Ausgabe 
25.9.1896
 
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Berlin, 24. September. Der ,8011»orte* eonstattrt, daß es sich erübrige, einen Gesetzentwurf bezüglich der Einführung des Achtstundentages im Reichstage einzu- bringen, da ein derartiger Antrag im Decewber v. I. ein- gebracht fei und feinen Platz unter den Initiativanträgen behalte, weil die Session nur vertagt worden sei.

Hinnburg, 24. September. Die deutsche Etsenbarke Guarany ist bei Island gestrandet und als total verloren anzusehen.

Hamburg, 24. September. DemHamb. Corresp." zufolge kam Major Leutweiu die Verstärkung der Schutztruppe sehr zu statten. Die Herero Häuptlinge zeigen sich jetzt nachgiebiger. ES sei dadurch auch möglich, mit 300 Mann einen Zug nach Norden zu unternehmen.

Hamburg, 24. September. Durch deu West sturm find auf der Unterelbe viele Unglücksfälle vorgrkommen. Ja der Nordsee ist der Schoouer Sandbark, nach Halmstad bestimmt, unweit Anhalt untergegangen. Der Capitän, der Steuermann und ein deutscher Paffagier Namens Wilhelm BolinS sind ertrunken.

Konstantinopel, 24. September. In Kreisen der Pforte verlautet, es fei ein versöhnliches Vorgehen gegen die Armenier beabsichtigt.

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Gießen, den 24. September.

Da« Kaiser Wilhelm «Regiment ist in vergangener Nacht aus deu Manövern mittelst Sonderzügen wieder hier eingetroffen. Schon in aller Frühe des hentigen TageS be­lebten die Mannschaften wieder die Straßen und besonder» die Reservisten machten sich bemerkbar. Im Allgemeinen toben die wieder heimgekehrten 116er die gute Aufnahme, die ihnen ia Rheinheffeu zu Thetl geworden, es gab von Allem, was zur Erfrischung eines Soldatenherzens und ditto »Magens beizutragen geeignet ist. Sogar die unvermeidlichen Rhetnschnakeu, denen das diesjährige schlechte Wetter nicht im Mindesten den Blutdurst verdorben, machten sich mit unsern VaterlaudSvertheidigern ohne Uuterschied der Charge, mehr als diesen lieb ist, zu schaffen- waS aber die Schnaken vom Blut unserer Soldaten abzapften, ersetzten die biederen Bewohner RhetnheffenS durch reichliche Spenden edlen Reben- blut-, und diesem soll auch recht wacker zugesprochen worden sein, so daß eS mitunter übergemüthlich zugegangen sein soll. Nun, da die Soldaten wieder zurückgekehrt in die Garnison, heißt die Parole:Reserve" ES lebe der Reservemann! Alle Jahre ertönt daS alte und bekannte Lied wieder und doch verliert das Bild der in die Heimath ziehenden Reservisten, die obiges Lied als ihr specielleS Eigenthum betrachten, nichts an seinem Reiz. Wie haben sie den Moment der Entlastung herbeigesehnt, wie freudig begrüßte man die immer weniger werdendeParole", nun stehen sie mit einem Male draußen in der vielbesungenen Freiheit. Die schwere Pflicht, die daS Vaterland vom wehrhaften Mann verlangt, ist erfüllt und mit Stolz sieht dergediente" Mann auf den armenStaatS- krllppel" herab. ES wirdeingeltefert", d. h. die Armatur, die Monturen und die AuSrüstungS Gegenstände dem Kammer­unteroffizier zurückgegeben. Die EntlaflungSPapirre in der Tasche, die Mtlitärmütze schief auf den Kopf gesetzt, in der Hand den Stock mit der Compagnietroddel und wennS hoch kommt, die mit den Regimentsfarben geschmückteReserve­flasche" au der Seite, so geht'- nun dahin, ohne Sorge um die Zukunft, von der der Reservist ein paar Tage lang nichts zu wtsten braucht. Die bürgerliche Welt macht sich mit ihren Ansprüchen bald genug geltend und Mancher denkt mit Sehnsucht an die so viel geschmähte Kaserne, wo man wenigstens die Bekümmerntffe um das tägliche Brod, um eine Schlafstelle und einen Rock nicht gekannt hat. Aber das müßte ein schlechter Soldat sein, der im Kampf umS Dasein so schnell die Fltute inS Korn werfen würde 1 Ausdauer und Muth und für Jeden wird und muß Platz fein. Wenn dann auch schon Jahre vergangen find, daö große Gruppenbild, daS jetzt viele der Reservisten sorgsam eiugewickclt unterm Arm tragen, erinnert ihn immer noch an die Soldatenjahre und für daS ganze Leben fühlt sich der Reservist verbunden mitseinem" Regiment.

