Ausgabe 
19.1.1896 Erstes Blatt
 
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* Amnestie. (Telegramm.) Alle zu Freiheitsstrafen bi» zu 6 Wochen oder Gelbstrafen bi» zu 150 Mk. verur- theilten Personen werden durch ein Edict de» Großherzogs vom heutigen Tage begnadigt.

** Bezüglich der Gedenkfeier der 25. Wiederkehr de» Jahrestages der Kaiferproclamatio« verweisen wir an dieser Stelle nochmals auf da» im Jnseratentheil unseres Blattes eothaltene Festprogramm. Wenn auch die Witterung für einzelne Theile des Programms günstiger fein könnte, so soll eS doch bei demselben, insbesondere der für heute SamStag, Abend 7«/» llhr vorgesehenen Illumination verbleiben; nach den allerseits getroffenen Vorbereitungen verspricht dieselbe eine sehr starke Betheiligung. Für den Festact in SteinS Garten, Sonntag Nachmittag 4 Uhr und den FestcommerS, Abends 7»/, Uhr find die Karten ungeachtet der äußersten AuSnützung des verfügbaren Raumes längst vergriffen- der Festausschuß ersucht unS darum, auch hier wiederholt darauf hinzuweisrn, daß der Zutritt zu beiden Veranstaltungen nur gegen Vorzeigung der auSgegrbenen Eintrittskarten erfolgt, und daß Besucher ohne Karte ausnahmslos zurückgewiesen werden müssen. Da» Programm für den Feftact enthält neben der Ansprache des Herrn Professor vr. Löstliu und Vorträgen der Regt- mentScapelle, insbesondere auch noch die beiden Mäonerchöre: Die Ehre GotteS aus der Natur von Beethoven und Friedrich Rothbart von PodbertSkh. Bei« FestcommerS werden die Gesangvereine »eben einer Wiederholung des Letzteren ins-

hier gelandet.

Leipzig. 17. Januar. Se. Majestät der Kaiser hat dem Reichsgericht seine Büste in Bronce gewidmet. Dieselbe ist gestern hier eingetroffen und wird am 18 dS. im Haup fitzungSsaale in Gegenwart der Mitglieder des Reichsgerichts und der Reichsanwaltschaft enthüllt werden.

Reastrelitz. 17 Januar. Der Großherzog erließ allen Personen, welche bi» zum 18. Januar 1896 einschließlich zu Freiheitsstrafen bis zu 6 Wochen oder zu Geldstrafen bis 150 Mk verurtheilt find, diese Strafen.

Gera (Reuß), 17. Januar. Der Fürst amnestirte die Personen, welche zu Freiheitsstrafen bis zu 6 Wochen bezw. Geldstrafen bis 150 Mk. verurtheilt find.

Budapest, 17. Januar. Der Verein der hiesigen Reichs­deutschen veranstaltet morgen Abend eine Gedenkseier anläßlich der 25jährigen Wiederkehr der Wiederaufrichtung

Volkslieder von Kremser zum Vortrag bringen. Für die zum EommerS vorgesehenen Ansprachen find die Redner bt- stimmt - dem vernehmen nach werden außer dem Vor­sitzenden n. A. die Herren Provinzialdtrector Freiherr von Gagern, Stadtverordneter Kirch und Stadtverord­neter vr. Gutfleisch sprechen. Genaue Prog-amme mit dem Text der Männrrchöre und der gemeinsam zu singenden Lieder find zu 25 Psg. in Stein» Saalbau erhältlich. End­lich ersucht der Festausschuß um allgemeine Benutzung der Kleiderablagen bet Festact und EommerS, um auch dadurch in den Sälen selbst an Raum zu gewinnen.

