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lächere «ultnnft aber die 6emmetfatten wird von der iFahrkarteaau-gabe ertheilt.
2)ll)ikt den Oberheffifchen Bahnen während des ganzen ZahreS: ui) Rundreise Gießen — Aißfelb— Fulda—Elm—Gela- Haufe«—Nidda -Gießen oder umgekehrr. Gültig
ro ir i rigeü zurück. Wohl hatten die letzten Regen, die nt rft überall ergiebig fielen, daß WachSthum deß Boden» gniet-j günstig beeinflußt, allein c« konnte sich in der kurzen
nch nicht genügend entwickeln und trocknet, da eß sehr w «rfftt, stark zusammen. Hn manchen Orten iaht man fich, nr uu ni nachgewachsenea Grad Zeit zur vollen Entwickelung verleiten, die Heuernte noch länger hinauSzuschieben. D toi st aber durchaus unrentabel, denn der GraSsamen geht se e.r Vollreife entgegen, und eß ist ja bekannt, welche SArffmengen die Pflanzen zur Tamevbtlduog verbrauchen. ffiUc. man also mit dem GraSichnitt zu lange wartet, sollt re 1*119 deS Trocknens der Samen aus, und die zurück» bi tt.: ? tn Halmen haben nickt mehr Nährwerth als Stroh. Dllvbve Zeit des Heumachens ist bald nach dem Sbblühen dvttSeaseS, wenn auch das Gros daun noch welcher ist und m'iit^usammentrocknet. — Die biß jetzt adgehalreoen Der fittSjnwigen brachten gegen daß Borjahr höhere Preise, waß ai- m taamlt zusammenhängr, daß die reichen, vorigjährtgen E'lniu« säst verbraucht find.
B. Berstadt, 17. Juni. Gestern Nachmittag sand die Buchest gerung deS Heugraseß aus den fiScalischen ißWin Iftatt. Die Gebote schwankten zwischen 10 und 32 Mk. decr Ni2rgen. Im Berhältnih zu diesen Preisen steht die zuw lmtende Menge Futter, d. h. man kann aus 4 biß 1! Lenloer Heu rechnen. Letzterer Ertrag ist sehr hoch.
xu6 den Beniner Heu aus der Wiese zu 2 Mk. ver» ar nrtlapm. Für diesen Preis liefern ihn auch die Händler.
ß Mainz, 17. Juni. Nach Anordnung des General« am^rdoS finden die diesjährigen Herbstmanöver der hsdfiitem (25.) Division aus rheinhesfischem Gebiete statt. Die vgehenden Regiments und Brtgadeexercieren werden a«ue hiR „großen Sande" hier abgehalten. Am 9. Septemder D«Bw(]cn die Truppen die hiesige Garnison, mit der Marsch» iMtniq nach Alzey und treffen am 23. September wieder hiMni/, woraus die Entlastung der Mannschaft zur Reserve ermjilsi. — Der Re tseverkehr am Rhein, welcher zu ’Bijang dieses Monats »och sehr viel zu wünschen übrig ließ, jciLx^tzt nach und noch an fich zu beleben. Zwar sieht miKi nri) wenig Ausländer und selbst die Zahl der unver» rrrmrllHitn Engländer ist aus den Rheindampsern und Hotels nm) jtidng; dagegen trifft man viele inländische Paffanten ai oj ble fich nach den Bädern, Kurorten, der Schweiz, zur AillililiLunfl nach Nürnberg u. dgl. begeben und dabei die ^Vcherheit zu einer Rheinreise benutzen. Bon der gegen» oneinigen Reisefcequenz haben hauptsächlich die mittleren Hotels in Mi» kStädien den Bortheil, während die großen Gasthäuser umiitit kleineren Kurorte am Rhein noch hinlänglich Platz siliÜ!Fremde haben. — Gestern Abend versuchte fich die Frau eii liiilt L aglöhnerS mit ihrem kaum vier Monate alten Kind hiiiiiilv den Rhein zu stürzen, jedoch wurde dieselbe vi o«Pikanten gewaltsam von ihrem Borhaben zurückgehalten, ffi Wer Zwist soll die Frau zu dem Schritt veranlaßt bch'tn.
kki zeichnist der bei der Fahrkartenausgabe (tAcheiit verkäuflichen Rundreise«, Sommer« und Tonrenfahrkarten.
