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Hände» nab ein Aufschrei zittert empor von brechender Stimme zum doroengekriinten Menschentröster. »Herrgott, Du im Himmel, dreimal heiliger Heiland, verzeih mir die ©ünb \u Und nun sinkt er meinend, bitterlich weinend über die kühlen Betsteine, just da, wo da» harte, grausame Eisen in den Füßen de» Göttlichen pflöckt.

Die Nacht ist niedergesunken und der blanke Mond hebt die HimmelSsteroreise an. Auf der Landstraße, die von Elm- stein kommt, tönen Schritte heran, Lachen klingt und Scherzen, bald eine jubelnde Klnderftimme, bald ein übermüthiger Männerjauchzer. SS find die heimkehrenden Kirmeßgänger. Abseits, dicht am Grabenrande unter dem Bauwscharteu, gehen daS Marile und der Franz Haad in Hand, und den anderen Arm hat er um ihre Hüfte gelegt. Voraus find fie ein gut Stück und ganz in sich versunken. Am Kreuzbilde aber stehen sie erschrocken still, hell wirft der Mondenschein seine Streifen über den Weg und auf eine dunkle Gestalt, die auf den Stein kauert. «2

»DaS ist ja der Hanuewackel!" schreit dar Marile. Schau eins an, den Schelm, erschrecken wollt er uoS in die Gänsehaut aber der Hanuewackel hebt sein Geficht und eS ist blaß und thräneufeucht- da schweigt daS Marile still, fragen wollte fie wohl noch was, aber auf seinen Zügen breiter fich ein so heiliger Ernst, eine so erhabene Wehmuth aus, daß ihr daS Zünglein stockt und ein jegliches Wönletn vergeht.

Unterdeß kamen die Andern heran. Vorauf wieder das BÜblein.Ah, der Hanuewackel! Schau!" jubelt er,was ich Dir mitgebracht hab, ein ganzes, großes Zuckerherz- ist auch ein Sprüchlein drauf, kannst eS net lesen, Hanuewackel? Mills Dir sagen:

Sieb und Glück und Lustigkeit, Alles bringt die Kirmeßzeit!"

Net wahr, Marile? Und der Bursche faßt den kleinen Schelm, drückt ihn fest an seine bebende Brust und lauscht mit glück­lichem Lächeln der übersprudelnden Rede von dem vielen, vielen Gutsel, von den Earoufielpferden, von dem Afrikaneger und waS er alles gehört und gesehen, genascht und gekostet.

Guten Abend, Hanuewackel V* sagt auch der heran« schreitende Bauer.Ist hübsch von Dir, daß Du uns bist ein Stücklein entgegengekommen. Alles in Ordnung daheim?"

Gewiß, Bauer, alles in Ordnung! Leicht darf ich auch fragen, wie Ihr Euch amüfirt habt?"

Gar nit Übel, Hanuewackel! und ein' zweiten Schimmel hab ich kauft, wirft Deine helle Freude haben an dem wackeren Thterchen."

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(Schluß.)

Der Hanuewackel schleicht von der Straße ab durch den Obstgarteo an jenen Hof, den er jahrelang mit verzehrendem Neide betrachtet und der dem Franz gehört. Ein Sprung und er ist über die kleine Mauer, tappt durch den Kraut- -arten an das Icheunengebäude, wo Heu und Stroh geborgen find. In die Ecke duckt er fich nieder und tastet mit fliegenden Fingern in die Tasche nach dem Feuerzeug. Kein Gedanke hat er mehr, sein ganzes Empfinden ruht iu dem Hölzchen, das nun mit leisem Rascheln über die Steine fährt und nun Rufflawmt unter dem Strohbund mit mattblauem Schein.

