wird, beabsichtigt Dr. PeterS feinen Abschied aul dem Reichs- dienst zu nehmen.
Berlin, 19. October. Anläßlich des Gothaer Parteitages hatten die Anarchisten für gestern Bormittag eine öffentliche Versammlung etnberufen. Landauer unterzog den letzten Parteitag der Socialdemokraten einer scharfen Kritik. Derselbe sei mit Ausnahme der Kunstdebatte so ein- förmig, jämmerlich und flach gewesen, wie nie ein Parteitag zuvor. In der DiScusfion kam eS zu lebhaften Auseinandersetzungen zwischen den Anarchisten und den Socialisten.
Frankfurt, 19. October. Von besonderer Seite erfährt der Konstantinopeler Correspoudent der „Franks. Ztg.", daß die Verhandlungen, welche die Großmächte gegenwärtig mit der Pforte führen, auf eine theilweife Aufhebung des DardanellenvertrageS Bezug haben. Der Sultan soll, durch Karatheodori Pascha beeinflußt, diesem Prvjrct nicht abgeneigt sein.
Wien, 19. October. Die „Neue Freie Presse" bemerkt zu der heutigen Ankunft Kaiser Wilhelms in Darmstadt: Bei der räumlichen Nähe, in welcher sich die beiden Monarchen befinden, sei dieser Besuch selbstverständlich und entbehre jeder politischen Bedeutung.
Laibach, 19. October. Die seit drei Tagen anhaltenden Regengüsse richteten hier und in der Umgegend großen Schaden an. DaS Thal ist vollständig überschwemmt. Die Eisenbahnstrecke ist gefährdet.
Rom, 19. October. Heute find hier der König und die Königin ein getroffen, um am Donnerstag das Brautpaar zu erwarten.
verliu, 20. October. Ueber die neuerliche Zusammen- kunft Kaiser Wilhelms mit dem Zaren wird der „Boss. Ztg." aus diplomatischen Shreifen berichtet, daß die Begegnung einem vom Zaren geäußerten Wunsche entsprochen habe. Kaiser Nikolaus habe nach feiner Rückkehr auS Frankreich das Bedürfniß empfunden, sich mit Kaiser Wilhelm wieder auSzufprechen und einer Mißdeutung des Pariser Besuches vorzubeugeu. Man glaubt, daß die Zusammenkunft der beiden Kaiser auf jene Kreise Frankreichs, die noch immer der Zarenreise eine Spitze gegen Deutschland unterschieben, ernüchternd wirken wird.
Berlin, 20. October. Gestern wurde ein Mann verhaftet, auf den die Beschreibung eines der au der Ermordung des JaftizrathS Levy beteiligten Mannes paßt und deffen Kleider blutige Flecken zeigten.
Sera, 20. October. Der einzige socialistische Landtags- abgeordnete Hahn ist gestorben.
Rom, 20. October. Infolge heftiger Regengüsse, welche in der letzten Nacht niedergingen, ist eS zweifelhaft, ob die geplante Truppenschau stattfindet. Morgen treffen alle Prinzen und Prinzessinnen des Hauses Savoyen hier ein. Die Dacht „Savoha" langt morgen früh 7 Uhr in Bari an. Um 9 Uhr erfolgt in der Kirche San Nicola der Uebertritt der Prinzessin Helene zum katholischen Glauben, wozu 1000 Einladungen ergangen find.
London, 20. October. Unter dem Vorsitz des Bischoss von Rochefort fand gestern Abend ein großes Proteft- meetiug gegen die armenischen Greuelthaten statt. Einige hervorragende Staatsmänner waren dazu eingeladen, hatten sich aber nicht eingefunden. ES wurde ein Brief Gladstones verlesen, in welchem derselbe seine früheren Angriffe aus den Sultan wiederholt.
H. Darmstadt, 20. October. Der Zar, Großfürst Sergius, sowie der Großherzog find nebst Gefolge heute Vormittag 11 Uhr 10 Min. nach Wiesbaden ab- gereist.
CocwUs «nd protxhtsfclte#,
Sießen, den 20. October.
