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△ UaS dem Oh«:hiü 16. Januar. Dem vorgestrigen starken Schneefall folgte am gestrigen Nachmittag ein sehr heftiger Schneesturm, der colossale Schneewehen auf« thürmte. Die Hohlwege und Schluchten wurden zugeweht und die auf den Straßen befindlichen Fuhrwerke hatten die größte Mühe, durchzukommen. Einige mußten umkehreu und vermochten ihren Weg nicht fortzusetzen. Die Holzhauer rochen durch den tiefen Schnee gezwungen, ihre Arbeiten im Walde etnzustellev. Auch die sonstigen Arbeiter tm Freien, wie Steinbrecher und Steinschläger, müffen feiern. Da der« artige A-beiteu oft für geringe Leute den einzigen Verdienst während des Winters liefern, so find für fie solche Unbilden des Wetters doppelt schlimm. Wohl gewährt das Schnee- schippen etwas, aber nicht auSreichendeu Ersatz.
△ Maiuz, 17. Januar. Für den langjährigen Leiter der hiesigen Liedertafel, den unvergeßlichen Eapellmeister und Lomponisten Friedrich Lux wird den 10. Februar nächst- htu tm Concertsaale der Liedertafel eine Gedächtniß- feter abgehalten werden. Nach einigen Bemühungen ist eS gelungen, für dieselbe die geeigneten Kräfte zu gewinnen. DaS Programm weift nur Compofitionen und Bearbeitungen des unvergeßlichen Meisters auf, und an der Aufführung be« tdeiligen sich die städtische Capelle, der Mainzer Liederkranz, ferner solisttsch die Damen Jenny Lux (Orgel), Maria Schon« Mohr (Gesang), sowie die Herren Vollrath (Cello) und Suppantschitsch (Harfe). Unter anderem enthält das Programm die herrliche Choral Symphonie „Durch Nacht zum Licht", welche neuerdings auch in Hamburg, Dresden, Baden- Baden, Darmstadt und London zur Aufführung angenommen wurde. — In dem nahen Badenheim begeht heute Beine Wittwe bei voller Gesundheit und geistiger Frische ihren hundertuudeinten Geburtstag. Dieselbe ist 1795 in Lorch am Rhein geboren. __ __
kau-wirthschastUche Winke unk Kaihschläge.
△ ttwi Oberheffe«, Mitte Januar 1896. auf da» JubttüumStahr 1895.
In manch' einer Beziehung ist das verftoffme Jahr 1895 ein interessantes gewesen, es verdient daher doppelt, daß man ihm eine Betrachtung widmet und einige Worte nachsendet. Dazu kommt, daß wir unS seit Monaten nicht mehr an dieser Stelle über iand- wtrthschastltche Verhältnisse und Zustände aussprechen konnten, weil die Zeit zu knapp gewesen. Also benutzen wir den Jahreswechsel, um Einiges vorzubrtngen, was den Bauer — vielleicht auch manchen Anderen — be'chäftigt und drückt.
Fangen wir mit den Wttterungsverhältntssen des Jahre« 1895 an. Mit mäßigem Froste war der erste Jahrgang 1894 von uns geschieden. Der Monat Januar 1895 setzte dieses gesunde Wtnterwetter, etwa 20 Centtmeter Schnee und etwa 4 bis 5 Grad Frost bis zur MonatSmttte fort. Am 16. Januar trat Thauwetter, am 20. fiel Negmwetter ein, welches am 22. durch Fcost und Schneegestöber abg^ost wurde In der letzten Januarwoche wuchs die Kälte bis 13 Grad.
Der Februar begann mit etwas milderer Witterung, aber nur zwei Tage lang; am 3. wurde es kälter und starker Schneefall trat elv, der die Felder trefflich mit einer Schutzhülle versah. Es war buhe Zett, denn von Tag zu Tag steigerte fich der Frost, welcher um die MonatSmttte 18 G a erreichte. Das war sehr empfindlich. Das Vieh in den Ställen litt durch die schar,e Kälte, den Hühnern ei froren die Kämme, die Holzhauereten mußten eingestellt werden, weil Aexte und Sägen von den stetnbart gefrorenen Säumen ab- sprangen. Kartoffeln und Futterstoffe erfroren in Mieten und Kellern, Obstbäume und Spalieranlagen wurden schwer geschädigt. Der Februar 1895 ist der kälteste unter allen Februarmonaten des 19. Jahrhunderts gewesen, er erinnerte in seinen Wirkungen »n die grimmig kalten Winter von 1829/30 und von 1879/80.