Was aber ist das? Marile, daS find ja Deine rosigen Wangen, und mir allem Zauber, der fie umspielt, Deine rolhen Lippen und Deine herzig lichtblauen Augen! Und er ist just dabei, ihr schönes, blonde-, weiches Ringel» -elock anzuzünden.Hanuewackel, Hanuewackel, was thust!" Weit weg wirft er den Ttrohbund, das sühtranrige Bild ist verschwunden- aber er schlägt fich die Faust an die feuchte, glühende Stirn, er wankt und bebt, der Starke, Knochenharte, und stürzt mir schlotternden Änteen an die Mauer zurück und ist mit einem Satz drüber weg. Durch den Obstgarten hin taumelt er, immerfort umfahren und puffen die Hände daS buschige Haupt und Über die erblaßten, zuckenden Lippen geht ein Stammeln und ein Stöhnen:Hanuewackel, Du Erz- schlechter, Du Unmensch! Hast erst die vielelende Schwester verflucht, Dich bekreuzigt vor dem Sündenbold, der sein eigenes Kindlein hat umgebracht, und nun bist selber so ein sündiges, verruchtes Geschöpf und willst anderen Menschen an ihr un­schuldiges Leben. O, Du Wicht, Du Teufel, Du Erzböse­wicht, Du Brandleger, Du Mordbrenner!"

Mit den grausamsten Selbstbeschuldigungen hetzt er durch daS abendstille Waldthal] daS ganze, graufige Berhängniß des KainflucheS zittert nach in seiner Brust, unstät und zer» rtffen jagt er umher, vom Hof zur Kirche, zum Friedhof und wieder nahe an die Unglücksstätte heran, überall quälen ihn tausend furchtbare Bilder von brennenden MarileS und jam­mernden Menschen, nirgends Ruhe und Rast, nirgends ein Anfhören seiner Qual.

So kommt er zum Dorfe hinaus, wo am Wegrain des Heilands Maiterbildntß steht. Er fiehtS in feiner Noth und hämmernden Bedrängniß, er umfaßtS mit seinen zuckenden

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Und der Hanvewackel geht schweigend, aber schirr » getragen neben den Plaudernden her, der finstere Bm * längst gewichen- feine Schuld hat er bereut, Erkenntnis,s ihm geworden bei dem Gekreuzigten und nun strömt Leben, neues Hoffen durch alle Glieder. Und jast hat er (g gehört: er gilt doch auch etwas, er, der arme Knecht. <- jedes hängt an ihm, jedes nimmt auf seine Weise Autheil - seinem Leben und seiner Wohlfahrt. Und so will er fügen, Unmögliches nicht mehr mit wahnwitzigen Wäciß, verlangen, arbeiten aber will er, arbeiten wie zehn,vaun' will er sagen,gebt» mir noch eine Arbeit »ehr/ nab will er eS danken den guten Menschen, waS sie ihm Kw Und daS Marile will er schützen in seiner Liebe und jungen Blute und dem Franz will er die Hand drücken rw Glück wünschen zu solch einer Braut. Und und auch unglücklichen Schwester will er vergeben, Schmach unb La» hat fie genug gelitten, wie leicht, daß da ein arm scharr Menschenherz zusamwenbricht und nicht mehr weiß, was » thut. Und allen Menschen will er freundlich und willig -m und zu jedem will er sagen:Lieber Bruder unb üu? Schwester."

Al- fie nach Hause kamen, hat da- Marile den h«:,.. wackel bei Seite genommen, hat ihr glühende- Geficht m seiner Schulter geborgen und ihm in- Ohr geflüstert: wackel, lieber Hanuewackel, heut hat er mir den erften fi. gegeben und den Eltern ist er gar net zuwider/ Unb in Hanuewackel hat ihr die zitternde Hand auf den Lockev!:^ gedrückt und mit bewegter Stimme gesagt :Marile, »i. i glücklich sein in Deiner Liebe, wögst alle Seligk-ii fair die nn- armen Erdenkindern auf dieser Welt beschiebw ii Marile, das wünsch ich Dir von ganzem Herzen unb tu r Franz dazu!*

ES ist ihm dabei Thräne um Thräne Über die Stan gerollt, aber er hat fich gefaßt, hat nach Thür unb Thn, Roß und Rind gesehen und ist mit einem sreuubi.li, SchlaftS Alle wohl!" heiter und ruhig hinaufgestiegeo , sein Kämmerchen. Sein Arbeit-zeug hat er oben noch t;v gerichtet zum frisch fröhlichen Werke des nächsten Tage» tn! dann ist er zufrieden mit fich und der ganzen Welt aus t Lagerstatt gesunken.

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