empföhle-, mit der Reform den Anfang zu machen. Dann | wurden noch sittliche Fragen erörtert und ein Appell au die Frauenvereine aller Länder gerichtet, auf dem Petitionswege für eine Reform der wichtigen Gesetze eiozutreteo. An dieser DiScasfion betheiligte sich u. A. Oberstlieutenaut v. Tgidh. Heute Vormittag unternahmen etwa 100 Teilnehmer an dem Congreß einen Autflug nach Marienfelde und Friedenau zur Besichtigung einiger Institute.
Berlin, 22. September. Die „Nordd. Allgem. Ztg." constatirt gegenüber der „Boff. Ztg.", daß in Preußen nicht 757 pevfionirte Generäle, sondern nach dem neuesten authentischen Material nur 536 vorhanden sind, welche die Pension als commandirende Generäle, Divifion-commaudeure und Brigadecowmandeure erhalten.
Berlin, 22. September. Der Entwurf der neuen Militär-Strafprozeß-Ordnung unterliegt, wie die „Staatsbürger Zeitung" hört, gegenwärtig dem Kriegs- Ministerium zu einer neuen Durchsicht. Der Grundsatz der Mündlichkeit wird ohne jede Einschränkung zur Anerkennung gelangen. Dagegen wird die Oeffentlichkeit durch die Rücksicht auf das militärische Interesse eine beschränkte sein. Berufsmäßige Civil-Bertheidiger bleiben ausgeschloffeu. Ebenso bleibt dem Kaiser al- dem allerhöchsten Kriegsherrn da- Recht der UrtheilSbestätigung Vorbehalten.
Berlin, 22. September. Noch in dieser Woche werden die socialdemokratifcheu Frauen zwei Versammlungen abhalteu, in denen die Gründe, die sie vom internationalen Frauen-Congreß fernhalten, ausführlich debattirt werden sollen. An die Thetlnehmerinnen deS internationalen Frauen- Longreffes sollen besondere Einladungen zum Besuche dieser Versammlungen ergehen.
Stettin, 22. September. Der gestern hier verhaftete Anarchist Madmer ist heute au- der Haft entlasten worden.
Danzig, 22. September. Der neuerbaute Panzer 4. Kl. „Odin" wird heute in Dienst gestellt.
BreSlan, 22. September. Auf Grund von an zuständiger Stelle etngezogenen Informationen ist der „Bresl. Gru.-Anz" zu der Erklärung autorifirt, daß die Meldung eine- Berliner Blattes bezüglich Herrn von Kotze- völlig erfunden ist. v. Kotze habe weder BreSlau, noch Bad Landeck besucht und überhaupt keinen Urlaub gehabt. Er könne deßhalb auch nicht die Fürsprache der Erbprinzesfin von Sachsen-Meiningen nachgesucht haben.
München, 22. September. Au- Berchtesgaden wird gemeldet, daß daselbst zwei Touristen, der Bankadjunct Lindner au- Nürnberg und ein Herr aus Pest, die den Hochkönig besteigen wollten, seit dem 20. ds-. MtS. vermißt werden. Es herrscht die Ansicht, daß beide Herren verunglückt sind.
Lemberg, 22. September. Ein GenSdarm verhaftete den russischen Obersten Petrowicz Kurtanow, welcher in Bauerntracht verkleidet die galizischen Festungsmanöver bei Orchewtce besichtigen wollte.
Pari», 22. September. Die Blätter conftatiren, daß die Zahl der in Frankreich wohnenden Russen seit 1876 von 7992 auf 14,357 gestiegen sei.
Loudon, 22. September. Der Zar ist auf der Rhede von Leith um 10 Uhr Vormittags unter Salutschüffen der Canalflotte eingetroffen.
