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Diejenigen unserer Landsleute, welche bereit find, zu« Zwecke weiterer Organisation deS Vereins zur Gründung von Verbänden mitzuhelfeu, werben gebeten, Namen und Wohnort de« Vorstand genau mitzutheilen. Mögen diese Zeilen dazu beitragen, den Kreis unserer Freunde zu erweitern und möge es dahin kommen, daß eS Jedermann für seine Pflicht hält, Mitglied des Hessischen Fechtveretn» „Waisen- schütz" zu werden.
A AuS Rheiuhesieu, 12. November. Da» unvorsichtige Betreten von Kellern, in welchen Most lagert, hat in diesem Herbst schon manche» Opfer gefordert. In Zornheim entging letzter Tage eine vierköpfige Familie nur durch den großen Muth zweier beherzter Männer dem Erstickungstod, indem letztere, die eigene Gefahr vergessend, auf das Geschrei von Kindern in einen Keller eilten, wo die ganze Familie bewußtlos lag. Mit Aufwendung aller Kräfte gelang es den beherzten Männern, die Personen noch lebend aus dem Keller zu bringen. Wenn die Männer einige Sekunden später dazu gekommen wären, würde die Familie unzweifelhaft re'tungSlo« verloren gewesen sein.
Worms. 12. November. In der Klagesache de» Fabrikanten I. H. Mohr, Inhaber der Firma A. L. Mohr in Altoua-Bahreufeld, vertreten durch die Rechtsanwälte Larsen
und Dr. Eagelbreent in Altona, ist dem verantwortliche« Schriftleiter der „Wormser Zeitung" eine Ladung auf Mittwoch den 16. Dccember von dem Großh. Schöffengericht Worms zugegangen. Die Anklage richtet sich auf die Behauptung, der Angeklagte habe durch verschiedene Aufsätze in der Z." den Kläger beleidigt und Thatsacheu behauptet, welche geeignet seien, den Kläger verächtlich zu wachen und in der öffentlichen Meinung herabzuwÜrdtgen.
Citerotur nrrd Knnft
— Ein elegantes, klein s Geschenk für Damen ist der auch in diesem Jahre wieder erschienene Hande * Spener'sche Damen- Almanach (31. Jahrg. für 1897. Verlag von Haube & Spener, Berlin). DaS äußerst teschmeckooll und fein ausgestattete Büchlein vereinigt in sich Taschenkalender, Notiz- und Tagebuch in zierlicher Form. Die von Jahr zu Jahr zunehmende BeltebthcttldeS Almanachs beweist schon hinreichend, daß nicht nur sein AeußereS, sondern auch der praktische, zweckentsprechende Inhalt, der durch geschickt aus- gewählte „Wochensprüche" bereichert wurde, den Beifall der Damenwelt verdient und gefunden hat. Eine gemüthoolle Erzählung aus der Feder der beliebten Novelltstin Frieda Schanz erhöht noch den Reiz des Büchleins, welches auch wegen seiner Billigkeit (Preis 2 Mark) bei jeder Gelegenheit als paffendeS Geschenk empfohlen werden kann. ____________
— Ein ganz eigenartiges Buch mit besonderem Inhalt und schöner Ausstattung ist soeben zur Versendung gelangt. ES ist dies der Rechenschaftsbericht de» «llerhSchst genehmigte« Unter-
I stützungSfonb» für Deutsche «UULr-SRnfiker, dem als Ein
leitung ein kleiner literarischer Beitrag über den Fonds »oravgehi. während den Schluß ein hübsche» Mustkstück für Elaoier, componirt von dem rühmlichst bekannten Grohberzoolichen Ho'pianiste» Schulz Schwerin, bildet. Daß daS rnterrssante Buch dem eS Verlangende« auch unentgeltlich gesandt wird, ist ebenfalls ein Vorzug desselben, w nn auch in Anbetracht der guten Sache und des WertheS der Eomposttton gewiß der Wohlhabende wie der Mtnderbegüterte im In- und Auslände dem Unterstützungsfonds ein Scherflctn zusührea wird.
