Ausgabe 
23.2.1896 Erstes Blatt
 
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fXe ReichSreqierung bat bei dem schweizerischen BundeSroth bereits sür die nächste Revifionsconserenz einen Antrag aus Abänderung des d»e Zoll , Sieuer- und Polizet»orschrtslen evth-altenden Artikels 10 bet Berner Convention angemeldet.

Der Etat wird genehmigt.

Bet dem Etat des Jnoaltdensonds betont Abg. Gras Ori ola (nl.) hie Nothwendigkett, einzelnen unterstützungsbedürftigen, erwerbS» »nsäbigen Krtegsinv«ltden Beihülsen zuzuwenden, bezw. P'nstonen undPenfionSzulagen. Zudem Behuf würde e>n TheU seiner Freunde auch vor einer Web'steuer nicht zurückschr-cken.

Abg. v. Schöning (conf.) äußert sich in gleichem Sinne.

Abg. Rickert meint, daß zur Erfüllung dieser Ehrenpflicht der InvalidenfondS wohl ausreichen werde.

Generallieutenant v. Spitz: Niemand hier im bohen Hause fühlt wärmer für die Invaliden, als wir. Die Militärverwaltung ist aber nur ein Glied des ganzen großen Staatswesens und da füllt die große finanzielle Tragweite alles btffen, waS fle Vorschlägen, inS Gewicht. Herrn Graf Ortolas Wünsche.deu etwa 6>/r Mill erfordern und da meinen die Regierungen, man könne nicht schon fetzt wieder vorg'hen, nachdem dies erst 1893 geschehen ist. Redner bestreitet dann noch, daß der Jnoaltdensonds für die gesteigerten Ansprüche ausreichen würde. Keinesfalls würde das Land eine bloße Veteranen Versorgung also noch nicht invalide Gewordenen leisten können.

Staatssecretär Aschenborn spricht fich bezüglich der finan­ziellen Stile der Sache in gleichem Sinne aus

Der Etat deS ReichStnvalidenfonds wird genehmigt.

Morgen: Rechnungbsach n und Petitionen

Deutsche» Leich.

Berlin, 21. Februar. Dem Prinzen Leopold von Bayern ging anläßlich seiner Ernennung zum General- Obersten der Cavallerie mit dem Range eines General-Feld- «arschallS ein besonderes Handschreiben deS Kaisers zu, nachdem letzterer den Prinzen bereits durch ein Telegramm nem 12. dS. beglückwünscht hatte. Das kaiserliche Hand- fchreiben hebt rühmend die hervorragenden Leistungen deS Prinzen Leopold und besten Interesse für die militärische Entwicklung und Leistungsfähigkeit der preußischen Armee m»d die Zugehörigkeit deS Prinzen zu derselben hervor. Bei der Ersatzwahl zur zweiten sächsischen Kammer Im städtischen Wahlkreise Ltmbach Meerane Waldenburg ist her socialdemokratische Candidat Grünberg mit 2561 Stimmen gegen den conservativen Candtdaten Friedemann, der 2204 Stimmen erhielt, zum Abgeordneten gewählt worden. Die Socialdemokraten in Sachsen haben durch diesen Sieg ihr 15. Landtagsmandat errungen.

Neueste Nachrichten.

Wolff« telegraphisches Torrespondenz-Burean.

Berlin, 21. Februar. Die von etwa 15000 Personen tzesnchreu, stürmisch verlaufenen, heute Nachmittag stattgehabten elf Versammlungen der Confections ar beiter und Arbeiterinnen mißbilligten daS von den Arbeiter- Vertretern mit den Arbeitgebern geschloffene Friedensabkommen. Ja den Reden wurde den Arbeitervertreteru Verrath vor­geworfen. Somit wird der Strike in der Con- fectionSindustrie wettergeführt.

