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X nS, 25. Januar. Der Handelsmiuister wird keure 'n der Kammer einen Gesetzentwurf eiubrtugeu, durch weichen die Annahme eine» Schiedsgericht» zwischen Arbeit- geder und Arbeitern für beide Thetle obligatorisch ist. Der« jeatge Thetl, welcher sich dem Versuch des Schiedsrichters, eine Einigung herbeizuführen, widersetzt, soll mit Geldstrafe belegt werden.

Paris, 25. Januar. Gestern Abend fand hier eine stür­mische Versammlung von Kaufleuten der Lebensmittel-Brauche statt, um gegen deu Gesetz-Entwurf betreffend die Corporationen, mit welchen sich augenblicklich der Senat beschäftigt, zu prote« stiren. Ein Redner forderte die etwa 4000 Anwesenden auf, zum Senat zu ziehen und diesen zu umzingeln. Der Saal erdröhnte unter dem Ruf:Rieder mit dem Senat", wir wollen uns selbst Gerechtigkeit verschaffen. Rur mit großer Mühe gelang eS dem Vorsitzenden, die Versammelten von diesem Unternehmen abzuhalteu.

Loudon, 25. Januar. Der New-UorkerWorld" ver­öffentlicht ein Interview mit dem Vetter deS Präsidenten Krüger, aus welchem hervorgeht, daß die Familie Krüger von der königlichen Familie Wasa in Schweden abstammt.

Belgrad, 25. Januar. Jene Baude, welche kürzlich den Postwagen mitten in der Stadt anfiel und aus demselben 220000 Gulden raubte, ist entdeckt worden. 12 Per­sonen wurden verhaftet, darunter der Posthalter der Fahrpost.

Depeschen M Bar ein» .Herold'

Hamburg. 26. Januar. Wie auS FrtedrtchSruh gemeldet wird, fuhr Fürst Bismarck gestern wieder zum ersten Male seit October in offenem Wagen im Sachseuwalde spazieren. Sein Aussehen war vortrefflich.

Wie», 26. Januar. In hiesigen politischen Kreisen glaubt man, daß die inzwischen verschiedentlich demeotirte Meldung der ^,Pall Mall Gazette" von einem angeblichen Abschluß eines russisch-türkischen Bündnisses deß« halb von englischer Seite verbreitet worden ist, weil man für die erhöhten Ausgaben der englischeu Marine Stimmung machen wollte.

Pari», 26. Januar. In Bordeaux verhaftete die Polizei einen 25jährigen, als gefährlicher Anarchist bekannten Spanier, RameuS Luiz Martinez. .Derselbe war Mit­arbeiter verschiedener spanischer Blätter. Viele Anarchisten- Schriften wurden bet ihm beschlagnahmt. Martinez wird au Spanien auSgeltesert werden.

Loudon, 26. Januar. Der DampferWild Flower", der vor etwa sechs Wochen von Philadelphia nach Rouen avsuhr. gilt mit der Besatzung von 35 Mann für verloren.

Sofia. 26. Januar. Eine aus mehreren Offizieren be­stehende D putatton deS Alexander-Regiments, dessen Ehren­oberft Prinz Heinrich von Battenberg war, wird sich zur Beisetzung nach England begeben.

WB Berlin, 27. Januar. Der Kaiser empfing peil er« Abend 7 Uhr den rusfischeu Botschafter, von Osteu- (;- a rf en, und nahm ein Handschreiben des Kaisers von rJanb mit den Glückwünschen zu Kaisers Geburtstag und c6 Geburtstagsgeschenk deS Kaisers von Rußland ein Del» b, darstellend den Kieler Hafen bei der Eröffnungsfeier - s Kaiser-Wilhelm-Canals in dem Augenblick, als die Kaiser- h^chtHobenzollern" daS russische AdmiralschtffKaiser Alexander II." passirte, entgegen.

WB. Berlin, 27. Januar. Der Kaiser verlieh dem Professor Behring in Marburg den Kronenorden zweiter Klaffe,

CocaUs «nd prot>itt$UU^s,

Kietzen, 27. Januar 1896.

* * Ihre Königlichen Hoheiten der vrotzherzog »ud die Großherzogin passirteu gestern Nachmittag 1 Uhr 30 Mtn. auf der Reise von Darmstadt nach Berlin die hiesige Station.

