Ausgabe 
16.9.1896 Erstes Blatt
 
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die Berechtigung zum Eintritt in« Festspiel für den 30. Sep- cember für eine Person verbunden und den Preis inSgesawmt auf 4 Mk. gesetzt. Für die Verhandlungen un) Abende gelten diese Karten als Familientarten. Auch ist damit die Berechtigung zum Zutritt zu den vorbehaltenen Plätzen in den Kirchen verbunden. Bestellungen auf Festtarten nimmt von Darmstadt und von auswärts entgegen Herr Ober- Confistorialbuchhalter Rothermel. Auch wird in diesen Tagen mit dem sonstigen Vertrieb der Festkarten begonnen werden. ES steht wohl zu hoffen, daß bet dem reichhaltigen Programm, daS geboten wird, auch daS mit den Festkarten tn Aussicht genommene finanzielle Resultat gleichen Schritt hält, weih es doch die Darmstädter Bevölkerung von den Familienabenden de« Eoang. Bundes her, daß man bet seinen Veranstaltungen nicht enttäuscht wird und so im besten Sinn de« Worte»wieder auf seine Kosten kommt".

Laodwirthslhast und Industrie. Ueber die wirthschafr- lichen Kämpfe der Gegenwart und ihre Austragung spricht sich der jüngste Jahresbericht der Handelskammer in Worms folgendermaßen aus:Eine neue Scheidung der Nation In zwei Parteien hat fich vollzogen. Sie ist plötzlich mit elementarer Gewalt ausgetreten und an Schärfe des Gegen« satzeS der schon bestehenden Scheidung in Arbeiter und Arbeit« gebet vergleichbar. Zugleich zeigen sich weitere Gegensätze zwischen Großhandel und Kleinhandel, zwischen Großindustrie und Handwerk. Auf den verschiedenen Gebieten wirkt der Umschwung der Berhältniffe eineSrheil« außerordentlich be« fruchtend und wohlthätig, anderniheilS aber auch schwer schädigend. Deßhalb ist allenthalben der Kampf um die nateriellen Interessen entbrannt und drängt immer mehr den bd der Eigenart de« deutschen Volkes seither vor« herrschenden um die ideellen Güter zurück. Wir find der Ansicht, daß hierdurch unserem Volke ein bleibender Schaden nicht zugefügt wird. Die wirthschastliche Lage aller einzelnen Glieder eines Volksganzen ist doch wichtig genug, daß ihre Neuordnung einmal in den Vordergrund treten kann und andere Fragen auf eine andere Zeit verschoben werden können. Wie sich die agrarische Partei und ihre Gegner zur Zeit gcgenüberstehen, hat eS den Anschein, als ob ein unversöhn licher Gegensatz zwischen den Interessen deS Ackerbaues und denen von Handel und Industrie bestehe und die eine Partei den Untergang der andern beabsichtige. Aber auf die Hitze der ersten Gefechte wirb eine ruhige Ueberlegung folgen. Die Erfahrung wird zeigen, daß eine Solidarität der ver« f(Siebenen Interessen besteht, infolge deren das Ganze ge« sittädigt wird, wenn einzelne und wichtige Theile Roth leiden. Wir werden nicht ruhig zusehen können, wenn unser Bauern« stund durch die Concurrenz deS Auslandes dem Ruin ent» gegengeführt wird, und zwar nicht nur auS dem ethischen Grunde de« Mitleids, sondern weil Industrie und Handel otzne einen kaufkräftigen Bauernstand nicht bestehen können. Der inländische Markt ist der sicherste und wichtigste, und iin zu erhalten, ist eine der ersten Aufgaben deS Staates. Zugleich müssen wir vetmeiden, die jüngste Quelle deS Wohl­standes unseres Volkes, Handel und Industrie, zu verstopfen. Wenn der Gewinn, den beide abwerfen, auch nicht direct allen zugute kommt, so verthrilt er sich doch befruchtend durch unzählige Canäle auf da« Ganze und die gezahlten Löhne machen c« allein möglich, den Ueberschuß an Bevölkerung zu ernähren uab zu unterhalten. Auf agrarischer Seite wird man die |o genannten großen Mittel aufgeben müssen, die darin be« stehen sollen den Fruchthandel zu verstaatlichen und statt der Goldwährung d e Doppelwährung einzuführen, weil durch beide Maßregeln Handel und Industrie schwer geschädigt würden. Die andere Seite darf dagegen nicht gegen jede Maßregel Opposition machen, die der Landwirthschaft, soweit sie nothleideud ist, zu helfen geeignet erscheint."

