Ausgabe 
18.4.1896 Erstes Blatt
 
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Heichelheim, Helfrich, Heyliqrnstaedt, Homberger, Jughardt, Keller, Kirch, LooS, Löber, Oring, Petri, Dr. Ploch, Schiele, Schmall, Vogt und Wallenfels.

Bor Eintritt tu die Tagesordnung brachte Herr Ober­bürgermeister Gnaurh eiu Dankschreiben der städtischen Beamten zur Keuntniß der Versammlung, worin die Be­amten ihren Dank abstatten für die ihnen durch Aenderung des § 7 der Gehaltsordnung gewordene Aufbesserung.

Zur Anbringung eines bisher am Brück scheu Hause (Ecke Kreuzplatz und Kaplan-gaffe) angebrachten Briefkastens am Uhrmacher Zimmer'schen Hause (MäuSburg und Kreuz« platz) wird Genehmigung ertheilt.

Dem Gesuche deS Herrn C. StiaSnh (Afterweg) um Belassung eines Firmenschildes wird widerruflich statt- gegeben.

Die folgenden drei Gesuche, bezüglich deren Dispen­sation von den Bestimmungen deS § 5 deS OrtSbaustatutS (Bebauung von außerhalb deS Bebauungsplanes belegenem Gelände) nöthig, werden ausnahmsweise, der letztb zeichnete widerruflich und ausnahmsweise, befürwortet: 1) Gesuch deS Herrn Gg. Bichler um Erlaubuiß zur Erbauung einer Waschküche, 2) deSgl. deS Herrn Jacob Helfenbein um Erlaubniß zum Anbau an eine Eishalle, und 3) deSgl. deS Herrn Heinrich Rinn um Errichtung eines Arbeiter- Häuschens im Neustädter Feld. Das Gesuch des Herrn Gg. Troß um Erlaubniß zur Errichtung eines Häuschens am Krofdorfer Weg wird beanstandet, weil daS Häuschen sich als Wohngebäude qualificirt.

Betreffs des Baugesuchs der I. G. Weber Söhne für die Neuenbäue theilt der Borfitzende mit, daß die früheren Anstände wegen zu geringen Hofraumes beseitigt, diejenigen wegen zu großer Gebäudehöhe noch von der Baupolizei behandelt werden würden. Für die heutige Sitzung der Stadtverordneten fei die Frage wegen beabsichtigter Anbringung von vier Balkoneo, welche gegen § 2 der Bau­polizeiordnung verstoßen, erledigen. Die Versammlung beschloß, die Dispensation von den Vorschriften deS ange­zogenen Paragraphen zu befürworten.

Bleicher W. Schmall hat um die Erlaubniß zur Aufstellung von fünf AuSwaschstegen nebst den erforderlichen Treppen im neuen Wiesecklaufe nachgesucht. Nach Anhörung deS Gutachtens des StadtbauamtS hat die Baudeputation beantragt, dem Gesuchsteller die Anlage von drei AuSwasch­stegen widerruflich unter folgenden Bedingungen zu gestatten: a) Errichtung einer Anerkennungsgebühr von 1 Mk. pro Jahr und Steg- b) Ausführung der Anlage nach Angabe des Stadtbauamtes- c) Haftung des Gesuchstellers für Schaden au Böschung und Sohle der Wieseck. Von Leistung der be­antragten Baarcaution von 1000 Mk. soll abgesehen werden, wenn Gesuchsteller gewöhnliche Sicherheit durch Bürgschaft biete,'.

Dem Gesuch des Gabelsberge rächen Steno- graphen-BereinS um Ueberlassung deS alten Rathhaus- saaleS zur Ertheilung von Unterricht an wöchentlich zwei Abenden wird stattgegeben unter der Bedingung, daß Gesuch­steller die üblichen Gebühren für Heizung, Beleuchtung und Reinigung deS LocalS entrichtet.

Die im Vorjahre gelegentlich des landwirthschaftlichen Festes verwendeten Fahnen werden unter Verzicht auf deren früher beabsichtigten Verkauf an daS Turnfest auf die Stadt übernommen und 82 Mk. 62 Pfg. Miethe für die­selben zu Lasten des Turnfestes in Einnahme gestellt.

