Ausgabe 
22.2.1896 Erstes Blatt
 
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Kermietßungen

Dr. Haberkorn.

1736

Vermischte Anzeigen

1726

Mitanz pro 31. December 1895

Genoffen

an die Erped- d. Bl.

1675

de 1894

1728

Treis an der Lumda, den 3. Februar

der Lumda

1731

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Gründ!. Clavier- u Viopn-Unterricht

3. Inventar

4. Ausstände bei

a) Activa.

1. Kaffenbestand

2. Waarenoorrath

Am Mittwoch, den 26. Februar, Abends 6 Uhr: & Pasfionß- andacht. Warrer Dr. Naumann.

8136 93 Mitgliederstand En Abgang in 1895 Zugang in 1895 Stand Ende 1895

Peter Volk, conseroatorttch gebild. Mnsiklehrer. Grünbergerstratze 4.

Großherzogliches Rentamt. Rübe.

Montag den24.Ftdruar l.I., Mittags ;2 Uhr, zu Gießen im Lager des Herrn Spedi­teurs «. Lynter werde ich auf Anstehen des Kaufmanns Herrn H. A. Nassauer daselbst auf G- und des Art- 343 H. G. B.

2 Kisten Apfelsinen öffentlich gegen Baarzahlung versteigern. 1735 Engel, Gerichtsvollzieher.

Seit Menfcbengedenken wuchert unter den Steinen des garstigen Urals eine Pflanze Happolygum, welche von Niemandem beachtet wurde, bis ein Etnstedler, der sich mit Heilkunde befaßte, damit Versuche anstellte und die Entdeckung machte, daß der Absud dieser Pflanze bei vielen Krankheiten, besonders Lungenle'den, Ver­schleimung der Athmungsorgane, chronischem Eatarrh der Lungen und Luftröhren, Husten, He'serkettzc. ein in seiner Wirksamkeit einzig dastehendes Mittel ist. Tausende Atteste und Danksagungen bestätigen dies. Man schreibe an das General Depot Emil Gördel in Colberg, welches fünf Packete für 4 Mk. franco verschickt, weniger wird nickt abaeaeben. 1720

kirchliche Anzeigen -er Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

Sonntag, den 23. Februar Jnvocaoit.

An der etÄfctfird)«.

Vormittags 9/a Uhr: Pfarrer Dr. Grein.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche. Pfarrer Dr. Grein.

Abends 6 Ubr: Pfarrer Schlosser.

Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäusgemeinde. An- melbungm werden im Pfarrhause erbeten-

Mittwoch den 26. Februar: 2- Passionsandacht: siehe Johannes- kirche. Am Sonntag den 1. März «Remtntscere) wird im Adend- pottesdienst Beichte und heil- Ab.ndmahl für die Marcusgemeinde gehalten werden. Anmeldungen werden zuvor erbeten.

I« der Johauneßktrche.

Vormittag? 91/» Ubr: Pfarrer Dtngeldey.

Vormittag» 11 Uhr: Kinderkirche für die LucaSgemeinde: Pfarrer Dtngeldey.

Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Mowag, den 24. Februar, Abends 8 Uhr, Bibelstnvde im Confirmandensaal der Johanneskirche: 1. Petrusbrtef Cap. 4, von Vers 12 an: Das gesegnete Leiden in Jesu Nachfolge. Pfarrer Dr. Naumann.

Schiffsnachrichten.

Ar-«rddeutscher Lloyd, in Gießen vertteten durch die Agenten Carl Loos unb I. M. Schulhof.

Bremen, 19. Februar. sPer ttansatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer München, Capt. A. v Collen, vom Norddeuffchrn Ll»yd in Bremen, ist heute 7 Uhr Abends wohlbehalten in Nvoyork angekommen.

