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27.11.1896 Erstes Blatt
 
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lenkst. Aos Anregung der it btt ßtDtiflbmin -ieser ylldlt UnlDtrfltätS' eines sehr lebhaften 8t* vtrn btt UnivnsteLt Jena Dvrn^e W- inntn, Wttttru u. \. n>.

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i in seinen Vorträgen ätn Herren stnb noch hvsllUs tbocent Dr.Eträbel thch über Hhglt»k, btr Gk begonnen hat.

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Invalidenrente oder Altersrente gewährt war, sowie keine Unsallrente au» Anlaß deS Tode» gegeben wird. 4) Weib« liche Versicherte, welche heirathen, erhalten die Beitragshälfte zurück, wenn 235 BeitragSwochrn obliegen und der Antrag 3 Monate nach dem Eheschluß gestellt w rd. 5) Eikiankt ein Versicherter dergestalt, daß zu befürchten ist, er werde invalid werden und Anspruch auf Invalidenrente erlangen, so kann die Versicherungsanstalt da» Heilverfahren über­nehmen, wenn der Arzt bezeugt, daß dadurch wahrscheinlich die Invalidität abgewendet und die Erwerbsfähigkeit her- gestellt wird. Das Heilverfahren geschieht durch Entsendung in einen Badeort, Lusicurort, specielle Heilanstalt, Hospital, Klinik, medicamechanische» Institut oder auf sonstige Weise. Der Versicherte hat dagegen zu leisten: die Halste des Beitrags für jede Woche, in welcher er beschäftigt ist. Die andere Hälfte trägt der Arbeitgeber. In der 2. Lohnklasse 59sz9n

zahlt z. B. ein Arbeiter jährlich- = 5,20 Mk., für 235x20

285 Wochen:------- ----- 23,50 Mk. Da nun Krankheit»,

und Militärdienstwochen ebenfalls gleich eine Marke 2. Klaffe gelten, so kann sich der von ihm zu leistende Betrag im ein- zelnen Falle noch mehr vermindern. ES ist also klar, daß die Le-stung deS Versicherten gering ist im Verhältniß zu dem, was er erlangen kann. Gar keinen Vortheil von der Versicherung hat hauptsächlich nur Derjenige, welcher vor Erfüllung der Wartezeit von 235 Wochen stirbt oder invalid wird. ES ist jedem VerficherungSpfl-chtigen dringend an- zurathen, sich rechtzeitig für ordnungsmäßige, vollständige Versicherung zu sorgen und die erforderlichen Nachweise für Beschäftigung und Krankheit zu beschaffen. Für die Aus­führung der Versicherung ist zwar der Arbeitgeber verant­wortlich, es empfiehlt sich aber für den Arbeiter, dabei mitzuwirken.

§ Au» Oberhefsea, 25. November. Wie bereits bekannt gegeben, wurden bei der kürzlichstattgefundenen Stichwahl 15000 Stimmen gegen 12131 bei dem ersten Wahlgang abgegeben. Bei der Stichwahl am 24. Juni 1893 zwischen Meiner! und Köhler stimmten 15136 Wähler ab, wo­von 7023 für Metnert und 8113 für Kähler. Lei der diesmaligen Stichwahl erhielt Köhler 9733 Stimmen, mit­hin einen Zuwachs von 1620 Stimmen. Wenn man aber erwägt, daß beim letzten Wahlgang die Nationalliberalen fast geschloffen für Köhler stimmten, so ergiebt sich eine be« merkenswerthe Abnahme der Stimmen für Köhler. Bei der Wahl am 20. Februar 1890 wurden 16568 Stimmen, bet der Stichwahl am 28. Februar 1890 17537 Stimmen, bei der Nachwahl am 28. März 1890 15715 Stimmen, ibet der Stichwahl am 10. April 1890 16611 Stimmen abgegeben.

