Ausgabe 
16.7.1896 Erstes Blatt
 
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E» fttrbcn an: ßufemmtn

Rande

Mieth-Gesuche.

Zu verkaufen.

von

C Hahn.

E. Berck.

dem

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-1 Ehrendiplom u. goldene Medaille Berlin 1896

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F. Hoffmann, Concursverwalter.

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6488) Arühkartosfetn verkauft K Räuber, Löwengasse 2

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Alle Diejenigen, welche noch irgend welche Beträge an die Friedr. Frey'sche Concursmasie schulden, werden hiermit zu baldigster Zahlung aufgefordert, da sonst gerichtliche Bei treibung erfolgen muß.

Gießen, 8. Juli 1896.

anderen Schützen eintrat.

Mb. Hanau, 14. Juli. Die mit dem 1. April 1897 eintrctenbe Umformung der vierten Bataillone hat auch für unsere Stadt Garnisonveränderungen zur Folge. D e beiden zur Zeit hier in Garnison stehenden Bataillone werden Hanau am 1. April verlosten und zwar wird baß 3. Bataillon des Hest. Infanterie «Regiments Nr. 87 nach Mainz in die Prinz Carl-Kaserne zu liegen kommen und da» 2. Bataillon des Hest. Infanterie - Regiment» Nr. 80 wird in Wiesbaden bis zur Fertigstellung der neuen

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Witterrrugsfeertcht vom 14. Juli.

Das barometrische Maximum erstreckt sich heute als eine -ungen- förmige Zone hohen Druckes vom hohen Norden Europas üb»r Scandtnavten und Deutschland südwärts bis zu den Alpen herab. Innerhalb seines Bereichs herrscht allenthalben heiteres und warmes Wetter. Ueber Westeuropa zeigt der Lustdrvck neuerdings eine geringe Abnahme. Nordwestlich der britischen Inseln zieht eine Depression auf nordöstlicher Bahn vorüber. DaS Minimum im Osten des ErdthetlS weicht allmälig weiter gegen den Süden Rußlands zurück, jenes, welches gestern im westlichen Thetl des MittelmeerbeckenS lagerte, scheint sich, soweit eS die mangelhasten Nachrichten auS Süd- Europa erkennen lassen, sowohl in nördlicher, als östlicher Richtung weiter auSgebreitet zu haben. Die Temperatur-Vertheilung war heute Morgen über ganz Deutschland ziemlich gleichmäßig.

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Zunächst bet wechselnder Bewölkung warmes Wettn mit einzelnen Gewittern, dann vorübergehend Zunahme der Bewölkung.

Citeroiur rrnd Kauft-

- Ehr. W«. Griebs Englisch. Deutsche» und Deutsch. Englische» WSrterbach. Zehnte Auflage, mit besonderer Rücksicht auf Aussprache und Eiymologie neu bearbeitet und vermehrt von Dr Arnold Scbröer, ao. Professor der englischen Philloogte an der Universität Freiburg i. B. Vollständig in 42 Lieferungen ä 50 Psg. Diese Neubearbeitung wird in hervorragender Weise den modernen Ansprüchen gerecht, da sie in erster Linie die heute übliche, lebende Sprache Englands und Amerikas und erst in zweiter Linie die Ltteraiursprache seit dem Ende des 16. Jahrhunderts berücksichtigt. Wie alle Sprachen der Hauplculturvölker der Erbe in den letzten Decennien eine unendlich große Ausgestaltung er­fahren haben, so namentlich auch die englische mit ihrem überaus reichen Wortschatz, und wie sehr Professor Schroer bemüht gewesen ist, in belegter Hinsicht seiner Aufgabe gerecht zu werden, das sind uns die bislang vorliegenden Lieferungen der vollgültigste Bemeis. Ueberhaupt sind der Vorzüge des ausgezeichneten Werkes so viele, daß der untz zu Gebot stehende Raum e8 verbietet, an dieser Stelle noch näher auf die Einzelheiten einzugehen: aber des sind wir ge­wiß, daß Jeder, der sich diese neueste Auflage von Griebs Wörter- but anschafft, mit uns darin übereinstimmen wird, daß das Werk unter den hervorragenden Erscheinungen der Lexicographte einen der allerersten Plätze einzunehmen berechtigt ist. Dabet ist die ganze

Temperatur der Lahn und Lust nach Reaumur gemeßen am 15. Juli, Mittags zwischen 11 und 12 Ubri Wasser 19, Luft 22°.

