Samstag den 29. August
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Amts- und Anzeigeblntt für den Ureis Gieren
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Gratisbeilage; Gießener Kamitienökätter.
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Wahlcommisfion, welche
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Annihme von Anzeigen zu der Nachmittags für den ßilgmden Tag erscheinenden Nummer bis Dorm. 10 Uhr.
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Wahlmänner, zu deren Vornahme eine uns nicht mehr ertheilt werden wird,
369 1084
262 235 323 226
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652 509
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Winnerod Beuern Burkhardsfelden Geilshausen Grünberg
Weickartshain mit Stockhausen
Wahl der Wahlmanner unter der Leitung einer
Mden dem Anzeiger 1 edötnlüd) dreimal beigelegt.
Die gemeinde aus dem
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uian A ahlmännern zu wählen hat:
Wahlgemeinden
®i. ble Provinzialhauptstadt Gießen als eigener Wahlbezirk
liL Int dritten Wahlbezirk der Provinz Oberheffeu: Holzheim
In ssechSten Wahlbezirk der Provinz
Oberheffen:
1. Albach
2. Allendorf a. d. Lumda
3. Allertshausen mit Climbach
4. Beltershain mit Göbelnrod
5. BerSrod mit
stattzufindeu. Tag, Stunde und Wahllocal find spätestens am 1. October in jeder der Gemeinden, aus denen die Wahlgemeinde besteht, bekannt zu machen (Formular G).
Die Formularien zum Wahlgeschäft (Wahlprotocoll nebst Anlagen A, B, D, F, G, H u. I) erhalten Sie mit nächster Poft. Das Formular C haben Sie bereits früher erhalten und Formular E wird Ihnen durch das betr. Großh. Steuer« Commiffariat zugekommen fein. Formular A ist von uns bereits instructiouSmäßig ausgefüllt.
Bis zum 25. September erwarten wir «usehlbar bertchtliche Anzeige, daß die Offenlegung der Listen der Urwähler und Wählbaren ordnungsmäßig stattgefunden hat und ob Einwendungen vorgebracht worden find.
v. Gagern.
Vierteljähriger Adonncmentspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Dringcrlohn.
Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg.
Redaction, Expedition und Druckerei:
Schulstraße Fr.7.
Fernsprecher 51.
Alle Annoncen-Bureaux des In-- und Auslandes nehmen i Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen.
wollen Sie sofort veranlasse« und darüber das vor- geschriebene Protocoll (Formular B) aufnehmen. Wenn eine Wahlgemeinde aus mehreren Bürgermeistereien besteht, so hat jeder Gemeinderath nur eine Urkundsperson zu wählen- die Leitung der Wahlmännerwahl steht in diesen Fällen dem Bürgermeister der am meisten bevölkerten Gemeinde zu.
Sobald die Wahlcommisfion gebildet ist, hat dieselbe die Urwähler-Lifteu, welche Sie mittlerweile von dem betr. Steuercommtffariate zurückerhalten haben werden, nochmals zu prüfen, soweit nöthig richtig zu stellen und sodann nach Vorschrift des § 19 der Wahlanleitung vom 8. November 1872 abzuschließeu. Diese Wahlanleitung ist Ihnen mit unserem Amtsblatt (ohne Nummer) vom 16. November 1872 Angegangen und hat die mit unserem Amtsblatts Nr. 6 von 1887 Ihnen mitgetheilteu Aenderungrn erfahren, welche Sie sorgfältig beachten werden.
Gleichzeitig hat die Wahl-Commission, nach Vorschrift der §§ 5, 7 u. 15 der genannten Wahlanlettuug eine besondere Lifte der Wählbaren (Formular D) aufzustelleu. Eine gleiche Lifte der Wählbaren wird Ihnen durch das Großh. Steuercommiffariat mitgetheilt worden sein. Die Wahlcommission hat eine Vergleichung der letzteren mit der von ihr selbst ausgestellten Liste der Wählbaren vorzunehmen, diese, soweit nöthig, zu berichtigen und dann auf dieselbe Art ab- zuschlteßen, wie dies bezüglich der Urwählerlifte oben bemerkt ist (§ 19 der Anleitung).
Wenn hiernach die Listen der Urwähler und Wählbaren feftgestellt find, haben Sie dieselben unfehlbar
von Montag bett 21. September b. I. att brei Tage laug In dem Wahlorte offen zu legen. Die vorgeschriebene Bekanntmachung (Formular F) ist in ortsüblicher Weise vor dem Beginne der OffeulegungSfrist itt jeher ©emeittbe zu veröffentlichen.
Die stattgefundene Offenlegung der Listen ist nach Ablauf der Offenlegungsfrist von der Wahl'Commisfiou unter den
10. Harbach
111. Keffelbach
12. Lauter
13. Londorf
14. Lumda
115. Odenhausen mit Appenborn
116. Queckborn
warten."
