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17.6.1896 Erstes Blatt
 
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1806

Mittwoch den 17 Juni

Erstes Blatt

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Kenerat-Mnzeiger

Zlints- und Anzeigeblatt für den "KreU Giefzen

Hratisbeilage: Hießener Aamitienölatter.

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v. Gagern.

Deutscher Reichstag.

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Iinnb m t toi Lnzrigri, |u der Nachmittag« für bm chatten Lag erscheinenden Nummer bil Sonn. 10 Uhr.

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' HiilHrelfltltt 10-1 dem Anzeiger l , lich dreimal i «igel eg».

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Neueste Nachrichten»

«olftl telrgropbttcht» Lorresponbenz-vureU».

Berlin, 15. Juni. Wie die Abendblätter melden, über- sandte der Kaiser dem 1. Royal-DragonS-Regiment einen Kranz zur Zierung der Standartenspitze zur Erinnerung an den 18. Juni, dem Tage von Waterloo. Derselbe ist auS goldenen Lorbeerblättern, «Blüthen und «Früchten ge- wunden und mir goldgefranzter scharlachrother Schleife ver- ziert. Diese trägt auf dem einen Ende ein W mit der Krone, auf dem anderen ,18. Juni 1815."

Berlin, 15. Juni. Zu Ehren Li«Hung «Tsch ang S findet morgen Mittag im Neuen PalatS eine größere Tafel von etwa 100 Gedecken statt.

Berlin, 15. Juni. Die

enthalten.

Potsdam, 15. Juni. Heute am Jahrestage des Todes des Kaisers Friedrich erschien das Katserpaar kurz nach 9 Uhr im Mausoleum in der Friedenskirche und legte einen großen Kranz mit weißer Schleife und Namenszug nieder. Auch im Auftrage vieler anderer Fürstlichkeiten wurden Kränze viedergelegt.

Sraudevz. 14. Juni. Heute gegen Mittag wurde die West preußische GewerbeauSstellung durch den Oberpräfidenten vr. v. Goßler eröffnet. Gegen 600 Aus­steller au» säst allen Theilen der Provinz find vertreten. Gleichzeitig erfolgte die Eröffnung der in 11 Tagen fertig« gestellten, etwa 3 Slm. laugen Graudenzer Pferdebahn, vr. v. Goßler betonte tn seiner Eröffnungsrede, die Heraus­bildung des richtigen BerhälruiffeS zwischen Landwinhschaft und Industrie sei ein hervorragendes Bedürfuiß. Der land« wirthschaftliche Betrieb gewinne immer mehr den Charakter

Hüt Unnoncrn-Burkaux bfi In- und Äullonbtl nehmen Anzeigen für be*Gießener Anzeiger- entgegen.

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Nordd. Allg. Ztg." erklärt daß nicht der Justtzmintster,

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die Angabe derFreis. Ztg.

sondern der Ministerialdirector fich über die Anstellung der jüdischen Richter geäußert habe, ebenfalls für erfunden, ebenso die Angabe deS gleiche Blattes über eine Judenliste im Justizministerium, laut welcher nur 5 pCt. der jüdischen Rechtsanwälte in Berlin zum Notariat zugelassen werden, für unrichtig. Ueber die Justizbeamten, wie über alle an­dern Beamten werden Personallisten geführt, welche deren vollständiges Nationale, also auch Angaben über ihre Religion

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Bekanntmachung,

b Miss and die Veranstaltung von verloosungen innerhalb des C A-ih-nzogthumS, hier Seitens des OrtSvorstandeS von Hungen.

Ixt OrtSvorstand zu Hungen beabfichtigt, mit dem am 2111 Seiptember l. I. zu Hungen stattfindenven Biehmarkte t iWtrloofung von Kühen und landwirlhschafilichrn Geräthen z- jyitrrilnben.

