Unzufriedenheit stifteten. Bei einem vor zwei Jahren gegen denselben Grafen verübte» Attentat aus ähnlichen Beweg« gründen wurde der Thäter nicht ermittelt.
Siam, 15. Juli, di Radint und (Softa erhielten gestern und heute telegraphischeMittheilungen von Visconti- Benosta. Letzterer wird morgen, gleich nach Ankunft, von dem König empfangen. Die „Optnloue" sagt, eS bestehe kein Zweifel, daß Benosta da- Portefeuille de- Aeußereu auuehme.
Florenz. 15. Juli. In zwei Orten der Nachbarschaft find die Strohslechterinuen in den Ausstand getreten und haben die bereit- augefertigten Strohgeflechte verbrannt. Die Bewegung scheint fich weiter au-znbretteu. Die OrtSpolizei ist verstärkt worden.
Reim-, 15. Juli. Der Euthültuug der Jeauue d'Arc-Statue wohnte eine gewaltige Volksmenge bei. General Blllot führte au-, Jeauue d'Arc weckte im 15. Jahrhundert das Natioaalgefühl. Sie verkörpere gegenwärtig da- Bild des Vaterlandes. Prästdent Faure überreichte hierauf dem Schöpfer der Statue, Paul Dubois, baß Großkreuz der Ehrenlegion.
Duadee, 15. Juli. Der hiesige Dampfer „Curfew" soll im Rothen Meere mit allen an Bord befindlichen Per- soneo uutergegangen sein. Die Eigenthümer des Dampfers haben jedoch noch keine Bestätigung der Nachricht von dem Verlust des Schiffes erhalten. Jndeffeu hat der Dampfer „Sarpebou", der in London eingetroffeu ist, auf seiner Fahrt ein Schiff, wahrscheinlich den „Gurfeto", pasfirt, welches auf ein Riff tu der Nähe von Sokotra aufgefahren war und fich in gefährlicher Lage befand. Der „Sarpedon" konnte des herrschenden Sturmes wegen keine Hilfe leisten.
Helfingor, 15. Juli. Nachdem gestern etwa die Hälfte der über 1000 zählenden Arbeiter der hiesigen Schiffswerft wegen Lohnstreitigkeiteu in den Strtke etngetreten war, hat die Dtrection heute sämmtliche Arbeiter eutlaffeu.
Petersburg. 15. Juli, lieber den Emp fang, welchen nach der Audienz des OffizierScorpS der deutschen Schulschiffe „Stosch" und „Stein" bei dem Kaiser, der Vorstand der deutschen Colonie bei den Fürstlichkeiten hatte, werden noch folgende Einzelheiten gemeldet: Der Vorstand überreichte eine kostbare, in Silber getriebene Huldtgungs- adreffe, auf deren Kopf fich von künstlerischer Hand auß* geführte allegorische Figuren und daß Wappen des Kaisers und der Kaiserin in Emaille befand. Der Kaiser sprach sich sehr gnädig aus und gab seiner Freude über die Gaben Ausdruck, welche einen neuen Beweis von der Höhe gaben, auf der das deutsche Kunstgewerbe stände. Auf der einen Sette der silbernen Hülle befand sich auf Pergament eine mit selten schöner Maleret und kunstvollen Initialen nteder- geschrtebeue Adresse. Nachdem der Kaiser und die Kaiserin sich tu leutseligster Weise nach den Verhältnissen der deutschen Colonie erkundigt hatten, ersuchten sie die Vertreter der Colonie, dieser ihren Dank auszusprechen und gaben dem Wunsche auf eine glückliche Weiterentwickelung derselben Ausdruck.
