Athen, 17. August. Die Nachrichten aus Kreta lauten fortdaueruo ungünstig. Die Türken fahren fort, Massacres zu iuscentren. Auf drtngenoeS Anratheu der griechischen Regierung hat die provisorische Regierung auf Kreta den Anschluß der Insel an Griechenland noch nicht proclamtit. Wenn aber daS Lonsnlar CorpS nicht baldigst zu Gunsten der Christen energisch eingreift, dürfte der Anschluß doch ersolgeu. _____________
Berlin, 18. August. Za der Nachricht, daS AnS- wärtige Amt habe die Abficht, im Falle Pattkamer- Ttetten gegen das „Berl. Tagebl." Klage zu erheben, sagt dieses Blatt, man warte doch lieber erst ab, was Ritt« meister v. Stetten aussagen wird, ehe mau mit dem Urtheil fertig ist, daß PuttkamerS Stellung durch unsere Publikation eher befestigt als erschüttert sei. Man könnte sonst vielleicht doch unliebsame Enttäuschungen erfahren.
Berlin, 18. August. Der französische Martueminister hat den Marine - Attache bet der hiesigen Botschaft mit einem eingehenden Bericht über die Ftschereiabtheilung der Gewerbeausftellung beauftragt, ebenso zu einem Bericht über die Lage der deutschen Fischerei und ihre Fang- Methoden. Gleichzeitig hat der Minister angeordnet, daß zwei Delegirte der franzöfischen Fischereigesellschaft im September ds. Js. die Berliner FtscheretauSftellung gründlich studtren.
Ostende, 18. August. In dem Seebade Knocke wurden während der Badezeit mehrere Badegäste von den Wellen fortgerissen.
Brussel, 18. August. Die Regierung des Congostaates lehnt die Verantwortung für die geplante L o t h a t r e - Kundgebung ab, welche auch der König und die belgische Regierung mißbilligen.
Ehristiania, 18. August. Nansen trifft hier am nächsten Sonntag ein. Er reiste gestern mit dem Poftschtff von Bardoe ab.
Petersburg, 18. August. In der ObuchowSki'schen Eisen- und Stahlgießerei fand eine Kesselexploston statt. DaS KeffelhauS wurde vollständig zertrümmert, die Nebengebäude arg beschädigt. Zehn Arbeiter blieben tobt, zwölf wurden schwer verletzt.
Konstantinopel, 18. August. Nach den auS Rethhmo eingelaufenen Nachrichten herrscht dort in Folge der türkischen Greuel seit zwei Tagen eine furchtbare Panik. Die Ausschreitungen sollen unbeschreiblich und zwar viel ärger alS während der Revolution im Jahre 1866 sein.
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Gießen, den 18. August.
** AuS dem Gerichtsdienst. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigft geruht, den Gerichtsassessor Friedrich Zimmermann auS Grünberg zum Amts- rickter beim Amtsgericht Laubach und den Gerichtsassessor Otto Oiann aus Darmstadt zum Amtsrichter beim Amtsgericht Wald-Michelbach zu ernennen.
** Kirchliches. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigft geruht, den von Sr. Erl. dem Herrn Grafen zu Solrn? Laubach auf die evangelische Pfarrstelle zu Ruppertsburg, Decanat Schotten, präsentirten Pfarrer J o h. Fritsch zu Schwarz für diese Stelle zu bestätigen, dem Pfarrverwalter Wilhelm Eger zu Hainchen, Decanat Büdingen, bte evangelische Pfarrstelle daselbst zu übertragen.
