Ausgabe 
24.7.1896 Zweites Blatt
 
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Schließlich wurden doch von beiden Schuldnern, nachdem fie

Vermiethungen.

6740

I. A-: Bogt.

vermiethen

KaplauSgastelS.

Liebigstraße 13.

6749

6743

bietend versteigern.

Schutz-

Marke.

6741

gebraucht hatten, jedem zusammen ist der richtige

Befitzwechfel. Bor einigen Tagen kaufte die Frau Dtw. Wilh. Seultng aus der Seulingschen CoucurS- »affe daS HauS Wetzsteinstraße Nr. 41 mit dem dabei be- findlichen Bauplatz für den Preis von Mk. 20,500. Da« HauS, Kreuzplatz Nr. 4, den Erben des Friedrich Küger gehörig, ging heute durch Kauf für den Preis von 29,000 Mk. in den Besitz des Kaufmanns Hermann Mettenheimer (in Firma Mettenheimer und Schult­heis) über.

♦♦ Verhaftung. Heute Morgen wurde gegen den Tage­löhner Konrad Schäfer in Treis a. d. L. vor dem Schöffengericht unter Ausschluß der Oeffentlichkeit ver­handelt. Das Ergebniß der Verhandlung war, daß der Angeklagte unter dem Verdacht deS Verbrechens im Sinne des § 173 in Haft genommen wurde.

Kornversteigerung.

Montag den 27. Juli d. I. will Rechner Schmidt in Londorf feine Kornernte in Loosabthetlungen an Ort und Stelle öffentlich meist-

Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr bei der Wirthschaft des Herrn Jordan.

G. Darmstadt, 24 Jnli, 4 Uhr 14 Miu. Nachm. Der Staatsvertrag über die Hessische Ludwigsbahn wurde mit 30 gegen 16 Stimmen in namentlicher Abstimmung angenommen.

-|- Hungen, 23. Juli. Unser Turnverein begeht fern« »enden Sonntag das Fest der Einweihung und lieber- gäbe der neuen Turnhalle, wofür daS nachstehende Programm festgesetzt ist: Gegen 3 Uhr Nachmittags bewegt sich ein durch sämmtliche hiesige Vereine zu bildender Festzug durch die Stadt nach der Turnhalle, daselbst: 1. Weiheact und Festrede, Uebergabe deS neuen Gebäudes, 2. Ordnungs- uob Fre übungen, 3. Wettturnen, 4. PreiSvertheilung- nuch ist ein schöner Damenreigen projectirt. Die Turnhalle hat sehr pcacttsche Räumlichkeiten und hübsche Einrichtungen aufzuweisen.

-ö- Höchst a. d. Nidder, 23. Juli. Wie berechtigt die vom UnfalloerficherungSgesetz mit aller Entschiedenheit ge­forderten Vorsichtsmaßregeln bei Anlage von Scheunen­gerüsten, Treppen usw. find, weil dadurch unzählige Unfälle verhütet werden können, lehrt wieder folgender Fall. In dew benachbarten Eichen war gestern Nachmittag ein Land' wirth, NamenS Balthasar Laubach, in der Scheune beschäftigt, um Stroh von dem unter dem Dach befindlichen Gerüst zu holen. Dabet gerieth er auf dem glatten Stroh iriS Rutschen und stürzte infolge der wetten Lage der Balken deS Gerüstes durch dasselbe hindurch von beträchtlicher Höhe herunter in daS sogenannteViertel". Der bald erschienene Arzt constatirte Bruch der Schulterknochen. Der Verunglückte liegt schwer krank darnieder.

-o- Aus dem Ntdderthale, 23. Juli. Die Aussichten aus eine ergiebige Grummerernte find iu diesem Jahre biß jetzt noch ziemlich mäßig; denn durch die vorausgegangene trocken-warme Witterung hat da« Ungeziefer in der Erde, hauptsächlich die Nimmersatten Engerlinge, dermaßen über- haud genommen, daß manche Wiesen, welche sehr trocken gelegen und daher von jenen Schädlingen besondeS stark heimgesucht find, infolge der zernagten Wurzeln der Gräser vollständig verdorrt auSsrhen. Einige durchdringende Regen lärmten in dieser Beziehung sehr von Nutzen sein. Die heurige Beerenernte ist in hiesiger Gegend wieder eine recht reichliche und es wird, insbesondere auS Stachel- und Johannisbeeren, allenthalben viel Wein bereitet.