Der Vorstand:

Heinrich Alheit, Director. Adam Kehr, Rendant. Adam Schick, Stellvertreter des Directors.

r.-Vlu8 dem Vogelsberg", lautet der Bericht iu voriger üummer, in welchem das weitere Sinken der Schweine Verkaufspreise auf 30 und 31 Pfg. lebend, gleich 37 biß 39 Pfg. Schlachtgewicht gemeldet wird. Gewiß wäre es nicht allein der Wunsch der Landwirthe, sondern auch der Mctzger gewesen, wenn statt FallenSieigen der Kreise emgetrrten wäre und dadurch der vollständig darnilder- liegende Geschäftsbetrieb gehoben würde. Immerhin empfiehlt sich, Berichte in der Weife abzufaffen, daß sie der Wahrheit nicht zuwiderlaufen. Es kann dem Schreiber der Berichte nicht unbekannt sein, daß nur schwere, ausgemästele Waare mit 20 pCt. Tara, welche aber am allerwenigsten den Metzgern erwünscht ist, da Speck und Schmalz sich in riesigen Mengen anhäufen, dagegen leichtere Waare nicht unter 25 pCt. Tara und mehr beim Außschlachteu zu berechnen ist- mithin ein SchlachtgewichipreiS von 44 biß 45 beziehungsweise 46 biß 47 Pfg. sich ergibt. Wie kommt der Berichterstatter dazu, einen Lebeudgewichtverkauföpreiß von 30 biß 31 Pfg. einem deßgl. Schlachtgewichtverkaufpreis von 37 biß 39 Pfg. gegenüberzustellen? Dieseß Rechnen-Exempel wäre jeden- sallß von dem tüchtigsten Mathematiker noch zu lösen.

A Mainz, 20. Februar. Ein hiesiger Fabrikbesitzer, der bei einem Treibjagen in einem Nachbarorte daß Miß» geschickt hatte, einen Treiber derart Unglück ich zu triffen, daß derselbe zeitlebenß arbeitsunfähig, muß sein '^ugdvergnügen theuer bezahlen. Durch richterliche Ent- ILretdung wurde der Fabrikant verurtheilt, an den ange- slhoffenen Treiber neben hohen Kur- und Gerichtskosten eine Entschädigung von 7 3 20 Mk. zu bezahlen.

A Mainz, 20. Februar. Verflossene Nacht brach in dc m Dachstock eines WirthschaftSgebäudeS in der Neustadt hier ein Brand auß, bei welchem acht Kinder in der größten Gefahr waren, denTod in denFlammen zu finden. Die Mansardenräume, in denen sich die Kinder befanden, waren schon ganz von den Flammen umgeben und verdankten dir Kleinen nur dem Muth eines in dem Hause wohnenden Alfers ihr Leben, indem derselbe, die eigene Lebensgefahr aicßer Acht laffend, mehrmals durch die Flammen stürzte und die Kinder rettete.

A Von dem Rhein, 20. Februar. Seitens der Ver­waltung der Reichseisenbahnen ist beschlossen worden, zwischen Frankfurt und Straßburg auch v-Züge gehen zu lajfen. W gen Mangel an Wagen werden diese Züge indeß wahrscheinlich erst im Spätjahr mit dem Beginn des Wintei- diknsteS eingeführt werden.

Bekanntmachung,

betreffend die öffentliche Impfung des Jahres 1895.

Wir machen die Eltern (Pflegeeltern) derjenigen vom Vorjahre mit der Impfung rückständigen Impflinge, welche Aufforderung er­halten haben, bei der unterzeichneten Behörde den Nachweis zu führen, daß die Impfung (Wiederimpfung) des Pflichtigen erfolgt oder aus einem gesetzlichen Grunde unterblieben fei, darauf aufmerksam, daß die vier­wöchentliche Frist für Führung genannter Nachweise demnächst abläuft, die Jmpflisten abgeschlossen werden und die dann noch Rückständigen dem Großh. Kreisamte zur Stellung von Strafantrag überwiesen werden.

Gießen, den 20. Februar 1896.

Großherzogliches Kreisgesundheitsamt Gießen.

b) Passiva.

1. Geschästsguthaben der Genoffen

2, Waarenschulden

3. Noch zu deckende Un­kosten

4. Reservefonds

5. Reingewinn

(ÄrtmttifW mtl leinen üppigen, grünen Rtten- wvUIUUV matten ist vorbei unb jede HauSfrau sucht nach einem geeigneten E'satz für Raienbletche. Wie die Er­fahrung seit einigen Wintern gelehrt bat, findet man inLuhne Salmiak Terpentin-Kernseife" daS beste aller Mittel, um die Wascke schneeweiß zu bleichen, ohne d-ß sie im geringsten an- gegriff n wird. Jede HauSfrau sollte mitLuhns Seife" dieses versuchen. 13g

^«udwirthschaftlicher Consum-Verein Treis au SittgetTagene Genoffenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht.

