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17/03/1896 Erstes Blatt
 
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Wr.»* Wir erhalten folgende Zuschrift. Die tu Nr. 64, dritte- Blatt, deSGießener Anzeigers" vom 15. d. Mrs. in dem Bericht über die Jubelfeier deS LeibgarderegimeutL zu

über eine Zählung von 1885, tu Elsaß Lothringen find wir gar auf Schätzungen angewiesen. Nach ThiS Erkundtgungr» läßt fich die Zahl der Franzosen in Elsaß Lothringen (d. h. der im geschloffenen französischen Sprachgebiet französisch und patoiS Sprechenden) auf 200,000 schätzen, Oldenburg zählte 2500 Friesen, Sachsen noch fast 50,000 Wenden.

wettere Anordnungen vor.

Wien, 15. März. Am Grabe der Märzgefallenen veranstalten heute Nachmittag die Socialdemokraten große Kundgebungen, wozu dieArbeiterzeitung" einladet.

Rom. 15. März. Der Entschluß deS Kriegsminister» Ricotti, sämmtliche Generale und Offiziere, welche irgendwie für die Niederlage von Adua verantwortlich gemacht werden können, vor ein Kriegsgericht zu stellen, wird von der Prefle mit Genugthuung ausgenommen. Der Prozeß soll

in Massauah stattfinden.

Rom, 15. März. Wie hier verlautet, hat die italienische Regierung erklärt, daß die Frieden Sbedingungen Meneltks für Italien unannehmbar feien.

Rom, 15. März. Die Deputaten Savalotti, Costa und vendemtnt haben in der Kammer einen Antrag eingebracht, nach welchem da» Eabinet CriSpi in An klag ezustand ver­setzt werden soll.

Kairo, 15. März. Hier rief die Nachricht von der bevorstehenden Expedition nach dem Sudan große Befriedigung hervor. Der Khedive wurde bei seiner Rückkehr auS der Moschee mit lebhaften Zurufen begrüßt.

Wien, 15. März. Der akademische Senat gab durch Anschlag an das schwarze Brett der Universität kund, baß er seine Mißbilligung über den Beschluß der antt- semitischen Studenten ausspreche, nach welchem dieselben sich nicht mit mosaischen Studenten schlagen wollen. Insbesondere mißbilligt der Senat die Modificarion jene- BeschluffeS und behält sich in dieser Angelegenheit nach Lage der Umstände

CocaUs und provinzielle-,

Siebe», 15. März 1896.

Empfang. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog^ empfingen am 14. März u. A. den Baurath Schnitzel von Grünberg.

Sonntagsruhe der RechtSaumalte. Die Sonntagsruhe bei unseren Rechtsanwälten in der Provinz Oberheffcn scheint Thatsache zu sein. Seit einigen Tagen befindet fich wenig­sten» an den Schriftsätzen, welche die Gießener Anwälte ihren Clienten zusenden, ein rother Zettrl mit folgendem Hinweis: An Sonn« und Feiertagen bleibt das Bureau ge- schloffen. Sprechstunden In der Regel an den Werktagen Nachmittag» von 35 und sicher SamStag Vormittags von 812 Uhr.

Die bieüjahrigea Herbst Mauover der hessischen Dlvi- fion finden in Rheinheffen statt, und -war in der Gegend von Alzey.

Ehrung. Eine Abordnung deS Vorstandes deS hie- figen Veteranen-Verein- überreichte gestern Herrn Som« merzienrath Heichelheim da- künstlerisch auögeführte Shrendtplom als Ehrenmitglied de- Verein-.

Dermifdpte»*

* Die Nationalitäten im Deutschen Reiche in ihrer Stärke genau zahlenmäßig anzugeben, ist nicht möglich. Im preu­ßischen Staate fand 1890 eine Sprachenzählung statt, welche aber in Bezug auf die friesische und oämsche Sprache unzuverlässig ist- z B. wurden in Hannover Tausende vo, Friesen gezählt, die thatsächlich nicht vorhanden find. Zu­sammen mit Preußen zählte auch Oldenburg 1890 je,ne Einwohner nach der Sprache, da» Königreich Sachsen verfügt

