Ausgabe 
13.12.1896 Zweites Blatt
 
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Nr. 294 Zweites Blatt

Somttag de« 13. December

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Anrts- und Anzeigeblutt für den Tireis Giefzen

) Oratisöeisage: Gießener Jamilienökätter.

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Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Ubr.

Alle Lunoncen-Bureaux dcS In- und LuSlande« nehmen Anzeigen für denGießener Anzeiger" entgegen.

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«er Zitherclub.

iohltijQ Iflttiti-Sereln.) dea 20. December 1896, Uhr, finbet im ftiftfaal (Gafi

8 armer hiesiger Kinder, stall.

Der Vorstand.

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ff HuugM, 10. December. Die Arbeiten an der Bahnlinie HungenFriedberg nahmen seither einen ungestörten Fortgang. Gegenwärtig ist man mit dem Legen btt Bahnschienen beschäftigt, womit man von hier aus be­gonnen hat. Auch die Neubauten an den betreffenden Sta­

tionen find, soweit es für dieses Jahr vorgesehen war, aus- gesührt. Wie eS heißt, wird mancher Geschäftsmann, der hierzu feine Arbeiten nicht rechtz-.itig fertig stellte, nicht so glatt durchkommen. ES ist hier einin die Länge ziehen", wie zuweilen bei Privatbauten, nicht gut möglich.

(?) Utphe, 10. December. Dahier wird demnächst die zwetteLehrerstelle errichtet werden. Die in den letzten Jahren stets wachsende Zahl der Schulkinder giebt hierzu die Veranlassung.

§§ Bom höheren Vogelsberg, 10. December. Dieser Tage bereisten nicht weniger wiestebenSchnapsretsende die hiesige Gegend. Daß die Reisenden dabet aus ihren Touren stet« flotte Geschäfte gemacht haben, ist unzweifelhaft.

Vierteljähriger Avonncmcntsprels t 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerloho. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg.

Rcbaction, Expedition und Druckerei:

-chukstraße Ar.7. Fernsprecher 51.

Bet festlichen Gelegenheiten erhält die Küche für die Cou­vert- 20, 24, 30 und mehr Mark bewilligt.

Unter gewöhnlichen Verhältniffeu wird In der kaiserlichen Familie dreimal täglich gespeist. Der Kaiser ist ein Freund kräftiger Kost. Da er gesund ist und sich viel Bewegung macht, hat er auch einen starken Appetit. Er nimmt daher schon daS erste Frühstück nach englischer Sitte ein. An dem ersten Frühstück nimmt unter allen Umständen die Kaiserin Theil, u« dem Kaiser Gesellschaft zu leisten. Selbst wenn in den Zeiten der Besichtigung der Kaiser früh um 6 Uhr zu Pferde steigt und infolge dessen schon um 5 Uhr früh­stückt, erscheint die Kaiserin bei Tisch, um den Gemahl zu begrüßen und mit ihm zusammen die erste Mahlzeit einzu- nehmen. ES gibt gewöhnlich zum Frühstück außer Kaffee oder Thee eine Eierspeise, Beefsteaks, Hammel- oder Kalbs. cotelettS. DaS zweite Frühstück findet um 2 Uhr statt und besteht aus einer Suppe, einem Fletfchftück mit Gemüse, aus Braten und süßer Speise.

Beim zweiten Frühstück sehen Kaiser und Kaiserin sehr gern Gäste bet fich. ES werden Personen der Hofgesellschaft, Schriftsteller, Maler, Bildhauer, Gelehrte, höhere Beamte, durchreisende berühmte Persönlichkeiten zu den Frühstücks, tafeln geladen, bei denen eS sehr lustig und gar nicht stets zugeht. Der Kaiser liebt heitere Gesellschaft bei Tisch über alles, und wenn er sich irgendwo bet einem guten Bekannten oder einem Mitglied der Hofgesellschaft zu Gaste lädt, macht er immer darauf aufmerksam, daß er um heitere Ttschgenoffen bittet. Auch die Kaiserin ist bei diesen Frühstückstafeln, an denen gewöhnlich sechs bis acht Personen thetlnehmen, wie immer außerordentlich liebenswürdig und sehr heiter. Die LtebltngSspetsen deS Kaisers find große Fleischstücke. Be­sonders der bürgerliche Schmorbraten findet in ihm einen großen Verehrer. Dann liebt er Fische und Austern, außer­dem klare Soppen mit irgend etner Einlage, wie Reis, Maccaroni, Fletsch in Würfel geschnitten; dann russische Suppen. Nachmittags um 5 oder 6 Uhr, bet feierlichen Gelegenheiten um 7 Uhr, findet das Diner statt. Wie