*♦ Oesfentliche Anerkennung edler Thaten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben dem Heinrich KaSpar HaaS in Bruchenbrücken in Anerkennung der von demselben am 13. Juli l. I. mit Muth und Eutschloffeuheit, sowie unter eigener Lebensgefahr bewirkten Rettung der Auguste Naumann vom Tode des Verbrennens eine Geldprämie, — dem Bauaufseher Aspiranten Heinrich Schlapp an- Staufenberg in Anerkennung der von demselben mit Muth und Entschlossenheit, sowie unter eigener Lebensgefahr am 26. Juli l. IS. auSgeführten Rettung des Maurers Friedrich Neeb aus Staufenberg vom Tode des Ertrinkens die Rettungsmedaille, — dem Fuhrkuecht Nikolaus Keim II. zn Weisenau in Anerkennung der von demselben am 21. August l. I. dortselbft mit Muth und Entschlossenheit, sowie unter eigener Lebensgefahr auSgeführten Rettung eines Kindes vom Tode des Ertrinkens eine Geldprämie, — dem Martin VlaSdeck zu Mainz in Anerkennung der von demselben am 10. September 1896 mit Muth und Entschlossenheit, sowie unter eigener Lebensgefahr auSgeführten Rettung eines Knaben vom Tode des Ertrinkens eine Geldprämie zu verleihen geruht.
** Gedenktafel für Großherzog Ludwig IV. Der Landesverband der Kriegerkameradschaft „Hassia" läßt in dem Hause in Rezonville, in welchem der Höchstselige Großherzog Ludwig IV. mit seinem Bruder, Prinz Wilhelm, st» Feldzuge 1870 Quartier bezogen hatte, eine Gedenktafel anbringen. Dieselbe trägt folgende Inschrift: „Lud- wig IV., Großherzog von Heffen, gestorben 1892, nahm als Eommandeur der Großh. Hess. (25.) Division mit seinem Bruder Prinz Wilhelm vom 6. bis 10. Sept. 1870 Quartier in diesem Hause. Gestiftet von dem Landesverband der Großh. Heff. Kriegervereine." Die Tafel stammt aus dem in der Gemeinde Mittershausen bei Heppenheim gelegenen Shenitbruche der Firma Hartmann und von der Heyden in Schönberg, in deren Schleiferei die Tafel auch geschnitten und geschliffen wurde. Die Lieferung der Gedenktafel, das Einhauen und Vergolden der Schrift wurde von dem Steinmetzmeister Karn in Darmstadt auSgeführt.
•• Rebeubahue«. Nachdem das Project der Nebenbahn Lauterbach —Grebenhain — Crainfeld fertiggestellt ist, hat daS Großh. KreiSamt Lauterbach durch Großh. Ministerium der Finanzen Auftrag erhalten, alsbald mit den Gemeinden und sonstigen Jutereffenten der Bahn in Verhandlungen wegen deren formeller Verpflichtung zur kosten- und laftenfreien Geländestellung einzutreten.
** Weihnachts-Oratorium. Wir können die gewiß Dielen sehr willkommene Mittheilung machen, daß der Evangelische Kirchengesangverein beabsichtigt, das schöne Weihnachts Oratorium von Heinrich von Herzogenberg, „Die Geburt Jesu Christi", daS bei seiner ersten Aufführung mit so warmer Begeisterung aufgenommen worden ist, am 17. December b. I. wieder aufzuführen. Möchten dem Verein diesmal die unliebsamen Schwierigkeiten erspart bleiben, die sich der Aufführung im vorigen Jahre entgegenstellten.
•* Oberhesfischer Verein für innere Mission. Auf daS im Auzeigetheil enthaltene Inserat betr. JahreSfest des Oberhesfischen Vereins für innere Mission wird mit dem besonderen Hinweis aufmerksam gemacht, daß daS Fest nicht, wie aus Versehen in den versandten Programmen steht, Montag und Dienstag, sondern Dienstag und Mittwoch gehalten wird.