Die Feier der Wiederaufrichtung de» Deutsche» Reiche» wurde heute Mittag 12 Uhr von der Universität festlich begangen. In der prächtig mit Palmen und Blattgewächsen und mit den Bannern der studentischen Eorporatiouen geschmückte« großen Aula versammelten sich die Spitzen unserer Behörde«, die Vertreter der CorpS und Verbindungen, sowie die sonst noch geladenen.Gäste, unter den Letzteren zahlreiche ehemalige Studenten, welcheiu den KriegSjahren 1870/71 an unsererLande»- Universität immatrikulirt waren. Bald nach 12 Uhr erschien der Lehrkörper der Ludoviciana im feierlichen Zuge im Saale. Boran schritt Se. Maguificenz der Rector, angethan mit den Insignien seiner Würde. Nachdem die Versammlung Platz genommen, intooirte der Kronbauer'sche Quartett-Verein: Salamis", Siegesgesang der Griechen von Gernsheim, und leitete so stimmungsvoll die Feier ein. Hierauf betrat Se. Magnificeuz Herr Rector Profeffor vr. B e h a g h e l die Redner­tribüne, um die Festrede zu halten. In großen, markige« Zügen entwickelte der Redner ein historisches Bild, um zu zeigen, wie der ReichSgedanke in unserem Baterlande stet» lebendig, wie da» Sehnen und Trachten des Volkes stet» darauf gerichtet war, in einem geeinten Deutschland eine« machtvollen Kaiser zu haben, wie aber die Umstände in der Vergangenheit gegen die Verwirklichung dieser Idee wäre« und wie schließlich doch sich de» Volke» Sehnen und Trachten so wunderbar erfüllte. Weihevoll klang hierauf:Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre" von Beethoven, wieder vom Kron- bauer'schen Quartett-Verein.

Zn Ehre» der gefallene« Stadente« der hiesige« U«i- verfitat legte heute Vormittag eine Abordnung der gesammte« I Studentenschaft an dem im botanischen Garten errichtete« Denkmale einen prachtvollen, mit blau weißer Schleife ge­zierten Kranz nieder, der die Widmung enthielt:Den für daS Vaterland gefallenen Eommilitonen die Studentenschaft der Ludoviciana. 18. Januar 1896." Stud. phil. 5 r i e b r i * hielt hierbei eine kurze Ansprache, in welcher er betonte, daß die hiesige Studentenschaft den Tag der Wiedererrichtung des deutschen Reiches nicht habe bester feiern können, als daß sie sich an dieser Stätte versammle. Die gefallenen Eommt- litonen hätten ihnen ein Vorbild der Treue und Tapferkeit, daS nimmer verblasten möge, gegeben, das Andenken der Gefallenen solle geehrt werden, so lange eS Ehre gäbe, btt Studentenschaft werde stets auShnrren in der dem Baterlande gelobten Treue. DaS Denkmal war auS Anlaß dieser I schlichten Feier auf Anordnung der Großh. Gartendirectio« mit Tannen- und Blumengewinden geschmückt.

Schulfeier. Die vorgeschriebrne Schulfeier, »eiche heute, am Tage der 25jährigen Wiederkehr der Aufrichtung deS deutschen Reiches, in der Stadtknabenschule hterielbst stattfand, verlief ganz nach Programm. Ohne auf die Detail« derselben näher einzugehen, wollen wir doch nicht unter- lasten, den Mitwirkenden unseren tiefgefühlten Dank fit diese Darbietung abzustatten, insbesondere aber der Knabe« rühmend zu gedenken, die durch ihre prächtige Leistung (Bor- führung eines patriotischen Festspieles) alle Herzen gewonnen.

Auö Anlaß der Zudelfeier de» Deutsche« Reiche» ist die Stadt reich beflaggt.

3«IUi«m. Herr Musikdirektor Krautze dürfte ge- witz in Gießen der Einzige fein, welcher vor 25 Jahre« activ mitwirkte bei der Kaiserproclamation zu Versailles. Als junger Hoboist diente er damals bei dem westpreußischen KönigS-Grenadier Regiment, durch welche» mit klingendem Spiel die Fahnen zu dem historischen Acte nach dem Spiegel- saale de» Versailler Schlöffe» verbracht wurden.

Gedenkdlatt. Die Verlagsbuchhandlung Emil Roth in Gießen hat in patriotischer Weise für die Jubiläumsfeier der Wiederaufrichtung des Deuifchen Reiches am 18. Januar ein fein auSgestatteteS Gedenkblatt Herstellen lasten. Dastelbe illustrirt die Verkündigung der Wiederaufrichtung des Deutschen Reiches im großen Spiegelsaale zu Versailles am 18. Januar 1871. In dem wohlgelungenen Bilde treten die historischen Persönlichkeiten Kaiser Wilhelm I. und fein fürstUcheS Gefolge, sodann Fürst BiSmarck, die Kaiserprocla- mation verlesend, in markanter Weife hervor und belebe« den Eindruck deS denkwürdigen geschichtlichen Momentes, der in ausführlichem, schwungvollem Text nach F. Schmitt erläutere ist. DaS Blatt gelangte am Festtage in einer großen Anzahl Schulen im Großherzogihum und ebenso in den Garnissnen Darmstadt und Gießen an die Mannschaften (im Ganzen 30 000 Exemplare) zur GratiSvertheilung. Wir nehmen van I dieser die genannte Firma ehrenden Handlung gerne Notiz.