Eia« Großh. Ministerium deS Innern und der Justiz h j«!tt nachgesuchte Erlaubniß zur Veranstaltung biefer 83er- liMmU unter der B:diogung ertheilt, daß nicht mehr als LiM.Joofe zu 1 Mk. da« Stück auSgcgeben werden dürfen u« Mindestens 60 pCt. deS BruttoerlöfeS auS dem verkauf b taei) Mfe zum Ankauf von Gewtnngegenständen zu verwenden ft Hi mb den Vertrieb der Loose in der Provinz Oberhessen a tt-ütvi.

Aiießen, den 13. Juni 1896.

Großherzogliches KreiSamt Gießen.

v. Gagern.

105. Sitzung. Montag, den 15. Juni 1896.

BundeSraihsttsche. Reichskanzler Fürst Hohenlohe, tertiär Gras Posabowtzki, Minister o. Bronsart, Sw;ecretär v. Bötticher.

Ajar Berathung steht zunächst die Haushalts-Uebersicht pro 1 ' Vie RechnungScommtssion beantragt die Decharge für iämmt- U ßß-LtatSüberschrtilungen, mit Ausnahme einer solchen von 3 g.(C Mk zu Dersuchm im Bereiche deS ArttllertewesenS. A It^im beantragt sie eine Resolution betr. Aenderuna der Ver- o »ärq über die UrnzuaSkosten bei Gesandtschaften und Consulaten.

öibfl. Rickert (srs. Vg): Wir können der Commission nur b lorin dafür fein, daß sie derartige Etatsüberschreitungen rügt und b< kr Kitt Regierung mahnt, uns künftig lieber Nachtragsetats vor- r.pmi Da uns aber fchon entsprechend« Zusagen Seilens deS g 3:i|li crtiärS und deS KriegsministerS gemacht sind und da unS a iMic an jetzt schon Nachtragsetats vorgelegt sind, so mochte ich doch d chw!) mir, um Weile urigen zu vermeiden, auch fchon ,etzl die v wräf' jt Genehmigung einschließlich jener 393000 Mk. auSsprechen.

L-chatzsecrelär Graf Pofadowski versichert, daß künftig solch MlMlalSüderschreitungen möglichst vermieden werben würben.

jlAgg. v. Marguarbsen (nl.), Dr. Lieber (Ctr.) unb U;i:(:h6ow (conf) erklären sich mit bem Vorschläge Rickerts ein-

für bie zweijährige Dienstzeit einer solchen Einrichtung bebetf, bann laufen wir Gefahr, baß unS nach Ablauf beS Versuchs bie iwti­jährige Dienstzeit wieber genommen wirb. Der Reichskanzler hat ür den Herbst eine Resormvorlage über b«n Militärstrafp' oceß »u- gesagt. Aber eS ist ja neuerbingS erst wieber von ben Eonservativen lebhaft angegriffen worben, eS ist ihm vom Grafen Limburg nachgesagt worben, baß er die preußischen Interessen im Reiche nicht genügend wahre. Solche Angriffe hat man Seilens der Eonservativen immer nur erlebt, wenn dieselben die Stellung deS Reichskanzlers für er- djüttert hielten. In der EentrumScorrefponbenz laS man auch heute Morgen, baß wir tm nächsten Herbst anbertn Männern in ber Re­gierung gegenüberstehen würben. Da ist eS wohl möglich, bah bie Reformvorlage wieber in ber Versenkung verschwinbet.

Abg. ©Hermann (nl): Seine Freunbe setzten v>olleS Ver­trauen in bie hinsichtlich ber Mililärstrafproceß Reform vom Reichs­kanzler abgegebene Erklärung. Was bie Frage ber zweijährigen Dienstzeit anlange, so läge für seine Freunbe kein Grunb vor, bie von ber Militärverwaltung zugesagte ehrliche Probe in ber Weise, wie Richter bieS beantrage, abzukürzen. Seine Freunbe wurden bähet ohne Vorbehalte für bie gegenwärtige Vorlage stimmen.

Ada. Lieber (E.) erkläit gleichfalls, feine Freunbe «blickten in Betreff ber zweijährigen Dienstzeit eine volle Gewähr in bet Er­klärung der Heeresverwaltung, eine ehrliche Probe machen zu wollen.

