Ausgabe 
18.12.1896 Zweites Blatt
 
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befchcerung für die Kinder unserer Anstalt ftatlfinden.

Wir haben für 220 Kinder den Christbaum zu schmücken den Tisch mit Gaben zu decken.

Um dies zu können, wenden wir uns wieder an die Liebe und

Bericht über die Thätigkeit de» Hülfsvereins. Rechnungsablage.

Beschlußfassung über Anträge von Seite» des Vorstandes oder einzelner Vereinsmitglieder.

Vorstandswahl.

Kleinkinder-Bewah ra nftalt.

Am nächsten Sonntag den 20. December soll, wie seither angekündigt wurde, die Chriftbescheernng unserer Anstalt gehalten werden.

Nachmittags 4 Uhr findet zunächst in der Stadtkirche bei brennendem Christbaum eine kirchliche Feier statt, die zugleich als Gemeinde­gottesdienst gehalten wird. Rach Schluß desselben werden in der Klein- kinderschule, auch im Lichte des Christbaums, den Kindern ihre Gaben bescheert werden.

Zu der kirchlichen Feier in der Stadtkirche laden wir die ganze Ge­meinde freundlichst ein. Zu der Bescheerung in der Anstalt selbst können wir, außer den Angehörigen der Kinder, wegen des beschränkten Raumes leider Niemanden einladen.

Alle, die uns für die Chriftbescheerung unser Anstalt noch Gaben zugedacht haben, bitten wir, dieselben bis Ende dieser Woche an eine der Vorstandsdamen gelangen zu lasten.

Gießen, am 15. December 1896.

Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt.

Dr. Naumann

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Gießen, den 11. December 1896.

Der Vorstand des Zweig-HülfsvereinS Gießen.

Jöckel.

Christbescheeruug

der Kleinkinder-Bewahranstalt.

Am Sonntag de« 20. December d. I. soll die Christ»

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sonders aber auch an Geld, das uns die gleichmäßigste Bescheerung für unsere Kleinen ermöglicht, zuwenden zn wollen.

Eine Liste zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herumgegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nachbenannten Vorstandsdamen gelangen zu taffen: Frl. Amalie Bansa, Nordanlage 41, Frau Dr. Brüel, Löberstraße 11, Frau Amtsgericht-' rath Gebhardt, Bergstraße 3, Frau Rechnungsrach Kalbfleisch, Frl. EmUie Langermann, Südanlage 21, Frau Pfarrer Naumann, Südanlage 8, Frau Louise Ottens, Bismarckstraße 11, Frau Auguste Schwan, Seltersweg 64, Frl. Louise Wortmann, Asterweg 16. Auch die Schwestern unserer Anstalt sind bereit, Gaben in Empfang zu nehmen.

Gießen, den 14. November 1896.

Der Borstand der Kleinkinder-Bewahranstalt.

Dr. Naumann, Pfarrer.

ergebens! eingeladen.

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Verein Jugendfreund.

Wie in früheren Jahren so gestatten wir uns auch diesmal wieder die Bitte an die bekannte Mildthätigkeit der Einwohner Gießens, dieselbe wolle uns auch dieses Jahr wieder darin unterstützen, einer Anzahl Kinder »»bemittelter hiesiger Familien eine WeihnachtSfreode zu bereiten.

Cigarrenabschnitte, Staniolkapseln und Geldbeiträge werden gerne in Empfang genommen von unseren Vorstandsmitgliedern: Buchbinder meister Bourgeois, Rechner Doerin g , Schloffermeister Dörr, Mon­teur Friedrich, Friseur Gerhardt, Bibltothekscustos Heuser, Bild­hauer Kalbfleisch, Verwalter Keller, Quästor Orbig, Verwalter Schneider.__________________________________________

Christbrscheeruvg für brave, bedürftige Kinder.

Unterzeichneter hat auch in diesem Jahre wieder eine Christ, bescheerung (48.) für bedürftige Kinder veranstaltet, und mit großer Freude bekennt er hiermit öffentlich, daß e» in seinem lieben Gießen noch recht viele edle Menschen giebt, die ein warmes, fühlendes Herz für die Rothleidenden im Busen tragen, die daher gerne bereit find, ihre milde Hand aufzuthun, wenn es gilt, Dürftige zu unterstützen. Die Gaben find nämlich gerade in diesem Jahre in so reichem Maße gespendet worden, daß ich in die angenehme Lage versetzt wurde, 323 Kindern eine recht schöne Weihnachtsfreude bereiten zu können und ich spreche hiermit allen edlen Geberinnen und Gebern für die überaus reichlichen Zuwend­ungen meinen herzlichsten Dank aus. Es wäre mir jedoch nicht möglich gewesen, eine so große Anzahl von Kindern zu bedenken, wenn ich nicht auch dabet die Zinsen aus meiner Stiftung, und aus der der verstorbenen Elifabethe Schmidt, zusammen 132 Mk. betragend, hätte verwenden können. Daher spreche ich den edlen Bürgern, die meine Stiftung bewirkt haben, und der hochverehrlichen Stadtverordneten^ Versammlung, die die Güte hatte, mir die Schmidt'sche Stiftung zur Anschaffung von Schuhen z» überweisen, abermals meinen wärmsten Dank aus.

Ganz besonders danke ich Herrn Dr. Winthsr in Worms, der, aus Anhänglichkeit an feine Vaterstadt Gießen, mir auch in diesem Jahre wieder 30 Mark zu meiner Bescheerung überwiesen hat.

Zur Bescheerung, mit der auch zugleich eine Christfeier verbunden ist, und die in der Turnhalle der Stadtmädcheufchule (West- anlage) am kommenden Sonntag, den 20. December, Nachmittags präcis 4 Uhr, stattfinden wird, lade ich hiermit freundlichst ein. Die Gaben für die Kinder können jedoch schon von Vormittags 10 Uhr an ht Augenschein genommen werden, und ich bin mit Vergnügen bereit, über deren Vertheilung nähere Auskunft zu geben.

Gießen, den 15. December 1896.

H Eurschman«, Lehrer i. P.