Rewyork, 22. September. Au- Leadville werden blutige Ruhestörungen gemeldet. In dem dortigen Dilbergruben-Bezirk brach ein Ausstand au-, worauf die Bergwerk-.Direktoren die Gruben schließen ließen und den Betrieb einstellten. Alle nichtstrikenden Arbeiter erhielten gleichfalls ihre Entlaffung. Die Directoren wurden hierauf von den Arbeitslosen bedroht. Dieselben find mit Schußwaffen und Dynamitbomben versehen, mit welchen sie vor die Silbergruben zogen. Allenthalben hörte mau Explosionen. Hierbei wurden drei Polizisten gräßlich verstümmelt und eine Anzahl Arbeiter schwer verwundet. Die Strikenden machten sich al-dann daran, dir Gruben in Brand zu stecken, wovon sie durch herzugerufene Miliztruppen zurückgehalten wurden. Der angerichtrte Schaden ist unberechenbar.
Konstantinopel, 22. September. Der Artillerie-General Grumbkow Pascha ist heute mit einem Handschreiben de- Sultan- an den Deutschen Kaiser nach Berlin abgereift.
Konstantinopel, 22. September. Die Botschafter con- statireu, daß die von der türkischen Polizei gemeldeten Bombenfunde theilweise falsch, theilweise übertrieben seien.
Berlin, 23. September. Auf dem internationalen Frauen-Congreh wurde gestern Nachmittag hauptsächlich Über Mädchen-Gymnasien und deren Zwecke berichtet.
Berlin, 23. September. Die „StaatSb. Ztg." bezeichnet die Nachricht, daß Major v. Wtßmann von einem starken Unwohlsein befallen sei, al- völlig aus der Luft gegriffen. Gouverneur v. Wihmann habe auch am Dienstag ebenso wie am Montag Dor- und Nachmittag längere Conferenzen mit den Herren von der Colontal-Abtheilung gehabt und erfreue sich deS besten Wohlbefindens.
Berlin, 23. September. Auf Beranlaffung deS deutschen Vereins für internationale Friedens-Propaganda fand gestern Abend hier ein Friedenskongreß der Frauen statt. Das Referat hatte Frau Stritt-Dresden übernommen. SS gelangte eine Resolution zur Annahme, wonach eine obligatorische internationale FrtedenSjustiz an Stelle de» Kriege- eingesetzt werden soll.
Königsberg, 24. September. Der RegierungS-Affeffor Umpfenbach wurde wegen Herausforderung des Amts- gerichtSratheS Alexander zum Zweikampf anläßlich der Börsengarten-Affaire vom Kriegsgericht zu drei Tagen Stuben- Arreft verurtheilt.
Hamburg, 23. September. Gestern wurde in Harburg eine Falschmüuzerwerkstatt entdeckt. Zwei Falschmünzer wurden verhaftet und viele falsche Zwei-Markstücke beschlagnahmt.
Paris, 23. September. Die in Marseille noth« dürftig untergebrachteu tausend Armenier sind nach England und Amerika befördert worden.
W.B. valmoral, 22. September. DaS Zarenpaar ist gestern Abends 8 Uhr hier eingetroffen. Die Königin erwartete die Gäste und bewillkommnete sie aufs herzlichste. In Ballater traf der Kaiserzug um 7 Uhr 5 Minuten ein; daselbst bestiegen daS Kaiserpaar, der Prinz von Wales, der Herzog von Eounaugth den Wagen. Bei der Abfahrt von Ballater erglänzten ringsum von den Berggipfeln Freudenfeuer.
... Coceles unt prrotwsfcltes,
Bietzen, den 63. September.
•• Naturforscher, und AerzteBersammlnng. Die Einladung der Stadt Gießen an die Naturforscher- und Aerzte-Versammlung, unserer Stadt einen Besuch abzustatten, ist angenommen und werden die Gäste am Samstag hier eintreffen. Die Arbeiten zur Umwandlung der großen Faßhalle der Actienbrauerei in einen Banketsaal find in Angriff genommen. Der Betrieb der Brauerei wird zu Ehren der Gäste am Samstag ruhen.