V )OBtk der SiaatSbahn, nur in den Sommermonaten vom L lllai biß SO. September verkäuflich:
Rundreise Rhein : Gießen—Wetzlar—Niederlahnstein- Rüdcsheim—Wiesbaden—Frankfurt—Gießen oder umgekehrt. 10 Tage gültig. 1. Cl. 20.60 Mk., 2. El. 15.50 Mk., 3. El. 10.30 Mk.
Tour 14B: Gießen —Wetzlar —Limburg —Diez— Langenschwalbach — Wiesbaden —Frankfurt - Hptbhf. Gießen oder umgekehrt. 3 Tage gültig. 2. Cl. 10.30 Mk., 3. Cl. 6.90 Mk.
Rundreise Gießen—Wetzlar -Betzdorf—Köln—Cob- lenz—Gießen oder umgekehrt. 10 Tage gültig. 1. Cl. 24 80 Mk., 2. El. 18.70 Mk., 3. Cl. 12.50 Mk.
Ruvdreise Hefseu: Gießen—Frankfurt a. M —Mainkur oder Offenbach — Hanau — Fulda — Bebra- Cassel—Gießen oder umgekehrt. 14 Tage gültig. 1. Cl. 27.60 Mk., 2. Cl. 20.70 Mk., 3. Cl. 13.80 Mk.
Sommerkarten nach Rorderoe, über Norddeich oder Geestemünde (Bremerhaven) oder Cuxhaven und zurück. Gültig 45 Tage. 1. Cl. 79.60 Mk., 2. Cl. 61 Mk., 3. El. 42.40 Mk.
Sommerkarien nach Borkum über Leer oder Emden oder Geestemünde (Bremerhaven) oder Cuxhaven und zurück. Gültig 45 Tage. 1. Cl. 84 Mk., 2. Cl. 66.60 Mk., 3. Cl. 49.10 Mk.
8 Tage. 1. El. 15.20 Mk., 2. Cl. 11.40 Mk., 3. Cl. 7.70 Mk. 25 Kgr. Freigepäck.
tu’:) Touren nach dem Vogelsberg:
Emir 3: Gießen—Hungen—Laubach zurück Mücke— Gießen oder umgekehrt. 4 Tage gültig. 2. Cl. 2.50 Mk., 3. Cl. 190 Mk.
Ll»ur 4: Gießen—Hungen—Laubach zurück Grünberg— Gießen oder umgekehrt. 4 Tage gültig. 2. Cl. 2.30 Mk., 3. Cl. 1.70 Mk.
Luur 5: Gießen—Hungen—Laubach zurück Sckotten— Nidda—Gießen oder umgekehrt. 4 Tage gültig. 3. Cl. 2.50 Mk.
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oche nebst freier hi> ßportkosten) gewahri. üraalenlasfenivtsen eil f in Berlin gefall der Kasse and ihr« dnng betrifft die Fra: , ihren Mitgliedern L Bisher hatte ein r vährnng von ZahnsL l nach seinem W )t hat nunmehr tr ein vestandtheil an::
Krankevversicherllog^^ chrankung frei zu gi«
18. Juni. Aiö gifiv- Aießener Geschasl^ e, bezw.die Insassen, ei rohen Burschen W >n Frau ein lebend <i. von den Stacheln M 1b. Hoffentlich gMl^ ii Beftrasmig zu M , <W. Die W; d. I. dahier statt^ Fahnenweihe de«W
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lest in Sksanglicher ^ Festplatz ist die M Bahnhoses gelegene - " Ul' I«- 8‘Ä 4i,sw« » "'L ,i e'P10"'?