Gieße«, den 12. December.

** Panorama. Auf, nach Deutsch-Ostafrtka! lautet von heute ab die Parole im Panorama. Wir werden nach den Stationen Dar-es-Saloam, Bagamoyo, Tanger, Ktlwa, Lindi, Sansibar mit Sultans - Palast, welcher vor Kurzem von den Engländern bombardirt wurde, rc. geführt. Wir sehen die Schutztruppen, Offiziers - Wohnungen, Lager, Karawanen, Hütten, Plantagen, Fluß, Urwald und Strand- parthien. Ferner ist Südwestafrika, Capstadt, Madagaskar, Dahomey zu sehen. Diese für uns Deutsche so hochwichtigen und interessanten Naturaufnahmen sollte Niemand versäumen anzusehen, und wird der Besuch jedenfalls ein starker werden.

Die Srohherzogliche Vrandverfichernngskasse hatte nach der soeben beröffernliuren Statistik im Jahre 1894 eine Ein­nahme von 2 493 103 Mk. 6 Pfg. (darunter: Kaffevorrath 1 196 796 Mk. 96 Pfg., Beiträge aus Starkenburg 478 823 Mk. 83 Pfg., Oberhessen 305 670 Mk. 7 Pfg., Rheinhessen 427 600 Mk. 85 Pfg.) und eine Ausgabe von 1 192 598 Mk. 3 Pfg. Die Einnahmen und Ausgaben der Großherzogltcheu Landesfeuerlöschkasse balanctren mit 26 250 Mk. 50 Pfg. Unterstützungen an verunglückte Feuerwehrleute wurden der- liehen: nach Starkenburg 1672 Mk. 85 Pfg., Oberhessen 1985 Mk. 25 Pfg., Rheinhessen 720 Mk. 57 Pfg., Beihüifea an Gemeinden und Feuerwihren zur Anschaffung von Aus­rüstungsgegenständen: nach Starkenburg 1680 Mk., Ober- Hessen 3639 Mk. 19 Pfg., Rheinhessen 950 Mk.

3« Amerika verstorbene Hesse«. Detroit, Mich., Heinrich Maurer, 77 Jahre alt, aus Gießen. Findlay, O., Anton Reil, 46 Jahre alt, aus Elmshausen. SharpS- bürg, Pa., Jacob Keil sen., 73 Jahre alt, aus Beer­felden. MaScoutah, Jll., Frau Johanna Engelmann, geb. Kribben, 75 Jahre alt, aus WormS. Daselbst. Gustav Heßler, aus Hesien-Darmstadt. Astoria, L. I., Frau Anna Maria Hartt, geb. Allwteger, 81 Jahre alt, aus Bechenheim. Buffalo, N. U., Frau Margaretha Hot- tinger, 74 Jahre alt, aus Hessen Darmstadt. Madison, WiS., Ernst Bremer, aus Rheinheffen.

eS bet einem solchen Diner zugeht, darüber berichtet ein Augenzeuge:

