einzustellen.
Für die Erhöhung und Anlage aSphaltirter Trat- toirS sind alljährlich 13,000 Mk. vorgesehen. Für die diesjährige Baupertode waren vorgesehen die Gartenstraße bis zur Ludwigstraße (2500 Mk.), BiSmarckstraße zwischen röberstraße und Ludwigstraße (4000 Mk.), die Ostseite der I Sirchstraße (800 Mk.), die Nordostsette der Schanzenstraße (2000 Mk.) Seitens des Herrn Wallenfels wurden weiter I empfohlen die Wetzsteinstraße und Seitens des Herrn Haubach die Wagengasie, der Neuenweg, der Kirchenplatz. Die Versammlung beschloß, nachdem Herr Oberbürgermeister Gnauth mitgetheilt, daß bezüglich der Wetzstetnstraße noch Derhand- lungen wegen deren Urbergang in städtischen Besitz gepflogen würden, und bezüglich deS Neuenwegs und des KtrchenpiatzeS Schwierigkeiten Seitens der Hausbesitzer gemacht worden, I Aussetzung der Beschlußfassung bis zur Budgetberathung.
Die Zunahme der Kinderzahl in der Stadtmädchenschule hat die bauliche Veränderung deS SchulhauseS nöthig gemacht, und wurde für erforderlich erachtet die Vermehrung der Aborte um 6, die Herstellung eine- Reserveraumes, welcher im Winter den Kindern einer Messe zum Aufenthalt dienen soll, die Vergrößerung deS BaderaumeS und Herstellung eines zweiten Ausgangs. Diese Veränderungen können aus- geführt werden, wenn die bisher von dem Schuldiener inne- gehabten Räume umgebaut werden, und für den Schul- diener eine besondere Wohnung (ähnlich derjenigen bet dem Schulhause in der Schillerstraßc) errichtet wird. Mit Rücksicht auf die sanitären wie unterricht-technischen Gründe »erden die vorgrschlagenen Aenderungen genehmigt und hierauf bewilligt 1200 Mk. für Anlage der erforderlichen Aborte, 1600 Mk. für den Umbau der jetzigen Schuldienerwohnung, 6000 Mk. für Erbauung einer neuen Schuldienerwohnung.
Den Besitzern von Gasmotoren war seither gestattet worden, zur Beleuchtung der Räume, in denen die Motore ausgestellt find, zwei Gasflammen zu speisen, ohne dafür den für Leuchtgas festgesetzten Preis zu entrichten. Zufolge eines Antrages faßte die Versammlung den Beschluß, diese Vergünstigung auch auf Küchen und Baderäume anSzudehnen, in denen Heizgas verwendet wird.
der 25. Division nebst Adjutanten, Herrn Major Maaß, zur Rekrutenbesichtigung hier eia, und nahm tut Hotel Kühne Absteigequartier.
*• Etrafkammerfitznug. Heute Vormittag hatte sich der ehemalige Schreckea unserer Gegend, der vermeintliche Räuber Heinrtch Becker von Ruttershausen, vor der Strafkammer zu verantworten. Von den ihn beschuldigenden zahllosen Raubaafälleu ist ihm nicht ein einziger nachzuweisev, es ist sogar nachgewiesen, daß Becker daran vollständig unschuldig ist und entweder ein Anderer die Land» und Arbeiter- bevölkeruug in den umliegenden Orten geängstigt har oder viele dieser Raubaafälle nur erdichtet waren oder in der Einbildung der Bedrohten thren Grund finden. Heute handelt es sich um ein bei Klein-Linden begangenes S'ttltchkettS- verbrechen und um drei Beschuldigungen von kleinenDtebstählen, die Becker au seinen ArbeitSgeuofieu begangen haben soll, doch liegt hier wiederholter Rückfall vor, so daß, wenn dem Angeklagten nicht mildernde Umstände beroiQtgt werden, er deshalb tnS Zuchthaus kommt. Wegen des Sittlichkeits- Verbrechens wurde hinter verschlosienen Thüren verhandelt. Nachdem die Oeffenlichkeit wieder hergestellt, verkündete der Vorsitzende, daß die Sache heute nicht zu Ende verhandelt werden könne, weil neue Zeugen zu laden seien.