* Die 5. ordentliche Hauptversammlung des Verbände- devlscher Gewerbevereine tagt vom 20. bis 22. September tu Stuttgart. Auf der Tagesordnung stehen: Die Lage be« KleinhandwcrkS nach den Erhebungen deS Verein« für Socialpolitik, Vortrag de« Finanzamtmanns Dr. Trüdinger auS Stuttgart- Erörterung der Gesetzesvorlage, betrcffrnd die ZwaogSorganifatton deS Handwerks- Gesetz zur Be- kLmpfung des unlauteren Wettbewerbs, Berichterstatter RcchtS- anttolt Dr. BergaS auS Wiesbaden; Gesetzesvorlage, bett. Sicherung der Forderungen der Bauhandwerker und Liefe« tonten, Berichterstatter RelchStag^abgeo, dnetrr Bossermann an» Mannheim- Verleihung der Berechtigung zum einjährig« freiwilligen Militärdienst an die Absolventen von Fachschulen, Berichterstatter Rechtsanwalt Calmann auS Alzcy- Prüfung der Frage, ob die Einrichtung von ständigen Schiedsgerichten zur Schlichtung oder Entscheidung von gewerblichen Streit« sollen, wie ein solches der Niederösterretchische Gewerbeveretn In» Leben gerufen hat, sich empfiehlt und durch den Vcrband Qfigeftrebt werden soll - Anträge ke« Gaunerbande« bir ober«

badischen Gewerbevereine und de« GewetbevereioS zu Quer« flirt, betriffenb daS in Vorschlag gebrachte Gesetz über den Schluß der Derkaussladen an den Wochentagen um 8 Uhr Abends.

* Für Rekruten. Angesicht« der demnächst stattfindenden Einstellung von Rekruten machen wir daraus auf­merksam, daß die Rekruten verpflichtet find, vor ihrer Ein­stellung ein etwa gegen sie schwebendes Gerichtsverfahren der Militärbehörde anzuzeigen. Sie werden eventuell nicht eher eicgefhQr, als bis die Strafsache, einschließlich Straf Vollstreckung, gegen sie erledigt ist. Unterlassen sie die An­zeige, so werden fie bei einer Verurteilung behufs Ver­büßung der Strafe wieder entlassen, ungeachtet dessen, wie lange fie bereits dienen. Im nächsten Jahre werden fie bann erneut auSgehoden, ohne daß die vorhergegangene Dienstzeit ungerechnet wird.

* Kartentelegrawme Bon der ReichSpost wird gegen« ui artig die Einführung sogenannter Kartentelegramme erwogen. ES ist beabsichtigt, auf Wunsch offene Depeschen auf postkartenähnlichen Formularen den Empfängern zuzu­stellen. Die Kartentelegramme würden für 15 Worte (die Adresse mitgerechnet) nur 50 Psg. kosten. Die Poft erspart dabei aber viel Zeit unb Arbeit, mehrere dienstliche Vermerke über Abgang«, und Ablieferungsstunde, Faltung und Schließung der Depeschen, sowie Eintragung in daS AblieferungSheft. Die Bestellung wäre auch eine viel beschleunigtere. Die Ausnutzung solcher Kartentelegramme für CourSdepeschen rc. will man durch Beschränkung der erlaubten Anzahl von mit« telegrophirbaren Zahlen auf zwei ober drei Gruppen (zu je fünf Ziffern) verhindern. Ein Poststempel könnte, wie bei Postkarten, die AnkunstSbestimmungen ersetzen.

