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16.5.1896 Erstes Blatt
 
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Heute Vormittag |s lene in Gegeuwait Friedrich und der P: Flat. Ungefähr 1301 on Bord deSM angetreten.

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j )UtT roarten stehen. Hiermit dürfte die Verstaatlichung der . ^rizSbahn zusammenhängen.

* 8tueralvers«mmlo»g W Berbaube« «ittelrheinischer llÄiigBöeteine. Am 17. Mai, Mittags 12 Uhr, wird iu dr» dchönen Wiesbaden imNonuenhos" die General- Üllr nmlung deS BerbandeS mittelrheinischer Bildungsvereine aEilten werden, tu der der Jahresbericht pro 1895 uud d >«Sirathung darüber, was tu dem neuen DeretnSjahr ge- |i W r soll, um dem Streben des BerbandeS nach Bildung um! Veredelung deS Volkes gerecht zu werden, auf der ZKuSordunng steht. Jetzt gerade, wo man sich durch Ge- qii-ung und auf privatem Wege bemüht, die soziale Lage d^k>clkeS zu heben, werden die Bestrebungen des BerbandeS giwitn Anklang finden. Nach der Versammlung findet ein 3 «imschastlicheS Mitlagefieu, sodaun Besichtigung deS Cur- tz W!S und Ausflug nach dem prächtig gelegenen Neroberge ftnci Zahlreicher Besuch auch von Gästen ist erwünscht.

ml Alten Bvseck, 13. Mat. Vorigen Sonotag, am LSÄwtog Rogate, fand dahier die alle fünf Jahre wieder- WK|renle ordentliche Ktrcheuvtsitation durch den Super- u timt einten der Superintendeutur Gießen, Herrn Prälat 1 ^.Habicht, statt. Ein Festtag war dieser Tag für die Ge- mlwibe.. hatte sie doch die Freude, den noch so frischen und rMzen hohen Herrn tu ihrer Mitte begrüßen zu können.

NormittagSgotteSdienst verlief wie gewöhnlich mit Pre- o i:|t tti» OrtSgetstltchen, Ansprache des BlfitatorS und Prü- siWg der Katechumenen. Bon ganz besonderer Bedeutung v wto dieser Tag für die Gemeinde dadurch, daß an dem- fiiilten vier ihrer ktrchenvorsteher ihr 25jährigeS Dteust- ! MlvllM feierten. An und für sich ist eS ja kein seltener c?*«!/ daß ein Ktrchenvorsteher eine 25 jährige Dienstzeit er- r Äht, » aber von sechs Kircheuvorstehern vier gleichzeitig a.:»| eine solche Dienstzeit zurückbltcken können, dürfte wohl Wes im irgend einer Gemeinde des Großherzogthums der SjÄ und deshalb einer besonderen Erwähnung Werth sein. /Uh Eahluffe deS GotreSdtensteS traten alle vier vor den ' (lütnr, iwo sie der hohe Herr mit einer Ansprache begrüßte, b aMwünschte und jedem ein neues hessisches LandeSgesaog- bilui ii Prachteinband in großem Format und großem Druck ülLrueichte, in welche er Widmung mit pasieudem Blbelwort ekzzmhLadig geschrieben hatte. Hier die Namen und Denk- jtlnrite 1. Georg Schwarz auS der Filiale Trohe: DaS ist ein» köstlich Ding :c. Derselbe erhielt von Sr. Kgl. Hoheit " tm Elroßherzog gelegentlich der Einweihung deS neuen Ek'chlllhuuseS in Trohe am 7. August 1892, als damaligem BkUrzcumeister, das allgemeine Ehrenzeichen mit der Jnschrist: » .Zirlangjährige treue Dienste." 2. Eberhard Döll: Glaube □LT toi Herrn :c. 3. JustuS Wagenbach 3.: Herr ich habe li lei u. 4. Wilhelm Bogel: Selig sind, die das Wort rc. Wi triii letzten sind von hier. Daß sowohl der OrtSgeist- li.Hriu seiner Predigt wie der Herr Visitator in seiner Au- sp mihe lan diesem Tage, als am 10. Mai, deS vor 25 Jahren gcMojfrnen Friedens in gebührender Weise gedachten, ist seliMkisständlich. Der NachmittagSgotteSdienst wurde wie zepelMch durch Prüfung der Schulen ausgefüllt- an den- sellliw schloß sich die übliche Sitzung. Möge eS dem Herrn noch lange vergönnt sein, sein Amt zum Segen de« SarideSkirche zu führen.

