Ausgabe 
27.2.1896 Erstes Blatt
 
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der Räume ist das Hauptaugenmerk auf möglichst viel Licht gelegt worden, ein Prtnctp, das auch bet der-künstlichen, durch Electricitat erfolgenden Beleuchtung zum Ausdruck gekommen, und interefsirt besonders die Anbringung des LichtS | in den Zimmerrcken, wodurch die Besichtigung der Kranken i von allen Seiten ermöglicht wird. Auf Reinhaltung der Kranken ist der größte Werlh gelegt, danach die Wasser­versorgung bis ins Kleinste specialifut. Der speciellen Beob­achtung der Kranken dient u. A. auch die Photographie, für welche ein großes Atelier eingerichtet ist und wohl als Neuheit der Phonograph, dazu bestimmt, die sprachlichen Aeußerungen der Kranken für ihre wettere Behandlung festzu- halten. Der tm Hauptgebäude ausgestellte Phonograph, von welchem sich mehrere Exemplare in den verschiedenen Pavillon» befinden, gab bet dem Eintritte der Theilnehmer am Rund, gang eine die Anstalt betreffende Ansprache klar und deutlich wieder. Bet der unter Führung deS Herrn Profeffor Dr. Sommer stattgehabten Besichtigung der ganzen Anlage gab sich allenthalben d.e Befriedigung der zahlreich anwesenden Vertreter der Wissenschaft, speciell der Medtctn, über die Anwendung dessen kund, waS auf Grund neuer Erfahrungen und Forschungen bei der Errichtung der psychiatrischen Klinik In den Dienst der Pflege und Behandlung geistig Kranker gestellt wurde, aber auch der Late gewann den Eindruck, daß angesichts solcher Einrichtungen, solchen Aufwands wissen« schaftlichen CapttalS die so sehr gefürchtete geistige Erkrankung viel von ihren Schrecken verloren hat, und daß, wie Herr Prof. Dr. Sommer am Schluffe seiner Ansprache auSsührte, der Großh. Regierung sowohl, wie der Baubehörde, der medicintlchen Facultät, sowie den Männern, die sich sonst durch Rath und Thar um da- Zustandekommen diese« Wk'keS verdient gemacht, der wärmste Dai k gebührt. Die Kosten der p!ychtair scken Klimk belaufen sich, wie Herr Geh Ober«

, medtcinalrath Dr. Pfeiffer in seiner Ansprache mittheilte, auf 735000 Mk. für die Bauten und 40 000 Mk. für die inneren Einrichtungen. Die Anlage erfolgte nach den An ordnungen de» nunmehrigen DirectorS, Prof Dr. Sommer, welcher sowohl nach diesen Anordnungen wie seiner bet der gestrigen Fe,er dargelegten Auffassung über die Aufgaben der P ychiatrie Gewähr dalür bittet, daß die Anstalt nicht nur anderen würdig an die Seite gestellt werden kann, sondern sie In mancher Beziehung übertrifft. Die Tdeilnehmer an

waS ihnen bei Ausübung ihres Amtes anvertraut ist. Staat«. I fecretär Nteberding gab sodann bezüglich deS i« erster Lesung neu eingesügten § 55 a, wonach Verleger, Drucker und Redakteur berechtigt find, das Zeugniß über die Person deS VersafferS und Einsenders zu verweigern, falls der Inhalt emer Strafoeriolgung durch den Inhalt einer pertootichrn Druckschrift gebildet wird, für welche der verantwortliche Redacreur als Thäter haftet, die Erklärung ab, daß dieser Paragraph für die Regierung unannehmbar sei. Mit btffen Annahme werde da« Zustandekommen der ganzen Novelle in Frage gestellt. Der Paragraph wird aber auch diesmal mit großer Majorität aufrecht erhalten.

Berlin, 25. Februar. DerLocalanzeiger" meldet auö Bordeaux: Der Vorsitzende der AnwalrSkammer wird seine ganze Aufgabe darauf richten, den Beweis zu führen, daß Friedmann nur die Pflicht der Ueberwachung der ihm anvertrauten Gelder vernachlässigt hat. Der deutsche Konsul Fintz erwartet noch weitere Papiere zur Vervoll ständigung deS Belastungsmaterials. Der General.Procurator ist noch mit dem Studium der Acten beschäftigt.

Berlin, 25. Februar. In nächster Zeit soll als Nach­trag zum Militäretat dem Reichstage eine Vorlage über die Neuorganisation der 4. Bataillone zugehen, wo« durch nach derD. TgSztg." der ganze Militäretat um ea. 350.000 Mk. mehr belastet werden dürfte.