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-;Ü!»ur 7: Gießen —Mücke zurück Schotten — Nidda— £ Gießen oder umgekehrt. 4 Tage gültig. 3. Cl.
2.40 Mk.
Sliint 8: Gießen—Mücke zurück Gedern—Stockheim- Gießen oder umgekehrt. 4 Tage gültig. 3. Cl. 2.80 Mk.
Zur Benutzung der in Frankfurt und Hanau aufliegen« den feststehenden Rundreisekarren werden am hiesigen Fahrkarten» Schalter Auschlußkarten ä 2Mk. verausgabt. Diese wird zugleich mir der Rücksahrkarte nach Frankfurt Hanau) gelöst, findet dort aus die zu erwartende Rundreise« kaite Anrecknung zum vollen Betrag, während zugleich die Rückfahrkarte gleiche Gültigkeitsdauer wie jene enthält.
Wir bringen diele hier bestehenden BerkehrSerleichter« ungen in übersichtlicher Zusammenstellung zur allgemeine» Kenntniß. Grohb. Handelskammer.
Vermischte».
• Gelnhausen, 15. Juni. Förster Hermann in Bieber machte gestern Abend in Begleitung deS Försters Bellmann einen Streifzug auf Wilderer. ES gelang ihnen auch, zwei Biederer Wilderer, die Brüder Sauer, mit einem Reh abzusangen. Förster Hermann wollte den älteren der beiden Brüder gefangen nehmen, wurde jedoch von diesem über« wältigt und zu Boden geworfen. Einer der Wilderer zog den Revolver und brachte dem Förster drei Schüffe, zwei in den Hals, einen in den Unterleib bei, denen H. heute erlegen ist.
* Berlin. 17. Juni. Heute früh hat fick in der Prinzen« ftrahe 97 eine furchtbare Familien-Tragödie abgespielt. Der frühere Besitzer deS Crhstall-Palast, Ernst Baumbach, hat fich, seine Ehefrau, seine Schwägerin und seine drei Kinder durch Vergiftung mit Leuchtgas zu tödten gesucht. Die sofort angestellten Wiederbelebungsversuche waren nur bei der Schwägerin Baumbachs erfolglos, alle übrigen Personen wurden gerettet. DaS Motiv der That ist in zerrütteten BermögenSverhältniffen zu suchen.
* Güstrow. 17. Juni. Der Conditorgehülfe Schmitz auS Köln und der Schustergeselle Falk auS Auerhammer in Sachsen, die gemeinschastlich am 24. November v. I. an dem Schmiedegesellen Schulz auS LübSdors in Westpreußen bei Ludwigslust einen Raubmord verübt hatten, wurden heute früh hingerichtet.
♦ Wilhelmshaven. 13. Juni. Eine ganze Gymna» fialklaffe auf dem Stahlrad — das dürfte Ben Akiba doch noch nicht erlebt haben. Gestern Morgen unternahmen die Klaffen des königlichen Gymnasiums den üblichen SommersauSflag. Während nun sämmtliche Klaffen sich der Eisenbahn bedienten, benutzte die Untersekunda unter Führung ihres Ordinarius, deS Oberlehrers Zimmermann, daß Stahl« roß. Zimmermann ist zugleich Turnlehrer der Anstalt und ein schneidiger Radfahrer. Die jungen Radler fuhren von hier durch die von Weser und Jade umspülte Halbinsel Budjadingen nach Bremerhaven und Geestemünde.
* Leipzig. 16. Juni. In daß Untersuchungßgefängviß deß hiesigen Landgerichts wurde heute der Buchbinder Jacobi auS Freiburg tn Baden eingeliefert, gegen den beim Reichsgericht eine Untersuchung wegen anarchistischer Umtriebe und hochverrätherischer Handlungen eingeleitet worden ist.
* München. 17. Juni. Die „Neuesten Nachrichten" melden: Im „Wilden Kaiser" bei Kufstein ist der Stud. msä. Ludwig Fellheimer, der fich auf einer Excurfion befand, am Samstag oder Sonntag abgestürzt und tobt aufgefunden worden.