T. Bom Niederwald. 14. Mai. lieber 1000 Gesiunungs- geMissli der nationalliberalen Partei aus Manu- hekjiti, L armstadt, hessischen, preußischen und auch pfälzischen Otoi hatten sich heute zu einer (nachträglichen) Frie d enS - gef denk'tagS.Feier am Ntederwaldd enkmal zu- JaBoratnyefunben. Eine prächtige Rheinfahrt von Mainz, wo $i!:«Spiw.ift war, nach RüdeLheim ging derselben voraus. In bet! Fcstrede am weit in die gesegneten Fluren deS Rhein­

gaueS schauenden Denkmale führte Oberbürgermeister Lüchler- WormS die Entwickelung deS Reiches auS allmählicher Ohn­macht zur Erstarkung und dann zu der führenden Rolle in Europa trefflich auS, betonte vor allem das Große, das wir erreicht und schloß mit einem begeistert aufgenommenen Hoch, auf das Vaterland, auf Kaiser und Reich. DieWacht am Rhein" folgte. An den Kaiser, den Fürsten BlSmarck, an die Großherzoge von Heffen und Baden und den Prinzregenten von Bayern wurden Huldigungstelegramme, an den Ober- Präsidenten v. Bennigsen in Hannover ein Begrüßungstele- gramm gesandt. In der prächtig landschaftlichen Umgebung deS Jagdschlosses, daS oberhalb deS Denkmals gelegen, wurde am Nachmittag ein Commers abgehalten. Von den zahl­reichen Reden schlugen namentlich ein: diejenige deS Ober- landeSgerichtSrath Gösch en-Frankfurt a. M. auf daS Vater­land und des Reichstagsabgeordneten Dr. Osann - Darm­stadt auf den Fürsten Bismarck als den Friedensstifter für Deutschland und Erbauer deS deutschen Reichs, mehrfache Beifallsbezeugungen unterbrachen die Rede. Auf Kaiser und Bundesfürsten toastete Dr. Ulm von Mannheim. Die ganze Veranstaltung nahm einen großartigen Verlauf.

Eingesandt.

Gieße«, den 15. Mai 1896.

Am gestrigen Himmelsahrltage Abends durchfuhr der um 7 Uhr 31 Mtn. in Gießen abgehend« Schnellzug Nr. 72 die Haltestelle Großen-Linden mit offenem Gebläse, sodaß des zahlreich aus dem Bahnsteig versammelte und auf den Zug Nr. 107 von Frankfurt wartende Publikum mit einem wahren Funkenregen überschüttet wurde. Einsender dieses fand glühende Kohlenftückchen von 1 Qu.-Cim. Größe auf dem Bahnsteig und den Hüten nahestehender Damen, sodaß eine kleine Panik entstand, und war man allgemein bemüht, entstehenden Brandschaden zu unterdrückm.

ES dürste doch wohl im öffentlichen Interesse liegen, daß die Locornotivsührer bei der Durchfahrt der Stationen etwa« vorsichtiger sind und das Gebläse der Maschinen so lange geschloffen halten!

^ttrchttche Anzeige« dee Statt Gietzen.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

Sonntag, den 17. Mai. Exaudi.

Au Int CUbtfieAe.

Bormittags 9V« Uhr: Pfarrer Dr. Grein.

Vormittags 11 Uhr: MilitSrgottesdienst. Pfarrer Dingeldey.

Feier des heiligen Abendmahl».

