Ausgabe 
16.2.1896 Drittes Blatt
 
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nähme der Schüler nicht vor dem 16. Jahre stattzufmden bat. Der Antrag wird, nachdem auch Ministerialrath Bechtold eine zusagende Antwort gegeben hat, angenommen.

Schluß der Sitzung 1 Uhr.

Unsere Mittheilung über die Verhandlungen der zweiten Kammer der Landstände auS der 61. Sitzung vom 11. d. M. betreffs der Vorstellung der RechnungSbeamten der Ober« hessischen Eisenbahnen um Gleichstellung ihrer Gehalte mit denjeutgeu der übrigen RechouugSbeamteu des Landes, war entstellt. Wir lassen daher den richtigen Wortlaut hier folgen:

»Als nächster Punkt steht auf der Tagesordnung die Vorstellung der Rechnun gSb eamtev der Ober- besstscheu Eisenbahnen um Gleichstellung ihrer Gehalte mit denjenigen der übrigen RechuuugS« beamten des Landes.

Der AuSschußantrag geht dahin:

Großh. Regierung wolle baldmöglichst und jedenfalls vom nächsten Hauptvoranschlag an eine Gleichstellung der Pe­tenten, soweit fie die gleichen Staatsprüfungen bestanden haben, in ihren Gehaltsbezügeu mit den übrigen Rechnungs« und RevisionSbeamten des Landes herbetführeu.

Hierzu bemerkt der Berichterstatter Abg. Wolfs kehl: Der Ausschuß habe bet seinem Antrag die Ausgleichung da« von abhängig gemacht, daß die Prüfungen der Gesuchsteller mit denjenigen der ReoisiouS- und Rechnungsbeamten über« etnstimmen. Der Ausschuß sei aber nachträglich zu der An­sicht gekommen, daß mau die Einschränkung fallen lassen solle, und modifictre er seinen Antrag dahin, daß der Satzsoweit sie die gleichen Staatsprüfungen bestanden haben" weg« gelassen werde. Man müsse in Betracht ziehen, daß eS sich hier um alte Beamte handle, die bet dem Uebergang der Oberhessischen Eisenbahnen auf den Staat, also vor etwa zwanzig Jahren, übernommen worden seien. Zur Sache selbst habe er nichts zu sagen. Ts sei wieder eine der Bestrebungen, denen gegenüber die Kammer schon wiederholt ihre Sym­pathien ausgesprochen hätte, daß nämlich Beamte, die gleiche Beschäftigung hätten, auch gleiche Gehalte bezögen.

Bet der Abstimmung wird der modifictrte Ausschußantrag e «stimmig angenommen."

Der Krieg vor» 1870(71,

zrschttdert durch Ausschnitte eu6 Zeitungs-Nummern jener Zeit (Nachdruck verboten.) 16. Februar.

Versailles, 16. Februar. Der Kaiserin und Königin in Berlin. Heute hat Belfort capttulirt, unter freiem Ab­zug der 12 000 Mann starken Garnison. Der Waffenstillstand tft bis zum 24. verlängert. Wilhelm.

Kaiser Napoleon hat folgende Proclamation au das französische Volk gerichtet:

Franzosen! Vom Glücke verlassen habe ich seit meiner Gefangennahme jenes tiefe Stillschweigen beobachtet, welches die Trauer des Unglücks ist. So lange sich die Armeen gegenüber gestanden sind, habe ich mich eines jeden Schrittes, eines jeden Wortes enthalten, welches Zwiespalt hätte hervor- lufen können. Heute, bei dem tiefen Unglück des Landes, kann ich mich nicht langer im Schweigen halten, ohne gefühlt los für feine Leiden zu erscheinen. In jenem Augenblicke, als ich gezwungen war, mich gefangen zu geben, konnte ich i« keine Verhandlungen über den Frieden eintreten- da ich nicht frei war, hätte es den Anschein gewonnen, als seinen meine Entschließungen durch persönliche Rücksichtsnahmen dictirt. Ich überließ die Regierung der Regentschaft, welche ihren Sitz tu Paris inmitten der Kammern hatte, die Pflicht, darüber zu entscheiden, ob das Interesse der Nation die Fortsetzung deS Kampfes erheische. Trotz unerhörter Unglücks­fälle war Frankreich nicht besiegt; unsere festen Plätze standen noch aufrecht, Paris war im Zustande der Verthetdtgung, einer weiteren Ausdehnung unserer Unglücksfälle konnte Em« kalt gethan werden. Aber während alle Blicke gegen den Feind gerichtet waren, brach in Paris ein Ausstand auS, dre Volksvertretung wurde vergewaltigt, die Kaiserin bedroht, eine Regierung iustallirte sich durch Ueberraschuug auf dem Stadthause und das Kaiserreich, welchem die gesummte Nation soeben zum dritten Male ihre Zustimmung gegeben hatte, wurde durch Diejenigen gestürzt, welche berufen waren, es za vertheidtgeu. Meinen gerechten Unmuth unterdrückend, rief ich mir zu:WaS liegt an der Dynastie, wenn das Vaterland gerettet werden kann," und anstatt gegen die Verletzung des Rechts zu protestireu, richtete ich meine heißesten Wünsche auf den Erfolg der nationalen Vertheidigung, und die patriotische Hingebung, welche alle Klaffen der Be­völkerung und alle Parteien bewiesen, hat mich mit Bewunderung erfüllt. Aber jetzt, wo der Kampf unterbrochen und die Hauptstadt nach heldenmüthig.m W dcrstande gefallen ist, j.-tzt, wo jede vernünftige Aussicht auf den Steg verschwunden tft, jetzt ist eS Zeit von Jenen, welche die Gewalt usurpirt haben, Rechenschaft zu verlangen für daS uunöthtgerweise vergossene Blut, für die ohne Grund aufgehäuften Trümmer, für die ohne Controle verschleuderten Hilfsquellen des Landes.... WaS mich anbelangt, gebeugt durch so viele Ungerechtigkeiteu und bittere Enttäuschungen, w>ll ich nicht j ne Rechte in An­spruch nehmen, die ihr v er Mal in zwanzig Jahren mir frei­willig übertragen habt. Angesicht- deS Unglücks, welche« unS umringt, ist kein Raum vorhanden für persönlichen Ehrgeiz; aber so lange nicht daS Volk in regelmäßiger Weise in seinen Vertretungen versammelt, seinen Willen wird kund- gegeben haben, w»rd eS meine Pflicht sein, als wahrhafter Vertreter der Nation mich an dieselbe zu wenden und ihr zu sagen, alles, WaS ohne eure dirrcte Betheiligung geschieht, ist ungesetzlich. Nur eine auS der VolkSsouveränetät ent­sprungene Regierung, welche sich über den EgoiSmuS der Parte>en zu erheben vermag, wird im Staude sein, eure Wunden zu heilen, eure Herzen der Hoffnung, und die ent« weihten Kirchen euren Gebeten wieder zu eröffnen, und die

Arbeit, die Einigkeit und den Frieden tu den Schoß des Vaterlandes zurückjllführeu,

W lhelwShöae, 4. Februar 1871. Napoleon."

CocoUs und prot>in$UlU^

Gießen, 14. Februar 1896.