•* Das Panorama des Herrn Schmidt, welches durch seine herrlichen Länder-Serieu in gutem Andenken steht, ist seit SamStag Neuenbäue 1 Part, wieder eröffnet worden, und hatte gleich am ersten Tage sich eines guten Besuchs zu erfreuen. Die Fortschritte auf dem Gebiete der Photographie, namentlich was auch prachtvolle Momentaufnahmen anbetrifft, in Verbindung mit der Steroscopie, haben auf dem Gebiete des Panoramawesens Erfolge erzielt, wie sie noch bis vor Kurzem kaum geahnt werden konnten. Aber die ntmmerennübenbe Wissenschaft wacht auch auf diesem Gebiete fein Halt und von Jahr zu Jahr werden sich solche, daS Auge ergötzende, den Geist anregende, künstlerische Darbietungen sich immer mehr vervollkommnen. Die Art der Beleuchtung, die Wiedergabe der Farbengebung der bildnerischen Objecte vermag gegenwärtig Effecte zu erzielen, die an das Wunderbare grenzen und den Beschauer oergeffen lassen, daß er nur einem Bilde gegenüber und nicht int wirk- licken Leden steht. Das gegenwärtig hier aufgestellte Panorama dürfte wohl daS Vollendetste bieten, was bisher Technik, Kunst und Wissenschaft in diesem Genre hervorgebracht haben. Die Bilder erhalten einen erhöhten Reiz dadurch, daß jeder Besucher sich das Licht für da» Bild, durch einen einfachen Druck am Knopf, selbst reguliren kann. Ein langsamer Druck sendet die hellen Sonnenstrahlen nach und nach über den ganzen See, welches die schönsten Effecte hervorbringt. Von besonderer Beachtung find folgende Bilder bei dieser Serie: Venedig, Verona, Gardasee, Ankunft Sr. Maj. Sch-iff Hohenzollern im Hafen, die herrlichen Gala-Gondeln des Bürgermeisters, Empfang des deutschen Kaisers, Fahrt in die Burg rc., die reizenden Orte Nago, Riva, den Pönale Wafferfall, Gardona, Simone Salo, Citronenzucht, Olivenhain am Gardasee. Bei dieser Serie, welche durch die prächtige und natürliche Wiedergabe einzig schön ist, empfehlen wir den Besuch bei Scymidt'schen Kunstinstituts angelegentlichst.
** OmnibulöerbinbuBg Wieseck. Wie uns mitgetheilt wird, Haden sich eine größere Anzahl Bewohner von Wieseck in einer Eingabe an den Vorstand der hiesigen OmnibuSgrsellschast gewandt, um den im vergangenen Winter eingerichteten Omnibusverkehr zwischen Wieseck—Gießen auch in diesem Winter wieder aufnehmen zu laffen. Der Beschluß des Vorstandes hierüber ist den Petenten bis jetzt nicht zugegangen.
•* Detaillisten-Verein. Gestern Abend fand im Saale des „Einhorn" eine gut besuchte Versammlung bei „Verein! der Detaillisten" statt. Die von der Commission vorgeschlagenen Statuten wurden berathen und genehmigt. Der Zweck des Vereins ist: Die Vertretung der Jntereffen bei Detaillisten-StanbeS, sowie bie Bekämpfung bes unlauteren Wettbewerbes im Detailhandel. Die Interessen beS StanbeS sucht ber Verein wahrzunehmen: burch Berathung und Vorträge über alle Fragen, bie für baS Detailgeschäft von Be- beutung stnb, burch Besprechungen unb Kundgebungen bei beabsichtigten gesetzgeberischen Maßnahmen, die Handel und Verkehr im Allgemeinen und daS Detailgeschäft im Besonderen betreffen, sowie durch Betheiligung an den Wahlen zur Handelskammer. Gegen den unlauteren Wettbewerb soll vorgegangen werben burch birecte Einwirkung auf bie Kaufleute selbst ober burch Aufklärung des Publikums mittelst öffentlicher Kundgebungen, eventuell burch gerichtliche Klagen auf Grund bei Gesetze! gegen ben unlauteren Wettbewerb. Außer ben Detaillisten von Gießen kann jeber Nicht-Detaillist, welcher bie Interessen bei Verein! zu förbern beabsichtigt, unterstützenbes Mitglieb werben. — El würbe au! ber Mitte ber Versammlung allgemein anerkannt, baß bie Vereinigung auch für unsere Stadt ein bringende! Bedürsniß sei unb baß zu wünschen wäre, baß sich alle unsere Hanbeltreibenben ihm anschlössen. In ben Vvrstanb wurden gewählt bie Herren: Nathan Stamm, Wilh. Herbert, Otto Schmidt, Carl Röhr, Adolph Müller, L. Fuhr, Ernst Balser, Robert Jmhäuser, Heinrich Rübsamen, A. Holterhoff unb M. Kaan (Weimer!- heim Nachfolger). Erster Vorfitzenber ist Herr Ernst Balser, zweiter Vorfitzenber Herr Wilh. Herbert, Schriftführer die Herren Carl Röhr unb Otto Schmibt, Rechner Herr A. Holterhoff.
