Ausgabe 
15.10.1896 Erstes Blatt
 
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internsten Kreise eingenommen. Um 11 Uhr Nacht- fahr Geheimerath Schischkin nach Peteröbur" ab.

Berlin. 14. October. General v. Jrumbkow Pascha wird heute Mittag 1 Uhr in Gegenwart de- türkischen Bot« schafter- Galib Bey vom Kaiser tu Audienz empfangen werden, um da- Handschreiben de- Sultan- zu überreichen.

Berlin, 14. October. DieNordd. Allgem. Ztg." bestätigt heute eine frühere Meldung, wonach ans der Wansee- Bahn probeweise electrtscher Betrieb etogeführt werden soll. Zunächst ist tu Au-stcht genommen, täglich nur fünf­zehn Wageozüge zwischen Berlin und Zehlendorf elektrisch zu befördern.

Berlin, 14. October. Die ,Natioualzeitung" meldet au- Rom: In leitenden Kreisen wird berechnet, daß N er azziui gestern die Hauptstadt AbeffyntenS erreicht haben dürste. Ueber den Frieden mit Menelik unterhandelt Nerazziui solgendermaßen: Italien anerkennt die volle Unabhängigkeit Abessynten-. Menelik gibt die Gefangenen vollend- zurück. Die Regierung glaubt, Menelik erkenne den Marebfluß al- Grenze der eryträifchen Colonte au.

Hamburg, 14. October. Da- Fouragemagaziu des 15. Husaren-Regiments in WandSbeck ist uiedergebranut.

Wien, 14. October. Der Justtzmioister trat eine Studienreise nach Deutschland an, um anläßlich der bevor­stehenden Justizreform den Geschäftsgang bei den Reichs­deutschen Gerichten kennen zu lernen.

B. Darmstadt, 14. October. Bet der heutigen Land» tagswahl für die Stadt Darmstadt wurden gewählt bei 102 Wahlmänoern WolfSkehl mit 94, Schmeel mit 93 Stimmen.

H . Darmstadt, 14. October. Der hier etngetroffeoe Maler v. Angeli porträtirte die russische Kaiserin. ES verlautet, das Zareupaar nehme au der am 24 October stattfindenden Vermählung des ErbgroßherzogS von Oldenburg mit der Herzogin von Mecklenburg Theil.

H d. Homburg v. d. H., 14. October. Die feierliche Grundsteinlegung zur russischen Kirche findet am nächsten Freitag, Vormittag 10 Uhr in Anwesenheit des russischen KatserpaareS und der Kaiserin Friedrich statt.

CocoUs und prwhtjkllw,

Gießen, den 14. October.

Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung Freitag den 16. October 1896, Nachmittags S1/^ Uhr pünktlich. 1. Abhör der Löber'schen Sttft-rechnung pro 1895/96. 2. Voranschlag der Löber'schen Stiftung für 1896/97. 3. Prüfung der Plock'schen Stift-rechnung pro 1895/96. 4. Den Voranschlag der

Plock'schen SttftSrechoung pro 1897/98. 5. Curse für er­ziehliche Handarbeit. 6. Den Canal in der Lindengaffe- hier: Arbeitsvergebung in engerer Submission. 7. Die Handwerkerschule- hier: Kostendecretur. 8. Die Beleuchtung der Bureaulocalitäten des Großh. Polizeiamts. 9. Gesuch de- VereinsSängerkran-" um Ueberlaffuug eine- Saale- im Gebäude der höheren Mädchenschule zur Abhaltung von Gesangproben. 10. Da- Ausleeren der Gruben rc. tu den städtischen Gebäuden- hier: Uebertragung deS Accords von I. Stahl auf H. Selzer. 11. Gesuch des August Zöckler um Erthellung der Erlaubntß zum WirthschaftSbetrieb im Hause Westanlage 28.

* Landtagswahl. Zu der heute Vormittag im Sitzuugs- saale Großh. Kretsamts anberaumten Wahl eines Land­tags ab geordneten für den Bezirk Gießen waren 44 Wahlmänner erschienen. Auf den bisherigen Abgeord­neten, Herrn Rechtsanwalt Metz hier, entfielen 42 Stimmen, auf die Herren Oberbürgermeister Gnauth und Commerzten- rath Heyligenstaedt je eine Stimme.

