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nachweisung dienen soll, ein Statut aulgearbeitet, da» aber nicht die Genehmigung bei Ministerium! fand. Da inzwischen in Gießen und Norm! aber Arbeitsämter errichtet worden find, will man den Versuch machen, ein Statut zu schaffen, welche! den Anklang de! Ministerium! findet. Bei einer auf dem hiesigen Wo chenmarkt jüngster Tage vorgeoom- menen Butterrevision wurden von zchn erhobenen Proben nicht weniger al! sech! gefäls cht gefunden. Die Fälschungen waren mit Käse, Margarine und sonstigen minderwerthigen Stoffen vorgeuommen worden. Gegen die Verkäufer der gefälschen Butter ist Strafantrag erhoben worden.

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Hilfs - Gerichtsschreiber des Großh. Amtsgerichts.

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Concursv erfahren.

In dem Concursverfahren über das Vermögen der Justus Müller Wwe. in Gießen ist zur Prüfung der nachträglich angemeldeten Forde­rungen, zur Abnahme der Schluß­rechnung des Verwalters und zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichniß der bei der Vertheilung zu berücksichtigenden Forderungen Schlußtermin auf Freitag den 16. Oktober 1896,

Vormittags 10 Uhr, vor dem Großherzogl. Amtsgerichte Hierselbst bestimmt.

Gießen, den 14. Septbr. 1896.

§§ Som höheren Vogelsberg, 13. September. Wie intensiv die Natur in hiesiger Gegend arbeiten muß, beweist die Thatsache, daß die an den Häusern angepflanzten Wein- stöcke, die erst im Juni Knospen trugen, doch noch reife Frucht zeitigen. An einem Weinstock de! Landwirth! Heinrich Baumbach II. in Bermuthshain find die Trauben (blaue) bereit! vollständig reif. Gewiß eine Seltenheit für unseren hohen Vogelsberg.

O Darmstadt, 16. September. Al! Nachfolger von Herrn Bär ist für da! Fach de! Heldentenor! an der Hofbühne Herr Ferdinand Minner von Hannover engagirt worden, nachdem er vorgestern al! weitere Rolle denTannhäuser" mit gutem Erfolge gesungen hat. In hiesigen musikliebenden Kreisen verlautet, daß ein Frankfurter Herr (wenn wir nicht irren, Herr Trautmann von einem dortigen Conservatorium) zum Nachfolger bei Musikbirector! Felcdner in Gießen aulersehen sei.

A Mainz, 15. September. Während seine! Hiersein! begibt sich der Großherzog jeden Morgen in früher Stunde auf da! Manöverfeld und zwar wurde er heute wie auch gestern von der Großherzogin dahin begleitet. Gestern begab sich da! fürstliche Paar von Allheim und heute von Alzey au! zu den Manövern. In verschiedenen Ortschaften wurden dem Paar allerlei Ovationen dargebracht. Kurz nach Mittag erfolgt die Rückfahrt hierher. Nächster Tage findet eine Hoftafel statt, zu welcher die Spitzen der Behörden Einladungen erhalten haben. Für den kommenden Sonntag hat da! Großherzogliche Paar wieder den Besuch de! Theater! zugesagt und wird auf speciellen Wunsch da! LustspielDer Herr Senator" zur Aufführung kommen.

A Mainz, 15. September. Zu der bevorstehenden Wahl zu dem 30. hessischen Landtage ist Setten! de! Landelaulschuffel der hessischen CentrumIPartei soeben der Wahlaufruf erschienen. In demselben werden al! Haupt­forderungen de! Centrums die Punkte angeführt: 1) Dal allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht. 2) Die Abänderung der jetzigen Wahlkreisetntheilung, Beseitigung jeder Wahckceil-Geometrie. 3) Die Beseitigung der gesammten hessischen Culturkampfgesetzgebung, Freiheit der Confesfionen in ihren religiösen und socialpolitischen Bestrebungen - in!- besondere der Wiedereinführung der confefsionellen Schule. Seitens der hiesigen städtischen Verwaltung wird man nächsthin der Errichtung eine! städtischen Arbeits­amts hier wieder näher treten. Schon vor längerer Zeit wurde zu einem solchen Amte, da! hauptsächlich der Arbeitl-