•* Kaiser-Manöver. Schon seit einiger Zeit heißt ei, baß baS 11. Armeecorp! im nächsten Jahre Kaisermanöver unb zwar bei Cassel haben werde. Hierzu wirb au! Berlin geschrieben: Ueber bie Kaisermanöver im nächsten Jahre ist überhaupt noch keine kaiserliche Entscheibung getroffen, doch wirb militärischerfeit! es al! wahrscheinlich hingestellt, baß zu ben nächstjährigen Kaisermanövern bie Truppen bei 7., 10. unb 11. Armeecorps herangezogen werben, unb baß, ba da! 11. Armeecorp! 3 Divisionen hat, bie großherzoglich, hessische (25.) Division mit ber 7. Division vom 4. Armee- I
corpS, dessen 8. Division in diesem Herbst ar. den Manö-« oern bei Bautzen theilnahm, ein besondere- Armeecorp» bilden wird.
Pobsendungen an Mlitarperfon;». — u Vater- laudlvertheidiger find jetzt alle eingestellt. Wir machen daher auf folgende Vergünstigungen aufmerksam. Für gewöhnliche Briefe bi! zum Gewicht von 60 Gramm unb Postkarten an Solbaten bi! zum Felbwebel aufwärt! komme Porto nicht in Ansatz. Für Packete ohne Werihangabe bil zum Gewicht von 3 Kilogramm wirb 20 Pfennige Porto berechnet ohne Unterschied der Entfernung. Für Post-Anweisungen bt! 15 Mark Einzahlung beträgt da! Port» 10 Pfennig. Die Sendungen müssen mit dem Vermerk: „Soldatenbrief. Eigene Angelegenheit de! Empfängers" versehen fein. Alle Postsendungen von Soldaten unterliegen der vollen Portozahlung. Auch kommen diese Vergünstigungen weder auf beurlaubte Militärpersonen, noch auf Einjährig-Freiwillige zur Anwendung.
-h- Mendorf a. d. Lahn, 18. October. Dal noch sehr rüstige Ehepaar Heinrich Dormehl II. dahier feierte heute da! seltene Fest der goldenen Hochzeit. Kinder und Enkel, wie auch der gelammte Kirchenvorstand geleiteten ba! Jubelpaar in bie bichtbesetzte Kirche, woselbst Herr Pfarrer Schönhal! dieselben empfing und eine rührende Ansprache hielt. Nach der Einsegnung überreichte der Geistliche eine vom ^Kirchrnvorstande gestiftete wunderschöne Bibel. Der Gesangverein trug am Altäre zwei Chöre in bekannt, schöner Weise vor. Nachmittag! versammelten fich bie Hoch- zeit!-Gäfte um ba! Jubelehepaar, gemüthlich einige schöne Stunben verlebend.
4- Nidda, 19. October. Gestern Nachmittag hielt bie freisinnige Partei, unter Leitung bei Herrn Stabtrechners Mantel bahier, im Hotel „zur Traube" eine Wähler- Versammlung ab. Herr Professor Stengel schilderte eingehend bie verschobenen Parteien unb seine Hauptaufgabe al! Vertreter ber Freisinnigen. Auch Herr Fabrikant Georgi rebete in bieser Richtung, unb Herr Konrad Rühl hob zum Schlüsse seinen Stanbpunkt al! Gewerbe- treibender, bezw. Lanbwirth der Partei gegenüber hervor.
Butzbach, 16. October. Unter großer Betheiligung von Freunden, Collegen und Bekannten wurde heute Nachmittag der Großherzog!. Oberförster ber Oberförsterei Mönchbruch, Ohnacker, auf dem hiesigen Friedhöfe zur letzen Ruhe bestattet. Der Verblichene, ein allseitig beliebter Beamter, ist nur 38 Jahre alt geworden.
