aber für ihre« Verlust durch Herabdrückuug der Arbeitslöhne schadlos zu halte«. Bon diesem Joche sich zu befreien, ist in erster Linie daS Streben der Arbeiter, und deshalb fordern sie eigene BetriebSwerkftätten, d. h. Räumlichkeiten, in denen sie unmittelbar für die ConfectionSgeschäfte arbeiten können, während bis jetzt fast alles noch Hausindustrie ist, bei welcher die Leute oft gezwungen sind, tu engen Mansarden und kellerähnltcheu Räumen ihren kargen Verdienst zu erwerben. So berechtigt aber auch die Forderung von Be- trtebSwerkstatten ist, so wenig darf man verkennen, daß viele mittlere und kleinere ConfectiouSfirmen thatfächlich nicht tu der Lage sind, für sämmtltche Arbeiter, die sie beschäftigen, eigene Werkstätten zu beschaffen. Wenigstens kann einem folchen Wunsche nicht sofort Rechnung getragen werden. Zu- nächst scheint daher eine Erhöhung der Lohnsätze als daS weitaus wichtigere Mittel, um dem vorhandenen Elend zu steuern, was um so leichter sein dürfte, als die Forderungen der Arbeitnehmer durchaus bescheiden zu nennen find. Wie der „Eoufecttonär" meldet, ist bei einer kürzlich ftattgehabten Vorbesprechung der Plan gefaßt worden, die tn der Consec- tionSbranche ausgebrochene Lohnbewegung auf gütlichem Wege zu ordnen, und daS Gewerbegertcht zu Berlin als Einigung»- amt aozurufeu. Zu diesem Zwecke wird fich eine Deputation zum Oberbürgermeister Zelle begeben, um von ihm die Geltendmachung seines EinfluffeS auf die betheiligten Arbeiter und Arbeitgeber zu erbitten.
Neueste Nuchelchten.
Depesch« bei Bore« »Herold*.
Berlin, 12. Februar. Der Kaiser gedenkt heute Abend kurz nach 10 Uhr auf mehrere Tage nach Jagdschloß HubertuS- stock zu reisen.
Berlin, 12. Februar. Die ReichStagS-Eommission für das bürgerliche Gesetzbuch halt Montag Vor- mittag 10 Uhr ihre erste Sitzung ab.
Berlin, 12. Februar. Die wirthschaftliche Vereinigung deS Reichstages berieth heute Vormittag den Gesetzentwurf betr. Aenderung der Gewerbe-Ordnung. Nach eingehender Debatte wurde die Commission gewählt, um den Gesetzentwurf in seinen Einzelheiten zu prüfen und Vorschläge für die zweite Lesung zu machen.
Berlin, 12. Februar. Im Stadttheil Moabit sind in den letzten Tagen mehrere Brände ausgebrocheu. Heute wurde bereit- der fünfzehnte Dachstuhlbrand von dort gemeldet. ES handelt sich zweifellos um Brandstiftungen. Es wird vermuthet, daß sich die Brandstifter unter den Leuten befinden, welche Seitens der Feuerwehr auf der Brandstelle zur Bedienung der Handdruck Spritze gegen Entgelt angenommen werden. Auf die Ergreifung der Brandstifter hat der Grundbesitzerveretn 300 Mk. Belohnung ausgesetzt.
Berlin, 12- Februar. Dem Reichstage find vom Reichskanzler die Actenftücke, betreffend die jüngsten Vorfälle in der südafrikanischen Republik, zurKenntnißnahme zugegaugen. Die Acten enthalten 23 Piöcen, meist Schriftstücke, welche zwischen dem Auswärtigen Amt und den deutschen Vertretern in London, Lissabon, Pretoria und Lorenzo Marquez gewechselt worden find. Auch die JnterventiooS-Depesche der Deutschen tn Pretoria an den Kaiser ist darin abgedruckt worden.
Berlin, 12. Februar. In der gestrigen Versammlung der Gläubiger der rheinisch-westphältschen Bank wurde beschlossen, eine außergerichtliche L quidation anzustreben.
Berlin, 12. Februar. DaS „Volk" schreibt, daß ihm die Nachricht, der Kaiser habe die Parteileitung zur Ausscheidung Stöckers beglückwünscht, bereits vor acht Tagen als authentisch auS parlamentarischen Kreisen zu- gegangeo sei.
