Ausgabe 
29.1.1896 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Ausführungen btfl geschätzten Redner». Ölt können leider nur in gedrängter Kürze darüber referiren. Zunächst ein Blick auf die.Wende diese» Jahrhundert» zurück. Der Zeit- geist hatte sich befreit von den religiöfen Fesseln, er lachte über da» Shristenthum, da» nach feiner Ansicht entlarvt war in seiner geschichtlichen und geistigen Haltlosigkeit und über Ehristu» ebenso, diesen seines Glücke» beraubten Stifter de» Ehriftenthum». Man fühlte sich glücklich, nur wissen zu brauchen, und nicht zu glauben. Alle» liebersinnliche leug- nett man und betrachtete die Welt al» einen großen gewal-

tigen Riesenmechani»muS; der Mensch wurde zu einer körper­lichen Maschine, die für da», wa» sie that auch nicht Der- antwortlich war, denn Geist, Recht und Unrecht, Gewiflen und Pflicht gab e» nicht mehr. Die Menschen versinnlichten, verthierten und kamen zu einem vegetirenden Dasein. Dann

und qu» Handgewehren mit Sprenggeschossen gefeuert. Do berichtet amtlich General von TreSkow. In Fontenay bei Nancy Übersielen Franctireur» den Bahnhof, schnitten einem Landwehrmanne die Gurgel, Ohren und Zunge ab, dann sprengten sie die Moselbrücke. Fontenay wurde dann auf Befehl de» Gouverneurs in Brand gesteckt.

CocäUs utiö prwhijköw*

Sietzen, 28. Januar 1896.

Se. Kgl Hoheit der Srotzherzog wurde gestern, wie da» DepeschenbureauHerold" meldet, zum General­lieutenant befördert.

Hksfische Staatlaaleihe. DaS Regierungsblatt enthält eine Bekanntmachung, die Aufnahme einer 3proc. Staat»- anleihe von 8,000,000 Mark zur Deckung der Herstellung»- kosten von Nebenbahnen betreffend.

Der Schädel Sebastian Baches.