Sachbeschädigung. Nachdem in der Nacht vom 21. zum 22. dS. MtS. in der Liebtgstraße von vier GaS- latenten die Brenner mit Strümpfchen und Cylinder entfernt worden waren, wurden in der darauffolgenden Nacht in der- felbeu Straße an den Lateroen nicht weniger als 2 3 Schei­ben demolirt. Der Thäter des letzteren Unfugs wurde in der Person eines htefigen jungen Mannes festgestellt und zur Anzeige gebracht.

* Vergiftete Wurst. Gestern Nachmittag begab sich ein Herr nach dem Bahnhofe und nahm seinen Hund mit. Bor dem Bahnhofe in der Aulage fand der Hund ein Stück Wurst, Über welches er fich hermachte. Kaum hatte das Thier davon gefreffen, als es tobt hinstürzte. Auf die­selbe Weise verendete am Tage vorher ein Hund in der Westanlage. Die Wurst enthielt starkes Gift. Hoffent- lich gelingt eS, den Thäter zu ermitteln und zur Rechenschaft zu ziehen.

* Siu Abenteuer. Kürzlich spazirte ein hiesiger Studiosus wohlgemuth durch Feld und Flur, theils um sich in der herrlichen Luft zu erholen, theils um sein Herbarium zu be- reichern. Das Glück war ihm günstig, indem er einen kolossalen Igel fand. Er band daS liebe Thierchen in sein Schnupftuch und da fich nachgerade bei ihm Durst einstellte, giug er in ein in der Nähe gelegenes Gasthaus, umEinen" zu trinken. Nachdem er fich über Gebühr gestärkt, packte er seinen Igel und trat seinen Heimweg an. Auf der Lahn­brücke empfand er die drückende Last deS ThiereS und kurz eutschloffen schleuderte er eS in die Lahn. Die nun auf- gesuchte Bude sah ihn bald von Morpheus Armen umschlungen. AlS er am nächsten Morgen erwachte, sah er zu seinem größten Erstaunen den Igel neben sich im Bette- der von einem guten Freunde dedieirte Spazierstock aber fehlt

seit der Excurfion, er ist an Stelle des Igels die Laho hin- uater geschwommen.

Ans lern Gewerbe,eretiMtg ti Stuttgart wurde Köln als Vorort, Nürnberg al- Ort für den nächstjährigen ver- baudStag bestimmt. Die Resolution, mit welcher die Zwangs- organisation abgelehvt wurde, hat folgenden Wortlaut:Der verband deutscher Gewerbevereine lehnt den vorliegenden Gesetzentwurf betreffend die Organisattou de» Handwerks, der fich auf deu ZwangSinoungen aufbaut, als für daS deutsche Handwerk unannehmbar ab. Er steht auch heute noch auf dem im vorigen Jahre in Kassel gefaßten Beschlüsse, daß vor Eiuführuog irgendwelcher Handwerkerorganisation der ganze deutsche Handwerker- und Gewerbestand und nicht nur der in den Innungen corporirte kleinste Theil desselben zu hören sei. Der verband deutscher Gewerbevereine ist der Ansicht, daß eine Verständigung deS ganzen deutschen Hand- werter- und Gewerbestandes nur auf der Grundlage der Vorschläge deS dem Reichstage gegenwärtig vorliegenden Gesetzentwurfes Über die Errichtung von Handwerker- kammern und der Vorschläge über die Regelung des Lehr- ltugSwesenS erreichbar und anzustreben ist."

