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13.6.1896 Erstes Blatt
 
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Mitgliedern

1003

3* .". ZL

Milchmädchen:

lich abgeküßt, weil Du so lustig bist?"

5465] Ein möblirtes Zimmer zu ver-

Ttefenweg 17.

mietben.

| Verloren u. Gefunden

Engel, Gr. Gerichtsvollzieher.

Gestern Abend gegen 6 Uhr des Badeplatzes (sog. Manns-

vor den Ge- Antrag der Meineid

der sich in Gesellschaft eines von einem heftigen Gewitter Blitzstrahl auf der Stelle

ei»M lrmherztehenden Korbmachergesellschast kam es gestern N'ldchiinag am Neustädterthor zu einer Schlägerei, wobei baiud Üitlfer eine Hauptrolle spielte. Einer der Streitenden ernlf-li innen Stich in das Gesicht und mußte sich tu ärztliche Güsriroddang begeben. Der Hauptattentäter hatte sich, als di H«k°bzei am Kampfplatze erschien, schleunigst aus dem SAtnbk > gemacht, worauf denn auch die ganze Gesellschaft VianEidbt hinaus gewiesen wurde.

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Gewiß,

ein Kuß von einem Mann macht lustig!" Milch mäd

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chen.Ach, lieber Herr, dann küsien Sie doch meinen Esel der ist immer so traurig."

Macht denn das Küsien lustig?" Tourist:

A Mainz, 11. Juni. Nack amtlichen Mittheilungen betrug im verflossenen Jahr die Weioeto fuhr in Fässern nach Deutschland 593 443 Doppelcentner, bic einen Werth von 33 180 000 Mk. hatten. Hiervon gelangten 576 219 Doppelcentner in den freien Verkehr. Rorhe Verschnittwetne wurden eingeführt 93 434 Doppelcentner und zur Cognac- beretruug 5041 Doppelcentner. In Flaschen betrug der Import von Weinen 6583 Doppelcentner, tnt Werthe von 1 323 000 Mk. Champagner wurden 25 535 Doppelcentner bezogen, welche sich inSgesammt auf 5 295 000 Mk. be- wertheten. Die schon seit langen Jahren angestrebte Er« richtuog eines städtischen Arbeitsamtes ist wieder in weite Ferne gerückt. Die nach langen Berathungen zu Stande gekommenen Statuten haben Seitens de» Ministe­rium» derartige Abänderungen erfahren, daß die Arbeit« nehmer mit dem Statut nicht mehr einverstanden find und beschlossen haben, ein den ministeriellen Ansorderungen ent« sprechende» Arbeitsamt abzulehnen. Gestern wurde hier die Leiche eine» 17jährigen Gymnasiasten au» Frank­furt geländet. Der junge Mann, der Sohn eine» wohl­habenden Privatmannes, har, wie aus einem hinterlassenen Schreiben hervorgeht, freiwillig den Tod gesucht, weil er da» Einjährig-Freiwilligen Examen nicht bestehen konnte.

weiWN während der Verhandlung gegen Rothe schiilamren in Haft genommen wurde, ist auf S»tL:iicLnwaltschaft da» Vorverfahren wegen triidSic.

" Schlägerei. Zwischen den männlichen

MMLg den 15. Juni 1896, Nachmittags 2 Uhr, iMiiihitytc Bramm'schen Saale zu SiNn*io i«Neustadt 55) versteigere ich Sffchkligtz gegen Baarzavlung: ltiM2 Mille Cigarren jucpri ruir guter und besserer Quali« tätetw - Die Versteigerung geschieht auf srei^Nnstehen der Firma »Schmalen- badtjji stumpf' zu Gießen wegen Auf- gab-M^i Seschäst» «ud findet deshalb

baue !vorgenommen werden- eine Einrichtung, die uns in überhaupt noch fehlte, wird beabsichtigt auf der Ltüerckgöhe schleunigst herzustellen: nämlich ein ständiger Ritzn: platz für Radfahrer. Die Brauerei Jhring toiiifcx Etablissement schaffen, wa» sich sehen lassen kann, ein ar iAolksvergnügungSplatz, wie er UN» eben in Gießen Die Idee ist um so mehr zu begrüßen, als e» un» au in cm derartigen geräumigen Etablissement, welche» zeit- gepi; .st, noch fehlt.