Einer ähnlichen, abweichendenWtlterungtzerschetnung, aber gerade tm entgegengesetzten Sinne, werden wir bezcgnen, wenn wir diN Monat September zu besprechen haben.
Die scharfe Kälte, welche der Februar gebracht und fast den ganze» Monat - gegen das Ende stieg die Temperatur etwas — festgehalten hatte, machte und auch tm Monat März noch zu schaffen. Erst um den 10. wurde es milder, wir hatten also vom 1. Januar bis 10. März in Summa 70 kalte Tage und das ist für
unseren Breitegrad der Kälte etwas zu viel gewesen. Nur langsam wich der Winter auS dem Lande. Auf ,40 Ritter" trat Besserung ein; eine Woche später gab es sonniges, windstille» Wetter. Frühlingsanfang: 20. März zeigte wolkigen Himmel mit e.ltchen Regentropfen bet westlichen Winden. Die letzte Märzwoche, vom 24. bis 31. war thetls mild und ruhig, thells stürmisch mit Regen und Hagel; am 29. Marz gab es in unserer Gegend daS erste Gewitter.
Frisch, hell und sonnig zog der wetterwendische April ins Land. Der Ackerboden, welcher gut angefeuchtet war, trocknete ab, wurde aber bald wieder naß, denn Schneegestöber wechselte mit Regenschauern. Am 10. April trat milde, gewächstge Frühltngs- witterung ein; die Roßkastanien sprengten ihre Hüllen und rasch bedeckten sich die Wiesen mtt zartem Grün. Auf Ostermontag, 15. April, wurden Oesterreich (Laibach) und Italien von Erdbeben heimgesucht. Vom 16. Aprll an gewann der Frühling die Oberhand, am 18. hatten wir ein Gewitter mit warmem Regen. Diese treff« ltche Witterung übte einen so hellsamen Einfluß auf alle landwirth- schaftltchen Culturpflanzen, daß bis zum Ende des Monat« die Verspätung, welche der kalte März bewirkt hatte, bei Halmgewächsen, Bäumen und Sträuchern vollständig eingeholt war.
Der Wonnemonat Mat machte seinem Namen alle Ehre. Zwar waren die Tage mitunter etwas frisch, aber der Mai soll in der ersten Hälfte kühl fein. Die gefürchteten Eisheiligen Pankraz und Seroaz warm sogar ziemlich heiß. Einen Rückschlag gab es aber doch, denn vom 15. bis 20. Mai wurde eS rauh und stürmisch, so daß man sogar noch einmal einhetzen mußte, ohne daß tauber Pflanzenwelt Nachlheile verspürt wurden. Die fünf rauhen Tage halfen die in Millionen erschetnenden Maikäfer, welchen von den Behörden mtt allen Mitteln entgegen gewirkt wurde, kräftig bekämpfen. Die zu üppig emporschießende Vegetation wurde zurück- gehalten und in den Halmen gekräftigt; der Erdboden wurde noch einmal durchfeuchtet. Die letzte Maidecade brachte milde«, gewächsiges Wetter. Alle Feldfrüchte standen prachtvoll; auf den Wiesen war ein Gras von solcher Schönheit und Güte gediehen, wie man es nicht oft gesehen hat.