* Sine neue Prägung Funfzigpsennigstucke wird zur Zeit in der Königlichen Münze tn Berlin hergestellt und wird bereits in den nächsten Tagen zur Ausgabe gelangen. Die neuen Münzen zeigen auf der MünzbezeichnungSseite einen Elchenkranz und ebenfalls einen solchen auf der Rückseite. Der Adler ist bedeutend kleiner als bei den bisherigen Fünfzigpfennigstücken und mit schräg abfallenden Flügel« federn. Die Rette deS BrustschildeS wird durch kleine Adler gebildet. ______________

Bad-Nauheim. 11. September. General Gurko ist nebst Gemahlin unb Gefolge zu längerem Kurgebrauch hier etngetroffen und hat, wie auch im vergangenen Jahr, in der Vtlla Hohenzollern Wohnung genommen.

* Marburg. 12. September. Infolge de« durch die lange Regenzeit hervorgerufenen landwirthschaftlichen Noth- standes beschloß die Kasseler Landwirthschaftskammer die so­fortige Anschaffung zweier Getreidetrockner mit 6OOOMk. Kosten- der eine wird in Raffel, der andere in Fulda aus­gestellt.

Wurzburg. 14. September. Bei der gestrigen Hebung der Luftschiffer «Abtheilung in der Nähe unserer Stadt rief einer der zahlreichen Zuschauer die unangenehme Erinnerung an die traurige Fuchsmühl Affaire wach, indem er in dem Moment, al« der von dem FuchSmÜhl-Angriff her bekannte Premierlieutenant Mayr nach Füllung des Fessel- ballonsLos!" commanbtrte, mit lauter StimmeFuchs­mühl!" rief. DaS Publikum wurde dadurch etwas erregt. Ein Polizeibeamter stellte die Persönlichkeit des Rufers fest, der ein älterer Schriftsetzer ist.

* AuS der Pfalz. 13. September. Ein Unglücks fall ereignete fich heute Mittag auf dem Rhein bet Germersheim. Zwei Soldaten vom dortigen Trainbataillon unternahmen mit zwei Mädchen eine Kahnfahrt. An der Schwimmschule kippte der Nachen um und särnrntliche Insassen fielen inS Wasser. Ein Soldat und ein Mädchen verschwanden sofort in den Fluthen des Rheins, während die beiden anderen fich retten konnten. Die Leichen sind noch nicht gelandet worden.

* Schaffhausen, 14. September. Als gestern Abend um 7 Uhr das von Constanz kommende Rheindampfboot bei der badischen Station Büsingen anhielt, brach der Landungs­steg mitten entzwei. 45 Personen fielen ins Wasser, 2 Fabrik­mädchen und 1 Knabe find ertrunken, 5 andere Personen wurden besinnungslos auS dem Wasser gezogen. ES ist nicht ausgeschlossen, daß noch weitere ertrunken und fluß­abwärts getrieben sind. Ueber den Unfall, der fich gestern Abend an der Landungsbrücke in ©ue fingen ereignete, wurden folgende Einzelheiten bekannt: Der Landungssteg, der eine Länge von 12 Meter besaß, war dicht besetzt mit Leuten, die von der Ktrchweihe in Schaff­hausen zurückkehrten. Der Einsturz erfolgte infolge Bruches eines Querbalkens in einer Ausdehnung von 3 Meier. Auf

dem kreuzenden DampferArenenberg" entstand eine Panik. Die Passagiere, 200 an der Zahl, stürzten sämmtlich auf eine Seite de» Schiffes und nur mit größter Mühe war dessen Sinken zu verhindern. Die Zahl der Ertrunkenen ist noch nicht ermittelt. Mit Sicherheit steht nur der Tod eine« Mädchens unb eines Knaben fest. Die Brücke war vor sechs Jahren neu errichtet und erst vor wenigen Monaten amtlich untersucht worden.