Heute Samstag:

; Metzelsuppe.

Morgenß:

||l iörllflfifdj mit Kraut.

^Chr. Noll III. Wwe>,

«anzleiverg.

ML Schlachthaus.

Freibank. [1700 Heute und morgen:

Schweinefleisch nicht ladenrein, per Pfd. 45 Pfg.

Bekanntmachung,

betreffend die Auszahlung der Gehalte und Pensionen rc. der Staatsbeamten.

Nach § 49, Absatz 3, der Instruction für die fiscalischen Kaffen- benmten vom 17. September 1893, sind alle dienstlichen Bezüge der Beamten einschließlich der im Dienste gemachten Vorlagen, der Sterbe- qutartalsbczüge, sowie der Wittwen- und Gnadengehalte bei der zahlenden Kasse iu Cmpfang zu nehmen, wenn diese am Wbnyrt des Bezugsberechtigten ihren Sitz hat. Unter Abänderung des tm Stadtbezirk Gießen seither eingehaltenen Verfahrens wird auf Ver- füDUng Großh. Ministeriums der Finanzen künftig eine Uebermittelung <m die hier wohnenden oben bezeichneten Bezugsberechtigten seitens der unterzeichneten Stelle nicht mehr erfolgen. Dieselben werden demgemäß hierdurch aufgefordert, ihre Bezüge bei Fälligkeit an den Wochentagen (avisier Montag) yon 912 Vormittags oder 24 Nachmittags bei unserer Kasse gegen Quittung in Empfang zu nehmen. Mse Anordnung tritt sofort in Kraft.

Gießen, 21. Februar 1896.

!8. Im GroßhrrOr sthraustaltcn, nntpr unb eint höhnt W Een 467 Lehrer, unb |t; Ktalgyumsün unb fc Wgerschule 10. U U unb weniger, bl » ,00 -2500 Vk-, 60 t; ) bis 3500 Mk, 27 c 00-4500 Mk., 63 r 5500 unb 5 übet 5500? chen Anstalten W n 5399 in den W

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67 1896.

Heute Samstag:

Metzelsuppe.

VrorgevSr

Wellfleisch mit Kraut

Abends r

Wurstsuppe

unb humoristisches

Coneert unt. der artistischen Leitung von Signor Joppani.

Hierzu labet höflichst ein

Jacob Horn,Zum Taunus"

1727 Vrandgaffe 8.

Solmsrr Hol

Bahnhofstraße.

Heute Samstag Abend: HmorißisillkIiirsk von F. J. Wol£E.

Entree frei. (1737) Anfang 8 Uhr. Sonntag: ^elsenkeller.

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MarburgerftraßeBahnhof und zurück.

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Gutachten.

Das Haarwasser von Retter ent­hält der damit angestellten Analyse zu­folge durchaus keine den Haaren nach­theilige Maierien; ihre B'ftandtbeile find vielmehr solcher Art, daß von dem Gebrauche des Mittels eher ein wohl- thätiger Einfluß aus das Wachsthum der Haare zu erwarten ist und stedt daher ihrer Anwendung keinerlei Bedenken ent­gegen. 423

München, 7. September 1867.

(L. 8.) Dr. H. ß. Wittstein.

Zu haben ä 40 Pfg. u. Mk. 1.10 bei

I. H. Afnhr. Sonnenfiraße 25.

Sonntag den 23. Februar. 1. Fastensonntag.

SamStag:

Nachmittags nm 5 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte.

S ^nntag:

Vormittags von 6Vs Uhr an Gelegenbeit zur hl. Beichte;

, um 6V| Uhr erste hl. Meffe;

, um 7V, Uhr AuStbeiluna der hl. Communton:

um 8 Uhr zweit; bl. Meffe;

um 91-, Ubr Hochamt mtt Predigt;

Nachmittags um 5Vr Uhr Ch'istenlehre; darauf Fastenandacht.

Gottesdienst der iSraelittfchen ReligionSstefellfchaft.

Freitag Abend 680 Ubr, SamStag Vormittag 8to Uhr, Nach­mittag 380 Üb', SabbaihauSgang 6<° Uhr. Wochengottesdienst Morgens 6«» Uhr, Abends W.___________________________

Witterungsbericht vom Äl. Februar.