Durch die treffliche Witterung deS Juni konnte der Futtersegen wohl geborgen werden. So viel Heu und in so großer Güte war seit Menschengedenken nicht eingescheuert worden DaS Jahr 1895 war in dieser Hinficht grade das GegenthcU von dem Jabre 1893. Auch Obst und Wein schien wieder zu gedeihen, denn die Blülhe ging bei beiden CuUurgewächsm fast ohne Schaden vorüber und das treffliche Wetter begünstigte die Weiterentwick-lung der Fruchtansätze. Aber der harte, lang andauernde Winter hatte doch viele Weinstöcke und Fruchtbäume btS ins Herz getroffen, fie trieben zum Thetl Blüthen und Blätter, gingen aber später, als eS wieder recht trocken wurde, zu Hunderten ein. Alle übrigen landwtrth- schaftltchen Gewächse zeigten in der letztm Juntdecade einen überaus schönen, viel versprechenden Stand, wie ihn der Bauer nicht schöner wünschen konnte. Nun aber wurde eS wieder trocken wie anno 1893.
Diese Trockenheit setzte fich tm Monat Jult weiter fort. Die Folge davon war, daß Dtckwurzel, Zuckerrüben, Gemüsepflanzen, Bohnen und Gurken, Frühkartoffeln und Wiesenwachs (Grummetansatz) viel zu wünschen übrig ließen. Am 12. Juli trat heftiger Nordoststurm ein, fast auf denselben Tag wie im Jahre vorher. Zuweilen traten Gewitter auf, welche jedoch stets von hestiaen Stürmen begleitet waren, wodurch Regen verhindert wurde. Der Wafferspiegel in Bächen und Brunnen sank nach und nach so tief wie im dürren Jahre 1893. Da aber der Mai viele Feuchtigkeit gebracht und daS Halmgetteide sehr gekräftigt und vorwärs gebracht hatte, waren diese Gewächse vor Eintritt der Trockenheit vollsiändig ausgebildet worden, litten keine Roth mehr durch die große Hitze und lieferten eine schöne Ernte, welche bei dem fluten Wetter auch schön unter Dach tarn. Eine auffallende Erscheinung im Sommer 1895 waren Die häufigen Blitzschläge. Sie fuhren in Fruchthaufen, Bäume und Gebäude, glücklicherweise ohne großen Schade» anzurichten.
Der Monat August setzte die heiße trockene Witterung fort, eS gab einige leichte Regengüße, die jedoch nicht durchweichten. Dadurch wurde dieser Monat zum rechten Kochmonat für die Winzer und auch die Imker waren froh für die kräftige Sommerhitze, welche viele Schäden heilte. Andererseits traten Raupen und In fecten aller Art auf; erstere brachte» empfindlichen Schaden an den Gemüsepflanzen. Eine merkwürdige Erscheinung ist eS gewesen, daß im Kreise Alsfeld starke«, anhaltendes Regenwetter herrschte, während das übrige Mitteleuropa von Trockenheit heimgesucht wurde. Es scheint, als hätten fich dorten die Regenwolken, welche über die westlichen Länder htnzogen, ihrer Wassermaffen entledigt (Einige Naturmerkwürdtgketten mögen hier Erwähnung finden. Von Dauern- hrtm wurde berichtet: ein Ziegenbock habe Milch gegeben; auS Nidda wurde geschrieben: ein Huhn habe sich nach und nach zu einem Hahne umgebildet und aus dem VogelSberge wurde später geschrieben: es sei ein Fuchs mit zwei Schwänze» geschossen worden.)
Die tropische Hitze, welche Juli und August gebracht, schsiu im September noch zu erhöhen; es gab einen B aimonat, wie man ihn tm neunzehnten Jahrhundert nur äußerst selten hatte. Seine mittlere Temperatur derrägt 14 ° Celsius, er brachte eS aber
auf 17,3e. Die heißesten ^eptembermonate deS zu Ende ge-enden Jahrhundert« waren 1834, 1865, 1868 und 1895. Alle vier Vrat- monate getilgten einen vorzüglichen Wem Zwar gab es auf Herbstanfang, 21. September, einen kräftigen Reit; trotzdem blieb es und schwül biS zum Monatsschluffe. Grummet, Gründüngung» pflanzen und Kvollenfutterpflanzm ließen viele« zu wünschen übn*. Die Schweineprerse wichen, da überall Masscnprobuclio» aufgetrden war, bedeutend zurück.