** Aerzte und Apotheker Während des P.üfuugS- jahreS 1894/95 haben im Deutschen Reiche 1357 Eandi« baten und Doctoreu der Medictu die Approbation als Arzt erlangt. Von diesen legten an den preußischen Uni­versitäten Berlin, Bonn, BreSlau, Göttingen, Greifswald, Halle, Kiel, Königsberg und Marburg 557 dte Prüfung ab; 347 in Erlangen, München und Würzburg, 136 in Leipzig, 115 in Freiburg und Heidelberg, 64 in Straßburg, 47 in Jena, 34 in Tübingen, 33 in Rostock und 24 in Gießen. Zahnärzte wurden im Jahre 1894/95 approbirt: in Preußen 57, in Bayern 10, im Königreich Sachsen 8, in Baden 2, in Hessen und in Mecklenburg Schwerin je 1, und im Groß- herzogthum Sachsen und in den sächsischen Herzogthümerv 4, zusammen 83. Die Approbation als Threrarzt erlangten 1894/95 im Deutschen Reiche 227 Siudirende der Thier- Heilkunde, darunter ein Doc'vr der Philosophie. Von diesen be­standen in Preußen 163 dte Prüfung, im Königreich Sachsen 24, in Bayern und Württemberg je 18 und in Hessen 4. Die Staatsprüfung als Apotheker legten in Preußen 282 Apo- thekcrgehilfen ab, in Bayern 182, in Baden 43, im Köaig« reich Sachsen 36, in Hessen 25, im Großherzogthum Sachsen und in den sächsischen Herzogtümern 19, in Württemberg und in Elsaß-Lothrtngen je 18, in Mecklenburg-Strelitz 10 und in Braunschweig 5. Die Gesammtzahl der 'im Deut­schen Reiche neu approbirten Apotheker beläuft sich auf 638.

* Dteustfraue» in den O Zügeu. Die R-ifenden, die öfters die D Züge (Harmonikazüge) benutzen, haben es schon vielfach als einen Uebelstand empfunden, daß in den sonst so vortr.ffllch e ngerichteten Wagen auf eine genügende Reinigung nicht immer in wünschenSwerther Weise Bedacht genommen wird. Da gerade in diesen Wagen der Mangel an Reinlichkeit von dem darin gebotenen Comfort in un­angenehmer Weise absticht, und dte Reisenden durch Zahlung deS Platzzuschlages auch einen Anspruch auf peinlichste Sauberkeit in diesen Zügen haben, so hat der preußische Elsenbahnminister angeordnet, daß vom 1. April ab im Sommer und, so weit erforderlich auch im Winter, eine Dieustfrau mitgegeben wird, die für die erforderliche Rein« Haltung der Wagen Sorge zu tragen hat.

** Dte Volkszählung vom 2. December 1895 ergab nach den vorläufigen Aufstellungen eine ortsanwesende Bevölkerung des GroßherzogthumS Hlssen von 1,039,757. Bei der Er- bebnng vom 1. December 1890 zählte die Bevölkerung 992,883 Personen. Innerhalb der letzten fünf Jahre hat daher eine Zunahme um 46 874 Personen oder um4,72pCt. 0,94 pCt. durchschnittlich jährlich ftattgesundeo, während in dem vorangegangenen Jahrfünft 1885/90 sich eine Zu­nahme von nur 36 272 Personen oder 3,79pEt. 0,76pCt. im Durchschnitt jährlich sich ergeben hatte. Die Provinzen zeigen folgende Veränderungen: In Starkenburg vermehrte sich die Bevölkerung von 419,642 Personen im Jahre 1890 auf 444,895 im Jahre 1895 oder um 25253 Personen 6,0 pE., in Oberheffen von 265,912 auf 271,692 oder um 5780 Personen 2,2 pCt., in Rheinhessen von 307,329 auf 323,170 oder um 15,841 Personen 5,2 pCt.

Die vorläufigen Ergebnisse der Zählung in den einzelnen Kreisen und in den Städten mit über 10000 Einwohnern

sind folgende:

Kreise Ortsanwesende Bevölkerung

Zunahme bezw.

Abnahme (-) feit 1890

und Provinzen

am 2. Dec. 1895

am 1. Dec. 1890

adsol.

pCt.