zu den Bataillonen) erhielt da» Regiment am 6. Juli 1820 die Bezeichnung: 2. Garde - Regiment und am 11. April 1830: 2. Infanterie-Regiment (Großherzog) Nachdem im Jahre 1867 die 2 Schützen-Compagnien wieder au», geschieden waren, erhielt am 25. October 1871 da» Regiment die Benennung: 2. Großherzoglich Hessische» In fanrerie-Regiment (Großherzog) Nr. 116 und trat am 8. April 1881 zu den 2 alten Bataillonen da» neuerrichtete Füsilier-, jetzt 3. Bataillon. Am 5. November 1891 erhielt da» Regiment, nachdem am 12. September desselben Jahre» Se. Majestät der Kaiser die Grelle eine» Chef» anzunehmen geruht hatten, die jetzige Benennung: Jnfanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Groß- herzoglich Hessische-) Nr. 116. Au- dem Gesagten geht hervor, daß zu keiner Zeit da» letztgenannte Regiment au» einem Theile de» jetzigen 115. Regiment» heroorgegaugeu ist." Denn da- jetzige 1. Bataillon de» hiesigen Re- giment» gehörte al» selbstständige- Füsilier Bataillon vom Jahre 18031812 der Leib- bezw. Leib-Garde-Brigabe an, von der allerding» da» 115. Regiment, damals Leid- Regiment zu Fuß bezw. Leib-Gardt-Regiment, den Haupt, bestandrheil bildete. Noch viel weniger aber kanu nach 1812 oder, wie in dem oben genannten Artikel angegeben, 1813da» 116. Regiment au» einem Theil de» 115." hervorgegangko sein, da die beiden alten Bataillone deS 116. Regiment» bereit» 1812 zu einem provisorischen leichten Infanterie- Regiment vereinigt waren.

h. BellerSheim, 15. März. Auch in unserer Gemeinde haben verschiedene Bürger Stundung für die Nothstand». gelber erhalten und etuigen wurden btc Beträge ganz er- (affen. Die Frühlingsboten verwehten sich täglich te unserer Gegend. Amsel, Singdroffel, Buchfink und Staat lassen ihre Lieder erschallen und der Storch ist zurückgekehrt, wenn auch später, als man bei dem milden Wetter erwarten mochte. Entgegen anderer Mtttheilung in Ihrem geschätzter Blatte kann von hier berichtet werden, oatz dieser Tage zwei gewaltige Züge von Kranichen in nordöstlicher Richtung über unsere Gegend gezogen sind. Der W^fferr ichrhum in letzter Zeit ergänzt das Manko in Brunnen und Bächen und wirb fleißig zum Bewässern benutzt. Kleefelder und Wintersaaten haben sich bis jetzt gut gehalten und versprechen befriedigende Erträge, wenn keine Rückschläge erfolgen. Auch die Obst- bäume sehen gut auS.

Mainz, 15. März. Kommenden Spätsommer finden bekanntlich die ErgänzungS w ablen für den hessischen Landtag statt. Diese Wahlen haben insofern eine besondere Bedeutung für Mainz, alS die Mandate der seitherigen beiden Vertreter von Mainz, der Socialdemokraten Jöst und Ulrich, erlöschen und für Beide Neuwahlen stattzu'inder haben. Um die Mainzer Kammersitze nicht zu verlieren, treiben die Soctaldemokraren schon jetzt eine sehr eifrige Agitation, indem sie in offenen und geschlossenen Versamw lunger ihre Anhänger von der Wichtigkeit der bevorstehenden Wahlen belehren. Die Niederlage, welche die Soc.alkemokraten bet der letzten Stadtverordnetenwahl erlitten Haden, scheint sie zum besonderen Eiser anzusporucn.

Bom Rhein, 15. März. Um die mit den Bahnsteig­karten noch immer vorkommenden Unterschleife zu beseitigen oder wenigstens thuulich zu beschränken, ist von der preu- ß.schen Tisenbahnverwaltung angeordnet worden, daß für btc Folge die Fahrkarten in verschiedenen Farben auflgegebrn werden.

betragen.

Depeschm h<B BetertiHerold'

Darmstadt enthaltene Mittheilung, daß 1813 au» einem Theile deSjetzigen Regiment- 115 Dafl 116." Regiment geb ildet wurde, ist irrig und bedarf der Berichtigung. Dafl hier garnisonirende Infanterie Regiment Kaiser Wilhelm (2. Großherzoglich Hessische») Nr. 116 reicht mit seinem Stammbaum hinsichtlich defl 2. Bataillonfl auf da» am 1. Juni 1741 von Landgraf Ludwig IX. (damals Erbprinz und bereits im Besitz der Hanau Lichtenbergischen Lande) in Pirmasens' errichtete Leib-Grenadier Garde- Regi­ment zurück, während das 1. Bataillon seinen Ursprung aus das am 15. September 1790 erridjtete Leichte Jnfan- i mwöflen rtd. btc tm Dcutschen Reiche ansässige,

tnie^atafflon, zum 8äSten Jfleil au» bem RreU«, mem go(|® J nad) kaufen auf gegen 45,7 Witt, »u Gießen 6e>6otgegangen, leitet, a. 3-ne» alle Mma $ F 3 ^olell/ 0,25 MM. Franzosen, 0,14 Mill, (enler Leib Grenadier Garderegimen, würbe ^90 aus Vitt $än o 12 Mill, fflenben, 0,12 Mm. Vllauee, 0,06 M,li. Compagnien unter der Benennung 2. Leib-Greuadier-Bataillon ~ Wallonen

lebucin, 1803 unter Verletzung zur Brigade L-nbgras al« Tschechen 0 01 Mill. Wallonen. ......