Selbst der Oct ober blieb in den ersten Tagen sehr man»; am 3. fiel kräftiger Regen, es wurde kühler, aber die Temperatur blieb doch sehr angenehm; am 11. hatten wir noch ein Gewitter. An den Rainen und Gebüschen glänzten Johanneskäferchen. Die Herbstsaaten wurden bestellt und gingen schön auf. Nach und nacv trat kühlere Herdstwitterung ein; am 16. October kam noch einmal ein Gew Hier, am 24. erschienen Vogelsberg und Taunu« mit Schnee- Hauben, im Allgemeinen blieb der Weinmonat mäßig feucht mb mild bis zum Schluffe.
Einen schönen Altweibersommer brachte der November mit seinen beiden ersten Tagen Allerdetllgen und Allerseeia». Die erste Nooemberdecade schloß am 10 mit einem förmliche» Frühlingstage. Tag« vorher, am 9. November, krachte e« an allen Börsenplätzen, besonders am Wiener Platze, ganz unheimlich. Es schien, als sollte die orientalische Frage aurgaottt und ein Welt brand entzündet werden. Zuletzt wurde es doch wreder ruhig, doch nicht ohne daß viele Menschen, schuldige und unschuldige, ihr Hab und Gut eingebüht hatten. Wohl niemals wird «s dazu kommen, daß Börsenjobberei und ähnlicher Schwindel au« der Welt verschwindet, so sehr diese Dinge auch von allm vernünftigen Menschen vernr» tbellt und bekämpft werden. In der zweiten Novemberhälfte wurdeu in Rom und Laibach wieder harte Erdbeben verspürt. Die letzte Nooemderwoche brachte etwas Schnee und 3° bi« 4 »Frost, langsam zog der Winter heran.
Recht stürmisch trat der Christmonat December auf. Born 6. zum 7. wuchs der Sturm zum Orkane, der Dielen Schiffen Verderben brachte. In der Nacht vorher hatten wir da« letzte Gewitter in unserer Provinz, wobei der Blitz sogar in den Kirchthurm zu Muschenhetm bei Lieh fuhr, glücklicherweise ohne zu zünden. Aber mcht bloS in der Natur, auch unter den Menschen gährte e« heftig. Türken, Armenier und Macedonler mordeten sich zu Hunderten, Socialdemokraten, Nihilisten und Anarchisten schüren und Hetzen nach Kräften und damit die neue Welt auch ihre Aufregung haben möchte, warf der UnionSpräfident Cleoeland die Denezuelasrage auf. Die politischen Wogen gingen einige Tage recht hoch, beruhigten fich jedoch nach und nach wieder. So heiß wird nichts gegefien, al« es gekocht wird. Daß die Türkei in allen Fugen ktacht, hört und fieht jedes Kind. ES wäre wirklich an der Zeit, wenn die Türkei — ein Widerspruch in fich — auS Europa verschwände. Schade, daß sie nicht an den richtigen Mann gebracht roetben kann! — Der Christ monat begann seine zweite Hälfte mit Wintererscheinungen, de« Vogelsberge wurden starke Schncemassen beschert, in der Ebene gab es Regen. Der WeihnachtStag brachte trodenen Frost und etwa« Schnee, so daß die Feiertage, mit einem Hellen Winterkleide a»ge- tban, durch« Land zogen. Schon hatte es am dritten Feiertage, 27. December, den Anschein, als wolle (wie tm Vorjahre) ein kräftiger Frost einsitzen, da brachte der 28. December gelindere« Wetter bei bedecktem Himmel, welche« am 30. December in Thauwetter, an 31. December in förmlichen Regen überging. Die zweite Jahre« Hälfte, die sich durch heißes Wetter auSzeichnete, hat an ihrem Schluffe gezeigt, daß fie ihrem Character, wie die ähnlichen Jahrgänge 1834, 1865 und 1868, treu blieb.
AuS diesen kurzen Andeutungen hat der freundliche Leser, ba* wohl bie hauptsächlichsten Punkte noch im Gebächtniffe sein werbe», Gelegenheit gehabt zu finben, daß da« Jahr 1895 in meteorologischer Hinsicht ein recht interessante« gewesen ist. (Schluß folgt.)