Berlin, 21. Februar. Bei der gestrigen Vorstandswahl der Abthetlung Be rlin dbr deutschen Colontalgesell­schaft wurde Dr. Karl Peters zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Wilhelmshaven, 21. Februar. DerKaiser ist 11V,Uhr Vormittags hier eingetroffen. Zum Empfange hatten sich der commandirende Admiral von Knorr, der Chef der Marine­station der Nordsee, Vtceadmiral von Valois, Viceadmiral Svster und Contreadmtral Bendemann eingefunden. Der Kaiser begab sich nach dem Exerzierschuppen, wo die Ver­eidigung von 550 Rekruten der zweiten Matrosen- und Werft'Divifion stattfand. Während der Einfahrt hatten die übrigen Truppen vor ihren Kasernen m\V auf dem Torpedo- Exerzierplatz Aufstellung genommen. Später fand ein Früh­stück im Offizierscasfino statt, sodann wurde eine Fahrt zur Werft unternommen. Die Abendtafel findet an Bord deS Kurfürst Friedrich Wilhelm" statt. Die Rückfahrt wird voraussichtlich Samstag Vormittag 9 Uhr ftatifinden.

Wilhelmshaven, 21. Februar. Der Kaiser hielt bei der Vereidigung der Rekruten folgende Ansprache: Angesichts Gottes und seiner Diener habt Ihr mir den Eid der Treue geleistet. Ich erwarte von Euch, daß Ihr gute und stramme Menschen werdet. WaS Ihr gelobt habt, haltet, denn ein Mann ein Wort. Die Soldaten der Armee haben öfter Gelegenheit, unter den Augen der höheren Vor­gesetzten zu zeigen, was sie gelernt haben und waS sie leisten können. Dies ist bei der Marine nicht der Fall, weil titele von Euch Jahre lang in daS Ausland gehen- aber Ihr müßt nicht denken, daß Ihr meinen Augen dadurch entrückt seid. Unsere Marine ist im Verhältniß zu den andern noch klein und im Aufbühen begriffen, aber durch die DiSciplin muß sie stark werden und zu ersetzen suchen, waS an materiellen Kräften fehlt. WaS ist DiSciplin? Weiter nicht- als unbedingte Unterordnung deS eigenen Willens unter den höheren. Wenn auch Jeder die Absicht hat, Gutes zu thun, so muß er doch seine Ansicht unterordnen zum Wohl deS Ganzen. Rur durch Zusammenhalten kann man Ganzes und Großes leisten und eine feste Masse schaffe. Der Kaiser ermahnte schließlich die Rekruten, im Ausland durch gutes und strammes Auftreten zu imponiren.

Oldenburg, 21. Februar. Der Kaiser ist heute früh 9 Uhr hier eingetroffen. Zum Empfange hatten sich der Großherzog/ der Erbgroßhcrzog, die Erbgroßherzogin Sophie Charlotte und Prinzessin Therese von Sachsen-Altenburg etngefunden. Die Garnison hatte auf dem Wege zum groß, herzoglichen Palais Spalier gebildet. Um 10'/, Uhr ist der Kaiser nach Wilhelmshaven weitergereist.

Rom, 21. Februar. Heute celebrirte der Cardinal zu Hohenlohe in der Santa Maria Maggiore für den verstorbenen Obersthosmeister am Wiener Hofe, Prinzen Constantin zu Hohenlohe, eine Seelennnffe, welcher unter Anderen der deutsche Botschafter v. Bülow nebst Gemahlin sowie die österreichisch - ungarischen Botschafter am Qntrinal und am Batican beiwohnten.

R<», 21. Fedrnar. Iswolsky theilte dem heiligen Stuhle officiell mit, daß die Krönung deS Czareu im Mat stotiftnde. ES wird für sicher angenommen, der Papst werde sich bei der Feier vertreten loffen.

Rotterdam, 21. Februar. Wie derNieuwe Rotterdam'iche Courant" erfährt, verzichteten der CapitSn und der Rheder derCrathie" darauf, an den Appellhof in Haag zu appelliren und unterwerfen fich dem Urtheil deS Rotter­damer Gerichtes im Prozeffe derElbe".

London. 21. Februar.Dogger- News" melden auS Johannesburg, der Präfident S üger erklärte, die Netherland Railwah Company werde den durch die Dhnamitexplosion emstandenen Schaden, der bisher auf eine Million Pfund geschätzt wird, zu ersetzen haben.

Rewyork, 21. Februar. Einer Nachricht auS Kingston (Jamaica) zufolge ist in St. Elisabeth ein Neger- aufstand auSgebrochen.

