Ausgabe 
24.7.1896 Erstes Blatt
 
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worden seien. Mehrere TrooperS sagten au-, Jamesou, Grey und Coventry hätten den Leuten gesagt, fie rückten zu dem Zwecke au-, englische Frauen und Kinder zu befreien- 1000 Mann würden von Johannesburg aus zu ihnen stoßen. Ein Gefecht würde nicht erwartet, doch würden, wenn eS vöthig fei, die berittenen Schützen und die berittene Polizei von Bechuanaland fie unterstützen. Ein anderer Zeuge machte im Kreuzverhör, welches mit ihm von der Dertheidigung vor- genommen wurde, Mittheilungen über zwei Telegramme, welche zeigten, daß Oberst Grey gemäß directer Autorifirung der Regierung gehandelt habe, als er die Auflösung der Grenz­polizei von Bechuanaland und ihre Uebertragung au die Chartered Company beeilt habe.

Loudon, 22. Juli. Anläßlich der heutigen Feier der Hochzeit der Prinzessin Maud mit dem Prinzen Carl von Dänemark find alle Straßen in der Um­gebung von Marlborough House und Buckingham Palast, so­wie die des Westend festlich geschmückt und durch eine un­geheure Bolköwenge belebt.

Molde, 22. Juli. Die KaiseryachtHohenzollern" blieb heute hier vor Anker- während des Tages nahm der Kaiser Borträge entgegen. DaS Wetter ist trübe und regnerisch, so daß die geplanten Laudpartieen verauSfichtltch aufgegeben werden- Morgen findet die Zusammenkunft deS Kaisers mit dem Könige von Schweden und Norwegen statt, welcher um 9 Uhr auf derHoheuzolleru" zum Frühstück erwartet wird. König OScar wird von seinem norwegischen Hofstaate begleitet sein.

Konstantinopel, 22. Juli. Meldung deS Wiener tele­graphischen Corresponbeuz-BureauS. Die Meldungen über die Umtriebe von Bauden in Macedonteu werden als zweifellos übertrieben betrachtet. ES handelt fich nur um die gewöhnlichen alljährlich auftauchenden Räuberbanden. Die Pforte trifft trotzdem alle Vorsichtsmaßregeln und entsendet 6500 Mann nach dem im Vorjahre gefährdeten, von Kuma- vova über Schtip!je-Strumitza'SereS dis zur bulgarischen Grenze reichenden Rayon.

Depesche« de» B»re«e »Herold*.

Berlin, 22. Juli. DieNordd. Allgem. Ztg." kritifirt in einem Leitartikel daS Verhalten der soctalisttscheu Fraction und stellt fest, daß derVorwärts" keine einzige That seiner Partei vorzuführen vermöchte, auS der die directe positive Befferung der Lage der Arbeiterklaffe herausgewachsen wäre.

Berlin, 22. Juli. Der Abgeordnete v. PodbtelSkt wurde zum Geuerallieutenant befördert. Die Auflösung deS Geschwaders der Uebungsflotte ist für den 15. September tu Aussicht genommen. Der Kaiser wird derPost" zusolge nach Beendigung der Kaisermanöver in Schlesien auch den Hauptschlußmanövern der Flotte beiwohnen. Er wird fich zu diesem Zweck wieder au Bord der Hohen- zollern einsch^ffen. Der Reichskanzler beabsichtigt am 8. August Alt-Auffee zu verlaffen. DieNordd. Allgem. Ztg." tritt der Auffaffung entgegen, daß der CultuS- mintfter beabsichtige, die Städte auf dem Gebiete des UnterrtchtSweseuS tn Ihrer Selbstverwaltung zu beeinträchtigen, was hinsichtlich der Schulaufsicht besonders der Fall sein soll.

Berlin, 22. Juli. Lthung Tschang erhielt vom Kaiser von China die Erlaubntß, sich von London aus direct, ohne Wien und Rom zu besuchen, nach Washington zu begeben, damit er im October noch vor Eintritt der großen Herbst- stürme wieder in seinem Vaterlande sein könne. Nach seiner Rückkehr soll die ganze diplomatische Vertretung Chinas in Europa reorganifirt werden.

Thorn, 22. Juli. Heute Nachmittag wurden durch einen Berliner Polizeicommiffar der Schachtmeister Farin und der Schuhmacher Albrecht in der Vorstadt Mocker wegen Landes- verraths verhaftet.