Petersburg. 15. Juli, lieber den gestrigen Besuch der Herzogin von Coburg-Gotha, der Großfürstin Maria Paulowna, des Großfürsten Cyrill und des Herzogs von Leuchtenberg auf den deutschen Kriegsschiffen in Kronstadt wird gemeldet, daß die Fürstlichkeiten 3 Uhr Nachmittags unter dem Donner der Geschütze, unter Hurrah- rufen, aufgeenterten Mannschaften und den Klängen der russischen Nationalhymne eintrafen. Nach der Vorbetfahrt an dem Schulschiff „Stein", an welchem des hohen Seegangs wegen nicht angelegt werden konnte, nahmen die Besucher auf „Stosch" die dargebotenen Erfrischungen an, während die Gabelten unb Matrosen SchiffSspiele unb Turnübungen vorführten. Kapitän Thiele überreichte den Damen beim Betreten beß „Stosch" Blumensträuße. Kapitän Ahle- felb war herübergekommen unb würbe ben Fürstlichkeiten vorgestellt. Nach etngehenber Besichtigung aller Schiffsräume unb nachdem bie Damen Kapitän Thiele wiederholt für die Aufnahme gedankt, kehrten die Gäste nach Peterßburg zurück. Am Abend gingen die letzten Schiffe nach Schweden ab. Vor der Abfahrt theilte der Vorstand der deutschen Colonie mit, daß die Colonie beschlossen habe, den Schiffen zum Andenken an den Aufenthalt hier ein Silbergeschenk zu machen.
feuchtfröhlicher Gemütlichkeit bei einer kühlen Weißen fitzt, tote al- gewissenhafter Berichterstatter fich im Sonnenbrände herumzutummeln. Aber wagen wir zum Schluß dennoch | eine kleine Wanderung. Den hervorragendsten Eindruck ruft entschieden der ziemlich groß angelegte RathhauSmarkt hervor. Schon baß alte Rathhauß mit ber daran befindlichen „Spritzenwache" ruft in unß ein gewisses Gefühl ber Ehrfurcht wach, haben fich boch in btesen geweihten Räumen schon bie Urahnen unserer Stabt bte Köpfe zu Nutz unb Frommen ihrer Mitbürger zerbrochen. Bor bem Rathhause befinbet fich die Gerichtßlaube, in welcher seinerzeit Diejenigen abgeurihetlt wurden, die gegen die bestehenden Landesgesetze verstießen. Hier wurden auch die strengen Urtheile über L-ben und Tod gefällt, was für die betreffenden, beteiligten Persönlichkeiten, trenn eß fich gerade um den Kopf handelte, mitunter eine höchst unangenehme Sache gewesen sein soll.
Die Thorstraße führt uns zum Kohlmarkt, von welchem wir zu dem eben erwähnten Rathhauß gelangen. Vom Rathhauß zweigen fich verschiedene Straßen ab. Ein kleines Gäßchen führt unß zum Ufer der Spree, von welchem wir eine köstliche Außficht auf daß gegenübergelegene kurfürstliche Schloß genießen. Sehr hübsch ist auch die Heiligegeiststraße mit ber gleichnamigen Kirche unb Hospital, beren Character treu gewahrt ist. Einen weniger ansehnlichen Eiubruck macht bie Straße „Am Georgenthor", originell ist auch bte Boltngßgasse, Heidereutergasse, Wursthof :c.
Starke Mauern umschließen „Alt - Berlin" und viele Krieger und Reisige wachen über baß Wohl und Wehe blefeß mit so vielen Kneipen befestigten Platzeß.
Berlin. 16. Juli. Wie auß Pariß gemeldet wird, sprachen fich der deutsche Reichß-Commiflar für die Pariser Welt außstellung, Geheimrath Richter und sein Stellvertreter sehr befriedigt über ihre Unterhandlungen mit dem Director PLcarb auß. Anfangß nächster Woche treffen beide Herren wieder in Berlin ein unb werden ihrer Behörde einen schriftlichen Bericht überreichen. Bor ihrer Abreise werden sie noch vom französischen Handelßminister empfangen. — Deutschland war der erste Staat, der eine Commission nach Pari- entsandte.
Berlin. 16. Juli. Für Südwest-Afrika soll, wie bte „Berl. Nencst. Nachr." vernehmen, ein Zolltarif aufgestellt werden, der wohl zuerst dem Colontalamt im Herbst vorgelegt werden wird. Beamte beß Schutzgebietes ftnb mit ber Zusammenstellung ber zu verthetlenben Gegenstänbe betraut. Da alle Waaren wegen beß schwierigen unb langsamen Tranßportß tm Innern ungewöhnlich hohe Preise erreichen , so wirb man wohl, meinen bte „Neueft. Nachr.", ben Zolltarif auf Lvxuß-Artikel beschränken müssen, sonst würbe man vielen Leuten, namentlich Ansiedlern, den Aufenthalt in den Schutzgebieten fast unmöglich machen.