Der Borstand des R ettungShauses zu Dillen­burg hat um eine Zuwendung für die Anstalt, welche sich mit der Erziehung aus der Schule entlaffener ZwangSzög- linge aus dem Großherzogthum Heffen und der Provinz Hessen-Nassau befaßt, nachgesucht. Es wird auf Antrag der Armendeputation, und in Ansehung deS Interesses, welches die Stadt an dem Bestehen einer solchen Anstalt in ihrer Nähe hat, beschlossen, gen. Anstalt einen einmaligen Beitrag von 100 Mk. und einen laufenden von jährlich 10 Mk. zu bewilligen.

Der Neubau der Schuldienerwohnung au der Stadtmädchenschule soll in der Weise auSgeführt werden, wie derjenige an der höheren und erweiterten Mädchenschule- die Versammlung genehmigte den aus 6500 Mk. lautenden Voranschlag.

Die Baugenossenschaft deS evangel. Arbeiter­vereins beabsichtigt, an der Ostfeite der Landmannstraße vier ZwilllngShäuser zr errichten. Die beabsichtigte weit­gehendste Anwendung von Holzconstruction macht die Dis­pensation von § 18 deS OrtSbaustatutS nothwendig - die Versammlung sprach sich für Befürwortung derselben auS. Bezüglich einiger bereit- an der Westseite gen. Straße errichteten Wohnhäuser der Genossenschaft ist insofern gegen § 45 der Allgemeinen Bauordnung verstoßen worden, al- dieselben in weniger als drei Meter Abstand von dem Nachbar­grundstück errichtet find und der Brandmauer entbehren. Wie ans dem Referat deS Herrn Oberbürgermeisters hervorgeht, find diese Bauten polizeilich unter der Auffassung genehmigt worden, daß der Art 45 nicht Anwendung zu finden habe bei mehreren, einem Eigenthümer gehörenden Bauten- diese Auffassung sei aber nicht die richtige, den der Paragraph fordere überall Brandmauern. Da solche nachträglich ohne weitgehenden baulichen Eingriff nicht mehr errichtet werden können, bleibt dem Eigenthümer nur der Ausweg der Dis­pensation von den Bestimmungen deS Art. 45 offen. Die Versammlung beschloß Befürwortung der nachträglichen Dispensation.

Durch Beschluß vom 13. Februar d. I. wurde dem Kaufmännischen Verein ein an der Nordanlage be- legener Bauplatz zur Errichtung einer kaufmännischen Fort­bildungsschule unter der Bedingung geschenkt, daß der Verein bi- zum 1. April den Nachweis der zum Bauen erforder­lichen Mittel erbringt, und sich dazu versteht, den Betrag von 8000 Mk. an die Stadt abzuführen, falls feiner Zett daS zu errichtende Bauwesen veräußert werden sollte. Laut Schreiben an Großh. Bürgermeisterei vom 30. v. MtS. legt

der Vorstand des Kaufmännischen Verein- dar, daß die Mittel theilS durch Eapitalaufnahmea (Belastung de- Bau­wesen- mit 50% der Taxation), durch Zeichnungen ä fond perdu, sowie auf Antheilscheine al- uachgewiefen zu be­trachten feien. Der Verein richtet ferner an die Stadt da» Ersuchen, daß fie mir der oben bezeichneten Forderung von 8000 Mk. zurücktreten möge hinter ein an erster Stelle auf- zunehmende- Capital bi- zu 60% de- Toxation-werthe-. DaS Gesuch wird nach längerer Berathung (über deren Einzelheiten wir vorläufig nicht berichten wollen. Red.) an die juristische und Finanzcommisfion verwiesen.

Bezüglich der WirthschastSconcesfionSgesuche der Herren Balth. Melior (Marburgerstraße 29), Ernst Prager (Bahnhofstraße 48) und JustuS Pitzer (Asterweg,Zwölf Apostel") beschloß die Versammlung Bejahung der Bedürf« nißfrage.

einer Verseuchung die Katzen vom Vieh bezw. v,a fa» Ställen fernzuhalten.

