Ausgabe 
22.1.1896 Erstes Blatt
 
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in Gold dem Stablhoboisten Großh. Musikdirektor Srauße, beide im Infanterie Regiment Kaiser Wilhelm (Nr. 116).

* Militardieustuachrichte». Walter, Major z. D., unter Ertheilung der Erlaubniß zum ferneren Tragen dec Uniform bei Jnf.-RegtS. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hefl.) Nr. 116, von der Stellung als Mitglied bei dem Beklei- duugSamt del 11. Armeecorpl entbunden.

Ueßerficht über de» Fortschritt uib bei der-eittge» Stand der Arbeite» zur Herstellung vo» Nebenbahnen i» Oberhesse».

1) Die Nebenbahn Gründ er gLondorf ist im Unterbau fertig gestellt, die Verlegung des Oberbaues hat begonnen, ebenso find alle Hochbauten in Angriff genommen und wird hiernach die BetriebSeröffnung im Laufe des Sommers erfolgen können.

2) Für die Linie LollarLond orf ist der Entwurf in Bearbeitung und wird dessen Fertigstellung bis zum Herbst d. I. erwartet.

3) Für die Linie Nieder. Gemünden Nieder- Ofl e id eu find die Aufnahmen im Felde bis Homberg fertig, auch der Entwurf selbst für die Linie ist bis Homberg nahezu fertiggestellt. Die Vollendung der Vorarbeiten für die ganze Linie ist im Sommer b. I. zu erwarten.

4) Der Entwurf für die Linie Salzschlirf Schlitz ist schon seit längerer Zeit sertiggestcllt, bie den preußischen Theil betreffenben Entwurfsstücke find ber Königlich preußischen Regierung behufs Herbeiführung der lanbespolizeiltchen Prüfung vocgelegt worben unb ist für diese Prüfung jetzt Termin an­beraumt. Die Inangriffnahme bei Baues ist von dem Fortgang des nach Beendigung der landespolizeilichen Prüfung emzuleitenden Grunberwerbl abhängig.

5) Für bie Linie LaubachMücke finb die Ber- messungSarbeiten noch nicht beenbet unb läßt fich ein Zeitpunkt für bie Fertigstellung deS Entwurfs derzeit noch nicht angeben.

6) Für die Theilstrecke Lauterbach Greben­hainSrainfeld der Nebenbahn GedernLauterbach find die BermeffungSarbeiten nahezu beendet, die Fertigstellung des Entwurfs ist im Sommer b. I. zu erwarten.

7) Bei ber Nebenbahn Frtedber gH ungen ist feit Herbst 1895 mit bem Bau begonnen unb schreitet letzterer blS jetzt ordnungsmäßig fort, bie Betriebseröffnung der Linie kann jebenfalls im Jahre 1897 erfolgen.

8) Für bie Nebenbahn Beienheim Nibda ist ber Grunderwerb im Gange und soll, wenn fich letzterem keine besonderen Schwierigkeiten entgegenstellen, noch im Frühjahr mtt dem Bau begonnen werden, auch bei dieser Linie wird fich bie BetriebSeröffnung voraussichtlich im Jahre 1897 ermöglichen lassen.

9) Allgemeine Vorarbeiten find für den hessischen Theil der Linie StockheimFrankfurt angesertigt und schon seit längerer Zeit fertig.

10) Wegen der Nebenbahn Friedberg Friedrichs» dorf(Homburg) hat eine Vorprüfung des generellen Entwurfs in lande-polizeilicher Beziehung stattgefunden unb find Berhanblungen mit ber Königlich preußischen Regierung wegen Abschlusses eine! Staat-Vertrag! im Gange.

** 3» unsere« gestrige» Bericht über ben allgemeinen Festcommer! am 19. d. MtS. find kurz vor bem Schluß der Ansprache be! Herrn Oberbürgermeister! burch ein Versehen de! Setzer! einige Sätze aulgefallen, unb bamit ber Zu» fammenhang unb Sinn ber Worte gestört worben. Wir wollen nicht unterlassen, unsere Leser um Entschulbigung dieses in der Eile unterlaufenen Versehen! zu bitten. El müssen hinter dem WorteEinheit- auf der 6. Zeile vor dem Schluffe der Ansprache eingefügt werden die Worte: da! aber auch be! Danke! nicht vergißt, ben e! jenen Fürsten schulbet, welche in ber Untembnung eigener Wünsche unb Interessen unter ben Gedanken der Einheit auch ihr Theil beigetragen zur Wiederaufrichtung de! neuen deutschen Reiches. Den bahingegangenen Fürsten gilt heute ganz besonders unser erster, ehrfurchtsvoller Dank; ihren Nachfolgern in der Regierung aber da! ist auch unser Aller Wunsch möge e! beschieden sein, Mehrer zu werden an den Gütern unb Gaben beS Friedens, ebenso in der freiheitlichen Gestaltung unsere! Leben!, wie auf den Gebieten nationaler Wohlfahrt und Gefittung. Unserem Kaiser selbst aber, und unserem LandeSherrn, ben Trägern be! gewaltigen Vermächtnisse!" ...

