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14.1.1896 Erstes Blatt
 
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Pestalozzi", darum sei auch heute an seinem 150. Geburts­tage sein Name hoch gepriesen!

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Die gesellschaftliche Macht beruht auf dem Besitz. Der- selbe hatte ursprünglich nur den Zweck, dem Menschen die ihm nöthige Besriedigung in seinen nächsten Verhältnissen zu gewähren. In der Hand des von seiner thierischen Begierde geleiteten Menschen aber, der daS Recht de- Erwerbs weit über seinen eigentlichen Zweck au-dehnte, ist erPandorenS Büchse" geworden, aus der alle Uebel der Erde entspringen."

Je größer ein Besitzstand ist, desto mehr ist er auch mit den Anrechten derer belastet, die zu seinem Erwerbe mit Hand angelegt haben. Sein Dasein kann darum nur soweit in dem Kvrcke der gesellschaftlichen Bereinigung be­gründet sein, a!S die daran theilhabenden Mitnutznießer in ihren Rechten gesichert find, sodaß dieselben sich in der Lage befinden, sich einen befriedigenden Ersatz ihrer Naturrechte zu verschaffen (eine menschenwürdige Existenz zu führen)". Wenn ich aber frage: Kennt die Welt diesen Grundsatz? findet der Mensch, der keinen Theil an der Welt hat, in den bestehenden Einrichtungen der Staaten einen wirklichen Ersatz aller Naturansprüche? Findet er in denselben sichere Bildung und Mittel, sich dieselben verschaffen zu können? Wenn ich daS und dergleichen frage, so kann ich mir nicht verhehlen : daS erleuchtete Jahrhundert kennt diesen Grundsatz nicht."

Die Folge dieser socialen Mißstände ist, daß daß unterdrückte Geschlechtunter diesen Umständen allgemein

13. Januar.

Ungewarnt ist Napoleon nicht ins Unglück hineingerannt. Sein Militarbevollmächtigter St offel in Berlin war klüger alß sein Name und hat den Kaiser vor dem preußischen Heer und Volk nachdrücklich gewarnt.Auf der einen Seite eine lebenskräftige, energische, unterrichtete Nation, wie keine andere in Europa, allerdings jeder liebenswürdigen und hoch­herzigen Eigenschaft bar, aber mit den tüchtigsten Kenntniffen außgestattet, ehrgeizig bis zum Uebermaß, ohne Gcwiffens- scrupel, kühn und seit langer Zeit für daß Militärregiment dressiert. Dazu ein Mann, der 20 Jahre lang alß Pnnz, und 10 Jahre alß Regent und König alle seine Sorgfalt auf die Armee verwendet, und fich auß derselben ein furcht« bareß Instrument geschaffen hat. Hüten wir uns in Frankreich, zu glauben, daß wir mit österreichischen Sol­daten zu thun haben werden. Die preußische Armee wird unß mit einer Kraft, mit einer Kühnheit und Kciegßwiffen- schaft entgegentreten, die wir in Italien (1859) nicht ge­funden haben. Ob die preußischen Truppen ihre regelrechte Manövrierfähigkeit vor dem feurigen Anstürme unserer Truppen beibehalten werden, weiß ich nicht- gegen die Oest- reicher ist uns der ungeordnete, ungestüme Angriff geglückt, die Sache kann aber ander- ausfallen, wenn wir mit festen Truppen, wie den Preußen, es zu thun haben." So Stoffel in den geheimen Papieren, die in St. Cloud gefunden worden find.

Prinz Friedrich Karl, deffen Corps seit dem 8. unter fortwährenden siegreichen Kämpfen die Heere des General- Chanzh auß der Gegend von V-ndome bis auf Le Mans zurückgedrängt, nahm am 12. Nachmittags diese Stadt und wai-.^ren Gegner gleichzeitig aus seinen nordöstlich davon befindlichen Stellungen bei St. Corneille. Große Borrathe wurden in Le Man- erobert. Das feindliche Heer ist im Rückzüge.