Die neuen AeichSbauk-Note, zu 1000d iqq Hy welche demnächst zur Ausgabe gelangen, find vom 10. Spnl itzgz datirt und haben folgende Unterschrift: ReichSbauk Dirrcioriu» Koch, Gallenkamp, Frommer, v. Gla'euapp, v. Sliginc Schmiedicke, Korn, Gotzmann. Die Noten zu 100 JR» gleichen völlig den schon in der Bekanntmachung Bo* 9. Januar beschriebenen, die Noten zu 1000 Mk. meifti noch folgende Unterscheidungsmerkmale vou den zuletzt Qul, gegehenen auf: 1. daS Suillochmuster erstreckt sich iu vSll'z gleichmäßiger Weise über die ganze Schausette, sodaß ellipsenförmige Unterbrechung, in welcher bisher die Uuter- schriften standen, wegiällt- 2. der Unterdrück-Adler zeiei eine neue heraldisch richtigere Gestalt- 3. der bräanlicht Farbenton lst eiu dunklerer.

Cocalts und prwhtjkllef,

Sieße», 17. April 1896.

** Haltestelle Rödgen. Der Bericht de» Ausschusses der Zweiten Kammer über die Vorlage Großh. Ministerium- der Finanzen, betr. dieErrichtung eine- Haltepunktes bei Rödgen an der Oberhesfifcheu Eis-n bahn beantragt, die Kammer wolle zur Verwendung eine», auS den Betriebs Einnahmen der Oberhesfifchen Eisenbahnen in der Ftnanzpertode 1894 bi- 1897 zu entnehmenden Be­trages von 14 500 Mk. für Errichtung eines Haltepunkte- beim Dorfe Rödgen ihre Zustimmung ertheilen.

** Operetten. Ensemble. Unter größtem Beifall des leider sehr spärlich vertretenen Publikum- kam gestern Don Cesar" von Dillinger zur Aufführung und heute wird derMikado" folgen. Hoffen wir, daß heute den braven Künstlern und ihrer rührigen Direction auch mal klingender und nicht bloS klatschender Lohn werde. Die Hauptrollen waren bet der gestrigen Aufführung wieder in den besten Händen. Herr Siebert alsDon Cefar" war hi Gesang und Spiel ganz famo-, sein Tenor ist, zumal in der Höhe, kräftig und auSgiebig. Auch die beiden Dameu Fräulein Durand und Heßberger sind stimmlich schönsten- ausgerüstet und sangen und spielten mit Verve. Ihnen schlossen sich die Vertreter der anderen Rollen bestens an, Herr Horwitz als König, Frl. Ströh l und Herr Director Bömly, ein komische-, würdige- Paar. Alle Uebrigen, wenn wir sie auch nicht spectell aufführen, thaten ganz ihre Pflicht. Hervorragend schöne und neue Costüme erfreuten da- Auge, ein sehr geringes Vergnügen machen freilich die altersschwachen Decorationen, doch richtet sich diese- Monitum nicht an die Direction oder Regie, sondern an eine andere Adreffe.

* Theater. Wie wir auS sicherer Quelle erfahren, haben die Herren Oberregtsscur Helm vom Hoftheater Gera und Richard Kruse vom DolkStheater München die Con- cesfiou für die nächste Herbst- und Winter-Spielsaison erhalten und Contract für da» Theaterlocal im Gießener Festsaal abgeschloffen.

vasaltwerke vorm. A. Grass & Co. Am 15. d. M. wurde die bisherige Commanditgesellschast A. Graff & Co. nach einer unS gewordenen Minheilung in eine Actien- Gesellschaft unter der Firma: Basaltwerke vorm. A. Grafs & Co. mit dem Sitz in Gießen umgewandelt. DaS Grundcapital beträgt 360,000 Mk. Den Vorstand bilden die bisherigen Geschäftstheilhaber und Leiter, Bau­meister A. Graff und Ingenieur O. Graff. Wie wir weiter vernommen haben, wird beabsichtigt, die bisher betriebenen Bafaltlavawerke bei Londorf und Keffelbach zu vergrößern, und an die neue Nebenbahn Londors-Grünberg, die ja nun bald eröffnet wird, durch Bahngeleise anzuschlteßen. Wir wünschen diesem Unternehmen, da- dazu berufen erscheint, unser heimisches Gestein weithin auf den Markt zu bringen, den besten Erfolg.