' Auszeichnung. Nach hier eingegangener telegraphi­sch £ Nachricht von Stuttgart-Cannstatt erhielt auf der dom^r Ausstellung der deutschen LandwirthschaftS- ® ilwidioft die Lahnkalk- und Marmor-Industrie A Hui Gabriel jr., Gießen, die höchste Auszeichnung in ihr» Branche, die einzige kleine silberne Medaille, seiner w»m ltr Firma in Rücksicht auf ihre hohe Leistungsfähig- ket ± «ich der zweite Preis, die einzige große broncene Msiit:>ll!?, zuerkannt.

* Falsche» Zeugniß. Gegen den Zeugen Pitzer,

Verloren f

Mittwoch Abend von der .Schönen Aus­sicht" nach der Ludwigsstraße ein Tüll- deckchen (angefangene Stickerei), in Papier eingepacki. Gegen Belohnung ab- zugeben Ludwigstratze 37, Part.

* Cassel, 10. Juni. Bei Oberaula auf freiem Felde

Dickwurzpflanzen zu haben bei Ceconom Kitz, 5470 Marburgerstraße 65.

Scbiffsnacbricbfctu

Norddeutscher Lloyd, in Stetzen vertreten durch die Agenten Carl Loo» und I. M. Schuldo>.

Bremen, 10. Juni. [Per transatlantischen Telegraph.] Der Postdampscr H. H Meter, feUpt. Fr. M-ntz. vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 3 Uhr Nachmittag» wohlbehalten in Newyork angckommrn.

Bremen, 11. Juni. [Per ttanSatlantiicher> kelegraph.] Der Schnelldampfer Havel, Gapt. Th. Jüngst, vom ttlorddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 11 Uhr Vormittag» wohlbehalten in Newyork ongekommen.

Witterungsbericht vom 11. Juni.

Der größte Theil Europa» gehört einem ausgedehnten Gebiet niederen Druckes an, d ssen allerdings nur flache» Centrum sich von Central-Frankreich über das nördliche Deutschland, Polen und Galizien erstreckt. Aus der Rückseite desselben über West- und Süd-Frankreich zeigt der tiefe Druck beträchtliche Zunahme und haben fich dort leb­hafte westliche Winde eingestell'. Im südlichen Deutschland bestand am Morgen noch gute Witterung, doch hat im Laufe de» Tages die Bewölkung vielfach zugenommen und sind im Süden bereits vielfach Niederschläge ausgetreten. Gestern sanden wieder zahlreiche Gewitter statt, welche stellenweise von Hagclfällen begleitet waren.

BotanlMtliO( Oittrnntgt

Wolkige» Wetter mit zeitweisen Niederschlägen.

wurde ein Mann au» Iba, 14jährigen Knaben befand, überrascht und durch einen g e t ö d t e t.

* Marburg, 11. Juni, hörte man aus der Richtung

bad) unterhalb der Lohmüble mehrere Hilferufe. Sofort eilten zwei in der Nähe befindliche Jäger hinzu und kamen gerade noch recht, um zwei Knaben im Alter von 9 bi» 10 Jahren, welche von den Wellen schon fortgerissen waren, vom Tode de» Ertrinkens zu retten.

D. Frankfurt a. M., 12. Juni. Im Zoologischen Garten wird vom 27. Juni an auf kurze Zeit eine hoch­interessante Truppe von Samoanern zur Schau gestellt werden.