Depesche» M »Uta .bettt*.
Berit«, 15. Juli. Die „Nordd. Allgem. Ztg." constatirt ber „Deutschen Tageßztg." gegenüber, baß bie Beschlußfassung beß Bunbeßraths über baß Margarinegesetz, trotzdem ber Buubeßrath seine Sitzung am Dicnßtag bereits unb nicht erst am Donnerstag abgehalten hat, eine vollkommen vorbereitete war.
Berlin, 15. Juli. Der „Staatsb.-Ztg." zufolge kann baS Project beß Achtuhr.LabenfchluffeS als aufgegeben betrachtet werben.
Berlin, 15. Juli. Der tm RetchS-Jasttzamt ferttg- gestellte Entwurf einer Grunbbuchorbnung wirb jetzt nicht publicirt, fonbern an bie Elnzel-Regierungen zum Zweck ber Einholung ihrer Zustimmungen gesandt werben.
Berlin, 15. Juli. Der Entwurf eine- Gesetze- betr. bie »bänberung ber Gewerbe-Orbnung unb bte Organisation beß HanbwerkS wirb, tote bie „Norbb. Allgem. Ztg." melbet, bemnächst beim Buubeßrath eingebracht werben.
Berlin, 15. Juli. Die „Poft" kann verfichern, baß bte Angaben über die Höhe ber neuen russischen Anleihe stark übertrieben finb, waß schon auß bem Umstande hervorgehe, baß bte zur Ergänzung beß Golbfonbß für bte Valuta- Reguliruug nöthigeu Beträge nur noch verhältnißmäßig gering finb. Jebensallß ist au ben Finanz-Operationen ber brutsche unb französische Markt beteiligt.
Breslau. 15. Juli. Der „Bresl. Gen.-Auz." melbet: In ber vergangenen Nacht hat ber Droschkenkutscher Paul Jäkel, Enderstraße Nr. 13 wohnhaft, in einem Anfall von Delirium seine Frau mit einem Messer zu töbteu versucht. Er brachte ihr zahlreiche Stiche am Kops unb ben Hänbeu bet, worauf er fich selbst bie Kehle burchschnitt. Die herbei- gerufene Feuerwehr legte ben Verletzten Nothverbänbe an unb veranlaßte beren Ueberführung nach bem Hoßpital, woselbst ber Mann bereits verstarb.
Hamburg, 15. Juli. Heute Morgen lief ein burch- gehenbeß Pferb in eine zur Schule gehenbe Schaar Kiuber. Ein achtjährigeß Mädchen erhielt einen hoppelten Schädelbruch unb war sofort tobt. Drei anbere Mädchen wurden verletzt.
Liuz, 15. Juli. Bei einer Brückenbau-Uebuug ber Pioniere kippte ein Ponton um, 12 Pioniere fielen inß Wasser, von denen 10 gerettet würben, bte anderen beiden ertranken.
Zfchl, 15. Juli. Die Audienz des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe beim österreichischen Kaiserpaar dauerte über eine Stunde. Nach Beendigung derselben kehrte Hohenlohe, ohne mit sonst Jemanden verkehrt zu haben, nach Auffee zurück.
Rom. 15. Juli. Wie von zuverlässiger Seite mitgetheilt wird, ist die bem neuen Minister beß Aeußern zugeschobene Absicht, eine Annäherung Jtalienß an Frankreich um jeben Preis anzustreben, eine öerleumbung ber Opposition. Visconti Venoota hat bem Dreibunbe bte Wege gebahnt unb er ist ber überzeugteste Anwalt beS DretbunbeS.
Paris, 15. Juli. Außer Kaiser Wilhelm haben noch mehrere anbere Staatsoberhäupter bem Präfibeuten Faure Glückwunschtelegramme übersanbt.
Paris, 15. Juli. Das Nationalfest ist, abgesehen von bem Zwischenfall in LongchampS, überall glänzend verlaufen.
Paris, 15. Juli. Der Präsident der Republik Übersandte dem Kriegsminister Billot ein Schreiben, in welchem er die musterhafte Haltung der Truppen bei der gestrigen Revue anerkannte.
