Ausgabe 
21.6.1896 Erstes Blatt
 
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tit Niifr.r an ihrer Düte. Durchweg wird aber bet unfein

der Stadt Siehe«.

. Juni. 9r Ttänatr iur DMbtu i . Unter b«

ou|W|Mtd) in Kaffee, Lacao, Thee und Tabak. DeuMO ftafrika find rund eine Million Kaffeebaume pflaviits nrorden, die Ernte wird in diesem Jahre 120tiCli?intner arabischen Kaffees geschätzt, welche nach

fast In

auf dem

A«r vekL«pf««g der AliegevpUr-e. Fast wie eine ganz unvermeidliche Hosplage nimmt man noch ziemlich allgemein das Vorhandensein von Millionen von Fliegen, die den Menschen wie Thieren im Schlaf wie bet der Arbeit gleich lästig sind, hin, und doch läßt sich, wenigstens gegen da« Ueberhandnehmen der Fliegen in den Ställen und menschlichen Wobnungen, etwas thun, wenn man im richtigen Moment daran denkt! Dieser Zeitpunkt ist da, wenn die Maurer kommen, um, wie es weist im Frühjahr und Sommer der Fall ist, die Decken und Wände in Ställen und Stuben zu weißen. Man beziehe von dem weißen Alaun au8 einer Droguenhandlung. Ter Alaun ist billig; 1 Kilogramm kostet ca. 20 P'ennig. Man löst dm Alaun in Wasier auf, setzt die Lösung der Kalkfarbe zu und läßt dann die Wände und Deckm streichm. In Räumen, die einen solchen Anstrich mit einer Alaunlösung er­halten haben, gehen die Fltegm ein.

Juni: 15. Hermann Kahn, Schneider dahier, mit Zerline Gold- chmidt zu Idstein 17. Fran» Jacob Szczodrowtkt, Taglöhner dahier, mit Elisabeth Hofmann hterfeldst. 19. Ernst Hermann Fritz Zach, Zahntechniker dahier, mit Luise Franziska Rüger Hierselbst. 19. Earl Ernst Louiö Urbach, Käser dahier, mit Äatbartnc Becker hterselbst.

Gvatchtt«ßa»^«c.

Juni: 19. Karl Erb, Dienstknecht dahier, mit Barbara Braun hterselbst.

«atta«.

Juni: 9. Dem Schuhmachermeister Friedrich Hainer ein Sohn, Georg Albert. 9. Dem Spengler Georg Dahmer ein Sohn. 9. Dem Taglöhner Johann Peter Rosendecker eine Tochter, Emma. 11. Dem Jnftttutsvorfteher Dr Franz Kädel Zwillinge, >mei Töchter, Antonia Theresta und Karolina Isabella- 13. Dem Universitäts-Professor Dr. Otto Wiener eine Tochter, Elie. 13. Dem Locomotivhetzer Arnold Handloser eine Tochter, Ella Margareihe. 14 Dem Bureau« Vorsteher Ludwig Honstein eine Tochter 15. Dem Schreiner Heinrich Frethöser eine ToLter, Karoline. 15. Dem Rechtsanwalt Dr. Ludwig Jung eine Tochter. 17. Dem Straßenkehrer Heinrich Hopv ein Sohn. 18. Dem Schlosser Georg Retnstetn ein Sohn, Friedrich.

Juni: 12. Eltsabethe Scherer, geb. Judi, 61 Jahre alt, Witiwe von Schuhmacher Ludwig Scherer von Königsberg, Kreis Biedenkopf. 13. Elisabeth Phtltpptne Clara «eil, 10 Monate alt, Tochter von Schubmacher Friedrich Keil dahier. 14 Wilhelm Loren», 61 Jahre alt, Weichensteller t. P., von Runkel. 16 Christine Müller, 70 Jahre alt, Prtvattn dahier. 18. Heinrich Müller, 29»/< Jahre alt, Berg­mann von Ober-Hattert, Amt Hachenburg.