Auf dem alten historischen Johannisplatz in Leipzig, beffen zum Theil noch au» ehrwürdiger Großväter Zeiten stammende Häuser von der blutigen Schicksalswende im Leben des corfischen Eroberer» zu erzählen wiffen, geht ein Kirchen­bau seiner Vollendung entgegen, der auf der Stätte der alten Johanniskirche errichtet ist, in der zuerst die Refor- mation dem Volke Sachsens verkündet wurde. Aber die Stätte ist merkwürdig und geweiht noch durch andere histo- rische Erinnerung. An der südlichen Außenwand des alten Gotteshause» wurde in den letzten Julitagen deS Jahre» 1750, wie die Ueberlieferung sagt, der berühmte Cantor der Leip­ziger ThomaSschule Sebastian Bach begraben. Weit über I ein Jahrhundert ist darüber hingegangen, Bölkerstürme sind darüber hinweggefegt, sie haben so manches gestürzt und vernichtet, und so ist auch Bachs Grab zertreten, dem Erd­boden gleich gemacht worden und verschollen gewesen. Ader, wenn nicht Alle» trügt, hat man eS in unseren Tagen wiedergefunden, und will nun im Innern der neuen Johannis- I kirche in unmittelbarster Nähe der alten Grabstätte, wo man die auSgegrabenen Gebeine de» unsterblichen Tobten wieder I zur Ruhe bestattet, ihm ein würdiges Grabdenkmal errichten. Aber sind es auch wirklich Bachs Gebeine, die man dort ausgehoben hat? Alles spricht dasür. AuS alten Papieren wußte man, daß der verewigte Meister in einem sogenannten fachen Grabe von drei Ellen Tiefe begraben war, und zwar in einem Sarg von Eichenholz. Man grub an der durch I Ueberlieferung bezeichneten Stelle nach, und fand in der an- I gegebenen Tiefe thatsächlich einen Eichensarg. Die Gebeine, | die er umschloß, wurden zusammengesetzt, und es ergab sich, daß sie einem mittelgroßen, wohlgebauten Mann in den sech­ziger Jahren angehört haben mußten, deffen Rückgrat eine I gewiffe Steifheit verrieth. Auch das stimmte. Aber die Hauptsache war die, ob man im Stande war, den zugehörigen I Schädel als den des großen Todten zu identificireu. Und nun begann eine Wettarbeit zwischen dem Leipziger Anatom I Profeffor Hiß und dem namhaften Leipziger Bildhauer Scffner. Der bekannte Hochschullehrer stellte an dem auf- gefundenen Schädel sofort zwei Eigenthümlichkeiten fest: neben sehr kräftigem Bau über den Oberkiefer hervorsprirgender Unterkiefer und etwas zurückweichende Stirn. In fcharfem Winkel sprang die krästige Nase hervor, an ihrer Wurzel einen wirklich tiefen Einschnitt bildend, bedingt durch einen starken Stirnnasenwulft, der deutlich nachweisbar war. Etwa» niedrig und breit waren die Augenhöhlen, breit die Hintere Kopfpartie. Wer Sebastian Bachs Bildnisse kennt, wird auch ohne besondere pshsiognomische Vorstudien den Entdeckern deS Grabes zugeben müffen, daß eine hohe Wahr­scheinlichkeit für die Echtheit des theuren Funde» sprach. Jndeffen, sie gaben sich damit noch nicht zufrieden. Ist e» der richtige Schädel, so calculirten sie, so muß eine über den Gypsabguh desselben modellirte Büste den Kopf Bachs, | wie er unS durch eine Anzahl Bilder überliefert ist, in den Grundlinien darstellen. Bildhauer Seffuer übernahm diese Aufgabe, und siehe da, Bachs Kops war im Modell fertig. Dieser Kopf konnte Niemanden ander» angehört haben, al» dem Thoma» Cantor von Leipzig, wenigstens was die Grund- züge anbelangt. Immerhin lag die Möglichkeit nicht ganz fern, daß bei der Modellirung ReminiScenzen an die vor­handenen Bilder mitgearbeitet hätten. Seffner entschloß sich daher, noch einmal von vorn anzufangen, und zwar auf Grund von gegen vierzig Meffungen der am menschlichen Körper den Raum zwischen Haut und Knochen auSsüllenden Fleischtheile. Professor Hiß gelang die wichtige Feststellung, daß, speziell für daS Gesicht, eine Normaldicke der Weich- theile Zoll für Zoll sich fairen läßt, je nach Alter und Ge- schlecht. Nach diesem System von gegebenen, durchaus zu- verlässigen Punkten arbeitete nun Seffner in mühevollen Stunden ebenso glücklich wie gewiffenhast eine neue Büste qu», und der Eindruck ist der voller Lebenswahrheit, ja weit größerer Naturtreue, als die vorhandenen Bilder ihn ge­währen. Was menschenmöglich ist, war also geschehen, mit höchster Wahrscheinlichkeit darf behauptet werden, daß der Schädel Bach» thatsächlich gefunden ist, und daß die Büste, welche die Grabstätte des genialen Componisten in der neuen Johanniskirche in Leipzig schmücken soll selbstverständlich ist dem ausgezeichneten, so glücklich emporstrebenden Seffner die Arbeit übertragen worden die ureigenen Züge Bachs Wlebergtebt. Soeben erläßt ein Comitä hervorragenber Männer, unter benen wir auch solche aus Berlin, Straßburg, Wien und London finden, einen Aufruf zu Sammlungen für da-, dem großen Meister zu widmende Grabdenkmal. Möchte Me große, Über die ganze gebildete Welt verbreitete Gemeinde derer, die in Bachs gewaltigen, gemüthstiefen und frommen Schöpfungen Anregung, Erhebung und Erbauung gefunden haben, den Ruf hören, und ein würdiges Denkmal für die Grabstätte des erhabenen Tondichter» ist eine Ehrenschuld Aller' 0. 8.