♦♦ Vortrag. Herr Schriftsteller Paul Dehn hielt gestern Abend im Cafä Ebel vor den Mitgliedern des OrtSgewerbe- und des Kaufmännischen Vereins, deren Damen und Gästen einen Vortrag über Licht und Schatten im modernen Verkehr. Redner schilderte die gewaltigen Umwälzungen der letzten hundert Jahre, die der moderne Verkehr erfahren, wie Zeit und Entfernung heule keine Rolle im Verkehr auf der Erde bedeuten, und wie man fich schon damit beschäftige und berechne, wie lange eine Reise oder eine Depesche nach dem Mond oder nach den anderen Weltkörpern dauern würde, und daß man erst, wenn dies Ziel erreicht sei, von einem Weltverkehr sprechen könne. Die Lichtseiten deS Verkehrs wurden den Zuhörern oor- geführt in Badereisen, Schweizertouren usw., aber auch scharf die Schattenseiten gezeichnet: der MafientranSport der Güter von einem Ende der Erde zum anderen, besten unerbittliche i Consequenz sei die Herabdrückung kleiner, selbstständiger fteuzen zu Lohnarbeitern zu Gunsten weniger Großbetriebe. ES sei an der Zeit, sich hiergegen zu schützen. Lebhafter Beifall lohnte den Vortragenden für seine trefflichen AuS- sührungen. — Herr Commercienrath Heyligenstaedt stattete dem Vortragenden NamenS beider Vorstände deren Dank ab. ES fei in dieser Saison des letzte Vortrag, den die beiden
Zu dem folgenden Gegenstände der Tagesordnung: die ] Dienstverhältnisse der Gemeindebeamten, inSbe- . sondere das Aufrückcn derselben in höhere Gehaltsklaffen betreffend, lag der Versammlung ein Bericht deS Herrn Ober- bü.'gerw'.isters vor. Danach erfolgt das Aufrückcn der Ge- meinüebeamten im Gehalt von 5 zu 5 Jahren und betrug die Zalage je nach Gehaltsklasten zwischen 100 und 300 M. Um otese vergleichsweise mit anderen Siädten langen Zwischenräume abzukürzen, war beantragt, daS Aufrücken alljährlich in der Weise erfolgen zu lassen, daß der Betrag dieser alljährlichen G-haltSerhöhung gleichkommt einem Fünftel der Summe, welche bisher alle fünf Jahre als Zulage gewährt wurde. Die Versammlung stimmte nach kurzer Berathung dem sowohl eine möglichst gleichmäßige Gestaltung deS alljährlichen Budgets wie der wlrthschastlichen Verhältnisse der Beamten bezweckenden Anträge zu. Es beträgt danach die jährliche Zulage in Klasse I 60 M., Kl. II und III 50 M., Kl. IV 40 M., Kl. V 30 M., Kl. VI bis VIII 20 M. Sofern jedoch gegen Berussthätigkeit, Fleiß oder Führung eines Gcmeindebeamten Ausstellungen vorliegen, kann die Stadtverordneten Versammlung beschließen, dessen Aufrücken im Gehalt zeitweise oder dauernd einzustellen.
Das unterm 16. Mai 1895 erlassene, die Entnahme von KieS aus der Lahn betreffende Reglement wird auf Antrag Großh. Polizeiamts dahin abgeändert, daß sich dessen Bestimmungen lediglich auf den nicht schiffbaren Theil der Lahn, d. h. von der Einmündung der Wieseck auswärts, beziehen.