Technische Fortschritte.

ein neue- Baumaterial. Korkstetne und Korkstein- platten sind als Baumaterial zu bezeichnen, welches in letzlrr Zeit vielfach zur Verwendung kam und immer mehr Verbreitung findet. Dieser Baustoff wird in der Hauptsache aus den kleinen Abfällen des Korkholzes bereitet. Dieselben werden mit gewissen Mineralien vermischt, sodann in Formen gepreßt, wodurch sie eine große Festig­keit erhalten, so daß di« daraus gefei ttgten Steine sehr gut zur Aus­mauerung von Zwischenwänden rc. geeignet sind, und da nun auch dieselben kein großes Gewicht haben, so eignen sie sich vortrefflich zur Ausmauerung von abgesprengten Wänden. Außerdem sind alle Korksteinmaterialien feuersicher und schalldicht, aud) besitzen sie große Jsolirsähigkeit, weshalb sie gern zu Fußböden- und Dachisolirungen, ferner bei Trockenräumen, Heißluftcanälen, Heizräumen, Speise­kammern, Kellern, Etshäusern und Badestnden verwendet werden. Die Korkstetne besitzen dasselbe Format, wie unsere gewöhnlichen Mauerziegel, ihr Gewicht ist jedoch nur ca. 600 Gramm, während der autz Thon gebrannte Ziegel etwa 4 Kilogramm wiegt. Die Korksteinplatte ist gewöhnlich 30 bis 60 Mm stark und wird nach dem Quadratmeter verkauft. Sie wird hauptsächlich nur zu Jfoli- rungen von Dachgeschoß-Wohnungen, von feuchten, kalten Wänden, dünnen Mauerthetlen ?c. angewendet, an denen fie mit Nägeln oder Schrauben befestigt wird. Alle Korkstiinmalerialten sind feuersicher, geruchlos, lösen sich im Waffer nicht auf und lasten sich durch Kalk­mörtel, GipS oder Gement vermauern oder verputzen. Diesen vor­trefflichen Eigenschaften verdankt der Korkstdn in der Gegenwart seine große Verbreitung und findet immer mehr Seitens der Bau- techniker Anerkennung.

Citeratur und ICttnft.

Daß auch einSabot", ein französischer Holzschuh, in der Hand einer energischen jungen Frau zur Offensiowaffe gegen die das väterliche Dors stürmenden Feinde werden kann, erfahren wir aus einer lustigen Episode des soeb-n vorliegenden Heftes 9 der neuen SubscrtptionSauflage deS Werkes: »SriegSerinrrervrrgerr. Wie wir unser Eisern «reu, erwarben* 'Nach persönlichen Berichten bearbeitet von Friedrich Freiherr von Dincklage-Campe, Generallteutenant z. D. S-lbsterlebnisse, illustrirt von ersten deutschen Künstlern. Berlin - Leipzig, Deutsches VerlagShauS Bong & Co., 20 LieferUt gen a 50 Pfennig). Das eben ist der Hauploorzug dieses wahrhaft volksthümlichen Werkes, daß es uns im grandiosen Rahmen des denkwürdigen siebziger Krieges die kleinen menschlichen Schicksale deS einzelnen Soldaten in Freud und Leid oorfährt, daß es uns hineinblicken läßt in jene innere Welt, in der die große Außenwelt sich wiederspiegelt. Nur so wurde eS möglich, die gewaltigen, erschütternden Vorgänge deS blutigen Dölkerkampses in jenem verklärenden, fast anheimelndem Licht er­scheinen zu lasten, wie eS der ächte deutsche Soldatenhumor auch um den lurchtbaren Ernst der Todesgefahr zu weben weiß. Wir lernen einen schneidigen Adjutanten, den jetzigen General v. Carlo- witz, unter dem nom de gaerreLieutenant Vorposten" kennen, wir fühlen die Freude eines anderen wackeren Offiziers mit, dem des König« Glückwunsch" Balsam auf eine soeben etbahene schmerz­hafte Verwundung ist, wir begleiten brave preußisch«, bayerisch«', württembergtsche, sächsische Gemeine zum feuerumsprühten Gaicberg, in den Kugelregen von Mars-la Tour, auf die Schnreg«silde von Amiens. Und in Wort und Bild tritt der deutsche Soldat uns überall als der treue, beherzte, jedoch bet aller Verwegenheit um­sichtige Kämpe entgegen, als den die Geschichte ihn seit den Zeiten der alten deutschen Katschen lichkeit kennt, eine Herrlichkeit, die sein Arm nun von Neuem aufgertchtet bat. Unter dem reichen Jllustrations- schmuck des Heftes sei v r Allem die farbige Extra - Kunstbeilaße Die Badenser bei Nuits sous Beaune" von R.Knötel he vorgehoben.

