Ausgabe 
27.9.1896 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Eorp», »Lchstde« mit 26,81, bezw. 27,10 vom Hundert beim 3., mit 24,85, bezw. 24,38 beim 9., mit 23,91 (24,09) bei» 7. Lorp», also in den Bezirken mit besonder» zahl- reicher Industrie« und Großftadt-Bevölkerung. I« Jahre 1895 stand auch noch der Bezirk de» 6. Lorp» mit 29,52 vom Hundert besonder» hoch. Beim 1. Lorp» dagegen waren nur je 10,41, bezw. 12,59 vom Hundert, also nur halb oder ein Drittel so viel Leute wie in jenen Bezirken de« Landsturm I" zu überweisen. Auch die Bezirke de» 17. und 16. Eorp» erscheinen beide Male mit kleinen Ziffern.

Die zumeist zeitig untauglichen, aberkünftig tauglichen" Ersatzreservisten vertheilten sich sehr ungleich. Am seltensten waren sie aber mit 10,70 (10,04) vom Hundert beim 12., mit 18,10 (13,07) vom Hundert beim 3., mit 12,87 (13,41) beim 9. und mit 13,90 (12,89) vom Hundert beim 7. Lorp», also in denselben gewerbereichen Bezirken, in denen um« gekehrt die Ueberwetsuogeu zum Landsturm besonder» häufig waren.

Dertaugliche" Ersatz (AuSgehobeue einschließlich der früher Ueberzähligeu und der Freiwilligen) war im Jahre 1894 am zahlreichsten beim 1., 17., 2. und 15. Lorp» mit 69,10, bezw. 64,50, 61,10 und 60,43 vom Hundert, also in Ostpreußen, Bestpreußen und Pommern nebst Bromberg, nächftdem tu dem kleinen Bezirke de» Ünter-Elsaffe». Das 1. und 17. Lorp» stehen auch im Jahre 1895 mit 68,16 bezw. 62,45 vom Hundert an der Spitze- e» folgen dann die kleinen Gebiete Lothringen» und de» Uuter-Elsaffe» mit 61,83, bezw. 60,87 vom Hundert, demnächst da» 5. und 2.^ Corps mit 60,08, bezw. 57,42 vom Hundert. Am nied­rigsten steht im Jahre 1895 der Bezirk de» 6. Lorp», sonst in beiden Jahren die Bezirke de» 12. Corps, der hessischen Division und deS 4., sowie de» 3. Lorp». Jndeß auch hier gelangt überall noch etwas über die Hälfte der Abgefertigteu zur Einstellung- nur daß 4. und 6. Corps bleibt im Jahre 1895 dahinter etwas zurück.

Zieht man dietaugliche" und die der Hauptmaste nach wenigsten-künftig taugliche" Ersatzbevölkerung, also AuS« gehobene, Freiwillige und Ersatzreserve zusammen, so treten

1894 (1895) vor eine« Reichsdurchschnitt von 72,89 (71,16) vom Hundert daS 1. Eorp» ett 83,47 (80,68), da» 17. mit 82,16 (80,18) und da» kleine lothringische Gebiet mit 80,05 (81,47), sämwtlich also mit mehr al» vier Fünfteln ihre» männlichen Nachwuchses, besonder» Vortheilhaft hervor. Im Jahre 1894 überschritt auch da» 2. Corp» mit 81,81 jenen Satz, blieb aber 1895 etwa» darunter. Am weitesten standen da» 12. und 3., im Jahre 1895 daneben auch da» 6. Eorp» zurück - aber auch fie vermochten noch fast zwei Drittel ihrer Ersatzbevölkerung für jene Klaffen auf« zubieteu.

Hingewiesen sei schließlich noch auf den großen Unter­schied in der Ziffer der schon vor Beginn de» wilitärpflich« tigen Alter» freiwillig Ttugetreteueu, unter denen sich be­sonder» viele zukünftige Berufssoldaten finden werden. Sie waren am zahlreichsten beim 4., L, 2. und 3. Lorp», also immer noch im altpreuhischen Osten. Au» ihm kamen etwa zwei« bi» fünfmal so viel Freiwillige dieser Art al» au» den süd« und mitteldeutschen Bundesstaaten. Berhältoißmäßig zahlreich waren fie 1895 auch im lothringischen Bezirk.