♦♦ Taae8otbxiaa fit die Sitzung der Stadtterrrdneten | kam der Umschlag. Man war übersättigt wt- Wiffen u»d Bersammluag Donnerstag den 30. Januar 1896 sehnte sich heran» au» dem sinnfälligen nach em «bersinn- Nachmittags 3V» Uhr pünktlich. 1. M.ttheilung, bett, lichen Leden. Die Reaktion gefaltete sich dahin, daß M Verwerfung des Elchenstammholzes pro 1896/97. 2. Dor- die Menschheit in den Wunderstrudel de» Spiritismus fairz^ läge der Rechnung der Stadt Gießen pro 1894/95 und Er- Der Glaube war noch nicht überwunden, e» schien im Gegen, stattung des DerwaltungSberichteS. 3. Gesuch der Gießener theil, al» ob man sich m Zukunft mit dem Problem bet Omnibusgesellschaft um Erlaubniß zur Anbringung eine» Verhältnisse» zwischen Glauben und Wiffen noch mehr be- HolzkästchenS mit Drahtgitter am Bürgermeistereigebäude, schuftigen werde. Allerdings in der Maffe merkt man noch am Thorhau» am Wallthot und an der Polizeiwache am nichts davon, doch muß man darauf entgegnen, lebe tm- SelterSthor. 4. Gesuch beS Th. Brück um Erlaubniß zur Wicklung, auch bie krankhafte, muß sich anSwirken, bi» stc Anbringung eine» FirrnenschilbeS. 5. Baugesuch ber Joh. sich in ihrer Krankheit unb Haltlosigkeit ganz erwiesen har. Ga. Weber Söhne für die Neue Däne. 6. DeSgl.-der Firma Auch hat bte Maffe niemals Recht- Wahrheit unb -Zukunft A. Euler für bte Dammstraße. 7. DeSgl. de» Dr. (Stemm gehören immer ber Minorität. Auch in ber Wissenschaft für bte Stephanstraße. 8. Gesuch beS Gg. Brörner wegen hat der Glaube nicht nur em pathologisches Jutereffe, son Abstauen deS LäufertSröder Graben» zur EiSgewinnung. dem wird betrachtet als eine nothwendige, natürltche Er- 9 Gesuch deS Hch. Benner II. wegen Pachtung städtischer Meinung. Der Materialismus wird von wissenschaftlicher Wiesen für seine Badeanstalt. 10. Verbesserung der Ein- Seite angesehen, als die kläglichste Ausflucht, sich um da» sahrt zur Rittergaffe von der Marktstraße au». 11. Decretur Weltproolem herumz. rücken. Wa» tst nun Glauben, unb von Kostenrechnungen. 12. Unterhaltung des Friedhöfe» der wa» ist Wiffen? Sie haben beide den gememsamen Zweck, israelitischen Religionsgemeinde. 13. Wafferversorgung de» Gewißheit zu geben. Da» Gemeinsame ist eine Ueber- R. HaaS'schen Hause» in der Maigaffe und der Gartenbesitzer zeugung, bie auf Wahrheit Anspruch macht. Glauben jft am NahrungSberg. 14. Ausbau der Landmannftraße, hier eine unmittelbar gewonnene Ueberzeugung, und Wiffen eine Terrassirung deS Gelände» am Niederdruckbehälter. 15. Dor- mittelbar gewonnene. Wir haben pW ei gunctlonen der Er- läge de» Voranschläge» de» städtischen GaS- und Wafferwcrk» kennf, zwet Methoden, eine begriffliche und eine anschau

pro 1896/97. 16. Gesuch deS Wllh. Gerhard um Erlaubniß liche, unmittelbar in das Wesen der Dtnge dringende. Dte e»

znrn WirthschaftSbetrieb im Hause Franksurterstraße 30 unmittelbare ErfaffungSvermögen ist daS Wesen des Glauben». (Rheinischer Hof). 17. DeSgl. deS Heinrich Rausch im Hause Man könnte sagen, damit ist der Gegensatz conrtotirt, aber

Neustadt 78 18. DeSgl. de» Peter Berg im Hause Mar- nicht beseitigt, Gewißheit giebt nur dte Wiffenschaft. Daraus

burgerstraße 68 (Stadt Marburg). antworten wir: All- wtffenschastliche Erkeantutß beruht ,m

8 letzten Grund auf der unmittelbaren Ueberzeugung, nam-

* Kronbaner'scher Onartett Berein. ßoncert. In unserer QUf bcm Glauben, daß unsere sinnlichen EmdrÜcke, unsere gestrigen Nummer hatten wir da» Programm veröffentlicht {ßo^aung der Wirklichkeit entsprechen. Hierfür giebt eS unb dürfte e» interessant sein, über da» größte Werk des feincn Beweis, da« muß man glauben. Da» ist gerade da»

Abends, Harald» Brautsahrt, Nähere» zu erfahren. Resultat der wissenschaftlichen Forschung unsere» Jahrhundert». DaS GedichtHaralds Brautfahrt" (von F. A. Maercker) _ den Unterschied zwischen Glauben und Wiffen au», behandelt ein Motiv auS der nordischen Sagenwelt. E» ist mod)l/ fft nicht die Methode, sondern da» Object. ES giebt von dem Componisten Heinrich Hofmann zu einem be- Gebiete, für die die mittelbare Erkenntniß nicht auSreicht. deutenden, tief ergreifenden Werke von großer Schönheit fönnte nun der Einwand gemacht werden, daß nur dte gestaltet worben. Die Einleitung unb der Mannen - Chor Wissenschaft Gewißheit geben kann, die Religion ober nicht, schildern die Abfahrt Haralds vom heimathlichen Strand nach rocl[ Wiffenschaft auf Erfahrung beruht, Religion aber jenem fernen Eiland im Getan, wo er die Braut,die ouj Speeulatlon. Dieser Einwand ist ein Jrrthum, denn

