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za. 120 Pferdekrästen erbaut und ist auch diese bereits btm Betrieb übergeben.
A. TreiS a. b. 8ba., 16. März. Durch den Pächter ter Fischerei in der Lumda der Gemarkung Treis a. d. Lda. wurden in der Zeit vom April v. I. bis Anfang d. I. « cht Stück alte Fischottern mit eisernen Fallen gefangen und noch vier Junge vertilgt. Es erklärt sich hierdurch zur Genüge der seitherige Fischmangel in diesem Gewässer.
□ AuS dem Ohmthal, 16. März. Entgegen der Erwartung, daß die Preise für das Brennholz nach den ersten Holzversteigerungen wieder etwas von ihrer Höhe zurück- gehen würden, find dieselben im weiteren Verlauf der Versteigerungen noch höher gestiegen. Galten Anfangs 4 Raummeter Buchenscheit im Durchschnitt 22 bis 24 Mk., so kosten die- jelben jetzt 28 bis 30 Mk., desgleichen Buchenprügel 20 bis 22 Mk. Besonders theuer find die Buchenretfia, sogenannte Schlagreiser, 6 Raummeter galten bis zu 16 M'. gegen 10 bis 12 Mk. im vorigen Jahre. Auch das Tannenholz ist hoch im Preise; eS kosteten 2 Raummeter Tanuenrund- scheit bi- zu 14 Mk., Tannenprügel bis zu 12 Mk. Wollte früher fast Niemand Etchenreiser, so find dieselben jetzt recht begehrt und infolgedessen doppelt so hoch im Preise, wie ehemals. Wie das Brennholz, so ist auch daS Werkend Nutzholz durchschnittlich höher im Preise. Die vielen Holzschnetdereten unserer Gegend, welche daS Tannenholz cuftoufen, verursachen hier die Preissteigerung. Für die Preiserhöhung de« Brennholzes aber nach einem solch gelinden Winter fehlt der Anhaltspunkt.
§ Nieder-Ohmen, 16. März. Km verflossenen Freitag Abend gegen sechs Uhr brach auf bis jetzt unaufgeklärte Weife in der vor dem Orr gelegenen Katzenmühle (frühere Papier- wühle) Feuer aus, dem Wohnhaus und Mühle zum Opfer fielen. Die erst vor zwei Jahren neuerbaute Scheuer nebst Stallung konnte gerettet werden.
M. Stockheim, 16. März. Zu der in unserem Blatte gebrachten Notiz aus Berstadt, betreffend die Errichtung einer Niederlage von Zuckerrüben an der in Verladt zu errichtenden Haltestelle der Hungen—Friedberger Bahn, wird uns von competenter Seite mitgetheilt, daß die Lctienzuckerfabrtk Wetterau in Friedberg gemeinschaftlich mit ter Actienzuckerfabrik Büdingen in Stockheim die Abnahmefielle (nicht Niederlage) errichten werden.
Büdingen. 15. März. Für unseren Sparkaffebezirk tolrb demnächst hier ein neues Sparkassengebäude nach ictn Plane desjenigen zu Seligenstadt errichtet werden. Der Kostenaufwand hierzu dürfte sich auf etwa 40 000 Mk. belaufen.
Egelsbach, 12. März. Ja der Wohnung des Bahn- ocbeiterS Petri von Wixhausen glaubten die Nachbarn öfter jammervolle Nothrufe gehört zu haben. Auf erfolgte Anzeige bei der Bürgermeisterei wurde von der Ortspolizei unter Zuziehung eines ArzteS bei Petri eine Haussuchung twrgenommen, bei welcher der 16 jährige aus erster Ehe summende Sohn desselben in unbeschreiblich traurigem Zu- franbe aufgefunden wurde. Die Gliedmaßen deS vollständig rutkräfteten Menschen waren ganz krumm gezogen und der Körper zeigte vielfach Spuren einer grausamen Behandlung. Der unglückliche Junge wurde sofort in bessere Pflege ge- ßtben und die Staatsanwaltschaft in Darmstadt von dem Borgefallenen benachrichtigt. Die eingeleitete Untersuchung wird zeigen, inwiefern die umlaufenden Gerüchte begründet sind.