Abg. Rickert (ftf. Vg.) spricht sich ebensallS für bie Vorlage au» unb gegen bm Antrag Richter, bei besten Annahme man baü Zu- ftanbetommen btefer Vorlage unb baburch vielleicht auch die zwei­jährige Dienstzeit gefährbe. Die Beforgniffe Richters in ^olfl« ber Angriffe beS Grafen Limburg unb ber 'Richtvorlegung ber Milttar- strafproceßnovelle theile er nicht. Er beforge eher, baß eine solche Resormoorlage zwar kommen, aber weit schlechter auSfallen werde, alS er sie wünschen müsse.

Abg. Richter: Er verlasse sich nicht auf persönliche Garan­tien, sondern nur auf fachliche. Bezüglich ber Militätsttafproce^ reform habe Rickert ftiber kein rechtes Vertrauen; ba sollte er hoch mit ber Bewilligung ber gegenwärtigen Vorlage warten, biS er den Entwurf zur Reform beS MilitärstrafprocesteS vor sich bebe.

Abg. v. Manteuffel (c.) erklärt sich gegen den Antrag Richter unb sagt, was denn bie Aeußerungen des Grafen Limburg zum Richtergefetz mit ber zweijährigen Dienstzeit zu thun hätte»?

Der Antrag Richter wirb abgelehnt gegen freis. VolkSp., südd. VolkSp. unb ©octalbemofr unb sobann bie Militärvorlage unver- änbert angenommen.

ES folgt bie zweite Berathung bes NachtragSetat» für Militär, AurwärtigeS Amt, Post- und Schutzgebiet. Beim NachtragSetat für baS Auswärtige Amt hat bie Commission bie Forberungen für ^Neuguinea gestrichen.

Schatzfecr. Graf PofabowSki tritt ber Angabe entgegen, er habe in ber Commifsion ben Vertrag mit ber Neuguinea-Compagnie als ben Jnteresfen deS Reichs fchädlich bezeichnet.

Die Forberung für Neuguinea wirb nach längerer Debatte einstimmig a'-gelehnt, im Uebrigen aber ber jUachtragSetal für baS Auswärtige Amt genehmigt.

Morgen 1 Ubr: Fortsetzung bes Nachtragsetats; Dritte Be­rathung ber Militär Vorlage. Rechnungssachen. (Schluß 6 Uhr.)

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Abg. Richter (ftf. Dp): ES entstehe doch da« Bedenken, daß ein solcher Beschluß später einmal al8 DeSavouirung der Commission auSgelegt werden könne.

Die Entlastung wird ertheilt, einschließlich jener 393000 Mk, ür diese gegen die Stimmen der freisinnigen Bolspartei unb ber Socialbemokraten.

E» folgt die Berathung ber Allgemeinen Rechnung pro 1894/95.

Hier beantragt bie Commission, Decharge zu erteilen unb die rüber durch Jahre hindurch gemachten Vorbehalte bezüglich ber nur von bem preußischen KrtegSminifter contrastgnirten jastificirenben CabinetSordreS fallen zu leffen.

Schatzsecrelär Graf PofabowSki bittet bas Hau», biefem Anträge zuzustimmen, ba ber Reichskanzler fowohl bie materielle wie bie formelle Verantwortung auch für blefe Gnabenerlaste auf bem Gebiete ber Heeresverwaltung übernehme.

Abg. Rickert (frf.Vg.): Auch wenn ber Reichstag bem Anträge ber Commission zustimme, stelle er sich bamit boch keineswegs auf brn bekannten Standpunkt ber preußifchen Regierung unb des KriegSmtntfiers. Der Reichstag habe thatsächlich nichts mit bem Kriegsminister zu thun, fonbern nur mit bem Reichskanzler, als bem für bie Etatsangelegenheiten bem Reichstage Verantwortlichen.

Der Antrag der Commifsion wird gegen die Stimmen der Freisinnigen unb Socialbemokraten angenommen.

ES folgt erste Berathung be» Gesetze«, betr. Abänberung ber Schutztruppen-Gesetze für Afrika unb Sübwestafrika fowie Kamerun. . .

