Ausgabe 
20.9.1896 Erstes Blatt
 
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Vernahm gern genommen, ist st-' ifach zu bereiten leissen Jahreszeit, in der lährmittel für kleine Kirf. en-handlunqen.

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Der

Kleiener Anzeiger erscheint täglich, »it Ausnahme des

Montags.

Die Gießener A-amikienötLIter «erden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt.

Erstes Blatt. Sonntag den 20. September 1806

Kichmer Anzeiger

Kenerat-Mnzeiger.

L'ierteljähriger Avonnementspretsr 2 Marl 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg.

RedacNon, Expedition, und Druckerei:

Schutstraße Hlr.7. Fernsprecher 51.

Amts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gietzen.

Hratisbeitage: Gießener Kamitienölatter

Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr.

Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme« i Anzeigen für denGießener Anzeiger" entgegen.

2lmtlid?er Theil.

Gefunden: 1 gold. Ring, 1 Brosche, 1 Zwicker, 1 Griff von einem Schirm, 1 Brille mit Futteral, 1 Taschen« »effer, 1 Pelzkragen, 1 Handschuh, 1 Taschentuch, 1 Damen« jtrtel, 1 Schlaber, 1 Notizbuch, 1 Haarbürste, 1 Meter- »aaß, 1 Spannkette und 1 kleiner Kastenwagen.

Zugeflogeu: 1 Kanarienvogel.

Gießen, den 19. September 1896.

Großherzogltches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold.

Bekanntmachung,

betreffend Statistik der Krankenkassen des GroßherzogthumS.

Die Großh. Bürgermeistereien und die Vorstände der Krankenkassen machen wir darauf aufmerksam, daß in den

als Beilage zurDarmstädter Zeitung" (Nr. 415) erschienenen Mittheiluugen der Großh. Centralstelle für die LandeSstattsttk Nr. 624 vom August 1896 eine Statistik für die Kranken« Versicherung im Großherzogthum Heffen für das Jahr 1893 veröffentlicht ist. Die Statistik enthält eine auSzug-weise Zusammenstellung der einschlägigen Ergebniffe der Kranken- Versicherungs-Statistik des Deutschen Reichs (Statist, d. D. K. Neue F. Bd. 78.) in übersichtlicher Darstellung nach Provinzen und Kaffenarten geordnet. Ciu Nachweis der Zahl der Versicherten nach Kaffenarten in den einzelnen Staaten des Deutschen Reichs ist betgesügt.

Soweit die fragliche Statistik auch allgemeines Ju­tereffe bietet, folgt nachstehend ein Abdruck einzelner Theile daraus.

Gießen, den 15. September 1896.

Großherzogltches Kreisamt Gießen.

v. Gagern.

Die Krankenkaffen im Großherzogthum.

I. Srkrankuugsfalle; Krankheitttage; Sterbefälle.

i) nefcet Sterbefälle haben ble Gemeinde-Krankenversicherungen keine Nachweise ju geben. a) Die Zahlen 27, 28 u, s. w. sind die laufenden Spaltermummern der Tabelle betr ttentralfteOe.

Kassenarten.

Erkrankungsfälle im Jahre 1893

KrankheitStage im Jahre 1893

Auf einen Er- krankungssall kommenKrank- heitstagc

Sterbefälle') im Jahre 1893

überhaupt.

der weiblichen Mit­glieder.

aufjelOOdurch- schntttlich vor­handen gewe­sene Mitglieder

überhaupt.

der weibl. Mit­glieder.

auf je 100 durch­schnittlich vor­handen gewesene Mitglieder.

bei dm

überhaupt.

überhaupt.

davon weiblicher Mitglieder.

durchschntttl. auf 1000 Mitglieder.

männl.

weibl.

deffelben

Ge­schlechts

überhaupt.

desselben Ge­schlechts.

"q. s

'S

Mit­gliedern.

männ­lich

weib­lich

männ­lich

weib­lich

G-meinde-Krankenverstcherung . . . OrtS-Krankenkafsen.......

BetriebS-(Fabrtk-)Krankenkassen . . Bau-Krankenkassen.......

Innungs-Krankenkassen.....

Eingeschriebene Hülfskassen, welche dem

§. 75 des R.-G. entsprachen . . . LandeSrechtliche Hülfskassen, welche dem

S. 75 deS R.-G. entsprachen . . . Sämmtliche Krankenkassen

27-).