Verinischte*.
• Marburg, 16. März. Heute Morgen wurde am Gisselberger Geländer die Leiche eines jungen Mannes, Namens Neumann, in der Lahn gefunden und geborgen. Der Verstorbene, der bet einem Rechtsanwalt« beschäftigt war, ist wahrscheinlich in der Dunkelheit von dem Wege abgekommen und in die Lahn gerathen. DaS Belociped und ein Notizbuch deS Verunglückten wurden am Ufer gefunden.
* Frankfurt a. M, 16. März. Der Fuhrmann Johann Bubinger (KönigSwarterstraße Nr. 20) hat heute Morgen einen Mordanschlag gegen seine Frau verübt. Wie der Polizeibericht mittheilt, sprang die Frau in der Angst zum Fenster hinaus, verletzte sich schwer und wurde nach dem Heiliggeisthospital gebracht. Der Mann hat sich erschaffen. — Ein Berichterstatter der „Frkf. Ztg." meldet über das eheliche Drama noch die folgenden Einzelheiten: Der Z'mmermann und Kammerjäger Heinrich Bubinger wohnt mit seiner Frau und einem sechsjährigen Töchterchen seit etwa fünf Monaten in dem zweiten Stockwerk des Häuschens neben der Salini'schen Wirthschaft. Zwischen dem Ehepaar bestand ein gutes Einvernehmen. Bor Kurzem kam eine achtzehn Jahre alte Schwester der Frau zum Besuch. Seitdem wurde die Frau eifersüchtig, und heute Früh kam eS zu dem blutigen Abschluß. Schon vor sechs Uhr, kaum nachdem Bubinger aufgestanden war, machten sich in dessen Wohnung ungewohnte laute Zwistigkeiten bemerkbar, die trotz aller Beschwichtigungsversuche und allen Versicherungen des Manne« kein Ende nehmen wollten. Gegen acht Uhr hörte die Nachbarschaft plötzlich einige Schüsse, denen daS Hilfeschreien der Frau Bubinger folgte. Gleich darauf sah man diese zum Fenster hinunter in den Vorhof springen. Blutüberströmt wankte sie bis zum nahen israelitischen Krankenhaus, wo fie bewußtlos zusammensank. Unterdessen war man in die Bubinger'sche Wohnung hinaufgeeilt. Nachdem man die verschlossenen Vorplatz- und Zimmerthüren aufgesprengt, fand man Bubinger in dem Schlafzimmer tobt in einer Blutlache, er hatte sich eine Kugel in die Schläfe geschossen. Einen Brief, den er hinterlassen hat, nahm die Polizei in Verwahr. Bei der Frau Bubinger, die zunächst Aufnahme in dem israelitischen Krankenhaus gefunden hatte, stellte sich heraus, daß die vier Revolverschßsse, die der Mann auf fie abgegeben hat, ihr so schwere Verletzungen zugefügt haben, daß Gefahr für ihr Leben besteht. Eine Kugel hat den Kopf, zwei haben einen Oberarm getroffen, die vierte hat den Hals durchbohrt. Nach Anlegen eines Verbandes ist die Frau später in das Heiliggeisthospital gebracht worden. Bubinger wird von seinen Hausleuten als ein ruhiger, fleißiger Mann geschildert, während die Frau stets sehr aufgeregter Natur gewesen sein soll. Die Schwester ist mit dem Kinde heute Vormittag nach Kreuznach, ihrem HeimathSort, zurück- gereist. — In der Nacht zum Sonntag wurde bei dem Bäckermeister Hengst (Breitegasse 11) ein Einbruch verübt. Der Einbrecher hat abgewartet, bis der Meister und die Bäckerburschen in der Backstube zu thun hatten, ist bann durch die unverschlossene HauSthüre über den Hof und tn den beleuchteten Laden, von dort in ein nebenliegendeS Schlafzimmer, wo ein Nachtlicht brannte, gegangen und hat mit einer mitgebrachten Maurerklammer ein Pult erbrochen. Durch daS Geräusch wurde nach der Darstellung des Polizeiberichts die im Zimmer schlafende achtzig Jahre alte Frau Hengst geweckt. Sie bewegte sich. Der Einbrecher sprang auf ihr Bett zu und versuchte, sie zu erwürgen, ergriff aber die
Flucht, al« die Greisin noch soviel Kraft besaß, daß sie um Hilfe rufen konnte.