Lauterbach, 23. November. In Frtschborn spielte ifich am Freitag ein bedauerlicher Vorfall ab, der leicht idte schlimmsten Folgen hätte haben können. Zwei Mädchen von ungefähr zehn und fünf Jahren spieltenSchweine-

schlachten^, wobei das ältere, ein geistig zurückgebliebene» Kind, als Metzger dem jüngeren einen Schnitt in den Hals mit dem Taschenmesser beibrachte: auf dos Geschrei des kleineren Kindes stand eS von Weiterem ab. Diesem Um­stand sowie der Stumpsheit des MefferS ist eS zu danken, daß das arme Kind sein Spiel nicht mit dem Leben bezahlen mußte. Immerhin ist die Verwundung derart, daß, da eine Flechse durchschnitten ist, die Befürchtung naheliegt, daß der HalS gelähmt, bezw. der Kopf noch der einen Seite geneigt bleiben wird. Unbegreiflicher Weise Haden d e Eltern erst gestern nach einem Arzt gesch ckt. (Drmst. Ztg.)

Nieder-Moos, 23. November. Heute Morgen waren zwei Söhne der Wittwe Hofmann und ein Knecht damit be­schäftigt Eschen zu fällen. Dabei wollte eS das Miß­geschick, daß der Knecht dem einen Sohn seiner Hrrrtu den Daumen der rechten Hand fast vollständig abhteb.

Nieder-Moos, 23. November. Der hiesige Pfarrer Scriba hat am Samstag einen Pflegling aus Armenien erhalten. ES ist dies ein Knabe von etwa zehn bis zwölf Jahren, er macht einen sehr angenehmen Eindruck, versteht aber keine Silbe deutsch, die Hautfarbe ist etwas dunkler, als bet hiesigen SHnbern. 'Sein Name ist Sour Derwoski Ohanjan- Sour ist sein Rusnahme. Sein Vater ist gregoria­nischer Priester und lebt noch, derselbe hat den Knaben bis­her versteckt gehalten. Wenn er erst deutsch verstehen und sprechen kann, kann man wohl Näheres aus seiner Jugend­zeit erfahren.

? Schotte», 25. November. In ernster Lebens­gefahr schwebte kürzlich ein benachbarter Arzt, der dem hiesigen einen Besuch abstattete. DaS durch die Stadt fließende Waffer hat nur an dem einen Ufer ein Geländer, während das andere frei ist. Ja der Dunkelheit stürzte der Arzt dem über zwei Meter hohen schutzlosen Ufer h nab. Glücklicher Weise blieb er mit einem Fuße hängen und ward so von einem Falle bewahrt, der leicht die schwersten Folgen hätte haben können. Vielleicht erhält durch diesen Fall auch daS freie User des Stadtgrabens ein schützendes Geländer.

4- Von der Nidda, 25. November. Ein 20 jähriges Mädchen aus Fauerbach, welches zu Reichelsheim i. d. W. in Diensten stand und aus Gesundheitsrücksichten heute früh per Wagen noch ihrer Heimath zurückkehrte, genas unter­wegs, nicht weit von Fauerbach, eines kräftigen Kindes. Glücklicher Weife befand sich die junge Mutter in Begleitung ihres Vaters.

Darmstadt, 25. November. Kürzlich tagte eine vom Verein Hessischer Zahnärzte gewählte Commission von Zahnärzten aus der Provinz Heffen-Naffau, dem Groß- hrrzogthum Hessen, Baden und Bayern in Frankfurt y. M., um für oder gegen die Curirsreiheit Stellung zu nehmen. Herr Landtagsabgeordneter vr. OSwald-Frankfurt a. M. war ebenfalls erschienen. Allgemein wurde anerkannt, daß durch die auch auf die Heilkunde und ihre Specialfächer aus­gedehnte Gewerbefreiheit sich unhaltbare Verhältnisse ent- w ckelt haben. AuS b?n Ausführungen aller Redner ging hervor, wie sehr eS im Interesse der Volkswohlfahrt geboten

erscheine, ähnlich zu verfahren, wie in England und Frank­reich it., deren Gesetzgebung als liberal doch allgemein anerkannt sei: nämlich durch geeignete Gesetze die Curier- freiheit, wie sie jetzt bestehe, aufzuheben. Es wurde be­schlossen, die geeigneten Schritte nach dieser R chtung hin zu thun. D. Tgl. Anz.

Mainz. 25. November. Durch daS scheugewordene Wagenpferv eines Cavallerie Offiziers wurde heute Mittag der Arbeiter Sieben, gegen den daS Thier in rasender Eile anrannte, auf der Stelle getödtet.