"Intime» au» Monte-Carlo" lautet der Titel einer pikanten Plauderei von Konrad Alberti in derModernen Kunst."Äin wahre» Fieber, schreibt Alberti, scheint die Menschheit ergriffen zu haben, sowie man in den Bann- meilenkrei» von Monte Carlo tritt. In der Eisenbahn, bei Tisch, auf der Promenade: nirgend» und nie spricht man von etwa» Anderem al» vom Spiel, von eigenen und fremden Gewinnen und Verlusten, von der Methode zu spielen, man verbandelt stundenlang, ob es besser sei, aus TranSvalen oder auf Colonnen zu gehen. ES ift ein wahrer Spielrausch, und selbst der Solideste wird von dem unablässigen Gerede so angesteckt, daß er e» für seine Pflicht hält, auch nach dem Casino zu gehen und seinen Obulu» zu opfern. Im Vorsaal, auf den EingangSstnfen . . . überall lauern die Gefahren. Schreitest du zum Casino, so bietet man dir 6 verschiedene Systeme" zum Kauf an mit allen wirst du unfehlbar dein Geld los. Verläsiest du das Casino, so stürzt dir ein halb Dutzend liebreizender Jungsrauen entgegen mit der Frage:As tu gagnG, cheri? Antworte:Tout perdu! so bist du sofort frei. Die Zahl der Menschenfreunde ist in Monte Carlo überhaupt unglaublich groß, von den Trak- tätchenvertheilern an, die dich heimlich vor dem Betreten der Hölle warnen, bi» zu den Pfandleihern in den stillen Seiten­straßen, die dir, wenn du ganz auSgeplÜnderk, Geld zur Heimreise brauchst, für deine Schmuckjachen den zwanzigsten Theil de» WertheS geben. Die Spielbank selbst ist gar menschenfreundlich. Sie giebt dir, wenn du nur eist hundert­tausend Franc» verloren hast, die hundert Franc» zur Heim­fahrt, damit du nicht nöthig hast, durch einen Knall die Ge- müthlickkeit des Orte» zu stören. Sie stickt dir, wenn sie deinen Leichnam in der Morgendämmerung hinter'm Busch findet, sogar einen Hundertfrancsschein in die Rocktasche, da­mit du dich nicht vor den Constablern blamirst, die dich eine Stunde später finden werden. Wie Mancher hat den Besuch in der Hölle mit seinem Leben bezahlt. Aber um solch ein Leben ist eS dann in der Regel nicht mehr schade gewesen!. . ."

* Gegen Traurigkeit. Tourist:Guten Morgen, liebeS Kind, Dich har wohl Dein Schatz heute schon ordent-

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Jahrgang 188395 sucht zu kaufen

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Temperatur der Lahn und Luft nach R-aumur gemessen «m 12. Juni, Mittaas zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 16, Luit 17°.

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Hälfte de« Kaufpreise» abzugeben.

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;jmstag den 25. Juli,

Nachmittag« 2 Uhr,

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ktztzbach, 8. Juni. Zu dem am 13. und 14. Juni hier ftaitiiintenbcn 50jährigen Stiftungsfest des hiesigen T ti notier etnfl ist folgende Festordnung aufgrftrllt: SamS- ia hziui 13. Juni: Nachmittags Empfang der eintreffenden hmti Abends 8 Ul>r: FestcommerS in der Festhalle, Ueltkncvhung des von den Frauen und Jungfrauen gewtd- mnM FahnenbandeS und der von den Turnern gestifteten Fchchln blitze. Ernennung von Ehrenmitgliedern, Lieder- tiomimigi der vereinigten Sänger Orpheus und Turnverein. Zitaten non acht Damen und acht Herren, Pyramiden. i'i-mtQi den 14. Juni: Morgen» 7 Uhr Weckruf, darauf 3)Cli!r{tnntiuRt auf dem Marktplatz - Vormittag» 11 Uhr "c4Mtiiißfeier auf dem Friedhöfe für die verstorbenen Mit- gltpiiiti. Nachmittag» 12i/i Uhr Festessen in der Festhalle. Nciviv t:ag» 2l/z Uhr Festzug. Hierauf Stabübungen, Schau-, Seliidn»' und Kürturnen. Abend» 8V2 Uhr Marmorgruppen aunnl der Geschichten der deutschen Turnerei, Tanz. Die Mstlnlnnrd ausgrsührt von der Capelle de» Jnsanterte-Regi- meied taffer Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, unter perrchol^er Leitung des Musikbirector» Herrn Krauße.