Die Pracht, welche unser Katserpaar bei großen Mittags- tafeln entfaltet, ist schon zu oft beschrieben worden, als daß es nöthig wäre, nochmals darauf etnzugehen. Wir haben hier mehr intime Einladungen im Auge, Über welche wir mittheilen können, daß die Königliche Mittagstafel selten länger als 50 bis 55 Minuten dauert. In dieser Zeit wird, wie auS dem im Verlage von Wilhelm Köhler in Minden t. W. erschienenen vortrefflichen WeihnachtSgeschenk-Werk:DaS Leben im deutschen Kaiserhause" hervorgkht, ein Mittagsmahl, daS aus ungefähr 10 Gerichten besteht, für 60 bis 80 Per­sonen servirt. Für je 2 Personen ist ein Diener bestimmt,- ferner ist noch eine Anzahl von Leibjägern zur Bedienung vorhanden, während die Speisen von Lakaien zugetragen werden. Die Küchen deS Neuen Palais bei Potsdam b§- finden fich bekanntlich in den gegenüberliegenden CommnnS und werden die Speisen durch eine unterirdische Bahn erst nach dem Neuen PalaiS besördert. Die Hauptgerichte werden auf silbernen Tellern dargereicht,- die Zwtschengerichte auf Porcellan Tellern der Königlichen Berliner Manufaktur. Die Crhstallweingläser haben oben einen goldenen breiten Rand und find mit dem in Gold eingravirteu Monogramm unseres Kaiserpaares geschmückt. Daß die seltensten und ältesten Weine den Gästen dargereicht werden, versteht fich bei einer kaiserlichen Mittagstafel von selbst. Nur sei darauf hin- gewiesen, daß auch französischer Champagner gereicht wird. Der deutsche wird meistens zur Suppe gereicht. Der Tisch selbst ist geschmückt mit großen Tafelaufsätzen, auf welchen herrliche Blumenzusammenftellungen Prangen, und zwar find in einer Schale dreierlei Arten von Rosen angebracht^ je 50 bis 60 Stielrosen von einer Farbe werden zusammen- gebunden und nebeneinander gelegt. Bor den einzelnen Ge­decken find Gläser mir Stielrosen hingesetzt. Silberne Arm­leuchter mit Hunderten von Wachskerzen erhöhen den an- muthigen Eindruck dieser Wahrheit kaiserlichen Tafel, vor jedem Gedeck liegt die Speisevkarte. Sie ist auf weißem

BF, ZnrLnSh.Hamilo areuversaudhaus. n?arne, Cheviots, Buckskins, Loden, derstoffe in gediegener Auswahl, änfern, Vorlagen, Schlaf- u. Pferde- «Otnfrfk Mberci und Wäschers

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Feuilleton.

Zu Tisch beim Kaiser.

(Nachdruck verboten.)

Die nachfolgende interessante Schilderung entnehmen wir mit Genehmigung der Verlagsbuchhandlung von Wil­helm Köhler in Minden (Westfalen) dem noch recht- zeittg vor Weihnachten erschienenen Buche:DaS Leben im deutschen Kaiserhause". Von A. Oskar Klaußmann. Mit zahlreichen Illustrationen und sechs farbigen Kunstbeilagen. Preis der elegant gebundenen Ausgabe Mk. 1,60, der broschirten Ausgabe Mk. 1. Durch jede Buchhandlung, tote auch direkt von der Verlagsbuchhandlung zu beziehen.

Küche und Keller des Kaisers unterstehen der Beauf­sichtigung und Verwaltung des Hofmarschalls und der Ober- Hof- und HauSmarschall ist die höchste Instanz in allen Küchenangelegenheiten.

An der Spitze der Berliner Schloßküche steht ein Küchen­meister, dann ein deutscher und ein französischer Küchenchef mit einer Anzahl von Köchen und Kochgehilfen. Finden im Winter die großen Hoffeftlichkeiten statt, dann erhalten die Köche noch Verstärkung aus dem Küchenpersonal in Potsdam. Der Kaiser und die Kaiserin kümmern fich um die Küche, weil von ihnen täglich Befehle über daS, was in der Küche zubereitet werden soll, ei^geholt werden müssen. Kaiser Wilhelm II. war auch der erste preußische König, der unter Führung deS Hausmarschalls selbst der Küche einen Besuch abgestattet und sie in allen ihren Räumlichkeiten inspicirt hat. Natürlich mischen fich aber weder Kaiser noch Kaiserin in die Details der Küche ein und die Selbstständigkeit des HüchendepartementS geht so weit, daß der Kaiser diesem die Ausführung vollständig überläßt und fich gegen einen be- »stimmten Preis mitsammt seiner Familie und feinem Gefolge tinfofern bei der Küche in Pension gegeben hat, als er der Küche nur die Zahl der CouvertS, die täglich geliefert worden ffind, bezahlen läßt. Das Couvert für das Mittagessen wird «nter gewöhnlichen Umständen mit 7 Mk. 50 Pf. berechnet.

