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Samstag den 25. Juli

Zweites Blatt

Mr. 178

Äebaction, Txpkdmo» und Druckerei:

Kch-lstratze Hlr.7.

Fernsprecher 51.

vierteljähriger JWow*me*Uinrdl l 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mar! 50 Pfg.

Die Gießener

-««tlien-tLtter »erden dem Anzeiger »Lchmtlich dreimal beigelegt.

Der

Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de- Montag-.

Meßmer Anzeiger

Kenerat-Htnzeiger.

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Aintr- und Anzeigeblatt für den "Kreis Gieren.

Hratisöeikage: chießener Kamilienötätter.

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Alle Annoncen-Bureaur deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für denGießener Anzeiger" entgegen.

Der Mstarrd.

ehe 1I#bN iyda) Anzeigers se_J_ igoog »Uer Zeiten frrtendiwk

Geburtszeugniß;

EinwMguugs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über beffen Bereitwilligkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen und muß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein­

em Unbescholtenheitszeugnitz, welches von der Polizer- Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde aus-

Toni.

Tonl!"

Franzi!*

Die beiden Brüder lagen sich in den Armen und nahmen

ich efyttfy retyj, igrplatz mit Musik, 'stliche Zusammenkunft ii 6165

esaWnein.

günstiger Witterung: mÄachnbnz Station Lollar.

Derben die verehrlichen M: ahrkartm am Bahnhof u 6131

8 Uhr: Tteius Gart« Der Vorstand.

ief anlen. ,

Faß sie bei die Beine an,* commandirte der Sef,ich

c(®m ) beim Kopf, und tragn wir V nach oben.* Ja dieser Weise trugen sie die Ursel in ihre Kammer.

ort hat.

Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen. .

DaS Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschneben sem. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird.

Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen:

Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de» Zifgenden Tag erscheinenden Nummer dir vorm. 10 Uhr.

führte eine kurze Strecke durch hohes Holz und hier wollten sie ihr Vorhaben zur Ausführung bringen.

Jetzt sein mer da,* meinte schwer aufseufzend der Franz, sie die verhängntßvolle Stelle erreicht hatten.

In, do fein mer," wiederholte nicht minder beklommen

Der Fleischverbrauch i« deutschen Großstädten.

Bon dem im Erscheinen begriffenen fünften Jahrgange des Statistischen Jahrbuchs deutscher Städte liegt derFrkf. Ztg." der Abschnitt über Vieh- und Schlachthöfe im Jahre 1894 bereits vor, dessen Berfaffer Dr. E. Htrschberg, Dirrctorial-Assiftent am Statistischen Amt der Stadt Berlin ist. Die Wichtigkeit des Gegenstandes ist evident, zeigt doch kaum ein anderes Symptom mit der gleichen Deutlichkeit den Grad der Wohlhabenheit der Bevölkerung.

Für das hier betrachtete Jahr 1894 ist vorab zu be­merken, daß die Fleischpretfe in 1893 wegen des Futter­mangels tu einzelnen Thetlen des Reiches im Ganzen sehr niedrig standen, woraus sich ein stark gestiegener Consum ergab. Mit dem Anziehen der Preise in 1894 erfolgte auch allerortS ein Rückgang des Fleischverbrauchs. Leider ist es nur heute noch nicht möglich, die Ziffern des Fleischverzehr» in den Großstädten unter sich vergleichbar zu gestalten- bald wird bet diesen Berechnungen der Gesammtverbrauch ab­geschätzt, bald nur die Schlachtungen - dann werden in einzelnen Städten Geflügel- und Wildconsum ober das eingeführte Fleisch nicht mit berücksichtigt. Allein für jede einzelne Stadt sind dennoch diese statisttschen Daten für eine Reihe von Jahren fortgesetzt sehr bedeutsame.

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6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prü« fung eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholtonheitszeuguiß beizulegen.

Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungs-Ordnung (Anlage 2 zur Wehr-Ordnung vom 22. Novbr. 1888 Regierungs-Blatt Nr. 27 von 1894) Aufschluß.

Bezüglich des Prüfungstermius, sowte des Locals, in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt eventuell wettere Bekanntmachung; auf specielle Ladung kann nicht gerechnet werden.

Darmstadt, den 2. Juli 1895.

Großh. Prüfungs-Commission für einjährig Fretwtlltge.

Der Vorsitzende: Buchinger, Regierung^ Nach.

zustellen ist-

ein selbstgeschriebener Lebenslauf.