Pari«, 15. Juli. Der focialistifche Bürgermeister von Earmaux. Calviguac, wurde wegen Beleidigung der Re- gterung verhaftet. ES herrscht dieserhalb große Auf- tegung.
Pari«, 15. Juli. Eine hier abgehaltene Sociallsten- Versammlung beauftragte ben Municipalrath, vom Minister beS Innern bte Freilassung bes wegen Beleibigung ber Regierung verhafteten Bürgermeister- von Gar» maux zu erwirken.
Loudon, 15. Juli. Seit mehreren Tagen herrscht hier eine tropische Hitze. DaS Thermometer zeigt 150 Grad Fahrenheit in der Sonne unb 89 im Schatten. Es finb bereits viele TobeSsälle infolge HitzschlageS zu verzeichnen. Seit 10 Tagen ist kein Tropfen Regen gefallen.
Petersburg, 15. Juli. In unterrichteten Kreisen verlautet, baß bte projectlrte Reise bei EzaarenpaareS nach Wien und Berlin wieber fraglich geworben sei. Wie eß heißt, werbe ber Ezar nur bte Höfe von Darmstadt, London und Kopenhagen besuchen.
Mexiko. 15. Juli. General Porphirio Diaz wurde einstimmig zum Präsidenten gewählt.
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Berlin, 16. Juli. Wie der „Boss. Ztg." auß Kiel ge* meldet wird, stieß ein Ruderboot der kaiserlichen Torpedo- Abteilung vorgestern tm Hasen, unweit SeegartenbrÜck, mit dem Fährdampfer Bißmarck zusammen. Bet bem Zusammeu- tofe wurde der Matrose Hock auß Stralsund auß bem Boot jefäleubert, berselbe fanb nach vergeblichen Rettungßversuche» in ben Wellen seinen Tod.
Löwenberg i. Schl., 16. Juli. Bei der Reichstags, stich wähl wurden biß jetzt gezählt für Kopsch (srs.) 6226 und Nostiz (cons.) 4139 Stimmen. Eß fehlen noch die ©ttmmen auß elf Bezirken. Die Wahl beß Freisinnigen gilt al- gesichert.
Wilhelmshaven, 16. Juli. Daß Vermessung-fahrzeug Albatroß ist hier eingetroffen. Die Leichen ber brel ertrunkenen Matrosen wurden noch nicht aufgefunden.
Neunkirchen. 16. Juli. Der hier außgebrochene Arbeiterstri ke hat In Folge beß solibarischen Vorgehens aller Fabrikanten mit einer Nieberlage ber Arbeiter geenbet. Letztere nehmen morgen bie Arbeit wieder vollzählig auf.
WB. Loweuberg, 16. Juli. Da- Enderesultat ber Reichstags»Ersatz-Stichwahl ergab für Kopsch (srs. Volkßp.) 6032, für ben Grasen Nostiz (cons.) 4810 Stimmen. Ersterer ist somit gewählt.
CocaUs unb ptontnsUUef»
Siehe», ben 16. Juli.
• • Sruennuugeu. Seine König!. Hoheit ber Groh- Herzog haben Allergnädigst geruht, am 11. Juli ben orbent- lichen Professor an ber LanbeSuniverfität, Geheimen Kirchenrath Dr. Bervharb Stabe für bie Zelt vom 1. October 1896 biß zum 30. September 1897 zum Rector der Laube-- Universität, am 8. Juli ben ersten Lehrer unb Dirigenten an ber erweiterten Volkßschule zu (Sunterßblum Dr. Karl Frenze! zum Lehrer an bem Schullehrer-Seminar zu Friedberg, mit Wirkung vorn 11. Juni d. I. an, zu ernennen.
• • Ernannt wurden am 7. Juli 1896 ber Heizer bei den Oberhessischen Eisenbahnen Karl Gebauer zum Loco- motivführer bet ben Hessischen Siaatßeisenbahnen unb ber Hilfsheizer bet ben Oberhessischen Eisenbahnen Wilhelm Dich! auß Geinsheim zum Heizer bei ben Hessischen Staats- Eisenbahnen.