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Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Gießen-

47. Woche. Vom 15. November bis 21. November 1896.

Einwohnerzahl: angenommen zu 23 000 (tncl. 1600 Mann Militär). SterblichkettSztffer: 15,82, nach Abzug der Ortsfremden 9,040Ar, Kinder

ES starben an: Zusammen: Erwachsene: tm ootr

Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auSwärt» nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

1. Lebensjahr:

21k Jahr.

Lungentuberkulose

1 (1)

1

(1)

Gedirntchlagfloß

1

1

LungenerweOerung

1

1

Maqenoeschwür

1 (1)

1

(1)

Leberschwund

1

1

Nierenleiden

1 (1)

1

(1)

_

Unbekannte Krankh.

1

1

Summa: 7 (3)

6 (3)

1

Sottesdieust in der Synagoge.

Samstag den 28. November.

Vorabend 4W Uhr, Morgens 9 Uhr, Nachmittags 3 Uhr, Sabboihausgang 5 Ubr.

Verkehr, Land- nnd VoUrwirthschafk

Uftm, 26. November. Marktbericht. Aus dem heutigen WoSenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0.901,00, Hühnereier pr. St. 68 H, 2 St. 00 H, Enteneier « 2 St 1 ,4b, Gänse­

eier pr. St. CO00 H, Käse pr. St. 58 H, KLsematte pr. St. 3 X Erbsen pr. Liter 17 H, Linsen pr. Liter 28 ,5b, Tauben pr. Pa« X 0,60 bis 0,75, Hühner pr. Stück 1,00 bis 1,20, Hahnen pr. Stück X l,601,00, Enten pr. Stück X 1,501,70, Gänse pr. Pfund X 0,42-0.55, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 X Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 6066 4b, Schweinefleisch pr. Psd. 56 bis 66 4b, Schweine­fleisch, gesalzen, pr. Pid. 70 Ä, Kalbfleisch pr. Dfd. 60-54 4b, Hammelfleisch pr. Pfd. 5065 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4 00 bi» 4,50 X, Weißkraut pr. Stück 0--00 4b, Zwiebeln pr. Centn« X 4,00-0 00, Milch pr. Liter 16 4b

ÄtwUtr#, 25. November. Fruchtmarkt. Rother Weizen X 14,25, weißer Weizen X 14.00, Korn X 10 25, Gerste X 7.50, Hafer X 5.60.

Seiden-Damaste Mk. 1.35

und färb ge Henneberg Seide von 60 Pf. bis Mk 18.65 p. Met. glatt, gestreift, carrirt, gemustert, Damaste ic- (ca. 240 versch. Quol und 2000 versch. Farben, Dessins rc.), porto- und steuerfrei ins Haus. Muster umgehend. Durchschnitt!. Lager: oa. 2 Mil­lionen Meter. 8694

Städtischer Arbeitsnachweis Gießen.

Gartenftrafte 2.

Vom 23. bis 25. November:

««gebot der Arbeitnehmer.

1 Buchbinder.

1 Maurer.

2 Schubmacher.

1 schreiner.

2 Pferdeknechte.

2 Erdarbeiter-

6 Hausbui schen.

L Ciparrenmocher-

1 Friseurgehilfe.

1 Schmied.

1 Schneider.

1 Klstenmach r.

1 Aushilfskellner.

13 Taglöhner.

1 Lauffrau.

5 DienstmädchtN.

1 B 'chbinderlrhrling.

i Werkführer oder Büreau-Gehilfe.

Nachfrage der Arbeitgeber.

1 Glaser. 1 Gärtner.

3 Hausburschen von 1618 Jahren.

1 P> tz'i au für jeden Tag-

11 Lehrlinge, je 2 Schlosser-, 1 Schuh­macher-, 1 Schneider-, 1 Bäcker-, 2Buch- binder-, 1 Schreiner-, 1 Schmied-, 1 Setzer- und 1 Buchdruckerlehrling.

2 tüchiige Schweizer für hier und auis Land. 9863

6 tüchtige Pferdeknechte für hier und auis Land. 1 Viebsütterer.

11 Dienstmädchen. 1 Köchin.

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Münster für 1897/98 liegt vom 28. November bis zum 5. December 1896 zur Einsicht sämmt licher Betheiltgten in dem Geschäftslocal der Unterzeichneten offen.

Münster, am 25. November 1896.

Großherzogliche Bürgermeisterei Münster.

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Kommenden Montag, den 30. November 1896,

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