In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen (von Französisch, Englisch, La­teinisch und Griechisch) der sich Meldende geprüft sein

ängsten. Endlich kam der Erwartete.

fort zu der Patientin und unter Mitwirkung des Sef con« ftatirte dieser eine schwere Vergiftung.

Zu Tode getroffen nahmen die beiden Miffethäter diese schreckliche Botschaft durch den Bader in Empfang.

Wtrds do ntt gar so schlimm sein?* fragte am ganzen

a.

b.

Unterwegs fragte sie den Sef:Der Bader wird doch nix merk'n, daß all's dlos Verstellung iS?*

Was D' denkst," beruhigte sie der Sef,der is noch viel dümmer,! als wie die zwei Buben unten z'samm. Drei Täg hast Krampf, und daß D' a ordentlich elend'ft (jammerst),* befahl er ihr noch.

Drei Täg?* fragte fie zurück und stöhnte diesmal wirklich in vollem Ernste auf.

Die beiden Buben, welche immer noch schreckensbleich

Gießen, den 24. Juli 1896.

Betreffend: Ersatzwahl im 1. Reichstagswahlkreise des Groß- herzogthums.

ras Großherzogliche Kreisamt Gikßeu

tu He Großh. Bürgermeisterei«, des Sreifes.

Nachdem durch Plenarbeschluß des Reichstages vom 1, d. MtS. das dem Reichstagsabgeordneten Köhler seitens Jiee 1. Wahlkreises des Großherzogthums übertragene Mandat in Folge seiner Annahme als Postagent für erloschen erklärt worben ist, hat in gedachtem Wahlkreise eine Ersatzwahl fiattzusinden, für welche neue Wählerlisten aufzustellen sind.

Wir beauftragen Sie daher, mit der Aufstellung bet Wählerliste in Ihrer Gemeinde sofort zu beginnen und dieselbe so zu fördern, daß diese Arbeit bis Ende August erledigt ist. Die Wählerliste ist in zwei Exemplaren MSzuserttgen, und werden Ihnen die Formulare hierfür mit nächster Post zugehen. Einlagebogen zur Wählerliste sind nach Bedarf mit der Feder herzustellen. Hinsichtlich der Auf- jUtag der Liste und der in dieselbe in alphabetischer Ord- nunp aufzunehmenden Wahlberechtigten verweisen wir Sie au die 13 und 7 des Reichstags - Wahlgesetzes vom 31. Mai 1869 (abgedruckt in Nr. 63 Anl. 1 S. 7 des Regierungsblattes von 1870), sowie 88 1 und 7 des Wahl- reglements vom 28. Mai 1870 (abgedruckt in Nr. 63 An- läge 4 S. 52 des Regierungsblattes von 1870).

Wegen der Offenlegung der Listen bleibt weitere Ver­fügung vorbehalten und hat der auf der letzten Seite des Formulars vorgesehene Abschluß der Liste vorerst zu unter­bleiben.

Am 31. August wollen Sie uus unfehlbar berichten, daß die Wählerlisten doppelt auf-

rührenden Abschied voneinander.

Leb wohl, Tonl!" rief ganz gebrochen der Franz.

Du a, Franzl!* schrie sörmltch der Toni, dabei stieß ihn der Bock so fürchterlich, daß er kaum die Schlinge an dem Stricke zu Stande bringen konnte, der ihm inS Jenseits verhelfen sollte.

Hieraus trat eine minutenlange Pause ein, in der sich nichts rührte. Die herrschende absolute Finsterniß machte die Situation noch vollends schauerlich. Eben schlug die Kirchthurmuhr Eins. Kalte Schauer überrieselten bei diesem Tone die beiden TodeScandidaien. Wenn fie einander nur wenigstens hätten sehen können, aber nichts als diese» fürchter­liche Dunkel.

Plötzlich hörte Franz einen markerschütternden Seufzer. Tonl, Tonl, hängst schon?" rief zähneklappernd Franz. No nit, hab'- Vaterunser ho ntt z' End g'bet'n," ant­wortete mit matter Stimme der Toni.

Recht hast, Tonl," meinte der Franz,daß wir nit mit der ganz'n Sündenlast abfahr'n- kann'S fürwahr nix schaden, wenn wir- Vaterunser noch a paar mal bet'n."

Können wir allzeit im Bet'n ntt gnug thun," bestä­tigte der Tont.