Rübsamen'scke Badeanstalt.

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Bezugnehmend auf vorstehende Bekanntmachung empfehle ich mich ..... geehrten Publikum zum Abschluß von Versicherungen bei obiger Ge« sellschaft und bin zu jeder Auskunft gerne bereit.

Staufenberg, im Juli 1896. 6076

Ludwig

sie nach wenigen Stunden den Brandwunden erlegen. In Forchheim, Amt Emmendingen, wurde eine 85 Jahre alte alleinwohnende Frau erwürgt aufgefunden. Nach dem Hochberger Boten" ist die Ermordete die Wittwe Loesch- ber Mörder ist ihr 21 Jahre alter Neffe.

Gegen baß Betreten seines TeichgrundstSckes hat ein Landwirth in Markwerben bei Weißenfels am desselben folgendes originelle Verbot angeschlagen:

Stobt MaWltits.

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Heute uud morgen:

Ochsenfleisch vtcht ladenrein, pr. Pfd. 45Pfg.

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werden nur von der Firma

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als alleinig concessionirtem Fabrikanten angefertigt,

für die Orte Staufenberg, Ruttershausen, Lollar, Mainzlar, Daubringen, Treis und Umgebung übertragen haben. Derselbe ist zur Entgegennahme Anträgen und Prämiengeldern berechtigt.

Offenbach a. M., im Juli 1896.

Die General-Agentur:

Magdeburger Kuervklfilhkruugs-GkseWaft.

Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß wir, zufolge Uebereinkunft mit unserem Haupt-Agcnten, Herrn Ehr. Arnold in Gießen, nunmehr in Staufenberg eine selbstständige Agentur errichtet und die­selbe dem Herrn

Ludwig Jung III., GemelchttMchmkr in Mllseubttg,

Summa: 10 (1) 5 (1) 1 4

»nm. Die in Klemmern gesetzten Ziffern geben an, w e viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Kaserne vorläufig in Barracken untergebracht werden. Nach I Hanau wird dafür das n eu zubil dend e Infanterie-Regi­ment Nr. 166 mit Stab in Garnison kommen.

* München, 14. Juli. Die Chronik der Excesse, Unfälle und Selbstmorde ist seit zwei Tagen sehr groß. Am Sonntag Nackts versuchte ein Schreiner in der Balde« straße seinen Bruder zu erschießen. In der Luitpoldstraße iel ein Arbeiter gelegentlich eines RaufexceffeS an einen Rinnstein und verletzte sich lebensgefährlich. Im Thal wurde ein Gendarm, der Ruhe stiften wollte, schwer mißhandelt. In der Zievlondstraße versuchte sich ein Mädchen durch Cyankaii zu vergiften. In den Jsaranlagen versuchte sich ein Dienstmädchen zu ertranken. Auf der Eisenbahnfahrt zwischen Pasing und Grafing stürzte ein Malergehülfe von der Plattform deS Wagen» und erlitt eine schwere Gehirn« erschütterung.

Karlsruhe, 12. Juli. In der Vorstadt Mühlburg verwandte die 48 Jahre alte Ehefrau des Bauführer» Doldi Petroleum zum Feueranzünden. ES explodirte und setzte die Kleider der Frau in Brand. Trotz sofortiger Hilfe ist

Größeres Logis.