Nachmittags 21/» Uhr: Kinderkirche. Pfarrer Dr. Grein.

Abends 6 Uhr: siehe Johanneskirche.

Am nächsten Sonntag, 1. Pfingstfeiertag, wird im Anschluß an den Hauptgottesdienst Beichte und heil. Abendmahl für MatthSus- unb Marcusgemeinde gemeinsam gehalten werden. Anmeldungen bei dem Pfarrer der Gemeinde zuvor erbeten.

I« bet AohauneSkirMa.

Vormittags 9*/e Uhr: Pfarrer Dingeldey.

Vormittag« 11 Uhr: Kinderkirche für die LucaSgemeinde: Geheime Kirchenrath D. Köstliu.

Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Am zweiten Pfingstfeiertag wird Beichte und heil. Abendmahl für Lucas- und Johannesgemeinde gehalten werden. Anmeldung vorher bei den Pfarrern erbeten.

Sm ersten Pfingstfeiertag wird in beiden Kirchen nach den Gottesdiensten eine Collecte für die hessische Lutherstiftung, am zweiten eine solche für die Armen erhoben.

Katholische gemeinte.

(Nachdruck ohne Genehmigung untersagt.)

SamStag den 16. Mai.

Nachmittags um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zu, hl. Beichte.

Sonntag den 17. Mai. 6. Sonntag nach Ostern.

Vormittags von 6'/, Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte;

, um 6»/, Uhr erste hl. Meffe;

, um 7*/> Uhr AuStbeilung der hl. Communion;

um 8 Uhr zweit: hl. Meffe;

um 91/* Uhr Hochamt mit Predigt;

Nachmittag» am 2 Ubr Christenlehre; darauf sacrame«talchche BrudelschaftSandacht.

GotteSdieu? der iSraelttifcheu ReligiouSgesellschaft-

Fr.ttag Abend 7* Uhr, SamStag vormittag 8 Uhr, Nachmittag 4 Uhr, EabbathauSaang 8M Ubr

Nachmittag 3» Uhr

Montag den 18. und DienSiag den 19. Mai.

Wswenfest

1. Tag. Vorabend 7 Uhr, Montag Vormittag 8 Uhr, Predigt, Nachmittag 4 Uhr

2. Tag- Vorabend 8 Uhr, Dienstag Vormittag 8 Ubr, Nachmittag 4 Uhr, FesteSauSgang 9 Uhr-

Wochengottesdienst Morgens 6 Uhr, Abends 7 Uhr.

Gottesdienst in der Synagoge

SamStag den 16. Mai s

Vorabend 7* Uhr, Morgens 8>° Uhr, Nachmittags 4 Uhr, SabbathauSgang 9 vor.

Montag den 18. Mai Wo»e«f«U.

Vorabend 7* Ubr, «org-«gotteadi«nv » Uhr.

Hm ersten Lager C»nstrMatto«»feter.

Vermehr, LanH- «nd VoUswirtyichast.

84Wd«rG, 13. Mai. Fruchtmarkt. Rother Wetze« Jt 14,20, weißer Weizen X 14.00, Korn X 9.90, Gerste X 0.00, Hafer X 6.50.

Witterungsbericht vom 14. Mai.

Die im Nordosten gelegene Depresston hat fich unter gleich­zeitiger Zunahme ihrer Tiefe ausgebildet und ihren Einfluß ziemlich weit in westlicher Richtung vorgeschoben. Ztachdem der Kern deS barometrischen Maximums an seiner alten Stelle vei harrt, zeige« beute die Jsolaren einen weridionalen Verlauf und bestehen vom finnischen Busen der deutschen Küste entlang erhebliche Gradieule«. Die Luftbewegung ist daher namentlich für gtorddeutschland eine stärkere geworden und zeigt sich der Himmel btS zu den Alpen größtentbeilS bedeckt. Such die Temperaturen haben im Allgemeinen einen Rückgang erfahren.

«o,a«S»chUicha tSilUrtmo t

Bei wechselnder Bewölkung etwas kühler.