Derfc^r, €<mb« rrnd VoUrwirthschaft-
— LebeuSverficheruugS-Gesellschaft zu Leipzig, auf Gegenseitigkeit gegründet 1830 (alte Leipziger). Es sind vom I. Januar bis Ende September 1896 4744 Versicherungen über 35544650 Mk. beantragt worden, 153 650 Mk. mehr alS im gleichen Zeitiaume deS Vorjahres. Als gestorben wurden in derselben Zeit angemeldet 644 Mitglieder, die mit 4 389 050 Mk. versichert waren. Der Ver- ficherungsbestand stellte stch Ende September 1896 auf 66 100 Personen mit 476 Millionen Mark Versicherungssumme, das Vermögen auf 143 Millionen Mark. Für fällig gewordene Derfich-riings- fummen find biS jetzt auSgezahlt 96 Millionen Mark, als Dividenden an die Versicherten gewährt 48 Millionen Mark; Dioidenden- reserven in Höhe von 23 Millionen Mark liegen zur weiteren Veitheilung an die Versicherten bereit. Bet der alten Leipziger Gesellschaft, die eine reine Gegenseitigkettsanstalt ist, stießen alle Ueberschüffe den Versicherten wieder zu. Die Dividende der letzteren beträgt für die länger alS fünf Jahre bestehenden Versicherungen im lausenden Jahre 42pCt. der ordentlichen Jahresprämte und bei abgekürzten Versicherungen außerdem l»/,pCt der Summe der gezahltm Zusatzprämien.
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Leitzrentenverffchetnna zur Erhöhung des Einkommen». Kapitalvec Sicherung (für Aussteuer, Militärdienst, Studium). GPartaffe. Gezahlte Stenten 1895 t 3440000 Mark. Vermögen t 95 Millionen Mark.
Prospekte und näher« Auskunft bei Herrn Heinrich Hachrenther tn
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Evangelischer Zünglingsverem
Dieser Verein, der im October d. I. sein 9. Jahresfest gefeiert hat, hält seine regelmäßigen Zusammenkünfte an jedem Sonntag, Dienstag, Freitag und Samstag, Abends zwischen 8 und halb 11 Uhr, im Vereinslocal in der „Herberge zur Heimath".
Wir laden junge Leute zum Beitritt freundlichst ein und bitten, zunächst gastweise den Verein an den Vereinsabenden zu besuchen.
Gießen, im November 1896.
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Frau Hermine Schneider.
Lebensversicherungs - Gesellschaft zu Leipzig
(alte Leipziger) auf Gegenseitigkeit gegründet 1830.
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66100 Personen und 476 Millionen Mark Versicherungssumme.
Vermögen: 143 Millionen Mark.
Gezahlte BerfichernngSsummen: 96 Millionen Mark
Dividende an die Versicherten für 1896:
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Die LebenSverficherungs« Gesellschaft zu Leipzig ist bei günstigsten Ver- stcherungsbedingungen (Unanfechtbarkeit fünfjähriger Policen) eine der größten und billigsten LebenSversicherungs-Gesellfchaften. — Alle Ueber- fchüsie fallen bei ihr den Versicherten zu. Nähere Auskunft ertheilen gern die Gesellschaft, sowie deren Vertreter: 419
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Die Vereinigung der Mädchen findet statt an jedem Sonntag zwischen 2 und 7 Uhr Nachmittags im Saale der Kleinkinder- schule; die Mädchen können nach Belieben zu jeder Zeit kommen und
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Verdingung.
Die zur Ausführung eines ge- pstasterteu Baukets längs der Nordaulage, zwischen der Wetzsteinstraße und Oswaldsgarten, erforderlichen und nachstehend beschriebenen Arbeiten und Lieferungen sollen Dienstag den 24. November d. I., Vormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden.
Maurerarbeit:
Versetzen von Bordsteinen auf Cement- beton, einschließlich Dichten der Fugen 250,30 Ifdm.
Steiuhauerarbeit:
Liefern von Bordsteinen aus Lung- steinen 250,30 Ifdm.
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Herstellung eines 1 Meter breiten Pflasterstreifens aus vorhandenen Steinen, mit Lieferung des Pflaster streifens 250,30 qm.
Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienst- ftunden zur Einsicht der Jntereffenten bei uns, Zimmer Nr. 7, offen, wo auch Angebotformulare zu erhalten sind. Angebote sind bis zum obengenannten Termin einzureichen.
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Gießen, 12. November 1896. Das Stadtbauamt.
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Flur 39 Nr. 63 — 2431 qm Acker hinter dem Waldbrunnen,
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Flur 41 Nr. 189 — 4206 qm Acker am Rain, hinter der Warte freiwillig meistbietend versteigert
Gießen, den 12. November 1896.
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