* Empfang. Seine König!. Hoheit der Großherzog empfingen am 25. Januar u. A.: die Profefforen Dr. Leist, Dr. Strahl und Dr. Wiener aus Gießen.

* * Zur Feier bei Geburtstage» Sr. Majestät de» Kaisers sand gestern Abend f/a8 Uhr der übliche Zapfenstreich, heute Morgen 7 Uhr die Revetlle durch die RegimentSmusik und die Spirlleute statt. Gleichzeitig wurden zur Feier deS TageS am Morgen die Kirchenglocken geläutet. Nach voraulge- gangenem Gottesdienst in den Kirchen beider christlichen Confesfionen fand um t/,12 Uhr heute Vormittag auf Os­walds Garten die Parade des Kaiser Wilhelm Regiment« statt, wozu auch die Offiziere des Beurlaubtenstandes be­fohlen waren. Oberstlieutenant v. Warteuberg comman- bitte bie Truppen, Oberst v. Rosenberg nahm bie Parabe ab. Der Herr Oberst richtete hierbei eine Ansprache an daS Regiment, in welcher auf bie Bedeutung des heutigen TageS für bas Heer und auch besonberS darauf hin­gewiesen wurde, daß das Regiment bie hohe Ehre genieße, ben Allerhöchsten Kriegsherrn zu seinem Chef zu haben. DaS früher gegebene Gelübde deS Fahneneides solle heute erneuert werden durch ein Hurrah auf Seine Majestät, in welches daS ganze Regiment einstimwte, und die Musik die Nationalhymne spielte. Nach Abschreiten der Fronten der vier Bataillone formirte sich daS Regiment zum Parade­marsch, der gut, von einzelnen Zügen geradezu schneidig auSgeführr wurde. Die Fahnen deS 1. und 2. Bataillons waren mit Eichenlaub geschmückt. Heute Mittag findet für die Vertreter der Behörden Festmahl im Clubgebäude, Abends Bewirthung und Vergnügungen für die Mannschaften deS Regiments statt. Alle öffentlichen und Diele Prioat- gcbäude haben Flaggenfchmuck angelegt.

* Kaisers Geburtstagsfeier. Wir erhalten über die Geburtstagsfeier Kaiser Wilhelms in der Volksschule dahier von einem Augenzeugen folgenden kurzen Bericht

Die Festlichkeit wurde durch Gesang, Wort und Spiel ver­herrlicht. Letzteres thut einer Episode aus dem Jugendlebeu des Kaiser» während des Besuchs des GymnafinwS zu Kaffe! Erwähnung. Auf einem Spaziergang lernt der noch jugend­liche Prinz einen Bauern am Wege fitzend kennen, den er über feine Geschäfte in der Stadt ausfragt und auf diese Weise erfährt, daß er in Rechtssachen zur Stadt gehe. Der Prinz bemüht sich, dem Bauern bet« Präsidenten wirksame Unterstützung zur Erlangung seines guten Rrchts zu leisten. Im zweiten Act ermahnt der Bauer feine Enkel infolge deffen eindringlich zur Liebe und Treue gegen einen solchen Kaiser und Herrn und läßt diese Gefühle auSklingen in dem Kaiser- lied. Die Rolle deS Bauern wurde von einem Schüler der Oberklaffe in fein pointirter Weise wiedergegeben. Nach Schluß fand die an diesem Tage übliche AuStheilung der Taigscher statt.

* Oeffeutliche Anerkennung einer edlen Thal. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben dem Feuerwehr- manne der freiwilligen Feuerwehr zu Planig, Jacob Schnorrenberger daselbst, in Anerkennung der von demselben bet der unter eigener Lebensgefahr auSgcführtcn Rettung des Feuerwehrmannes Heinrich Kistner in Planig vom Tode des Verbrennens bewiesenen besonnenen und muthvolleu Verhaltens die Rettungsmedaille zu verleihen geruht.

Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Am 25. Sep­tember 1895 wurde dem Rechtsanwalt August Wagner in Schotten, nach Aufgabe der Zalaffung zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Schotten, die Zulaffung bet dem Land gericht der Provinz Oderheffen ertheilt.