Dec Hietzener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags.

Die Gießener AamiklenVkälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegl.

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Gießener Anzeiger

Kenerat-Anzeiger.

dmell n billigen Pr»» di.

J'sche Univ.-Drucker«

(Pietsch A Schoy da),

Schulfltra^il---

Citerotur und Arurft.

- Die hervorragendsten Schöpfungen der bildenden Künste in Der Gegenwart durch Bild und Wort weiteren Kreisen nahe zu bringen, ist seit 18 Jahren daS Bestreben der »Meisterwerke der HoirschneidekunstE aus dem Verlage von I. I. Weber in Leipzig gewesen, die von jetzt ab in neuer Folge sowohl in vornehmerem Gewand als auch, statt in MonatSlteferungen, in zwangSlos er­scheinenden stärkeren Heften erscheinen. Jedes dieser Hefte wird stels ein in sich abgeschlossenes Ganzes und auch einzeln käuflich sein. DaS 1. Heft der neuen Folge,Aus der Internationalen Kunst-Aus­stellung zu Berlin 1896", eröffnet die Serie in ebenso glänzender wie vielverhetßender Weise; es enthält 28 ganzseitige und 8 doppel­seitige Bllder auf Kupferdruckpapier, deren Eindruck diesmal in stimmungsvollster Weise dadurch erhöht wird, daß der Druck ab- wechselnd in verschiedenen Farbentönen ausgeführt ist. Die Betracht- ung der Blätter ist tter allem deshalb ebenso anregend wie genuß­voll, weil die getroffene Auswahl jede Richtung der madernen Kunst- übung zu Worte kommen läßt. ES kann nicht im Plan dieser kurzen Besprechung liegen, alle hier vertretenen Künstler zu erwähnen; auf einzelnes Hervorragendes aufmerksam zu machen, möge .tndeß gestaltet sein. Unter den Werken der religiösen Malerei ragen her­vor diePtetL" von Arnold Böcklin, ein BUd, das von erschütternder Qual, aber auch vom Gefühl erbebender Erlösung zu reden weiß; Judas Jschartoth" vom Deutschrussen Kunz Meyer in München, etue tief verinnerlichte Leistung; LoutS Feldmann«Kreuztragung", die den Vorgang kühn in das Leben unserer Tage stellt;Rückkehr vom Caloarienderg" vom Belgier P. van der Ouderaa, der seine Kenntniß deS Heiligen Landes mit den Traditionen des Historten- bUdeS zu vereinigen weiß. Unter den Landschaften muß deS Alt. rmtsters Andreas AchenbachStackat von Ostende" und Strützcls Altes Rathhausthor in München", ein Nachtstück voll gelungener BeleuchtungSeffecte, betont werden; unter den Thierstücken fesseln besonders die von leidenschaftlicher Erregung und höchster Anspann- ung aller Kräfte erzählenden Darstellungen Rich. Frieses aus Nord und Süd, außerdem seien W. Kuhnert und Jos. Schmitzberger ge­nannt. Ein begabter Vertreter der heutigen Jdealmaleret ist Alex- *%5ren,? ("Der Frühling küßt die Erde"); Karl Hartmanns Waldfrau" vereinigt den ganzen Dust gehetmnißvoller Märchen-

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4 an der Verloosung beteiligen -eeember mindestens 50 Pfg, ' einzujahlen. Nach diesem Termin mmen. 10917

ien haben Zutritt.