Literatur un» Knnft

lieber die Lootsen des Kaisers auf dessen Nordlandfahrten gibt Christian Krohg in drm soeben erschienenen, prächtig ausgestatteten und inhaltsreichen ersten Heft des 11. Jahrgangs derModerne« ft«nfl* (Verlag von Rich. Bong, Berlin W. 57) sehr interessante Auskunft. Von den Detail» dieser Reisen hat man in Folge der Abgeschlossenheit de» SchistSledens bisher nur ivenig erfahren. Um so willkommener müssen für viele Leser die trefflichen SchUderungen sein, welche dieModerne Kunst", unser beste» und schönste« illustrirte» Blatt, enthält. Auch an anderen ausgezeichneten Gaben ist da» erste Heft deS 11. Jahrganges derModernen Kunst" ungemein reich. Generallieutenant z. D. von Dincklage beginnt unter dem Titel: Momentbilder aus der Marine" eine packende, trefflich illustrirte Schilderung von dem Leben an Bord eines Kriegsschiffe». Friedrich Stein berichtet in einem illustrirten Artikel überIntime» von der Kgl. Hochschule für Musik in Berlin." Anton von Perfall beginnt mit seinem ungemein spannend und mit psychologischer Feinheit ge« f dirieben en RomanFaiful." Ein chinesisches Ruderlied gibt eine Vorstellung von bet Eigenart chinesischer Musik. I. Landau gewährt einen tiefen Einblick in dieBühnenkunst als Erwerbsquelle". Im

Zlck-Zack reiht sich eine tntereflante Mitthelluna an die andere - da» Genre ein Prickelnde», lebendige», frische» Bild modernen gebe»* an dem Georg Buß, Eugen v. Jagow, Han» Kraemer und namhafte Autoren milgewirkt haben. Wahrhast entzückend find v. Bilder und Kunstbeilagen. Eine ausgezeichnete Leistung hn facsimlledruck ist die Extrakunsibellagk nach E. ». Blaa»' orirtr' - GemäldeErsehnte» Glück." Wir wüßten keine moderne Zesti^ zu nennen welche gleich vollkommene Leistungm aufzuweisen Eine wahre Ptachlleiftung ist der doppelseitige HolzichniU M R. Eichstädt's trefflichem BlldeVictoria!" (Heimführun, £ 1807 von den Franzosen geraubten Victoria im Jahre 1814), wUch« die diesjährige Internationale Kunstausstellung in Berlin fch,^ Zahlreiche andere ausgezeichnete schwarze und farbige Holzig, schließen sich an. Man kann nur sagen, daß für den mäßigen t-<. von 60 Pfennig in diesem ersten Hrfl de» 11. Jahrgangs u »Modern en Kunst" Außerordentliche» geboten wkv. Eine M intereffanter Publikationen werden für die folgenden Hefte in ficht gestellt. Friedrich Haase, befien Schauspiel er leben ein eir^ Triumpbzug gewesen ist, schreibt eigen» für dieModerne ta* seine inhaltsreichen Memoiren. Und endlich sei nicht vergeffen, t, allen Abonnenten de» neuen Jahrgänge» al» Ertragabe zwei ausgestattete große Kunstblätter in meisterlich auSgesührtem Äuj*, druck nach Gemälden von R. Eichstädt zu äußerst billigem 8oti.* preise dargeboten werden. Mtt berechtigtem Stolz läßt sich btr:r, heben, daß dieModerne Kunst" die deutsche Journallechnik > über Deutschlands Grenzen in vornehmster Weise vertritt und t<-, Ruhm vermehrt hat.

Immer mit Arerrde« begrüßt wird in der 8m. da» Lieblingsblatt der Mütter und Kinder,Kmdergaroaüe namentlich jetzt, wo die längeren Herbstabende naturgemäß zu et*? mehr innerhäuSlichen Leben und zu engerem Zusammenschluß t Familien tisch führen.Kindergarderode", tUuftr. MonatSschrin : Zuschneibcdogen zur Selbstanfertigung der Kinderbekleidung sti Zeitschrift zur Handarbeit!. Beschäftigung und Unter baltuna k Kleinen", mit der BeilageFür die Jugend", ist soeben, 10 ver­stärk, in der interessanten Octobernummer erschienen. Die Dorlagen, in Form reizender Mode »Genrebilder, zu allen Seza ständen der Kinderbekleidung mit zur Selbstanferttgung anltita!- doppelseitigem Schntttmusterboaen, sowie die reizenden, au» Retz' und Abfällen des Haushalte» selbst kastenlo» anzufertigmden 6;tt fachen, die Gesellschaftsspiele, Modellirbogen, tllustr. Märchen bieten Groß und Klein vollauf Befchäftigung und Unterhail^ AufRinbcrgarberobe" abonntrt man für nur 60 Pf. Diertcl|4M bei ollen Buchhandlungen, welche, wie der Verlag: John v?-. Schwerin, Berlin W. 35, auch GrattS-Probenummern liefern, fern bei fämmtlichen Postanstallen.