Darmstadt

100,571

91,184

9,387

10,3

Bensheim

52,003

50,030

1,973

3,9

Dieburg

54,725

53,646

1,149

2,1

Eibach

46,264

46 418

154

-0,3

Gioß-Gerau

44,360

41412

2,948

7,1

Heppenheim

44,946

43,862

1,084

2,5

Offenbach

101,956

93,090

8,866

9,5

Prov. Starkenburg

144,895

419,642

25,253

6,0

Gießen

77,436

74,321

3,115

4,2

Alsteld

36,557

36 656

-99

- 0.3

Büdingen

38,408

37,959

449

1,2

Friedberg

64 620

62,104

2516

41

Lauterbach

28,259

28 392

133

-0,5

Schotten

26 412

26,480

-68

-0,3

Prov. Oberheffm

271,692

265,912

5,780

2,2

Mainz

125,507

117,298

8,209

7,0

Aize,

39,481

38,760

721

1,9

Bingen

38,338

37,131

1,207

3,3

Oppenheim

45 573

44990

583

1,3

WormS

74,271

69 150

5 121

7,4

Prov. Rheinbeffen

323,170

307,329

15 841

5,2

Großh. Hoffen l,039,7o7

992,883

46,874

4,7

Städte mit über

10 000 Einwohnern:

Darmstadt

63,769

56 399

7,370

13,1

Offenbach

39,470

35 085

4,385

125

Gießln

22,932

20 571

2 361

11.5

Mainz

76,957

72,059

4,898

68

WormS

28,624

25,474

3,150

12,4

Gesundheitszustand und Bewegung der Bevölkerung, insbesondere die Todesfälle in der Stadt Gießen im Jahre 1895,

Im Jahre 1895 wurden in der (Stabt Gießen eir schli ß ich der Entbindungsanstalt lebend geboren 478 Knaben und 371 Mädchen, zusammen 849 Kinder, die Zahl der Tovtgeborenen betrug 33

Gestorben find im Ganzen 443 Personen (266 mäntllichen und 177 weiblichen Geschlechts), während die Sterdezadlen der vorauS- gedenden 4 Jahre 18941891 mit je 517, 526, 509 unter Berück fichtigung der Bevölkerungszunahme von rund 20600 auf 23000 Seelen verhältnißmäßig bedeutend höhere find. Die Sterblichkeits- zifser, d. h. die Zahl der im Jahre Verdorbenen auf 1000 Lebende berechnet, beträgt vei Annahme einer Bevöikerungszahl von 22700 um die JabreSmitte 19.5"/,«, dieselbe reducirt fich auf 13,3c»/.,, wenn man 141 Todesfälle Ortsfremder, welche mit wenigen Ausnahmen in den hiestgen Kliniken verstorben find, in Abzug bringt, eine Sterbe- »-sser, welche ganz ungewöhnlich günstig erscheint im Vergleiche mit der Durchschutttszahl für das Großherzogthum, die 22,023,0 aus

einer länderen Reih« von Jahren beträgt: e4 ist hierbei jedoch tdftf außer Acht zu lasten, daß dte höheren Schulen, insbesondere bk Universität und eine oerhä tnißmäßig starke Garnison von 1600 arte gesucht gesunden jungen Männern selbstverständlich die Sterbeziffer einer Stadt günstig beeinflussen müssen.

Nach Altersklassen geordnet starben

Einheimische Ortsfremde Zusammen

im ersten Lebensjahre 80 + 6 86

vom 1.15. , 29 4- 15 44

vom 15.60. 113 4- 100 213

über 60 80 -i- 20 100

302 + 141 = 443

AlS in erster Linie allgemeineres Interesse beanspruchend werden wir nur die Sterblichkeit der Ortserndeimifchen einer näheren trachtung unterziehen und die Sterbefälle der Ortsfremden nur bei den wichtigeren KrankheltSformm erwähnen.