neidisch, tückisch, diebisch, niederträchtig, untreu und ver- rätherisch wird, daß sein Innerstes sich gegen jede größere gesellschaftliche Kraft und gegen einen jeden Menschen, der in einer gesellschaftlich besseren Lage ist, empört. . . . . Daß Gefühl meiner rechtlosen, unsicheren Lage tödtet alle Grundlagen deß menschlichen Geistes, durch welche die Der- I eblung der Nation allein möglich gemacht wird. Die Ge­schlechter der Menschen versinken durch bürgerliche Erniedrigung in jedem Staat zur möglichsten Schlechtigkeit herab und erheben fich durch die gesellschaftliche Selbstständigkeit zu jeder bürgerlichen Tugend." Werden jedoch diese Folgen deß Bolkßverderbenß offenbar,so wirft man immer mehr die Schuld auf Diejenigen, die verdorben worden find und nicht auf Diejenigen, die verdorben haben."Ueberhaupt ist der Macht eigen, daß sie, obschon nur der Selbstsucht ihr Dasein dankend, fich doch alß beruhend auf einem sittlichen Recht außgtbt. Sie thut hier nicht Anderes, alß waß der Wolf I und der Fach-, wenn fie könnten, auch thun würden, um Schaf und Henne zu einem unbedingten Zutrauen zu bewegen."

In diesem Geiste beleuchtete Pestalozzi am Anfang unseres Jahrhunderts die staatlichen und gesellschafc.ichen Zustände seiner Zeit. Wäre es ihm vergönnt gewesen, die heutige deutsche Socialgesetzgebung auch nur im Geiste zu ahnen, er würde sie alß die Morgenröthe einer neuen Zu­kunft der Menschheit begrüßt haben, zwar nicht einem Geschenk" an die niederen Volksklaffen, sondern nur alß einem schwachen, aber immerhin doch einem Anfang in der Erkenntniß, » die Macht und der Besitz, der Erhaltung und Aufbesserung der Gesammtheit schuldlg sind, würde er seine freudige Huldigung entgegengebracht haben.

Wenn nun der Socialißums der Gegenwart auß Pefta< lozziß Schriften Waffen gegen die heutige Gesellschastßord- | nung schmiedet, waß er füglich kann, so sollte er aber doch nicht übersehen, daß Pestalozzi über den Gang der Lösung der socialen Frage sich mit dem Socialißmuß in diametralem Gegensatz befindet. Pestalozzi findet den Grund deß gesell- schriftlichen Elends in dem sittlichen Rückstand der verthierten Moffe, nicht allein in den niederen, sondern theilweise auch in höheren Kreisen, daher bedeutet ihm eine Umgestaltung ter Gesellschaftsordnung, ohne ootaußgegangene Veredlung der Menschennatur so viel wie nichts, denn wenn der Mensch mit all den alten thierischen Gelüsten in eine neue Gesell­schaftsordnung, wie der Socialißmuß will, einträte, so würde fich ja das alte Spiel nur wiederholen und kein einziger wäre besser dran als vorher, denn Macht bleibt Macht, ob fie im monarchisch-aristokratischen oder im socialbemoklaiischen Staat ge- oder mißbraucht wird, und wenn der auß dem thirrähnllchen Zustande des Menschen stammende Eigennutz nicht durch eine ideale Erziehung gemildert wird, dann würden auch unter einer neuen Gesellschaftsordnung die Grenzen des BesitzeS zwischen den Individuen fich nur allzu rasch ver- schieden und das alte Elend von Neuem wicderkehren.

Darum ist Pestalozzi die sociale Frage eine Frage dec Bildung und Erziedung. Was der Socialißmuß an daß Ende seiner Ziele stellt, das setzt er in den Anfang. Größere Stätigkeit, Ordnung, Wohlstand, Glück und Zufriedenheit tm Staats- und GesellschaftSleben kann nur allein auf dem lang­samen und schwierigen Weg der Volksveredlung, durch Bil­dung des Geistes und Herzens, gewonnen werden. Dies predigt unß heute so laut wie vor hundert JahrenBaf.r

* Crefelb, 9. Januar. In Osterfeld ist lautDuißb. VolkSztg." ein Bergmann ermordet worden. Im Theater wurden drei Bergleute verhaftet.

Schueidemühl, 9. Januar. Gestern Mittag wurde en einspänniges Künstlerfuhrwerk zwischen Gertrauden Hütte und Kolmar i. B. von einem Personenzug ü b e r f a h r e n. Der Wagen wurde zertrümmert, vier Jnsaffen wurden leicht, einer schwer verwundet.