§§ Bermuthshain, 23. Juli. Der Artikel von hier in Nummer 171 dieses Blattes bedarf noch einer Erklärung mb Richtigstellung. ES handelt sich um einen Steuerzertel mit skch rPfennig, welche zwei hiesige OrtSbürger als Erben eines verstorbenen Verwandten zu zahlen hatten. Dieser Steuerzettel lautet auf ein sehr kleines Bischen Erdboden, welches diese Erben gar nicht im Besitz haben, eS ist also thatsächlich nicht mehr vorhanden, sondern vor mehreren Jahren zum Bau der Staatsstraße verwendet worden. Infolge deffen weigerten sich genannte zwei Personen, diese sechs Pfennige Steuer zu johlen, um dadurch die Sache klar zu machen. Es war dieser Weg jedoch ein falscher. Einem wurde die Wand- ohr, dem Anderen eine Milch lade gepfändet. Von Seiten des Pfandpersonals sollten dann am Versteigerungstag die Pfänder aus dem Besitz gebracht und darnach versteigert ive-den, wobei dem Pfandpersonal sogar Widerstand geleistet worden sein soll, sodaß der Pfandmeifter seinen Revolver gezogen haben soll, auch die Gendarmerie von dem benach­barten Grebenhain zur Hilfe requirirt werden mußte.

Anzeige« de* Stabt Gietzen.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

Sonntag, den 26. Juli. 8. Sonntag nach Trinitatis.

I« der Stadtkirche.

Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Dr. Grein.

Beichte und heil. Abendmahl für die Marcusgemeinde im An­schluß an den Gottesdienst. Anmeldungen vorher erbeten.

Vormittags lV/< Uhr: Kinderkirche. Pfarrer Dr. ©rein.

Am nächsten Sonntag, den 2. August wird Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäusgemetnde gehalten werden. Anmeldungen werden vorher bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten.

3« der Jshamre-kirch«.

Vormittag« 78/< Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Gottesdienst mit Christenlehre für die Neuconfirmirten der Johannesgemeinde.

Vormittags 9J/a Uhr: Pfarrer Dingeldey.

Beichte und heil. Abendmahl für die Lucasgemeinde.

Vormittags HVt Uhr: Kinderkirche für die Lucasgemeinde: Pfarrer Dingeldey.

Vormittags 9 Uhr: Versammlung der neuconfirmirten Mädchen der Lucasgemeinde. Pfarrer Dingeldey (Besondere Confirma- tionsfeier.) ______________

Witterungsbericht vom 23. Juli.

Die Lustdruckvertheilung bat fich seit gestern im Allgemeinen wenig geändert. Der ganze Norden, Osten und Süden Europas gehören einem ausgedehnten Depresfionsgebiet an, während von Westen her hoher Druck wett ostwärts nach Central-Europa.herein­ragt, doch ist innerhalb des Maxtmalgebtets die Vertheilung des Barometerstandes unregelmäßig geblieben und find vielfach kleinere Thetlminima zu erkennen. Gestern haben in ganz Süddeutschland wieder ausgedehnte Gewitter stattgefunden. Die Temperaturen find infolge dessen merklich zurückgegangen.

BonavSftGUiche Bitunmei

Zunächst noch trübes Wetter mit wechselnder Bewölkung, dann wieder Besserung

fich die Sache reiflich überlegt und Einficht die Beträge nebst Kosten, nämlich von 2 Mk. 93 Pfennige, bezahlt. Dies Sachverhalt!

urtheilten Verbrechern befanden fich 118, unter 202 zum Tode verurtheilten 121 ehemalige Trunksüchtige.

* Wegen SclavenraubeS, begangen an fünf Sclaveu jugendlichen Alters, find von dem kaiserlichen BezirkSamtr iu Bagamoyo, Deutsch - Ostafrika, die auf frischer That er­griffenen Munimooa wadt Majuta, Rajabu wadi Munimkau und Rajabu wadi Schaka zur Todesstrafe verurtheilt worden. Al- die Sciavenräuber sich von dcm Gouverne­ments-Dampfzollkreuzer verfolgt sahen, versuchte der zuerst Genannte, die geraubten fünf Sclaven über Bord zu werfen, wurde aber an seinem Vorhaben durch den Rajabu wadi Schaka verhindert. Mit Rückficht hierauf ist die gegen den Letzteren erkannte Todesstrafe in fünfjährige Kettenhaft um­gewandelt worden. Die Urtheile find bestätigt worden.

Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeffen am 24. Juli, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 18, Luft 16».

Rübsamen'sche Badeanstalt.

Gießen, den 24. Juli 1896.

Großh OrtSgericht Gießen- I. A-: Bogt.

Büdingen, 21. Juli. Der Hammer bei Büdingen ist durch Kauf für die Summe von 20 000 Mk. au Herrn Peter Wagner dahier übergegangen.