An a.uten ansteckenden Krankheiten sind in Summen Peissn« gestorben und zwar an Scharlach 1, Diphtherie 2, Keuchhusten 1, Rofe 2, an Typhus 3 und an Kindbettfieber 2, eine Zahl, die nach unten folgender Vergleichstabelle der letzten 5 Jahre außer gewöhnlich klein ist und darthut, daß die Jnfectionskrankheiten, welche vornehmlich dem Kindesalter Gefahr bringen, im Berichtsjahre iv mäßiger Verbreitung und mit gutartigem Verlaufe aufgetreten find

Zwei der Typhus-TodeSfälle betrafen ein Ehepaar, wovon der Gatte sich ohne Zweitel auf einer längeren Reife außer L«> des in fickt und die ihn pflegende Gattin angesteckt hatte, der dritte Fall betraf eivea Schulknaben aus einem mit sanitären M ßständen behaftet gewesene» Hause. Weitere TyphuS Erkrankungen sind noch zur amtliche, Kenntniß gekommen 1 im Juni, inficirt in Barmen, und ein Fall in der Rodheimcr Straße. Wenn man an die Gieß ner Verhättmtze vor 25 und 30 Jahren zurückdenkt, wie häufig im Jahre man wt einzelnen Häusern, in welchem schwere TypbuSkranke lagen, Lohe oder Stroh gestreut fand, um daS Slraßengetöse abzuschwächen, usb wie viele Menschen im besten Lebensalt. r dieser Seuche zum Opfer fielen (leider können wir die« augenblicklich mit Zahlen nicht be- weisen), so muß man staunen über die Fortschritte in den Gesund- bettSoerhaltniffen der Stadt, die wir bezüglich des TyphuS in erster Linie der Trinkwasserversorgung durch Quellwasserleitung und über­haupt der in den btzlen 20 Jahren erfolgten Hebung deS hygienisch« Zustandes der Stadt auf Grund der epochemachenden Entd-ckunge» auf dem Gebiete der öffentlichen Gesundheitspflege zuzufchreibm haben.

Ob die sehr geringe Sterblichkeit an Diphtheritis und Erovp mit 2 Fällen gegen 21, 53, 25, 14 und 31 der voraus gegangene, I«hre dem nach allgemeiner Beobachtung mit großem Dortheile av- gewandten Behrtng'schen Heilserum allein zu gute zu hatten ist, tnifj erst die Zukunft lehren, sicher ist, daß Zahl (eS wurden 57 Erkrank, ungen aus der Stadt gemeldet) und der Cbaracter der Bräum- Krantbetten im Berichtsjahre verhältnißmäßig günstige waren.

Ortsfremde starben in den Kliniken an Diphtheritis in be Jahren 1895 bis zurück 1891 resp.: 9, 80, 102, 42, 33 Kinder.

Die Zahl der Todesfälle an Lungentuberkulose (Schwindsucht) mit 42 ist gegen die Vorjahre fast in gleicher Höhe geblieben (4. 43, 53 und 60), desgleichen diejenige der Tuberkulose anderer Or­gane (des GehirnS, Darmes, der Knochen ufw.) mit 14 gegen 16, 13 und 15 der Vorjahre; es sind mithin der Tuberkulose überhin« 56 ober fast </e aller Verstorbenen zum Opfer gefallen. Der cro»; pösen Lungenentzündung erlagen 29, and ren acuten Erkrankungen der AthmungSorgane 23 (darunter 5 an der im I. Quartale jur. otertenmale innerhalb 6 Jahren aufgetretenen Influenza), den orga­nischen Herzleiden 15 Personen; 13 gingen an Gehimschla fluß ja Grunde, 19 an acuten Magen- und Darmkrankheiten, welche wie gewöhnlich größtentheilS dem Säuglingsalter angehörten.

Alle diese Zahlen sind im Vergleiche mit den Vorjahren mir lere zu nennen.

An Kinder-Atrophie starben 7, an Lebensschwäche 16 Neage borene, an bösartigen Neubildungen, Krebsgeschwülsten u. a. 17 Per Tonen (ebenso viele auch Ortsfremde in den klinischen Anstatt,v). in 9 Fällen blieb die Todesursache unbekannt, 68 Sterbefälle kaum auf andere, minder wichtige, nicht anst.ckende Rianfbetten, 15 aut Altersschwäche; durch Selbstmord bezw. Derunglückuog endete je 1 Frau gegen 10 und 4 Personen deS Vorjahres.

