wann Morgen sei vom Kaiser iu Audienz empfangen worden, wöbet der Kaiser ihm Grüße an den englischen Oberbefehlshaber, General Kitchener tu Dongola, aufirug.
Frankfurt a. M, 23. November. Wie die „Franks, ßtg.* auS Zürich meldet, siegen bet der heutigen Ge° weindewahl sieben Candibaten der demokratischen und fünf der liberalen Liste.
Hamburg, 23. November. Etwa 5000 Hafen» arbeitet striken. Von ihnen haben 3442 Ttrikckarten gelöst und 2655 find verheiratet. Die von England der angetragene H lfe ist dankend abgelehnt worden. Die Hafen» ardeiter von Bremen und Antwerpen haben sich angeboten, diejenigen Hamburger Schiffe, welche mit Strikebrechern arbeiten, nicht mit Kohlen versehen zu wollen. Falls die Rheder nicht vachgeben, soll morgen in den Generalstrike eingetreten werden. Heute arbeiten nur 70 Personen.
Rom, 23. November. Der Papst empfing gestern den französischen Botschafter in einstündtger Audienz.
Genua, 23. November. 1 50 Italiener find gestern nach Amerika abgeretft. Am 26. d. M. reisen w.itere 3000 nach Argentinien.
Bordeaux, 23. November. Eine große Anzahl bedeutender Handelsfirmen ist gegen die Stadt-Verwaltung und die GaS Gesellschaft klagbar geworden, weil ihnen durch den Strike der GaSarbeiter großer Schaden entstanden ist.
Loudon, 23. November. „Daily Mall" melden aus Berlin, daß der deutsche Kaiser entschloffen fei, den Reichstag aufzulösen, falls der Marine-Etat nicht angenommen werde. (?)
Berlin, 24. November. In der zweiten Sitzung des DelegtrtentageS der deutsch»conservattv en Partei sprachen u. A. Graf M rbach über den Schutz der national productiven Gewerbe, Baumeister Feilsch über die Lage des Kleingewerbes im Handwerk, Jacobekütter Über die neue Handwerks OrgantsationS Vorlage, liebet den letzten Punkt der Tagesordnung Organisation, sprachen Freiherr von Langen und Landrath v. Soeben. Eine Reihe von R-solut onen gelangte zur Annahme.
Berlin, 24. November. AuS Brüssel wird dem „Kl. Journ." telegraphirt: Während der „Hamlet"-Borstellung im Alhambra Theater entstand infolge blinden FeuerlärmS eine furchtbare Panik. Die Schauspieler flüchteten von der offenen Scene. Die Zuschauer stürzten den AuSgängen zu. Z-h'r iche Frauen wurden ohnmächtig.
Petersburg, 24. November. In die türkische Schuldentilgungs»Commission tritt kein rusfischeS Mitg ied ein. — Schtschtkin verbleibt bis auf Weiteres D rneser deS Ministeriums des Aeußeren.
CocaUs rrnd provinzielles.
Gießen, den 24. November.
* * Zum 25. November. Wieder steht das heffi'che Volk im Begriff, daS gemetnfame GeburlSfeft Seiner König!. Hoheit des Großherzogs und Ihrer Königl. Hoheit der Großherzogin zu feiern. DaS Heffenvolk läßt keine Gelegenheit vorübergehen, ohne erfreuliche B weise seiner Anhänglichkeit an daS ihm angestammte Fürstenhaus zu geben, und noch in diesen Tagen gelegentlich des Besuches unserer Stadt konnte sich unser erhabener LandesfiUst überzeugen, daß nicht nur in seiner Residenz, sondern auch draußen im Londe die Herzen seiner treuen Untertanen ihm entgegenschlagen. Ueberall finden sich in Vereinen und bet besonders veranstalteten Festlichkeiten die Staatsbürger auS allen Ständen zusammen, um den das ganze Volk beseligenden Gefiihlen und Empfindungen der Treue Ausdruck zu geben. DaS hessische Volk ist so eng mit seinem Jürstenhaufe verbunden tote selten ein zweites, seit Jahrhunderten darf eß seine Fürsten zu den besten zählen und heute freudig sich dem Gefühle hingeben, daß unser Großherzcg Ernst Ludwig keinen Schritt abgewichen ist von der Bahn seiner Vorfahren, von dem Bestreben, allen seinen LandeSkindern ein guter Landesvater zu fein. Die Gefühle, die das hessische Volk für seinen Großherzog hegt, gelten in gleich hohem Maße unserer Großherzogin Victoria Melitta. Möge der Doppelfesttag dem hohen Fürstenpaar noch recht oft beschiedcn fein und lern hessischen Volke lange erhalten bl iben fein Großherzog und seine Großherzogin!