Füsiliee-Bataillon und 1806 nach Umwandlung dieser Brigade '8esch».»b>,ketleu,a» gedruckt

kl die Leib-Brigade al« 1. Leib-Füsilier Bataillon dem letz- Sin Fußgänger im Schritt 1,2, Schneeschuhläuser 2» itebunbe .uaetbeilt. (Sie Brigade Landgras bejre schnellster Fluh 4, ein Schiff mit 9 Rnoten oder ©eemetl®

6on 1806 Leib Brigade bestand au» dem 1. und 2. Bataillon 4,7, Luftballon 6,4, geml(ebtee ßug 7, ein.'*'

b . 117 Regiment») b Da« 1790 gegründete Siegele 9, kräftiger Wind, Pitflonenzug, srische Brise 19,

Letch?e ^nsanterte Bataillon erhielt 1792-93 die Torpedoboot 11,5, Si.läufer 11, Rennpse.b 12, SxgeeBjug

Benennung FüfiUer-Bataillon, dann wieder Leichte, Jnsan- (60 Kilometer pro Stunde) 16 7, Rohrpostzug 16,7^ Stur,

- Untnifinn nnh 1799 2 Füsilier Bataillon. Letzteres I welle im Meer 22, Brieftaube 27, Sturmwind 39, Orkan- l .ur ^id.Bri-abe lau» dem Leib Regimen, zu Schwalbe 67, stärkster Shelon 116, der Schall in ter

it8t ng jRMlmem bestehend) versetzt, und 1806 nach Luft 540, «nsangbgeschwinbigkeit be« Geschosse« de« 18 <5cnt»<

UmwaLng dies« «"gäbe in'ine L e. b - E a r de - Brig ° d e meter.Fistuvg-geschütze- 252, de»

al» Garde-Füfilirr-Bataillon diesem Verbände von Neuem gelchüge« 482, be« 12 Cenn»eter.Festung«geschü,e« , .

jugetbeUt. Da. unter a ansgesührtr 1. Leib-Füfliitt-Bataillon L-Cemimeter Felbkav.one 448, be, « Millim itt-R pe^ sowie da» unter b näh« bezeichnete GarbesüfiUer-B-taillon gewehre« M. 1M8 580 8'*"'*

mnTh,n am 22 SebruQi 1812 und »war «ft«e« al« 2. I von Teneriffa 1000. Umdrehung be» Monde« um tu we» uu"l «tere7 ai, l Mammon »u eine m peovisoftlchen leichten 1012, der Scholl im Kaffer 1430, »xplosion der Schtch flnsameii-Regiment vereinigt. (im 17. Ium 1813 «felgte wolle 5800, Umbrrdimg der Srbe um eie Bonne 29 500, Pie Erhebung diese» provisorischen Reg ment» zum wirklichen Sternschnuppen tm ® 140 000, ®tectr<.n^,< leichten Regiment unter bei Benennung: Garde Füsilier Regst Telegraph 12 180 476, Jndmi.°n.ftr°m 18 400 MX», ei» ment. Nach einer am 1. Juli 1820 eingetretemn OraaMsation»- irischer Eirom im Minei 36 000 000, «V

änbetung hinsichtlich der Zutheilung von Schlltzev-Sowpagnien Lichte« 3 1 090 000, S>»trieo-t 444 414 00 D 1

I (jt eine 1. brzw. 2. Schützen-Soerpagnie al« 5. Evmpagnie legt la einer ©ecunbe l*/i Millimeter zurück.

«kennt ble Oberherrschaft Italien« über da» Gebiet bl« zum I 3« b« »anlhatlgkeit der Etabt Marebfluffe an. T-g-e wird zum unabhängigen Staat pro. Berwalmngrbericht der Bürgermeisterei sür 1894/95 etae, damit! und unter die Betwaltung eine» Rmhe« gestellt, übrigen» nicht unerwartete

Ra- Makomen soll erster Gouverneur sein. ®äSr,nöJ ^^^.^-nben ^b 27 be.al

Ro« 14. März. Die Abfahrt defl letzten Truppen- Wohngebäuden, 29 deflgl. von Nebengebäuden und 27 deflgl.