Die Versammlung gab hierauf nach eingebendem Referat deS Herrn Oberbürgermeisters nachstehendem OrtSpoltzei- regl em ent ihre Zustimmung : § 1. Die größte zuläisige | Höhe der Privatgebäude an Straßen von einer geringeren । als der, durch Art. 10 der allgemeinen Bauordnung bestimmten, normalmäßigen Breite beträgt: A) in der, von Ost-, Süd-, West- und Nordanlage eingeschloffenen, inneren Stadt a) in Straßen bis 5Mtr. Breite 8 Mtr. bis Dachtrause, b) in Straßen von 5—lU/a Mtr. Breite 3 Mtr. mehr als | die Straßenbreite, B) in der, außerhalb der vorgenannten Anlagen gelegenen äußeren Stadt a) in beiderseits zu bebauenden Straßen 2 Mtr. mehr als dte Straßenbreite, b) in einseitig zu bebauenden Straßen 3 Mtr. mehr als die Siraßen- bnttc. — § 2. Die Straßenlinie wird dabei — ohne Rücksicht auf etwaige Straßengärten — zwischen den Straßenfluchtlinien gemessen- im Uebrigen erfolgt die Messung derselben bei Straßen von ansteigender Höhenlage oder ungleicher Breite und für Eckhäuser an letzteren ebenso wie die Bestimmung der Gebäudehöhe und die Anrechnung von Stockwerken tn gebrochenen Dächern, Zwerchhäusern und Giebeln nach den Vorschriften der eingangs erwähnten Bestimmungen der allgemeinen Bauordnung und der zugehörigen AusführungS-
LranSvaalangelegenheit gewechselt wurden, mit voller Genugthuung. Diese Schriftstücke zeigten, mit welcher Aus- «erksamkett unsere Interessen dorr verfolgt worden sind, und wie die deutsche Regierung durchaus nicht davon abstand, tat gegebenen Moment mit aller Entschiedenheit für ihr Recht und ihre Ansprüche einzutreten, dabei in besonnen maßvoller Weise auch den kleinsten Schein vermeidend, daß sie von irgend anderen Beweggründen sich könnte leiten lassen, als »on solchen, die durch die bestehenden Verträge die allein gegebene Richtschnur bilden.
Triest. 13. Februar. Die italienische Regierung hat an die österreichische Lloyd - Direktion die Anfrage gerichtet, ob dieselbe ihr für die Transporte der Truppen »ach Afrika, welche die Gesellschaft Naoigazione Generale nicht mit der -gewünschten Schnelltgkeit bewerkstelligen kann, mehrere Dampfer zur Verfügung stellen könne. Die diesbezüglichen Verhaudlungen dürsten von Erfolg sein.
Sitzung -er Stadtverordneten
am 13. Februar 1896.
Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Wolff, Georgi und Grüneberg, von Seiten | der Stadtverordneten die Herren Adami, Brück, EmmeliuS, Faber, Flett, Dr. Gaffky, Dr. Gutfleisch, Habenicht, Haubach, Heichelheim, Helfrich, Heyligenstaedt, Homberger, Jughardt, Keller, Kirch, LooS, Löber, Orbig, Petri, Dr. Ploch, Dr. Schäfer, Scheel, Schiele, Dr. Thaer und Wallenfels.
Herr Oberbürgermeister Gnauth giebt der Versammlung Kenntniß von einem Schreiben Großh. Oberpostdirection Darmstadt, wonach Gießen an die Fernsprechverbindung zwischen Frankfurt und Cassel angeschloffen werden soll. Der Herr Oberbürgermeister erbittet die Ermächtigung, Großh. Ober- postdirection den Dank der Stadt abstatten zu dürfen für die Willfahrung der s. Z. an Großh. Oberpostdirection gerichteten Bitte um Herstellung einer Fernsprechlinie Gießen- | Frankfurt. ;
Za dem Voranschlag des Realgymnasiums und der Realschule für 1896/97 wird mitgetheilt, daß die sachlichen Kosten dieser Anstalten von der Stadt ganz, die persönlichen nach Abzug der Einnahmen an Schulgeld zur Hälfte zu tragen sind. Die Gesammt-Ausgaben sind veranschlagt zu 91027 Mk., wovon abgehen an sachlichen Ausgaben 6246 Mk., so daß auf Staat und Stadt nach Abzug von 49827 Mk. Schulgeld zu vertheilen bleiben 41200 Mk., sonach 20600 Mk. + 6240, inSgesammt 26840 Mk. als Ge- sammtzuschuß auf die Stadtkasse zu übernehmen sind. Der Voranschlag wurde genehmigt.
Das Gesuch der Firma W. Zurbuch um Erlaubniß zur Erbauung eines Schuppens in der Goethestraße wurde unter Vorbehalt des Widerrufs ausnahmsweise befürwortet.
Der von der Bleichstraße ausgehenden, zwischen Ludwig- straße und Stephanstraße auzulegenden Straße untergeordneter Breite, für welche die Errichtung kleiner Wohngebäude vorgesehen ist und welche in einem rechten Winkel in die Stephanstraße auSmünden soll, wurde auf Vorschlag der Baudeputation der Name „Bruchstraße" beigelegt.