♦ * KreiSauLschuß Sitzung. Samstag den 28. November 1896, Vorm ttag« 9 Uhr, findet in dem Sitzungssaale dahier eine öffcntliche Sitzung des KretSauSschuffes mit folgender Tagesordnung statt: 1. Gesuch deS Heinrich Kröck V. zu Heuchelheim um Ertheilung der Erlaubnlß zum Betriebe einer Schankwirthschoft. 2. Gesuch deS Johannes Häuser XIII. zu Klein Linden um Ertheilung der Erlaubnlß zum Betriebe einer Schankwirthschoft. 3. Gesuch deS Jacob Diehl zu Gießen um Ertheilung der Er- laubniß zum Betriebe einer Schankwirtbschast.
♦* Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung Donnerstag, den 26. November 189 6, Nachmittags 3J/a Uhr pünktlich: 1. Mittheilung. 2. Ausführung der GaS- und Wafferleitung in der Liebig- straße. 3. Ausführung der Gasleitung in der Wiesenstraße. 4. DaS Geräthemagazin auf O^waldSgarten,- hier: Errichtung einer Wohnung in demselben. 5. Die Entwässerung der Lindengaffe. 6. Gesuch deS Andreas Sorgenfrei dahier um Ellaubniß zum Wirthschaflsbetrieb im Wtchard'ichen Hause, Hammstraße 14.
• • Die ReichSbauk-Filiale dahier wird morgen Mittwoch, anläßlich des Geburtstages Sr. König!. Hoheit deS Groß- Herzogs, von Vormittags IN/, Uhr ab geschloffen sein.
• * Postalisches. Am 25. November, dem Geburtstage Sr. Köatgl. Hoheit dcS Großherzogs, find die Postschalter zum Verkehr mit dem Publikum nur wie an Sonntagen geöffnet; auch findet nur einmalige Bestellung statt.
• • Telephonisches. Es wird beabfichtigt, sämmtliche
Universitätsgebäude, soweit dieselben nicht schon an- geschloffen, im kommenden Jahre mit Fernsprechanschluß zu versehen. — Ferner wird von bet Reichspoftoerwaltung be» abfichligt, zu den schon vorhandenen zwei weitere Fern» sprechleüungen zwischen Frankfurt und Berlin zu legen. Damit rückt die Möglichkeit, daß auch Gießen mit Berlin sprechen kann, immer näher.
• • Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde. Unter d'eser Bezeichnung conftitukte sich gestern Abend die in Nr. 276 dS. Bl. bereits erwähnte Gesellschaft, deren Thätigkeit sich vorwiegend auf Veranstaltung von Vorträgen über die einsch'.äg'gen W ffenschaften erstrecken soll. Der Vorstand besteht auS folgenden Herren: Erster Vorsitzender Professor Dr. Sievers, zweiter Vorsitzender HandelSkammerpräfident Koch, erster Schriftführer CustoS Dr. Ebel, zwnter Schriftführer Buchdruckereibesitzet Otto Kindt, Rechner Commerzienrath Heichelheim. Zu Beitäihen wurden gewählt die Herren: Major Bojanowsky, Provinzial- birector Freiherr v. Gagetn, LandgerichtSpräsibent v. Ricou, Buchhändler Töpelmann, Droguist Otto Schaaf, Oberlehrer Fuhr, B erbrauereibef. Ed. Röhrle, Hoftraiteur Jean Kirch, Commerzienrath Heyligen- staedt, CustoS Dr. Heuser.
• • Vortrag. Demnächst wird der SchlachthofSthierarzt Liebe einen Vortrag über die Vortheile von Kühlvorrichtungen halten.