BarthÜ: Wer Deutsch-Ostafrikaulschen Plautagen-Gesellschaft bil,v Jiahren auf 5000 Gentner steigen werden. Mit An- rngqMS werden die Theepflanzungen derselben Gesellschaft .yeiiiO iSentner liefern und fich dann ebenfalls in ihrem Grtrutt Viel gern. An Tabak verfügt die Gesellschaft in diesem ; rhrm-t»»rr rund 1000 Gentner. Die Ausfuhr au« Kamerun bctrc3D| 18*04 an Cacao schon 662 Gentner, die weitere Zu i.ahtLltii »i'rd auf jährlich 200 Gentner veranschlagt. Auch die liÄt ISüd-Westafrikanische Handel«- und Plantagengesell- schastrit-rl besonder« Kaffee und Gacao Pflanzen. Daran anschiWltnd dürste gewiß die Mittheilnng von Interesse sein, daß "BiEteit bekannte, bestens renommirle Firma H. DiSque

E iiß Holländische Kaffeebrennerei, Mannheim, laut Zoll- dcclaMnsai bereits mehrere Partien ostafrikanischen Kaffee h,at und mit dem Ausfall sowohl hinsichtlich einer jdiöiw, gleichmäßigen Röstung (waS bet Java-Kaffee durch vlävtMvmkheiten nicht immer der Fall ist) als auch wegen bei bsfstim, milden Aromas höchst befriedigt ist.

hifRel, 18. Juni. Nach einer ZeitungSmeldung wurden im GiSitaiiie Middelkerke vier Badegäste durch Blitz- schl in gietöbtet.

' linder die schrecklichen Folgen deS AlcoholiSmus in der !cSra,izne veröffentlicht derFigaro" einen Artikel auS der stIiün von Armand Dayot, in dem eS beißt: Vor 20 $*2)iiera wies man in der Bretagne mit den Fingern auf elneEBiithlruntenen. Heute ist das Uebel allgemein. Reiche, ArmlS^umge, Alte, alle Welt säuft. Lanbbriefträger, welche

Sch i ff-nachvLchten.

Der PostdampferNederland" derRed Star Line" in Ant­werpen ist laut Telegramm am 17. Juni wohlbehalten in Philadelphia angekommen.

Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 20. Juni, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 18'/«, Lust 16°.

Rübsamen'sche Badeanstalt.

LamBM'N die Heuernte zu weit hinauSgeschoben. ES mag . jo t fc: «diesen Umstand etwa« mehr Heu geben, aber an NäW.^ro verliert eS sehr.

' Die großen Hiadentißrennea, welche am morgigen Sovitr^ auf der Rennbahn tn Frankfurt a. M. abge= haltMvsrden, versprechen einen sehr intereffanten Verlauf. ES 6 Rennen auf dem Programm, für welche 22000 Mk. unb j 1. prächtige von Damen Frankfurt» gestiftete Ehren- preW rnSgesetzt sind. Die Rennen beginnen um 4 Uhr mite .in Preis von St. Georgen, einem Flachrennen übet 140ft Uistei, in welchem 21 Pferde genannt find, dann folgt der >! fittl von Mühlberg, ebenfalls ein Flachrennen mit 18 L amelbungen. Sehr starke Betheiligung dürfte die Arichüu Steeple-Ghase finden, da für diese nicht weniger als 30 Uffinbe genannt wurden. Im Puchhof - Hürdenrennen Hab«s2l) Pferde die Gewichte angenommen und deren 28 steh « in der Rheingrafevstein - Steeple - Chase genannt. Ein:« geaabezu großartigen Abschluß der Frühjahrsrennen totnültrGroße Preis von Frankfurt" bringen. In dieser Übet« 1'1 Hindernisse und 5000 Meter führenden Steeple- Ehollzii werden 14 Pferde unter den hervorragendsten Reitern fich H w Ablauf einfinden und wird ein sportliche- Schau- f oiedl jtbitn, wie man eS nicht oft bei uns zu sehen bekommt, fjbt'K! tln Ausflug nach der Frankfurter Rennbahn sicher lohnrni ist.