Die mit Eröffnung der Kliniken an der oberen Frankfurter Straße unaufschiebbar gewordene Verbesserung der Straße sowohl in Bezug auf Quer- wie Längennivellement, sowie Anlage von Trottoirs, Anpflanzug von Baumreihen und Verbesserung der Beleuchtung, ist generell veranschlagt zu 44000 Mk. Hierbei ist vorgesehen eine gleichmäßige Fahr- bahnbreile von der Wilhelmstraße bis zu der zur psychiatrischen Klinik führenden südlichen Straße, während die Trottoirbreite der abweichenden Fluchtlinien wegen eine verschiedene sein würde, auch auf die Anlage von Vorgärten theilweise zu verzichten wäre. Die Versammlung beschließt, unter Zurückstellung einer Theilstrecke, für die Strecke Wilhelmstraße— psychiatrische Klinik 33700 Mk. in den Voranschlag 1896/97
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Vereine ihren Mitgliedern gemeinsam bieten, und wolle er daher dem Vorstande des kaufmännischen Vereins seinen Dank aussprechen, daß er den geschäftlichen Theil dieser Vortrags, abende so trefflich besorgt habe. Den Anwesenden aber wolle er wünschen, daß sie in der kommenden Reisezeit nur die angenehmen oder die Lichtseiten deS Verkehrs erfahren mögen. __________
H. Hungen, 12. Februar. Daß unsere Nebenbahn bauten bei dem außerordentlich günstigen Winterwetter lehr befriedigend fortschreiten, begreift man leicht. Man ficht eS aber auch an anderen zuverlässigen Zeichen. Zum Kricgsühren und Eisevbahnbauen braucht man die drei gleichen Dinge, nämlich: Geld, Geld und Geld. Dieser nervue rerum gerendarum strömt aber jetzt in so reichlicher Menge hierher, wie eß unser kleines Städtchen noch nunulß flt‘ sehen hat. Die HauptstaatSkasse in Darmstadt und die Rcntamtskaffe in Bingenheim senden in ganz kurzen Zwischenräumen Säcke mit bedeutenden Summen hierher an die Steuererheberei. Diese gibt daß schöne Gold und die großen Bankscheinc an den Unternehmer Christner und letzterer bezahlt seine Arbeiter, Aufseher und sich selbst damit. Unter gewöhnlichen Verhältnissen kann die hiesige Steuererheberei Geld an daS Rentamt abliefern- jetzt kommen enorme Summen hierher. Man sieht daraus, welches Leben durch ein großes Unternehmen in eine ruhige Gegend gebracht werden kann.__________
w*T verschiedene Local- und
»aftten sch» dte nLch»e Xr. rnrüL-etleae werde«. __ kirchliche Anzeige« -er Stadt Giehen. «vaugelische «eetinlt.
Gottesdienst
Sonntag, den 16. Februar. Estomihi.
^A« der Stadtttrche.
Vormittags 9V» Uhr: Pfarrer Schlosser.
Vormittags il Uhr: Militärgottesdienft Pfarrer Dtngelde, Nachmittags 21/« Uhr: Kinderkirche. Pfarrer Schlosser. Abends 6 Uhr: siehe Johanneskirche-
Mittwoch den 19 Februar: 1 PassionSandacht: siche Johannes- kirche. - NSchsttünitigen Sonntag, den 23. Februar, findet tm AbcndaotteSdienst Beichte und heil- Abendmahl für die MattbLuS- gemeinde statt- _
An der JohanneSktrche.
Vormittags 9Va Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes I gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann.
I ÄbendS 6 Uhr: Pfarrer Dtngeldey.
Mon'ag, den 17. Februar, Abends 8 Uhr, vtdels»««de « Confirmandensaal der Johanneskirche: 1. Brief an die Gothaer.
Ab.nds 6U»r: ..
avdacht, Pfarrer Dingeldep
Die 3 ersten Wochenpasfionsandachten finden tn der Jobannee kirche statt, die 3 letzten in der Stadtkirche.
Katholische Semeiade.
Sonntag den 16. Februar. Quinquagefima.
SamStag:
Nachmittags um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit |Uf hl. Beichte.