• • Revision. Gegen daS Urtheil deS Schwurgerichts in Sachen Feist Sommer von Crainfeld verfolgte deffen Anwalt Revision beim Reichsgericht.
* ♦ Telegraphendienst wahrend bet Reichstagsstichwahl. Am Abend der Stichwahl hatte das Kaiserliche Postamt Gießen 258 Telegramme bis 11 Uhr Abends zu expediren, welche Bezug auf die Wahl hatten. 15 Beamte statt s en dis 11 Uhr Abends zur Bewältigung der Arbeit an den Apparaten, außer den Boten, welche die Depeschen abtrugen. Auch die Fernsprecheinrichtung, die allerdings nur bis 9 Uhr arbeitete, wurde zur Uebeimittelung von Wahlresultaten stark in Anspruch genommen, doch konnte ein Beamter, der allerdings feine ganze Kraft aufbieten mußte, die Arbeit bewältigen.
* * Detaillisten-Berein. Der jüngst in's Leben gerufene Detallltsten-Verein, dem dis jetzt über 100 Mitglieder beigetreten sind, wird am kommenden Montag den 30. b. Mts. feine erste außerorbentliche Generalversammlung abhalten.
* • Sachbeschädigungen. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag wurden am NahrungSberg eine Anzahl Sachbeschädigungen verübt. Es wurden u. A. Laternen ein» geschlagen, Gartenzäune abgerissen n. f. w. AIS Thäter wurden eine Anzahl halbwüchsiger Burschen ermittelt und zur Anzeige gebracht.
•* Selande-Erverb. Der gestern versteigerte, 708 Meter große Bauplatz an der Lairdmann- und Grünbergerstraßen- Ecke ging für den Preis von 4960 Mk. an den Bauunternehmer Herrn Keßler- Annerod über. Der an der anderen Ecke der Laadmannstraße Seitens der Stadt an den Regiments-Schneidermeister Herrn Gonder freihändig veräußerte Bauplatz erzielte den gleichen Preis, d. h. 7 Mark pro Hl-Meter. — Es wird uns mitgetheilt, daß die Stadt in der Nähe der Margarethenhütte wegen größerer Land» antäufe unterhandelt. Es ist das Gelände, auf welchem der neue Viehmarkt projectirt ist.
”• Panorama. Wer mit den Veteranen am 25jährigen Gedenktage einen Besuch der Heldengräber und Denkmäler auf dem Schlachtfelde von 187('/71 machen und sich an den Ort der Wirklichkeit versetzen will, der versäume nicht, in dieser Woche das photoplastische Panorama dahier a-zusehen. Obgleich alles bisher Gebotene in wirklich schönen Gruppirungen dargestellt gewesen ist und jeder Besucher das Panorama unter dem Eindruck verlassen haben wird, sich am Orte der Wirklichkeit befunden zu haben, so dürfte doch daS Schönste und Erhebendste, was nicht allein daS Herz eines jeden KriegerS und Mitkämpfers von 1870 — 71, sondern auch das eines jeden Deutschen beseelen wird, der Besuch der Heldengräber und Denkmäler auf einem Schlacht- selbe wie 1870—71 sein. Alles bem Auge sich Darbietenbe einzeln hier wieberzugeben, würde zu weit führen, daher soll nut der schönsten Bilder gedacht sein. Wir sehen: Grave- lotte, die Gräber um Saarbrücken, Wörth, baß Bayerndenkmal bei Wörth, daS alte GalSbergschloß u. f. w. Die vielen Gräber und RegimentSdenkmäler erinnern an die Tausende fürs Vaterland gefallenen Krieger. Auch die Einweihung des Kaiser-Friedrich Denkmals in Wörrh ist naturgetreu wiedergegeben. Der Kaiser fitzt zu Pferde, während fich die beiden Kaiserinnen unter einem Baldachin befinden. Sodann erwähnen wir noch die Feier bei Gravelotte, MarS- latour und St. Hubert, Amanweiler, ferner Metz und Straßburg. Alle Bilder sind von wunderbarer Plastik und Farbenpracht und empfehlen wir diese Serie ganz besonders der Ansicht.