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Poesie und treu beobachteter Wirklichkeit. Unter den Sculpturea sind bemerkenSwerth Ludwig ManzelS Modell für die Hauplgruppe deS Stettiner Monumentalbrunnens, eine der imposantesten plastischen Schöpfungen der letzten Jahre; derFakir" de« energischen Natu­ralisten Cifartello, daSMedusenhaupt" JuliuS Jordans die selbst­ständig durchgearbeitete Wiederaufnahme eines alten Mottos; wir erfreuen uns an Gustav Eberletns frischer Erfindung, an Rudolf Hölbe'S CultuS reiner und tadelloser Schönheit. Der in vornehmer typographischer Ausstattung sich anfügende Text Aemil Fendleis ortenttrt nicht allein über die Entwickelung und Bedcutung der Berliner Kunstausstellungen, sondern hat einen Hauptvorzug darin, daß er die Absichten der Künstler mit feinem verständntß zu deuten weiß und jedem der vorgeführten W.rke seine Stellung in der Kunst­geschichte der Gegenwart anzuwetsen versteht. Dem vornehmsten Salon ordnet sich das reichhaltige Heft mit seinem von G. T'ppel flott entworfenen Umschlagsbild zwangslos ein; auch dem Minder­bemittelten ermöglicht der verhäitnihmäßtg niedrige Preis die Er­werbung eines Bilderschatzes, dessen Bettachtung das Auge mit stets erneuter Macht zu fesseln und den Geist vielseitig anzuregen ver­mag. DaS soeben ausgegebene Heft 2 dieser neuen Serie ist eine vornehm auSgestattete WeihnachiSmappe, die auf starkem Kupfer- druckpapier im Format von 56:70 Emir, acht Kunstholzschnitte dar­bietet, die, ganz abgesehen von dem künstlerisch hochstehenden Werth der Originale, geradezu auf Mustergültigkeit Anspruch erheben dürfen, waS die vollendete Technik der Ausführung anlangt. Der .Weih­nachtsmorgen" deS Düsseldorfer Meisters Ferd. Brütt erfaßt die Menschwerdung Christi im innersten poetischen Kern. Hans Hol» deinsMadonna mit der Familie des Bürgermeisters Jakob Meyer zu Basel" giebt jenes Werk des großen Meisters wieder, das ein unvergänglicher Stolz deutscher Kunst ist. Franz LenbachS Porträt des Fürsten Bismarck auS dem Jahre 1894 ist eine Darstellung monumentalen Gepräges. Gabriel Max führt uns in derNachtigall" eine traumverloren hingegossene jugendliche Frauengestalt vor, in der sinnliches und übersinnliches unauflöslich verknüpft erscheint. GrütznerSFalstaff" ist eine Schöpfung erquicklichen Humors, die nachhaltiger Wirkung sicher ist. Leopold SchmutzlersZwei Glück­liche" leiten zurück in die ersten Jahre des jetzt zur Neige gehmden Jahrhunderts. Juan Pablo Salinas läßt einen tiefen Blick in datz spanische FeiertagSleben thun, während der srüh dahingeschiedene Norweger Ludwig Munthe die ganze verborgene Poesie eine« Winter­abends im nordischen Walde ersaßt hat. Der oerhältnißmäß g niedrige Preis der auch als Drückletstung auf der Höhe stehenden Weihnachtsmappe, der ein erklärender Begleittext von Aem. Fendler beigegeben ist, beträgt nur 8 Mk.

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Die Rentabilität jeder maschinellen

Anlage wird bedeutend erhöht durch Aufstellung eines ökonomisch arbeitenden BetttebsmolorS. Als sparsamste Betrtebsmaschtnen find die Locomobilen mitausztehbaren Röhrenkesseln von SU Wolf in Magdebnrg-Bneka« bekannt u. zu Tausenden in allen Zweigen der Industrie und Landwtrthschast verbreitet. GeringerBrennmaterial- verbrauch, große Leistungsfähigkeit u. Dauerhafttgkeit find die Haupt­vorzüge dieser Maschinen, vermöge deren sie nicht nur auf allen deutschen Locomobil-Concurrenzen stets den Sieg davongetragen haben, sondern auch auf zahlreichen Ausstellungen (u. a. in Chicago) mit den höchsten Preisen ausgezeichnet find. [411

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