Ausgabe 
17.12.1896 Erstes Blatt
 
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Als das @ttäali) sich Ml hatte, erblickte er durch eine Hand- Belaubung etwas Grane«, aus dal g, et sei das Reh, seine Flinte ad- den Echnh nsvigenden Schrei sad; zehnjährigen Schuiknaben PhilP bi am Boden liegen. Die ganii ! 76 Schrotkörner, war dewselbtk Der Äaobt hatte, um fich M j Men, einen bräunlichen eadj »Mrv Md, die Farbe WM ischung tzchnchmavnt hrrvorgerosn fiten desand sich rin zweiter M war. - Schuchmann ist iitehi chon 43 Jahre aus die W. W in eine Gesangnihstrase m nmn B Darwst- fll-

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» X § fl ?"rEeb. Man gab ihm neugeborene unehe- Sbh.h?Jnbr Auftrage, sie nach Eamanzaro ins

F ndelhanS zu bringen. Der Burkche aber töbtete die armen Rlnber und begrub sie bann an einer abgelegenen Grelle tm Dort hat man einen ganzen Kinderfitedhof mit mebr als 60 Leichen entdeckt. Außer dem der ist auch noch ein großer Theil der Bevö kerung der Dörfer C'wia« Uano und Eicola als Auftraggeber des Mörders verhaftet worden.

AlkoholiSmuS. N'cht nur deutsche, auch französische und belgische Aerzte warnen eindringlich vor dem gewöhn. heitsmLß'gen Alkoholgeruß. Alle Alkoholiker zeigen dasselbe KrankhettSbild: Nachts schweres Alpdrücken und aufregende quälende Träume, früh Morgens starke Verschleimung, taa«. öb« charae.eriftischesZittern der Finger (sogenannten Tatterich), RftbbeIn' Jucken und Sl.chen der Haut. DaL TastaefÜol wird immer gereizter, die Empfindlichkeit gegen den Wechsel von Lust und Warme wird immer gröger. Verschiedenartige Bergiftungsrrsch.inungen treten auf. Wahrend die geistigen hkrhältnißmäßtg wenig leiden, werden die unteren Gliedmaßen oft von Lähmung befallen. Der Wein- und Branntweintrinker verfällt ins Delirium tremens, der Ab- Mnt^rn^Cr bon 2-og zu Tag erschreckend ab. Auch

bie Tuberkalo e, jene verheerendste aller Krankheiten, wird durch die Trunksucht in einem früher nicht geahnten Grade gefördert. Sogar eine ganz bestimmte AnfangSform, die uur bei den Alkoholikern voikommt, ist bei der Tuberkulose erkannt worden. Ihr Sitz ist hinten an der Spitze der rechten Lunge, während die gewöhnliche Tuberkulose vorzugs­weise bei der linken Lungensp tze beginnt. Diesem Anfangs- ftadium folgt oft eine allgemeine Schwindsucht, die gleich- teitig die Lungen, das Bauchfell und die Hirnhäute ergreift und einen plötzlichen Tod herbeisührt. In unzähligen Fällen hat die Trunk,ncht Verarmung ganzer Familien im Gefolge, in anderer Beziehung bildet fie, was namentlich für Frank­reich, aber auch für gewisse Gegenden Deutschlands gilt, eine Hauptursache der zunehmenden Entvölkerung. Es ist also der chronische Alkoholismus auch ein schweres sociales Uebel, das nicht energisch genug bekämpft werden kann. Diese Bekämpfung aber geschieht weniger durch Verminderung der Schankftätteu und off cielle Verweigerung der Getränke, als durch den festen W.llen jedes Einzelnen, sich im Genuß von Bier, Wein, Grog, Schnap« zu mäßigen. Der freie Mann ßibt sich selbst Gesetze das gilt auch in der Mäßigkeit. Un­mündigen Kindern, wie man leider nicht selten beobachten kann, Spirituosen einzufüllen, ist Frevel. Ihre WachSthum- entwickelung leidet unendlich.

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-Allerhand Sprachoummheiten^ ist der Titel eines tm Verlag von Fr. W. Grünow (Lctpztg) erschienenen Buches, welches Dr. G. Wustmann, der Herausgeber schon mehrerer be­kannter und geschätzcer Werke, zum Verfaff.r hat. In demselben wird das tm Gebrauch unserer Muttersprache sich etngeschltchene Zwetfelhafte, Falsche und HLßltche der Ausdrucksweise, ganz beson­ders den durch die Zeitungssprache eingebürgerten Sprachunrath dem Leser in überaus anregender und geistreicher Form vorgeführt und auf seine Richtigstellung verwiesen. In den Abtheilungen: Zur Formenlehre, Zur WortbtldungSlehre, Zur Satzlehre begegnen wir einer Fülle solcher meist unrichtig gebrauchter Ausdrücke, Satz-

btldungen und Sttlverballbornungm, daß deS VersafferS Absicht, alle Unnatur und Ztere-ei, wie sich solche oft tn g.such er Kürze, noch t* Lr* «efuctiter S ette, Schwulst und U be.labung Luße-t, tm sch'tstuchen und mündlichen Au-d,uck unserer Spiache zu bekämpfen. Vor allem aber der lebendigen Sprache zu dem ihr gebührenden £ * e Jen%fl<0enüber ber unlebendigen, gemachten Schretb-

sprache, die un er Sch, tsldeu'sch so vielfach entstellt, ist da« gan» besondere Verdienst de« Veifaffer«. Dem recht empseblenSweiihen d-'breitung und Beachtung tn allen dasür inter- mAnhu*Är< ®n^(1)111. ^*10^'0, öl l in schriftlichem und mündlichen Verkehr stehende Beamten Jou nalisten, Redner u. s. w werden ganz beio, deren Nutzen daraus ziehen.g

Wöchentliche lleverficht der Tode»salle in Gießen.

50- Woche. Vom 6. December bi« 12. D.cember 1896. nflenomm<n w 23 000 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeit«,tffer: 18,08, nach Abzug der Ortsfremden 15,821/«. «« starb« «n: ßufemmai: Erwachsene: hn Ä *" b *

Lungenschwindsucht

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2

1.Lebensjahr: 2.15.Iah,: _

Gesäßentartung

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Bruweinklemmung

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Altersswwäche

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1

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DtphthertttS________

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2

Summ«:

8 (1)

6 (1)

2

h#T T"®:n S-lrtzten Ziffern geben an, wie viele

der Todesfälle tn der betreffenden Krankheit auf von auSwärt« nach G etzen gebrachte Kranke kommen.

Gottesdienst in der Synagoge.

Samstag den 19. December.

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Gießen, den 15. December 1896.

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