' TAt Bermittluugtgebnhren für das Zustandekommen e.N'Mprrinzl ich en H eir at h bilden den Streitpunkt eine» iutmniisMteu Givilprozeffe«, der vor dem Berliner Landgericht I anhr»«Lzig gemacht ist. Der Beklagte ist ein jüngerer Prinz, >cr: 216 Sohn einer österreichischen Erzherzogin bis vor ^utrijiei in Berlin in Garnison stand. Seine VermögenS- vemWiisse waren in Unordnung gerathen, so daß er eine cetcKi Hrirath machen wollte. Ein Berliner Vermittler bremst He Heirath mit einer Tochter eine« großen Plan- «gWaikih-er^ In Amerika zu Stande und vor wenigen Mo- « atttm t®nb die Hochzeit statt. Al« vorläufige Mitgift erhielt ei wkrlkanische MillionarStochter zwei Millionen Dollars. De m tarnten waren für die Vermittelung 100.000 Mk. zu- zesnuji. Um nun zu seiner Provision zu gelangen, mußte bett htiTmthsvermittler den Klageweg beschreiten.

' 8hnen eigenthnmlicheu Handel schloffen kürzlich zwei i)^etiun!xnc' Ackerbürger. Der Eine wollte von dem Andern einen kaufen, e« war jedoch nicht möglich, über den Preis i'ninig ju aroerben. Da sagte der Verkäufer zum Käufer, wenn :di(i ti« zum nächsten Mittag 100 Mk. tn lauter Pfennig- ItüceSn bringe, solle die Kuh sein eigen sein. Der Käufer ^inq herauf ein und ter Handel wurde vor Zeugen abge» f-blbitn. Am nächsten Mittag stellte sich der Käufer pünktlich mit i rin ent schweren Sacke ein, in welchem sich 100 Mk. wodWMlt in Pfennigstücken befanden, und e« blieb dem vevÄ-ic, weiter nicht« Übrig, als die weit werthvollere .{uti|iticinfl8ugcben. Der Sack mit den Pfennigstücken wog 60 I? fluni e.

' Stuttgart, 11. Juni. Im Interesse de« Wirth- 4a<(id) io bedeutsamen Exportgeschäftes sind von der deutschen La nardv rthschaftS-Gesellschaft schon wiederholt Ge- nuhqiMe.,, die mit der Landwirthschaft eng verknüpft sind, radw mthmten überseeischen Plätzen hin unb zurück gesandt tooir:ta, nun auf ihre Dauer und Qualität geprüft zu werden, li« find auch diesesmal auf der Eannstatt-Stutt- g a imltr Ausstellung der deutschen LandwirthschaftS- Dauer-Waaren, welche den Weg nach unb von '?lufutibilieri zurückgelegt haben, ausgestellt worden. Von dies irnDriuer-Waaren haben solgende Fabrikate die Reise mit

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Grf^l irrstanden und die nachstehenden Auszeichnungen ge- funttioc 1. Preis: Große silberne Medaille höchste Au1iWr.ang: Hohenlohe'sche Präservenfabrik, Gerabronn, SBttiilk. (Außerdem specielle Anerkennung für Suppeneinlagen.) . S.ffcnt Kleine silberne Medaille: Stralsunder Gonserven- Fabmt! ftlr Conserven; Wilhelm Schöll, Plieningen, für Samrlchl; I. G. Rackle«, Frankfurt a. M., für Aepfelwein. 2. PW: Große broncene Medaille: Hengstenberg. Eßlingen, für .-OlnEan; Adam RackieS, Frankfurt a. M., für Aepsel- teeiniijö. H. Knorr, Heilbronn a. N., für Dörrgemüse.