Frankfurt a. M., 12. Februar. Die „Franks. Ztg." meldet I auS Dresden: Der Landtag berieth heute den Wahl- I gesetzentwurf der Regierung. Die Conservativen ver- theidigten ihn lebhaft. Die Nationalliberalen find auch im Landtage getheilter Meinung. Ein nationalliberaler Redner I sprach für, einer gegen daS Gesetz. Die Wetterberathuug wurde auf morgen vertagt. I
Frankfurt a. M., 12. Februar. Die „Kleine Presse" meldet, daß der christlich-sociale Parteitag (Richtung Stöcker) nicht tn Frankfurt a. M., sondern in Cassel stattfindet.
Memel, 12. Februar. Don Schwarzenort aus begaben sich gestern acht Fischer mit einem Fuhrwerk auf daS Haff EtS, um die Netze einzuziehen. Während dieser Arbeit setzte sich plötzlich daS Ei» in Bewegung und trieb fort. Ueber den Verbleib der Fischer ist bisher nichts bekannt.
*Man besürchtet, daß sie ihr Leben eiugebüßt haben.
Rom, 12. Februar. Wie auS zuverlässiger vaticanischer Quelle verlautet, hat der Fürst-PrimaS VaSzary dem Datican einen Bericht eingereicht über die beiden anti-religiösen GesetzeSprojecte der ungarischen Regierung, welche die Verweltlichung deS Schul Unterrichts und die Säculartstrung der Kirchengüter betreffen. Diese Mittheilnng hat auf den Papst einen tiefen Eindruck gemacht.
Antwerpen, 12. Februar. Seit dem 1. Januar werden 69 Dampfer und 81 Segelschiffe als verschollen bezeichnet. Der deutsche Dampfer Bremerhaven, von Balti- more nach Antwerpen unterwegs, hat durch furchtbare Stürme erheblichen Schaden gelitten.
Paris, 12 Februar. Infolge der Niederlage, welche da- Cabinet Bourgeois im Senat erlitt, war gestern Abend da» Gerücht verbreitet, sämmtliche Minister hätten sich zum Präfidenten der Republik begeben und demselben ihre Demission eingereicht. DaS regierungsfeindliche Votum, welches die Mitglieder des Senats in einer ganz belanglosen Frage abgegeben haben, läßt darauf schließen, daß zahlreiche Senatoren daS jetzige Cabinet noch stürzen wollen, bevor fich Artou in Paris befindet. Die Regierungspresse erklärt, die Niederlage des Ministeriums sei veranlaßt durch die Todes
angst, welche die i« Senat befindlichen Paua«ahelden gegeu- wärtig anSzusteheu hätten. Der „GanloiS" deutet an, daß das Schicksal deS frauzöfischeu Parlaments bei Arton liege. Wenn dieser sprechen wollte, so würde die Auflösung deS Parlaments wahrscheinlich sein, ja sogar fich eine Präfidenten- wähl als unvermeidlich Herausstellen.
Sofia, 12. Februar. Fürst Ferdinand begibt fich am 21. d. MtS. nach Konstantinopel, um sich dem Sultan vorzustellen. Daraus reist derselbe nach Petersburg, um dem Czareu seinen Dank abzustattev.
giF WB. Petersburg, 13. Februar. Nach einem Telegramm auS JrkutSk theilte der Lieferant deS NorpolfahrerS Nausen, I Kaufmann Kaichnaren, dem Präfecten tn KolymSk, Nord- fibirien, mit, daß Nansen den Pol erreichte, Land entdeckte und wieder zurückkehre.I
CoceUs rrnd provinzielles,
Gießen, 13. Februar 1896.
** Empfang. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen am 12. Februar u. A. den Oberförster Frhru. v. d. Hoop, den Juttizrath Jöckel von Friedberg.
** Eisenbahn Salzschlirf Schlitz. DaS am 11. d. MtS. ausgegebene Großh. Regierungsblatt Nr. 7 enthalt die Bekanntmachung Großh. Staatsministeriums, die Herstellung einer Eisenbahn von Salzschlirf nach Schlitz betreffend. Vom 4. Februar 1896.