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Das Manufcript dieses vorzüglich aus­gestatteten Buche» wurde 1890 in Mainz mit der silbernen Medaille prämiirt.

Es enthält in volksthümlicher Dar­stellung eine gründliche Anweisung und Belehrung über alles. waS erforderlich ist, einen Obstbaum, welcher Art er auch immer fei, vom Keime aus, bis zu seiner vollen Entwickelung an Schmuck, wie an Früchten, aufzuziehen. Die vier Tabellen liefern dem Baumzüchter eine reiche Auswahl für seine Zwecke zur Anpflanzung geeigneter Obst­sorten in Hoch- wie in niederer Stamm­form- Dem Freunde der Obstbaumzucht, wie dem praktischen Baumzüchter können kein trefflicher, s Mittel geboten werden, als »Jäger» Anleitung zur Obst« Kultur^.

flatt. AuS dem ausgegebenen Berwaltungsbericht ist ersichtlich, | baß im abgelaufenen zwölften Geschäftsjabr 337440 Centner Hüben mit einem Kaufpreise von 352719,90 Mk. zur Ver­arbeitung kamen. Dieselben wurden von 3196 Morgen geerntet. Der Durchschnittsertrag pro Morgen betrug dem- »ach rund 116 Centner gegen 186 Centner im Vorjahre - irr Zuckergehalt war durchschnittlich 14,20 pCt gegen 12,20 pCt. in 1894/95; die Ausbeute war um 2,11 pCt. höher. Der Centner Zucker ist im Durchschnitt mit 11,77 Mk. vrrwerthet gegen 9,58 Mk. in 1894/95 und 12,93 Mk. in 1893/94. Fertig gestellt sind 47518,95 Centner Zucker. Während der Dauer der Rübeoverarbeitung find Betrieb»« störungen nicht vorgekommen. Die Durchschnittsverarbeitung betrug 6790 Centner gegen 6325 Centner im Vorjahre. Der Bericht der au» Actionären gebildeten RevifionS-Com- misfion wird in der Generalversammlung vorgelegt werden. Die Bilanz, sowie Gewinn- und Verlust-Rechnung liegen auf dem Bureau der Fabrik zur Einsicht au».

Abwaschungen und Hautpflege.

Die Hautthätigkeit ist im Sommer ganz bedeutend erhöht, deshalb ist eine entsprechende Hautpflege im Interesse des Wohlbefindens dringend geboten. Hierzu gehört, daß durch Baden und Abwasch ungen rc die Poren für eine geregelte Hautthäligkett und Haut- aihmung offen gehalten und auf der Haut abgelagerte und ver. brauchten Stoffe entfernt werden. Es empfiehlt sich deshalb stets bei starker Schweißabsonderung nach Fußtouren, Radfahren, Reiten re. die Patent-Myrrholin-Seife beick Waschen zu gebrauchen und hier­durch ein weiteres Austrocknen der Fettdrüsen zu vermeiden. Die Patent-Myrrholin-Seife ist das Stück zu 50 Pfg. in allen! guten Parfümerien und Droguengeschäften, sowie in den Apotheken erhältlich.

Die Rentabilität jeder maschinellen

Anlage wird bedeutend erhöht durch Aufstellung eines ökonomisch arbeitenden Betriebsmotors. Als sparsamste Betriebsmaschinen sind die Locomobilen mit ausziehbaren Röhrenkesseln von R.W0N in Magdebnrg-Bncka« bekannt u. zu Tausenden in allen Zweigen der JndustrieundLandwtrthschastoerbreitet.GeringerBrennmaterial- verbrauch, große Leistungsfähigkeit u. Dauerhaftigkeit sind oieHaupt­vorzüge dieser Maschinen, vermöge deren sie nicht nur aus allen deutschen Locomobil-Concurrenzen stets den Sieg daoongetragen haben, sondern auch auf zahlreichen Ausstellungen (u. a. in Chicago) mit den höchsten Preisen ausgezeichnet find. I411

ebenso angenehm im Sommer als im Winter zu tragen.