18916 23406

13249

163

15126

1486

72343

28.

4541 8993

2197

7

7179

71

17988

29.

32,1

44,7

54,3

26,3

49,8

39,6

41,1

30.

23,6

35,0

42,6

17,1

48,8

52,6

35,5

31.

29,5

42,7

51,9

25,7

44,2

40,1

39,6

32.

306409

398876

203400

2748

265079

46979

1223491

33.

80863

73203

35955

72

123738

1679

315515

34.

503,7

750,1

823,0

450,5

725,9

1267,1

686,9

35.

420,1

642,7

697,3

175,6

841,0

1243,7

622,5

36.

478,6 727,7

797,6

432,8

775,4

1266,3

669,1

37.

15,7

16,8

15,2

17,2

17,8

32,2

16,7

38.

17,8

18,3

16,4

10,3

17,2

23,6

17,5

39.

16,2

17,0

15,4

16,9

17,5

31,6

16,9

40.

483

263

408

83

41.

68

37

155

3

42.

8,8

10,3

11,9

22,4

II. Ausgaben der Kraukeukasseu.

III. DurchschuittSberechuuugeu für daß Jahr 1893.

»affenerten.

Krankheitlkosten

« Ersatzleistungen für gewährte * Krankenunteuslützung.

. Zurückgezahlte Vorschüsse

* (der in Sp.48 bezeichneten Ar»)

. 1 Zurückgezahlte Beiträge * | und Eintrittsgelder.

Für Capitalonlagen (Ankauf von Werthpapieren), Zu­führungen zum Reservefond?.

. j Zurückgezahlte Darlehen * | (Sp. 53).

Verwaltungsausgaben

Sonstige Ausgaben.

3t Summe der Ausgaben.

Aerzt- liche Le­tz and- lung.

Jft

Arznei u. son­stige Heil­mittel.

M

Krankengeld

x Unterstützung an

Wöchnerinnen.

5t Sterbegelder.

ierpflegungfa ten.

1 V ! Fürsorge für

I Ä | Rekonvalescenten.

über­haupt.

überhaupt

darunter für die Jn- oaliditätr- u. Alters­versicher­ung

. a. an

* Mitglieder.

. b. an Angehörige ber * Mitgliedes.

a. persönliche.

b. sachliche.

. Kur- und 5 * kos

. 1 a. persön- * | liche.

. I b. fach- 1 * | liche.

Semetnde-Krankenversicherung.....

OrtliltTantentafien.........

Betriebe« l Fabrik-) Krankenkassen ....

Van-Krankenkassen.........

Innungs-Krankenkassen........

Eingeschrieb. Hülfskassen, welche dem ?. 76 bei Si -S. entsprachen.......

L-ndeSrechtl. Hülsikasseu, welche dem g. 7b bei 8ts<8. entsprachen.......

Sämmtliche Krankenkassen

57.

163126 190609 114575

891

76713

16961

68.

112576

146023

80476

427

50054

. 7533

59.

199831

362037

226799

694

309163

72971

60.

4416

5367

2546

416

61.

5833

9589

60

62.

23460

22126

18662

9676

63.

65301

95346

35482

3423

12084

33

64.

201

868

265

18

66.

536460

829543

491692

5436

467406

107191

66.

278$

1180t

3505

30k

67.

23374

3160

-

68.

1427

1852

74

18

1332

19

69.

13388

82448

65660

1436

64334

2636

70.

596

4639 1014

717

71

272 85748

3449

1641

26519

5026

10 20368 4323

482

11791

1266

7

2'2 17016 2017

322

10 1233 488

19

73.

2857

6197

2424

3

2698

1113

74.

580163 1041591

565201

8916

676105

117258

562876

397089

1171485

12743

16482

73923

201669

1362

2436618

1841t

26534

4722

219902

6966

122654

38230

19626

1750

14292 2888234

K a s s e n a r t e n.

Auf ein durchschntttl. vorhanden gewesenes Mitglied kommen JL

Auf

1 Erkran- kungssall

1 Krank- hettStag

Beiträge, Zusatz- betträge und Ein­trittsgelder.

Arzt (Sp. 67).

Arznei (Sp. 68).

Krankengeld (Sp. 59, 60).

Kur« u. Berpflegungs- kosten (Sp. 63).