•• vieberthalbahn. Infolge der Ablehnung durch unsere Stadiverordueten-Versammlung, den Personenbahnhof der Bieberthalbahn auf Oswald- Garten zu errichten, beab- fichtigt nunmehr die Kleiubahn-Baugesellschaft da» Thor- Häuschen links am Neustädter Thor als Stationsgebäude für den Personenbahnhof zu erwerben und da- vahngeleise zwischen demselben und der Lahn in einer Curoe nach dem Hamm weiterzuführen. Auch die Errichtung eines Anschluffes und eine- Bahnhofs bei der Gewerkschaft Abendstern, statt, wie erst verlangt, bei der Station Kinzenbach, hat die Genehmigung gefunden, sodaß mit dem kommenden Frühjahr die Arbeiten für die Bieberthalbahn in Angriff genommen werden können.
•• Rennbahn für Radfahrer. Die Herstellung der Rennbahn für Radfahrer, von der wir schon berichteten, daß sie auf dem Gelände der Textor-Drauerei. in Aussicht genommen sei, ist nunmehr gesichert und wird in dieser Woche mit den Erdarbeiten begonnen. Diese Arbeiten sollen dann überwintern, damit die Bahn Anfang Mai eröffnet werden kann. Die Länge der Bahn ist auf 400 Meter, bei 6 bis 7 Meter Bahnbreite und einer Eurvenerhöhung von 3 Meter, in Aussicht genommen und wird dieselbe in tech« nischer Beziehung den weitest gehenden Ansprüchen genügen. Die eigentliche Laufbahn wird in Cemeutbeton auSgeführt, während der Unterbau aus Hardtbeschotterung hergerichtet wird. Als Neuerung ist im Project vorgesehen die electrische Beleuchtung der ganzen Anlage, damit eS den Fahrern ermöglicht wird, auch bei Eintritt der Dunkelheit dem Sport obliegen zu können. Die Rennbahn erhält von der Rod- heimerstraße her einen directen Zugangsweg, wodurch auch der Weg von der Stadt nach TcxtorS Terroffe bedeutend abgekürzt werden wird. Die Mitte der Bahn und das anstoßende Gelände wird derart hergerichtet, daß sie im Winter als Eisbahn zu dienen, damit auch den Schlittschuhläufern in unserer Stadt eine weitere Stätte geboten wird, auf welcher sich dieselben sportlich bethätigen können, was besonders in Rücksicht auf die electrische Beleuchtung willkommen sein wird. Auch Spielplätze für Lawn tennis, sowie zum Thontaubsnschießen werden hergerichtet, so daß diese Anlage mit gleichen Einrichtungen in Großstädten in Wettbewerb treten kann.
** Handwerkerversammlung. Nächsten Sonntag, den 27. d. MtS., Vormittags 11 Uhr, findet in dem „Hotel Darmstädter Hof" in Darmstadt eine Delegirten- Versammlung de» EentralverbandeS hesfilcher Innungen und Berufsvereine statt. In derselben wird der Gesetzentwurf betr. die Organisation des Handwerks besprochen und über den südwestdeutschen Handwerkertag in Heidelberg sowie über die Handwerkerconferenz in Berlin berichtet werden. Die hessische Regierung wurde um Entsendung eine» Vertreters gebeten. Außerdem wurden die Herren Reichstagsabgeordneten und Oberbürgermeister des Groß- herzogthumS eingeladen. Gäste, jedoch nur Handwerker, können eingeführt werden.
*• Zum Rechner der vezirkssparkasfe tu Höchst im Odenwald wurde der erste Gehülfc an der Großh. chirurgischen und ophthalmologischen UniverfitätS-Klinik dahier, Herr I. Horn, ernannt.