Berlin, 25 Februar. An Stelle des Herrn v. Levetzow wird die Neuwahl deS LandeSdirector« für die Provinz Brandenburg morgen Vormittag ftattfinden.

Berlin, 25. Fbruar. Der polizeilichen Auf» löfung verfiel infolge großen Tumulte- eine von circa 2000Personen besuchte Bäckerversammlung, in welcher Adg. Bebel über den MoximalarbeitStag und die Innungen referirte. In einer Re>olution wurde eS als dringende Pfl cht deS BundeSrathrS bezeichnet, daß derselbe baldigst eine Maximalarbeitszeit von höchstens 12 Stunden an Wochen­tagen für das Bäcker« und Eonditorgewerbe festsetzt und be« sonders auch genannte Gewerbe der Gewerbeinspection unterstellt.

Hannover, 25. Februar. Bei der niedersächsischen Bank in Bückeburg sind erhebliche Unterschlagungen ent« deckt worden. Man spricht von 700,000 Mk. Hiesige Banken sollen betheiligt sein.

Wien, 25. Februar. Die Regierung beschloß die Auf­hebung der Collegiengelder an der Hochschule.

Brünn, 25 Februar. Die gestern stattgefundenen, von vielen tausend Arbeitern besuchten Versammlungen wußten wegen heftigen Angriffen auf den Grafen Badeni und dessen Wahlresorm-Vorlagen polizeilich ausgelöst werden. Bet den sich auf der Straße fortsetzenden Tumulten wurden, zehn Verhaftungen vorgenommen.

Lazern, 25. Februar. Der Ausbruch des StrikeS der E'senbahn-Bediensteten steht unmittelbar bevor.

Brüssel, 25. Februar. Das belgische EpiScoPat hat sich sehr scharf gegen den AlkoholismuS ausgesprochen, welcher durch das neue Gesetz, betreffend die Fabrikation des Alkohols, bedeutend gesördert wird. Es steht zu erwarten, daß der Senat dieses Gesetz ablehnen wird, welche» die Kammer be­reit- mit großer Mehrheit angenommen hat.

Brüssel, 25. Februar. Ministerpräsident de Burle.t wird wegen Gesundheitsrücksichten nicht wieder auf seinen Posten zurückkehren. Infolge deffen werden noch einige andere Portefeuilles frei werden. Als Candidaten für den Posten deS MinttterpräsidiumS werden der Abgeordnete für Ant- we-pen, Delbeck, und der Herzog Ursel genannt.

totales und provinzielles.

Gießen, 26. Februar 1896.

* Die psychiatrische Klinik wurde gestern Vormittag 11 Uhr durch einen F.stact tm Hörsaale deS Hauptgebäudes und einen Rundgang durch die ganze Anstalt erösfnet. AuS diesem Anlaß waren in dem festlich mit Pflanzen ge- schmückten Hauptgebäude erschienen die Vertreter der Groß- herzoglichen Regierung, der Provinz, der Universität, der Stadt Gießen und der Garnison, die Professoren der mebi- ciniscken Facultät, Vertreter der übrigen Faculiäten u. s. w., tm | Ganzen etwa 70 Personen. Herr Geh. Obermedicinalrath ! Dr. Pfeisfer eröffnete die Feier mit einer Ansprache, in welcher er NamenS der Großherzogl. Regierung deren Dank abstattete an Alle, welche an dem Werke mitgearbeitet. Die Anstalt, deren das Großherzogthum Hessen bereits zwei besitze, werde vorzugsweise den Bewohnern der Provinz Oberhrffen zu Gute kommen, gleichzeitig aber die übrigen Anstalten ent­lasten, in welcher zur Zeit 1188 Pfleglinge untergebracht seien. Die Anstalt sei in Elkenntmß deö Bedürfnisse« einer auf wissenschaftlichen Erfahrungen beruhenden Behand­lung der in den ersten Stadien geistiger Erkrankung befindlichen Personen, deren nach angrstellten Ermittelungen je einer auf 5 bis 600 Einwohner komme, errichtet, gleichzeitig ober bestimmt, als Glied der Unioersi-ät den Lernenden nutzen nnb fie zur Behandlung Geisteskranker zu befähigen. Herr Obermedicinalrath Dr. P f e i f f e r behandelte hierauf eingehend die Bedeutung der Anstalt für die Wissenschaft, sowie die Auf gaben der Psychiatrie und übergab unter nochmaligem Aus­druck deS Danke« an Alle, die an der Vollendung m tgewirkt, die Klinik den akademischen Behörden. Er fügte den Wunsch an, daß in der Anstalt alle Hülfesuchenden Wartung, Pflege i nb Heilung finden möchen, daß sie sein werde ollen Studi« tenben ein BtldungSmittel, und die Anstalt den anderen würdig zur Seite trete, ihr allezeit ein gütiges Geich ck beschicken sein möge. Als Vertreter der localen Bau- commission übergab Herr Regierungsbaumeister Paul Sr. Magnificenz Herrn R ctor Professor Dr. Behaghel den Schlüssel mit dem Wunsche, daß die Anstalt der Univerfliät zum Segen gereichen möge. Herr 9hctor P ofrssor Dr. B e- kaghel hob in seiner Ansprache die Opferwiülgkett der Großh. Regierung hervor und drückre NarncnS der Unitier« sität, insbesondere der medicinischen Facultät derselben den