» Spruchliste für die am 2. März beginnende SitzungS- Periode des Schwurgericht-: 1. Louis Lotz, Gießen. 2. Gerhardt IH. in Steinbach. 3. Wilhelm Struth II., Lauterbach. 4. Rudolf Kullmann, Lauterbach. 6. Louis Beith, Reichelsheim i. W. 6. Jean Kirch, Gießen. 7. Heinrich Sehrt II., Bernsfeld. 8. Heinrich Becker IV., Nleder-Ofleiden. 9. Karl Wagner, Unter-Sorg. 10. Hermann Schimpf I., Ostheim. 11. Wilhelm Lamp, Vilbel. 12. Wilh. Gerh. Michael Fauerbach, Dortelweil. 13. Peter Joseph MöbS, I Gießen. 14. Joh. Konrad Brückel, Langgöns. 15. Karl Martin Thaler, Stammhetm. 16. Johannes Ludwig Jäger, Schlitz. 17. Friedrich Allendörfer, Friedberg. 18. LoutS Krempel, EckartSborn. 19. Andreas Lepper III., Zell. 20. Heinrich Winter I., Glauberg. 21. Georg Frank, Schlitz. 22. Jakob Koch II., Langenbergheim. 23. Karl Carl I., Heegheim, 24. Dr. Karl Oßwald, Büdingen. 25. Wilhelm Roth, Aulendtebach. 26. Konrad Schmidt II., Strebendorf. 27. Karl Kramer, Hauptmann a. D., Gießen. 28. Albert Bechsteiv, Friedberg. 29. Johann Peter Wagner, Ehringshausen. 30. Wilhelm Gilbert III., Grüntngen.
Sitzung der Großh. Handelskammer vom 6. Februar 1896. Anwesend die Herren: Scheel, Heichelheim, Katz, Klingspor, Kraatz. DaS Projekt einer Schmalspurbahn über Heuchelheim nach Bieber findet nur getheilten Beifall, weil die Kammer der Ansicht ist, daß zur Erhaltung und Besserung du Handelsbeziehungen zum Hinterland eine 1 Normalspurbahn gebaut werden müßte. ES wird br schlossen, dteS in einer Eingabe Großh. Ministerium der Finanzen darzulegen mit der Bttte, die Schmalspurbahn nur dann zu genehmigen, wenn keine Aussicht bestünde, tn absehbarer Zett eine Normalspurbahn zu erhalten. — Auf Berichterstattung deS Herrn Katz beschließt die Kammer, die gegen den Entwurf eines Gesetzes, betr. die Regelung des Verkehrs mit Handelsdünger, Kraftfuttermittel rc. an den Reichstag gerichtete Eingabe der Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin zu unterstützen. — Der hiesige Kaufmännische Verein beabsichtigt ein eigenes VeretnShaus zu erbauen. Zur Berathung, ob und in welcher Weise der Verein seitens der Kaufmannschaft hierbei zu unter- stützen wäre, soll auf Donnerstag den 13. ds., Abende 8i/zUhr eine Versammlung im Hotel Einhorn berufen werden. — Die Kaiser!. Oberpostdire^ton Darmstadt theilt mit, daß der Staatssekretär im Retchspostamt die Errichtung von Stadtfernsprechanlagen tn Friedberg (Hessen) und Bad-Nauheim, lowie die Herstellung einer Fernsprechverbin- I dungSanlage Cassel—Marburg — Gießen —Bad Nauheim- Friedberg—Frankfurt (Main) für das EtatSjahr 1896/97 genehmigt hat. Mit den Vorbereitungen zur Ausführung dieser Telephonanlagen wird sogleich vorgegangen werden. Von der Gewährleistung einer bestimmten Mtndestetnnahme aus dem Betriebe der vorbezeichneten Verbindungsanlage ist abgesehen worden. Die Letztere hat dem Sprechverkehr der Orte Kassel, Marburg, Gtrßen, Bad-Nauhetm, Friedberg (Hessen) und Frankfurt (Main) untereinander zu dienen. Für ein gewöhnliches Gespräch bis zur Dauer von 3 Min. werden erhoben: in Gießen beim Verkehr mit Bad-Nauheim, Friedberg (Hessen) und Marburg 50 Pfg., mit Frankfurt (Main) und Kassel 1 Mk - tn Bad-Nauheim beim Verkehr ' mit Friedberg (Hessen), Frankfurt (Main) und Gießen 50 Pfg., mit Marburg und Kassel 1 Mk.- in Friedberg (Hessen), beim Verkehr mit Bad-Nauheim, Gießen und Frankfurt (Main) 50 Pfg., mit Marburg und Kassel 1 Mk. Vorbedingung für daS Zustandekommen der neuen Stadtfernsprechnetze in Friedberg und Bad Nauheim, welche also mit getrennten Centralen hergestellt werden, ist, daß sich tn Friedberg 10 und tn Bad-Nauheim 7 Thellnehmer finden. Die Kammer nahm mit Befriedigung von diesem Erfolg ihrer langjährigen Bemühungen um daS Zustandekommen dieser hochwichtigen VerkehrSemrichtung Kenntniß. — Ueber Exp ortv erhält - ntsse f Ür Kletnei sen - und Stahlwaaren nach Rußland, für Mehl nach Dänemark, sowie Uber Import von Ge- treibe au» Odessa können Interessenten von neuerdings ein- gelausenen Auskünften auf dem Büreau Kenntniß erhalten. DeSgl. von einem Bericht über die schwedische Industrie. — Die Vorstellung deS Rhein-Main GastwirtheverbandeS an die Zweite Kammer, betr. Aufhebung des Werusteuer- gesetzeS, soll unterstützt werden.