'Oie Ernte der deutschen Colonien Diese besteht

Kunst-AusstellungI idffnet täglich, mit «atk nehme bei SamStea«, von 11 bi» 1 Uhr, am MMwoch auch noch von 3 bis 5 Uhr. een «tat«**<*> M BitM OttUÄterH»*m »tu 11 H« l Uhr. - Eintrittspreis ft» Ntchtmttglieder tn Wertttau, 50 Pfg., an Sonntagen 30 W«

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Gefichi notflt erlegungen in bie , Wegen ber^i' n M°°l- cr,".

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Heren die Briefe aus ihren offenen Taschen. Gendarmen, die einen Kerl verhaften sollten, der in der Trunkenheit ein Verbrechen begangen haben sollte, betranken fich selbst viehmäßig und wurden auf einem offenen Fleischerwagen in die Stadt gefahren, wie Hammel oder Schweine. Ich könnte reiche Eigenthümer und Grundbesitzer nennen, welche durch den Trunk blutarm geworden sind. Da« Schlimmste aber ist, daß auch die Frauen trinken und wie? Mehr als die Männer! Ja, da« Uebel geht tief, und die ganze Existenz der bretanischeo Raffe, die heute noch 80 pGt. sämmtlicher französischen Seeleute liefert, ist ernstlich bedroht. Die Trunksucht rutnirt unsere Leute zuerst körperlich, dann moralisch: unsere früher so fünften Sitten find jetzt rauh und gewaltthätig .... die Verbrechen vermehren fich in schrecklicher Proportion .... von allen Seiten fließt da« Blut unter dem Messer der Säufer. Der Minister Poin- car6 hat seinerzeit einenPractischeu Führer gegen die Trunksucht" hier vertheilen lassen, aber waS nützen die schönen Worte in einem Ganton, wie dem unserigen, wo 600 Wirth- schäften gibt, deren Zahl, Dank der Segnungen der Ge­werbefreiheit, sich noch täglich vermehrt."

* Beim Collegium Professor:Herr Gandidat, Sie schweigen, setzt Sie meine Frage in Verlegenheit?" Student: Im Gegentheil, die Frage ist mir ganz klar, nur die Antwort gibt mir zu denken."

Mathematischer Schwitz». Professor A.:Ich glaube, ich hatte gestern etwa« zu viel Wein getrunken." Profeffor B.:Woraus schließen Sie daS?" Profeffor A.:Auf dem Nachhausewege machte ich die Bemerkung, daß meine Verticalachse tn ihrer Verlängerung nicht den Mittelpunkt der Erde traf."

MM B MW W unter Angabe des (3en>ünttten.

von Eiten & Kiussen, Seidbdwaaren-Fabrik, CrefeHL'

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Auszug aus den Attchenbüchern

der Lindt Gießen.

Ava nge lischt (Semetnbe.

tränte.

MatthäuSgemeinde.

Den 19. Juni. Karl Erb, Dienstknecht zu Gießen, und Barbara Braun, Tochter de« TaglöhnerS Loren» Braun »u Danktnfeld.

Zohannesgemeinde.

Den 13. Juni. Richard Hermann Paul Strohwig, DchrM- seher zu Gießen, und Johanna Friederike Wilhelmine Reinhardt, Tochter des RaihSdienerö Heinrich Wilhelm Reinhardt zu Grotzen- ^^^Denselbm. Johanne« Früher, Cigarrenmacher zu Gießen, und Henriette Dorothea Sauer, geb. Benner, Wittwe deS Photographen Heinrich Sauer zu Gießen.

Militärgemeinde.

Den 12. Juni. Johannes Ritz, Feldw/bel, und Marie Schäfer, Tochter deS LandwirthS Johanne« Schäfer zu Pfordt.

«tauft*.