Cttexatur und KnnU

Die Verlagshandlung Breitkops u. Härtel in Leipzig, die es sich zur Ausgabe gestellt hat, durch ihre groß angelegten Bibliotheken sür den Concertgebrauch, wie durch die Volksausgabe und denDeutschen Liederverlag", die Schätze classtscher und moderner Musikwerke in practisch eingerichteten Ausgaben zu bescheidenen Stufenpreisen Jedermann zugängig zu machen, kündigt in den soeben erschienenen Mittheilungen Nr. 46 als neue große Sammlung, btc zunächst auf 1350 Nummern berechnete Rammermufik-Vibliothek an. Bei dieser StimmenauSgabe tritt wiederum an Stelle der losen und gefälzelten Bogen das geheftete Stimmenbuch, daS auch einzeln abgegeben wird, um Demjenigen, der sich nur für sein Instrument eine werthvolle Musikaliensammlung anlegen will, die Anschaffung nach Möglichkeit zu erleichtern. Neben der PartiturauSgade von Joh. Seb. BachS Wecken, welche die Bach-Gesellschaft im nächsten Jahre zu Ende führen wird, ist auch die Ausgabe für den practischen Gebrauch rüstig gefördert worden. Gegenwärtig beginnt die Heraus­gabe von Bach's Kammermusik in wöchentlichen Lieferungen zu 1 Mk. Edgar Tinel, der Eomponist des viel aufgesührten Ora­toriumsFranziskus", bietet der Musikwelt ein neues, groß angelegte- Werk, das 3artige MusikdramaGodoleva", von dem der Klavier - aukzug Anfang November erscheinen wird. Zum ersten Male wird jetzt eine GesammtauSgabe von Giuseppe Verdi'S 27 Werken in der Einrichtung für Gesang unb Pianoforte oder für Pianoforte allein veranstaltet. Monatlich sollen 2 Bände in sorgfältiger Aus­stattung erscheinen. Anmeldungen zur Subscription werden bis Ende October von Breitkopf u. Härtel, als Vertreter der Original­verleger Ricorde u. Co. in Mailand angenommen. Die Mit­theilungen enthalten ferner einen kleinen Aussatz über Karl Loewe zur Erinnerung an seinen 100. Geburtstag, sowie kurze Biographien von Fr. GrÜtzmacher, Ernst Rudolf unb M. Enrico Bossi. AuS dem sonstigen reichen Inhalt sind heroorzuheben die als demnächst erscheinend angekündigten ausgewählten Schriften Hans v. BülowS, eine Sammlung in Darmstadt ausgefundener alter Militärmärsche, die inzwischen auf Allerhöchsten Befehl des Kaisers den preußischen Armeemärschen einverleibt worden sind, endlich auS dem Gebiete d S Kunstverlages HanS Thoma's eigenartige Schwarzkunstblätter und die von Kunstfreunden beifällig ausgenommenen neuen Flugblätter, die zum Preise von je 10 Psg. abgegeben werden.

2Kirc^lid?e Anzeige« der Stabt Gietzen.

Evangelische Gemeinde

Den neuconfirmirten Mädchen auS der MatthäuSgemeinde zur Mttheilung, daß der auf Mittwoch verabredete Spaziergang deS unsicheren Wetters wegen unterbleibt.

Der in Aussicht genommene Ausflug der neuconfirmirten Mädchen der LucaSgemeinde muß verschoben werden.

Gottesdienst in der Synagoge.

Donnerstag den 17. September, BersShtMttgSfest.

Vorabend 615 Uhr, Morgens 790 Uhr, Festesausgang 716 Uhr.

Gottesdienst der israelitische« Religionsgesellschaft.

Donnerstag den 17. September. BersShnungSfefi.

Vorabend 615 Uhr, Vormittag 7 Uhr, FesteSausgang 7" Uhr.

Verkehr, Canb» tmb Votkrwirthsehaft.

Gieße«, 15.September. Marktbericht. Auf dem heutig« Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,051,20, Hühnereier pr. St. 6-7 X 2 St. 00 4, Enteneier U H, 2 St. u 4, Gänse» tiet pr. St. 0000 H, Käse pr. St. 5-8 Käsematte pr. St. 3 * Erbsen pr. Liter 16 Linsen pr. Liter 28 4, Tauben pr. Paar X 0,50 bis 0,70, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,00, Hahnen pr. Stück X 0,50-0,75, Enten pr. Stück X 1,601,80, Gänse pr. Pfund X 0,00-0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 70-74 H, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 64-68 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bis 66 4, Schweine« fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 60-00 * Hammelfleisch pr. Pfd. 6070 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,00 bi« 6,00 u4L, Weißkraut pr. Stück 0--00 4, Zwiebeln pr. Centner X 3,504,00, Milch pr. Liter 16

Witterungsbericht vom 14. September.