••H Theater. Die gestern Abend im Gießener Festsaale zum Besten deS Baufonds eines Kriegerdenkmals in Gießen veranstaltete Aufführung von „Der Raub der Sabine-
rinnen" fand vor «uSverkaufte« Hause statt, so daß dem- Deukmalfood ein erheblicher Betrag überwiesen werden kann. Ueber daS Spiel selbst find wir In der Lage, recht Günstige- berichten zu können. Die Lettung deS Ganzen bewies, daß viel Fleiß, Mühe und Sorgsalt auf die AuSarbestung verwandt wurde und die vortreffliche Wiedergabe fetteuS geschätzter hiesiger Damen und Herren war der beste Dank, die beste Anerkenuung daßllr. Sämmtliche Mitwtrkeudeu wetteiferten, durch beste Darstellung und Verkörperung der ihnen überwiesenen Rollen zum Gelingen deS ergötzlichen Schwanks beizuttagen. Daß dteS Allen aufs Beste gelungen, bewiesen die reichen Beifallsbezeuguugen, mit welchen die Darsteller bedacht wurden, so daß wir darauf verzichten können, auf Einzelheiten einzugehen. Der Aufführung deS Stückes ging ein Prolog voraus, der von Frl. Pasch t* ansprechender Weise vorgetragen wurde und dessen Wortlaut wir seines sinnigen, schönen Inhalts wegen hier wiedergebm:
Seid un8 gegrüßt in diesem Saal, In welchem Ihr so manches Mal Mit hellem Äug', erwartungsvollem Herzen Bald muntern Stangen, übermülh'gen Scherzen Und bald dem Leben, wie es mächtig rauscht, Mit wechselnder Empfindung habt gelauscht.
Wir haben heut im Äug' ein ander Ziel: Ernst ist der Zweck, dem wir un8 weih'n. Wohl ist, was wir Euch bieten, fröhlich' Spiel, Doch will e» großer Sache dienstbar sein. Ihr wißt e8 ja, wie jüngst zurückgekebtt Erinnerung zu Deutschlands stolzen Tagen, Und alte Dankesschuld, schon fast verjährt, Sie drängt e8 uns, jetzt würdig abzutrageo.
Nichts LiebeS können wir den Männern thuo, Die kampfesmüde längst schon ruh'n vom Streit, Und auch den Lieben Derer, die so ru'hn, Hat Schmerz tn Wehmutb umgemünzt die Zett. E8 bleibt und nur, ein Zeichen auszuhissen, Daß wir der Kämpfer warmen Sinn» gedacht. Die unser Vaterland, schwach und zerriffen, Um ihres Herzbluts Preis so groß gemacht.
In unseres Lebens wechselndem Getriebe, Wo gerne ftch der Sinn an Ntcht'geS hängt, An kleine Dinge wendet große Liebe Und Großes wieder wird zurückgedrängt. Da thut es noth, ein Denkmal auszurtchtm An edle Thaten einer großen Zeit
In festem Stein — denn stumm ist der mit Nichten, Er redet laut und für die Ewigleit.
Drum Dank Euch Allen, die Ihr hier erschiene» Und freudige Erwartung in den Mienen Auch heute wieder diefe Hallen füllt Und unser Werk zu fördern seid gewillt. WaS sich auf diesen Brettern abgespielt, Hat auf daS Denkmal längst schon hingezielt.
Die FourchambaultS, sie konnten deutlich zeigen Den leichten ©Inn, der Deutschlands Erbfeind eigen. Der Mtlttärstaat wies die Hermath wieder, Wo gleiche Zucht beherrschet Hoch und Nieder; Und Sudermann malt preußisch' Junkerthum, Das hochverdient um Deutschlands Waffenruhm. Sogar an dieser Stell' Saht Ihr das Modell!
Und heute erst — welch' kriegerisch' Beginnen — Verspricht da» Spiel: Raub der Sabtnerinnen. Ich höre schon der Helden Stimmen schallen! Dir, werthes Publikum, gtlt's zu gefallen.
Möge daS gegebene schöne Beispiel, daS so großen Beifall und Erfolg gesunden, anregend aus weitere Veranftaltrmgea zum Besten der Begeisterung für Errichtung eines Krieger- Denkmals dahier wirken.