* Die unhandlichen Eierbecher ersetzt E. Smith zu Hertfordshire, England, durch ein ebenso einfache- wie zweckmäßiges Geräth, welches auß nichts anderem wie einem zweischenkligen, zangenartigen Draht besteht, der imScheitel in einer Rrdßro.nbong federnd gebogen ist, sodaß die Schenkel- Enden fietß nach innen gegen einander gedrückt werden. Letztere sind zu kreisförmigen, einander parallelen Ringen von etwa 2Vs cm Durchmesser gebogen, zwischen welche die Enden deß E^ß eingesetzt werden, gegen welches fich die Ringe durch die Elaftieität deß Halters fest andrücken, und daß Ei halten. Die zweckmäßige, hübsche Neuheit dürfte zur allgemeinen Einführung geeignet fein, um so mehr da der Halter auch dazu dienen kann, das zu kochende Ei in daß Wasser frei einzuhängen, und bequem auß demselben heraus- zunehmen. (Mitgethetlt vom Internationalen Putent-Bureau Carl Fr. Re ich eit, Berlin N W. 6.)

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Der Krieg von 187O|71, ittäilberl durch Ausschnitte < Leitung--Nummern jener Zeit (Nachdruck verboten.)

12. 3eunat.

Ein in Pari- gefangen gewesener deutscher Offi­zier erzählte:Vorgeführt vor den Commandeur von St. Denis, versorgte ihn derselbe mit einem eleganten Civil- Anzug, da :r erklärte, daß ihm unmöglich wäre, ihn in der Uniform vor der Wuth des Pöbels zu schützen, und lud ihn hierauf zu einem reichen Mahle ein, bei dem eS an nichts fehlte. Hierauf wurde ihm eine Equipage zur Verfügung gestellt und ihm ein Dolmetscher beigegeben und nun konnte er gegen Verpfändung seine- Ehrenwortes Pariß durch, streifen. Erst fuhr er zu dem Generalstabschef Schm'?, der ihn mit der größten Höflichkeit zu Trochu brachte, von diesem ebenfalls eingeladen, lebte er auf die lucullifchste Weise. Trochu sagte, daß er daß Bombardement wünsche, da wir mit unseren Geschützen nur die Stadttheile beschießen könnten, in denen hauptsächlich das Gesindel wohne, welche- ihn am meisten belästige, und von dem er frob wäre, ein paar Mal 100,000 dieser Canaillen loß zu werden. Er ist überzeugt, mit seinen Geschützen unsere Batterien zu zerstören, und traut den unserigen die weite Tragfähigkeit nicht zu. Verschiedene Rinderherden will der Offizier gesehen haben, in einem Restaurant, wo er (Beefsteak wohl Roßsteak?, Wein und Gemüse sür 3 Francs) viel sorgloses Leben und Treiben, ebenso auf der Straße, Gemüsemärkte, alles noch im Gange." Ob man dem Offizier nicht Potcmkinsche Dörfer gezeigt hat? (Leipz. Nachr.)

waß ist fie?" . .

Auf diesen Ur» oder raubthierartigen Zustand der ältesten Glieder unseres Geschlechts führt Pestalozzi daß all­gemeine Elend seiner und aller Zriten zurück. sei der Rückstand auß der thierischen Natur, die den heutigen Menschen nicht zu allgemeinem Wohlstand, Ruhe, Bildung, Glück und Zufriedenheit kommen laffe. Als schärfste und verderblichste Nachwüchse aus dem Urstande bezeichnet er den Mißbrauch der Macht und den des Besitzes. In dem obengenannten Werke versucht Pestalozzi nachzuweisen,daß der gesellschaft­liche Zustand anstatt ein RechtSzustand tatsächlich nichts anderes ist, als eine Fortsetzung deS Krieges aller gegen alle, der im Verderben des NaturstandeS anfängt und im gesellschaftlichen nur die Form ändert, aber um deswillen nicht mit weniger Leidenschaft geführt wird."Es liegt auch der bürgerlichen Gesetzgebung keineswegs eine versitt- lichende Tendenz zu Grunde. Sie ist allerdings bestrebt, zum Gemeingeist, zur Rechtlichkeit und zur Teilnahme zu erziehen, lediglich aber auß dem Grunde, um so die Aus­schreitungen der uneingeschränkteu Selbstsucht zu verhindern.