Abg. Prinz Arenberg beantragt Namen« beS CentrumS Ver­weisung an bie Budgetcommission behufS genauer Prüfung. Namentlich auch in Bezug auf bie Missionare Nehme man bie Vorlage, die ja im Ganzen ben in ber Commission laut geworbenen Anschauungen entspreche, ohne Weiteres an unb ergäben sich bann Uebelfiänbe, so sei man selber für blefe Uebelfiänbe verantwortlich.

Abg. v. Bennigsen (nl.) erinnert an bie Beschulbigungen, welche Bebet im Februar gegen PeterS gerichtet, namentlich an ben Bries, ben Peters geschrieben haben solle unb fragt ben Abg. Bebel, ob er jetzt bestimmtere Auskunft darüber geben könne.

Abg. Haffe erklärt die Zustimmung ber Nationalliberalen zu ber Vorlage.

Abg. Bebel: Herr v. Bennigsen richtet seine Anfrage an eine falsche Abrisse, er sollte sie an ben Reichskanzler richten, der ja eine neue Untersuchung eingeleitet hat. Für mich handelte eS sich ja auch nicht um ben Brief an Bischof Tucker allein, bezw. an ben Bifchof Simon«. Auf meine Erkundigungen hin habe ich erfahren, baß Simons tobt ist, ein Ersuchen an bie Nachlaß Vollstrecker betreffs eines Briefwechsels zwischen ihm unb Peters ist aber runbmeg ab­gelehnt worben. Wo sich Tucker befinbet, weiß ich nicht, ich habe aber bas auswärtige Amt ersucht, seinen Einfluß aufzubieten, um Tucker ausfinbig zu machen. c v

Abg. Graf Arnim (Rp.) ist überzeugt, baß ber bewußte Brief überhaupt nicht exlstire. Wäre er vorhanben, so hätten ihn bie englischen Missionare sicher längst portofrei Herrn Bebel zuge- schickt Auch bie Ehebruchs-Hinrichiungkn habe Peter« sofort auS- brückttch befiritten, unb zwar in einem thatfächlich vorhandenen Briefe an englifche Missionare, die dieferhalb bei 'hm angefragt hätten. Dieser Brief enthalte also gerade baS Gegenthell von bem, was in dem von Bebel behaupteten Briefe stehen folle. Der Reichstag müsse daraus die Lehre ziehen, solchen Anfeindungen politischer Persönlich­keiten künftig keine solche Beachtung zu fchenken. Eine Beschleunigung der Untersuchung sei dringend nöthig, auch im Interesse deS An­sehens unserer Colonialverwaltung. Der Fall mit bem Briefe ist nur ein einziger unter ben von mir angeführten. WaS Peters sonst noch auf dem Kerbholz hat, genügt allein fchon, um ihn künftig für unfere Colonien unmöglich zu machen. Schon bas genügt, was damals Colonialbirector Kayser genötigt war, unS aus bm Acten vorzulesen. _ r

Abg. Richter: Die ganze Verhanblung im Februar war gar nicht burch jenen Brief veranlaßt, sonbern burch bie ganze coloniale THStigkell bes He' rn Peters. Unb wie bicse war, theilt Herr Peters selber in feinem Buche mit. Redner tritt bann, im Hinblick auf bie Vorlage, ber Meinung entgegen, daß man in Sübwestafrika Eisen­bahnen anlegen könne. Doch höchsten» Ochsenbahnen. Wozu noch eine Commission für bie Vorlage«' Wir sitzen hier fo gemüthllch beisammen, in einer so geringen Zahl, bie gar nicht fiörenb wirkt. (Große Heiterkeit). Die Commission bat bereits so viel in btefer Session gelban, daß wir »hr nicht mehr aufzugeben brauchen. Wir können das hier ganz gut tm Plenum abmachen.

Abg. Graf Arnim hält nochmals Bebel vor, es wäre besten Pflicht gewesen, nach dem Brief zu recherchiren. Wie dürften Leute, welche freie Liebe vrebigen, so ihr Gesicht verhüllen wollen, wenn Weihe einmal in Afrika Ausschreitungen begeben.