Aiice-Fchuie in Gießen.

Beginn des Winter-Semesters am 13. October.

Aufnahme der Schülerinnen am 12. Oktober, 10 Uhr.

Auszug aus dem Unterrichtsprogramm:

1. Klaffe: Englische und französische Conversation, Bügeln, weibliche Handarbeiten; 10 Wochen; 50 Mk.

2. Klasse : Hand- und Maschinennähen, Sticken u. s. w., Bügeln, oder Kleidermachen und Bügeln; 10 Wochen; 20 Mk.

3. Klasse: Hand- und Maschinennähen, Flicken, Stopfen, Weißsticken, Fach- und Freihandzeichnen; 10 Wochen; 15 Mk.

Ausführliche Einzeleurse:

5monatliche Curse für Lehrerinnen (40 Mk.), im Weißnähen oder Kleider­machen (30 Mk.), im Sticken (12 Mk.).

2r/zmonatliche Curfe im Bügeln oder Kunstwaschen (12 Mk.), in franzö­sischer und englischer Conversation (je 20 Mk.), Kochcursus (50, Vormittage 36 Mk.).

Gedruckte Programme sind durch den Vorstand oder di.

Oberlehrerin, Fräulein Möser, erhältlich. 789b

Grossh. Technische Hochschule zu Darmstadt.

Abteilungen für Architektur, Ingenieurwesen, Maschinenbau, Elektrotechnik, Chemie (einschliesslich Elektrochemie und Pharmacie), Allgemeine Abtheilung (insbesondere für Mathematik und Naturwissenschaften), Curaus für Geometer I. Klasse, Winter-Curaus für Consolidations-Geometer und Cultur-Teohniker. Staats­prüfungen vor dem Groash. Prüfungsamte zu Darmstadt, Reichsprüfung für Phar- maceuton, Diplomprüfung, Prüfung für Nahrungsmittel-Chemiker, besondere Prü­fungen für Ausländer. Zulassung der Studirendon zu den Staatsprüfungen für Hochbau-, Ingenieur- und Maschinenwesen in Baden, Bayern, Braunschweig, liessen, Preussen, Sachsen, Württemberg. Anmeldungen für das Winter-Semester thunliohst bis 17. October. Beginn der Vorlesungen und Rectorataübergabe 20. October. Programme unentgeltlich und portofrei vom Secretariat gegen Ein­sendung von 20 Pfg. in Briefmarken. [8276] Das Kectorat.

Gießen

Einladung der Vertreter zu der Montag de« 5. October, Abends 8Va Uhr, im Lenz'scheu Felfeukeller staltfindenden Außerordeatlichen Generalversammlung.

Tageü«Ordnung:

Freie ärztliche Behandlung für Familien der Kaffenmitglieder. 8522 Der Vorstand.

Ortsgewerbeverein.

Geueral-Bersammlung

Montag, 28. September, Abends 81/, Uhr, im Cafs Balzer.

Tages-Ordnung: Organisation des Handwerks.

a) Berichterstattung über die General Versammlung de» Verbands deutscher Gemerbevereine in Stuttgart.

d) Berathung über den Antrag des Gewerbeoerein» Darmstadt: «Die Reorganisation der Centralstelle für die Gewerbe".

o) Berathung und Befchlußfaffung über die seitens der Großh. Centralstelle den Gewerbevereinen gestellten Fragen.

In Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung ist eine lebhafte Betheiligung aller Gewerbetreibenden sehr erwünscht.

8506 Der Vorstand.

Willi* Bier

aus der Brauerei P. Overbeck, wieder stets ftisch in Zapf.

?kLair>tioi Jqawii«, 7536 Wallthorftr. 5.

BehördlicheAnzeigen

8rchh. Hksßschk Staafstiftabüljntn

Verdingung der ««»führnug der eiserne« Brücke« -Ueberbaute« für die Reuba«li«ie Veie«hetm-Xidda.