Die Kirchthurmuhr schlug zwei, drei und vier Uhr und immer noch beteten die beiden dem nahen Tode geweihten Sünder. Selbst die bereits stark eingetretene Morgen­dämmerung störte die Andächtigen nicht. Sie knieten beide auf dem Rasen, die Hände ergebungsvoll gefaltet, und vor ihnen lag der Strick, an dem fie sicher in wenigen Minuten baumeln würden.

(Schluß folgt.)

Bekamttmachmlg,

betreffend Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst im Herbst 1896.

Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen, sich der im Herbst 1896 stattfindenden rubr. Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch aufgefordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Meldung des Ausschluffes von dieser Prüfung

fpäteftens bis zum 1. August 1896 bei der unterzeichneten Commission einzureichen.

Hinsichtlich der Anbringung der Gesuche wird im Spe- ciellen das Folgende bemerkt:

1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prufungs - Com­mission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen seinen dauernden Ansenthalts.

um feine Tochter. . f ,

Der Franz und der Toni aber faßen starr und leichen- dlaß dabei, unfähig zu jedem Wort.

Der Sef schlich sich an Franz heran und fragte:Hast btem 's Sprüchl nit recht herg'sagt?"

Herrgott, mögli wärö schon," stöhnte jetzt dieser,iS r vertracktS Sprüchl, die Zung' könnt mer drüber brech n.

Nachert iS'» verbei," meinte der Sef.Wollen wir s' nur glei zu Bett brtngn undn Bader herbestell'n."

Die Ursel war mittlerweile auf der Bank ganz um-

unten im Gastzimmer saßen, hatten eine alte Magd nach dem Bader geschickt und erwarteten dessen Ankunft in Tode»- Man führte ihn so-

Leibe zitternd der Franz.

Leicht, daß fie die Nacht nit mehr überlebt," entgegnete der Bader.Wan der Krampf ntt bald nachlaßt, wirdS schnell alle, 's arme Dirndl, 'S arme Dirndl, noch so jung und schon fterbn z' müss'n. Gern will ich ja all's thun, daß mern Krampf still'n, ju, 'n Krampf müss'n mr still'n, sonst iS'S aus."

Nach dieser Jeremiade begab sich der Bader wieder nach oben.

Die beiden Buben sahen einander verstört an und der Franz brach plötzlich in die Worte auS:Ui jegerle, ui jegerle, jetzt hon mer die Ursel umg'bracht."

Und 's Zuchthaus iS unS a ficher," rief der Toni, dem die Zunge bis hierher vollständig gelähmt wat.

Tonl, meinst ntt, daß 'S das Beste iS, man wir uns heut noch aufknüpf'n," sagte der Franz mit verzweifelter Resignation.

In, 'S Best is's," pflichtete der Toni bei.

Mach'n wir S," entschied der Franz.

Sie ließen fich von der alten Magd des Hegers einen handfesten Strick geben, theilten ihn in zwei Hälften, von denen jeder eine zu fich nahm. So ausgerüstet, verließen fie geräuschlos das Hegerhaus und gingen ohne ein Wort I wetter zu sprechen nebeneinander her. Der Weg inS Dorf

mverill.

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l0m LidmMchtz m D-r Vorstand.

Feuilleton.

Das Hexen krsull.

Erzählung von Rodert Hiller.

(4. Fortsetzung.)

Die beiden Bauetssöhne hingegen schielten lauernd nach -ist hin, mit spannungsvollen Blicken den Eintritt der Um­wandlung erwartend. Da es dem Franz in seiner Auf- Ttgung dennoch zu lange dauerte, nöthigte er die Ursel zum nochmaligen Trinken. Die fragte mit einem Blicke den Sef, als der bejahte, trank fie noch einen tüchtigen Schluck.

Nach einigen Minuten nickte ihr der Ges zu.

Die Ursel begann jetzt unruhig zu werden, spuckte mehr- aal» gehörig aus und stieß schließlich einen tiefen, langen Seufzer au«.

Der Heger, welcher inzwischen auch wieder herzu- ttkommen war, fragte:No, was hast denn?"

O jemine," stöhnte die Ursel,mir ist ganz elend zu Nuthe! o! o!"

Warst doch vorhin no ganz frisch, wie iS denn daS so fiötzlich kämma?" erkundigte fich der Heger weiter.

Ui je, ui je! 'S wird allweil ärger," stöhnte aber­mals "die Ursel und wand fich wie in Krämpfen.

Sakra, jetzt wird mir'S selber z' dumm," rief der Heger, dem fichtliche Angst anzumerken war, und bemühte fich

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