Berliner Gewerbe Aurstelluog. Die zur Erleichterung deS Besuches der Lerliner Gewerbe Ausstellung eingeführte« Sonderrückfahrkarten nach Berlin kommen, wie die Oberh. Ztg." meldet, da der Schluß der Ausstellung am 15. October erfolgt, zum letzten Male am Dienstag, den 13. October d. I»., zur Verausgabung.

Vad-Rauheim, 23. September. Die am SamStag Abend stattgefundene Versammlung des hiesigen Gewerbevereins nahm eine Resolution an, wonach die Centralstelle der Ge­werbevereine in Darmstadt ersucht wird, an maßgebender Stelle darauf hinzuwirken, daß staatliche Arbeiten in Zukunft dem Wettbewerb ausgesetzt und nicht mehr, wie seither, kurzer Hand freihändig vergeben werden, wie dies beim Badehaus VI geschehen ist.

R. Reichelsheim, 23. September. Die hiesige Molkerei läßt ein Schienengeleise nach der neuen Bahnlinie legen. Die tägliche Milchmenge, die verarbeitet wird, hat fich bebeuterfb vermehrt, trotzdem kann man saft keine Butter erhalten, weil von auswärts zu viele Bestellungen einlaufen. Das Bahnhofsgebäude macht gute Fortschritte- die Erd- arbeiten werden durch das seit Wochen anhaltende schlechte Wetter empfindlich beeinträchtigt.

4- Nidda, 23. September. Kostenlose Frei­sprechung infolge Einspruchserhebung erwirkten in der letzten Schöffengerichtsfitzung zwei Wirthe von hier, welche s. Zi. Strafbefehle erhielten unter der Beschuldigung, daß sie während deS SonntagS-GotteSdiensteS einheimischen Gästen in ihren WirthSlocalen Getränke verabreicht und dadurch den Bestürmungen des Art. 228 des P.-Str.-G. B., bezw. des § 366 des R.-Sir.-G. B. zuwidergehandelt häten. Die Der anzeigten wiesen aber nach, daß fie als Guftwirth, resp. Garkoch patentisirt waren, weßhalb nach Absatz 2 deS Art. 228 beS P.-Str.-G. B. eine verurtheilung nicht er­folgen konnte. In ber letzten Nacht zog ein arges, mit Sturm begleitetes Unwetter über bie hiesige Gegenb. Durch bie heftigen Regengüsse find die Nidda und ihre Zu- wasser heute erheblich angeschwollen, so daß für einzelne Mühlenbetnebe nothwendiger Stillstand befürchtet wird, wenn nicht alsbald eine bessere Witterung eintritt.

n. Bon der mittleren Ridda, 22. September. Ein Frank- furter Jagdpächter, ber eine große zusammenhängende Feld' und Waldjagd, die ihn über 5000 Mk. jährliches Pachtgeld kostet, in hiesiger Gegend besitzt, hat einen Jagd- aufseher angestellt, ber in kurzer Zeit folgendes Raubzeug in einem verhältnißmäßig kleinen Revier zur Strecke gebracht hat: 3 Wildkatzen, 5 Edelmarder, 50 Raubvögel und eine große Anzahl Füchse. Der Aepfelbiebstahl wirb in den Hellen Nächten eben hier schwunghaft betrieben. Nicht einzeln werben bie Früchte gestohlen, sonbern sackweise. Namentlich werben bie Bäume geplünbert, die nahe an den Chausseen liegen. Dadurch ist schon der verdacht rege ge­worden, baß vorüberfahrende Handelsleute, welche noch in Masse unsere eisenbahnlose Gegend durchziehen, bie Diebe seien. Bei ben hohen Aepfelpreisen ist bas Geschäft auch recht rentabel. Man ist barum gezwungen, die Aepfel eben schon zu brechen, wenn man überhaupt noch eine Ernte machen will.

venSheim, 22. September. In Folge ber beständig naßkühlen Witterung nimmt die Traubenfäule in den Weinbergen raplben Fortgang. Auch ber Sauerwurm richtet nicht geringen Schaben an, so daß in Folge feiner Verheerung die Trauben vielfach zu welken beginnen. DaS feuchte Wetter beschleunigt noch seine verderbliche Wirkung, indem die Stiele ber Trauben rasch faulen und letztere von den Stöcken herabfallen, viele unserer Winzer beabsichtigen in den nächsten Tagen eine Auslese der augefaulten Beeren vorzunehmen, um dadurch bie gefunben Früchte für weitere Reife zu erhalten.

68. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte.

Frauksurt a. M., 23. September 1896.

Das gestrige große Festmahl hatte etwa tausend Theil- nehmet herangezogen, welche auch bei ben Tafelfreuben eine nach ben großen Arbeiten bewunbernswerthe Aufnahmefähig­keit zeigten. Geh. Rath Professor v. Ziemssen-München gebuchte beS FriebenS und bei Frankfurter Friedensschluss-» unb brachte schließlich ein Hoch auf ben Beschützer deS Friedens, den Kaiser aus. Geh. Rath WiSlicenuS-Leipzig feierte Frankfurt, bie Stabt, bie jeder Cougreß so gern aufsuche. Oberbürgermeister A d i ck e S - Frankfurt a. M. er- widerte in loeniger Rede unb feierte die Naturforscher. Dr. La quer-Frankfurt a. M. bewährte fich wieder als launiger Redner auf daS Wohl der Domen. Professor. Hagenbach -Baiel gedachte der Veranstalter deS CongreffeS. I

Wie lauge mau nach dem officielleu Schluß deS Festessens (10 Uhr) noch in deufeuchten" Abheilungen gesessen, ist nicht bekannt geworde r.

Ja der Abtheilung: Zoologie sprach Dr. A. Krämer- Kiel (S. M. ©.Gefion") übet die Bestimmung deS Plankton» mittelst der Centrifuge und die damit erzielten Resultate in der Südsee und in deu heimischeu Gewässern. Plankton, jene anS Thieren niedrigster Gattung bestehende, meist nur mit bewaffnetem Auge erkennbare Thierwelt de» Meere» ist in der Ostsee in viel bedeutenderen Quantitäten vorhanden, als in der Südsee. Eine gleichmäßige vertheilung bei Plankton, wie behauptet worden ist, kann nur für die ganz Heinen Thiere, und für diese auch nur zu bestimmten Zeit» unb in bestimmten MeereSzonen nachgewiesen werden.

In der Abtheilung: Innere Medicin unb Pharmacalogie sprach StaatSrath Prof, von P 0 e h l - Petersburg überBe- urtheilung der Jmmuuitätszustäude auf Grund der Harn­analyse". Redner lieferte den Nachweis, daß fich auf Gründ von Harnanalysen der JmmunitätSzustand beurteilen läßt, weil durch Intoxikation, durch Bacterien oder andere Gift­stoffe da» Blut Veränderungen erleidet, die auch in de» Harnfecretionen zum Ausdruck kommen.

Privatdocent Dr. Rosenheim- Berlin sprach über GastroScopie und OesophagoScopie". Sein Apparat zur Durchleuchtung der Speiseröhre unb be» Magens ist i» Wesentlichen eine Verbesserung beS Mümling'schen Apparate». Die Einführung beSselben erregt keinerlei Schmerzen, eine vorherige Narkose ist beShalb nicht erforderlich. Zur Nach­weisung von Fremdkörpern in ber Speiseröhre unb im Ent­stehen begriffenen Krebsgeschwülsten soll der Apparat be- sonders geeignet sein.

Dr. A. Albu-Berlin sprach über die DeSinsection de» DarmcanalS. Mit Milch läßt fich einer übermäßigen Fäulniß- erzeugung im Darmcanal am Besten entgegenwirken. Sine gänzliche Beseitigung dieser Vorgänge ist weder möglich, noch rathsam.

In der Abtheilung:Neurologie und P ychiatrie" sprach Professor Paul Flecksig-Leipzig zurLocalisation ber geistigen Vorgänge". Er weist nach, daß eS mit Hülse anatomischer Methoden gelingt, die SinneScentren der Groß­hirnrinde schärfer zu umschreiben, als mittelst kli»ischer Be­obachtung unb bei Experimentes am Thier. Er beschreibt bie Lage der Sehsphäre im HinterhauptStheil, be» Gehör» im Schläfentheil, des Tastsinnes im Scheiteltheil, des Ge­ruchs im Hinteren Stirnhirn. Als Functionen ber Sinne»- fphären stellt er hin bie Transformationen, bie Nerven­erregung in Bewußtsein» - Erscheinungen, die Coordmation ber elementaren Empfindungen in räumlicher unb zeitlicher Hinsicht. Er weist nacd, baß bie SinneSsphäreu bie Grund- lagen der Raum- und theilweise auch ber Zeitanschauuvg enthalten. Die wichtigste SinneSsphäre ist dieKörpersühl- sphare"- fie ist bas eigentliche Centrum beS Deelenorgan», nach welchem alle Fäden zusammenlaufen- sie vermittelt in erster Linie baS Selbftbewußtsein.