Abg. Bebel: Wenn nach Abschluß der Untersuchung bie Re­gierung alle Acten veröffentlichen werbe, würben wohl noch ganz andere Dinge über PtierS zu Tage kommen. Er halte bm Herren drüben nur den Spiegel vor, damit sie sehen, wie e« in ihren Gesellschaftsklassen aussehe, und erinnere dabei auch an Hammerstein!

Abg. Graf Arnim (Rp.): Mit dem Briefe an Bifchof Tucker habe Bebel sich unb bm Reichstag g'Ünbllch reingelegt. In Afrika könne man allerdings nicht ben Maßstab scharfer Moral anlegen, wie tn Mädchenschulen. , _ . t

Abg Bebel: Schon bie eine von PtierS eingeftanbcnc That- sache, baß er ein liäbdjen, welches er mißbraucht habe, hinterher wegen geringfügiger Anlässe hat hängen lassen, ist ein Bewel» schwerster moralischer Verworfenheit. Sie beleiblgm uns fortwährend während. Sie eine Gesellschaft npräfentlren, bie voller Heuchelei ist.

Die Vorlage gebt an bie Bubgetcommifsion.

Es folgt bie zweite Berathung ber Militär Vorlage (Umge­staltung ber vierten Bataillone). Die Commifsion beantragt, bie Vorlage unoeränbert zu genehmigen.

Abg Richter beantragt gefetzliche Festlegung ber zweiiahrigen Dienstztit burch Aufnahme einer bez. Bestimmung in bie Vorlage. Wir haben um so mehr Veranlassung, aus btefer Forberung »u be­stehen, alS seinerzeit bie zweijährige Dimfizeit ausdrücklich unb nur bewilligt worben ist als Cowpenfation für bie vierten Bataillone, bie nun jetzt wieber tn ihrer Befonberhelt aufborm fallen. Wenn nun in milttärifchen Kreifen die Auffastung Bestlnb hat, daß cs

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Ita Ärbeiter-Frühzug von Grünberg nach Gießen betr.

Qyn Montag den 29. Juni an wird der bisher nur r i*fd)tn Großrn-Buseck und Gießen verkehrende Arbeiter- Msi« von Grüuberg aus um 4 Uhr 45 Min. Borm. a iitzthir und in Saasen, Reiskirchen, Großen-Buseck und 9> Äiljti anhalten.

Due Bahn-Strecke Grünberg-Gießen wird während dieses KpitkehrS nur an den unmittelbar bei den genannten 5 Sutlomen gelegenen S raßen Uebergängen bewacht werden, li nUtkrlgen aber nach Maßgabe der Bahnordnung für deutsche 9 SMnti untergeordneter Bedeutung betrieben, also ohne SNimachnng der Bahn und ohne Schließen der LLchlOttken au den sonstigen Bahu-Uebergäugeu.

Fagegen wird bei Annäherung des Zuges a m efoten unbewachten Wegübergang mit der aus d io» Lvcomotive befindlichen Glocke zur Warnung fitätbiie Passanten geläutet.

fflUe Diejenigen, welche In den genannten Morgenstunden a rnr bcti von der Bahn überschrittenen Straßen und Wegen - ftFgsi oder zu Wagen verkehren, werden daher aufgefordert, a ar bat« Läute-Stgnal zu achten und die Bahn nicht zu über« fe 4^1101, solange baffdbe ertönt.

(5i l e 6 e n, den 15. Juni 1896.

Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern.

Gießen, den 15. Juni 1896. Wie oben.

wl «rotzherzoglicht Kreisawt Vietzeu a m dise (Sr. Bürgermeistereien Aouerod, Großeu- l Beuern, Bersrod, Oppenrod, Reiskirchen, 4Sirkchardsselden, Harbach, Hattenrod, Laasen, Neiuhardshain, Lauter und Orünberg.

ü-l beauhragen Sie, vorstehende Bekanntmachung in b i.u ochsten 14 Tagen wieberholt ortsüblich publictren zu li ertn.

«ließcner Anzeiger3