**Pr. SlaviauSky • Coucert. Bor ziemlich zahlreichem Publikum fand gestern in Steins Garten das Concert der rusfischen Vocal • National - Capelle Nadina SlavianSky statt. War schon das äußere Auftreten der etwa 35 Köpfe zählenden Künstlerschaar im Nationalcoftüm geeignet, Interesse zu erwecken, so steigerte sich dasselbe bis zur gespanntesten Aufmerksamkeit, als sie unter der umsichtigen Leitung ihrer tüchtigen Dirigentin ihre Weisen erschallen ließ. Man würde zu viel behaupten, wenn man das Stimmmaterial des Chors durchweg mustergiltig nennen wollte, aber die Vortragsweise ist eine so packende, das Zusammengehen der einzelnen Stimmen trotz des häufigen Tempowechsels ein so präciseS und inniges, und die Nüancirung besonders im zartesten Pianissimo noch eine so feine, daß man nur staunen und bewundern kann. Die kleinen Solopartien in den einzelnen Nationalliedern wurden von Frau Nadina Sla- vranSky ansprechend wtedergegeben. Von den Chorstimmen seien, wie vielfach anderwärts, so auch hier vor allen Dingen die Bässe wegen ihrer unergründlichen Tiefe noch besonders erwähnt. Die Begleitung zu den einzelnen Gesängen wurde mit Ausnahme der beiden Kirchenchöre, welche a capella und mit tadelloser Reinheit der Intonation vorgetragen wurden, auf einem Harmonium sehr diScret durchgeführt. Von den rusfischen Nationalliedern erschienen unS diejenigen von melancholischem Character alS die wirkungsvollsten und erwähnen wir hier besonders daS Lied »Ei Ouchnem“, welches mir seinem wehmüthigen, echoartig auSkltngenden Ptanisfimo ganz besonderen Eindruck machte und durch lebhaften Beifall ausgezeichnet wurde. Daß es bei dieser Leistungsfähigkeit des Chors nicht ohne Zugaben abging, bedarf kaum der Erwähnung und die russischen Gäste dürfen versichert sein, daß sie ein gutes Andenken in Gießen hinterlassen Haden.
** Locale Gartenbau Ausstellung. Zu der im November in SteinS Saalbau in Aussicht genommenen Ausstellung unserer Handelsgärtner hat die Platzverloosung bereits stattgefunden. Ebenso find die Pläne, in welcher Weile das ganze Arrangement getroffen wird, bereits fertig gestellt. Als Glanzpunkt des Ganzen ist ein Grottenbau mit Wasserkünsten vorgesehen. Die gärtnerische Decoration dieser Gruppe ist als Collectiv-Ausstellung aller Aussteller gedacht.
•• DaS Preisfchießen des hiesigen SchutzenveretuS, welches gestern und vorgestern unter großer Bethetligung deS Publikums stattfond, hat sich zu einem richtigen Volksfest auS gestattet. ES wurden, wie man uns mittheilt, sehr schöne
Schießresultate erzielt. Für Unterhaltung der Gäste war | vorzüglich gesorgt, wozu die gute Bewirthuug nicht minder bettrug, wie die treffliche Mufik unserer Reg'mentS-Capelle.
— Beteranen-Bereiu vieße». Auf das an Se. Sönigl. Hoheit Großherzog Ernst Ludwig abgesandte ErgebeuheitS- telegramm ging folgende Antwort ein: »Gedenke innig der braven ruhmvoll Gefallenen und danke herzlich für verficherte Treue und Ergebenheit. Ernst Ludwig."
*• Die in diesem Blatte bereits erwähnte Zusammenkunft ehemaliger Thettuehmer der 8. Compagnie deS 1. Großh. Hiss. Juf.(Letbgarde>Regimenrs Nr. 115 am Kriege 1870/71 findet am Sonntag den 30. August I. I. in Darmstadt statt. ES find für diesen Tag vorgesehen: Vormittags Empfang der auswärtigen Kameraden an den Bahnhöfen und Zusammenkunft in der Restauration Lingelbach (früher Weber), Bleichftraße- sodann Spaziergang durch die Stadt nach dem Festlocal „Rcstcmration Stadt Pfungstadt* *, wo ein gemeinsames Mittagsmahl eingenommen wird. Nach demselben findet eine gesellige Vereinigung in demselben Locale statt. Da schon sehr viele Kameraden ihre Betheiligung zugesagt haben, ersuchen wir Diejenigen, die an dem Feste noch theil- uehmen wollen, sich baldigst zu entschließen, und ihre diesbezügliche Anzeige an Kamerad M. Heedt, Darmstadt, Ballonplatz 5 gelangen lassen zu wollen. Alle Aussichten lassen auf einige reckt frode Srunden schließen.