I. An» dem Kreise Friedberg, 11. Juni. Reife KKlilchi n erscheinen bei uns schon, zur Freude der kleinen uniiaud. der großen Kinder. Die hübsche Frucht ist aber nov4!chr theuer, denn da» Bündelchen, in dem sich vielleicht 151 !>iik L0 Stück befinden, muß immer noch mit 5 Pfennigen roerden. An den Staatsstraßen wurden die Kirschen ociidfiigcrrt, die Erträge find weift geringe. Manche Bäume I6fa gur nichts, andere nicht viel, volle Bäume sind selten. Jr m coiiigen Frühjahre, also nach einem äußerst strengen, larlDiiüdnuernden Winter, begann man schon am 30. Mai mit deitW^ibmähen und Einernten de» HengraieS. Dieses Früh- alM nccch einem ungewöhnlich gelinden Winter, find wir um oietmbu Tage zurück. So etwa» verdient immerhin ange- menfl jn werden.

1- Eichelsachsen, 11. Juni. Auch in diesem Jahre haben dieiüLo.ldsamenkäufer au» Griesheim bet Darmstadt detiwt^ielsbergern den Paß abgelaufen, denn die schönen ScWmelen In den Bezirken Wingershausen, Burkhards, EiMMen und Kiliansherberge gehen wieder nach GrieS- hetiiik Daß diese Sämereien diese» Jahr wirklich hübsch find, geWaucch daran» hervor, daß ungefähr 30 Procent mehr gewinn mnb gezahlt werden, als im Vorjahre.

Iwtmfladt, 11. Juni. Gestern Abend gegen 10 Uhr fHiiiuü fftd) ein 12 Jahre alteS Mädchen in den Woog, um fichtip lertränken. WoogSpächter Gunder bemerkte, daß öai:iNhn$ spiegelglatte Wasser an einer Stelle in Bewegung roamu vorauf er herbeieilte und das schon bewußtlose Mädchen auiitlüiir Wasser zog. Furcht vor Strafe soll daS Kind zu deLinchiangnißvollen Thal getrieben haben.

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Katholische Gemeinde.

(Nachdruck ohne Genehmigung untersagt.)

SamStag den 13. Juni.

Nachmittags um 5 llbr und Abend» um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte.

Sonntag den 14. Juni. 3. Sonntag nach Pfingsten.

Vormittags von 6'/, Uhr an Gelegenheit zur hi. Beicht«;

, um 6V1 Uhr erste hl. Messe;

um 7/, Uhr AuStbeilung der hl. Communion;

um 8 Uhr zweit: hl. Messe;

um 91/, Uhr Hochamt mit Predigt;

Nachmittag» um 2 Uhr Christenlehre; darauf Herz «Jesu, Andacht mit Segen.

GotteSdieu? der israelitischeu Religionsqesellschast.

Freitag Abend 7" Uhr, SamStag Bormitlag 8 Uhr, Nach­mittag 4 Uhr, SabbalhauSgang 934 Ubr.

Nachmittag 3« Uhr Lchrifterklürung. Wetzsteingasse 8.

Wochengottesdtenst Morgens 6 Uhr, Abends 7 Uhr

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Emil Roth, Berlag, «ietze«.

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Evangelische 6 e e e i u b l Gottesdienst

Sonntag, den 14. Juni 2. Sonntag nach Trinitatis.

An der Ltadtkirche-

Vormittags 7»/« Uhr: Pfarrer Schlosser

FrÜb^ottesdienst mtt Christenlehre für die Neuconfirmitten au» der MalthäuSgemernde

Vormittags 9Vi Uhr: Pfarrer Dr. Grein.

Vormtttag» 11 Uhr: Kinderkirche. Pfarrer Dr. Gretn.

In der AohanoeSkirch«.

Vormittag» 7» 4 Ubr: Pfarrer Dr. Naumann.

Frühgottesdienst mit Christenlehre für die Neuconfirmitten au» der Johannesgemeinde

Vormittag» 9*it Uhr: Pfarrer Dingeldey.

Beichte und heil. Abendmahl für die LucaSgemeinde.

Vormittag« 11V« Uhr: Kindettirche für die LucaSgemeinde: Pfarrer Dingeldey.

Am 3. Sonntag nach Trinitatis, den 21. Juni, wird nach den Gottesdiensten in beiden Kirchen eine Collecte für die evangelische Gemeinde Seckmauern erhoben werden.

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