„Schweigen Sie davon!"
„Wie Sie befehlen!"
(Schluß folgt.)
Deutsches Reich.
Berlin, 27. August. Zur Reise des Zaren nach Deutschland wird der „Pol. Corr." auS Petersburg osficiöS mitgetheilt, daß der Zar bei dem Entwürfe seines Retseplanes selbstverständlich den Besuch der deutschen Reich-Hauptstadt inS Auge gefaßt hätte. Die hierin eingetretene Aenderung fei lediglich darauf zurückzuführeu, daß der deutsche Kaiser, der während jenes Zeitabschnitts, in dem der Besuch des Zaren erfolgen soll, den Manöver» beiwohnen wird, in Petersburg die Bitte auSdrückeu ließ, daß das Kaiserpaar nach BreSlau kommen möge, wo sich auch die Gelegenheit bieten würde, den hohen Gästen ein inter- effanteS militärisches Schauspiel vorzuführen. Begreiflicherweise habe der Zar ohne Zaudern seine Bereitwilligkeit erklärt, diesem Wunsche Rechnung zu tragen. Dem Besuche deS Zaren in Deutschland käme daher auch in diesem Falle ungeschmälert dieselbe Bedeutung zu, wie wenn er in Berlin stattfäude.
— König Albert von Sachsen hat das ihm von den für die Erbfolge im Fürstenthum Lippe in Betracht kommenden Linien deS Hauses Lippe angetragene SchiedS-
Feuilleton.
Aus Hunger.
Von Hans Richter.
(Fortsetzung.)
Dieser Australier, der nie eine Rechnung bemängelte, töLglch eine Flasche Wein trank, fich sogar Champagner hatte eiriHretben laffen und hierdurch in den Geruch eines M«!obS gerathen war, blieb nach wie vor die intereffanteste M-Michkeit des Sommerfrischler-Kreises, nur für Fräu- lelllai Gerda von HauSdorf schien er kaum noch zu existiren, nvuchim er ihr seine allzu sehr nach australischer Wilduiß scklsnickcnde Liebeserklärung zu Füßen gelegt hatte, — leider «bch knieend als galanter Ritter, sondern sehr bequem im Hirn ausgestreckt.
Wie sehr er fich den Korb zu Herzen nahm, blieb seiÄSeheimuiß. Jedenfalls trank er seinen Wein noch mit «viWlcheinlichem Behagen und absolvirte ebenso täglich seine »Ml Schachpartien mit dem Major, der übrigens tu diesen
alle seine alten SchwadronSflüche hervorholte, um fie Miet ble „Weiberlauneu" auszuschütten, wobei er feinen junpo Freund tustäudigst beschwor, niemals zu Heiratheu, . , . denn nicht nur die Frauen selbst, nein, auch die Kinder, di«lßi Blitzmädels, diese Krabben, die kaum die Nase in die •ißdl gesteckt —
,Alles Nägel zu Mänuersargeu," sagte Mr. Eckebrecht tzenPnünißinnig, ohne den alten Herrn seinen Satz beenden |Wt laffen.
Fräulein Gerda ging an ihm vorüber, als sei er Luft, efenal trat er ihr mit einem geradezu rührend-bitteudeu in den Weg und flüsterte: „Fräulein Gerda, ich ver- scWmlhM — ich verzehre mich in —"
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verdeMjs Ocullren und bäumt Die üitt £ iaurnzüchter eine tty DTlanjung geeignün- e in niedern 6t^ Mtaplteln wird e ' dn Weinstock, MtB iu8 ersterem, sowie d- inbCbfluttWttHmq chaus ansprechend bü-r ibelt. Biele Huvder । Obstbaumftemidlli r ns, ben ju fttfttn, k> nde ist
6.
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Bürgermeister (oder in deffen Verhinderung dem Beigeordneten) und zwei weiteren Urkundspersouen besteht. Die Wahl ber letzteren burch bett Gemeiuberath
17. RetnhardShatn
18. Reiskirchen
19. SaasenmitBollnbach,VeitSberg und Wirberg sowie Lindeuftruth
20. Stangenrod
21. Steinbach
22. Treis a. d. Lumda
„Bitte, verzehren Sie, was Sie wollen, mein Herr," fiel fie, ganz von oben herab, ihm ins Wort. „Ich bin noch immer nicht hungrig und bedauere daher nicht mufühlen zu können."
Nach diesem zweiten Korbe wäre nach Gerdas Meinung jeder Cavalter zur Abreise Per Extrapost verpflichtet gewesen, der Australier — blieb. Nur stieg er ein wenig mehr als sonst in den Bergen umher, und bei einer dieser Wanderungen geschah eS, daß er, vom Gewitter überrascht, in einer Hütte Schutz suchte, die Jäger und Holzarbeiter zum gelegentlichen Unterschlupf errichtet hatten.