Eingesandt.
B. Gieße« 17. Januar 1866.
Bezugnehmenb auf ba« gestrige Etngefanbt, ben freien Platz zwischen ber Nordanlage und Stemstrahe betreffend, erlaubt sich Einsender diese« einen anderen Vorschlag zu machen.
Dieser Platz würde sich am besten eignen für das proiectirta Volks-Schwimmbad. ES ist dies eine WodlfahrtSetnrichtung, für die fich die gefammte Einwohnerschaft Interefftrt und e« wird fick auch wohl schwerlich im Inneren der Stadt ein schönerer und prac- tischerer Platz finden. Darum möge wohllöbl. Stadtrath bei passender Gelegenheit diesen Vorschlag in geft. Erwägung ziehen.
im Thurmhau» am Brand, Kunst-Ausstellung, geöffnet täglich, «« *1* nähme de« SamStag«, von 11 bi« 1 Ubr, am Mittwoch auch noch von 3 bi« 5 Uhr. Sonntag» während de» Bi«ttH »«»«terdrochen »o* 11 bi» 8 Uhr. - Eintrittspreis tftr Nichtmtiglieder an Werktagen 50 Pfg., an Sonntagen 20 Pffl .
Bekanntmachung.
Nachdem uns auch in diesem Jahre wieder ein Betrag zur Verfügung gestellt worden ist, um im nächsten Sommer eine Anzahl armer, scrophu- löfer Kinder in der Kinderheilanstalt zn Bad-Nauheim unterbringen zu können, werden alle diejenigen Bewohner de« Sparkaffen- bezrrks Gießen, welche solche kranken Kinder haben und nicht selbst in der Lage sind, die Kosten bestreiten zu können, aufgefordert, sich bei ihrem Pfarramt oder der Bürgermeisterei baldigst zu melden. Bei der Anmeldung ist ein ärztliches Zeugniß vorzulegen, in welchem die Nothwendig- keit einer Badekur bescheinigt sein muß. — ES ist nicht ausgeschlossen, daß Kindern, welche bereits auf Kosten der Sparkasse eine Badekur durchgemacht haben, die Kosten für eine weitere Kur bewilligt werden können. — Die Pfarrämter und Bürgermeistereien ersuchen wir, uns die einlaufenden Meldungen nut den ärztlichen Attesten und einer Bescheinigung über die Bedürftigkeit der betreffenden Eltern bi« längstens Ende Januar k. I. zusenden zu wollen.
Gießen, am 10. December 1896.
Die Direktion des Spar- und Leihkafse-Bereins. 113 I. E.: Wiener.
Holz-Versteigerung.
Mittwoch, den 22 u. Donnerstag, den 28.Januar 1896, jedesmal von Vormittag« 9 Uhr an, soll in dem Reiskirchneer Gemeinde- »ald, District Walbersberg, nachoer- zeichnete« Holz versteigert werden:
236 Nadelstämme von 10—18 m Länge, 13 — 30 cm Durchmesser, 76,88 fm,
1489 Nadel-Derbstangenvon 10—18 m Länge 7—13 cm Durch messer, 142,10 fm,
339 rm Nadelknüppel, 5970 Nadelreisig Wellen, 14,8 rm Nadelstöcke.
E« wird bemerkt, daß das Bauholz am ersten Tag zur Versteigerung kommt, daß sich die Nadel-Derb holz stangen größtenlheil« zu schönen Sparren und Rüststangen eignen. Der Anfang ist jede»mal in der Schäfer- schneiße.
Reiskirchen, 16. Januar 1896. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen. _________Wagner.______617
Wasserdichte
Stiefelschmiere, einmal nach Vorschrift aufgetraflen, macht ba« Schubwerk auf lange Zeit wasser- dicht. In Dosen d 50 ch zu haben in ber Adler-Drogerie. Selter«weg39 6H Otto Schaaf.