- Sountagtseier i« btn Recht»anmaltd«rea«». Der hessische Auwälteverein hat beschlosten, vom 1. Februar ab an Sonn- und Feiertagen die GeschäftSstuben sämmtlicher Anwälte geschlosten zu halten, beziehungSwei-e keine Eliente« zu empfangen. Während in Gießen und theilweise auch t« Darmstadt seither schon die AnwältedureauS an Soeu,- und Feienagen geschloffen blieben, hatten die Mainzer Anwälte an diesen Tagen bisher den «eisten Besuch ihrer Eliente«.

Die diesjährige Frankfurter Regatta findet Sonntag den 28. und Montag den 29. Juni-statt.

Die Frage «ege« Erricht««» io« tzeerdbucher«, mit welcher fich schon die Ausschußsitzung de«-landwirthfchaftlicheu Provinzialvereio» von Oberheffen beschäfttgt«, wird am i 23. d». MtS. auch vom landwirthschastlicheu BezirkSverei«

: Schatten erörtert werden. Die Ergebuiffe der Besprech'

, ungen in den BezirkSverewen werden dann einer »eitere« i I AuSschutzsitzung des ProvinzialvereiuS vorgelegt «erde«.

der deutschen »arteMoeve", auf der Fahrt nach Harburg begriffen, gestern in der Nordsee zusammengestoßen. Die Barke sank, die ganze Besatzung deS Dampfers wurde

des Deutschen Reiche-.

Drpelch« bei vurea« .Herold*

Berlin, 17. Januar. Zu der morgigen Feier trafen die mit Eichenlaub geschmückten zehn Fahnen und acht Standarten derLeibregimenter hier ein. Bei dem

HerauSbringen auS dem Fürstenzimmer de» Potsdamer Bahn- hoses lntonirte die Musik den Präsentirmarsch. Bei dem Einzug durch daS Brandenburger Thor und baß Fürftenportal spielte die Musik den Pariser StnzugSmarsch- die Thorwache prSsentirte unter Trommelschlag. Auf der Rampe deS Palais Kaiser Wilhelm» I. empfing der Stadtkommandant tu großer Uniform nebst Adjutanten die Feldzeichen, woraus dieselben in daS alte Fahnenzimmer gebracht wurden.

Berlin, 17. Januar. (Ausführlicher.) Dervorwärts" veröffentlicht einen kaiserlichen Gnadenerlaß an Militärpersonen, der am 18. Januar imArmee Berord- nunaSblatt" erscheint. Darnach werden gnädig erlasten die ,------- K

MJ juw 18. Januar verhängt«», jedach noch nicht vvllstr-ckttn btfonbt« nach »eutiche BvlUlt-d-r und die al-ni-derländilch-»

..Oldnung, weil et während bet Rebe des LandwirthschastSministers Zwischenrufe geihan hat, welche gegen die Ordnung des Hanfes v.rstoßem^^ o Hammerstein- Meine Worte vorhin sind so verstanden worden, als ob ich die ganze conservative Partei einer gemeingefährlichen Agitation beschuldigen wolle; ich habe nur die Agitation für diesen Antrag verurtheilt. m . a

Abg. Freiherr von Manteuffel (conf.): Die Rede deS Ministers hat unS a >i das Schmerzlichste berührt. Auch nach der Sinfchränkung seiner Worte bleibt der Borwurf bestehen, datz er die conservative Partei, die den Antrag untertrieben hat und oertritt, als sogenannte Conservative bezeichnet und ihnen wahren Oon- servatismuS abspricht. (Lebhafte Zustimmung rechts.)

Minister v. Hammer stein wiede« hott, er habe nicht die con- servatioe Partei, sondern nur die Agitation treffen wollen.

Abg. v. Rarborff (Rp.): Wenn die Regtermig will, so kann sie den Antrag wohl durchführen. Bauern, Gutsbesitzer und Pach er sind in einzelnen Gegenden fämmtlich verschuldet, die Bauerngüter ganzer Dörfer sind fubhastirt roorben; das sinb doch nicht vereinzelte Vorfälle. Die Heinen Handwerker sinb au» guten Gründen Freunde und Anhänger des Bundes bet Landwirthe, fie wissen, daß es ihnm zu Gute kommt, wenn der Bauer Geld hat. Wir haben ein so leb­haftes Interesse für die Buren in Transvaal gezeigt zeigen wir nun auch einmal Interesse für unsere Bauern. (Beifall rechts.)