** Siu Mann, der sich vor einiger Zett eine- Ver­brechens gegen die Sittlichkeit schuldig machte und flüchtig ging, wurde heute Morgen verhaftet.

* Das Werfen nach einem Hund wird einem Manne von hier theuer zu stehen kommen. Derselbe wars vor nicht langer Zeit nach einem Hund, traf aber eine Frau an- Bein, und verletzte sie derart, daß fie ärztliche Hülfe in An­spruch nehmen mußte. Er wird nicht allein die Kosten zu tragen, sondern sich auch wegen fahrlässiger Körperverletzung zu verantworten haben.

** Die Schornsteinfeger Zuuung für da- Großherzogthum Hessen hält nächsten Montag im RestaurantStift" zu Frank­furt a. M. eine Versammlung ab. Damit wird eine Lehr- ltngSprüfung verbunden, der sich 5 Lehrlinge unter­ziehen werden.

* Schilderhäuser für vahnsteigschassuer gelangen jetzt auf allen Bahnhöfen, die keine Bedachung haben, zur Aufstellung. Diese aus Wellblech gefertigten Häuser sollen den Bahnsteigschaffnern Schutz gegen die Unbilden der Witterung gewähren.

** Zur Viehseuche. In der gegenwärtigen Zeit, wo die Maul- und Klauenseuche iu zahlreichen Gebieten Deutschland- besonder- stark grasfirt, dürste eine amtliche Bekanntmachung de- königlichen Landrath-amt- von Emden von allgemeinem Interesse sein, umsomehr, al- fie aus eine Verschleppungsgefahr aufmerksam macht, die seither von den Vtehbefitzern nicht beachtet worden ist. Nach rhterärztlichen Feststellungen soll nämlich in dem Dorfe Osterhusen, Kreis Emden, die Seuche nach bislang v rschont gebliebenen Gehöften durch Katzen verschleppt worden sein.Bei der überaus leichten Ueberlragbarkeit der Seuche", so heißt eS in der amtlichen Bekantmachung,ist die Gefahr der Verschleppung um so größer, al- die Maulsruche aus Katzen über­tragbar ist, wie solche- in Oesterreich bei verschiedenen Katzen sestgestellt worden ist." Daß auch Katzen von der Seuche heimgesucht werden können, dürfte für viele Vieh-, befitzer neu sein- selbige werden dteserhalb gut thuu, im Falle I

Friedberg. 15. April. Der Bauveretudigein Herd ist Goldes werth" genehmigte in seiner vorigen Sam-tag abgehaittnen Sitzung den Ankuf tu beiden Gärten von Preußer und Stamm- es soll nmu$r möglichst bald mit dem Bauen der kleinen Wohnhipsy bi gönnen werden.

Melbach. 14. April. Hier wurde vor einigen Laß» ,r daS Gebäude der Postagentur eingedrocheu und der kästen gestohlen. Die Beute der Diebe betrug blo» ttm|t 20 Mk., offenbar war e» aber aus eine größere 6taut abgesehen, von der dieselben Keuntniß bekommen hatte».

XY. Darmstadt. 16. April. Wie schon geatUet. scheidet mit Ablauf der Saison (um Mitte Mai) Har Hofschauspieler Hugo Edward von unserer Hofdühne nach 25jähriger sehr erfolgreicher Thäligkeit. Theaterpubliku« maßgebende DereinSpersönlichketten und die Presse Gaben eia- mlithig zum 14. April Edward- Verdienste gewürdigt, da vom Lande-Herrn mit dem Ritterkreuz erster Klasse bei Verdienstorden- Philipp- des Großmüthigen ausgezeichnet wurde, welche höchst ehrende Auszeichnung auch ein glänzendn Beweis für da- schon Gesagte über Edwards Leben uni Wirken ist.

