den Maimonat und Pfingsten vor der Wte,
Tage kommen, an welchen man gern und viel » ir weilt und die Wohnung sich selbst überlaßt. ® au« allen möglichen kleinlichen Veranlassungen das v« paffirt, und da« Klagen und Jammern hinterher ruy. nicht« mehr,- wer nicht hat hören wollen, ott ■ 5 Bor allen Dingen sollten aber mäßig und Landbewohner die Versicherung ihrer Dobou°I tung nicht versäumen. DaS Gefühl der Stchc 9 welche« man, im Besitz seiner Police empfindet, n
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