Depofch« bei Bnrean «Herold*.

Berlin, 21. Februar. Zn Ehren des Großen Kur­fürsten und Kaiser Wilhelm des Siegreichen beab­sichtigt ber Kaiser, am Geburtstage seine- Großvater-, am 22. März, eine große militärische ErinuerungSfeter anzu- ordnen.

Berlin, 21. Februar. Gestern Abend fand im Saiserhof zu Ehren deS Gedächtnisses an den Feldwarschall v. Man- teuffel ein von den Offizieren, Aerzten und Beamten der ehemaligen Süd Armee veranstaltete- Festessen statt. Des Kaisers gedachte General v. Strubberg. Die Gedenkrede hielt General Graf Wartensleben.

Berlin, 21. Februar. Gestern versammelten sich die Colportage-Buchhändler und verwandten Berufsarten und erklärten fich in einer Resolution gegen jede Beschränk­ung der Gewerbefreiheit. Sie bitten den Reichstag, den Gesetzentwurf, betreffend die Abänderung der Gewerbe­ordnung, in der jetzigen Gestalt abzulehnen.

Berlin, 21. Februar. Freiherr v. Hammerstetn hat nunmehr, nachdem, wie derLocalanzeiger" meldet, bereit- gestern die Voruntersuchung gegen ihn abgeschlossen wurde, den Recht-anwalt Raetzell I. zu seinem Vertheidiger bestellt.

Berlin, 21. Februar. Der Staat-secretär im Reichs­marineamt, Viceadmiral Holl mann, hat dem ArbeitS- AuSschuß der Berliner Gewerbe-Ausstellung mitgetheilt, daß der Kaiser die Beschickung der Ausstellung mit Modellen von Kriegsschiffen befohlen hat. Nach den vorliegenden Fest­stellungen würden etwa 25 Schiffs- und SchiffSmafchinen- Modelle zur Ausstellung gelangen.

Berlin, 21. Februar. Der Redacteur desVorwärts", Dr. Braun, ist heule Nachmittag auS der Haft entlaffen worden.

Berlin, 21. Februar. DiePost" kann bestätigen, daß es gelungen ist, die Diebe zu ermitteln und festnehmen zu laffen, die am 16. Januar ein Exemplar des den kaiser­lichen Gnaden-Erlaß enthaltendenArmee-DerordnungS- blatteS" auS der Druckerei von Mittler u. Sohn gestohlen und der Redaction desVorwärts" überbracht haben. Der Diebstahl hat aber, wie diePost" hört, thatsächlich in der Mittler'schen Druckerei ftattgefunden, wenn auch anscheinend nicht durch dauernd dort Angeftillte. Mit der Festnahme der Diebe wird in unterrichteten Kreisen auch die Verhaftung deS RedacteurS deSVorwärts", Dr. Braun, in Verbindung gebracht, weil angeblich besten unter Eid gemachte Zeugen­aussage fich nicht mit den Angaben der Diebe im Einklang befunden habe.

Berlin, 21.Februar. Die Margarine-Commission deS Reichstages hat in der heutigen zweiten Lesung daS in erster Lesung beschlossene Verbot, betr. den Vertrieb von Margarinekäse, wieder aufgehoben. Dagegen ist § 2 b, betr. den Zusatz von Phenolphthalein bei Herstellung von Mar­garine, aufrecht erhalten worden.

Berlin, 21. Februar. Gestern fand wieder eine social- demokratische Versammlung statt, in der für den Austritt aus der Landeskirche agitirt wurde. Der Versammlung wohnten die StadtmisfionSinspectoren Pastor EnerS, Pastor Braun, Prediger Fischer und mehrere Männer der inneren Mission bei. Auch Ho^prediger a. D. Stöcker war erschienen. Er ermahnte, den wichtigen Schritt des Austritt- aus der Landeskirche reiflich zu erwägen und nicht unter dem Ein- druck dieser Versammlung zu handeln.

Lemberg, 21. Februar. Gestern wurde zwischen den Stationen Koziea und Rzeona PolSka ein Eisenbahn- Unglück verhütet. Von unbekannten Thätern waren schwere Eisenstücke auf die Schienen gelegt worden, um den von Lemberg nach JanoS abgelastenen Personenzug zum Ent­gleisen zu bringen. Dem Locomotivführer gelang eS jedoch, kurz vor dem Htnderniß den Zag zum Halten zu bringen. Dabei verletzte fich der Locomotivführer ziemlich erheblich. Die Untersuchung wurde sofort eingeleitet.