* Stadttheater. Auf das morgen (Donnerstag) Abend statlfiadende Gastspiel von Fräulein Thessa Klinkhammer, der liebenswürdigen, hier stets willkommenen Künstlerin, sei hierdurch ganz besonders aufmerksam gemacht. Zur Auf­führung gelangt SudermannsHeimath" mit Fräulein Klinkhammer alsMagda". Wir sehen der Verkörperung dieser Rolle mit Spannung entgegen, um so mehr, al- Frl. Klinkhammer damit ihren Uebertritt zu einem erst seit Kurzem von ihr creirten Fach documentirt.

* Nene Fahne. Wir erlauben uns darauf aufmerksam zu machen, daß die dem GesangvereinHarmonie" hier ge­legentlich deS 50jährigen Stiftung-festes gewidmete neue Fahne und anderweitigen Geschenke in dem Schaufenster des Herrn Julius Schulze hier auf einige Tage ausgestellt find. Die Fahne, welche oben genannte Ftima angefertigt hat, ist in prachtvoller künstlerischer Stickerei au-geführt und zeugt von feinem Geschmack und gediegener Arbeit.

* Jugendliche Einbrecher. Gestern Abend wurde die Glasscheibe eine- Schaukastens an einem Uhrmacherladen am Selter-weg zertrümmert und der Inhalt des Kasten- zum größten Thetle gestohlen. Zwei Schuljungen im Alter von 13 und 9 Jahren wurden atS die Thäter ermittelt. Einen Theil der gestohlenen Uhrketten hatten sie bereits an einen Unbekannten verkauft und für den Erlös Spielsachen ein­gekauft. Der größere und werthvollere Theil fand sich noch tn ihrem Besitz.

* * Baumfrevel. Ein 13jähriger Junge wurde gestern dabei betroffen, als er in der Westaulage an Lindenbäumchen mit einem Messer die Rinde abschälte.

-|- Nidda, 13. October. Der hiesigen katholischen Pfarrcurratte ist kürzlich durch Wohlthäter eine größere Geldsumme für kirchliche Zwecke zugewtesen worden. Infolge deS schönen OctoberwetterS haben sich die Bohnen grün gehalten, die jungen Bohnen find noch gewachsen und kann man so Gemüse von im October gepflückten Bohnen eflen, was eine große Seltenheit ist.

-o- Fauerbach bei Friedberg, 13. October. Am vorigen Sonntag wurde dahier da- zweijährige Kind de- Maurer­meister- B. von hier durch ein dicht besetzte» Fuhrwerk

überfahren und anscheinend schwer verletzt. Dem Lenker de- Wagen- soll insofern ein Verschulden treffen, al- er zu scharf gefahren sei, wa- um so mehr al- eine Fahrlässigkeit anzuseheu sein dürfte, al- au der betreffenden Stelle an- Anlaß der hier stattfindenden Nachkirchweihe ein Carouffell aufgestellt war und der Verkehr tu Folge deffeu förmlich stockte.