Von den einzelnen Quartalen brachte das zweite die meisten Sterbefälle: 93, die wenigsten daS drit e: 61, unter den Mouatnr die größte Zahl der März: 44, die kleinste Januar und September je 15.

Wir fügen noch folgende Vergleichstabelle über die Sterblichkeit der Oliseinheimischen an den wichtigerenJnfectionskrankheiten in tat letzten 6 Jahren an; frühere Jahre können nicht in Vergleich komme,, da die OitSfremden vor 1890 nicht ausgefchieden worden find.

Gr. Kreisgesundheitsamt Gießen.

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E E B l

1890

1

31

2

2

2

38

1891

4

14

1

19

1892

2b

1

2

28

1893

12 3

53

9

3

80

1894

6

21

6

32

1895 1

Gießen, den 13.

2

Februar

1

189*.

3

2

2

11

Jede« Versuch führt zu dauernder Veuutzu««! Mit besseren Worten kann die Firma Fritz Schulz jun., Le pzi> ihr neues Puhpröparat: G obvs Putz Extracl nicht einführen, de,, wer nur einmal reine Gold-, Silber-, Kupfer-, Mefstng- rc. Sache» mit Globus-Putz-Extract gew'tzt bat wird fich dauernd dieses P> tzmitteltz bedienen. Globus Putz »xtraet gibt M leichter Mühe eineu brillante«, bauernden Giavz, ohne wie Putz- psruabe zu schmiere«. Die Pegenstände bleibe« vor «ost aeschützt ««d we»den nicht im geringste« ««gegriffen. Jeder mache daher eine« Versuch! In kaum zwei Jao«, versa, dte biefe Firma viele Millionen Dosen ihreS GlobuS-Pvtz- SxtractrS und auf dem Weltmarkt ist jetzt Meier Artikel ein sehe begehrter geworden und wird überall der stüber gebrS chlichearothe» Puhpomade vorgezogen. Viele Anerkennungen sind der Finna n» allen Theilen der Erde geworden Die ges.tzttch geschützten Dose» tragen au* dem Deckel einen rothen Queistreifen, in welchem fich die Schutzmarke GlobuS und die volle Firma Fritz Schulz jun., Leipzig befindet

Lebensversicherung-«Gesellschaft zu Leipzig, aoi (Segenfettiatett gegründet 1830 (alte Leipziger). (Se sind im Monat Januar 1896 569 Versicherungen über 4091800 ®tL beantragt worden, 196 600 Mk. mehr alS im gleichen Zeitraum« deS Vorjahre-. Als gestorben wurden in derselben Zeit angemdbd 68 Mitglieder, die mit 409 200 Mk. versichert waren. Der 8er» ficherungSbestand stellte sich Ende Januar 1896 auf 64 500 Personen mit 460 Millionen Mark Versicherungssumme, da« Vermöge» auf 134 Millionen Mark. Für fällig gewordene Versicherungs­summen find biS jetzt auSgezahlt 91 Millionen Mark, al« Divi­denden an die Versicherten gewährt 45 Mill onen Mark; Dividende» reserven in Höhe von 22 Millionen Mark liegen zur weitere» Dertheilung an die Versicherten bereit. Bei der alten Leimiger Gefell schäft, die eine reine Gegenseitigkeitsanstalt ist, fließen alle Hebe, schöße den Verficherten wieder zu. Die Dividende der letzieren beträgt für di« länger al« fünf Jahre bestehenden Versicherungen im laufen ben Jahr« 42pEl. der ordentlichen Jahresprimie und bei abgekürzten 8m ficherungen außerdem !V8p6t der Summe der gezahlten Zufatz- prämien.

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