F. Darmstadt. 16. April. Vom Hofe. Der Wilhelminen platz war gestern Nachmittag der Sammelpunkt einer nach Hunderten zählenden Menschenmenge und aus den Gesichter, drückte fich die fpauuendste Erwartung auS. Die Capete deS Leibgarde Dragoner-Regiments Nr. 23 concertirte bertjj Ehren deS schon in der Frühe des Tages von London ae Hofe hier angekommenen Herzog- und der Herz,gl, von Uork, König!. Hoheiten. PräciS 3 Uhr unternähme, der Großherzog und die Groß Herzogin mir de» hohen Besuche eine Spazierfahrt nach Schloß Wolf-garte, in vier Wagen, in welchen man außer dem Großherzog» paare Prinzessin Heinrich von Preußen mit dem kleine, Prinzen Waldemar, den Herzog und die Herzogin von Hock, die Hofdamen und Adjutanten der Hohen und Allerhöchste, Herrschaften bemerkte. Ihre König!. Hoheit die Frau Erz­herzogin hatte persönlich da- mit zwei Rossen belpaane GefährtLandauer" geleitet, der Herzog von Kork befanl fich im Wagen der Hohen Frau. Nach einem etwa zwei stündigen Aufenthalt zu Wolf-garten kehrten die Herrfcha^e» mit Gefolge nach Darmstadt zurück und wohnten dann am Abend der Vorstellung im Theater bei.

Darmstadt, 16. April. Vor einigen Tagen har tai 1. Großh. Hessische Dragoner»Regiment (Oorbe Dragoner- Regiment) Nr. 23 seine Ruderübungen mit Lein wandbooten, sog. Falt-Booten, auf dem Woog begonnen, und zwar finden die Hebungen dermalen an allen Kocher»- tagen von 3 btS 5 Uhr Nachmittag» statt. De« Reximer.' werden hierdurch schon zu Beginn der diesjährigen Schwim»- und Uebersetz Hebungen eine genügende Anzahl im Raden ausgebildeter Leute zur Verfügung stehen. Mit Beginn ta Badesaison (15. Mat d. I.) werden die Ruderübungen ar die Zett von 12% bis 3% Uhr Nachmittag» beschränkt werden. Darmst. Ztg

Au» dem Odeuwalde. 15. April. Im Tunnel zwilchen Zeilhard und.Reinheim wurde vorgestern Morgen die in Papier verpackte Leiche eineß neugebornen Kinde» gc funden, welche offenbar auS dem Frühzuge geworfen wurde. Die StaatSanwaüschaft leitete sofort die Untersuchung ttf KtndeSmordeS ein. Die kleine Leiche wurde gestern in Reio heim beerdigt. Der Verdacht der Thäterfchaft konnte sich bis jetzt auf keine bestimmte Person lenken- e» corsirm vielmehr darüber nur wunderliche Gerüchte. Die Birin» gründe mancher bewässerten Thäler de» nordwestlichen Ode»- walde» entwickelten bereit» eine solche U-ppigkett, baß he erste Schur schon in den letzten Tagen abgeerntet roertn konnte. N. Hess, volksbl.

Aos Rhetohesseu, 15. April. In Berücksichtigung de» Unfuges, der mit der Benutzung ärztlicher Atteste i» Reclamezwecken getrieben wird, hat der Verein rhemhessischrr Aerzte nachstehenden Beschluß gefaßt:Atteste ober aner­kennende Schreiben über Arznei-, Genuß-, Rahrnng»-, M- metische und andere ähnliche Mittel dürfen von Mitglieder, de- Verein- rheivheffifcher Aerzte nicht ausgestellt werde, ist selbstverständlich, daß wissenschaftliche, nur in Fa^ blättern zu veröffentlichende Abhandlungen über solche T«|< durch diesen Beschluß nicht berührt werden."

PerviWtß.

Friuksurl e. M., 16. April. Die Frankfurter Rennbahn, welche im Laufe des Winter» durch Neubaute« und Veränderungen bedeutend vergrößere und verschönen »ur^e, öffnet am nächsten Sonntag, 19. April, zum ersten w für 1896, ihre Pforten. E» kommen 6 Rennen zur Eotscheidi«», zu welchen 84 Nennungen eingelaufen find. Nach Dispositionen, welche bisher b<kannt wurden, bürste die Ve- theiligung von Seiten der Offiziere eine fehr gute »erb^, sodaß große Felder und schöne sportliche Kämpfe in ni»' sicht stehen, welche einen Au»flng nach dem Frankfirrer Stadtwäldchen gewiß reichlich belohnen.

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