• Internationale AnSstellnng Vaden Baden 1896. Diese am 15. August d. IS. zu eröffnende Ausstellung gewinnt täglich an Bedeutung, eine Reihe von Firmen ersten Range- Haben sich unter andern gemeldet und laufen von Tag zu Tag die verschiedenartigsten Anmeldungen ein, so daß sich daS AusstellungS-Comitv veranlaßt sah, den ursprünglich auf 15. Juni festgesetzten Anmeldetermin biß zum 1. Juli zu verlängern - dem zu Folge tritt die 30%ige Erhöhung der Platzmiethe auch erst mit diesem Tage in Kraft. In Folge der beschränkten Raumverhältniffe der Ausstellung empfiehlt eS sich, rechtzeitig fich einen Platz zu sichern, da bei den zahlreichen Anmeldungen der disponible Raum höchst wahrscheinlich noch vor 1. Juli vergriffen sein wird. Auch im AuSlande wird der Ausstellung reget Interesse entgegengebracht und hat die Schweizerische Bundes Regierung in einem an die AußstellungS-Direction gerichteten Schreiben officiell die zollfreie Wiedereinfuhr allen aus der Schweiz zur Ausstellung gelangenden Gegenständen zugefichert, ebenso find die nötbigen Schritte gethan, um den Ausstellern aus der Schweiz, in Bezug der Frachtermäßigung, von der Schweizerischen Regierung dieselben Vergünstigungen zu verschaffen, wie fie von der Verwaltung der deutschen Eisenbahnen bereits zugefichert find. — Wie wir soeben erfahren, wird sich auch die Großh. Badeanstalten-Commission Baden- Baden in größerem Maßstabe an der Ausstellung betheiligen.
• Hebet die Hinrichtung bet Mafienmötdetia Dyet schreibt man bem „Hamb. Corr." aus Lonbon vom 11. Juni: „Gestern Morgen kurz vor 9 Uhr — bet Stunbe bet Hinrichtungen in England» — lautete wieber, wie am vorigen Tage, bte Glocke von St. Sepulchre zum Zeichen, baß nach den Gesetzen des Landes nur der Tod ein begangenes Verbrechen sühnen könne. Der Fall der Engelmacherin MrS. Dyer von Reading bot der Ueberführung keine Schwierigkeiten. MrS. Dyer. eine frühere Hebamme, nahm uneheliche Kinder gegen einmalige Zahlung von 200—1000 Mark in Adoption. Dann erwürgte sie sie und warf die Leichen in die bei Reading vorbeifließende Themse. Einige der Kleinen erblickten nicht die aufgehende Sonne des nächsten Tage-, nachdem fie der Maffenmörderin übergeben waren. Don den vielen Morden griff die Justiz nur einen der klarsten und scheußlichsten heraus. AIS letztes Mittel der Bertheidigung machte der Anwalt der Angeklagten Irrsinn geltend. Allein eS war nur zu leicht zu beweisen, daß MrS. Dyer ihren Irrsinn mehrere Male nur deshalb geltend gemacht hatte, um der Justiz zu entgehen. Ihr Tod am Galgen erfolgte augenblicklich. Merkwürdig war, daß die Menge vor dem Gefängniß, welche auf daS Aufziehen der schwarzen Fahne wartete, gestern Morgen nur wenige hundert zählte. ES kam kaum zu der landesüblichen Kundgebung. DaS Newgate-
Gefängniß, wo tn London der Galgen aufgerichtet wird, liegt im Herzen der City. TS ist etwa ein Jahrhundert alt, wird aber schon seit vielen Jahren nicht mehr alS dauerndes Gefängniß benutzt. Außer Hinrichtungen dient eS als Unter- hinft für die vor dem nahen Londoner Centtal-GerichtShof ihren Prozeß bestehenden Angeklagten. Sind die Afsifen ge- chloffen, so lagert wieder Grabeßst'lle über dem düsteren Gebäude. Die große Glocke in der nahen St. Sepulchre- kirche, die den hinzurichtenben Verbrechern den TodeSgruß um 8*/z Uhr bringt, hat ein gewisser Richard Dove vor Jahrhunderten gestistet. Ihre Bestimmung hat der Stifter wie folgt ausgedrückt: „Leiht, ihr Verurtheilten, die wegen Schlechtigkeit und Sünde bestimmt find, zu sterben, euer Ohr dem Läuten dieser Glocke." — Die Hingerichteten werden im Gefängnißhose von Newgate selbst bestattet. Diele Hunderte haben dort ihr Grab gesunden. Der über die Leichen zerstreute Aetzkalk zerstört sie in kurzer Zeit.