Tochter des Meere« von Dämonen bewacht," sich gewinnen b|e Religion, die unmittelbare Erkenntniß gründet sich auch

will. Unabwendbares Unheil ahnend, warnt ein alter Schiffer QUj btc ^rfafaung. Wir empfinden religiös nur, wenn von (Bariton-Solo) vor dem gefahrbringenden Unternehmen. Doch außen etwa» in unser Gemüth gebracht wird. Der Glaube I wann hörte je thatendurstiges junges Volk auf Anderer n|^t6 andere», al» eine Empfindung einer Macht, bie Mahnung? Stolz fchwebt das Schiff hinaus in die wogende Don QU&en au| bcu Menschen wirkt, eine geistige Erfahrung. See und:Schönem Loo» zieh'n wir entgegen!" hallt s, als ^Qn n,uthet Niemandem zu, etwa« zu glauben, wenn er

letzter Gruß, vom Bord her, zurück zu des Ufers Rand. nid)t6fahren hat. ES giebt also keinen Gegensatz zwischen

TiefeS Sehnen im Herzen gedenkt Harald (Bariton-Solo) der Glauben und Wissen nach dem ganzen Wesen des Glaubens

fernen Geliebten. Zu langsam geht ihm die Fahrt, zu lange unb bc6 Wissens. Wir können aber noch weiter sagen, e»

währt ihm die Zeit, bi» er mit den Kampfgesellen im Streit bQrf (etnen Gegensatz geben, denn der Glaube bedarf be»

sich erringen kann da« holde Kind:Ja, sie sind voll kühnen M^nS und da» Wiffen des Glaubens. Wir dürfen un«

MutheS!" Doch wa» für schauerliche Rufe aus der Höh' nid)t aQc|n Quf ba6 Wiffen gründen, denn die wiffenschaft-

und Tiefe zugleich?! Der Gott ber Stürme ist», der bie (ld)C Slfenntnife haftet am Einzelnen, e» fehlt da» einheit-

Unholde des SüdmeereS zum Stampfe gegen da» verwegene, (td)e P^ncip. Um un» ein ChaoS von Einzelkenntniffen vor^ verhaßte Menschengeschlecht beschwört. Auch die auf dem I zu machen, al» einen lebendigen Organismus, brauchen Schiffe hören s In düsterer, banger Ahnung:Rafft die mir bafl unmittelbare Hineindringen in die Dinge, die un- Segel!"Senkt die Rah'n!"Alle Mann auf Deck!" mlttetbarc Ueberzeugung, den Glauben. Nur auf diesem so hallt eS wirr durcheinander.Wirbelnd heben sich die I HZeg gelangen wir zu einer einheitlichen Weltanschauung, eint Wellen," thurmhoch zischt die Fluth! Die Winde pfeifen, Qnbcre 8|cbt eg nicht. Bon gewiffer Seite wirb behauptet beulen, rasen! Sturm! Anker reißen, Maste krachen! Toben, Riffen sei Macht. Ader aus ber Erfahrung wiffen wir, daß Stürmen, Rufen:Dort ein Riff!"In den Abgrund wissen keine Macht ist. Unsere moralische Kraft bletbt weit sinkt da» Schiff!" Mit dumpfem Grollen umschäumen die I ^tick hinter dem, waS wir als gut erkannt haben, unser Wogen daS kühle Grad. Nun dürfen sie triumphiren die 2ßiflen befähigt unS nicht immer zum Können, Leben stiftet I feindlichen Gewalten, triumphiren über ben Menschen, der ^ein bcr Glaube. Ein persönliche» Menschendasein vh»e seine Wünsche auf ihre trügerischen Wogen baute, während Glaube ist eine Verkümmerung, ist ein leblose» vegetieren Geisterchöre und Nymphen daS herbe Geschick der Kühnen Derjenige ist nur ein halber Mensch, der sich allein auf da» beklagen:Schlummert sanft im MeereSschooß!" So der Riffen gründen will.--Andererfeit» bedarf der Glaube be» Inhalt ber Dichtung. Gelegentlich einer zweiten Berliner BZiffenS- wir kommen zu keiner einheitlichen Weltanschaumtg Aufführung be» Werke» schreibt u. a. berReichsbote":Die Q(Ietn butd) ben Glauben, ber Glaube giebt unS nur ba» Cantate ist ein burchauS poetisches Werk, empfangen im lnnetfte Princip. Nur Glauben unb Wissen führen unS zu Geiste ber neudeutschen Schule, aber frei von den Ueber- einheitlicher Weltanschauung. So besteht also in jeder Be­treibungen derselben. Ein leistungsfähiger Männerchor findet jlel)un0 kein Zwiespalt zwischen Glauben und Wiffeo, sondern I hier vollkommen Gelegenheit, alle seine Vorzüge zu entfalten. ßc ^nb inniger Harmonie angelegt. Darum heißt es Die Wirkung des Werkes war auch heute eine tiefe." Die ^cutc ntd)t mehr Glauben oder Wiffen, sondern Glauben und