*♦ Die Ueberfulluug einer Wageuklasie gewahrt keinen Anspruch auf Mitnahme in einer höheren Klasse. Der Kaufmann August Schardt und mehrere Genossen wurden am 22. Januar 1896 vom Landgericht Frankfurt a. M. zu Strafe verurtheilt. Am 25. August 1895 hatte der Turnverein „Vorwärts" in Bockenheim den Besuch eines Gießener Vereins, der am Abend von acht Mitgliedern auf den Bahnhof begleitet wurde. Die Gießener Turner hatten Billets 4. Klafft', die Bockenheimer überhaupt keine. Auf die Anweisung eines Schaffners: 4. Klasse hinten einsteigen! riefen einige Gießener Turner: die 4. Klasse ist schon besetzt! und machten Versuche, einige noch leere Wagen der 3. Klaffe zu stürmen. Hierbei kam eS nun zu einem Handgemenge mit den Bahnbeamten, die das eigenmächtige Vorgehen der Turner aus Gießen zu verhindern suchten, auch die Bockenheimer Begleiter der Gießener griffen activ mit ein, so prügelte z. B. der Angeklagte Schardt einen Schaffner ohne weitere Präliminarien durch, während andere fich etnes Zugführers annahmen und denselben mörderlich durchbläuten. Natürlich trugen auch die Bahnbeamten ihr Schicksal nicht mit Geduld, sondern hieben auch gehörig zu,- so zerprügelte ein Schaffner an dem Angeklagten Schardt eine Laternenstange rc. DaS Gericht constatirte zunächst, daß die 4. Klasse noch gar nicht besetzt gewesen fei; allerdings hatten Leute aus den Trittbrettern und auf der Plattform herumgestanden, doch sei drinnen in den Wagen noch Platz genug gewesen. Zum Ueberfluß seien am Schlüsse sogar noch einige ganz leere Wagen 4. Klaffe gewesen. Selbst aber wenn diese Wagenklaffe überfüllt gewesen wäre, seien die Angeklagten noch gar nicht berechtigt, die Oeffnung der 3. Klasse zu verlangen. In der Revision der Angeklagten gegen daS Urtheil, die vom Rechtsanwalt beim Reichsgericht, Justizrath Schultze, vertretet wurde, wurde zunächst geltend gemacht, daß es zur Zeit auf dem Bockenheimer Bahnhof keine Bahnsteigsperre gegeben habe, die Angeklagten also berechtigt gewesen seien, fich auf dem Perron aufzuhalten. Thatsächlich werde noch angeführt, die Schlägerei sei erst durch daS Bahn-- personal veranlaßt worden, indem ein Schaffner dem Angeklagten seine Laterne ins Gesicht gehalten habe, um seine Persönlichkeit frstzuftellen, obwohl dem Schaffner dieselbe bekannt g> wesen sei. Darauf habe nun der Angeklagte die Laterne zerschlagen und so sei die Prügelei entstanden. In Folge dessen sei aber daS Anleuchten nicht als eine Amtshandlung anzusehen. Das Reichsgericht verwarf jedoch die Revision.
Sich, 16. August. Bei der gestern in Langsdorf abgehaltenen Kirchweihe ereignete sich leider ein höchst tragischer Fall. Ein 21jähriger junger Mann fühlte sich während deS Tanzens plötzlich unwohl, wurde nach Hause verbracht und verschied daselbst sehr bald infolge eines Herzschlages. Die armen Eltern sind umsomehr tief zu beklagen, indem dieselben nunmehr ihr letztes Kind verloren haben. Ein Mädchen wurde denselben nämlich gleichfalls durch einen Herzschlag entrissen, ein Sohn hingegen starb infolge der Schwindsucht.
x Lich, 17. August. Das so schön verlaufene GesangSsest des Lahnthal - Sängerbundes hat einen Ueberschuß von 600 Mark ergeben.