• Die neueste vluihe btß Berliner Sereiallebenl ist ein „Verein der Verlobten und Neuvermählten." Die Vereinigung verfolgt, wa- ihr Name allerdings kaum errathen läßt, einen durchaus praktischen, auf Geldersparniffe abzielenden Zweck. Sie bildet nämlich eine Art Einkaufs- genoffenschast für Anschaffung von ganzen Ausstattungen und einzelnen Einrichtung-gegenständen jeder Art. Den Mitgliedern ist bei den von Vereins wegen zu erwartenden größeren Bestellungen, von verschiedenen Lieferanten ein erheblicher Rabatt zugefichert. Die Ueberschüffe aus den VereinSbeiträgen sollen zur Ausstattung mittelloser Brautpaare verwendet werden.
Schifs-nach eichten.
Der Postdampser „Friesland" der „Red Star Line* in Antwerpen ist laut Telegramm am 16. 3uni wohlbehalten tn New ->ork «Tflcfommar_________________________________
Literatur unb Knnft
— Bon rpamer- großem Handatlas liegen unS die Lieferungen 5 bis 10 vor. Sie sind durchaus geeignet, den günstigen Eindruck, ben bereits die ersterjchtenenen erweckten, »u erhöhen, und wir nehmen baher gern Veranlassung, daS schöne Werk neuerbingS wärmstens zu empfehlen. Insbesondere zeigt sich immer mehr, eine wie glückliche Idee eS war, mit den großen Karten einen von einem ausgezeichneten Fachmanne (Prof. Hettner in Leipzig) bearbeiteten Text zu verbinden und darin zahlreiche, im Ganzen über 600 kleinere Specialkarten, graphische Darstellungen von wtrthschaftlichen oder Verkehrsverhältnrssen, ethrographtsche und historische Skizzen u. bergt, etnzuschalten. Diese Vereinigung verleiht dem Spamer'schen Handatlas eine Vielseitigkeit, bte sonst nirgends geboten ist. Der Text bietet in seiner knappen, aber gediegenen Darstellung eine Fülle von Anregung und Belehrung. Die ebenfalls unter Pros. HettnerS Leitung hergestellten Spccialfarten lasten unS geographische, wirth- schaftSpolttische u. ä. Verhältnisse mit einem Blicke übersehen, die biA gewöhnliche Kartenbild gar nicht, daß geschriebene oder gesprochene Wort mit so klarer Anschaulichkeit vermitteln kann, und bilden so eine überaus werthvolle Bereicherung und Ergänzung des Kartenwerkes. So finden wir tn den vorliegenden Lieferungen neben prächtig gestochenen GebirgSkarten (Bayerische Alpen, westlicher und östlicher Theil, Oetzthaler Alpen, Brenner, Salzkammergut, Hohe Tauern, Ortler-Gruppe, Dolomiten, Theile deS Kaukasus und der Pyrenäen) die Diamantfelder von Kimberley, die Wasserstraßen von .Mitteleuropa, die Kohlenlager von England, die Verbreitung der Neger und Indianer in Nordamerika, neben »ahlrelchen Umgebungskarten großer Städte historische Skizzen, wie Die Territorialentwickelung Bayerns, das WachSthum der rusfstschen Eroberungen im Kaukasus und Eentralafien, ein höchst interessantes Kärtchen, worin nach dem Aufblühen deS Flieders die Zeit des Frühlingseinzuges in ben verschiedenen Gegenden Europas dargestellt wird, eine Hebers sichtSkarte der Deutschen Landwirthschast u a. a Die Karten deS Handatlas selbst sind durchaus