* Schuldienst-Nachrichten. Am 23. Decrmber wurde die von dem Kreisrath, dem katholischen Pfarrer und dem Stadtvorstand zu Dieburg auf die 1. Lehrerinnenftelle an der katholischen Schule zu Dieburg präsenttrte Schulamts- asptranttu Anna Harr ach auS Frei-Weinheim für diese Stelle, an demselben Tage wurde der von dem KreiS- rath zu Groß Gerau und dem katholischen Pfarrer zu GernS- heim auf die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Klein- Rohrhetm, Kreis Groß Gerau, prälentirte Schullehrer Franz Wehmtng zu Wald-Erlenbach, für diese Stelle bestätigt- an demselben Tage wurde dem Schullehrer Wilhelm Fleischhauer zu Kölzenhain die Lehrerftelle an der Ge- meindeschule zu Rödgen, Kreis Friedberg, übertragen- am 28. December wurde bei von bent Herrn Grafen zu Erbach Erbach auf die Lehrerftelle au ber Gemeinbeschule zu Gersprenz, Kreis Erbaw, präsenttrte SchulamtSaSpirant Gustav Hunn aus Bensheim für diese Stelle bestätigt- an demselben Tage wurde dem Schulverwalter Josef Protz- manu zu Dieburg eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Nieder-Roden, Kreis Dieburg, am 8. Jauuar 1896 wurde dem Schulamtsaspiranten Jacob Sans aus Nacken/ heim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Biebelnheim, Kr. Oppenheim, übertragen.

Pr. Eoncertverei». DaS gestrige vierte Concert des EoncertvereinS gehörte ausschließlich dem Streichquartett und zwar waren cs bie Herren Walter (erste Violine), Ziegler (zweite Violine), VollnhalS (Viola) unb Ben nat (Violoncello) aus München, welche Quartette von Mozart (D-moll), v. Beethoven (Cia-moll, op. 131) unb Haydn (D-dur, op. 50 Nr. 6) zu Gehör brachten. Auf bie Vorzüge bieS ausgezeichneten Künstler Ensembles brauchen wir nicht näher einzugehen, denn wir würben nur das wieder­holen können, was schon oft darüber geschrieben und ge­sprochen worden ist. DaS Münchener Quartett genießt seinen Weltruf mit Recht unb steht den bedeutendsten Quartett- geuoffenschaften bet Gegenwart in keiner Weise nach. Daß in Folge beffen der gestrige Vortrag ber genannten Werke von Mozart, von Beethoven unb Haydn ein vorzüglicher war, versteht sich von selbst. Die vier Herren zeigten sich auf ihren Instrumenten als wahre Meister unb gaben jebe Nummer beS Programms in vollendeter Weise wieder. Der Besuch deS Concertcs war in Anbetracht der großen Be­liebtheit, deren sich das Münchener Quartett allenthalben er­freut, ein recht guter, waS in der Kammermusik nur selten der Fall ist, unb daS Publikum hörte selbst bet bem schwer verständlichen unb im Allgemeinen wenig dankbaren Quartett von Beethoven mit einer Aufmerksamkeit zu, die seinem musikalischen Geschmack die größte Ehre macht. Wir sind bem Münchener Quartett für den gestrigen musikalischen Hochgenuß von Herzen bankbar unb geben und ber Hoffnung hin, bie Herren gelegentlich wieder im hiesigen Clubsaal zu hören.

* Theater Verein. Langsam fällt der Vorhang, wütheud stürzt von vorn und hinten, von allen Seiten und Treppen in wilder Hast Alles nach ber Garberobe, fünfzig Nummern werben zugleich gerufen. Die Sieger in diesem Wettlauf erhalten zuerst ihre Habseligkeiten, jedoch bereits stehen sie Arm in Arm mit diesen eingefeilt, denn bie Nachdrängenben, von ihren Hintermännern toieber geschoben, bilben mit Diesen unb Jenen einen unlösbaren Knäuel. Um dal Unbehagliche ber Situation noch zu vermehren, übersteigen Gewandte unb Ungewandte bie adschlteßevben Schranken, brücken Thüten ein, richten in ben wohlgeorbneten Garberobenstücken einen ChaoS an unb ber Rest ist nicht Schweigen. Ganz anbetS wäre baS Bild, wenn man ben Vorhang ruhig fallen ließe, bie letzten Reihen sich dann schnell, aber ohne Hast'zur Garberobe begäben unb bie übrigenBub ordinem® folgten. Wie nett ließe sich dabei plaubern, ehe später ber Herr KritikuS sagt, wie unS das Stück gefallen hat, welchen Eindruck wir wirklich empfangen. Ein Zeitverlust ist ausgeschloffen, diesesImmer langsam voran' ist ver­kappte Schnelligkeit. Mag eS aber sein wie eS wolle, han­deln wir mal v ersuchSweise nach dem, soeben gemachten Vorschlag, unb gefällt unS ber auch nicht, nun, bann stürmen wir wieder mit frischem Muth die Garderobe.