Unheimliche- Dunkel füllte den kleinen Raum, doch im Hintergründe schimmerte gespensterhaft ein undeutliches Helles. Da flammte ein Blitzschein durch daS kleine Fensterchen, in das Krachen des Donners mischte fich der leise, klingende Aufschrei einer Mädchenstimme, und der Australier sagte ruhig:
„Guten Tag, Fräulein Gerda! GS ist mir außerordentlich angenehm, Sie hier zu treffen."
„Mir ist eS außerordentlich unangenehm," klang es scharf zurück. „UebrigenS war ich vor Ihnen hier, besitze also daS zeitweilige HauSrecht und bitte mich zu verlaffen.
„In den Regen hinaus wollen Sie mich schicken r Fräulein Gerda, Sie wiffen, daß ick für Sie die Sonne vom Himmel heruvterhole. Aber daß ich «einen neuen Pauamahut verregnen laffen soll, dürfen Sie nicht verlangen. UebrigenS ist Ihre Nähe viel zu süß —"
„So werde ich gehen."
Bitte!"
Trotz dieser freundlichen Genehmigung blieb daS Helle Kleid im Hintergründe unbeweglich. Inzwischen hatten fich Eckebrechts Augen an die Dämmerung gewöhnt. Er erkannte
Liften zu bescheinigen (§ 20 und 21 der Wahl-Anleitung). Sollten während der Offenlegung Einwendungen vorgebracht werden, dann ist nach § 21 der Wahlanlettung zu verfahren.
Endlich machen wir Sie auf die Bestimmung des § 22 der Wahlanlettuug aufmerksam, wonach die Liste der Stimm- berechtigen nach stattgehabter Offenlegung der betr. Großh. DistrictS-Einnehmerei, sowie demnächst dem Gemeinde-Einnehmer zum Zweck der Bezeichnung der Steuer-Restanten
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einen schmerzlichen Zug auf dem hübschen, weichen Mädchen- antlitz und fragte besorgt, ob ihr etwa« zugestoßen sei.
„Ich habe mir den Fuß verstaucht. Fräulein Möller, die mit mir war, ist ins Dorf hinuntergegangen, um einen Wagen zu holen."
„Wann ist fie gegangen?"
„Vor einer halben Stunde." k
„Eine Stunde braucht fie zum Abstieg, anderthalb Stunden der Wagen, um heraufzukommen, vorausgesetzt, batz Fräulein Möller nicht auch von dem Unwetter in einen Unterschlupf getrieben worden ist," constatirte der Australirr ohne jede Spur eines Bedauerns. „Aber das kommt davon, daß Sie mit unkundigen Mädchen herumspringen, anstatt fich der ficheren Führung eines Mannes zu überlasse*. Wenn Sie mich geheirathet hätten, wäre Ihnen das Malheur nicht pasfirt."
„Mr. Eckebrecht . .
„Liebe Gerda!"
Empört wollte sie auffahreu, sank aber mit einem halb unterdrückten Wehruf sofort wieder auf die Woosbauk zurück.
„Sie mißbrauchen meine Hilflosigkeit."
„Ich bitte Sie, — daS ist doch rein gar nichts gegen die Art und Weise, wie Sie meine — Pardon, unsere Liede mißbrauchen. Schon mehr als einmal erlaubte ich mir, Sie darauf aufmerksam zu machen, daß ich volle dreiunddreißig Jahre zähle, also nicht mehr viel Zeit habe, auf unser Glück
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Gießen, de» 26. August 1896.
Wittr. Landtagswahlen.
Grotzherzogttche Kreisamt Gießen eint di- Großh. Bürgermeistereien Albach, Alleu- ttutf tu b. Lumda, Allertshausen, Beltershain, Wrrsrob, Beuern, Burkharbsfelbeu, Climbach, Oveils Hausen, Gießen, Göbelnrob, Grünberg, £ubach, Holzheim, Kesselbach, Lauter, Liubeu- inth, Loubors, Lumba, Obeuhansen, Qmeckborn, einharbshaiu, Reiskirchen, Saasen, Staugeurob, WVteivbach, Stockhausen, Treis a. b. Lumda und Weickartshain.
Unter Bezugnahme auf unsere Verfügung vom 28. v. MtS. -—Tirbener Anzeiger Nr. 177 — bringen wir zur öffent- IMtn Kenntniß, daß wir auf Grund der Gesetze vom 9lo»ember 1872 und 6. Juni 1885, sowie der dazu acpußsnen Ausführungs-Bestimmungen die nachverzeichneteu Wthlgemeinden gebildet haben, deren jede die beigefügte Zahl
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Die Wahlen der weitere Weisung von haben
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