DaS Maximum, deffen Kein beute im Innern ^iußlandS liegt, hat sich neueidings bis zu einer Jntensiiöt von mehr als 785 Mm. verstärkt. Hingegen ist im Nordwest.n der britischen Jnieln daS Barometer noch etwas gesunken. Das Pentium der Dep>.ssion liegt heute nördlich von Schottland unb ?ü fte dasselbe der Hauptsache nack nordwärts abziehen. Dieser Depression ist ein sackförmiges Theilminimum angehängt, das bis zum Canal berunterreicht. Vom Ocean her scheint sich neu>rdingS tiefer Truck dem Westen Europas zu nähern und wird sich die nächste Depression voraussichtlich weiter in den Eontinent herein ausdehnen. Ja Süddeutschland ist daß Wetter noch ruhig, jedoch vielfach nebelig.

voraos«»UUtze Witter««« r

Vorwiegend trübeS Welter bei mäßigem Frost; später Nieder­schläge.

Technische Fortschritte.

Gute Tünche »u« Weiße«, 30 Liter oder 125 Pfund gebrann er Kak werden in rnem Haß mit heißem Waffer gelöscht und zwar wtrd io viel Waffer nach unb nach zuaesetzt, daß eS un­gefähr 18 dis 20 Elm. üoer dem Kalkteig steht, dann wird die er­haltene Kalkmilch verdünnt, biS dieselbe fireichrecht ist, dazu setzt man zueist 3 Pfund Zinkvitriol, hieraus mischt man noch »/< Pfund Kochsalz hinzu. Man gibt bann ben Sarbenjuafc z. B. für Stein- grau, Edromgelb, Ultramarin unb einige Gramme Schwarz hinzu. Es ist bet dem Fardenzufatz zu beachten, baß jebe Erdiaroe für die Haltbarkeit des An^rrckes nachtheiltg ist, so z. B. Ocker, Bolus, Umbra, Terra de Siena.

Die Verwendung von Asphalt gege« Ae«ersg«sahr. Eme bish-r nur wenig bekannte Eigenschaft des Asphalts tu die der Abhaltung der Gefahr bd Feuersbrünsten. Wird detfp elwetse der Fußboden feuergesäorlichkr Räume 1 bis 2 Ctm. hoch mit Asphalt bedeckt, so oerbinbert man die Ausbreitung eines unterhalb ent­standenen Fuers nach oben, da nach vielen Erfahrungen der Asphalt nur erweicht robb, dem Feuer aber rotbersteht. Die Pariser OmnibuS- Gefell'chaft ließ die oberhalb der Pferdeställe gelegenen Haferböden mit Asphalt bedecken, wodurch diese gleichzeitig gegen die aus den S'allen auffieigenden Dünste gesichert werden.______________________

Derfebr, Land- und votkrrvirthschast^

Das Technikum Mittweida, eine unter Staatsaufsicht stehende, höhere technttche Fach ckule, zählt tm gegenwärtigen 29. Schul­jahre 1677 Besucher, welche die Abheilungen für Mafchtnen-Jngenieure und Electrotechniker bez. die für We kmeister frequentiren. Unter den Geburtsländern der Befucher bemerken wir Staaten aller fünf Erdtheile, eb nso gehören die Eltern der Studirenden den ver­schiedensten Ständen, namentlich aber dem der Fabrikanten, In­genieure, Baugewerke, Beamten und Kaufleute an. Die Anstalt Dient zur Ausbildung im gesummten Maschinenwesen und ber Electrotechntk, unb würbe, um dieser Ausgabe auch fernerhin vollauf gerecht werden zu können, vor mehreren Jahren durch Erbauung eines besonderen electrischen Institutes wes.ntlich erweitert. Der Unterricht für das nächste Sommerhalbjahr beginnt em 14. April und es finden die Aufnahmen für den am 23. März r. beginnenden unentgeltlichen Vorunterricht von Mitte Februar bis M-tte März wöchentlich statt Ausführliches Programm mit Bericht wird kosten­los vom Secre ariat des T>cbnikum Mittweida (Sachsen) abgegeben.

Mnnen Mitmenschen, welche an Magenbeschwerden, DerdauungS- schwäche, Appemmangel rc. leiden, theile ich herzlich gern und a«e«t-etUich mit, wie sehr ich selbst daran gelitten und wie tch hiervon befreit wurde.

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