* Die Pepalozzifeier, welche ber hiesige Arbeiter- Bildung Sver ein am Samstag Abend in der Restauration Böhm veranstaltete, war sehr stark besucht. Herr Dr. David

entwarf in ca. einstündiaer R:de ein anschauliche» Bild von dem Leben und Wirken Pestalozzi». WaS Pestalozzi in ben Augen aller Menschenfreunde io hoch erhebt, war nach d«S Redner» Darlegung sein tiefer Einblick in die Lage der niedersten Volksschichten unb beffen Nöthen in materieller wie genüget Beziehung, fein burch keinen Mißerfolg abzuschwächenber Wille, zu helfen, ferner bie Erkenntniß, daß zur Erziehung ber Jugend ber Grunb gelegt werden muß durch die Mutter. Die Verwirklichung deS letzteren Ideales scheiterte aber schon zu Zeiten Pestalozzi» an der durch die materiellen Nöthen hervorgerufene Unmöglichkeit, baß alle Mütter sich ber Er­ziehung ihrer Kinber widmen könnten. Hieran» ließe sich auch der Grundsatz ableiten, daß geistige Bildung zur Bora»»- setzung habe da» materielle Wohlbefinden- die Möglichkeit, diese Grundlage zu schaffen, sei aber zu Zetten Pestalozzis nicht vorhanden gewesen, heute sei sie eS. Redner gab schließlich der Ueberzeugung Ausdruck, daß daS, wa» Pesta­lozzi erstrebt, ihn einige mit dem, waS die Arbeiterpartei wolle.

* * Befihwechsel. DaS ConcerthauSLahn stein", b Sher Herrn Commerzienrath Gail gehörig, wurde am Freitag der Banfirma Birkenstock u. Schneider zum Preise von Mk. 43,000 verkauft. Die Erwerber sollen die Absicht haben, in der kommenden Bauperiode auf bem dazu gehörige» Gartengelände 2 bis 3 Wohngebäude zu errichten. Aller­dings ist der Kauf davon abhängig, daß die Actten Brauerei (Wtnterwab) in Nassau a. d. L., die den Lahnftein gepachtet hat und vertraglich daS Vorkaufsrecht hat, von diesem keinen Gebrauch macht. Die Besitzung des Herrn Hermann Hornberger (Theilhaber bet Firma Gebr. Hornberger n. Söhne), am LubwigSplatz Nr. 2 belegen, ging gestern burch Kauf für ben Preis von Mk. 40,000 an Herrn Christian Zimmer auS Frankfurt a. M. über. Es soll die Absicht bestehen, daselbst eine der Neuzeit entsprechende photographische Anstalt zu errichten.

* * Zagdverpachtuug. Die am Freitag ftattgchabte Jagd- Verpachtung in TreiS a. d. Lda. war von Reflektanten stark besucht. Es handelte sich um die ®eil bad)er Jagd. Dieselbe blieb zu 405 Mk. in den Händen deS bisherigen Pächters.

* Sinbruchsbiebstahl. In ber Nacht von Samstag auf Sonntag wurde in eine Verkauf-Halle in ber Bahnhofstraße eingebrochen unb daraus 4 Mk. in Baar, eine Parthie Chocolade, Cigarren unb Apfelsinen entwendet. Der Dieb hatte eine Fensterscheibe eingedrückt unb war burch- Fenster etngeftiegen.