•* liebet die Schaden, welche den Obstbäumen beim Abernten des Obstes zugefügt werden, schreibt man bet „Darmst. Ztg." aus Oberheffen u. A.: Leider wird bet dem Abernten deS Obstes nicht immer mit der nöthigen Sorgfalt vorgegangen. Das Obst wird bekanntlich an Denjenigen versteigert, der daS meiste dafür bietet, ob aber der Steigerer auch das Obstabnehmen versteht, danach wird wohl nicht oder selten gefragt. Wohl sieht der Käufer darauf, daß das Obst unbeschädigt in seinen Besitz kommt, ob aber beim Pflücken die Bäume nothleiden und ihrer besten Aeste und Triebe beraubt werden, danach fragt der Steigerer nicht und doch liegt gerade in der schonenden Behandlung der Bäume bei dem Obstpflücken die Gewahr für das Gedeihen der nächstjährigen Ernte. ES sollten deshalb die Gemeinden darauf sehen, daß daS Obst auch sachgemäß gepflückt und nicht durch Unkundige und Kinder den Bäumen Schaden zugefügt wird, der die folgende Ernte ganz erheblich beeinträchtigen kann.
Falscher Geld. ES sind wieder falsche Fünf mark» stücke in Umlauf. (Sin Theil trägt daS Bildniß Kaiser Wilhelm» L, die Jahreszahl 1876 und das Münzzetchen A; ein anderer Theil ist mit dem Bildniß de» König» Karl von Württemberg, der Jahreszahl 1876 und dem Münzzeichen F
versehen; andere wieder tragen daS Hamburger Wappen w dem Zeichen J. Die Falsifikate find erkenntlich an de, eigentümlichen Hellen Glanz, sowie an dem leichten Gewicht Einige Stücke wiegen nur 18 Gramm und find künstlich gt» chwärzt; die Farbe fitzt besonder» an dem Adler und der Schrift, wahrend sich die natürliche Schwärzung gleichmäßig über die ganze Münzfläche verbreitet. Die Falsifikate find namentlich am Rande leicht erkenntlich. Bei der Raudschrit „Gott mit Un»' ist das Wort „UnS" fo schlecht auSgeprägi, daß dasselbe manchmal ganz fehlt.
Laubach, 21. September. Einer hiesigen Einladurg Folge gebend, veranstaltete der Gesangverein „Sänger, kranz" von Gießen am gestrigen Tage einen AuSflu, nach unserer Stadt. Mit dem Frühzug von Gießen kommen gingen dieselben von Grünberg au» nach Oueckborn zur Be> fichtigung der dortigen Wafferleitung»werke (bekanntlich liegt, hier die Quellen, die die Stadt Gießen mit Waffer versorgen) Auf der Nenmühle von hiesigen Herren empfangen, gelaagtt» dieselben um 1 Uhr Mittag» hierher, nm im Hotel zu, SchÜtzenhof da» Mittag-mahl einzunehmen. De» Nachmittag versammelte sich eine größere Anzahl Gäste, um sich an bt, gediegenen musikalischen Vorträgen de» von Herrn F. Bauet geschickt dirigirten Verein», sowie an den Einzelvorträgn eine» Gießener Sänger», sowie eine» bekannten hiesig» Tenoristen zu erfreuen. Reden wechselten mit den mit große» Beisalle aufgenommenen Gesängen und viel zu früh sand eai beim heranbrechenden Abende die Stunde de» Abschied». — Ltider blieb das schon wochenlang dauernde, launische Wetter auch an diesem Tage seinem Lharacter treu und vereitelt den geplanten Gesammtau-flug auf den RamSberg; bei ließen sich einige tapfere „Alte" nicht nehmen, eine fonnigt Stunde zu benutzen, um durch die „Gombach"sümpse h: Aufstieg zu unternehmen, sich an der gerade günstigen AuSsiä: zu ergötzen und ein muntere» Liedlein in» Thal hinabzuschick» Man trennte sich mit dem Rufe: „Auf Wiederfehen im nächste» Frühjahre!" Gr. Anz.