§§ Crainfeld, 15. August. In der Untersuchungssache gegen den verhafteten Viehhändler Faist Sommer I. hier sind in allerletzter Zeit noch viele neue Fälle angcmeldet worden, so daß die Voruntersuchung noch nicht geschloffen werden konnte. Der Großherzogliche Untersuchungsrichter auS Gießen kommt demnächst wieder in hiefige Gegend, und soll die Verhandlung im September vor dem Schwurgericht stattfinden.
n. Affenheim, 17. August. Die etwa eine halbe Stunde von hier im Wald hinter Wickftadt liegende im Jahr 1455 erbaute Sternbacher Kirche erhält gegenwärtig mehrere Anbauten, deren Nothwendigkeit fich in der letzten Zeit heraus- gestellt hat, da Sternbach als Wallfahrtsort von Jahr zu Jahr an Bedeutung zunimmt. Zunächst ist an der einen Längsseite ein Vordach mit schön geschnitzten Sparren angebracht, unter dem ein Altar errichtet wurde, da der Gottesdienst an Wallfahrtstagen der großen Theilnahme wegen im Freien gehalten werden muß. Am vorderen Eingang werden Zimmer für die an den Wallfahrten theilnehmenden Geistlichen erbaut und an der Hinteren Giebelseite wird eine Sacristei mit einem Thürmchen, das die Glocken tragen wird, angefügt.
-h- Laubach, 17. August. Gestern und heute fand in unserer gastlichen Stadt das B e zirk S kri eg erf est des Hassta-BezirkS Laubach statt. Mit diesem Feste verband
I sich die zweite Fahnenweihe und daS 25jährige Stiftungßfet deS hiesigen KrtegervereinS. Dem durch letzteren Act bi. sonders bedeutungsvollen Feste ging am Samstagabend ein? sehr schön verlaufene.Vorfeier auf dem Festplatz und in de- Festwirthschaft „Hotel zum Schüyevhof" voraus. Bölle» schießen und Zapfenstreich leiteten diese Vorfeier würdig dr. In ihrem Verlaufe wurde dem verdienstvollen Präsident?> deS KriegervereinS, Herrn Ramnviftcretär Goldmaun der 25 Jahre lang tn treuestem Pflichteifer und herzl-chx. Kameradickafr dem Verein vorgestanden eine prachtvolle Uj- mit dem Standbild Kaffer Wilhelms des Großen überreicht Ebenso wurden freudig Überrascht die Mitglieder, welche d » Kriegeroerdn feit 25 Jahren angehört hatten, durch $(T leihung einer prächtigen metallenen Schleife mit Widmung In warmen Worten der Anerkennung der Verdienste Präsidenten um den Verein hielt Herr Kaufmann unb$: g, Vertreter des Präsidenten Ritter eine Aniprache.
G o ldmann dankte tief bewegt für die ihm zu Theil ;t wordene Ehrung, versprechend, daß sie ihm ein Sporn solle, auü fernerhin den Verein nach bester Kraft weiter leiten. Dem gestrigen Hauptfesttag wachte der Himmel kn, gnädiges Gesicht, ja er schien sogar Mittags beim Empsaur der Vereine seine Schleußen öffnen zu wollen. Doch ham er eS bei einem leichten Spntzer bewenden lassen und tat Fest konnte seinen ungestörten, schönen Verlauf nehmen. Nachdem der Feftzug am Denkma'^platze feine Aufstellunz gegen 2 Uhr genommen, durchzog. er die reich beflaggten Straßen der Stadt. Noch kurz vor Ausstellung des Zu.et war dem Präsidenten Goldmaun eine abermalige Ehrunz durch Verleihung eines silber-vergoldeten Sterns mit finuign Widmung von den Vorständen der Bezirkskriegervereine zi Theil geworden. In dem Festzuge, den der hiesige Tmn, verein, welchem die Feftdamen folgten, eröffnete, schritt« 22 Vereine mit ihren Fahnen. Im Schloßhofe Sr. Erlaucht des Grafen zu Solms Laubach nahm der Festzug kurze Herr Goldmaun trat vor und brachte ein mit Begeine rung aufgenommenes Hoch auf den Grafen auS, der alleteit den Bestrebungen deS KriegervereinS seine Sympathie gezollt. Der Graf dankte mit kernigen Worten und fetbent