§ Aus de» Kreise Alsfeld, 12. Oktober ES ist un- bestreitbar, daß der Bezug künstlicher Düuger durch die Landwirthe zugeoommen har. Da- beweist da» vielfache Beziehen ganzer Waggouladuugen küustltcher Duugmittel vou für diesen Zweck zusammengetreteneu Bereiutguugeu. Trotz dieser Thatsache ist aber die Anwendung von Kunstdüngern doch noch nicht in dem Maße gediehen, wie sie der jetziger Zeit entsprechende reutabele Betrieb der Landwirthschaft gebieterisch fordert. ES ist klar, daß tn einer Zeit, wo die Getreidepreise um 50pCt. niedriger stehen al- früher, der Ausfall hierdurch sich ergebender Mindereinnahme wirksam durch Verdoppelung der Production ausgeglichen werden kann. Ebenso steht fest, daß vielfach, ja meist durch rentabele Be- wirthschaftung der Boden um ein Bedeutende- ertragfähiger gemacht werden kann. Wer au dieser Thatsache zweifelt, der gehe nur in solche Gemeinden und hier auf solche Felder, wo mit künstlichen Düngern gearbeitet wird. Geradezu erstaunlich find hier die in» Auge fallenden Unterschiede gegen­über der früher gewohnten Dungmethode. Nicht nur ein viel dichterer Bestand der Frucht, sondern auch eine evident beffere Qualität derselben sowohl in Htuficht der Körner als auch de- Halm- läßt fich überall dort wahrnehmen, wo die Kunstdünger zur Verwendung gelangt sind. Wenn mithin wie es vielfach geschieht der kletue Landwtrth die Ausgaben für künstliche Dünger scheut und sie bester zu sparen vermeint, so ist da- eine falsch angebrachte Sparsamkeit. ES ist selbstverständlich, daß der Aufwand für Kunstdünger im rechten Derhältniß mit der Größe deS Betriebs zu stehen hat und eS ist ebenso selbstverständlich, daß die Naturdünger durch die Kunstdünger nicht verdrängt, sondern da, wo sie fehlen, ersetzt und auch wo sie nicht fehlen, ihre Dungkraft gesteigert werden soll. Ganz besondere Aufmerksamkeit ver­dienen tn diesem Herbste die Wiesen. Durch den überau- schlechten Grasbestand zur Grummeternte hat das MooS, der Zerstörer des GraSwuchseS, tn moosigen Wiesen so überhand genommen, daß man nicht selten auf solchen Wiesen einen puren MooSteppich antrifft. Hier ist eS nun am Platze, nach gründlicher Entfernung deS Mooses durch AuSmähen oder AuSeggen mittelst der Wtesenegge neben dem Streuen von Asche künstliche Dungmittel, vor Allem die ThomaSschlacke, in Anwendung zu bringen. Der dafür aufgewandte Betrag rentirt sicher reichlich.

-r- Aus dem Vogelsberg, 12. October. Ein eigenthüm- ltcher Vorfall spielte fich in der Nähe eines Dörfchen- ab: Der Letter etneS Fuhrwerke- fuhr nach eingetretener Dunkel­heit die Staatsstraße entlang, als er von einem bekannten Fußgänger gebeten wurde, mitfahren zu dürfen. Die Bitte wurde gestattet und bald faßen Beide, fich aufs Beste unter­haltend, auf dem Wagen. Inzwischen hatte der Fuhrmann seinem Gaste die Pferdezügel übergeben und diesem die Leitung des Fuhrwerkes übertragen, während er sich selbst auf eine wollene Decke zum Schlafe ausstreckte. Der neue Fuhrmann mochte wohl eine Weile gefahren haben, während der Schläfer einen bösen Traum gehabt haben muß, denn er sprang plötzlich von seinem Lager auf, ergriff eine Stange, schlug damit heftig auf seinen Freund und richtete diesen derart jämmerlich zu, daß er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Die Sache wird einen gerichtlichen Abschluß finden.

Seligenstadt, 11. October. Der Kartoffelexport am hiesigen Bahnhofe ist im Vergleiche zu den Vorjahren nur ein sehr minimaler. Wegen der herrschenden Kartoffel­faule ist der Preis rasch von 3 Mk. bereits auf 3.60 Mk. pro Doppelcentner gestiegen. Die Producenten erhoffen aber noch einen weiteren Preisaufschlag und halten darum mit dem Verkaufe noch etwas zurück. Mit Rücksicht auf die hier ausgebrochene Maul- und Klauenseuche können die auswärtigen Landwirthe beim hiefigen Bahnhofe nicht anfahren, woraus sich ebenfalls der geringe Export erklärt. Dagegen werden am Bahnhofe in Babenhausen gegenwärtig maffenhaft Kar­toffeln um obigen Preis verladen. Der Export richtet sich vorzugsweise nach Westfalen und Rheinpreußen.

Schwurgericht.

W. Gieße«, den 13. October 1896.

Fortsetzung der Verhandlung gegen Feist Sommer von Crainfeld.