** Kauft am Platze. Die Weihnachtszeit rückt heran und allgemein rüstet man sich zum Einkauf für den Weihnachtstisch. Unsere Geschäftsleute bieten Alle- auf, um jeden Kunden zur Zufriedenheit zu bedienen. Tausenderlei schöne Sachen find in den Schaufenstern außgelegt und durch Inserate suchen sie die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und die Käufer heranzuziehen. Auch in den Preislagen wild baß Menschenmöglichste geleistet unb eß ist sicher, bah man am Platze nicht schlechter kauft, als wenn man auf bie Offerten jener großen Versandtgeschäfte, die j?tzt wieder ihre Caialoge überallhin versenden, Bestellungen macht. Diese Waarenhäuser haben auch nichts zu verschenken, wohl aber größere Geschäftsspesen. Außerdem hat man bei den Geschäften am Ort den Dortheil, daß man nur zu kaufen braucht, toaß man sich vorher genau angesehen hat, unb nöthigenfalls ist auch der Umtausch erleichtert. Eß ist ja für den Consumenten ganz gut, daß Gelb nach seiner Ansicht am Zweckmäßigsten zu verwenben, aber immerhin gehört den am Platze befindlichen G.schäften der Vorzug, benn wir
müffen von einander leben, find an der Steuerkraft der heimischen Stadt eng betheiligt und sollen eß daher thunlichst vermeiden, den Umsatz derselben zu verringern. Laffe sich daher Niemanb durch die Cataloge der Versand-Häuser verführen und beherzige Jedermann den Grundsatz: „Kaust am Platze".
** Für Alle, bie durch unerbetene Zusendung diu öaarei belästigt werden, ist folgender Fall von Interesse, den der „Hamd. Corr." mittheilt. Ein Kaufmann machte einem Ge» schäfte in einer anderen Stobt ein Angebot von Maaren mit dem Bemerken, daß bie Waare abgeschickt würde, wenn in 8 Tagen keine ablehnende Antwort einginge. Der Adressat ließ die Postkarte unbeachtet unb erhielt bann wirklich baß Packet unter Nachnahme. AIS bie Einlösung verweigert würbe, brohte ber Absenber mit Klage unb bemerkte, baß erhebliche Kosten entstehen würden. Diese Mahnung wurde ber Staatsanwaltschaft angezeigt, unb diese erhob Klage wegen Erpressung. Das Gericht verurtheilte den Kaufmann zu 10 Tagen Grfängniß. Das Reichsgericht hat die Revision des Verurtheilten verworfen.
n. Au8 bem Dekanate Gießen, 21. November. Der Diaspora Gemeinde Alsfeld wurden feiteaS deS BonifacluS vereinS tn Paderborn als Gehalt deS Pfarrers jährlich 800 Mk. auf die Dauer ber nächsten drei Jahre bewilligt unb weitere 200 Mk. für Transportkosten überwiesen. — Der katholischen Pfarrcuratie Nibba finb durch den Boni- faciußverein in BrcSlau kürzlich 500 Mk. zum Bau einer Kirche nebst Pfarrhaus geschenkt worden.
Butzbach, 20. November. Am 2. dsS. Miß. wurde mit der Holz'ällung cm großen Exercirplatz, der bis aus die Größe von 37,5 Ha. erweitert wird, begonnen. Die Arleiten deS ExercirplatzeS müssen biß zum 1. April 1897 vollendet fein. Gegenwärtig find etwa 50 Holzhauer beschäftigt und schreiten bie Arbeiten bei der jetzigen günstigen Witterung rüstig vorwärts, so baß in aller Kürze schon bie Verwerthunq beß gefällten Holzes stat.finden kann.
n Friedberg, 22. November. Der hiesige Gemeinde- rath nahm in seiner letzten S tzung den Vorschlag beß Schul Vorstandes bezüglich ber Gehaltsfestsetzung der definitiv angeftellten Lehrer an. Der Anfan«eg halt beträgt hiernach 1200 Mk., der Moxlmalgehalt 2200 Mk. Die Mieth- entschädigung beträgt 350 Mk. für jeden Lehrer und 450 Mk. für den Oberlehrer.