München, 22. Juli. DaS russische Katserpaar wird auf seiner Reise von Wien nach Darmstadt das König­liche Schloß Herrenchiemsee besichtigen.

Paris, 22. Juli. Der Präsident der TranSvaal-Republik, Krüger, und General Joubert erhielten das Großkreuz der Ehrenlegion.

Pari», 22. Juli. DerEvönnement" versichert, daß daS Czarenpaar sich nach feinen Besuchen in Kopenhagen, Berlin und Wien nicht nach Paris und London begeben wird. Dasselbe wird fich in seiner Uacht einschiffen und in Ports­mouth, Brest, Lissabon, Barcelona, Mesfina, im PiräuS und bei Konstantinopel anlaufen.

Paris, 22. Juli. DaS PanzerschiffMagenta" lief bei Algier auf. Daffelbe wurde gestern Abend wieder flott gemacht. ES hat nur leichte Havarie erlitten.

London, 22. Juli. Auf der Insel Formosa ist, wie denTimes" aus Stngapore gemeldet wird, unter den Ein­geborenen ein Aufstand auSgebrochen.

Belgrad, 22. Juli. Wie nunmehr feststeht, findet an* läßlich des im nächsten Monat erfolgenden Besuchs deS Königs Alexander bei dem Fürsten von Montenegro die Verlobung des Königs mit der Prinzesfin Helene statt.

Athen, 22. Juli. Die gestern abgehaltene Versammlung der Cretenser beschloß die Absendung einer Depu­tation an den König. Die Zeitungen fordern neuer­dings in heftigem Tone die Regierung auf, Kriegsschiffe nach Creta zu entsenden, wenn auch angeblich nur zum Schutze der eigenen Untertanen. DaS Recht hierzu könne keine Macht Griechenland absprechen. Biel gelobt wird das energische Einschreiten de» österreichischen ConsulS dem Abdullah Pascha gegenüber, wodurch in den letzten Tagen viel Blutvergießen verhindert wurde. Die Zahl der hier eingetroffenen Flücht­linge beziffert fich bereis auf 3000.

Aewyork, 22. Juli. Die Polizei von Chicago verhaftete eine Räuberbande, welche seit langer Zeit die Stadt in Schrecken versetzte, da dieselbe ihre Verbrechen sogar am hellen Tage verübten.

Peking, 22. Juli. Der Handelsvertrag zwischen China und Japan ist unterzeichnet worden.

Berlin, 23. Juli. Von den Südafrikanern, die fich gegeuwärttg sehr zahlreich in Europa aufhalten, hört man, oweit fie nicht rein britischer Herkunft find, große Besorg- ntffe über die Lage in Südafrika und deren weitere Entwickelung aussprechen. Seit der Katastrophe Anfang Januar ist denBerl. Reuest. Nachr." zufolge kein einziger Schritt zur Anbahnung einer Berftäudiguvg zwischen den Baren und den Engländern gethan worden. Die brittsche Regierung weicht allen Anfragen und Vorschlägen aus. Der Ausgleich ist nicht nur keinen Schritt vorgerückt, sondern die Gegensätze verschärfen sich ununterbrochen, sodaß man an eine riedliche Lösung der Dinge gar nicht mehr denken kann.

Altona, 23. Juli. Gestern Abend schlug der Blitz tn den Draht der Hamburg-Altonaer electrischen Bahn. Der Draht verbrannte und infolge deffen trat eine etnftündige Verkehrsstockung ein.

Neapel, 23.Juli. Hier wurden drei große Falsch- münzen entdeckt.

Loudo», 23. Juli. Nach Unterzeichnung des TranregisterS des Prinzen von Dänemark mit der Prinzessin Maud verabschiedete sich die Königin von den Neuvermählten und zog fich zurück. Die übrige Gesellschaft linirte im Buckingham Palace und fuhr dann zurück nach Marlborough House. Abends reiste daS Brautpaar auf einen Landsitz nach Appletonhall.

Paris, 23. Juli. Vicekönig Lihung Tschang iattete dem Minister des Aeußern, Hanotaux, einen zwei- iündigen Besuch ab.

Havre, 23. Juli. Im hiesigen Hafen collidirten der französische DampferSt. Mark" und der englische DampferF ovtainsalb ey". Ersterer sank sofort und blokirte den Eingang zum Hafen.