Zeuge J o h. Fritz - Crainfeld, Rechner der Vorschuß- kaffe, erklärt, dem Sommer die Spareinlage der Wittwe Bär an deren Generalbevollmächtigten auSgezahlt zu haben. Der Zeuge kannte die Abmachung wegen der Einlage nicht. Sommer hat zuerst eine Thetlzahlung von 300 Mk. bekommen. Der Rest ist gegen ein Darlehn, welches die Kaffe an Sommer gegeben, verrechnet worden. Zeuge erinnert sich, daß Sommer bet der Kündigung des Geldes erwähnt hat, die Kaffe zahle zu wenig Z'ufen (3y2 pCt), er könne mehr dafür zahlen. Bürgermeister Schmalbach von Crainfeld deponirt, daß Sommer ein vermögender Mauu, der sein Geschäft versteht, er betreibt Rtndviehhandel. Sommer war bislang ein an­gesehener Mann in der Gemeinde, dem Niemand etwa» Schlechtes nachfagen konnte. Seitdem des Angeklagten Bruder und später deffen Sohn tn Haft genommen wurden, ent­wickelte fich ein Gerede in der Gegend, er hätte gewuchert und fich Forderungen doppelt bezahlen laffen. Ob das Ge­rede wahr gewesen, weiß der Zeuge nicht. Der Zeuge schildert die Vorkommniffe mit der Spareinlage wie im Thar­bestand der Anklage angegeben. Auf Befragen de- Rechts­anwalt- Katz erklärt der Zeuge, daß der später zu ver- nehmende Weitzel in den Dörfern herum gegangen sei, um Stimmung gegen den Angeklagten zu wachen- so habe er

gehör:. Durch die Vernehmung de- späteren IRttiw mächtigten Marku- Strauß wird festgestellt, tQ; V geklagter in drei Raten mit 4% Zinsen die erhöbe - Spareinlagen innerhalb eine- halben Jahre- lu... gezahlt hat. Der andere Bevollmächtigte 8R 3/ Meter deponirt dasselbe. ES sei ihm, nachdem er Vrv» mächtigter war, nicht darauf angekommen, wenn der gcatt. da» Geld nicht gleich an ihn zurückzahlte, denn dieser k, die Summe ja verzinst. Bürgermeister Schaaf.«-^ schlirf hat mit dem Angeklagten persönlich Geschäfte 8Cea| kann aber nur sagen, er habe ihn immer reell beXani Die allgemeine Meinung bezeichnet allerdings den eoro- wenu Jemand zu Grunde ging, als Denjenigen, der Schuld sei an dem Unglück. Ihm, dem Zeugen, ftl Fall bekannt, wo allerdings der ruinirte Mann selbn Schuld an seinem Unglück sei, derselbe war nämlich ins und hat selber nicht gearbeitet, wie e» hätte glschrhrn müfa Bürgermeister Löffler-Ilbeshausen weiß auch nicht-, al- daß da- Gerede der Leute den Scmmtr * schuldige, daß er in seinem Handel nicht ehrlich Tharsachen, daß diese- Gerade wahr sei, find dem gU:n nicht bekannt.