Keine Erhöhung bet Kohlenpreise DieRheinisch. Westfälische Zeitung" melbet gegenüber anderen Zeitungen, baß sümmtliche Nachrichten über eine abermaltge Erhöhung ber Kohlenpreife erfunben find. Am 22. October o. I. beschloß ber Beirath, bie Preise einzelner Sorten um 25 di» 50 Psg. heraufzusetzen. Die Erhöhung trat am 1. Januar in Kraft. Die neuen Abschlüsse beginnen aber erst am 1. April ober sogar erst am 1. Juli. Die auf Grund ber laufenben Verträge erzielten Preise stehen baher meist 25 bi» 50 Psg. unter den neuen Richtpreisen. Deßhalb wollte der Synbicat-vorstand bie mit Richtpreisen ibentischen Verrech­nungspreise vorläufig geringer normhen, setzte sie aber auf Widerspruch einzelner Zechen höher hinaus. Dadurch ent* stehen dem Syndikat Mehrausgaben, welche die Zechen durch erhöhte Abgaben selbst tragen müssen. Die Gesammtheit der Zechen gewinnt durch die Neuordnung also nicht». Da» Vorstandsmitglied des Syndikats, Großmann, früher Ver- kauf-director der staatlichen Saargruben, übernimmt die Filiale des Kohlensyndicats in Mannheim.

* Hessischer Hanbwerkerlag. In Anwesenheit eines Ver­treters der Centralftelle ber Gewerbe in Darmstabt fanb gestern in Mainz eine von 150 Personen besuchte Ver­sammlung selbstständiger Handwerker darunter 45 Dele- gtrte hessischer Innungen und Berufsvereine statt, nm Stellung zu dem Gesetzentwurf betreffend die Organisation deS Handwerk- und die Errichtung von Handwerkerkammern zu nehmen. Indem man sich von verschiedenen Seiten ein- gehend über den Gesetzentwurf ausgesprochen, wurde empfohlen, den Gesetzentwurf dcS MmtsterS v. Berlepsch als alleinige» Mittel zur Stärkung und nachhaltigen Organisation de» Handwerks zu unterstützen. Unter der BezeichnungCentral« Verband hessischer Innungen und Berufsvereine" wurde so­dann noch eine Bereinigung errichtet, deren Vorstand auS Dclegirten von Mainz, WormS, Darmstadt, Offenbach, Gießen unb Seligenstabt gebtlbet wurde.

nn. Darmstadt, 26. Januar. Der Mittelrhei­nische Architekten- unb Jngenieur-Berei», beffen Mitglieber über daS ganze Großherzogthum Hessen unb bie Provinz Hessen Nassau zerstreut wohnen, hielt am gestrigen Nachmittag in bem Neubau ber Großherzoglichen Ceutralstelle für bie Gewerbe zu Darmstabt unter bem Vorsitz des Geh. Baurath Prof. Dr. Laub S b fr g seine erste bieSjähri ge Hauptversammlung ob. Zahlreich hatten sich hierzu bie Koryphäen ber Bau- unb Ingenieur-Kunst au» Frankfurt, Mainz, WieSbaben, WormS u. s. w. eingefunden, galt eS doch auch insbesondere eine Besichtigung b er Con curren z- Entwürfe für ben Bau einer festen Straßen­brücke über ben Rhein bei WormS, welche in ben lichtvollen Sälen ber Großh. Centralftelle für bie Gewerbe zu einer Ausstellung vereinigt sind. SIS RegiemngS-Ber- tretet waren anwesend Geh. Oberbaurath Dr. Schäffer und Geh. Baurath von Wei zi en. Um 3 Uhr wurde mit ber Besichtigung ber etngelaufencn Entwürfe unter Führung des Herrn Mtnisterialrath Dr. Schäffer begonnen, ber für diesen Thetl in liebenSwürbiger Weise ben Führer unb Er­klärer machte. Derselbe theilte hierbei mit, baß bi» zum Schluß- Termin am 15 December v. I. inSgesammt 13 Entwürfe für ben Wormser Brückenbau etngegangen seien. Sämmtliche Entwürfe repräsenttrten eine ganz bebeutenbe Summe geistiger | Arbeit, Intelligenz unb technischen Können-. Dem mit bem 1. Preis angezeichneten Entwurf:Civitati Vangionum",