Holz-Versteigerung
Dienstag den 21. d. Mts., Vormittags 10 Uhr anfangend, sollen in dem Albacher Gemeindewald, District Kreuzholz, folgende Holzsorten versteigert werden:
A. Bauholz:
120 Fichten-Stämme von 17 bi« 43 cm Durchm., 8—24 m
Länge, enthaltend 86,99 fm.
B. Brennholz:
Scheich
Knüpprlh.
Stockh. Reisig
rm
re
rm
Wellen
Buchen
35
21
12
350
Birken
10
4
—
—
Eichen
——
10
40
900
Nadel
—
8
30
700
Die
Zusammenkunft
ist
auf der
Kreisstraße Albach—Burkhardsfelden, wo der Weg nach dem Wald durch- kreuzt, und kommt Vormittag- da« Bauholz und Nachmittag« da« Brennholz zur Versteigerung.
Albach, am 13. Januar 1896.
Großherzogl. Bürgermeisterei Albach.
Balser. 552
Holz-Versteigerung.
Montag, 20. Januar l. I, Bormittags 9 Uhr, soll in dem Gemeindcwald der Gemeinde Ruppertsburg, Diftricte Röde und Buchwald, folgendes Holz versteigert werden: 105 Nadelstämme mit 46 fm Inhalt, 165 Nadel-Derbftangen mit 17 fm
Inhalt,
2500 Nadel-Rei«stangen mit 26 fm Inhalt, darunter find
500 Stück Bohnenstangen,
38 rm Buchen Scheit,
43 rm Buchen Knüppel,
2 rm Eichen Knüppel,
6 rm Nadel-Knüppel,
88 rm Buchen-Reisig,
22 rm Eichen-Reisig,
13 rm Buchen-Stöcke,
50 rm Nadkl Stöcke, sowie eine große Quantität Nadel- Reisig in AbtheUrmgen. Die Zu- sammenkunft ist im District Röde, mitten am Weg.
Ruppertsburg, 14. Januar 1896. Gr. Bürgermeisterei Ruppertsburg. ____________Lehr.____________
Holzversteigerung
imSleindacherGkmeindnvLld.
Mittwoch den 22. Januar soll im Steinbacher Gemeindewald, Districten Heegheck und Todtenzipfen, nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
156 Eichenstämme von 16—48 cm Durchmesser, 5—13 m Länge, 88,75 fm.
465 Kiefern- und Fichtenstämme von 13 — 42 cm Durchmesser, 8 — 19 m Länge, 196,44 fm.
159 Nadel-Derbstangen von 7 bis
11 cm Durchmesser, 7 — 12 m Länge, 14,26 fm.
Bemerkt wird, daß sich die Eichen flämme zu Schwellen, Schnitt- und
Wagnerholz eignen und an der Chaussee der Krei«ftraße Steinbach- Oppenrod lagern.
Der Anfang und Zusammei fünft ist Morgen« 9 Uhr an der obengenannten Krei-straße.
Steinbach, am 13. Januar 1896. Großh. Bürgermeisterei Steinbach.
Krämer. 55A
Jagdverpachtung.
Donnerstag den 23. d. ®t. werden nachverzeichnete am 1. Februar b. I«. leihfällig werdende Do- manialjagden aus ben Oberförstereien Treis an der Lumda und Schiffen- berg verpachtet:
I. Oberförstern Drei« an der Lumda.
Jagdbezirk Nr. 1,
2. Oberförsterei Schiffenberg die Jagdbezirke Nr. 1 und 2.
Die Verpachtung findet in fttytlH Brauerei |u Gießen statt und beginnt Vormittag« 10 Uhr.
Personen, melde diese Jagden zn pachten beabfichtigen und deren Qualification hierzu nicht notarisch vorliegt, haben binnen 14 Tage» bei unterzeichneter Oberförsterei sich hierüber au«zuweisen.
Gießen, den 3. Januar 1896 Großh. Oberförsterei Schiffenberg.
231 Heyer.
Haus mit Garten, nächster Näh« ber Stadl, |« Mlaafm Näher es in der Ei petz. tz. 8L 2«O