WM bi« In. Rittofu fettig I * Sr.ntf.tt .. Sl.. 25. S-bru°r. Btfttt°»d-^i und vorbereitet pt Aufnahme der Pfleglinge, deren eine ' Minuten noch 10 W »«be auf de. Sifendahnstrtckr

HiMulr ÜviiiMg Donnerstag den z, 3., Vormittag» 9 ii der ed)lier?adi ::rWN ju ®ieb( N rieten: Lmrulhen loJti.betfl, Bieider pfflicL Stzbück, Lamme kri,$.6ulerM, Sau per jlutglbot: riechen: 18 Stämme '18 rm Mer- 'Scheiter unb Änüp ! «leiser und 14 rm

-nchen: 7 Stämme -4 rm fflaftft'Wutfo. rScheükk unb finüppi Mer, 12.06 ßbt Jt24 rm Stodbolj.

änvereS Lanbholz: ü 2,62 fm, 4 r Stitzholz unb 26 rm

Kerlholz: 570 S iklangen mit 31 I X.Qhtr^u^oh, 10 «na 153 rm Reiser 7 al Brennholz aus

Königsberg wird i'k -rt Ter Verkauf di Minium 12Ubr. ÄQ iS dal Hoh von den l<wrn Guericke zu * Äöt«<r zu FH.

an Ort und i lR|t veiden.

®u. BhupUdi. den 25.x

$el Forstmeister _ Baumann.

wärmsten Dank ans- er hoffe, haß die Anstalt ein kräfttgeS I Glied der Universität werden möge, und übergab den Schlüssel nunmehr dem Director, Herrn Prof. Dr. Sommer wir dem Ausdruck des Wunsches, daß di-ser Schlüssel recht Dielen d e Pforte öffnen möge, hinter der fie Heilung gesucht und gefunden. Herr Geh. Hofrath Prof. Dr Riegel, Decan der medicinischen Facultät, nahm hierauf Namens derselben das Wort, den heutigen Tag, an welchem der Umversi ät da« neue I. stitut augesügt werde, als einen Festtag der Hoch« schule bezeichnend, und in seiner Eigenschaft al» Direcior der neuen Kliniken willkommen heißend da» Nachbarinstitut. Der Director der Klinik, Herr Profeffor Dr. Sommer, bet« breitete sich nach kurzer Darlegung der Grundzüge der Psychiatrie über die Anlage der neuen psychiatrischen Klinik. Die dem Hauptgebäude zunächst liegenden vier Kranken« Pavillons sind zu je zwei, für männliche und weibliche Kranke I getrennt, durch gedeckte Gänge verbunden, wodurch eine leichtere Ueberführung der Kranken aus einem Pavillon in den andern ermöglicht, jede Belästigung der Kranken ver­mieden wird. Zu diesem Zwecke sind die Betten mt Rollen versehen, sodaß fie Über die durchweg mit Linoleum belegten Böden der Zimmer und Corridore gefahren werden können. Die in Bezug auf die Bauten hervortterende Decenttallsatiou ist durch die Verbindung wichtiger, der Wartung und Pflege, Untersuchung, ärztlicher Behandlung und Ueberwachung ! dienender Adthrilungen, die wiederum im Hauptgebäude ihre i Zentrale haben, zweckdienlich vervollkommnet. Die ganze Einrichtung dient sowohl den Kranken wie den Lernenden zum Vorthell- besonders ist auf wohnliche Einrichtung Werih gelegt, um den Kranken möglichst wenig die Entbehrung ihrer eigenen Häuslichkeit fühlbar zu machen- neben einer Anzahl von Krankensälen ist für die Emzelunterbringung Kranker und Pensionäre Vorsorge getroffen. Die Anlage der Anstalt im Verein mit den Neuen Kliniken unb deS im Bau begriffenen hygienischen Institut-, gleicht, wenn man sich die ausgedehnten gärtnerischen Schöpfungen in voller Ent­wickelung dazu denkt, mehr einer großen Villencolonie. Die