gut, vor Allem übersichtlich und klar. Aus den 15 in den hier desp oebenen Lieferungen enthaltenen Startens blättern möchten wir besonders hervorheben Bayern, Südwestliches Frankreich, das KaukasuSgebtet, Turan und Iran, Südafrika, bte sehr hübsche Karte der österreiehischen Alpenländer und die Reliefkarte von Mitteleuropa, ein ebenso eigenartiges als schönes Blatt, das eine überraschend plastische Darstellung beS ganzen Gebiets von bet Nordsee bis zum adriatischen Meere flieht. Der Spamer'sche Handatlas bildet, wie aus dem Angeführten hervorgeht, ein ganz vortreffliche« Hilfsmittel für geographische Information, dem man nur bte weiteste Verbreitung wünschen kann, zumal der Preis ein erstaunlich niedriger ist: er beträgt für das vollständige Werk nur 16 Mark. ___________
— Als die ersten Nachrichten über Emile Zolas neueste- Werk ,Wom* verlauteten, konnte man von vornherein darauf rechnen, baß von gewisser Seite dagegen Widerspruch erhoben werden würde. An solchem hat eß denn auch nicht gefehlt, ohne daß jedoch der Erfolg des RomanS dadurch beeinträchtigt worben wäre. Erst seit 14 Tagen liegt das Werk in Buchform vor, und bereits sind mehr als 100,000 Exemplare verkauft worden, ja der Papst sah sich veranlaßt, Zola eine freundliche Bemerkung zu widmen. Eine vortteffliche Neberfetzung beS Romans, die dem Original so nahe kommt, alS bte« eben möglich ist/erscheint bekanntlich in der Halbmonatsschrift „AuS fremde« 3ö«a«n* (Stuttgart, Deutsche Verlagsanstalt). Die Zeitschrift hält, was sie verspricht, und ist in der Thal ein Sammelpunkt des Besten der modernen Weltliteratur. Der englische Roman „Der MankSmann" von Hall Eaine, der neben „Rom" einbergeht, entwickelt fich von Heft zu Heft origineller und feffelnder. Unter den kleineren Novellen machen wir besonders auf „Der Nöck" von Tor Hedberg und auf „In Lanciottos Abwesenheit" von Gabriele d'Annunzio aufmerksam.
Verkehe, CanO« rrnd DottsuHrtt^kbaft.
, 17. Juni. Fruchtmark t. Rother Wetzen X 14,25, weißer Weizen X 13.80, Korn X 9.75, Gerste X 0.00, Hafer X 6.90.
Witterungsbericht vom 17, Juni.
Don Norden her gewinnt der niedere Druck immer mehr und mehr an Ausdehnung, infolge dessen der hohe Druck immer mehr abnimmt, doch behauptet derselbe immer noch seine Herrschaft. Auch der Luftdruck ist verschieden. Heber dem Continent ist derselbe zwar gering, doch treten vielfach Unregelmäßigkeiten auf und find außer der Depression im Norden heute noch stäche Theilminima im Innern Rußlands, über dem westlichen Mittelmeerbecken. Ferner zieht ein schmaler Streifen über das Salzkammergut südwärts über die Adria bis zur Oftküste Mittel-Italiens. Die heutige Wetterlage neigt zu einer Verschlechterung der Witterung.
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Mehrfach Gewitter mit Nieder sch lägen.
Temperatur der Lahn und Lust nach Reaumur gemeffen am 18. Juni, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Laster 19, Lust 20°.
Rübfamev'sche Badeanstalt.