♦♦ Oberhtsßsche Gesellschaft für Natur- uud Heilkuude. In der Generalversammlung am 14, b. MtS. sprach Herr Dr. Köppe über bie Bildung der Salzsäure im Magen. Die Größe bei olmotischen Drucke! einer Flüssig­keit ist im Wesentlichen burch ihren Gehalt an Salzen be­dingt, fast gar nicht kommt dabei ihr Gehalt an Eiweiß in Frage. Ali bei der Bestimmung be! olmotischen Drucke! be! Blutplasma! zu verschobenen Tageszeiten sich berselbe nach dem Mittagessen constant erhöht zeigte, lag el nahe, diese Erscheinung al! die Folge der mit dem Essen verbun­denen Salzzufuhr anzusehen. In der That trat eine unb zwar ziemlich beträchtliche Erhöhung de! osmotischen Druck! deS Blutplasma! auch nach bloßem Kochsalzgenuß ein. Durch theoretische Erwägungen ergab fich au- bieser Beobachtung, daß infolge der Zufuhr einer starken Kochsalzlösung in den Magen, sowohl ein Einströmen von Wasser in den Magen, al! auch ein AuSrreten von Salz aus dem Magen in! Blut stattfinden kann. Daß die! wirklich der Fall ist, geht au! ben Versuchen hervor, bie v. Mering anstellte. Für bie physikalische Erklärung bei Vorganges auf Grunb ber Lehre vom olmotischen Druck, ist zu berücksichtigen: 1. ob ber Wagen. Inhalt vom Blute burch eine Wand getrennt ist? Dal ist ber Fall. 2. ob btefe Wanb für Wasser durchgängig ist?

Ja, aber nur in der Richtung in den Magen, d. h., el

kann Wasser durch die Magenwand in denselben bringen, aber vom Magen au! wirb kein Wasser resorbirt. 3. Ob

diese Wand für Salze und deren Dissociationlproducte die

Jonen, (Theorie der electrolytischen Dissociation) durchgängig ist? Bringt man eine Salzsäurelösung in den Magen,

so enthält der Mageninhalt nur freie Chlor- und freie Waflerstoffjoneu. El zeigt fich, daß bie Chlorjouen bie Magen» wanb nicht burchbringen können. Von einer Kochsalz­lösung, bie bekanntlich neutrale Moleküle NaCl, freie pofi- tive Natriumjonen und freie negative Chlorjouen enthält, können baher au! dem Magen zunächst nur die neutralen NaCl-SRoleffile in! Blut bringen, bie freien positiven Na-jonen dagegen nicht, weil sie burch ihre elektrische Ladung an bie freien negativen Chlorjonen gebunden finb. Treten aber für die freien Natriumjonen an! bem Blut andere Stationen ein, bann können bie Natriumjonen burch bie Magenwanb aultreten. Werben nun bie aultretenben Natriumjonen burch Wasserstoffjonen bei Blutei ersetzt, bann befinben fich im Magen freie Chlor- unb freie Wasserstoff- jonen b. h. Salzsäure. Die Möglichkeit, baß bie Natrium- fönen bei Mageninhalte! burch Hjonen bei Blute! ersetzt werden, ist da, denn da! Blut enthält Stoffe: freie Kohlen- säure unb primäre Karbonate und Pholpba'e, welche all Diffociationlproduct freie H jonen liefern. Weiterhin steht diese Erklärung ber Bildung ber Salzsäure au! Chlorjouen be! Mageninhalt! unb Wasserstoffjonen bei Blute! mit fol» genben bekannten Thatsachen in Einklang: 1. Enthält ber Mageninhalt keine Chlorjonen, so entsteht keine Salzsäure. 2. Mag man reichlich Salzsäure in! Blut spritzen, erfolgt doch keine Salzsäuresekretion im Magen. 3. Trotzdem bie Drüsenzelle Säure absondert, bleibt fie alkalisch. 4. Während der Salzsäurebildung im Magen wird bie AlkaleSceuz bei Blute! erhöht. 5. Daß ber Mageninhalt an ber ©Übung ber Säure theilnimmt, beweist da! Entstehen anderer Halogen- fäuren im Magen aus den eingenommenen Salzen (HBr. NaBr., HJ au! NrJ.) 6. Auch bie nach Kochsalzzufuhr beobachtete AuSscheibung alkalischen Urin! spricht für die ge­gebene Erklärung ber Salzscmrebilbung.