Abg. Richter (frs. VolkSp.) bekämpft den Antrag als gemein­gefährlich. Kleine Handwerker stimmen dem Antrag nur zu, weil fie sonst die ländliche Kundschaft verlieren. Man sagt: Hat der Bauer Geld, hats die ganze Welt! Das ist falsch. Je billiger man die ländlichen Produkte kauft, desto mehr Geld kann man für andere Sachen, namentlich für Jndustrie-Producte, ausaeben, und das Blühen der Industrie kommt bann inbirect bet Lanbwirthschaft auch öieber zu Gute.

Die Debatte wird gefchlossen.

Abg. Liebermann von Sonnenburg oertritt den Antrag im Äan^ wirb nach bem Verlauf ber Debatte mit

219 gegen 79 Stimmen abgelehnt.

DiSciplinarstrafen- ferner Freiheitsstrafen bi« zu sechs Wochen oder Geldstrafen bis zu 150 Mk. oder beide Strafen vereinigt, sowie die rückständigen Kosten. AuSgeschloffen find: Strafen wegen Beleidigung, vorschriftswidriger Behandlung oder Mißhandlung Untergebener, Freihettsstrafen, neben 1 denen zugleich eine militärische Ehrenstrafe erkannt wurde, schließlich Geldstrafen gegen Fahnenflüchtige.

Berlin, 17. Januar.. Wie diePoft" hört, wird wegen deS heute vomvorwärts" veröffentlichten kaiserlichen Er- lasst» die allerstrengfte Untersuchung eingeleitet werden, die für die Betheiligten sehr unangenehme Folgen haben dürfte, da man an maßgebender Stelle gewiß nichts versäumen wird, um den Schuldigen ausfindig zu machen. Die Untersuchung dürfte fich besonder» auch aus die Angestellten der Druckerei erstrecken, in welcher der Erlaß gesetzt worden ist. AuS dem einleitenden Satze des ErlaffeS, schreibt diePost" weiter, geht hervor, daß der Kaiser noch weitere Gnadenbeweise am I 18. Januar in Kraft treten zu laffen beabsichtigt. Wir be- merken in dieser Beziehung, daß in einigen Zeitungen bereit» seit einigen Tagen Notizen Über einen bevorstehenden Amnestie- Erlaß veröffentlicht worden sind. Durch diesen Erlaß sollen angeblich die Strafen wegen gewiffer politischer vergehen und wegen MajeftätSbeleidigung erlaffen werden.

Berlin, 17. Januar. Anläßlich der 25 jährigen Gedenk- j feier der Wiedererrichtung des Deutschen Reiches! haben heute die osficiellen Feierlichkeiten begonnen, und zwar mit dem Gottesdienst der Ritter deS Schwarzen Adlerorden«, welcher in der Kaiser-Wilhelrn-Gedächtnißkirche Vormittag» 9®/, Uhr abgehalten wurde. Demselben wohnten bei daS Kaiserpaar, die Kaiserin Friedrich, die Ritter deS Schwarzen Adlerorden», die Spitzen der Behörden und die gesammte

Deutsches Deich. offizielle Welt. Der Kaiser trug Kürasfieruniform, die

Berlin, 17.Januar. Da« Fernbleiben de« Fürsten Sui,-rin und die K-is-rin Friedrich waren in Schwarz er- Bismarck bei der Feier d-s 18. Januar am Berliner schiene». Bor der Kirche und iu den naheliegenden Straßen, Hose ist vom Kaiser aus da« Lebhasteste bedauert worden, durch die di- Auffahrt ersvlgt-, hatte stch -in- zahlrcch wie au« Berlin gemeldet wird. Der Monarch soll stch dahin Menge angesammelt, welche daS Kail-rpaar l-bhaft b grüßt-^ ausgesprochen haben, wie ungemein leid e- ihm thue, den - Nach dem G°tt-«dt-nst hi-ltd-r KSnig m K°p"-lsaatt groffen Staatsmann, den weisen Berather de« ersten deutschen de« königlichen Schlosse, -in Kapitel de, hohen Orden« vom Kaisers in politisch überaus bewegten Zeiten, an diesem Schwarzen Adler ab. Diesem ging im Rittersaal- die In- grosten Tage nicht neben sich zu sehen. Vom Grostherzog vestitur der chansrüh-r -rnann'-nRitt-r, d--G°r°lS von Baden war der Altreichskanzler in einem sehr herzlich Grasen von Lehndorff, de« Generals, Ches« d-S Militar adgesastren Schreiben gebeten worden, Zeuge der Feier zu cabiuet» von Hahnke und d-s General« z. D. v°°«Schlich. sein. Fürst BtSmarck hat indeffen hieraus unter Danke«, ting vorau«, woraus die neu investirten Ritter an diesem Worten süe das ihm erwiesene Wohlwollen erwidert, dast Kapitel theilnab»-n.