Nachschübe« von 5 Bataillonen ist nicht ausgehobtn, sog. sür Bauverändemngen erledigt wurden, betrugen die enr-

-ern nur verschoben worden, weil ein Theil der ,Ür die sprechenden S'Run.m Bar,ahre 41, bej». 45 b£»._46

Truppen bestimmten «urrüftung» - Gegenstände nicht i»r ' Patent-Erthe lang«. Sich se bftrhatig schliehende»

Stelle war Dachfenster, A. Zöckler, Gießen, vom 16. 2. 95 ab.

Pari», 14. März. Die Kammer verhandelte gestern SebrauchSmutzer-Siniragnugev. An Regulieröfeu eine über ihre Stellung zur Weltausstellung von 1 900. Feuenhür, derenRegulierschetbebeim^SchließeneürenGegenzug-

Obgleich der Entwurf von mehreren Seiten bemängelt wurde, schiebet öffnet, Carl Buderufl, Lollar, 21.12.95. Durch dleRegu-

scheint eine große Mehrheit dafür gesichert zu sein. lierrosette der Afchfallthür bttvegter Gegenzugschieber, Carl

Berdua-far le Donbs, 14. März. Infolge defl Hoch- Buderufl, Lollar, 6. 1.96. Regulier-Emrichtung mit sächer-

wasserfl droht ein Bruch der Dämme des Doub». Man förmigem Doppelschieber an du Aschthür von Regulieröfen

befürchtet eine Katastrophe, ähnlich der von Bouzey. Der Carl Buderufl,Lollar, 20. 1. 96.

Präsect sowie Ingenieure befinden fich an Ort und Stelle. " »avswaanischer Verein. Am Sam-tag den 21. d. Mt».

_______________________________- veranstaltet der Kaufmännnche Verein in Steinfl >saalbau __E- eine Abendunterhaltung, bestehend in Theater und lleueftv li-acpricpvtKV I 2anj, deren Anfang auf 8 Uhr festgesetzt ist.

Wolff» telegraphische- Correspouderq-Vureim. ** Hessischer Fechtvereiu Waiseafchutz. Am Sonntag

15 M-,. Sech-Hunde« Stellmacher- findet im Gtehener Festsaal (Ca,6 Leib) zum Besten be» ...ä.'ä.?«ää'äs:*: Versammlung, morgen früh den Meistern nochmals die For- _ rh

derungen (neunstündige Arbeitszeit täglich und Lohnerhöhung cordia ®trren w ro. KuusivereiuS trat am

^w^rLLst^i7Le^^?gt^L

ben bangen etgebnlffen der «erhandlungen gilt der Gene ^nsthalle ^^men. Unter der kleinen Zahl der

If* $«Un' l^März. In einer heute Mittag in «ätzow» «nwese°denSÄ'?!!»

äSSjä kXS'SS'sS

Inmmlung felbft routbe nl4t ijufgeltlft. van 193 aus 207 mit eben so vielen Äntheiischeinen gehoben.

»ai,«-I-ut«n, 15. Marz. Fn der vergangenen t-awt @ntgegcntommen ötr Stadtverwaltung

machten zwei Sträflinge, dieai«kraulin da»Zuckihn N «n besondere» AuSftellung-loe-l tthaltei, werben,

"°N- bntnlebeiliegenben M.tgesangeuen durch Grbroffeln war^^Giegen ist^tn ^ser Beziehung dem viel gräheren Crm°innm 15 Märr M-lduno der Aaenüa Stefani" langend, waren die Einnahmen rund 19 420 Mk., die Aus-

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von Kunstwerken zur Vrrloosung, Veranstaltung von Aus­stellungen, Lieferung eines VereinflblatteS u. s. w. befaßt fich der Verein statutgemäß noch mit Ansammlung eines Fonds zur Widmung von Kunstwerken zu öffentlicher Bestimmung, der letzthin eine Höhe von über 13 500 Mk. erreicht hatte. Rechnung, Voranschlag sowie die Anträge defl Vorstandes fanden einhellige Billigung der Versammelten, die noch die gegenwärtige Ausstellung besichtigten, womit namentlich der hervorragende nordische Thiermalrr Llljesor» (Upsala) mit theil- weise überaus flott gemalten Stück-.n brilllrt, im übrigen aber Mehrwerthigefl und MinderwerthigeS, wie dies ja auch bei einer ständigen Veranstaltung erklärlich ist, nebeneinander

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