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Technische Fortschritte.

- Praettfche Dorri»t««O i«m MtiuUen M Wwi auf de« Dächer« verbünde« mit einer Lchntzvorrichttm-, am da» Herabfalle« von «r»enstL«dea vo« de« Dächern ,« Vttureide«. Diese durch D. R P. geschützte Erfindung besteht auL einer Brüstung beliebigen Materials (der «Weit wegen aaß Blech), je nach Wunsch des Interessenten in leder beliebigen, fl ' schmackoollm Form ausgeführt, bildet dieselbe, am> Rande des Daches angebracht, eine Zierde des Hauis. Diese Brüstung hat den Zweck, sämmtliche herabfallende Gegenstände bei Dackrevaraturen oder Naturereignissen ouszufangen, um häufig verkommende Unsiattv fäüe zu vermeiden, sowie das Absperren des Trottoirs^und die da­mit verbundenen Verkehrsstörungen zu beseitigen. Hint r dies.r Brüstung befindet sich ein Rohr, deffen eines Ende mit: etae»iber Schornsteine in Verbindung gebracht wird, wäbrend das and "Ende am anderen Giebel selbst atS Schornstein endet. Auf diese Weise, werden die sonst den Schornsteinen nutzlos entströmenden h ißen Rauchgase durch diese« Rohr geleitet und erwärmen dasselbe n irr- gemäß derart, daß bet sich gegen die Brüstung schiebende also Ui dem Rohre liegende Schnee schmelzen muß. An der unteren Kante der Brüstungen angebrachte kleine AEnitte ermöglichen da« fließen des Waffers in die vor der Brüstung befindlich e Rinne. Um diese Rohre während der Sommerzeit schonen zu können, wird in dem Rohrende, an der Brüstung sowohl, wie in dem Schornste.n.. je eine Klappe, reip ein Schieber angebracht. Soll diese Schmelz, Vorrichtung in Thätigkeit treten so darf^man nur di-Klappe in dem Rohre schließen und diejenige in dem Schornsteine öffnen Diele Vorrichtung ist höchst einfach, läßt sich b üig h"stellen >nb verdient die Beachtung unternehmender Spengler und Schlaffer, sowie die Aufmerksamkeit der Hausbesitzer.R. D. L. Ztg.

A«ee»ö11nnn tm Thurmhau« am Brand, Kunst-AUSSWillUigj geöffnet täglich, mit Aus« nähme des Samstag«, von 11 bis 1 Ubr, am Mittwoch en* noch von 3 bis 5 Uhr. «onntag» während M tBtatnt ««unterbrache« vo« 11 bi# 8 Uhr. Eintrittspreis für Rtchrmitglieder an Werktagen 50 Pfg., an Sonntagen 2o Vfg.

CUaratnr «nd Arrirft»

Aus den KriegSerii'Nerungen eines deutschm Eeeoisizier- veröfsentlicht das in seiner Nr. 14 einen ungemem

spannenden Artikel, der eine bisher noch nicht bekannt gewordene Episode aus dem deutsch-srarzösischen Keidzuge, den heimlichen An­kauf eine« Sch ff.s im Auslande und deffen Uebersührung nach der Emsmündung, schildert. Mit Nr. 14 tritt baß Daheim übrigens in ein neues Quartal, in dem ein großer Roman von Fr. Jacobsen Im Weltwinkel" beginnt, während der RomanSenior und Junior von H. v. Zobcltitz zu Ende geführt wtrd. Die sehr zahlreich illustrtrte Nummer in der unß besonders die wundervolle dopp l- feilige Holzichniltriproduclion eim6 Knaus'schen GemäldesRitter- licker Schutz- auffiel - bringt alle fünf Beilagen, welche baß Daheim seinen Lesern zu geben pflegt: »AuS der Z.il für die Zeil als eine kleine illustrirte Ehronik der TageSereigniffe; denHaUs-