Petersburg, 23. Juli. General Obrostmau, bekannt auS dem rusfisch türkischen Krieg, ist gestern gestorben. Der Sohn deS Königs von Corea trifft demnächst am Czarenhof zu Besuch ein.

Bukarest, 23. Juli. Kaiser Franz Josef wird hier der großen Heerschau beiwohnen und dann auf Schloß Pelosch mehrere Tage verweilen.

Pera, 23. Juli. Bei einer Militärftreife gegen 13 Galovaer Frauenräuber wurden drei derselben getödtet und einer gefangen. Lösegeld wurde nicht gesunden.

Cocates mtfc protHttjicU«*

Gießen, den 23. Juli.

** Gießener Länger-Bereinigung. Gleib erg-Concert. Vom schönsten musikalischen Erfolg war daö gestrige Concert begleitet, nörgelnde Kritlker würden zwar hier und da ein Aber" einzuschieben haben, wir können unS jedoch ganz gut auch ohne dieses Wörtchen behelfen. Opferfreudigkeit, Fleiß und Können, daS sind die Factoren, die zum Er- folge führten und wenn man hierbei Herrn Franz Bauer, dem Leiter des ConcerteS den größeren Procentsatz bewilligt, so wird gewiß Jeder neidlos zustimmen. Herr Mufikdirector Krauße leitete die Concertpiecen für Orchester und hat mit seiner fleißigen Mufikerschaar mit bekannter Sicherheit und Schneid gespielt. Sehr danken wir den beiden Solisten, Herrn Haubach (Bar.) und Herrn Schirmer (Ten.) für ihre Gesangsleistungen, mögen sie selbst dem lieben Herrgott für ihre schöne Stimmen und fich selbst für die weise Be­nutzung derselben danken. Herr Bock begleitete gewandt und musikalisch an einem prachtvollen Bechstein auß dem Magazin von Wtlh. Rudolph. Gedenken wir nun des Gros der Mitwirkenden, der Sänger, so kann dieses Gedenken nur ein sehr freundliches und anerkennendes fein, sie Haden wacker ihre Pflicht gethan. Thomas Koschat hätte seine Helle Freude an der Wiedergabe seinesVerlaffen" gehabt, und vieles dabei lernen können. Ob der pekuniäre Erfolg dem musikalischen gleichkommt, bezweifeln wir, der Sängerschaar, die seit Wochen mit Hingebung und Zeitopfer, Proben auf Proben treu abgehalten hatte, wäre auch nach der gedachten Richtung hin eine größere Aufmunterung zu wünschen gewesen. Bei vielen festlichen Gelegenheiten werden die Sänger zur Mitwirkung aufgefordert, wo waren die, welche so oft ihre Festlichkeiten durch die Sänger fich verschönern laffen? Nach dem Concert hielt eine sehr animirte Reunion die Sänger mit ihren Damen und Gästen noch lange zusammen und der Wunsch, den Bund, der seine Feuerprobe so glänzend be­standen, weiter zu erhalten, wurde von allen Seiten laut.

Gartenbau Ausstellung. Die von den hiefigen HandelS- gärtnern beabsichtigte Local-Gartenbau-AuSstellung findet vom 13.16. November d. IS. tn Steins Saalbau statt. Eine Prämttrung wird damit nicht verbunden sein, man will viel­mehr die Beurtheilung der Leistungen der einzelnen Aus­steller ganz den Besuchern der Ausstellung Überlaffen.

Architecteu-Beretn. Wie aus dem Juseratentheile zu ersehen, so veabfichtigen hiesige Privatarchitecten, zur Wahrung ihrer Jutereffen eine Bereinigung herbetzusühren. Da in allen größeren Städten derartige Bereinigungen fich als practisch erwiesen haben, so ist es zu begrüßen, daß auch hier eine solche zeitgemäße Anregung gebracht worden ist.

* * Turnerisches. Nächsten Samstag den 25. dS. MtS., bei trockenem Wetter, unternimmt der Turnv erein seinen gewohnten Nachtturngang auf den DünSberg. Abmarsch 12 Uhr von der Lahnbrücke. Kaffee Sonntag Morgen um 5 Uhr bei Wirth Schlierbach in Bleber. Bet gutem Wetter eine prächtige Tour, die manchen Liebhaber herbeiztehen wird. Auch Freunde der Turnerei find willkommen.