§§ Aus dem Kreise AlSfeld, 19. October. Die Zeit, wo dal Rind noch wild in den deutschen Wäldern vorkam und der AuerochS darin hauste, ist längst dahin. Ein wilde! Rind in einem Walde heute noch anzutreffen, würde man nur dem bekannten Münchhausen zutrauen. Unb dennoch ist da! Unglaubliche wahr- in dem Domanialwalddistrict Elpenrod treibt fich seit Anfang August ein Rind herrenlos herum und richtet an den dortigen Walbculturen großen Schaden an. Der Eigenthümer des Rinde! wird deshalb vom Großherzoglichen Kreisamt Allfelb aufgefordert, fich binnen einer Woche bei Großherzoglicher Obersörsterei Eudorf zu melden, widrigenfalls diese Behörde die Erlegung des ThiereS anorbnen wird.
§ Vom Vogelsberg, 19. October. Nach dem niedrigen Preisstand ber HauSdutter, welchen dieselbe währenb be! Sommers unb Herbstes gehabt, hatte man nicht erhofft, baß dieser Preis wieder zu der Höhe käme, wie er jetzt wirklich steht. In genannter Zeit bezahlte man für dal Pfund gute Hausbutter nur 60 Pfg., jetzt aber 90 Pfg. Dieser hohe Preis der HauSbutter dürfte, wenn er fich behauptet, manchen Molkereilieferanten, namentlich solche mit niedrigen Fett- procenten, wieder zur Hausbutterei zurückführen, wie e! in ber That schon geschehen ist. Die Molkereien müßten eben, um fich ihrer Stunben zu versichern, auch mit bem Preis ber Procente entsprechen!) dinaufgehen. Da biefelben jeboch meist Butterlieferungen auf Zeit abgeschlossen, so scheint diel unwahrscheinlich. Die Ansicht, bie man bei dem niebrigen Preis ber ßanbbutter gehegt, baß nämlich dieser durch die Molkereibutter veranlaßt und sich nie wieder zur früheren Höhe emporschwingen würde, ist mithin nicht stichhaltig gewesen.
Darmstadt, 19. October. Die nationalliberale Partei bat heute am Sarge ihre! Senior! im Landtage, be! Herr« K. Pfannstiel in Hainbach, einen prächtigen Kranz nieder- legen laffen, dessen kostbare Schleifen die Inschrift tragen: „Die nationaQiberale Partei ihrem treuen Mitglieds Landtagsabgeordneten Karl Pfannstiel".
RnffelSheim, 15. October. Die Nähmaschinen- unb Fahr- rab-Fabrtk Abam Opel bahier hat vergangene Woche ba! 50,000ste Fahrrab in Gestalt eine! fünffitzigen Zweirabl» fertiggestellt.
* Die Geretteten vom Raionenboot „Iltis" werben in wenigen Wochen, am 26. November, in ber Heimath ein* treffen. Die elf Ueberlebenben würben, wie feiner Zeit gemelbet, nach Uebernahme burch ben Kreuzer „Cormoran" feiner Zeit auf bem Panzerschiff „Kaiser" untergebracht, einmal um bem Chef ber Kreuzerbioifion bei Ausnahme des ThatbestanbeS jeberzeit zur Hanb zu sein, unb bann auch, um ben Leuten bie Fürsorge in gesnnbheitlicher Beziehung, die gernbe auf ben großen Panzerschiffen eine vollendete ge» nonnt werden darf, zuzuwenden. Denn Alle hatten mehr ober weniger an ben Folgen ber Nacht jene! Schifflbruches zu leiben unb mußten in ärztliche Behandlung genommen werben. So war ihnen auch ihre Bekleidung zum Theil verloren gegangen. Sobald bie Feststellung be! Thatbestandes unb die Untersuchungen als beendet angesehen werden konnte», dampfte „Kaiser" mit den Geretteten nach Dokohama, von wo fie mit bem fahrplanmäßigen Reichlpostdampfer des „Rordbeutschen Loyb" am 2. October die Heimreise an-