Seit nun mehr alß 28 Jahren bringt die Firma Ea l R.tter in München ein am'lich geprüftes und begutacht.les waffer auf den Markt, besten allgemeine Vorzüge derart sind, daß wir nicht unte'lasten nollen, unsere oerehrl. Leser im Jntereste einer rationelle« Haarpfle«« hierauf besonder- hiozuweisen. Neben acafonnier Billigkeit (40 Ifg. bezw Mk. 1.10 per Flacon) g<*ie$t dasselbe den Vorzug, ein wirkliches Mittel zu sein, das die Haare nicht nur dauernd gesund, erhält und deren Wachßthum lesördett, sondern auch den Kcpi von allen lästigen Hautübeln gänzlich »eftett Was Wunder, daß dasselbe ganz er mm beg hrt wird und bei Ho« unv Nieder seiner allgemewen Vorzüge wegen gleich beliebt ist. QU laden ist daesilbe stets in jeder »poih.ke mrd Droguerie, sowtt bet den durch Inserate besonders bekannt gegebenen Derkaufstellen. 4»

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- Der Katalog «r. 19, welchen die I. Ricker^'s»e Buch- Handlung hier (Südanlage) soeben herausgegeben, verzeichnet m ca. 700Nummern ihre Über bei Gebiet der Hassiaca sich «^rfenbar antiquarischen Werke (G schichte und Geographie d'ß Großherzog. thums Hessen und der Prooinz Hesten - Nassau). ES finden sich t* dem Katalog Werke von hervorragend.^ckstchtlicher^edeutung on- zeichnet, deren Werth dadurch erhöht wird, baß fie höchst^selten find^ man wird darin Ma .ches verzeichnet finden, waS sonst vergeblich gesucht wurde; der Katalog bietet einen werthoollen Gehulsen für i die Forscher auf allen Gerieten der Wiffenschaft und ist demselben die gröhte Verbreitung zu wünschen.

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trertebr, £anö- «nv voUrwirthschaft.

LtallwLrme. Selten werden Stallungen geheizt. Sehr zu Unrecht und auf Kosten des Wohlstandes der Thiere und dec Kaste ihrer Besitzer. Die Thiere erzeugen fich die erforderliche Wärme selbst durch das in mehr ober minder großer Menge arst- genommene Futter. Man schütze nun wenigstens die Dtallunge» gut gegen das Eindringen der Kälte ober besser gegen den Verlust von Wärme, sorge dennoch aber ja für gute Luft in ollen Räumen, in denen Thiere fich aufhalten. Man hat berechnet, daß toon bei einer Temperatur von 10 C. der Verbrauch von Nahrungsmitte n bedeutend zm.immt. Für je einen Grad näher dem Gefrierpunkt hiw soll sich der Verbrauch zum Zwecke der Erwärmung des Körpers, um 5 bis 6 Procent steigern, während für jeden Grad, um welchem «ch Die Stallwärme der Normaltemperatur von 16K?. nähert, der Nutterbedarf um 2 bis 3 Procent finkt. Auch zu Hobe Tem- veraturcu müssen vernucden werden, weil sie erschloffend auf Organismus und Leistungsfähigkeit wirken. 3'd'r Landwirth hal'e fich also Thermometer in seinen Ställen und beobachte fie. Für ihr Wohlbefinden brauchen während der fallen Jahreszeit.bd ®b8 rkich<n dem Mast oder Erhaltungsfutter: 12° C. Schafe vor der Schur, 12 bis 14 C. alles Mastvieh, auch Geflügel, 16' 6 Arbeitspferde, 18 bis 20° C. Geflügel zur Zucht, 20° C. Reit und Wagenpferde, alle säugenden Mutterthiere und Schafe nach der Schur

Die Rentabilität jeder maschinellen «nlaae «Nrd dede«te«d erhöht durch Aufstellung eines ökonomisch arbeitenden Betriebsmotors. Als fparsamste Betriebsmaschinen find die Locomobilen mit ausz iebbaren Röhrenkesseln von SU »ob in Maadebura-Bucku« bekannt u. zu Tausenden in allen Zweigen der Industrie und Landwirthschaft verbreitet. Geringer Brenn material verbrauch, große Leistungsfähigkeit u. Dauerhaftigkeit sind die Hamst- oonüae dieser Maschinen, vermöge deren fie nicht r.u. auf allen deuttche» Locomobil Concurrenzen stets den Sieg baoongetrogen haben, knbmi auch auf zahlreichen Ausstellungen (u. a. in Chicago) mit den höchsten Preisen ausgezeichnet finb. _________________________l^l-