,Temperatur bet Lahn und Lust

nach Reaumur gemeffen am 15. Mai, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 13',, Lust 16°.

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Betan«tmachu«s.

aefci Die land- und forstwirthschaftliche BerufSgenoffenfchaft für das Großherzogthum Heffen.

Diie von Großh. Kreisamt Gießen in Nr. 108 desGießener An- zeiMt erlaffene Bekanntmachung in obigem Betreff bringen wir nach- stettzisd Mr Kenntniß der Grundbesitzer hiesiger Gemarkung.

Sießen, den 11. Mai 1896.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Gnauth. 4685

Bekanntmachung.

2>iie Grundbesitzer, welche ihren Grundbesitz entweder ganz oder LheiBIitssL nicht selbst bewirthschaften, werden hierdurch aufgefordert, bei der;!ki5Zermeisterei derjenigen Gemeinde, in deren Gemarkung die Grund- stüüW!irsen, bis zum 1. Juui l. I. schriftlich oder mündlich zu Protocoll »en? littiag zu stellen, daß der auf die Steuercapitalien ihrer Grundstücke oben m;,elner derselben entfallende Beitrag zur BerufSgenoffenfchaft von eine« Linderen, als Betriebsunternehmer zur Zahlung Verpflichteten, er- hob'Än »ckrden. Die Anträge müffen auch die nöthigen Angaben über die Pac^irlliägniffe der einzelnen Loose enthalten.

rodann wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß nach $ 10 ser -Sao rdnung vom 11. Juli 1888 von nachverzeichneten Objecten ein SeitÄl« jjur Berussgenoffenschaft nicht erhoben wird:

Hßo Grundstücken, welche zu einem land- und forstwrrthschaftltchen teitricbe überhaupt nicht gehören;

2'Ütm allen Gebäuden nebst zugehörigen Hofraumen, Haus- und oittrgärten;

Zs)wm Gründstücken von Betrieben, deren Sitz außerhalb des Landes liegen ist;

4IDr8i steuerpflichtigen Grundstücken, deren land- und forstwirthschaft- 'chie Benutzung dauernd eingestellt ist, sei es, daß jede Nutzung auf- Wrt hat, sei es, daß an Stelle der land- und forftwirthschaftlichen fotc! gewerbliche Benutzung getreten ist (z. B. Verwandlung eines Ui'.!rs in einen Steinbruch).

tyiitnigen Grundbesitzer, welche derattige BefteiungSgründe, die fich »er "Micihen Kenntniß entziehen, gellend machen können, werden auf­

gefordert, die Befreiung bei der Bürgermeisterei derjenigen Gemarkung, in welcher das Grundstück gelegen ist, bis zum 1. Juui l. I zu beantragen.

Gießen, den 5. Mai 1896.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

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DerlrkhrserlkilhterMS zum Gebrauch der Bade­kur in Salzhausen.

Die Oberhesfischen Eisenbahnen geben Abonnementskarten zur Fahrt in 2. und 3. Wagenklaffe mit 50% Fahrpreisermäßigung aus, welche z« 12, bezw. 20 einzelnen Fahrten zwischen der auf der Fahrkatte be- zeichneten Abgangsstation und der Station Nidda an beliebigen Tagen während der Dauer der Badesaison, bezw. vom 15. Mai bis zum 15. September d. I. berechtigen.

Salzhausen, am 15.Mai 1896. Großherzogl. Badedirectiou ________Salzhausen. 4688

Bekanntmachung.

Das von Karl Felfing Wittve, Elise, geb. Gsrr, von Sberstadt unter derFirmaKarl FelfingWittwe" betriebene kaufmännische Geschäft ist auf deren Sohn Ferdinand Felfing daselbst übergegangen, der es unter der Firma seines Namens weiter fühtt.

Die FirmaKarl Felfing Wittwe" ist erloschen.

Lich, am 13. Mai 1896.

Großherzogliches Amtsgericht.

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