Religiöfe Bortrage während ber letzten brei Jahre in verschiedenen Städten bei südliche» unb westlichen Deutsch- lanb!, gehalten von Herrn Dr. Johanne! Müller, haben ein nicht gewöhnliche! Aufsehen erregt. Namentlich ist bal in Darmstadt der Fall gewesen, wo Herr Dr. Müller in diesem, dem letzten unb bem vorletzten Winter austrat. Unb zwar war bort ber Verlauf ber Sache so, baß ber Besuch ber Vortraglabenbe stetig zugenommen bat. Seinen Höhepunkt erreichte er aber vor Kurzem, all Herr Dr. Müller einen ganzen Chelul von Vorträgen kurz hintereinander hielt. Männer unb Frauen, Personen von jugenblichem unb von vorgerücktem Alter, Leute au! allen Stänben bilbeten einen Kreil von angeregten unb dankbaren Zuhörern. Um bal begreiflich zu finben, braucht man nur eine Anzahl von Thematen zu Überblicken, wie fie im Laufe der Zeit zur Be­sprechung gekommen find.Gibt el einen Gott?" «Wer war Jesu! von Nazareth?"Hat der Mensch einen freien Willen?"Schöpsungllehre unb Darvinilmul."Schuld und Schicksal."Glauben unb Wissen." Nach einer ant­wort auf solche Fragen suchen viele, viele Menschen, kirch­liche unb unkirchliche Leute, heute so gut wie vor Zeiten. In den gewöhnlichen Sonntaglpredigten finden fie aber eine aulgiebige Antwort nicht, weil die Predigt in erster Linie der Erbauung dienen muß. Akademische Vorträge find nur einem vergleichlweise kleinen Kreise zugänglich, setzen auch eine gleichmäßige Geiste-schulung ber Hörer voraus. Herr Dr. Müller kommt in seinen Vorträgen bem vorhanbeuen Bebürfniß entgegen. Seine Darstellung ist ebenso lichtvoll unb verständlich, wie gründlich unb umsaffenb. Da Herr Dr. Müller bemuächft hier in Gießen eine Anzahl von Vorträgen zu halten gedenkt, so wollen wir nicht verfehlen, die Leser dieses Blattes jetzt schon daraus aufmerksam zu machen.

Kaufmännischer Verein. Die am Sarnltag Abend nach ben oberen Räumen beiPoftkellerö" einberufene außerordentliche Generalversammlung wurde mit bem Hinweis eröffnet, baß e! gelte, einen für den Verein äußerst wich­tigen Beschluß, betreffend bie Erbauung eine! eigenen VereinlhauseS, zu faffen. Der Borfitzenbe legte die GrÜnbe bar, welche ben Dorstanb veranlaßt haben, bie Generalversammlung gerade jetzt mit dieser Frage zu be­schäftigen und schlug vor, die Versammlung möge bie vom Borstanb gestellten Anträge gutheißen. Dieselben gingen bahin: Den Borstanb zu beauftragen, beim Stabtvorstand vorstellig zu werben, daß dieser dem Verein einen an ber Norbanlage gegenüber ber Stabtknabenschule gelegenen, 640 Quabratmeter umfaffenben Bauplatz zur Erbauung eines VereinlhauseS kostenlos überlaste. Gleichzeitig soll ein vom Architekten Kockerbeck aulgearbeiteter Bauplan al! ber» jenige, welcher zur Aulführung kommt, ber Bürgermeisterei mit eingereicht werben, welcher nach einem Kostenvoranschlag mit 30,000 bil 32,000 Mark herzustellen sei. Da! Bau- capital wolle man in einer mit S1/* bil 4 pCt. verzinslichen Hypothek von 20,000 Mark, burch wilde Gaben selten! ber unterstützenben Mitglieder in Höhe von 5000 bis 6000 Mk. be­schaffen, unb durch unverzinsliche Antheilscheine im gleichen Be­trage hoffe man den Rest der benötigten Summe aufzubringen. Wegen der Rentabilität beS Gebäube! verwies ber Dor» fitzende auf bie Bereitwilligkeit ber Handelskammer, zwei Räume in diesem Hanse zum Preise von 400 Mark pro Jahr zu übernehmen, 300 Mark habe bet Verein jetzt schon zu zahlen all MiethlpreiS für die Räume der Fachschule unb bei LehrlivglheimS. Von brei hiesigen Brauereien sei für die Priorität be! AuSschankeS ihre! Gebräu! im BrreinlhauS eine Bonifikation von 750, 900 unb 1000 Mark pro Jahr in AnSficht gestellt, so baß der Verein dabei ganz gut heraus» komme. Nach einer sehr lebhaften Debatte kam folgender Antrag zur Annahme: 1) Die Versammlung beschließt, ben Borstanb zu beauftragen, bei bem Stabtvorstande um un­entgeltliche Überlastung eine! Platze« zur Erbauung eines Berelnlhausel vorstellig zu werben. 2) Der Borstanb wird beauftragt, mit Hilfe der Handelskammer au! den unter­stützenden Mitgliedern einen Ausschuß zu wählen, der gemein­sam mit dem Vorstände über die aufoubringenben Mittel de- rathet und beschließt. Der Antrag bei Vorstände!, ihn