* Militärisches Radwettfahreu. Die gute Aufnahme bei ersten Militär-RadwettfahrenS hat den VereinSportplatz" zu Leipzig veranlaßt, falls die kaiserliche Genehmigung er- theilt wird, ein Radwettfahren zu veranstalten, an dem fich alle Garnisonen de» Deutschen Reiches beteiligen können.

* Befitzwechfel. Der bisherige Pächter des Hotel- Restaurant Katserhof, Herr I. Baab, hat dasselbe für den Preis von 97 000 Mk. vom Architecten Seultng eigen- thümlich erworben.

Für Ausflügler. Mau schreibt unS: Zwischen Halte- teile Friedelhausen, Maia-Weserbahu. und dem Staufen- )trg (20 Minuten zu Fuß) ist ein sehr schöner und gang, barer Weg neu hergestellt und eS empfiehlt sich, diesen Weg als den kürzesten und besten zu der herrlich gelegenen Höhe zu benutzen. Die Restauration im Burggarten ist recht empfehlenSwerth.

Ueber die geplante Converttrung der 4procenttgeu Prtiritäts Obligationen der Hesstsche« LndwigSbahn tn 3pro- centige durch die hessische Regierung heißt eS tn derFrkf. Ztg.": Für die Besitzer bedeutet die Umwandlung einer bisher 4 pCt. betragenden (Kapitalanlage in eine etwa 3proc. Rentabilität die Verkürzung um nahezu den vierten Theil deS bisherigen Einkommens, und daS dürfte gerade bet den Prioritäten der LudwtgSbahn sehr empfindlich werden. Denn während die Ketten der LudwtgSbahn, wenigstens zu einem Theile, fich in spekulativen Händen befanden, vielfach übrigen» tn norddeutschen, find die Prioritäten der LudwtgSbahn auS- chließlich für die solideste (Kapitalanlage verwendet worden, weit überwiegend tn Hessen selbst, insbesondere auch für die Anlage von Mündelgeldern, für Stiftungen, Sparkassen rc., da Hessen bisher nur einen relativ mäßigen Betrag von StaaiSschuldverschreibungen umlaufen hatte. Soweit der- artige Geldanleger aber nicht gezwungen sind, an den im Umtausch gewährten Staatepapieren festzuhalten, werden fie bet einer so starken Z'nkherabsetzung um so leichter fich ent« schließen, nach einer besser verzinslichen, wenn auch riskanteren Anlage zu suchen. Im Reichstage, tn der preußischen wie in der bayerischen Kammer find wiederholt die sachlichen Gründe überzeugend bargelegt worben, nach denen die Regie­rungen über die Frage einer Converfion auch nur der 4proc. Staatsanleihen mit weitgehendster Vorsicht sich entschließen müssen, auch daß sie hierbei nicht einzig fre fiscalischen In- teressen sprechen lassen dürfen, sondern zugleich schwerwiegende Gesichtspunkte von allgemein wtrthschaftlicher Art in Betracht zu ziehen haben, und fie sind deshalb noch nicht einmal zur Herabsetzung auch nur auf 3J/2 pCt geschritten. Bei den LudwigSbahn-Prioritäten handelt eS fich nicht um Milliarden tote bet den titerprocentigen deutschen Staatsfonds, aber doch um eine, insbesondere für Hessen große Summe, und das Vorgehen würbe burch seinen Einbruck als Symptom viel­leicht noch tiefer wirken wie burch bie Höhe bei Betrages. Selbstverständlich wird man den Convertirenden eine gewisse Prämie bieten müssen- aber selbst wenn fie dabei gegen CourSvetlust völlig geschützt werden sollten, im Zivsgenuß refultirt doch für fie eine so starke Herabsetzung, wie fie bisher auS guten Gründen für das GroS der vierprocmtigen deutschen StaatSpapiere nicht gewagt worden ist, selbst nicht als die Lage des Geldmarktes dies mehr begünstigt hatte, als eS heute der Fall ist. Deshalb sollte auch Hessen noch einmal und ernstlich erwägen, ehe es den Entschluß zur ZtnSherabsctzung der LudwtgSbahn - Prioritäten gleich auf 3 pCt. durch Gesetz festlegt.