W. Gießen, den 14. October 1896

In der heutigen Verhandlung wird die Aussage tu commiffarisch vernommenen Zeugen Jakob von LaueiNc- verlesen. Der Zeuge hat bekundet, daß er den Gaul 9 jährig au- der Weber'schen Concur-mafle für 18.3 gesteigert hat. Der Zeuge ist der Meinung, daß vom ar des ThiereS bei dem Handel mit Kraft nicht gefpici« möglich ist e- jedoch, daß davon flüchtig die Rede rrr Balthasar Weitzel-Grebenhain ist der Mauer, im Vogelsberg gegen den Angeklagten Stimmung gewacht haben soll. Der Zeuge hat, wie er zugesteht, ben um beamten gespielt, er hat Zeugen vernommen uub btt tu -eigen gegen Sommer an den Sraat-anwalt und bin Uuui suchungSrtchter eingesandr. Der Zeuge erklätt al» Be- gründ seines ThunS, daß er eS für an der Zeit gehali-f dem Treiben solcher Leute Einhalt zu thuo. Auf Brir-.g'.: erklärt der Zeuge, er habe wehr wie die drei Fälle, die :r. zur Verhandlung stehen, zur Anzeige gebracht, er habe oli anderen jüdischen Handelsleuten auf die Finger gesehenm Anzeige erstattet. Der Zeuge erklärt, weder er noch fest Eltern seien von Feist Sommer betrogen, er sei nicht f. tisemit und habe nur auS Gerechtigkeitsgefühl so gehauik Auf Befragen der Verthridiguog erklärt Weitzel, er bo:- von Niemand, auch au» keinem Fond, eine Belohnung seine Thätigkeit in Sachen Sommer erhalten. Der 6pr kaffenrechner Georg Weitz-Herbstein bekundet, daß er b: Angeklagten für einen gefährlichen Juden geha ren und r der Meinung, daß die Leute, die mit ihm handelten, cn lorene Männer gewesen seien. Der Zeuge hat nicht v.n als Spa,kaffenrechner, sondern auch als ConcurSverw: m manchen Einblick in die in Frage kommenden Verhältnisse gttbjr er nennt etwa ein Dutzend Leute, die alle mit Sommer ,t handelt und tn ihren Verhältnissen zurückgekommen fi L Der Zeuge muß aber zugestehen, daß die ruinirtro schlecht gewtlthschastet und theilweise getrunken fcan-i, aber Schuld sei auch Sommer und andere jütrfc Handelsleute. Dem Zeugen ist bekannt, daß So««» Schuldscheine, die er von den Landwirthen in Händen hru:, nicht zurückgegeben- ob er fich diese hat noch ein»al btjafc« laffen, kann Zeuge nicht sagen, er glaubt e» aber - Der Landwtrth Hofmann von Wünschenmoo», ter tu l wegen einfachen Bankerott- von den Geschworenen oirnnsr wurde, erklärt unter seinem Eide, die Anschuldigoug m<; Sommer wegen Scheinkauf- nicht behaupten <u Ebenso kann der Zeuge nicht mehr aufrecht erhallen, Sommer ihm für eine Kuh nur 60 Mk. gegeben, die »tntthtr.i 100 Mk. werth gewesen sei und welche dann von 6o»r.t für 145 Mk. weiter verkauft sei. Der Zeuge diknvdit, .v ihm Sommer stet- gedroht- er habe ihm damit dieHhpvtht adgenommen, er habe förmlich unter dem Bann dis Mai i-e gestanden. Der Landwtrth und Beigeordnete Eichivour von Altenschlirf erklärt, an- Viehhändeln eia Guthaben c< 170 Mk. an Sommer zu haben, er sei, nachdem ihn t'<*: 2 Jahre hingetlöstet, zu ihm gegangen, um sein Gclb tiqj ziehe'', da habe dieser sein Buch hervorgeholt und ihm 4 IT zahlen wollen. Entrüstet sei er da fortgegoogen, um Born zu verklagen, er habe die- aber doch unterlassen, wei. vorau-gesehen, daß bet der Schlauheit seine» SLuldner» ° > dem Proceß doch für ihn nicht- herau»gekommen wäre. y Zeuge Löffler HI. von Ilbeshausen war früher viny eine- ansehnlichen Gute-, er erklärt, gezwungen gtwr r" sein, ausschließlich mir Sommer handeln zu müffev. (fr der Meinung, von Sommer übervortheilt worden zu sein. habe von Sommer da» Vieh gebracht und theuer keiet» und wenn er ihm daffelbe herau-gefüttert, habe er tl wieder abgenommen und nicht viel mehr dafür bezahlt, al»' Jahr vorher selber für diefelben Stücke Vieh gtaomwcr. Sebastian Löffler - Jlbe-Hausen hat dem Sommer uu» Schuldschein tn Höhe von 800 Mk. au-gestelle, ®8-f, übervortheilt sein will, eine Angabe, wieso er dabti w gekommen, unter zahlenmäßiger Angabe, kann ' geben. Die Denheidigung überreicht eint Urkunde, ® von Löffler oder deffen Ehefrau unterschrieben ist, ' hervorgeht, daß die Verrechnung Über fragliche 80U worüber der Schuldschein gegeben, vor fich gegangta. gegenüber behauptet der Zeuge Löffler, e» fei ' gerechnet. Der Angeklagte habe zwar die Summtn fl r- Andreas Weitzel-Grebenhain erzählt, »« ® _

ihm einen Stier verkaufte, er habe ihm baföj boten und sie seien auch handelseinig um diesen Preis fl spater hat der Zeuge dem Angeklagten 2 von dem Kaufgeld dieser zog Sommer dem o statt 171 Mk. 40 Pfg. 198 Mk. für den Stier °o- Zeuge will sich die- haben gefallen laffen,^-' mit Sommer keinen Procrß haben wollte.

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