Turin, 21. Februar. Ja die Kaffenraume deS Bank­hauses Pugliesi u. Negro drangen vermittels falscher Schlüflel Diebe ein und erbrachen zwei Geldschränke, wobei ihnen Rentencoupons im Werthe von 80,000 Lire und 100,000 Lire als Depots hinterlegter Werthpapiere in die Hände fielen.

London, 21 Februar. Die Meldungen auSIohanneS - bürg lauten immer entsetzlicher. Die Explofion verursachte eine 300 Fuß lange, 50 Fuß breite und 25 Fuß tiefe Höhlung. Die Zahl der Obdachlosen übersteigt 3000. Die Opfer sind meist Eingeborene oder arme Holländer. Bon den 200 in« Spital gebrachten Verwundeten ist bereit- der vierte Theil gestorben. Gleich nach der Katastrophe wurde die HilfSaction eingeleitet. Die Subscription ergab bereit« in der ersten halben Smnde mehr al« 15,000 Pfund Sterl.

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vießeu, 22. Februar 1898.

Kirchliche Dienstuachrichteu. Seine Königliche Hohe-, der Grotzh erzog Haven Ällergnädigst geruht, de, Psarrverwalter Mchael Schäfer zu Ruppertsburg da evangelische Pfarrstelle zu Stadecken, Decanat Mainz, de, Pfarrer Georg Vogel zu Beuern die erledigte evangelisch! Pfarrstelle zu Seeheim, Dccanar Eberstadt, zu übertragen, dem Gesuch des zum Pfarrer in Seeheim ernannten Pastors Otto Palmer zu Hamburg um Enthebung von der ih» übertragenen Stelle stattzugeben.

Der evangelische Kirchengesangverein bereitet fir Donnerstag den 5 März die Aufführung der Matt häut passion von Heinrich Schütz, dem großen Vorgänge: von Johann Sebastian Bach, vor. Da« eigenartige Wer! mit seinen Chören von packender dramatischer Kraft ist vrr früheren Aufführungen her Vielen noch in guter Etinneruox und der Kirchengesangverein entspricht damit vielfach lha ausgesprochenen Wünschen. Er konnte jedoch, nachdem ibc von dem Herzogenbergischeu Weihnachtsoratorium ein Desiji von 470 Mk. geblieben war, nur dadurch ermöglichen, daj er fich entschloß, diesmal abweichend von seinen bisher streu; festgehaltenen Grundsätzen, Eintrittsgeld zu erheben. & wäre dringend zu wünschen, daß ihm trotzdem die Thei!> nähme, die seine Aufführungen gefunden haben, auch bieSmc treubleiben, und ihm dadurch auch die sehr nöthige Einnaho- für seine Kaffe zugewandt werden möchte. Wir machen bc Zeiten darauf aufmerksam, weil leider die Aufführung w: dem Auftreten der Schliersee'r zufammentrifft. Da diese i viermal spielen, kann, wer fich für die Paffion tnteteifin, eS sich einrichteu.

* Unsere RegimentSmnfik veranstaltet morgen Abev im Gießener Festiaai ein Abend-Concert, auf welche wir hier aufmerksam machen. DaS Programm bietet Soli; für Violine, Piccoloflötrn, Trompeten, die Freischütz Ouver lüte (Weber),Frau Meisterin" von Suppe, ferner Famafu auS Wagner- ^Tannhäuser", die so beliebte Wiener Volke, musik sowie Ballmusik au-Coppelia" v. Deltbe« rc ::

** I« Ltnj'schen Felsevkeller finden heute Sonvka, humoristische Vorstellungen des Herrn Josv Wolfs au- Köln statt. Herr Wolff hat fich durch seine vorzügliche mimischen Darstellungen berühmterPersönlichkeiten bedeutende Ruf erworben und fand allüberall reichen Beifall. Die Vor- stellungen können für Familien bestens empfohlen werde (S. Inserat.)