ihm sein G-,undh-i.«zuft°°d sowohl di. Reise nach Berlin, B-rNn. 17. Januar. D-rGesamm.vorstan! M Se !« a(» auch bie mit ber Feier bei Hofe oerbunbenen repräfen- tage» erhielt eine Einlabung zu einem Diner beim Reichs tatio-n Anstrengungen nicht gestatte. kanzler arn 21. Januar. « ...

________ ______________ München, 17. Januar. Aus Anlaß beS Reichs- - ' x Jubiläums soll wie für Preußen unb baS Großherzog

ZZeuefte Xlaapriapett» thum Sachsen-Eoburg-Gotha auch für Bayern eine umfaffenbe

Wolff» telegraphische» Lorresponbenz-Bureem. ' Amnestie in Aussicht genommen sein.

Berlin, 17. Januar. Die Königliche Akademie München, 17. Januar. GS verlautet, baß bem Prinz, ber Künste richtete heute Abenb folgenbeS Telegramm Regenten ein Antrag auf Begnadigung der Fuchs- an den Kaiser: Ew. Majestät wagt die vollzählig ver- mühler Bauern zur Unterschrift unterbreitet fei, der

sammelte Akademie ber Künste, nach bem von ihrem Lurator, vollen Erlaß aller Strafen unb Kosten, ausschließlich der

Mi. Mer vr. Boffe, auf Ew. Majestät ausgebrachten de- durch die RevifionS Verhandlung erwachsenen Kosten, gewährt,

pci'ierten Trmkfpruch bei ber Vorfeier des 18. Januar, ihre Bon bem Gnabenacte sollen jedoch die zwei Meiftbelasteteu

eliriurchtSvolle Huldigung in unverbrüchlicher treuer Dank ausgeschloffen sein.

barleit für die Erhaltung be» Friedens unb alle hochherzige Karlsruhe. 17. Januar. Bei J echlingen "tranken Förocrung ber Kunst barzubringen. Der Präfident Enbe. im Rhein fünf Arbeiter, welche fich zur Arbeit begeben «31«, 17. Januar. Amtliche» Wahlergebniß. wollten.

Bel ber am 13. d. M. im RetchStagSwahlkreise Köln Stadt I Ra«, 17. 3^- »t6 ^t*.Iargc ^he»

stattgehabten Ersatzwahl erhielten von 21795 abgegebenen Nachrichten auS Afrika vor. EriSpi Meldung des

Stimmen der Rechtvanwait SLrtmborn in Köln (Zentrum)Triester Piccolo" von einem großen Siege ber Italiener 11 389, der Redacteur Adolf Hofrichter in Köln (Social- bei Makalle de men tiren.

demokrat) 6797 unb der Rechtsanwalt Hermann Lehendecker Pari», 17. Januar, g.loquet verlor gestern Abend in Köln (Nationalliberal) 3485 Stimmen. Trimborn ist I daS Bewußtsein- sein Zustand ist hoffnungslos.

mithin aewäblt. Madrid, 17. Januar. Die Nachrichten aus Euba

Bremerhaven, 17. Januar. Der englische Dampfer lauten sehr ungünstig. Die gesammte Preffe hält die Lage

Drummelzier", von New-OrleanS kommend, ist mit für äußerst kritisch.

*« «Hf h#r stnhrt nadi Aarbura I London, 17. Januar. Die Nachricht, daß der König ber Aschantis fich ergeben hat, wirb bestätigt.

London, 17. Januar. Zwischen London und Lissabon sollen berBirmingham Post" zufolge Verhandlungen über ein neue« Ueberetnfommen, betreffend den beiderseitigen

Afrika-Besitz, schweben.___________________________

Cocate* protHmicltef,,

Sieben. 18. Januar 1896.