§ Zlbeshauseu, 23. November. Die hiesige G emeinde Wasserleitung ist Ende voriger Woche fertiggestellt worden und fand die feierliche Einweihung derselben heute Montag den 23. November statt. — Daß neue Dampf» fägewerk der Firma Gabriel L Etling ist kürzlich in Betrieb gesetzt worden.
§ Bermuthshain, 19. November. Bei ber gestrigen Belgeorbnetenwahl wurde der feitherigeBeigeordnete Andreas Oechler VI mit 47 Stimmen wiedergewählt.
- j- BotSdorf, 21. November. An bem in unserer Gemarkung liegenben Teiche wurden zum Nachtheil b<r Oder- hessischen Eisenbahnvcrwaltung im September Weiden gefrevelt unb lenke sich der Diedstahlßverbacht auf einen Kohbener Einwohner, bei welchem benn auch eine Parthle Weiden als bie vermeintlich entwendeten beschlagnahmt wurden. In der gestrigen Feldgerichtssitzung zu Nidda erfolgte aber Freisprechung beß zur Anzeige gebrachten verdächtigen mangel» Beweises gegen ihn.
Vermischtes
• Wetzlar, 20. November. (Verspätet.) An der Schlackensandhalbe ber BuderuS'schen E senw'rke Sophien- Hütte hier hat sich heute Mittag gegen 2V< Uhr ein recht trauriges Unglück zugetragen. Eine größere Anzahl Arbeiter war damit be'chaftigt, von dem daselbst lagernbea Schlackensand in Elsenbahnwaggonß zu verladen. Sie unter- mtntrten die Halde, wodurch eine tausend Gentner scharen Decke gebildet wurde, welche einstü>zte und drei Arbeitet unter sich begrub, darunter einen Vater von acht Kindern. Die Verunglückten wurden nach mübevoller Arbeit alß Leicht hervorgezogen. Bei der coloffalen Masse, die auf sie her- niebergeslürzt ist, müssen sie entweder sofort tobt gewesee ober binnen ganz kurzer Zeit erstickt sein. Daß Erstere IP baß Wahrscheinlichere. Der Tobeßsall beß Arbeiters Priem rius ist wohl der härteste, ba ber Mann eine sehr stärkt Familie hinterläßt. Kaum weniger empfindlich soll berjtnigc beß Arbeiters Würz auß Aßlar sein, ba derselbe ber einzige Ernährer einer verkrüppelten alten Mutter gewesen sei. Der gerettete Grünewald bat Verletzungen an ber ©ruft unb den Armen erlitten; er dürste w eber hergestellt »erben. Daß große Unglück finbet in allen Kreisen der Bevölkerutig warme Antheilnahme. Heber die Ait, wie baß Unglück pasfirt ist, finb verschtebene Ge'üchte im Umlauf. N^tüilich wird es an einer eingehenden Untersuchung ber Ursachen beß Unglücks burch unparteiische unb sachverständige Männer nicht fehlen. Diese, welche allein volle Klarheit über den ©orfcl bringen kann, wird man abzuwarten haben, ehe man ein vielleicht ooretligeß Urtheil fällt. Jrn U-brigen sei darauf aufmerksam gewacht, daß die Arbeiter nicht zum Betriebe der Scphienhütte gehörten. Sie waren im Auftrage eineß Unternehmers mit dem Aufladen von Schlackensand beschäftigt, welcher der Königlichen Eisenbahnverwaltung von ©eiten der BuderuS'schen Eisenwerke zur Verfügung gestellt worben war. Der Betrieb der Sophienhütte hat mit bem bebauet- lieben Unqlücksfalle nichts zu thnn.
* Koblenz, 20. November. Die In ber letzten Zeit mehrfach dem Fl'ckwoffer „Opal" in verschiebenen Zeiiuogr» nachgesagtcn urigünstige' Eigeoschaften, di: zweifeleohne seitens einer Concurrenz in die Welt gefetzt wurden, sind bei dem- selben durchaus nicht vorhanden unb die entsprechenden Behauptungen in keiner Weife gerechtfertigt. Opal ist nad einer von Herrn Chemiker Dr. Otten in Coblenz auf ®r nfc der falschen Ausstreuungen hin auf Veranlassung beß Kauf