i Ecke der die psychiatrische Klinik von den Neuen Kliniken irennenben Straße an der Frankfurter Straße bildet die Dlrectorwohnung, hinter derselben befinde: sich die Wohnung deS Verwalter«. Das dann folgende Hauptgebäude birgt im unteren Stockwerk die Verwaltungsräume, die Poliklinik, Bibliothek, einen Theil des in der Hauptsache im oberen Stock werke befindlichen Laboratoriums, sowie einige Aerztezimmer. Der Hörsaal befindet sich im zweiten Stockwerk. Die Kranken- Pavillons, zwischen denen im Rücken des Hauptgebäudes sich der große Küchmbau befindet, umgeben das Hauptgebäude von drei Seiten. Während die hinteren Pavillons, wie bereits bemerkt, durch gedeckte Wege verbunden sind, bilden die vorderen für sich abgeschlossene Gebäude, bestimmt, die keiner beson­deren Aufsicht bedürfenden Pfleglinge aufzunehmen- diese Pavillons enthalten schön auSgestattete Einzelzimmer und mehrere Säle zum gemeinsamen Aufenthalt. Schwer ober

I sorgsamer Pflege unb Ueberwachung bedürftige Kranke werben in ben verbundenen Pavillons untergebracht, von bentn wieder

I der hintere die Jsolirzellen enthält- Tag« und Nacht-Wachsäle find auch hier vorhanden. Überhaupt ist die Vertheilung der Räume der Wärter und Wärterinnen so getroffen, daß fie schnell zur Hand sein können. Alle Räume haben Leitung für kaltes unb warmes Wasser- letzteres wirb erzeugt burch eine aus« gebehnte Nieberbruckheizung - bie in ben Krankenzimmern be­findlichen Wannen gehen auf Rollen, so daß fie an die Betten herangefahren werden können- durch Rollwände kann der Badende den Blicken Anderer entzogen werden. Bei Einthrilung

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Anzahl schon in ben nächsten Tagen eintreffen soll. Wärter und Wärterinnen waren auf ihren Posten, eine Anzahl Bäder fix unb fertig, dunkel gbaltene Räume erstrahlten in elektri­schem Lichte, sämmtl'che Räume unb Gänge waren angenehm burchwäimt nnb sogar auf dem riesigen Heerde im Küchen« g bäude kochten unter fleißigen Händen die Speisen ihrer Be stimmung entgegen. W>r nahmen den Eindruck mit, daß die Anstalt nicht nur in Bezug auf Herrn Director P'ofeffor Dr. Sommer, sondern auch auf seine ärzilichen Asfistenten und Herrn Verwalter Sohne, der sich als umsichtiger Be­amter erwies, sich in guten Händen befindet. Möge fie sowohl der Universität, der Stadt, wie der hülfesuchenden Mensch, heit zum Segen gereichen.

-* Parlamentarische«. Die Erste Kammer tritt am 24. März zusammen.

» Kleinbahnen in Oberhessen. DaS Großh. Ministerin, der Finanzen hat im Einvernehmen mit dem Großh. Mi« ntfterium deS Innern und der Justiz der Allgemeinen deutschen Kleinbahn-Gesellschaft, Actien Gesellschaft in Berlin, die Er« laubniß zur Vornahme von Vorarbeiten für eine Eisenbahn von Butzbach nach Lick ertheilt.

» Fernfprech-Verbindung. Nachdem der Fernsprech, anfchluß Gießen-Frankfurt resp. Kassel fichergestellt, empfiehlt eS sich für diejenigen Interessenten, welche daraus« hin sich mit dem Telephon verbinden wollen, dieses schleunigst zu melden, da am 1. März die erste Bauperiode ablfinft und in der nächsten Bauperiode der Post schwerlich Zeit bleibt, die Stodtanschlüsse bewerkstelligen zu können, weil eben dann die Herstellung der Frankiurter Leitung alle üer= fügbaren Strafte in Anspruch nimmt unb die gewünschte, Anschlüsse rnohl erst im Winter auSgesührt werben können.