auf zu einem Hoch auf das deutsche Vaterland, daS brausenden Widerhall tn dem geräumigen Schloßhofe fand, 'Air dem Festplatze angekommen, brachte Se. Erlaucht btt Erbgraf ein zündendes Hoch auf Se. Majestät den Kanv Wilhelm II. aus. Nach herzlicher Begrüßung der Vereins fameraben unb Feftgäfte burch den Festpräfidenten, Htm Goldmann, hielt sodann Herr Pfarrer Nebel eine doi Herzen kommende zu allen Herzen dringende Festrede. Nah- btm Redner der Gründung des Laubacher Rriegeroenid vor 25 Jahren als am ersten Gedenktage der Schlacht von Gravelotte gedacht, dem Laubacher Kriegerverein mtiterd Blühen und Gedeihen gewünscht unb bemerkt, wie eine» Geburtstagskind auch ein Geburtstagsgeschenk gehöre, welches in der neuen Fahne bestehe, führte er die Bedeutung des Wahlspruchs auf der neuen Fahne: „Mit Gott für Kaiser und Reich, für Fürst und Vaterland" in beredten Worten aus. Mit einem begeistert Aufnahme findenden hoch auf Se. Kgl. Hoheit den Großherzog Ernst Ludwig schloß Ri.na seine Ausführung. Die Ueberreichung der neuen Fahne fand durch Fräulein Jochem statt. Böllerschüsse begleittia diesen feierlichen ,Act. Liedervorträge und Tanzbelustigung, wofür durch zwei Tanzböden bestens gesorgt war, wechselt« ! im weiteren Verlauf des Festtages. Am Abend folgte t» ! glänzend verlaufener Festball. Auch der heutige -wtiu Festtag, den ein Frühschoppen auf dem Festplatze einleitrü, verfloß in schönster Weise, so daß das Fest als ein in all« Theilen wohlgelungenes, allen Theilnehmsrn lang in @rirnc rung bleibendes bezeichnet werden muß.
Biugen, 17. August. Der Landwirth Bell au6 ®t - fuhr von Frei ° Weinheim nach Hause. Bei &aulSbdn scheuten die Pferde. Bell versuchte abzuspringen unb btu Wagen zu bremsen. Hierbei stürzte er ab und brach dai Genick.
• Krefeld, 16. August. Von einer aufregenden ®cnu die fich dieser Tage in einem in der Fahrt befindlichen Zug der Krefelder Eisenbahn (Industriebahn) ereignete, berichte „Der Sprecher am Niederrhein": Ein Fahrgast war do; den Mitfahrenden um Schließung des von ihm geöffnete Fensters ersucht worden, beachtete das Verlangen aber n'ch. Kurz entschlossen trat eine Frau zum Fenster und schob 6- zu. Daraus stach der Mensch die Frau mit einem SRoy und brachte ihr schwere Verletzungen im Gesicht bei. mit Ausbietung aller Kräfte vermochten die Mitfahreobe» den Wütherich von seinem Opfer loSzureißen. Ec sprarf darauf au« dem in voller Fahrt befindlichen Zuge unb entfan-
* Hannover, 17. August. In der letzten Nacht ftr^ die WirthschaftSgebäude des nahen Klosters Marienwerktr in Flammen aufgegangen. Außer dem fämmtlidjen Zf ventar ist der größte Theil deS Viehes mitverbrannt. W' vermuthet, daß daS Feuer durch Selbstentzündung de« entstanden fei.
• Dresden, 15. August. In dem benachbarten Blof • Witz hat der Kaufmann Petermann seine junge F"» wegen ehelicher Streitigkeiten erstochen, die Wohnung a- gezündet und fich dann erschossen.
♦ München, 17. August. Die „Neuesten Nachrichte melden auß Kufstein vom 16. dsß. Mts.: Gestern Ra^' mittag stürzte vom Predigtstuhl im Wilden Kaiser K Bankbuckhalter Funk aus München ab und blieb soft'' tobt. Die Leiche würbe von Hinterbärenbad nach ßufft»fl gebracht. ,
• Straßburg, 17. August. Der „Straßburger Po" zufolge überschritten am 8. August 10 biß 12 sranzösiföt Soldaten vom 5. Jägerbataillon zu Fuß zwischen Schlucht und dem Sulzerweg die Grenze, drangen in (t auf deutschem Gebiete befindliche Molkerei Schupfer ein u
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