Offenbach, 24. Juli. Wie derOffenbacher General­anzeiger" meldet, beschäftigte fich. die gestrige Stadtverordneten- Sitzung im zweiten Plenum mit dem in Aussicht genommenen Project über die Herstellung eine- Handels- und Sicher- h eitsHafens. Infolge der beabsichtigten Weiterführuug der Kanalisation des Mains bis Offenbach und der Fortsetzung deS Staue- bis dahin durch Errichtung eine- neuen Nadelwehres etwa an der Offenbach-Oberräder Gemarkungsgrenze wurde die Stadt von Großh. Ministerium aufgefordert, ihre Bereit­willigkeit auszusprechen, für diesen Fall auf eigene Kosten oberhalb dieses neuen Wehres einen genügend großen Schutz- Hafen zu erbauen, worauf die Stadt fich in bejahendem Sinne äußerle. Um den handelspolitischen Jntereffen der Stadt entgegenzukommen, beschloß man, nicht nur die Herstellung eines Sicherheit--, sondern auch die eines Handelshafen- io dem auf dem Plane dargestellten Umfange im Allgemeinen zu genehmigen, da- für das ganze Hafengebiet, einschließlich des Nordrings, nölhige Gelände erforderlichen Falle- ent­eignen zu laffen, die Beschluhfaffung über die Art und Weise und den Umfang der Ausführung im Einzelnen aber sich für später vorzubehalten. Der Hafen ist am linken Mainufer auf dem Gelände unterhalb der Brücke nördlich von der zukünftigen Ringstraße, dem Nordring, geplant und wird mainsettig durch einen hochwafferfreien Deich begrenzt.

Katholische Gemeinde.

(Nachdruck ohne Genehmigung untersagt.)

Samstag den 25. Juli.

Nachmittags um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenhett zur hl. Beichte.

Sonntag den 26. Juli. 9. Sonntag nach Pfingsten.

Vormittags von 6'/, Uhr an Gelegenhett zur hl. Beichte;

, um 6Ve Uhr erste hl. Meffe;

um 7Ve Uhr Austheilung der hl. Commurtton;

um 8 Uhr zweit: hl. Messe;

w um 91/, Uhr Hochamt mit Predigt; ,,

Nachmittags um 2 Uhr Christenlehre; daraus Andacht für die Ab­gestorbenen. _______________

Gottesdienst der israelitischen ReNgionsaesellschast.

Freitag Abend 7" Uhr, Samstag Vormittag 8 Uhr, Nach- mtttag 4 Uhr, Sabbathausaang 9" Uhr.

Nachmittag 3^ Uhr SchrtfterklLrung. Wetzsteingasse 8.

Wochengottesdienst Morgens 6M Uhr, Abends 7 Uhr.

Ve*«rs<ht6O

Frankfurt a. M., 23. Juli. Die Samoaner- Truppe im Zoologischen Garten war während ihre- 24tägigen Aufenthalts hier von 54,000 Personen besucht und brachte dcm Zoologischen Garten eine Einnahme von über 20,000 Mk. nach Abzug der Kosten und de- Antheils des Unternehmers, mit welchem die Direction, wie gewöhnlich bei solchen Veranstaltungen, ein Abkommen getroffen halte, wonach derselbe einen Theil der Einnahme erhielt, wodurch da- Rifiko gemeinschaftlich getragen wurde. Die Schau­stellung war meist von gutem Wetter begünstigt, und beson­ders die Sonntage, wenn fie auch bei drohendem Himmel anfiagen, in ihrem weiteren Verlauf derart, daß eine große, oft übergroße Menschenmenge die Gelegenheit zur Befichti- gung deS Gartens und der Carawane benutzte.

* Ämabetg, 23. Juli. Peinliche- Aufsehen erregt das amtliche Etngeständniß, daß Selbsteiuschätzungen hiesiger einkommenftruerpflichtiger Bürger als Maculatur verkauft worden find.

* Metz, 22. Juli. Die Perronsp erre wird dem­nächst auch bei den ReichSeisenbahnen in Elsaß-Lothringen eingesührt werden. Die Vorarbeiten dazu find fleißig im Gauge. Ein früher hier, jetzt in Pont-L Mouffon wohn­hafter Wirth Namens Sonntag wurde gestern Nacht, als er nach Hause zurückkehren wollte, auf dem Bahnhof verhaftet. Man nimmt an, daß er der Spionage verdächtig sei.

Löwen, 22. Juli. Statistische Erhebungen, welche der Arzt vr. Maison über den Einfluß der Trunksucht auf die Bevölkerung des hiesigen Central-Zellengesängniffes an- gestellt hat, haben ergeben, daß von 2826 Gefangenen, die von 1874 bis 1895 hier eingebracht wurden, 1157 offen­kundige Schnapstrivker waren. Ueber das Vorleben von 238 jener 2826 Gefangenen konnte keine Auskunft erhalten werden. Unter 216 zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe ver-

Stadl. Schlachthalls.

Freibank. [6744

Heute und morgen:

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Schweinefleisch richt ladenrein, pr. Pfd. 45Pfg.

daselbst,

Flur 26 Nr. 2656/10 643 qm Hofraithe daselbst

öffentlich meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 24. Juli 1896.

Großh. Ortsgericht Gießen.

Arbkitsverstkigeruag.

Mittwoch den 29. Juli l. I., Nachmittags 5 Uhr, soll auf dem Rathhaus zu Wieseck die Pflasterung der Eichgaffe, veranschlagt zu 945 Jt, versteigert werden.

Wieseck, am 23. Juli 1896.

Großh. Bürgermeisterei Wieseck.

Sommerlad. 6757

Saat-Erbsen

empfiehlt billigst

M. Rosenthal

Ssmstsg den 5. September, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Eberhard Fenster Eheleute« in Gießen gehörigen Immobilien:

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