Die Lieferung und Aufstellung der eisernen Ueberbauten für

1) bie Horloffbrücke bei Gettenau von 12,8 m Stützweite mit

rb. 13700 kg Flußeisen, 460 Gußstahl,

2) bie Horloffbrücke bei Echzell von 8,49 m Stützweite mit

rb. 6300 kg Flußeisen, 240 Gußstahl,

3) bie Straßenunterführung bei Nibba von 8,75 m Stützweite mit

rb. 4300 kg Flußeisen, 180 Gußstahl, soll im Ganzen ober nach oorstehenben OrbnungSnumwern getrennt öffentlich verbringen werben.

Die Zeichnungen, Gewichtsberechnungen uvb Bedingungen sinb im Bureauzimmer Rr. 3 ber unterzeichneten Behörbe in Gießen (Frankfurterstraße 64) einzusehen, woselbst die VerbingungSanschlag-Formu- lare unb auf Wunsch bie Bebingungen ober Thetle betfelben, auch bie Gewickts- beredmungen gegen Enttichtung von 10 A für jeden Actenbogen, bezw. für jedes Actenblatt, sowie die Eisenconstructions- zeichnungen gegen Bezahlung von 1 JL für jeden einfachen ZeiLnungsbogen, bezw. 2 für jeden doppelten ZetchnungSbogen abgegeben werden.

Angebote sind postfrei und unter ent­sprechender Aufschrift an die unterzeichnete Behörde bi» zum Eröffnungs-Termin SamStag de« 8. Getobte d. I., Vor­mittags 11 Uhr, einzureichen

Zuschlagsfrist drei Wochen.

Großh. Baubehörde für Nebenbahnen in Oberheffen. 8353

Empfehlungen.

Zum

HmPmim (Dameukopfwaschen) mit Trockenapparat empfiehlt sich H. Plank, jrifeir, 7107 Kaplansgasse 2.

17992]

ä:«.\

Für Metzger!

Hackklötze mb Hackbretter sind wieder vorräthig. 6562 Andr. Euler.

Feter Leppla 79 Neustadt 79 offerirt

Cheviot- tt. Restcoupous aus einer Rh. Fabrik, sowie feinste Buckskin-Reste zu bekannt billigen Preisen. 6356

Vortheilhafteater Bezug

CSOfi Marlr rable ich dem, ber WWW üidrn, beim Gebrauch von

Kothes Zahnwasser,§ h Flacon 60 jemals wieder Zahn­schmerzen bekommt ober au« dem Munbe riecht. Jod «eorae ftothe«chf.Berlin In Gießen beiL.Hvh^, SelterSweg43.

fagbmunition:

Pulver. Schrot, Hülsen rc., gelad. Patronen, mit Pulver Nr. 4 der Köln-Rottweiler Pulverfabriken, total gasdicht, mit innerer Metallhülse, per 100 Stück Mk. 6.60, einzeln Stück 7 Pfg., empfehlen

Brüder Schmidt,

8208 SelterSweg.

pi. gotlofftlhötbt

empfiehlt billigst 8458

E. Weissbäcker,

Seltersweg 31.

Salon'Kegelspiel, neue ges cllschaftliche Unterhaltung, fte: zur gefl. Benutzung meiner wettha Gäste. 8351

L. Feldhaus L,

zum Wiener Hof.

probircn.tinden, dass sich diwlb* durch grösste Waxchkraft ud sparsamsten Verbrauch io#- zeichnet.

Preis 32 per Pfund, v#L 150 das 5 Pfund Packet

in all Seife führenden Geschiftet)

welche

^enhaeb'r

Alltzll- i

* Ht 100 «».

Waffen, Munition und Jagd- geräthe empfiehlt AJDickorS, ZchanML.

Dalma

töbtet in drei Minuten alle

Fliegen, Schnaken und Flöhe in Zimmer, Küche ober Stallung unter Garantie.

Nicht giftig!

Dalma giebt c» nur in mit flS | E LA H R) versieg Flaschen zu 30 und 50 A.

Pstentdevtel unbedingt noihwendia, hält jahrelang, 16 A

Zu haben in Sitte« in btt W* Apotheke, Engel-Apotheke und Apotheke._____________________

Bienenhonig, von vorzüglicher Qualität, empneht 573 Mehrer Döll in Wiest«.