□ Darmstadt, 22. September. Auf Veranlassung eine» au» Angehörigen der nationalliberolen und der confer- vativen Partei bestehenden vorläufigen ComitöS fand heu:t Abend eine Bespr echung in der „Stadt Pfungstadt- hin- sichtlich der aufzustellendeu Candidaten für Darmstadt zur nächsten Landtagswahl statt. Zum Vorsitzenden der ver- fammlung wurde Herr Direktor Nodnagel gewählt. AI» Candidaten kamen in Vorschlag der seitherige Vertreter, Herr Otto WolfSkehl, deffrn Verdiensten in gebührender Weise gedack' wurde, und, an Stelle deS krankheitshalber eine etwa'ge Wiederwahl leider ablehnenden Herrn Hofbuchhändler Berg> fträßer, Herr Recht»anwalt Schmeel. Die Versammlung stimmte dem einhellig zu. Ein aus Len Eioberusrrn unö Anderen zu wählendes engeres Comitö für die Candidatvr WolfSkehl-Schmeel soll einem weiteren öomilS Vorschlag bez. der Wahlmänner machen und letzteres dieselben für die genannte Candidaten aufstellen. Die Versammlung stimm» den die Verdienste deS Herrn BergstrLßer warm anerkennen» den Worten des Herrn Dr. Osann zu und die Anwesend» erhoben sich zum äußeren Zeichen dieser Zustimmung oci ihren Sitzen; da» Präsidium wurde beauftragt, die» Her» Bergsträßer zu übermitteln. — Ein heute zu den Landtags' wählen für die Stadt Darmstadt in den „Neuen Hessische» VolkSblättern" erschienener Aufruf, der von Angehörig» der christlich-sozialen, der antisemitischen, der Zentrum»- iir) der deutsch-freisinnigen Partei unterzeichnet ist, richtet fh in scharfen Worten gegen die nationalliberale Partei uni die seitherige Vertretung. Al» Candidaten von dieser ®eih werden, soweit wir erfahren, genannt die Herren öolthauf director Bernhard, Dr. Lucius, Reinemer und Schupp.
68. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte.
Frauksurt a. M., 22. September 1896.
Gestern Nachmittag fanden bereits einige Abtheiluoz^ Sitzungen statt.
Der Vortrag von Dr. med. Below-Berlin über: „Rafsir und zonenvergleichende Physiologie und Pathologie" eröffve-e die Arbeiten der in diesem Jahre wieder neu begründe« Sektion für Tropenhygiene. Redner führte Folgende» ar» Der Gradmeffer de» Werthe» unserer wiffenschaftlichen »Übungen in der Medicln ist und bleibt doch immer H: Erfolg in Therapie und Prophylaxi». So Tüchtige» Bewundernswerte» den nordischen Seuchen gegenüber xa der neuen Bakteriologie geleistet worden ist, so unvollkomnn bleiben die Erfolge gegenüber den Tropenseuchen, Gelbfiett: und Malaria mit ihren Untersorten, die unsere Beamten m Eingewanderten in den Colonien decimiren. Da» tomr daher, daß hier die AcclimatisationSfrage mit der ©ewfcr entstehungS-Frage eng verwachsen ist, wie Becker da» '' seinem Aequatorialgesetze der Artenbildung durch Zonenweäfrl nachwetft. Vom Standpunkte de» Techniker» allein körn man diesen Verhältnissen nicht beikommen. Mit der Gkt' deckung einiger neuer PlaSmodien-Arten ist e» nicht getfar- Die neue bacterioskopische Technik hat sich in den Dienst btf Aellularpathologie, der alten berufenen und bewährten Führer» zu stellen; unter deren centralen Leitung habe man dem bfl I Akklimatisation zu Grunde liegenden Naturgesetz nachzuspüeei. auf welche» er (Redner) hingewiesen habe.
In der Abtheilnng: Zahnheilkunde sprach Dr. Hei!' mÜller-Göttingen über: „Die sofortige schmerzlose <h* fernung der Zahnpulya." Redner führte au»: Entwrdo macht man die Zahnpulyen im Oberkiefer durch Sinspritza von Cocain in» Zahnfleisch gefühllos ober man macht eirf Theil ber Pulya durch Aethyl-Chlorid unempfindlich, fH* mit einer Pravaz-Spritze in diesen unempfindlichen Theil n* spritzt Cocain in die Pulya. Letztere kann dann mit Rutz schmerzlos entfernt werden, da die Betäubung etwa 15 Mintt» anhält.
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