hre Hebung der Bienenzucht in unserer Provinz, sowie die Förderung de! Bereinlintereffe! zur Evidenz beleuchtet wurde- ! nnso ergab die zur Kenutniß gebrachte Rechnung pro 1895 tln günstige! Resultat, wie denn im Weiteren die darauf i» geuden lehrreichen und theil! humoristischen Referate un* gelheilten Beifall fanden. Nachdem sodann al! nächstjähriger Y-rsammlunglort Grünberg gewählt, erfolgte die Prämttrung bm». Verloosung der seit gestern zur Aulstellung gelangten Produkte, Geräthe rc., woran sich da! gemeinsame Mittag!« arhl reihte, dem der übliche Honigmarkt folgte. Zur Feier bei Tage! erfreute die Echzeller Musikkapelle die Verein!- Mitglieder und Gäste durch ein bi! zur späten Abendstunde währende! Concert.

4- Nidda, 15. September. Im Schloßhose der einst rccht stattlichen, noch dürftig erhaltenen Burg der früheren Vrafen von Nidda wurde vorige Woche unter der vor dem Amtsgerichte vorbetführenden Straße das Fundament tine! runden (Aulstcht!-)Thurme! und daran- zrenzendel Mauerwerk freigelegt, wobei umfangreiche Sand« ftciaquader zu Tage gefördert wurden. Kurz vorher fand man in der Schloßgafse die Ueberreste einer schon seit Jahrhunderten etngegangenen Wasserleitung sehr primitiver Siatur.

4- Geiß Nidda, 15. September. Bei der gestrigen Wahi eine! Bürgermeister! hiesiger Gemeinde siegte Herr Ludwig Lind über den Gegenkandidaten Adols Lind dahier und zwar mit 62 Stimmen. Letzterer wurde bekanntlich bti der ersten am 2. Mai stattgesundeven Wahl al! OrtS- oknrhaupt mit 66 Stimmen erkoren, diese Wahl wurde jedoch s. Z. wegen unerlaubter Beeinflussungen nicht bestätigt.

§ Herchenhaiu, 12. September. Nachdem der hiesige Ortlvorstand der am 1. September versteigerten Gemeinde­jagd (welche einen jährlichen Mtndererlös von 30 Mark zegrn früher ergab) die Genehmigung versagt hatte, wurde ans Beschluß des GemeinderathS eine nochmalige Verpachtung auf heute anberaumt. Es waren auch heute viele Pacht« l'ebHaber erschienen und wurde dadurch der bei der ersten Versteigerung erzielte Pachtprei! von 150 Mark auf 455 Mark gebracht.

x Köddingen, 15. September. Am vorigen Sonntag Abend trug sich hier ein bed auerlicher Unfall zu. Von Mi au! der Wirthschast heimkehrenden bejahrten Männern stürzte der eine in der Dunkelheit von der im Ort befind« litten Brücke hinab in den Bach. Bet diesem Falle zog er fitz einen dreifachen Beinbruch zu.

Lollar, in guter Lage, vor mehreren Jahren neu erbaut, mit vorzüglichen Einrichtungen für Wasser- und Dampf­betrieb versehen, soll mit den vor­handenen großen und schönen Deco» nomiegebäuden und dem die Hofraithe umgebenden, in bester Cultur befind- lichen, Garten- und Wiesengelände

Montag den 12 Octbr. d. I.,

Nachmittags 2 Uhr, auf dem Rathhause dahier öffentlich meistbietend versteigert werden.

Lollar, den 31. August 1896. Großherzogliches Ortsgericht Lollar.

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Gottesdienst in der Synagoge.

Donnerstag den 17. September, VersShnrmgSfefl.

Vorabend 6" Uhr, Morgen! Uhr, FesteSausgang 7" Uhr.

SottesdinH der israelitisch«, ReligionSgesellschast.

Donnerstag den 17. September. VersShrmngSfest.

Vorabend 6" Uhr, Vormittag 7 Uhr, FesteSauSgang 7» Uhr.

Briefkasten.

Herr Str. in R. Der Anzeiger geht regelmäßig von hier »b. Wenden Sie sich an die dortige Postanstalt.