* Hilfe beim Hitzschlag. Zur Zeit werden bei allen deutschen Truppentheilen durch Aerzte Belehrungen ertheilt, wie bei Symptomen von Hitzschlag helfend ein-> ^greifen sei. Bei der Wichtigkeit biete» Gegenstandes für alle, besonders für Arbeiterkreise, ist eS von Bedeutung, auch an dieser Stelle der ersten Hilfeleistung Aufmerksamkeit zu Theil werden zu lassen. Die äußeren Zeichen von Hitz- schlag und Sonnenstich find: brennender Durst, Schwindel, größere Mattigkeit, schwacher Pulsschlag, trockene gerötete Haut. In diesen Fällen muß der Patient an einen mög* ltdjft kühlen Platz ruhig hingelegt werden. Seine Kleider müssen geöffnet werden und er muß Wasser zum Trinken erhalten. Dann geht der Anfall meist bald vorüber. Läßt man diese Mittel unbeachtet, so kann der Kranke leicht da» Bewußtsein verlieren. Dann geht der Äthern in schnellem Tempo, und der Puls ist kaum fühlbar. Bald beginnen Glieder- und GesichtSzuckungen und leicht kann ein Herz­oder Lungenschlag dem Leden ein Ende machen. So schnell wie möglich muß auch ein Arzt hinzngezogen werden. Be- wußtlofigkeit muß mit allen Mitteln vermieden werden.

§§ Vom höheren Vogelsberg, 22. Juli. Obwohl von den landwirthschastltchen Vereinen auf die Jrrthümer hin­gewiesen wird, welche die Lavdwirthe mit der Vertilgung der Maulwürfe begehen, so wird doch, und zwar viel­fach auf Betreiben der Gemeindebehörden, dem Maulwurf eifrig nachgestellt. In unserem Vogelsberg erschweren die Maulwurfhügel insofern besonders das GraSmähen, als mit der Erde viele kleine Steine emporgewühlt werden, wodurch die Sensen Roth leiden. ES gibt Gemeinden, die für jeden gefangenen Maulwurf 5 bis 10 Pfg. bezahlen, und so hat sich mit der Zeit eine Art Maulwurfsjäger - Gilde gebildet. Die Gemeinden Hartmannshain, Herchenhain, Volkartshain zahlen sogar 15 Pfg. für jeden Maulwurf. Dort ar beitet ein Mann mit einer großen Anzahl Fallen; er fängt täglich 25 bis 30 Maulwürfe und hat neben seiner Fanggebühr auch noch freie Kost und Logis, indem er von einem Grund­besitzer zum anderen wandert. Unter diesen Umständen dürfte, da Belehrungen über daS dem Maulwurf zugefügte Unrecht nichts nützen, ein Verbot deS Fanges dieser Thiere angezeigt sein.

Darmstadt, 22. Juli. ES erscheint jetzt außer allem Zweifel, daß der Staats vertrag zwischen Pceußen und Hessen über die Ludwigsbahn von der Zweiten Kammer an­genommen werden wird. Den Bemühungen der Führer der nationalliberalen Partei ist eS gelungen, die große Mehrheit der Partei für den Vertrag zu gewinnen, wodurch die Re­gierungsvorlage eine Stimmenzahl auf fich vereinigt, gegen welche die OppofitionSparteien noch um viele Stimmen im Rückstand find. Gegen den Staatsvertrag werden stimmen geschloffen die Mitglieder der CentrumSpartet, die Deutsch- freisinnigen, die Socialdemokraten, die Antisemiten und ein ober zwei Nationalliberale. Von der letzteren Partei sollen übrigens, wie wir hören, viele Mitglieder nur mit schwerem Herzen für die Regierungsvorlage zu gewinnen gewesen sei».

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Ulkrkhe, sowie eine gi Angehörigen. Ebenso \\ anwesenden Offiziere alle 6t. SMenz der Genet General'Sdjuiant Sr. L lt< Garde-CotpS, zi Uhler ein.

* London, 20. Jul sich dieser Tage in unweit RamSgate zügel unter die am hasendami niiörte, ttz seien drei kk ganz von der steigenden zu stürmisch und die Br k°°°te an Rettung dnrö Mehrere Männer eilten cbtta Uferfchn entlang " rrbol sich hlnunterzuc ' Mn Mi

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