* Düsseldorf, 14. März. Der verhaftete Homöopath Dr. Doldeding, der vergebens für seine vorläufige Frei lassung 100,000 Mark Kaution angeboten hatte, hat die« Angebot jetzt auf 200,000 Mark erhöht, die Strafkammer hat aber auch dies Angebot abgelehnt. Gegen die Ablehnung bat Justizrath ©tapper als Vertreter deS Dr. Volbeding Beschwerde beim OberlandeSgericht in Köln eingereicht.
* Braunschweig, 16. März. DaS Schwurgericht ver- urtheilte den früheren Portier Oehlmann, der seinen löetter, den Oeconom Fricke in Ostharingen, und dessen Mutter erschlagen und beraubt hatte, zum Tode.
* Ediger a. d. M., 14. März. DaS H o ch wasser der Mosel hat hier ein Opfer gefordert. Ein Knecht kam mit zwei Pferden, die sein Herr auf einem Markte erstanden, länge den Hochflächen geritten. Die Pferde scheuten und geriethen in den Fluß; eines der Tbiere wurde gerettet, daS zweite und der Knecht sind ertrunken.
Airchliche Anzeigen der evang.Genieinde.
Mittwoch, den 18. März, Abends 6 Uhr: 8. PasfionSandacht in der Stadtkirche. Pfarrer Schlosser.
Witterungsbericht vom 17. März.
Im Norden der britischen Inseln ist eine tiefe Depression erschienen, welche ihren Einfluß bereits weit tn den E ontinent erstreckt. Den Osten und Süden Europas bedeckt noch hoher Druck. Der Himmel ist auf unserem Gebiet bereits vielfach bedeckt, doch ist die Witterung noch trübe. Die Temperaturen erfuhren eine wesentliche Steigerung.
BoraugstchUiche tBitttrtmgt
Zunächst mildes, aber vornehmlich trübes Weiter. Später Niederschläge.
Verkehr, CanO* und VoUswirthsehast.
Gießt«, 17. März. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,70—0,80, Hühnereier pr. St. 00 2 St. 10-11 Enteneier pr. St. 6 H, Gänse-
eier pr. St. 11—12 4, Käfe pr. St. 5-8 Käsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 17 Linsen pr. Liter 30 H, Tauben pr. Paar JL 1,00 bis 0,00, Hühner pr. Stück 1,00 bis 1,30, Hahnen pr. Stück X 1,30—1,70, Enten pr. Stück Jl. 2,00-2,20, Gänse pr. Pfund X 0,00-0,00, Ochfenfleisch pr. Pfd. 70-74 H, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 66—68 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 66 bis 68 H, Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70-72 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 60 A, Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,50 bi« 5,00 JL, Weißkraut pr. Stück 0—00 4, Zwiebeln pr. Centncr 5,00—0,00, Milch pr. Liter 16-18 H.
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Die Fischerei in dem auch Forellen führenden Bach der Gemarkung Ettingshausen von der Kolben- mühle an abwärts bis zur Steines- wühle soll Montag, 23 März
I, Nachmittags 3 Uhr, hier in der Geschäftsstube der unterzeich- ueten Rentei auf sechs Jahre an den Meistbietenden öffentlich verpachtet vierden. Bemerkt wird, daß der Landesfischereiverein in diesem Fisch- rvasser allernäch^ noch den der Forelle Kleichwerlhigen Bach - Saibling ein- führen wird. Die Pachtbedingungen werden in dem Adermin bekannt ge- Zeben.
Lich, den 14. März 1896.
Fürstliche Rentei Lich.
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