Die Wetterlage bleibt fortdauernd eine ungünstige. Fast ganz Europa mit Ausnahme des äußersten Nordostens, wo ein baro­metrisches Maximum lagert, gehört einem G-biete meist niederen Druckes an, innerhalb welchem außerdem noch die Luftdruckoertheilung eine unregelmäßige ist. Das DepresstonS-Centrum liegt mit einer Tiefe von unter 740 Mm. im Nordwesten der britischen Inseln.

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Auf unserem Gebiet meist unbeständig mit stellenweism Nieder­schlägen-

Temperatur der Lahn und Luft

nach Reaumur gemefien am 15.Septbr., Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 12'/,, Luft 13°.

Rübsamen'sche Badeanstalt.

Obstversteigerung.

Das Spätobst von den städtischen Bäumen am Krofdorferweg, Hardt- terg, in den Friedhofs Anlagen, am Lutherberg, an der Licherstraße, am llvneröderweg und im Lärchenwäldchen, sowie die Kastanien an der Licher- unb Grünbergerstraße sollen

Freitag, 18. September, Nachmittags 3 Uhr, am Ort und Stelle meistbietend versteigert werden.

Die Zusammenkunft ist am Schlachthaus.

Gießen, den 15. September 1896.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Gnauth. 8217

DorlmiioiliT llirr

aus der Brauerei P. Overbeck, wieder stets frisch in Zapf.

Lkstimratioui.AquariM, 7538 Wavthorftr. 5.

Berfteigerung von Graben- und Wegebauarbkiteu in den Waldungen der Gemeinde Wieseck.

Samstag deulS.September 1.1., Nachmittags 5 Uhr, sollen die nachstehenden Arbeiten, als: 1. Basaltstein-Lieferung, veranschlagt zu 645 Mk.,

2. Aufsetzen derselben, veranschlagt zu 37 Mk. 50 Pfg.,

3. Chaussiren,veranschlagtzu375Mk., 4. Ueberdecken, 50

5. Grabenaufräumen, veranschlagt zu 97 Mk. 10 Pfg.

auf hiesigem Rathaus versteigert werden.

Wieseck, am 14. September 1896.

Großh. Bürgermeisterei Wieseck.

Sommerlad. 81991

Obst- Versteigerung.

Dienstag den 22. d. Mts. sollen die dem Hofgut Winnerod gehörigen Aepfel, darunter feinstes Tafel« und Kelterobst, meistbietend an den Bäumen versteigert werden.

Die Versteigerung beginnt Vor­mittags 9 Uhr beim Hof.

Winnerod b. Station Reiskirchen.

8202___________H. Erb»

Donnerstag den 17. Sept. t.I, versteigere ich zu Gießen öffentlich gegen Baarzahlung:

a. Nachmittags 3 Uhr im Adler:

1 Pferd, 1 Wagen, 1 Handwagen, 1 Partie Heu, 1 Partie Glaserleisten,

1 Cassaschrank, 1 Ladenschrank, drei SophaS, 2 Commodm, 1 Pianino, 1 Büffet und sonst Möbel, 1 neues Zweirad, Spiegel, Bilder rc.;

b. Nachmittags 4 Uhr an Ort und Stelle (Zusammenkunft Ecke Grün» bergerstraße und Wolfstraße): die Kartoffeln, Meerrettig und sonst. Ernte von verschiedenen Trieboierteln.

Versteigerung vorauSs.theilw. bestimmt. 8216_______Angel, Gerichtsvollzieher.

Mittwoch den 16. Sept. I. I-,

Nachmittags 2 Uhr,

werden im Bieter'schen Saale Neu­stadt 55 versteigert:

Möbel aller Arten, Silber, 1 vollst. Ladeneinrichtung, 1 Regulator, eine Nähmaschine, 1 Waschmaschine, drei Wagen, 1 Sammelwagen, 1 Pianino u. a. m.

8215 «eitler, Gerichtsvollzieher.

V* Wer schnell und billigst Stell««O finde« will, verlange per Postkarte die »Deutsche Vacanzen-Pofti' tn Gfili«gsW.