Vortrag. Am letzten Freitag hat Herr Dr. Joh. Müller den sozialistischen ZukunftSstaat Bebels und bei individualistischen Despotismus deS Nietze'schen „Uebermenschen* vorgeführt und den Nachweis unternommen, daß diese zwei utopistischen Systeme im Widerspruch zur Natur stehen. Für den nächsten Vortrag hat sich nun der Redner die Ausgabe gestellt: „Ueber Bebel und Nietzsche hinaus!" Es handelt fich darum, welches das EntwicklungSziel der Menschheit, welches daS Ideal der GesellschaftSverfaffung wirklich ist, was denn der Natur der Dinge in der That entspricht. Wie läßt sich der Widerspruch zwischen dem Rechte deS eia- zelnen Menschen und dem Rechte der menschlichen Gemein- schast vermitteln? Gibt eS eine Lösung deS sozialen Problems und wie kann dieselbe herbetgesührt werden? Welche Aufgabe fällt dabet der Religion zu? ES sind also Cultnr- fragen ersten RangS, die in dem angelündigten Vortrag zur Besprechung gelangen werden.
Zn der Monatsverfawmlnng des nationalliberale» Vereins, der ersten, welche tn diesem Jahre stattfand, theilte der Vorsitzende, Herr Stadtverordneter Kirch, zunächst mit, daß auS der Mitte der Partei an drn Vorstand die Frage mehrfach gerichtet worden sei, weshalb seitens der Vereins- lettung keine öffentliche Entgegnung auf den gehässigen AuSsal deS RechtSanwaltS Grünewald gegen die Partei tn der frei* finnigen Versammlung im December v. IS. erfolgt fei. Der Vorstand habe die Frage erwogen und von einer Entgegnnoi abgesehen, weil die einflußreichen und angesehenen alte« । Führer der hiesigen freisinnigen Partei alsbald mehrerei Mitgliedern des engeren Vorstandes gegenüber ihr Bedanen- unb ihre Mißbilligung über die gänzlich unveranlaßten inrt unangebrachten Angriffe ausgesprochen hätten. Der Borstaok de» nationalliberalen Vereins läßt sich tn feinem Verhältnis zu der hiesigen freisinnigen Partei von dem Grundsätze letten, daß eS ein Verbrechen an dem (liberalen) Bürgerthum ist ohne Veranlassung den Gegensatz zwischen den liberalen Parteien zu verschärfen, daß vielmehr jeder wirklich " ernst Politiker die Verpflichtung hat, insoweit ohne Verlängnun, trennender Grundsätze dies möglich ist, tn der Richtung eine« kräftigen Zusammenschlusses aller Kreise deS Bürgerthnwl zu einer geschlossenen liberalen Partei, die kräftig genug ist den Kampf gegen reaktionäre und revolutionäre Elemeoti aufzunehmen, thätig zu sein. Seit vielen Jahren ist deshalb Gepflogenheit beider Parteien gewesen, tn Frieden»' jetten öffentliche Parteiversammlungen der Gegenpartei niM zu besuchen, weil nothwendiger Weise durch solche DtScusfisnei ' die Gegensätze nicht gemildert, sondern verschärft werdeo,
de, P-l'2
W'
«' । rot- o tzalli
'^'SegMz L3« *»l"
Sruibtlt di, 3^
Zrocck-iM g" ^geiiLber steht ^„oztelbM^ übaracter de, G" ippta wndjtrn io re silieft «in Stand -jnb fich oirg für da, ganze Volk ,echt unb öffentliche cerbunben, scharf l< stn solche. Recht ^«ischkn Rechtes, lichoik ein llnrntbk llnglüd, sondern t die Ausnahme des »ickelonz mußte i sie ist aber über Recht schlummern! andern nur gef xte die neueste E weist. Du mit g
in ber Serfommlu
Vortrag über etoz folgen za laffen.
*' Mimische: heute DMtiStag seine Leistungen s Bolff verstand
DarfttDimgtn tob liihittn zu gtbtn, Friedrich- bti @rc
der kleinen Excellec Frl. ülmiro üti
schönsten Figuren o ’u bringen, (tz.
" Reich,bau
'Ditcont aus 3 öS
Ä St
Steil Heute und
ladenrein, pr.
-Sijajein
' g labenrein, per_ ?Vselschcib< ^elspalte Vvhräpsel. «Yncoseu, H.rne°, «rurellen, ^'rscheu, Y^nnoieo, otvetsche^
m-j /"Niti
W Sttl


