Ausgabe 
23.12.1896 Zweites Blatt
 
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auch Großvater erst, da Achim ihm mit festem Händedruck versprach, für den Philipp zu sorgeu.

Wie gern that daß der junge Arzt- war ihm doch da unten im Keller ein lustig flackerndes Irrlicht zur lieben wärmenden Sonne geworden. Mit Knabenfrohfinu sprang er die Treppen hinauf zur Bescheerung - da war'S ganz still; Bater und Großvater branuten die Lichter an, Mama sah noch einmal in der Küche nach dem Rechten, Hansemann faß auf Großmama» Knie und hörte die EngelSfiügel drauße» vor« Fenster-rauschen, und drüben im kleinsten Zimmerchen stand eine schlanke Gestalt am Fenster- daS Köpfchen hatte fie gegen die Scheiben gedrückt, das Herz klopfte zum Zer- springen, fie wußte genau, wer da die Treppe heraufkam, wer da tu die Thür trat.

Und jetzt stand er hinter ihr, jetzt mußte geschehen, waS fie sich ganz fest vorgenommen hatte- schnell wandte fie sich um, streckte ihm mit schüchterner Geberde die Hand entgegen und sagte leise:Du hast recht, Achim, ich war ein abscheu- licheS, gedankenloses Mädchen, vergieb mir/

Einen Augenblick lang rührte er sich nicht- er nah« auch die gebotene Hand nichtso böse ist er", dachte Lini traurig. Aber da breitete er plötzlich die Arme auS, zog sie fest an fein Herz, als verstehe sich daS ganz von feibft und sagte leise:Auch daS noch, Liebling! wo ich Dich so arg verkannt habe." r

Nein, nein", flüsterte fie, nicht verkannt, gebeffert hast Du mich", und dabei drückte fie den Kopf fest an seine Brust.

Klinglingling!"

Die Thüre des BescheerzimmerS ging auf, die Weihnachts- kerzen schimmerten bis zu dem jungen Paar herüber und Hansemann sagte mit einem tiefen Seufzer deS Entzückens. Nun find wir sehr glücklich."

Großvater oich, der stöhnt."

Heißt Du denn Fip?" fragte Llui, tief im Banne einer ungewohnten Verlegenheit. Da kam die HauSwannSsrau gelaufen, dick, roth, reingewaschen und biederen EiferS voll. Nein, so war! Nein, sagen Sie'S bloS dem Herrn Bruder nicht! Nein, wemmer bloS mal den Rücken kehrt, lnngert das Volk auS dem Hose hier herum. Philipp heißt er, und der Großvater macht- nicht mehr lange, aber wenn der wüste Junge sich witem Herrn Rath seinen Enkel abgibt, dann schade fürs Mitleid- so Leute gehören uich in ein feines HauS.".

Hansemann sperrte den kleinen Mund groß auf vor Staunen- Fip kroch in sich zusammen. Lini wurde immer heißer und röther. Diese Frau konnte keiner Fliege etwa- zu leide thun und hier redete fie so grausam.

Hastig fragte Lini nach dem Großvater. Da kam eine lange Geschichte zu Tage, in der fich verschuldetes und un- verschuldetes Unglück mischte, bis zu einer Summe voll Elend, die dem jungen, umhegten Menschenkinde ungeheuer schien. Geblieben war dem Alten von allen Gütern deS Lebens nichts, als der fünsjährige Enkel.

Ich möchte gern einmal zu ihm," sagte Lini leise, und während die Frau fie sührte, sagte Fip nachdenklich:Nee, bei unS iS nie Weihnachten."

Eine halbe Stunde später kam Lini mit glänzenden Augen und glühenden Wangen zurück.

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um den Hals.

Herr? Weihnachten ist wirklich Schuld an der Verspätung!" Und dann berichtete fie in lieblichem Eiser die Erlebniffe deS Morgens nur daS erste

Bitterste verschwieg fie.

Aha, Weihnachten find unsere alten harten Herzen weicher und Eure jungen fröhlichen nachdenklicher als sonst und da meinst Du, wir sollten"

Nicht wahr, Papa, Weihnachteu werden alle Leute glücklich," piepte Hansemann inS Zimmer hinein,aber Fip glaubt es nicht und Tante Lini sitzt auf der Treppe und weint."

Nanu?" Da aber just Achim inS Zimmer trat und Lini natürlich roth wurde, unterdrückte er jede Frage. Lini huschte in die Küche, Achim erfuhr von dem kranken Haus­genoffen und Hänsemann sagte mißbilligend:Ich habe Fip einen Pfefferkuchen versprochen, aber er glaubt eS nicht."

Schließlich mußte Fip aber doch an den Pfefferkuchen glauben und es gab mehr als daS. Der Weihnachtssegen, um deffentwillen warme Herzen fich nicht genug thun können im Sorgen und Geben, schaffte dem stöhnenden Großvater ein gutes Lager und eine freundliche Pflegerin, und Fip bekam Liuis Bäumchen angezündet und dazu deS Guten so viel, wie er noch nie im Leben gesehen.

Glücklich" aber fühlte er sich erst, als daS schmerz, stillende Mittel Großvaters Stöhnen verstummen ließ, und

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Hansemann an sich zu reißen und den Jungen fortzujageu, dorthin, wohin er gehört. Aber daS rasche Wort blirb un- gesprochen, die auSgestreckte Hand wurde zurückgezogen und Schamröthe übergoß ihr hübsches Gesicht. Hntte Achim sinn, am Ende recht? War fie wirklich so?

Hansemann sprang auf, puffte den andern in die Höhe, zog ihn an- Licht und sagte:DaS ist Fip! Und er glaubt immer noch nicht, daß Weihnachten alle Menschen glücklich find wegen dem Christkind und dem Lichterbaum."

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