Der Hessische FechtvereiaWaifeuschnh" veranstalt morgen Nachmittag eine Familienzusammenkunft b:i Restaurateur Feldhauö, Liebigftraße.

** Die Offenlegung der deutschen Patentschriften. W t die Veröffentlichungen des Kaiserlichen Patentamtes erweise», wächst der Patentverkehr von Jahr zu Jahr in stetiger Weise und lebt sich immer mehr ein. DaS in den Patent­schriften gebotene Material gewinnt infolgedeffen mehr uni mehr au Bedeutung für die betheiligien Kreise. Zumeiß find eS Industrielle, Techniker und Gewerbetreibende, welche unmittelbar durch eigne Erfindungen oder durch die Qrfin* düngen Anderer in die Lage kommen, von den vorhandenu Patentschriften und ben bezüglichen Veröffentlichungen drt Patentamtes Einficht nehmen zu müssen, um einschlagende Gegenstände in Bezpg auf Neuheit, auf nachgesuchten oder bestehenden Schutz, auf Dauer ober Verfall deS Schützer u. a. m. zu prüfen. Die von dem Kaiserlichen PatentaMt herausgegebenen Patentschriften werden u. a. auch dn Grobherzoglichen Centralstelle für die Gewerbe, Darmstadt, Neckarstroße Nr. 3, zum Zweck der öffentliche: Auslegung unentgeltlich überlaffen. Dieselben werden Bi­ber Bibliothek genannter Stelle verwaltet und nach Maf gäbe ber Bestimmungen oer Bibltothek-Ordnung für dal Publikum zur Benutzung im Lesefaal offengelegt dezw. aut auSgrliehen. Dafeldst kann auch Einsicht genommen werbe« von sämmtlichen anderen Veröffentlichungen deS Kafferliche« Patentamtes und von den Gesetzen und Verordnungen, »eit das Patent-, Muster- und Zeichenwesen betreffen, fo»1' ferner von Werken, welche die practische Handhabung tei gewerblichen Schutzes darlepen.

** Der Getreidemarkt. (Berichtswoche vom 15. fcU 21. Februar.) Der gute Stand der Wintersaaten, som: die großen alten Vorräthe haben in dieser Woche die Kaust»' zunächst ganz erlahmen laffen, sodaß auf daS dann folgert1 f Angebot die Kauflust nur durch Preisermäßigungen erwtl werden konnte, doch ist der Preisrückgang nicht gerade lr I deutend gewesen. In Berlin und Leipzig wurde qrkau' : Weizen (je nach Qualität pro 20 Gentner) für 148 hi 162 Mk., Roggen für 122 bis 127 Mk., Gerste für 1!' bis 170 Mk., Hafer für 115 bis 145 Mk.

f Sich, 21. Februar. Heute wurde in nächster RY ber hiesigen Jhring'schen Brauerei ein Mann, auS de« nachbarten Birklar, Namens Gärnitz, fo unglücklich r»' einem Fuhrwerk überfahren, daß derselbe sofort eine Leii- war. Za gleicher Zeit wurde in dem hiesigen Walddistrc Kleinhäuserberg" unter einem Wellenhaufen die Leiä> einer bis jetzt noch unbekannten Fran aufgefunden. Ob hr' ein unglücklicher Zufall oder ein Verbrechen vorliegt, ist W jetzt noch nicht festgeftellt.

R. Reichelsheim, 21. Februar. Unsere Waldjagd bil* mit derjenigen von Echzell, Gettenau, Bingenheim, Heucke heim, Meckesheim und Beienheim ein geschloffene« Arre Vor zwei Menschenaltern besaßen die Gemeinden ben hen lichen Wald, der zwischen Salzhausen und Echzell, Blostl^ und BiffeS liegt, noch in ungetheilter Gemeinschaft- dara wurde er unter die Gemeinden im Verhältniß zu der Seela zahl getheilt. Der Grundb-fitz gehörte vor tausend Iah" dem Kloster Fulda, dem er vom Kaiser Ludwig dem Fromv»' im Jahre 817 geschenkt worden war. Zuletzt gi»8 9 Feldische Mark an Hessen-Darmstadt über und diese« » theilte den vorhin bezeichneten Wald, wie bereit« beme»

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