zu beauftragen, für den Verein die Rechte einer juristischen Person nachzusuchen, fand ebeusall! Annahme.

Vorträge. Wohl selten hat ei» Vortrag im kauf­männischen Verein so viel Jntereste erregt, wie bal im ver­gangenen Jahre von Jen! Lützen (Dccent an ber Hum» boldt-Acadernie, Berlin) gehaltene populär-wistenschaftliche ProjectionSvortrag:Ein Tag auf dem Monde." Diel veranlaßte bie Vorstände bei Gewerbevereins unb bei kauf männlichen Vereins, den hervorragenden Vertreter volklthüm- lich'naturwiffevschaftlicher VortragSkunst auch' für dieses Jahr all Redner zu gewinnen. Jens Lützen wird am 25. b. Mts. in Leib! Saal einen Vortrag überSin Ausflug in ben Weltenraum" halten, unb babei durch Vorführung großer Überaul glänzender Lichtbilder, nach Naturphotographien her- gestellt, seine Ausführungen erläutern. Wir machen schon jetzt auf diesen sehr interestanten Vortrag aufmerksam.

* Die Himmel rühme» del teige» Ehre. ES gitbt wohl wenig künstlerische Schöpfungen, denen bereit! die Unsterblichkeit an ber Wiege prophezeiht worden ist, noch kleiner aber ist die Zahl derjenigen, bie im Original mit bem Dergestenwerben ringen, während sie in Bearbeitungen zu einem sich immer weiter aulbreitenden Bekanntwerbe» gelangen unb ber Unsterblichkeit ficher find. Zu diese» letzten nun gehört Beethoven! erhabene- LiedDie Himmel rühmen" rc., welches anläßlich der fünfund» zwanzigsten Wiederkehr der Erhebung Deutschland! zum Kaiserreich, an vielen Orten, wo man btefe* hehre ttreignife feiert, in allen möglichen Bearbeitungen, ficher aber nirgends im Original bargeboten worden ist. Ludwig van Beethoven hat ben Gellert scheu Text im Anfänge bieseS JahrhunbertS all Einstimmige- Lieb mit Pianofortebegleitung unb zwar im Verein mit noch fünf anderen geistlichen Liedern desselben Dichter- componirt. Die erste Ausgabe erschien im Jahre 1803 und trug, bem damaligen Geschmack ent» sprechenb, ben TitelSechs Lieder von Gellert am ilaüier zu Singen unb dem Herrn Grafen Browne Brigadier im Russischen Dienste zu- geeignet von Herrn Louis van Beethoven." (Die Singstimme ist im Sopranschlüssel getrieben). Ungewöhn­lich für die damalige Zeit, in welcher bte italienische Sprache weit mehr all heute noch bie Sprache ber Musik war, hatte Beethoven bei fünf dieser Lteder die Tempi ht deutscher Sprache bezeichnet und trägt bal von un! gebuchte Lieb, bal vierte im Heft, all Vorschrift:M ajeftätisch unb erhaben". Währenb nun bie übrigen fünf Lieber unb zumal Nr. 1 Bitten: Gott deine Güte reicht so weit und Nr. 6 Büßlied: An dir allein, an dir hab' ich gesündigt, ständige Repertoimummernbei Kirchen- covcerten find, kommt Nr. 4 Die Himmel rühmen rc., welche den TitelDie Ehre Gotte! in ber Natur" trägt, nur ganz vereinzelt in seiner Urform noch zu Gehör. Mit zu ben ältesten Bearbeitungen zählt die von Damcke, opus 6 (Hannover) für Männerst imme wir Orch ester, ber fich später, theil! für Männerchor mit unb ohne Begleitung, theil! für gemischten Chor, für Fra^tenchor u.s.w. Abt, Finsterbusch, Giehne, Koning, Lux, Riederhof, Storch, Weinwurm unb anbere bil tn bie neueste Zeit anschloffen. Selbstverständlich find außer diesen Chorbearbeitungen auch solche für Instrumentalmusik erschienen, so enthält z. B. der GroßePreußische Zapfenstreich, ber von sämmtlich » deutschen RegimentSmufiken gespielt wird, diese weihevolle Tonschöpfung (Wilh. Wieprecht). Ja auch unser er kleinen unb großen Pianisten ist in ausreichender Weise gedacht worden, vom Altmeister Liszt herab, dem Sänger auf betrt Clavier, bis zu den bekanntesten, fruchtbarsten Transcriptionenv?-rfafferu, ist für diesen stets grünen Zweig der musikalischen Literatur ausreichend gesorgt worden. '