MattbäuSgemeinbe.

Den 14. Juni. Dem Kaufmann Heinrich Gohcke eine Tochter, Karoline Eliiabeth, geboren den 22. Mai.

Den 17. Juni. Dem Tabak- und Cigarreniabrikant Heinri« Emil August Schirmer ein Sohn, Georg Heinrich Emmanuel, ge­boren den 21. März. , ~ .

Den 19 Juni. Ein unehrlicher Sohn, Heinrich, geborm den 15. Januar.

MarkuSgemeinde.

Dm 14. Juni. Dem Buchbinder und Papierhändler Johann Heinrich Karl Noll ein Sohn, August Philipp Heinrich, geboren den 8. Mai.

Denselben. Dem Taglöhner Kaspar Lmz eine Tochter, Lina, geborm den 12. März. , __ ,

Denselben. Dem Glaserrneister Georg Hosrnann eine Tochter, Lina Johanna Minna, geboren den 13. März.__

Dm 16. Juni. Lern OmnibuS-Schaffner Wilhelm Fink rin Sohn, Wilhelm Ludwig Jakob, geborm dm 17. Juni.

JohanneSgemeinde.

Dm 14. Juni. Eine uneheliche Tochter, Lina Marie, geboren bett 13. Mai. .

Denselben. Dem Doctor und Profeffor der Rechte Gerherd Al.xander Leist eine Tochter^ Margarethe Pauline Marie, geboren den 2. April.

Beardista.

MarkuSgemeinde.

Den 17. Juni. Christine Müller. Prioatin, Tochter des zu Herborn oerstorbmen Steuereinnehmers Christian Müller, 70 Jahre alt, starb den 16. Juni.

hSchH: '7ährwerth, sobald fich der Same bildet, verlieren I nur daS öffentliche Mitleid vor Deuuncialion unb Absetzung I AttSZUg «US ben f(anbe>amü>ediftcnt bie Wl'.x au ihrer Güte. Durchweg wird aber bei unfern chützt, torkeln trunken auf ben Lanbstraßen herum unb ver bet Stadt Giehea.

unb VoUrwirtYschaft.

SU%m, 20. Juni. Marktbericht. Auf dem hmttgm Wochmmarkt kostete: Butter pr. Psd. JL 0,80-0,90, Hühnereier pr. St. 0 4, 2 St. 1011 4b, Enteneier 6 H, 2 St 04 ®änfe* der pr. St. 00-00 H, Käfe pr. Et. 5-11 Käfematte pr. <5t. 3 4, Erbfm pr. Liter 17 Linfm pr. Liter 30 Jk, Tauben pr. Pam JL 0,60 bis 0,80, Hühner pr. Stück 1,10 bis 1,20, Hahnen pr. Stück jIL 0,801,30, Entm pr. Stück X 1,602,00, Gänfe pr. Pfund X 0,00-0,00, Ochfmfldfch pr. Pfd. 7074 Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 6468 X Schweinefleisch pr. Pfd. 60 bis 66 H, Schweine- fldsch, gesalzm, pr. Pfd. 70 A, Kalbfldsch pr. Bfd- b0-4.0 Harnmelfldsch pr. Pfd. 6070 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,50 biß 5,00 X-, Weißkraut pr. Stück 0-00 H, Zwiebeln pr. Cmtner X 7,008,00, Milch pr. Liter 16 Kirschen pr. Pfund 2000 H.

Witterungsbericht vom 19. Juni.

Der Hobe Druck hat fich von Südwesten her noch weiter tn ben Conttnmt hereingezogen und gleichzeitig auch an Intensität ge­wonnen. Die kleinen Unregelmäßigkeiten in der Druckoeriheilung haben sich noch erhalten und ist besonders über Ostsrankreich noch eine Theildepression zu erkennen. Bei wechselnder Bewölkung ist daS Wetter in Deutschland allgemdn wolkig und treten noch immer vielfach Gewitter auf.

Boaa«»UchUtiAa »ttUrcn*:

Bei wechselnder Bewölkung warm und zunächst noch zu Ge­wittern gmdgt.