Dr. Abler-BreSlau behanbelteGleichgewicht»stvrungeu", die neben hochgrabiger Schwerhörigkeit oder Taubheit aus dem kranken Ohr, nach Schädelbrüchen, Entzündung der Hirnhaut auftreten.

In der Abtheilung: Laryngologie und Rhioologie sprach Dr. med. Stoerk-Wien:lieber Krebs im Kehlkopf." Der Vortragende ging zuerst auf die Geschichte der Krebs- Heilungen in Wien ein, äußerte die Ansicht, daß die Statistik der Krebsheilungen mehr geschadet, wie genützt habe, weil da ganz verschieden geartete Falle zusammengeworse» wurden und beantwortete schließlich die Frage, ob der Kehlkopfkrebs heilbar sei, mit Ja. E» gab eine Methodev-KrebSoperation, wobei er alle dabei zu beachtenden Vorsichtsmaßregeln, be­sonders die Berücksichtigung der späteren Stimmbildung an­gab unb begrünbete.

In ber gleichen Abtheilung berichtete Dr. Katzenstein- Berlin über eine neue Methode der Besichtigung de» Kehl­kopfes, bie Orthoscop'.e desselben. Dieselbe besteht darin, baß statt deS bisher stets angewendeten einfachen Planspiegel» von Katzenstein ein Doppelspiegel, der in einer Hülse steckt, angewendet wird. DaS in dem ersten Spiegel umgekehrte Bild wird in dem zweiten Spiegel nochmal» umgekehtt unb somit ein aufrechte», d. h. man sieht alle Verhältnisse im Kehlkopf genau so, wie fie find, und nicht umgekehrt. Die Operationstechnik wirb daburch für ben Anfänger und in manchen Fällen auch für ben Erfahrenen bedeutend erleichtert.

In ber Abtheilung: Physiologie berichtete Dr. F.Blum- Frankfurt a. M. Über ben Emfluß von Fetten unb seinen Spaltunglprobucten aus bie Gallenabsonberung. Die Seifen wirken ungleich; Stearinsäure unb Palmitinsäure resp. deren Salze erregen keinen Gallenfluß- erucafaure» uub namentlich ölsaure» Natron rufen stärkere Gallenabsonberung hervor.

In der Abtheilung: Hygiene machte Prof. Dr. Hippt» Prag hochinteressante Mittheilungen über dieWasserver­sorgung im alten Griechenland". Auf einer archäologischen Forschungsreise im alten Hella» im Frühjahr fand Hippe in den Ausgrabungen DörpfrldS den Nachweis, daß nicht die Römer, sondern die Griechen die größten Wasserbau­techniker des AlterthumS gewesen find. Die Entwässerungs- Anlagen und Eanalisattonen ständen kaum hinter den An­lagen der Jetztzeit zurück.

Privatdocent M. Hahn-München berichtete überVer­suche, die natürliche Widerstandsfähigkeit gegen Injektionen durch künstliche Vermehrung der weihen Blutkörperchen zu steigern." Die natürliche Widerstandsfähigkeit ist im Wefeoi- lichen identisch mit der keimtödtenden Kraft des Blute», diele letztere steigt aber, wie bie versuche beweisen, auch beim Mensche«, wenn e» gelingt, die ctreulhrenben weißen Blut­körperchen zu vermehren.

In der Abtheilung: Unfallheilkunde und gerichtliche Medizin sprach Dr. L. Goldste in Aachen über ärztliche Gut­achten unb reichSverficherungSamtliche Entschädigungen. Redner bewies an ber Hand eines Falle», wie sehr e» wünschen»- werth sei, baß bei der Rechtsprechung im Reich»-Berfiche.

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