* Die Wanderer, Gießener Radfahrgesellschast^ traten mit bem am vergangenen Donnerstag, den 16. d. M l!., ltn Hotel Einhorn stattgrhabten (Sommer! zum erster' Mal an die Oeffentlichkeil. Der Vorsitzende, Herr Wil Helm Hornberger, eröffnete ben (Sommer! mit der Begriißuug der erschienenen Gäste unb einer Ansprache, in welch er er bie GrÜnbe darlegte, die hauptsächlich für bie Constitu irung bieser neuen Radfahrgesellschaft maßgebend gewesen w aren. Er besprach weiter die Abfichten und Ziele, für deren Ver­wirklichung dieWanderer" allezeit eintreten und schloß seine Aulführungen mit bem Hinweise barauf, baß die neue fahrgesellschast fich ben bereit! bestehenben Sportvereine n tn keiner Weise feindlich gegenüberfteQen wolle, wie die! von Manchen vielleicht irrthümlich angenommen werde, we 14« Thatsache er zum Besten be! Rabfahrwesenl überhaupt »unb um de! lieben Frieden! willen eine möglichst weite Ver­breitung wünsche. Nachdem bal mit Begeisterung a ^ge­nommene dreifacheAll Heil" auf »da! Wohl der Gesells chvst und ber treu unb fest zu ihr stehenben Mttglieber verklungen nahm Herr H. Meyer das Wort. Seine Rede, die reiflfrt Beifall fand, klang au! in einem dreifachen Hoch auf Kaiser unb Großherzog. Lieder und Toaste wechselten nunmehr in bunter Reihenfolge ab und die animirte Stimmung erreichte ihren Höhepunkt, oll bie Mufik den von Herrn Capellmeiff)er Polster componirten und ber Gesellschaft gewidmeten neCacn Wanberermarsch" intonirte, besten Trio von dem Gesav^-e ber Anwesenden kräftig begleitet wurde. Der Compon"'st hatte die Liebenswürdigkeit, diesen ersten Vortrag feiner Schöpsung selbst zu birigtren, und allseitig war man b^* Lobe! voll von dem neuen Marsche. DenWanderern^ » G. R.»G., zu ihrem ferneren Fortkommen, Blühen unb flkre» beihen ein dreifache! «All Heil!" j

Circa! «lthoss wird mit neu eagagirtem, tüchtiges Kürstler-Personal seine Vorstellungen am 1. Februar au^s Oswald! Garten dahier eröffnen. ,B

Die öffentliche» Uhren werden, wie an! einer Be** kanntmachung bei Stadtbauamt! hervorgeht, wegen Retvi-D guvg unb Instandsetzung von heute ab vorübergehend* unb nacheinanber außer Betrieb gesetzt unb zwar voraul-r- fichtlich die Uhr am Rathhause am 21. unb 22., am Stabt-