Berliner Börsen-Zeitung" schrieb u. a.:Die Sturmscene Riffen. Der gewaltige Stoff in knapper ansprechender Form,

ist von einer großartigen Wirkung- der Schluhchor krönt | ba6 fernere Thema in faßlicher Ausführung unb bie au- das Werk auf» Beste." genehme überzeugende BortragSweife konnten ihre Wirkung

.. @l,Hlen unb lOiflen. Hm Ftttisg btn 24. d. M., nidjt berjcSltn. Den übetmältlgenben etntrui be« »onr.g«

Abend« 8 Uhr hielt im iielb'fdjen Festlnnle Herr Dr. Jo- merkte «an an bei feleilHen, gehobenen Stimmung, Hunne« Müller an« Leipzig den ersten ,einer in «u.flcht welcher die Zuhörer un-etnundergingeu. Der nächste <r.

siebenden Borträge überGlauben und Willen-. Dem trag wird Freitag den 31. b. M-, «bend« 8 Ahr im/^.eib

noch in jugendlichem Aster stehenden Manne geht ein au«, scheu Festlaal lein, und wird überReligion und Natur,

gezeichneter^ Rus Vorau« lowohl In Bezug au," leine gründ- wistenlchast" handeln. Gr |e! au . «ärmste empsoh en

liche wistenlcha,.liche Schulung, wie leine geistvolle packende » Der«eter.-euBeeelu beging gestern d e Fe^er be« Art des Vortrags. So hat er z. B. in Darmstadt durch Geburtstages Sr. Ma;. Kaiser Wilhelm

|elne Borträge "übet brennende religiSIe Fragen da« geätzte Kamerad Bourgeoi« (Rährle S traueret). Der erste v«'°

Aussehen gemacht, und weste Steife der Bevölkerung - von setzende de« Bereite« gedachte zunächst de« ersten ***"

Bortrug ju Vortrag immer zunehmend an Zahl - angezogen Geburtstage«, welcher noch n ««W«

unb uelstio anacteal Mit Spannung lah man darum auch und heute nach 25 Jahren de» Frieden«, be« Geber g hier bem elften Boe trag entgegen; eine ansehnliche Zahl von de« Snkel. be« unvergetzlichen »^r« Mltzel« be« Sie».

Zuhörern au» allen Ständen hatte sich eingefunden und reichen, mit freudig aufgenommenem Hurrah a f - t-

Mundart gehaltenen Vorträge viel zur S'heiterung bei - Er- lebniffe au» dem Feldzuge wurden erzählt, und manche schöoe Erinnerung wurde wachgerufen. Kamerad Scheld sprach in zündenden Worten über die Veteranen, gedachte der un- vergeßlichen nun schon fast alle dahingeschiedenen Führer »ud brachte ein freudig aufgenommene» Hurrah auf den noch unter dem deutschen Volke weilenden Begründer de» Deut­schen Reiche», den Altkanzler Fürsten Bi»marck au». Auch einige Angehörige de» Regiments waren anwesend, unb wurde der jungen aktiven Armee gedacht, mit welcher die alten Veteranen sich stet» noch verbunden betrachten und »>r Freuden sehen, daß dieselbe sich immer mehr auSbildet und erstarkt, um stets gewappnet zu sein, da» zu erhalten, wa» sie errungen haben. Bon den jungen Kameraden wurde in