Sonntag:
Vormittags von 61/« Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte;
I _ um 6Vi Uhr erste bl. Messe;
um 7»/, Uhr AuStb tung der hl. Communion: nm 8 Uhr zweite hl. Messe; MUitärgotteSdieust um 9^, Uhr Hochamt; Verlesung deS Fastenhtrtenbriefei- ) Nachmittags um 5</t Uhr Christenlehre; darauf sacramentawsc i Bruderschattsandacht.
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Verordnung.
Den letzten Punkt der öffentlichen Sitzung bildete daS Gesuch des Kaufmännischen Berkins um Schenkung eines Bauplatzes. Gefuchsteller macht mit Hinweis auf die Nützlichkeit der von ihm geleiteten kaufmännischen Fortbildungsschule u. A. geltend, daß die von 112 Schülern besuchte Schule in einem gemieteten Locale untergebracht ist, welches den BedÜrsnissen der Schule nicht entspricht. Ueber die Art und Weise, tote die geplante Errichtung eines eigenen Heims durchgeführt werden soll, wurde in diesem Blatt bereits berichtet. Der Kaufmännische Verein har um unentgeltliche Ueberlaffung deS an die Klingspor'sche Besitzung an der Nordanlage grenzenden 640 Quadratmeter großen Bauplatzes nachgemcht. Herr Oberbürgermeister Gnauth führte tn seinem Referat u. A. an, daß die Stadt ihr Interesse an der kaufmännischen Fortbildungsschule durch jährlichen Zu- schuß betuncet, wobei maßgebend gewesen sei die Anerkennung der Leistungen der Schule sowohl rote die Nothroendigkeit der Unterstützung im Hinblick auf andere, ihre kaufmännischen Fortbildungsschulen ebenfalls unterstützenden Städte. Von Gestellung von Räumlichkeiten in städtlschen Gebäuden mußte abgesehen werden, weil solche nicht zur Verfügung gestandener bemerkte weiter, daß die bisher von der Handwerkerschule benutzten Räume in dem Hause am Asterweg wieder dienstbar gemacht werden müßten für die Stadimadchenschule und daß die Errichtung eines Neubaues für die Handwerkerschule deshalb nothwendig werden würde. Die Stadt hzbe auch an- I erkannt, daß es auf die Dauer nicht angehe, die kaufmännische I Fortbildungsschule in gemieteten WinhSräumen zu belassen. Der vom Kaufmännischen Verein ins Auge gefaßte Platz | reprasentire nach seiner Erweiterung auf 883 Quadratmeter einen Werth von 10000 Mark und habe bereits Herr Kling- spor die Absicht geäußert, denselben zu erwerben. ES käme sonach für den Kaufmännischen Verein der nächstfolgende ca. 700 Quadratmeter fassende Platz, welcher auf 7000 bi« 8000 Mark zu bewerthen fei, tn Betracht. Die Finanzdeputation hat erklärt, auf daS Gesuch einzugrhen, sofern der Kausmännifche Verein bis 1. April d. I. den Nachweis über den Besitz der zum Bauen nötigen Mittel erbracht hat.
I Gleichzeitig hat die Deputation beantragt, vom Zeitpunkte I der Benutzung des neuen Hauses ab den bisher gewährten jährlichen Beitrag der Stadt von 1000 Mark wieder auf 800 Mark herabzusetzen. Herr Wallenfels fpricht sich für Erstartung deS GrländeweriheS aus, falls der Verein einmal daS HauS verkaufen sollte. Herr Heichelheim ist gegen Herabsetzung deS städtischen Beitrags und für Der- längetung der Frist zum Nachweis der Baucapitalien btS 1. Juli. Herr Hau buch erbittet Vorbehalt des Eigen. thumSrechtS an dem Grundstücke im Falle einer Liquidation 1 deS Verein«. Die Herren Kirch und EmmeliuS empfehlen I Annahme deS Deputationsantrags. D;e Versammlung beschloß I hierauf Genehmigung de« Gesuchs unter der Bedingung, daß der Kaufmännische Verein im Falle einer Veräußerung deS HaufeS 8000 Ma'k an die Stodr zurückzuzadlen hat.
CÖcäUi und ProvinrieUes,
Gieße», 13. Februar 1896.
•’ Hoher militärischer Besuch. Gestern Abend traf I Se. Excellcnz Generatlieutenant vonGoßler, Commaudenr