Historische Mufikauffuhruug. Wir gestatten unS, die Freunde ernster Musik nochmals auf bie morgen (Donnerstag), Abends 8 Uhr, in der JohanneSkirche stat'findende historische Musikaufführung hinzuweisen. Dieselbe hatte bis zuletzt mit allerlei Schwierigkeiten zu kämpfen, so daß die Vor­bereitung für alle Theile eine sehr anstrengende war u,l ein besonderes Maß von Aufopferung und Hingebung er­forderte. Zum Beginn wird Herr Organist Lehrer Trant- mann daS Andante (Rccitativ) aus Mendelssohn- F-dnr-

I Sonate vortragen. Die Diolinvorträge von Corelli nnb Tartini hat Herr Professor Dr. Krüger zu übernehmen die Güte gehabt. Wir bemerken, daß der Eintritt in die Kirche mit Ausnahme der für referoirte Plätze vor* behaltenen Empore frei ist unb bie eingelegten Opfer- gaben für bie Erneuerung ber Stadtkirche bestimmt sind.

* Neubau. An Stelle des dem Abbruch geweihten Wohn­hauses neben dem Cafe Ebel ant Burggraben wird nach Plänen der Architecten Stein u. Meyer ein Neubau aufgesührt, dessen Parterregeschoß einen Zugang von der

I Straße erhalten wird, und alfl Kneipe der Verbindung Adelphia" eingerichtet wird. In der ersten Ewge, welche durch einen Ueberbau mit dem Hauptgebäude Verbindung er­hält, wird ein Saal für kleinere Gesellichaften mit den nöchigen Nebenräumen placirt werden. Längs dieser Etage wird, nach \ dem Garten zu belegen, ein Überdeckter Wandelgang ongebant, der mittels einer Treppe auch vom Garten birect zu benvtze» fein wirb.

** Ratniubranb. In einem Hause ber Neustadt tat« stanb in ber Nacht von Montag auf Dienstag ein Samin- branb, welcher sich auch dem Gebälk einer an den »aeln stoßenden Stubenwand mittheilte. In der Stube ftlUtftn drei Kinder, die sich in der größten Gefahr befanden, |n

I ersticken, als ber Branb entbeckt unb gelöscht wurde.

* Feuer. Gestern Abend kurz nach 10 Uhr ertönte die Sturmglocke. ES war in einem Hinterhause der Schloß« gösse, in welchem sich der Lagerraum eines Bürstenmach't«

I befindet, Feuer ausgebrochen, baß jedoch durch bie fdietl herbeigeeilte Feuerwehr mittelst Hydranten in kurzer Zeit gelöicht wurde. Einige Waarenvorräthe find verbraovt. Die Entstehung des Feuers wird einer Fahrläsfigkeit yi geschrieben.

Einbruch. In ben Laden eines Kaufmannes in eer I Marktftraße wurde in verflossener Nacht eingedrochen urb aus der Ladenkasse ca. 250-260 Mk. gestohlen. Dn Dieb, welcher Ortskenntniß besessen haben muß, hat ein nei dem Hofe führendes Fenster eingedrückt unb ist durch dstsei in den Laden gelangt.

Die diesjährige Generalverfammlung be« Hesfische, Lanbeslehrerverein« findet in der Woche vom 26. April btt 1. Mat der Tag ist noch nicht genau bestimmt » Bad-Nauheim statt. Wegen der Wanderversammlung W Deutschen LehrervereinS in der Pfingstwoche zu Hambarß mußte diesmal von der Gepflogenheit, die Generalversamm­lung deS Hesfischen LandeSlehrervereinS in der Pfingstwoche

I abzuhalten, abgewichen werden.

§ BabNauheim. 24. Februar. Gestern Abend «egei 6 Uhr kam beim Sandfahren ein Knecht de» Spekitenrt und Occonomen K. Meyer so unglücklich unter da« W werk, baß dasselbe über seinen Kopf ging unb er auf W

I Stelle tobt blieb.

Lauterbach. 24. Februar. Gestern feierte Herr Rentner Davib Groh sein 25jährigeS Jubiläum als Mitglted^e« hiesigen Stadtvorstande«. Zur Erinnerung an biesen würbe dem Jub.lar ein mit entsprechender Widmung ver­sehener filberner Ehrenpokal von den StadivorstandSmitgliedM gestiftet und in besonderer Sitzung feierlich überreicht.

Darmstadt. 25. Februar. Gestern starb hochdetaße Geh. Rath Dr. Joseph Röder, Oberappellation-. Eassation-gerichi-rath t. P. Er war al« tüchtiger Jurist w weiten Kreisen, namentlich in Rheinhessen, bekannt.

Main,. 25. Februar. Der El-gang hat seit gestrrv sehr zugeoommen. Nachts waren sechs Grad Kälte.