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Niederlage: Friedr. Teipel, Gießen.

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Guirlauden, Fichtm, tn' er selbst einer L Nachdtw ein FestgotteS' "geieitrr, begann um 1 Uhr bet der Friedenteichr. Den eie eine Abtheilnng schneidiger billige Feuerwehr, eiu prächlig d gekleideten Kindern, der d und Festredner, der engere assive Mitglieder del Krieger- i Groh'Felda, eine Schaar 21 Krirgervereine deS Be> ngehSrige, der Kriegerverein g der freiwilligen Feuerwehr, ,en FeftzugeS bildend. Auf r Weife angelegt und auS- btnt, Herr Dr. Heinrich !nben, herzlichen Worten di-

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Vermißtes-

* Marburg, 13. Juli. Ein trauriges Schicksal ereilte dm Candtdaten der Medizin Franz Lehnebach aus Schmal« kalben. Derselbe war gestern Morgen mit zweien seiner Der- bindungSbrüder (Burschenschaft Arminia) zum Baden in die Lahn gegangen und wurde dort im Waffer von einem Herz­schlag betroffen. Sofort an Land gebracht, gelang es den Bemühungen seiner Commilitonen nicht, das entflohene Leben zmückzurufen. Der junge 25jährige Mann stand vor dem tztaatSexamen und war in seinen Kreisen allgemein beliebt.

»Ms. Nn8 Waldeck, 14. Juli. Zu dem bei Immig­hausen (KreiS Corbach) vorgekommenen, bereits gemeldeten traurigen Unglücksfall auf der Jagd ist noch weiter mitzu- theilen, daß der Thäter der beste Freund des Er­schossenen, der Kaufmann Heinrich Knipp au» Elberfeld ist. Letzterer stammt auS einem Nachbardorfe und hat als wohlhabender Mann die Gemeindejagd in Immighausen ge­pachtet. Al» er sah, daß er seinen besten Freund erschossen, brach er ohnmächtig an der Leiche zusammen. AIS er wieder zu sich kam, gerieth er in die hellsteVerzweiflung und wollte sich selbst erschießen, die Jagdgenoffen risien ihm jedoch die Flinte auS der Hand. Er ist dann selbst nach der unglücklichen Familie hin gelaufen und hat ihr die furchtbare Botschaft überbracht. Die herzzerreißenden tzcenen, die sich nun abspielten, bedürfen keiner Ausmalung. Der erschoffene Gutsbesitzer Köhler war als tüchtiger, biederer Landwirth im ganzen Kreise bekannt. K. soll insofern das Unglück mitverschuldet haben, daß er fick ohne Verständigung von feinem Stande entfernte und in die Schußlinie der

Ausstattung, sowohl in typographischer Hinsicht, als auch in Format und Papier musterhast und der Preis billig zu nennen, so daß wir die Anschaffung des Werkes auf da» Wärmste empsehlen können.

~ WSchkMltLr Uedrrstcht der TsdeSsalle tu Gtetze«.

28. Woche. Vom 5. Juli bis 11. Juli 1896.

Einwohnerzahl: angenommen zu 23 000 (incl. 1600 Mann Mllttar). Sterblichkeit»,iffer: 22,60, nach Abzug der Ortsfremden 20,35°/».

«Inder

Wer hier auf dieses Grundstück tritt, Zahlt auf der Stell' acht Groschen, Und sollt' er's Geld nicht haben mit, So wird er fest gedroschen.

Der Besitzer."

AuS Furcht vor der angedrohten Strafe hat bis jetzt zwar noch Niemand das bisher von Spaziergängern gern besuchte Grundstück betreten, Witzbolde haben aber bereits einen fauststarken Knüppel zur sofortigen Ausführung der etient. Prügelstrafe an die betr. Pakatsäule gebunden.

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3 Goldene Medaillen München, Lübeck und Bremen 1895