Wöchentlich« Ueberficht der Todesfälle hl Gietze«.

37. Woche. Vom 6. September bis 12. September 1896. Einwohnerzahl: angenommen zu 23 000 (tncl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitlziffer: 2,26°/«.

Kinder

ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im v°m

1. Lebensjahr: 2.-15. Jahr:

Verunglückung durch

Ueberfahrenwerden 1 (1) 1 (1)

«am. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auSwllrtS nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Stadt. Schlachthaus.

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Heute und morgen:

Rindfleisch,

Äht ladenrein, pr. Pfd. 52 Pfg.

Schweinefleisch aicht ladenrein, per Pfd. 48 Pfg.

Bekanntmachung.

Die Rechnung über Einnahme und Ausgabe der is­raelitischen Religions-Gemeinde Gießen pro 1895/96 liegt ach! Tage lang auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einsicht der Be theiligten offen.

Gießen, den 16. September 1896.

Der Vorstand der israelitischen Religions-Gemeinde Gießen.

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Bekanntmachung.

Die erledigte Stelle eines Kreisstraßenwarts mit dem Sitz in Lumda oder einem der nächst­gelegenen Orte soll demnächst wieder besetzt werden.

Bewerber haben ihre Meldungen unter Angabe von Alter, Wohnort und seitheriger Beschäftigung, sowie unter Beifügung etwaiger Zeugnisse über Arbeitsleistungen ähnlicher Art schriftlich bei dem Bezirksbauaufseher Maringer in Grünberg, der über die Dienstobliegenheiten weitere Auskunft ertheilt, bis längstens 27. September l.J. einzureichen.

Gießen, am 12. September 1896. Der Kreisausschuß des Kreises Gießen.

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Witterungsbericht vom 15, September.

Die große Depression zieht in der Hauptsache in nördlicher Richtung ab, während sich über dem Alpengebiet ein allerdings wenig umfangreiches und unregeNnäßtg begrenzte! barometrische! Maximum gebildet hat. Es lagert heute über dem größten Theile von Central- Europa gegen Süden und Osten relativ hoher Druck. Unter seinem Einfluß dürfte die Witterung eine vorübergehende Besserung erfahren.

BooauSftchUUtzs »iümme*

Im Norden wolkiges Wetter, im Süden wechselnde Bewölkung. Allgemein, wenigsten! vorübergehend, etwas bester.

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b. Nachmittags 4 Uhr an Ort und Stelle lAusammenkunst Ecke Grün­bergerstraße und Wolfstraße): die Kartoffeln, Meerretttg und sonst. Ernte von verschiedenen Triebvierteln.

Versteigerung vorauSs- thetlw. bestimmt. 8216 Gagel, Gerichtsvollzieher.

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Neginn des Winter-Semesters am 13. Oetober.

Anfnahme der Schülerinnen am 12. Oetober, 10 Uhr.

Auszug aus dem Unterrichtsprogramm:

Klaffe: Englische und französische Conversation, Bügeln, weibliche Handarbeiten; 10 Wochen; 50 Mk.

Klaffe: Hand- und Maschinennähen, Sticken u. s. w., Bügeln, oder Kleidermachen und Bügeln; 10 Wochen; 20 Mk.

Klaffe: Hand- und Maschinennähen, Flicken, Stopfen, Weißsticken, Fach- und Freihandzeichnen; 10 Wochen; 15 Mk.

Ausführliche Einzeleurse:

buwnatliche Curse für Lehrerinnen (40 Mk.), im Weißnähen oder Kleider­machen (30 Mk.), im Sticken (12 Mk.).

L'/xmonatliche Curse im Bügeln oder Kunstwaschen (12 Mk.), in franzö­sischer und englischer Conversation (je 20 Mk.), Kochcursus (50, Vormittage 36 Mk.).

Gedruckte Programme find durch den Vorstand oder die ^»erlehrerin, Fräulein Möser, erhältlich.__7898

Um weiteren Anfragen betreffs meiner Sprechstunden vor- zubeugen, mache ich dieselben hiermit bekannt.

Sprechstunden:

Täglich (außer Freitags) v. 8-12 u. 2-6.

Versteigerung. | la. Zwetschen-

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