* * Gymnasium. Herr Universitäts-Professor Shaw aus New York unb Herr Dr. Streng au« Helsingforß wohnten während ber letzten Wochen dem Unterricht tm hiesigen Gymnasium bet.
* • Bahn Stockheim—Frankfurt. Auß zuverlässiger Quelle erfahren wir, daß die so lange erstrebte Nebenbahn Stock- h eim—Frankfurt nun gesichert erscheint, da preußischer Seils baß Bebürfniß nach Herstellung bieser Nebenbahn anerkannt unb bie Zusage ertheilt ist unter ber Voraussetzung ber Perfectton bes zwischen Hessen unb Preußen über bte gemeinschaftliche Verwaltung beß beiderseitigen Eisenbahn- desitzeß vom 23. v. Mts. abgeschlossenen Vertrags und unter der Bedingung freier Geländestellung die Strecke von Höchst ab nach Frankfurt zu auf preußische Kosten zu bauen. Bon Hessen würden die Mittel für da- Stück von Höchst biß Stockheim aufzubrtngen sein.
Sanger-Bereinigung Gießen. Gleiberg- Eoncert am Mittwoch, den 22. Juli, Abends 8 Uhr, in Stein- Saal. Wir find heute in der Lage, über baß Programm berichten zu können und constatiren gern dessen geschmackvolle und interessante Zusammenstellung. Hervorragende Autoren, wie Wagner, Gruz, Nicolai, Kremser, Koschat u. A. finden wir vor, angenehm wechselnde Orchestersätze mit Ghören ä capella und solchen mit Orchesterbegleitung. Auch ber Sologesang wird besten- vertreten sein, haben sich boch bte Herren Heinr. Schirmer unb Theobor Haubach, bie un- schon oft burch ihre schönen Stimmmittel unb vornehmen GesangSweise erfreuten, bereit finben lassen, im Eoncert mitzuwirken. So ist denn zu hoffen, baß trotz anbere« musikalischen Genüsse, bie bie nächste Woche zu bringen scheint, ba- Eoncert am Mittwoch seine verbiente Beachtung finben möge.
♦ ♦ Berliner Ausstellung. Sine Anzahl Unteroffiziere unb Mannschaften bes Kaiser Wilhelm-Regiment-, welche fich burch gute- Schießen ausgezeichnet, haben einen lOtäglgen Urlaub auf Kosten beß Regimentß nach Berlin erhalten. Unser Berichterstatter traf btefelben in ber Spe- cialaußstellung Kairo.
* • Eine Diebin. Einem Soldaten kam am vorigen Sonntag in einem hiesigen Gartenlocal baß Seitengewehr abhanben. Deß Diebstahls verbächttg ist eine Frauensperson, welche angeheitert war unb sich in bet Gesellschaft des Soldaten befand.
• • Eine Betrügerin betreibt seit einigen Tagen in hiesiger Stadt ihr faubereß Gewerbe. Dieselbe giebt fich alß Dienstmädchen auß, vermietet fich kurzer Hand, um gleich mit bem erhaltenen Mlethgeld zu verschwinden.
♦ * Brodrevifion. Don der Schutzmanoschast wurde heute Morgen bet den hiesigen Bäckern eine Revision bezüglich beß Brodgewlchtß borgenommen. Eine größere Menge zu leicht befundenes Brod wurde beschlagnahmt.
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— Alleudorf a. d. Lda., 14. Juli. Heute Nachmittag 6 Uhr würbe hier bie Feuerwehr alarmlrt, well eß In bem Holzschuppen beß Müller- Matern brannte. Daß Feuer, weicheß vermuthllch Klnber angezünbet hatten, konnte, obgleich eß schon über baß Dach emporschlug, nur einen Reifighaufe» etwas anbrennen, ba man eß alsbalb entdeckt hatte unb rasch löschen konnte.
□ Darmstadt, 15. Juli. Der nörbliche Theil beß Ma thtlbenp latzeß, auf bem baß Abt Vogler Denkmal steht, wird gegenwärtig in eine gärtnerische Schmuckanlage mit Springbrunnen usw. eingerichtet; leider entbehren die meisten unserer öffentlichen Plätze biß jetzt solcher Brunne«. — Die Genehmigung beß Raufeß beß Hof gutß Scha