Andere Ausgaben (Sp. 61, 62, 64).

zusammen (Sp. 65).

Verwaltungskosten (Sp. 71 abzügl. 72).

kommen KrankheitS- kosten

(Sp. 65)

JL

' Semetnde-Krankenvrrficherung...............

»Orts-Krankenkassen ....................

Mau-Krankenkassen...................

Hunungs,Krankenkassen.................

Eingeschriebene Hülfskassen, welche dem 75 des R.-G. entsprachen . .

iLandesrechUtche Hülfskassen, welche dem $ 75 des R.-G. entsprachen

Sämmtliche Krankenkassen

76.

7,32

16,22

18,67

1252

15,06

25,03

76.

2,55

3,48

4,49

1,41

2,24

4.57

77.

1,76

2,66 3,16

0,67 1,46 2,03

78.

3,19

6,70

8,99

1,09

9,06

19,67

79.

0,86 1,74 1,39

5,39 0,35 0,01

80.

0,86 0,55 1,25

0,66 2,61

81.

8,36

15,13

19,28

8,56

13,67

28 89

82.

1,60

0,21

2,65

1,12

1,70

83.

28,31

35.44

37,11

33,35

30,90

72,13

84.

1,75

2,08

2,42

1,98

1,76

2,28

13,40

3,08

2,17

6,47

1,10

0,50 | 13,32

0,76

33,68

1,99

Abonnements - Einladung.

Zum Bezug desGießener Anzeiger" für das 4. Vierteljahr 1896 laden wir hiermit ergebenst ein. Wie bisher, wird derGießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer den Thatsachen entsprechender Weise zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten der zuverlässigsten telegraphischen Nachrich­ten-Bureaus sowie zahlreiche Mittheilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorkommnisse in demselben aus dem Lausenden. Unterstütztdurch an allen Orten der Provinz Oberhessen ansässig e Berichterstatter, ist der Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge in der Provinz so frühzeitig wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenhetten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des An­zeigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- werthen aus dem Gebiete derselben besondere Berück­sichtigung zu Theil werden lassen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Haus- wirthschaft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein ge­diegenes Feuilleton wird neben besonderen Ar- tikän ernsteren und hetteren Inhaltes den erwünschten llnterhaltungsstoff bieten. Außerdem werden die Gietzener Familienblätter", welche dem An­zeiger wöchentlich 3 mal beigelegt werden, und die stets ein gewähltes Feuilleton als Unterhaltungsstoff bringen, namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten.

Wir ersuchen nun namentlich auswärttge Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Neuhinzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. October den Anzeiger kostenfrei zu­gestellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe- Nummern nach auswärts postfrei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weitersenden und den Abonnements­betrag durch Quittung erheben lasten, falls nicht aus­drückliche Abbestellung erfolgt.

Hochachtend

Verlag desGießener Anzeiger" Brühl'sche Univ.-Buch- u. Stetndruckerei (Pietsch & Scheyda).

Wolff» telegraphische« Correspovdevt-BnLL^

Berlin, 18. September. DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Die Richtigstellung der irrigen Blätter- melduag über eine angeblich beabsichtigte Erhöhung des Briefgewichtes von 15 auf 20 Gramm sei zu Ber- muthungen über die gegen die Maßregel vorliegenden Gründe benutzt worden. ES scheine bereits vergessen zu sein, daß die Gewichtserhöhung der RetchSkaffe einen Ausfall von mehreren Millionen verursachen würde. DaS Blatt erinnert an die Erklärung des Vertreters des Reichsschatzamtes in der ReichStagSfitzung vom 20. Januar, die ReichSpostverwal- tung werde au sich nicht abgeneigt sein, den Forderungen des Hauses entgegenzukommen, sei aber, da sie ein sehr ge­waltiges reichsstaatliches Monopol ausübe, dabei unbedingt an die Interessen der Finaozverwaltung gebunden.

Berlin, 18. September. Unter Vorsitz des Miuisterial- dircctorS Bartsch traten heute der Hauptausschuß und der Ortsausschuß des ersten deutschen Samaritertages zur Vorbereitung der SamStag im Vortragssaale der Ge­werbeausstellung stattfindenden Versammlung des deutsche« Samariterbundes zusammen.

Hamburg, 18. September. Die Hamburg-Amerika Linie hat ihren Agenten mitgetheilt, daß das Zwischendeck des